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Jüdisches Volksblatt · 1921-09-23 · 60 (23.9.1921) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
60 (23.9.1921)
Date
1921-09-23
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Die Kommission soll aus Herrn Jsra Dr. Chaim Weizmann als Präsidenten und nach Vertretern der Zionistischen Organisationen ort £tn den Ententeländern bestehen, tions Diese Formulierung wurde von der englich j lischen Regierung angenommen, und die zu b> Immission erhielt die vollste Unterstützung rnsat kfT Behörden. Dr. Weizmann wurde mit Eiw führungsbriefen von Mr. Balfour und Mr. Wied ^ohd George versehen. Die Kosten der Komvunt ^sisi"" wurden von der Zionistischen Organtweni ffltion getragen. men Die Zusammensetzung der Kommission , bereitete einige Schwierigkeiten. Die anfäng. ' liche Absicht war, daß die Kommission, soweit als es die Umstände gestatteten, die zionistische Gesamtbewegung vertreten solle; tatsächlich uno &>aten jedoch in ihr weder die amerikanischen, unö noch die russischen Zionisten vertreten.. Die amerikanischen Zionisten konnten aus politides scheu Gründen nicht teilnehmen, da die Reeine gierung der Vereinigten Staaten anscheiyend für der Meinung war, daß es in Anbetracht der Tatsache, daß die Vereinigten Staaten sich mit der Türkei nicht im Kriegszustand befänden, .. nicht angängig sei, daß amerikanische Ziontsten sich an der Kommission beteiligten. Die amerikanische Aerztegesellschaft, mit deren Or>?en panifation die amerikanischen Zionisten zu;ener Zeit sehr beschäftigt waren, stellte in 6^ kiewiffem Sinne.einen Ersatz für die fehlende amerikanische Vertretung in der Zionistischen In Kommission dar. Es wurden auch Vertreter sitc.py: russischen Zionisten ernannt; sie konnten nt jedoch Rußland aus politischen Gründen nicht der verlaßen. Der Misrachi und die Poale-Zion he> verlangten, in der Kommission vertreten zu sein. Es entwickelte sich eine weitläufige Korpo respondenz mit ihnen über die Frage; schlietz- Bc lich entsandte jedoch keiner dieser beiden Verths bänd» eine Vertretung. . fei Die französische Regierung sprach den ih Wunsch aus, daß ein französischer Jude der he Kommission beiträte, und ihrem Wunsche entsprechend, begleitete M.Sylvain Levi die Kom> Mission. Führende italienische Juden tratet, bk gleichfalls an die italienische Negierung mit " - 2f der Bitte heran, in der Kommission vertreten bi zu sein. Der italienische Gesandte hatte eine Unterredung mit Herrn Sokolow über die o Aizgelegenheit, und es wurden zwei italieni- 2j sche Vertreter gewählt: Herr Dr. Artom, ein e; Hauptmann der italienischen Armee, und Kommandant Bianchini, der zweite Komman. c baut eines italienischen Kriegsschiffes; beide v waren Zionisten. Diese Vertreter waren je- „ doch nicht in der Lage, mit der Kommission zu * reisen, und kamen erst später nach Palästina. 1 Aus England wurden die folgenden Her- £ ten in die Kommission entsandt: Herr Dok- ' tor Weizmann, als Präsident, Herr Joseph Cowen, Herr Leon Simon, Herr Dr. Eder? (der letztere als Vertreter der Jto) und Herr! I. M. Siefs, als Sekretär; Major Ormsbh 5 Gare, begeitete die Kommission als Vertreter; der Regierung in der Stellung eines politü ' scheu Liaisonosfiziers. Ihm waren Major James de Rothschild und späterhin Haupt-. . rpann'Eric Waley und Leutnant Edwin Samuel (Sohn von Sir Herbert Samuel), der bereits dem Stabe Sir E. Allenbys in PaläsÜsi^ angehörte, attachiert. J Ehe die Kommission England verließ, wurde Herr Dr. Weizmann vom König in Audienz empfangen. Bei der Unterredung im Buckingham Palace, die ungefähr 36 M nuten dauerte, sprach der König sein Jnteresie und seine Sympathie für den Zionismus aus und wünschte den Bemühungen der zionistischen Führer guten Erfolg. Die Kommission traf im April 1918 in Palästina ein, zu einer Zeit, wo bloß die südliche Hälfte des Landes, einschließlich Jerusa- ■ lems und Jaffas und der judäischen Kofenten, von den Verbündeten beseht war. Es war die . Zeit, wo der große deutsche Angriff an der europäischen Westfront stattfand, auf den sich > die gesamte Aufmerksamkeit konzentrierte und für den alle zur Verfügung stehenden Streitkrafte in Anspruch genommen werden muß- ' ten. Die britischen Streitkräfte in Palästina wurden auf ein Minimum reduziert, und ob-; wohl der Kampf fortging, war doch kein Vormarsch über die damals von den Engländern gehaltene Linie möglich. Es dauerte sechs Monate, ehe General Allenbys großartige Vormarsch die Türken aus Nordpalästma ken, und bei der Ungewißheit der ganzen Lage konnten keine wichtigen konstruktiven Arbeiten unternommen werden. Ein Proj.kl betreffend die Kultivierung von ungefähr einer Million Dunam unbebauten oder halb bebauten Bodens zwischen. Jaffa und Rafah, das die-.Kommission den Militärbehörden unterbreitete, erwies sich als verfrüht und mußte aufgegeben werden. Die hauptsächlichste praktische Aufgabe der Kommission war die Organisierung und Verwaltung des Hilfswerkes für die Juden in dem okkupierten Gebiet. Bei der verarmten Lag: des Landes trug dieses Hilfswerk zunächst notwendigerweise rein philanthropischen Charakter, es mußte die Stelle der Chalukah vertreten; sobald als mögttch bemühte man sih jedoch, konstruktive Hilfsarbcit zu leisten, besonder^ Im Frühjahr 1919 standen die zionistischen Führer in Paris in direkter Verbindung mit Faisul, und sein freundliches Schreiben an Professor Frankfurter, das oben wiedergcgeben wurde, war ein Resultat seines Zusammentreffens mit den amerikanischen Zionisten. Im September und Oktober 1919 hielt sich Faisul wieder in London auf und gab dem „Jewish Chronicle" ein Interview, in dem er sich anscheinend gegen den Zionismtls erklärte. Er dementierte dies aber später schriftlich. Im Augtist 1920, nach der Eroberung von Damaskus durch die Franzosen und dem Fall des Emirs, wurden wieder Verhandlungen mit Faisul geführt. Dr. Eder hatte eine Besprechung mit ihm. Es wurde die Frage eines politischen Zusammengehens bedurch Gründung von Arbeitsstätten und sprachen, und Faisul bat die Zionisten, ihren durch die Gewährung von Anleihen an die, Einfluß für ihn geltend zu machen. Die Eiw landwirtschaftlichen Siedler. Die politischen ' flußsphäre des Emirs liegt jetzt in Mesopota Verhältniffe, mit denen die Kommission zu, mien. tun hatte, werden in sinem besonderen Kepi> tel behandelt. Die Vorbereitungen zur Friedenskonferenz. Nach dem Waffenstillstand war die politische Hauptaufgabe die. den zionistischen Forderungen bei der kommenden Friedenskonferenz Gehör zu verschaffen. Ta die Konferenz Die Reorganisation der Zionistischen Kommission im Jahre 1919. Die Februar-Konferenz hatte ein Resolution angenommen, in der die Vergrößerung der Zionistischen Kommiffion gefordert wurde. Im Juni fand in London eine Sitäe-ih vertrieb. Während dieser Zeit mußte sich die —Tätigkeit der Kommission notwendigerweise G fuf drs (übliche Hälfte de- LandebMrarrnach Paris einb'rufen war. erwies es sich als öung der Mitglieder des Action-Comites statt, nötig, dort ein Büro zu schaffm. Mr. Sokodie an Dr. Wetzmann das Ersuchen richtete, low erhielt die hiezu nötige offiziell- Geuehdrese Resolution zur Ausführung zu bringen migung seitens der französischen Regierung.1 und Vertreter der Poale-Zion, des Misrach, Er blieb danach eine geraume Zeit in Paris und der Juden Palästinas in die Kommission tätig.! hineinzuziehen. Es wurde beschlossen, daß die Inzwischen war es Herrn Dr. Westmann Herren Ussischkin, Dr. Rupfen, Dr. Feiwek, bei einer Unterredung, die er am 4. Dezem-; Dr. Frtedenwald, Dr. Eder und Szold (oder ber 1918 mit Mr. Balfour batte, gelungen, «m anderer amerikanischer Vertreter von aleteinen bedeutenden Schritt weiter zu kommen, Range) als Vertreter der Organisation Er wies darauf hin, dast als Folge des Krie. m feie reorganisierte Kommission eintretet, ges und der Lage in Osteuropa ein großer loI[ten.- Es konnten jedoch außer Herrn Dok- Auswanderungsstrom von Juden sich aus »r Eder nur die Herren Dr. Fricdenwald den Ländern der Drangsal nach Palästina er- und Szold sofort Hinreisen. Herr Ussischkin gießen würde. Infolgedessen seien die Augen konnte erst Ende September 1919 und Doktor der Judm der ganzen Welt auf Paläst'na a> Ruppm erst tm Marz des folgenden Jahres richtet. Alle seien begierig zu hören, wie die uach Valastnta gehen. Dinge sich in Zukunft gestalten würden. Tie Die Frage des Mandats und der Grenzen. Lage des jüdischen Volkes sei sebr kritisch und Die Ausarbeitung des Mandates für es sei dringend nötig, daß die Einwanderung Palästina war einer besonderen Kommission, nach Palästina freigeg"ben werde. Mr. Bal» der Mandatskommissioit, übertragen worden, fonr war auch der Meinung, daß die arabl-. deren Vorsitzender Lord Robert Cecil war sche ,Frage als kein unüberwindliches H nid er- und der Oberst House als einer der amerikanis betrachtet werden dürfe, riet ab.w zu nischen Vertreter angehörte. Die Kommission einer Verständigung mit Faisul. Dr. Weizsollte sofort nach Festlegung der Friedensbemann schlug vor, die jüdischuationalcn Verdinguugen mit der Türkei zusammentreten. treter sollten die Friedenskonferenz durch die Auf Grundlage der Vorschläge, die die ziout- Vermittlung der englischen Regierung darum frischen Führer der Friedenskonferenz vorersuchen: legten, wurfee während der Sommermonate 1. das historische, nationale Anrecht der Indes Jahres 1919 im englischen Auswärtigen den auf Palästina, mit dem Vorbebalt Amt ein Maudatsntwnrf ausgearbeitet und der vollen Sicherung der berechtigfeu An- Ende September den zionistischen Führen, sprüche der nicht-jüdischen Bevölkerung, unterbreitet. Auf der Grundlage dieses Enranzuerkeitnen; Wurfes ivurden die Verhandlungen weiter- 2. einett Mandatar für die Verwaltung Pageführt. Man erwartete, daß der Entwurf in lästinas zu ernennen: („Es wurde all- Kürze der Mandatskommission vorgelcgt seits gewünscht, daß Großbritannien werden tvürdc. Infolge von Umstünden jedoch, diese Rolle übernehme".) , die mit dem Zionismus selbst in gar keinem 3. einen Beschluß dahingebend zu faßen, Zusammenhänge standen, verzögerte sich die daß alle notwendigen Maßnahmen zur Festlegung der türkischen Friedensbedingun- Schaffung einer jüdischen Heimst stte gen sehr lange, und daher konnte die Frag^ oder eines jüdischen nationalen Gemeinder Mandate für die früher türkischen Gewesens im Sinne der eingebrachtm Vorbiete nicht weiterkommen. Die Weitere Entichläge zwischen einer das jüdische Volk Wicklung der Mandatsfrage gehört einem anertretenden Organisation und der Manderen Teile des Berichtes an. datarmacht vereinbart werden sollten. | Auch die Behandlung der Grenzfrag< Mr. Balfour war d'r Meinung, daß dieging nur langsam vor sich. Die zionistischen ses Verfahren ganz logisch sei und erklärte sich Vorschläge über die Grenzen waren bereits bereit, die Vorschläge im wesentlichen zu akin den Forderungen an die Friedenskonfezeptieren. Er erklärte, daß die Zionisten wahrrenz niedergelcgt worden. Herr Dr. Weizscheinlich Pott der Friedenskonferenz gebört mann und Herr Sokolow besprachen dte werden würden, wenn das nationale Pro- Frage mit Vertertern des französischen Ausblem, mit dem ihre Vorschläge sich befaßten,' wärtigen Amtes und erbielten die Vcrstchezur Erörterung käme, und daß G^oßbriwnrung, daß alle jüd. Kolonien in den Grennien. das seine Hilfe bst der Schaffung einer zen Palästinas eingeschloßen sein würden und jüdischnationalen Heimstätte versprochen daß Vertreter der Zionistischen Organisation habe, bei der Friedenskonferenz sein Verspre-, zu den Verhandlungen zwischen den Regierungen Englands und Frankreichs über die Grenzetr zugezogen werden würden. Das letz, tcre Versprechen wurde nicht gehasten. Die chen halten werde. Die Beziehungen zum Emir Faisul. Im Jahre 1917 stattete Dr. W'izmann. wie bereits erwähnt, dem Emir Fstsul in Regelung der Grenzfrage gehört einer späte Hedschas einen Besuch ab. Ende Dez^m^e» ren Periode an. 1918 hielt der Emir sich in London aus, und i Die lange Verzögerung der endgültigen es fand eine zweite Unterredung stast, bet Entscheidung über die türkischen Gebiete hatte der Oberst Lawrence den Dolmetsch spielte, sehr bedauerliche Resultate in Palästina zur Der Emir sprach sich wieder dem Zionismus Folge, die in einem anderen Kapitel dieses gegenüber freundlich aus und erhob Ein- Berichtes beschrieben sind. Als Dr. Weizmann spruch gegen das Sykes-Vicot-Ueb weinkomim Herbst 1919 aus Palästina zurückkehrte, men, das für die Araber so schlimm fei, wie brachte er sehr beunruhigend- Nachrichten mit. kür die Juden. Er versprach, den Arabern Er machte dringliche Vorstellungen beim Ausklar zu machen, daß das Kommen der Juden wärtigen Amt. daß gewiße praktische Maßibnen von Nutzen sein werde, und er gab sein nahmen ergriffen würden, um die Lage zu Ebrenwort, die jüdischen Forderungen zu verbeßem. Er verlangte, daß ein Bodengesetz unterstützen. Es wurde ein Abkommen zwterlaßen und eine Bodrnkommisßon ernannt, scheu den Zionisten und den Arabern getrofdaß die Beschränkungen der Efewanderung ten, und Faisul hielt sein Versprechen im abgeändert und daß die Entwässerung der Mai des folgenden Jahres insofern, als er Sümpfe, der Brutstätten der Malaria, unterder arabischen Delegation in Damaskus ernommen würde; daß ferner Sanddünen und klärte, daß er die arabischen und zionistischen Hügelflächen der Zionistischen Oraanisation Bestrebungen nicht alä, miteiatmher-LLvetz, f"tt Ausforstung^versuche z"r Verfügung ge. em&K W' Laß dirMmMiwg reformiert würde. Es wurden jedoch keine praktischen Schritte unternommen, obwohl fet» Regierung bei dieser Gelegenheit den Ara. bern gegenüber ihre Absicht, die Balfour^eklaration zur Ausführung zu bringen, aufs neue betonte. (Schluß folgt.) Aus ver Gistonil der Mische» Ein großer Brand hat den größten Teil des Judenviertels in W i t e b s k vernichtet. Der bekannte jüdische Historiker Du. b n o w hat seine Bibliothek der zuküftigen jüdischen Universität in Litauen geschenkt. In Lemberg fand unter Beteiligung von 60 Delegierten eine Konferenz der he. brätschen Schullehrer statt. In Mohacs haben die Magyaren nach Uebernahme der Baranya' zahlreiche Juden verhaftet. In Turin wurde am 21. August der in Palästina gefallene Kommandant Bi anch i n i bestattet. Das Joint Distribution Comitö hat 600.000 Dollar für die Hilfsaktion der Hungergebiete in Rußland gespendet. Das jüdische Hilfskomitee in M o s k au hat mit der Sowjetregierung eine Aktion unternommen, in Moskau und Petersburg Heime für 500 jüdische Waisenkinder zu organisieren, für welchen Zweck 100 MÄionen ausgegeben werden sollen. Der Vizepräsident des russischen Erziehungswesens, Grünberg, wird in Riga eine jüdische Anthologie zugunsten der hungernden russischen Bevölkerung herausgeben. Bei der stattfindenden Volkszählung in Polen ist es den Juden gestattet, jüdisch alr Muttersprache anzuführen. Die Vertreter der türkischen Judenheit arbeiten an der Vorbereitung einer neuen Organisation der' jüdischen Gemeinden In der Türkei. In den nächsten Tagen feiert die Berliner Judengemeinde den Gedenktag ihres 250jährigen Bestandes. Nachdem im Jahre 1673 die Juden aus der Markt Brandenburg ausgewiesen worden waren, waren die Judengemeinden vernichtet. Erst im Jahre j 1671 nahm Friedrich Wilhelm II. die aus den österreichischen Erblöndern vertriebenen Juden in die Mark auf; seither besteht die Judengemeinde Berlin, die heute etwa 120.000 Seelen zählt. Das zu Beginn des Weltkrieges beschlagnahmte Vermögen Dr. Max Nordaus wurde nunmehr über Intervention der Zionistischen Organisation von der franzöfischen Regierung zum Teil freigegeben. B o r i s S ich a tz, der Direktor der „Bezalel", erwarb in der Nähe von Jerufalem ein Stück Land, auf dem ein Künsilerviertel erbaut wird. Das neue Viertel soll den Namen des bekannten niederländifchen jüdischen Malers JofefJsraels führen. In Smolensk soll am dortigen jüdischen Gymnasium der Unterricht der hebräischen Sprache verboten worden sein. Vor einigen Tagen verstarb der 89jährige Generalmajor Alexander Eiß ^(früher Ritter von Eiß). Eiß war 1832 in Vrießling in Mähren geboren und war zu Beginn der zionistischen Bewegung ein tätiger Mithelfer Dr. Tbeodor Herzls. Er war der erste Hauvtkassier des Jüdßä'en Nationalfonds in Wien und arbeitete durch Jahre hindurch im Wiener Konat"ßb"fe ix., Türkenstraße 9. Politische Wonil. — Der wohlinformierie «Rozvoj*. „Rozvoj", das Hauptorgan der tscht' chiscben Juden unserer Republik, ist lein Feind des Zionismus. Nein! Nein! Er mag nur die national-jüdischen Führer der tschechoslowakischen Republik nicht. Warum? Weil angeblich die mährischen Zionisten se» mehr denn 25 Jahren (vide Nr. 21 der „Rozvoj" vom 9. Sevtember) deutsche Pf" litik betreiben, deutsche Schulen sogar m. den tschechischen Gebieten errichten, z. B. m Brünn. Dabei bemerkt er, daß die hebräische Sprache — die sonfl eine künst!n/i Sprache für den „Rozvoj" ist, wenn es tmfl so besser paßt. — eigentlich die Unterrichts« l spräche hätte sein sotten, vergißt aber aeni. I daß die hebräische Svrache vom Schulmin« | ftertum nicht zugelassen wird. Auch iowt t,‘ 1 der „Rowoj", bnr alles anders predigt, nur nicht nat'ongfan w^a,'n'nisw''s, G-tt «« Me! uns Zionisten nicht hold gesinnt, °9 ' r1

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