Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 60 (23.9.1921)
- Date
- 1921-09-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Tie im MiWWentanPe n iprchM MwE .der Wage Met.«Ä misten im eiamn IsM^ ^en auf die sprachliches/ lnhaMr. denn outer 3^ paralysiert duck Stf Anschauung, daß mnnfc offen wird; übrl«J mg im Führer durchs s offizielle Organ dM n die „Zidovske in der Tschechoslowakei^ >r Stufe des littet®;: Ä*?Ät mch,-h-»»»L^s nn stberzeuat sein, da? mntnis der Juden M - Iudensrage noch < müssen nicht igssak s:p- * t «h ftif die oinreß 'st st " Kdsk ha» vorr M denl?2ten M bt. Tie Z'°E sM( »«25,™? erwinM afft auf* «sE ds»L sW*LV lge «i'i K ■^hkr: Hfi sä iä Su. oO w des FÄLbaues zu verlassen und sich dcr Gartenstadtanla^en zuzuwenden. (Oppen, heimer, Davis Trietsch.) Der Jude ist ein Stadtbewohner und Palästina müsse sich ihm anpassen, nicht nur er dem Lande, wie einer von den Rednern ausführte. Die Gegensätze sozialer und religiöser Art sind oft so stark, daß nur der Takt und der Humor des Vorsitzeirden — ein Muster eines Vorsitzenden — Sturmszenen verhütet. Akut ist momentan der Streit zwischen Amerika und Europa, ob die Zionisten in der Diaspora für die Arrerkennung der jüdischen Nationalität kämpfen sollen. Hervorragende amerikanische Juden sind dagegen und von den europäischen Politikern namentlich Zollschan, (Die Beliebtheit, derer sich Zollschan bei den Assimilcmten erfreut, ist für ihn geradezu peinlich. A. Red.) der in seiner oppositionellen Broschüre „Die Krise und Sezession im Zionismus" — herausgegeben zum Kongreß und in jeder Buchhändlerauslage Karlsbads aufliegend — die zionistische Leitung beschuldigt, daß sie dadurch, daß sie dem Zionismus den Charakter eines national-politischen Kampfes gab und dadurch verhinderte, in den Nationalstaaten in gerechte Relation zu treten, (ja in Nationalstaaten!) die Sympathie weiter jüdischer Kreise verscherzte. (Aber nicht die Sympathie eines Mafaryk, eines Bene»! D. Red.) Und doch muß die Kolonisation ein Werk aller Juden werden, auch das der Assimilanten, (Wir wollen hoffen! D. Red.) wenn sie Erfolg haben soll. Politi? mögen selbständige Gruppen betreiben. Die zionistische Bewegung möge sich auf Zion beschränken. — Binjan Haarez. — Ansonsten wären nach Ansicht dieses hervorraoenden Gelehrten (sic!) die Aussichten des Zionismus zweifelhaft. Cs folae ein kurzes Zitat: „Die Situation ist politisch, finanziell und kulturell direkt gefährlich. Der Text der Verhandlungen über das Valästinamandat, so wie er nach allem definitiv sein wird, und wie er zur allgemeinen Kenntnis gebracht wird, eraibt mit Sicherheit, daß von einem Jewish Commenwhealt nicht die Rede sein kann, sondern nur von autonomen Institutionen „Selckoverninq knsfitufions", die allein eine Gleickberechti-mna mit den Arabern bedeuten würden. Die Grenzfraae ist ungünstig, das Ostjordan-Land, Süd und Nord sind vom Gebiet abgeichnitten. Aber auch in diesem ver"naten Lande verursacht der Mangel an Geld eine Lahmlegung, so daß die Immigration eingeschränkt werden mußte. Einzelheiten onmsühren erübrigt sich. Das nationale Schulwerk ist in seinen Grundlagen bedroht. Die Stärke der Zionistischen Organiation — wie es den Anschein hat — verägt aus materiellen Gründen und nach >em Ausspruche Zangwills ist es die Folge euer gefährlichen Lage. weil die en^sische Regierung der Schaffung eines Palästina im anglo-arabifchen Sinne den Vorzug gibt vor dem analo-jüdischen. („Krise und Zezessionsaefahr im Zionismus und deren Ursachen." R. Hengstenbera, Karlsbad 1921.) Es genügt ja die Nummern des offiziellen Kongreßprotokolles, herausgegeben unter dem Titel „Kongreß-Zeitung" durchzulesen, daß der Revisionist Zollschan mit seinem Pessimismus nicht vereinzelt dasteht. Aber eines muß man zugestehen: Ue6er allen pessimistischen Anwandlmmen, über alle individuelle fiir Juden tyvische Kritik leuchtet den Kongreßteilnehmern der Glaube ans den Augen. Die Kontroversen ln dieser heterogenen Versammlung, sind so zahlreich, wie es anderwärts gar nicht fein kann. Das geistige Niveau des Kongresies ist sebr hoch, seine Verhandlungen sachlich. Kritisch und wahrhaftig bis zur Selbstlosigkeit. Jedes Parlament könnte sich daran ein Beispiel nehmen. Sie politische TStigkeit der Srekuti e. AuS dem offiziellen Bericht der Zionistischen Exekutive. Die Verhandlungen mit der Regieruna waren im Oktober 1916 bereits so weit gedie- Heu, datz die Zionistische Organisation es für richtig hielt, eine formelle Darlegung ihrer Anschauungen über die zukünftige Regierung Valästinas für den Fall, daß es unter die Kontrolle Englands und Frankreichs käme, der Regierung zu unterbreiten. Dies Programm, das im Anhang A wiedergegeben ist. enthält bereits im Umriß die Vorschläge, die vrer Jahre später in dem Mandatsentwurf medergelegt wurden. Es liegt keine Erklärung über die Haltung vor, die die Regierung m best Lroaramm einnabm. als es ibr über- Ü V i . 23. Seite o reicht wurde; sie scheint jedenfalls in den zionistischen Forderungen, wie sie in diesem Programm niedergelcgt waren, eine Basis für de- , taillierte Verhandlungen gesehen zu haben.; Jedenfalls traten kurz danach an die Stelle der unverbindlichen Unterhaltungen mit einzeluen Staatsmännern Verhandlungen formeller Natur. Der Zionismus wurde als Teil! des Fragenkomplexes des „mittleren Ostens" j und des Problems der kleinen Völker er- ' könnt. Die Zeit war gekommen, wo die Regierung die Annahme einer bestimmten Haltung zur jüdischen Nationalfrage in Erwägung ziehen konnte. Sir Mark Sykes; die erste formelle Konferenz. Ein Wendepunkt trat mit der ersten Be. rührimg der zionistischen Führer mit Sir Mark Sykes, der damals das die Fragen des „mittleren Ostens" behandelnde Departement des englischen Auswärtigen Amtes leitet, ein. Sir Mark Sykes hatte Syrien und Palästina viel bereist und besaß eine gründliche Kenntnis dieser Länder und ihrer Einwohner. Er war ein Mann von warmen, edlen Gefühlen, in dem die ideellen Faktoren des politischen Lebens einen warmen Widerhall fanden, und besonders ein energischer Vertreter des Gedankens der arabischen und armenischen Wiedergeburt. Vom jüdischen Nationalismus wußte er zu jener Zeit wenig. Er hatte sogar, ohne es zu wissen, mitgeholfen, ein ernstes Hindernis in den Weg der politischen Bestrebungen des Zionismus zu legen. Er schloß nämlich im Namen Englands das englischfranzösische Uebereinkommen vom Jahre 1916 i ab, das unter dem Namen „Sykes-Picot-Ver- | trag" bekannt ist und durch welches Palästina in eine britische und eine französische Zone geteilt wurde. Dieses Uebereinkommen wurde den zionistischen Führern erst später, als Sir Mark Sykes bereits ein überzeugter Freund ■ des Zionismus geworden war, bekannt. Bei ' einem Manne von seinem Temperament und seinen Gaben genügte es schon, daß er den Zionismus kennen lernte, um ihn zu seinem Fürsprecher zu machen. Der Zionismus paßte ausgezeichnet in sein Uebergangsprojekt der Wiedergeburt der Länder des „mittleren Ostens", als deren Pfeiler ihm nun die jüdischen, arabischen und armenischen Völker erschienen. Später brachte er Vertreter dieser drei Nationen zusammen, um das Zusammenwirken zwischen ihnen, von dem ihm die Verwirklichung seines Ideales abhing, in die Wege zu leiten. Vom Frühjahr 1917 bis zu seinem politischen, vorzeitigen Tode, im Februar 1919, leistete er dem Zionismus unschätzbare Dienste. j Die erste formelle Zusammenkunft mit Sir Mark Sykes fand am 7. Februar 1917 im Hause Dr. Güsters statt. Die folgenden Herren waren anwesend: Lord Rothschild, Mr. Herbert Samuel, Col. Sir Mark Sykes, Mr. James de Rothschild, Mr. Nahoum Sokolow, Dr. CH. Weizmann, Mr. Joseph Co. wen, Mr. Herbert Bentwich und Mr. Sacher. Dr. Gaster eröffnete die Verhandlungen mit einer allgemein gehaltenen Darlegung der Ziele des Zionismus. Er sagte, es dürfte in Palästina kein Kondominium und keine internationale Verwaltung geschaffen werden. Die Zionisten wünschten ein britisches Protektorat über Palästina mit dem Rechte freier nationaler Entwicklung für die Juden. Das bereits ausgearbeitete Programm war Sir Mark Sykes unterbreitet worden. In diesem Vorschlage war die Gründung einer „Chartered Company" unter gleichzeitiger Gewährung des vollen Einwandernngsrechtes an die Inden der ganzen Welt vorgesehen worden. Sir Mark Sykes, der erklärte, er wohne der Konferenz rein privat bei, zeigte sich sehr sympathisch und besprach alle wesentlichen Punkte, wie die Haltung Rußlands, Italiens und Frankreichs und der Äaraber zu der Frage der Zukunft Palästinas. Herr James de Rothschild fragte zweimal, ob ein Uebereinkommen zwischen England und Frankreich über Palästina bestehe, erhielt aber keine Antwort. Sir Mark Sykes sagte, daß eS der englischen Regierung unter großen Schwierigkeiten gelungen sei, die Frage Palästinas offen zu halten. Er schlug vor, daß die Konferenz jemanden ernenne, um die Verhandlungen mit ihm und M. Picot, dem Vertreter der französi 77'^ |wu*v um uuujjvcu *.uj Herrn Picot vor. So begannen die Verhanp. lungen, die neun Monate spater in der Ballour-Deklaration ihren Abschluß fanden. Die Balfour-Deklaratio». Die politische Arbeit während der verbleibenden Monate des Jahres 1917 war hauptsächlich darauf gerichtet, von ^er britischeu Regierung eine ausdrückliche Sympa- MerWvükLMüjdm LiomüisLen BestrG,p. gen zu erhalten. Danach, so hoffte man, wurden die verbündeten Regierungen g.eichlautende Erklärungen abgeben. Eine Reihe von Formeln wurde von verschiedenen Mitgliedern des politischen Komitees vorgeschlagen. Einige dieser Formeln waren sehr detailliert; es zeigte sich jedoch, daß die Regierung sich zu jener Zeit bloß in einer allgemein gehaltenen prinzipiellen Erklärung zu binden bereit sei und so einigte man sich schließlich auf eine gedrängte, allgemein gehaltene Formel: Der vorgeschlagene Text wurde Sir Mak Svkes. Aaron Edmond de Rothschild und dem Präsidenten Wilson gezeigt und von jedem von ihnen gebilligt. Im 18. Juli sandte Lord Rothschild die Formel an Mr. Balfour. Das englische Kabinett, dem von gewissen einflußreichen englischen Juden antizionistische Vor stellungen gemacht worden waren, änderte den Text aber und unterbreitete die neue Formel Vertretern beider Richtungen. In dem Begleitschreiben hieß es: „In Anbetracht der Meinungsverschiedenheiten, die unter den Juden selbst über diese Frage bestehen, möchten sie (das heißt das Kabinett) eine schriftliche Aeußerung führender jüdischer Person, lichkeiten, sowohl zionistischer, wie nichtzwni. stischer Richtung einholen." Dieser Brief wurde an die folgenden Herren gesandt: 1. Sir Stuart Samuel, Präsident des „Jewish Board of Deputies". 2. Mr. Leonard L. Cohen, Präsident des „Jewish Board of Guardians". 8. Mr. Claude G. Montefiore. s* 4. Sir Philipp Magnus, Mitglied deS Parlaments. 6. Dr. Hertz, Oberrabbiner von Großbritannien. 6. Mr. N. Sokolow, Vertreter der Exekutive der Zionistischen Wettorgantsation in England. 7. Dr. Weizmann, Präsident der Englischen Zionistischen Föderation. Herr Sokolow und Herr Dr. Weizmann akzepierten den Entwurf der Formel, obwohl sie es vorgezogen hätten, daß diese gelautet hätte: „Wiederherstellung Palästinas als der jüdischen nationalen Heimstätte" statt „Die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina". Sie betrachteten auch die qualifizierenden Klauseln als unnötig, da ihr Inhalt selbstverständlich sei. Dr. Hertz und Sir Stuart Samuel stimmten im wesentlichen mit der zionistischen Anschauung überein, die anderen dagegen erhoberx Einwände gegen die Formel, insbesondere gegen das Wort „national". Das Kabinett erwog diese verschiedeneu Meinungsäußerungen und nahm die Formel mit einigen Aenderungen an. Es verstrich jedoch einige Zeit, ehe die Erklärung abgegeben wurde. Das Kabinett hatte selbstverständlich andere und ihm dringendere Fragen zu erwägen. Außerdem waren in der Regierung selbst Gegner vorhanden. Eine Zeitlang schien es so, als würde der entscheidende Schritt von der Regierung auf unbestimmte Zeit verschoben werben, und es schien daher ratsam, die Position der Freunde des Zionismus in der Regierung durch Unterstützung aus Amerika zu stärken. Herr Oberrichter Brandeis trat also an den Präsidenten Wilson heran, und V* Präsident sandte nun eine persönliche Mitteilung an die englische Regierung, in der er seine Zustimmung zu den» Gedanken einer prozionistischen Erklärung aussprach. Schließlich wurden alle Hindernisse beseitigt, und am 2. November 1017 sandte der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Mr. Baulfour, die angenommene Formel an Lord Rothschild. Dieser Triumph des Zionis^ mus war zum großen Teil der persönlichen Fürsprache Mr. Balfours zuzuschreiben, und die Balfour-Deklaration heißt mit Recht nach ihm, nicht bloß, weil es ihm als Minister des Aeußeren zufiel, den historischen Brief zu schreiben, sondern weil er mehr als irgendein anderer Staatsmann für die Politik, die in der Deklaration ihren Ausdruck fand, verantwortlich ist. Die Balfour-Deklaration wurzelte im Charakter des britischen Volkes und in den Traditionen der englischen Staatsmänner. Sie entsprang der charakteristischen englischen Haltung zu den Juden, einer Haltung, die ihren Ursprung nicht nur in dem englischer. Geist des „fair play" und der Sympathie mir den Bedrückten hat. sondern in ganz befände, rem Maße auch in der tiefen Verehrung für die Bibel und dem Interests an den Juden als dem „Volk des Buches", die tief in dem Gefüge des englischen Geistes verwurzelt ist. Nichtsdestoweniger wäre es verfehlt, die Deklaration bloß als ein Stück politischen Jdealismus hinzuftellen. Die mögliche Bedeutung Palästinas für das britische Weltreich, die neuen politischer Crforderniste der durch den Zusammenbruch Rußland« geschaffenen Lage, die Bedeutung der,Gewiynung Mischer SymprMen ^.besonders in Amerika, das erst seit kurzem in den Krieg eiaetreten war. — Erwägungen dieser Art dürften bei einigen der Staatsmänner und Mllitärs, die für die Deklaration waren, mitaesprochen haben. Die Deklaration wurde ermöglicht durch ein Zusammentreffen von Umständen, die es der britischen Regierung erlaubten, ohne von der Linie der großen Interessen der englischen ^Politik abzuweichen, einem der edelsten Gefühle des englischen Volkes Ausdruck zu geben. Die^ Dekla. ration war realpolitisch und idealistisch zv gleicher Zeit, und darum ist sie ein Meistevstück staatsmännischer Kunst. Die Veröffentlichung der Deklaration, die von der Regierung bereitwillig gestattet wurde, fand fünf Wochen vor der Eroberung Jerusalems statt und war das Signal für einen großen Freudenausbruch in der ganzen Judenheit. Verhandl.ungen mit derJto. Schon im Jahre 1914 wurden Bemühungen unternommen, um eine Basis füv eine gemeinsame Arbeit mit der Jto zu finden. Auf den Vorschlag des Herrn Greenberg des Redakteurs des „Jewish Chronicle", be. suchten Herr Dr. Weizmann und Herr Joseph Cowen Herrn Israel Zangwill. Sie fanden, daß Herr Zangwill nicht sehr geneigt war mitzuarbeiten. Er verlangte Garantien, daß Herr Dr. Weizmann und Herr Cowen die Anschauungen der ofstziellen zionistischen Körperschaft verträten. Im Jahre 1917 a;-er deutete Herr Zangwill an, daß eine Annäherung möglich sei. Er war einer der Redner bei der öffentlichen Versammlung, die am 2. Dezember, zur Feier der Deklaration, im London Opera Hause gehalten wurde. Das einzige praktische Resultat dieser Verhandlungen war der Eintritt Dr. Ebers als Vertreter der Jto in die zionistische Kommission, als diese im März 1918 nach Palästina abging. Das jüdische Regiment. Unter den von dem politischen Komitee behandelten Fragen bestanden über keine so tiefgehende Meinungsverschiedenheiten wie über die des jüdischen Regiments. Die Frage wurde Ende 1917 akut, als von der amerikanischen Zionistischen Organisation ein Telegramm eintraf, wonach sich viele jüdische Reruten in den Vereinigten Staaten und Kanada melden würden, wenn es als wünschsrrs» wert erachtet werde, und worin um Mitteilung der offiziellen Anschauung der Zionistischen Organisation über diese Frage gebeten wurde. Infolge der Meinungsverschiedenheiten im politischen Komitee und unter den Zionisten im allgemeinen wurden keine offiziellen Schritte in der Sache getan. Herr Jabotinsky, Herr Dr. Weizmann und Herr Joseph Cowen unterstützten jedoch das Projekt eines jüdischen Regimentes energisch. Späterhin schloß sich die Zionistische Organisation in bestimmterer Form dieser Politik an, und es wurden energische Anstrengungen gemacht, um die Erhaltung der jüdischen Bataillone in Palästina zu sichern. Die zionistische Kommissioru Obwohl die Balfour-Deklaration vor dem Ende der Fei.rdseligkeiten nicht in die Wirklichkeit umgesetzt werben konnte, bot sie dennoch eine Grundlage, auf der man politisio Weiterarbeiten Io nute. Ihr erstes praktisches Resultat war die Bildung der Zionistischen Kommission. Die Stellung, Zusammensetzung und Aufgaben der Kommisiiou wurden folgendermaßen definiert: a) Die Stellung der Kommission.^Dic Kommission soll die Zimifi's-'.e Organisation vertreten. Sie soll den britischen Behörden in Palästina als beratende Körperschaft in allen Fragen, die die Juden angchen, oder die auf die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in. Sinne der Deklaration der britischen Regierung Bezug haben, zur Seite stehen. b) DieAufgabenderKommiss i o n. 1. Sie soll ein Bündeglied zwischen den britischen Behörden und der jüdischen Bevölkerung Palästinas bilden. 2. Sie soll das Hilfswerk in Palästina .egeln und bei der Rückführung der verrrrkjenett und evakuierten Personen und Ftucyrlinge behilflich sein. 3. Sie soll bei der Wiederherstellung und dem Ausbau der Kolonien und überhaupt bei der Organisation der jüdischen Bevölkerung Hufe leisten. 4. Sie soll den jüdischen Organisationen und Jnstitutiollen in Palästina bei der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit behilflich s-r». 5. Sie soll dazu beitragen, freundliche. Beziehungen mit den Arabern und anderen urchtjudischen Gemeinschaften in Palästina toMsiv ■ - '