Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 60 (23.9.1921)
- Date
- 1921-09-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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6eBe « fifeftu Ml,; : kute - und 1V Merl ’h «nAc- ‘ tepfjr i' Tele 1. oetti Hirte ensks atfisi ensTn aus. Hunt Merrag „Jüdische Dokksvka^ 83. September Nr. 80 lu auf , f! nicht ( £ mach. 'I nicht v| uns j «egt , : Geist! j wäre; \ über i beitu j bei ii keitei Werf *£' Mm v,; Tie >\ Leut jjj. ten. f. Äh ß?l trau, _ 5 NUN jA jesi'Mh seit U •Ws JBnif Mai sage gebe sucht z Ein . gro? | ’i alle iefcci li ' baut von wcg njüf'ufj gie mich acht und 1 850; deut 50.C Ktf, . alte; zwe Rc^. «t: ' ich tuet , die aus >Zir tune dax: sche' für■ f y die : urib>- r :v, für* , urf», I sod-" l Iu« ■fett übe. best) wo! sei" v rch , ' €«P v » \r mit verbs nid;, küilj tüd! gentzg ten m lmvf§ An J# 34 W" ub.^ Ix) Für Versuch: mit billigen u. intensiven Kolonisationsfor - men (wie Soskin u. andere) 20.000 Vs. Zusammen 304.500 Pf. Anträge zu Budgetposten. A) der Kongreß beschließt, daß eine Kommission aus bekannten Fachleuten, vorzugsweise aus Ländern, deren klimatische und andere natürliche Bedigungen, denen Erez Israels ähnlich sind, für mindestens ein Jahr nach Erez Israel entsandt werden soll, um an Ort und Stelle die dortigen Kolonisationsmethoden — und Möglichkeiten gründlich zu studieren, über die bisherige Arbeit zu berichten und Vorschläge über peue Kolouisationsmethoden zu erstatten. B) Der Kongreß beschließt, daß der Wiederaufbau der zerstörten Siedlungspunkte Kfar Saba und Tel Chaj durch Zuwendung aus den hiefür in Betracht kommenden Budgetposten befördert wird. Der Kongreß beschließt, daß die Exekutive ermächtigt werde, nach Einholung sachverstündlicher Gutachten, Versuche mit billigen und intensiven Kolonisationsformen (Soskin und andere Projekte) einzuleiten. D) Der Kongreß empfiehlt den Ausbau des landwirtschaftlichen Versuchswesen zu einem der Universität angegliederten Institut für Land-, Forst- und Wasserwirtschaft. Städtische Kolonisation. A) Der Kongreß erachtet es als notwendig, daß zur Förderung der städtischen Kolonisation die Privatinitiative weitestgehendem Umfange herangzogen wäre. Zur Förderung von Handel und Gewerbe sind folgende Gründungen in Aussicht zu nehmen: a) Die Schaffung einer Handels- und Jndnstriebank zum Zwecke der Finanzierung groß- und kleinindnstrieller Unternehmungen in Palästina. Der Keren Hajesiod soll sich mit den ihm für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Geldern an dieser Bank beteiligen. b) Die Gründung einer städtischen Hypothekenbank zur energischen Förderung des Bauwesens. Die Bank soll nur erste Hypotheken bis zu 60 Prozent des Wertes gewähren. Der Keren Hajesiod soll sich mit den ihm für diesen Zweck zur Verfügung stehen, den Geldern an dieser Bank beteiligen. Der Absatz der Pfandbriefe der -Hypothekenbank soll in den Diasporaländern durch besondere Betriebstellen (vrntuell durch Agenturen der Handels- und Jndustriebank) besorgt werden. c) Die Forderung des Handwerks durch Kredite die zunächst durch Vermittlung der A. P. C. und sobald als möglich durch eine eigens hiezu geschaffene Handwerkerbank auf genossenschaftlicher Grundlage gewährt werven soll. t b) Die Schaffung einer Auskunftstelle bei der Zionistischen Kommissiion zur Erteilung fachmännischen Rates in allen Fragen der kommerziellen und industriellen Entwicklung Erez Israels. Es sollen im Anschluß an die Palästina- Nemter in der Diaspora Handels- und Jndusrrieagenturen zur Anregung, Heranziehung und Förderung zionistischer und nichtzionistischer Interessenten gegründet werden, durch deren Vermittlung konkrete Fälle zur Kenntnis der interessierten Kreise gebracht werden. B) Als eine wesentliche Vorbedingung der industriellen Entwicklung Palästinas ist seitens der Zionistischen Kommission eine Reform des Zolltarifes anzustreben. Organisation der Kolonisationsarbeit. Zur Leitung des Siedlungswerkes wird ein Kolonisationsamt vom A.-K. eingesetzt unter Leitung eines Vorsitzenden, der Mitglied der Exekutive der Zionist. Organisation ist. , Das Kolonisationsamt besteht: c) AuS dem Leiter der wichtigsten Sied- ÜmgSressorts, wie Landwirtschaft. Industrie und Handel, öffentliche Arbeiten und Bauwesen, des technischen Zentralamts, Einwanderung und Arbeit, Sanitätswesen usw. Das A.-K. beschließt, welche Ressortleiter im Kolonisationsamt stimmberechtigt sind: b) aus je einem Vertreter des I. N. F. deS K. H. und der Banken; e) aus 3 Vertretern des Waad Helemni unter welchen ein Vertreter der Arbeiterschafi sein soll. Der Vorsitzende sorgt für die Einheitlich- ’ fett in der Tätigkeit des Kolomsationsamtes. Die Resiortleiter sind in ihrem Wirkungskreise selbständig. Kolonisationsfragen allgemeiiien und prinzipiellen Charakters werden ” ", Befprodjen und -»«>-- den, insoferne sie nicht in die Kompetenz . deL,A.-K. besw. der Exekutive fallen. Resolution znm Kopenhagener Manifest. Der Zwölfte Kongreß bestätigt das Manifest des Kopenhagener Büros der ZionistischMEganisatron, in welchem die Erreichung deMiav>nalen Rechte für die Teile des jüdisHnr Volkes proklamiert iss.. die im Galuth leben und diese Rechte verlangen, als einer der Ziele, welche die Zionistische Organisation sich während des Krieges gestellt hat. Der Zwölfte Kongreß begrüßt die Beteiligung der Leitung wie auch der verschiedensten Zionistischen Landesorganisationen an der Delegation der verschiedenen jüdischen Gruppen, welche bei der Friedenskonferenz den Kampf für die Anerkennung der nationalen Minderheitsrechte für die Juden in den neuentstandenen Staaten und auch in jenen, deren Grenzen sich ausgedehnt haben, durchgeführt haben, wie auch ihre Beteiligung bei der Gründung und der Arbeit im Comite des delegations juives. Der Zwölfte Kongreß konstatiert, daß dieser Kampf zu den Verträgen über den Schutz der Minderheitsrechts in verschiedenen Staaten für die nationale Minderheiten überhaupt und für die jüdischen im besonderen geführt hat und daß in diesen Verträgen die jüdischen nationalen Forderungen nur teilweise angenommen wurden. Der Kongreß begrüßt die zionistischen Landesorganisationen und Sonderverbände und ihre Vertreter in den Parlamenten Ost- Europas, die den unermüdlichen und mutigen Kampf für die Anerkennung des jüdischen Volkes in ihren Wohnländern und für die Durchführung der nationalen Minderheitsrechte geführt haben. Der Kongreß erklärt, daß die ganze politische Arbeit in den Galuthländern, die ein intearierender Teil der ganzen zionistischen Arbeit ist, bloß in der Kompetenz der Landes- oder Sonderverbände liegt, die auf diesem Gebiete selbständig und von der Leitung der allweltlichen Z'cr'stischen Organisation unabhängig ist. Randglossen zum zionistischen KüiMsß. Unter diesem Titel bringt die Prager „Tribuna" einen Leitartikel, st. bezeichnet, der sich mit dem Kongreß beschäftigt und den Zionisten — gute Ratschlage erteilt: „Bei den Verhandlungen des Zionistischen Kongresses - handelt es sich, wie die Bulletins der zionistischen Bewegung zugeben — neben verschiedenen strittigen Fragen sekundärer Natur — um zwei grundlegende Richtungen. Im Vordergründe die Ansicht, — repräsentiert hauptsächlichst durch die amerikanischen Delegierten, — daß die Tätigkeit der Zio-j nisten in der Diaspora durch die Balfoursche Deklaration beendet sei und die Ansicht oer europäischen Delegierten, welche den. Zionismus als Träger des jüdischnationa- ■ len Gedankens in der Galuth bezeichnen. und eine Verstärkung der Propaganda der! Herzlschen These fordern, Zionismus fet1 Rückkehr zum Judentum vor der Rückkehr ins Judenland. (Die Gegenüberstellung der amerikanischen und europäischen Delegierten auf dem Kongresse stimmt nicht, der Leitartikler verwechselt die Brand eisgruppe mit den amerikanischen Delegierten. Anm. der Red.) Amerika, das einen nationalen Kampf in der Bedeutung unseres Wortes nicht kennt, ist der richtigen Ansicht, Palästina fei Rhodus, wo der Zionismus seine Kunst zeigen solle. Dem amerikanischen Juden kam es nie in den Sinn, daß er sich zur jüdischen Nation bekennend, irgend etwas von seinem Amerikanertum verlöre, ebenso wie der Zionist, der englischer Minister ist, ganz gut sein englisches Selbstbewußtsein mit dem jüdischen vereinigen kann, ohne daß er irgendeine Diskrepanz darin fände, daß er eigentlich zwei Nationalitäten habe. Die Länder, die eine Nationalitätenfrage nicht kennen, bei denen der Begrstt der Nationalität mit dein des Staates zusammenfällt, verstehen es nicht, wozu es noch nach der Balfour-Deklaration notwendig sei, um die jüdische Nation zu kämpfen. In monoglatten Staaten, in denen niemals der Unterschied zwischen Nation und Staat gespürt wurde, wird man niemals den heißen Kampf begreifen können, der zwischen Zionismus und Assimilation herrscht, wie z. B. im Problem der tschechischen Juden. (Gerade die Debatten am Kongreß beweisen das Gegenteil. D. Red.) Ein Jude unseres Typus kann die jüdische Nationalität nicht bekennen, ohne dabei irgend etwas zu verlieren, was mit seiner kulturellen Zuge- Hörigkeit gewachsen ist, er gerät deshalb auch nicht in einen tragischen Konflikt. Daher muß der Zionismus in unseren Gebieten seine jüdische Nationalität erst erkämp- Jgjl da , die jüdische Nationalität nir& eil* stent ist. Darin steckt ein Großteil des westjüdischen Problems. Er wird aber auch mit jenem Teil der Judenheit zu kämpfen haben, der hier verankert ist und der gerade in den Forderungen der Zionisten nach Anerkennung der jüdischen Nationalität und nach Schaffung eines nationalen Schulwesens, eine Arbeit für eine antisemitische Reaktion und der Gefahr sieht, daß er in seiner Heimat und Nation, in deren Kultur er lebt und mit deren Kultur er verwachsen ist, als Fremdling angesehen wird. (Warum wird der Zionist, der in England Minister ist, nicht auch als Fremdling angesehen? D. Red.) Und es ist eine gewichtiae Frage, ob nicht die Propaganda in der Diaspora, namentlich die politische Propagarxda, den Zionismus von einem Weltproblem zu einem Gegenstand des politischen Geschäftes herabwürdigt. (Lassen Sie das unsere Sorge sein, Herr af. D. Red.) Wir sahen das am besten in Böhmen, wo die Zionisten und Jüdischnationalen unter der trügerischen Maske der „Bereinigten Jüdischen Parteien" zur Wahl schritten, um den Anschein zu erwecken, daß sie das Gesamtjudentum repräsentieren, wenn auch ein Teil der Wählerschaft mit tschechischen respektive deutschen Parteien wählte, um mit dem nationalen Jndifferentismus des gestrigen Deutschen zu spekulieren, die nach dem 28. Oktober Tschechen nicht sein konnten und Deutsche nicht sein wollten, und denen der alte Schlendrian, „Bißl böhmisch, biß! deutsch" zu Hilfe kam. Es ist sicher, daß derjenige, der mit dem Zionistischen Renaissancegedanken in Palästina übereinstimmt, ein Gegner des Zionismus, als politische Partei in der Diaspora sein kann, was sogar hervorragende zionistische Theoretiker wie Zollschan und Klatzkin einsahen. Des Zionismus harren schwere Probleme, sozialer, kultureller und kolonisatorischer Natur, die nicht von Mandatsjägern in oen Diasporaländern gelöst werden soll-! ten. Die Renaissance der hebräischen Litera- ‘ tur, das Schaffen neuer physiologischer^ Grundlagen für einen neuen agrarischen! Typus des palästinensischen Juden wird nicht um einen Schritt fvrtschreiten,. wenn ein Zionist ein Mandat in ein Parlament! der Diasporaländer erringt. Man kann eher! sagen: Im Gegenteil. Wollen die Zionisten' tatsächlich den Zionismus zu einer alljüdifchen Sache inachen, dann muß man ihn entpolitisieren. (Wir danken der „Tribuna" für ihre gut gemeinten Ratschläge, sie möge aber zuerst in unserer Republik Kultur. Wirtschaft und Verwaltung entpolitisieren und wenn ihr das gelungen ist, wollen wir Zionisten mit dem Entpolitisieren beginnen. D. Red.) Das gilt auch von der auswärtigen zionistischen Politik. So lange es klar ist, daß das Palästinamandat ein Gegenstand der franko-englischen Rivalität ist, werden die glänzendsten Kongresse nicht die Teilnahmslosigkeit großer und hervorragender jüdischer Kreise hinwegdisputieren, die wohl jüdische Gemeinschaft nicht abweisen, aber den politischen Zionismus nicht wünschen. (Alliance Universelle Jsraelite.) Am Zionistenkongreß handelt es sich schließlich um jene zwei großen Richtungen, die in jeder großen Bewegung vorhanden sind. Der Kamps zwischen der extensiven und in. tensiven Richtung. Im Interesse eines glücklichen Gedeihens der Judenfrage wäre der Sieg der zweiten Richtung wünschenswert. (Das ist ein Mißverständnis: Die Intensität der Bewegung erfordert unbedingt ein jüdisches Leben, bedingt als Minimum das Bekenntnis der Nationalität hingegen erfordert Extensität, eine Proselytenmacherei unter jeder Bedingung, auch unter Außerachtlassung des nationalen Bekenntnisses und gerade letzteres wünscht die „Tribxma" und bekämpft das elftere und zum Schluffe wünscht sie dieser Richtung den Sieg. Wie ist das zu erklären. Anm. d. Red.) ii. Am 11. September fetzt die „Tribuna" ihren Artikel fort: „Karlsbad lebt im Zeichen des Zionistischen Kongresses. Auf den Straßen Kärlsbads bewegen sich Juden der verschiedensten Art. Dom unglücklichen, ergrejsten polnischen Jüdchen bis zum vornehmen englischen und amerikanischen jüdischen Notabel, von kurzaeschorenen rusfischen Studentinnen, deren Augen vom intellektuellen Feuer sprühen und den uniformierten palästinensischen Legionären bis zu den erhabenen Patriarchengestalten orthodoxer Rabbiner, die nicbt einmal im Kon. greßfaale die Kopfbedeckung abnehmen. Man Mi! lvMältig gepflegte,assyrische Vollbärte un Zylinder der Rosch-Ha-Kolle und jü. bijt, .uC/^ruunifL:? D. Red., _ics alles prägt Karlsbad in diesen Tagen den Stenx. pel des zukünftigen Jerusalem auf und diese heterogensten Elemente drangen sich um das Schützenhaus, in dessen Riesensaale un. ter einem blau-weißen Banner diese sonderbare Versammlung tagt. Die Zungen der verschiedensten Nationen klingen einem in den Kouloirs dieses Parlamentes ans Ohr und im Saale hebräisch, jiddisch, englisch und deutsch mit den diversensten Akzenten ausgesprochen^ Im Kongreßgebäude ist auch eine jüdische Kunstausstellung untergebracht — im ganzen mehr jüdisch dem Stoffe nach, denn jüdisch von innerem Feuer — und eine kleine Ausstellung vom Ewer der hebräischen Bibliophilie. Dieser Tage gehört Karlsbad den Zionisten. Kinoplakate verkünden zionistische Propaaandafilme, eine Bibelrezitation der Lia Rosen, Schauturnen der Turnvereine „Makabi" und ein Fußballmatch der „Hakoah". Jüdische und halbjüdische (?) Symbole schauen euch fortwährend entgegen, Broschüren und Zeitungen, geschrieben in hebräischer Quadratschrift, in allen Auslagefenstern, Bilder jüdischer Gestalten in allen Kunschandlungen und von vielen Häusern flattern Flaggen mit dem Davrdsschild, dessen sternähnliche Form auch die Kongreßabzeichen tragen, das jeder zweite Mensch hat. Die Aufschriften des Kongresses sind in hebräischer, deutscher, englischer und tschechischer Sprache gehalten. Im Kongreßführer ist die tschechische Spracke etwas ftiefmütterlich behandelt. Es befindet sich nur ein ganz kurzer Aufruf, der übrige Teil ist englisch, hebräisch und deutsch. (Für wen sollten um Gotteswillen lange tschechische Artikel im Konareßführer stehen, das Publikum besteht doch meistens aus ausländischen Juden, da hätten doch eher polnische und russische Aufsckriften gefordert werden müsien, denn das ist die Sprache der Majorität des Kongreßes, diese zieht es aber vor hebräisch oder jiddisch zu sprechen. Anm. d. R->d.) Auf den Eintrittskarten ist '-episch überhaupt nicht. Man wird nun einwenden: „Jnterngtion-^litüt. Es genügt der gute Wille." Wille ist tatsäcklich vor- Händen. Man kann sich überall tschechisch verständigen und im Unterlassen bestand keine Absicht. (Nun also? Was denn. Die Red.) Ja aber guter Wille genügt nicht dort, wo sprachlicher Jndifferentismus zum Prinzip wurde, (Was soll das heißen. Die Red.) wo Juden im Nationalitätenkampfe stehen, in dem die sprachliche Zugehörigkeit das Zünglein an der Wage bildet. Bistteicbt möchten die Zionisten im eigenen Interests mehr Gewicht leaen auf die sprachliche Alsu milation ihrer Anhänger, denn guter Wille allein wird oft paralysiert durch Bequemlichkeit und der Anschauung, daß man deshalb nickt erschossen wird; übrigens zeigt eine Ankündigung im Führer durch den Kongreß, daß das offizielle Organ der tsche- -^ischen Zionisten die „Zidovske Spravy" sind. Die Juden in der Tscheckoslowakei sind xroch nicht auf der Stufe des Mitlebens mit ihrem Milieu, als daß man ihnen solche Nachlässigkeiten Nachsehen würde. Die Zionisten sollen davon überzeugt sein, daß, mit dem bloßen Bekenntnis der Juden zur dritten Nation, die Judenfraae noch nicht gelöst ist. Die Schäden, welche die unnatürliche Germanisation der Juden verursacht hat, datieren noch aus dem Josefinischen Zcilalter und müssen nicht nxrr von den! tschechisch-jüdischen Assimilanten, sondern! auch von den Zionisten aut gemacht wer- I den. Ich versichere nockmals, ich zweifle nicht an dem outen Willen, namentlich bei der jungen Generation. Aber mehr Energie ist notwendig, soviel in Paranthese. * * Der 12. Kongreß ist für die zionistische Bewegung deshalb von großer Bedeutung, weil er vor dem Faktum der Balfour- Deklaration steht. Tie Zionisten haben Palästina. Sie haben dort riesige Schwierigkeiten. Wenn man die Reden vom Kongretz liest, hat man zeitweise den Eindruck, dag die Schwierigkeiten unüberwindlich ftstn, solcher Pessimismus entquillt moncken Reden. Die Kolonisation hört auf. Passion von Philantrophen zu sein und Spielerei von Oelbaumpflanzungen und wird zu einem schweren Problem der jüdischen AorarUD tion. Und diese — so lange es sich um lull'- juden handelt, für sie ist ja dis tion ein aktuelles Probleru — stößt neben dem Wid-rstand der Araber, am r’',; I Kindernisie, nbvsiolo ü'cker, nM-bolg'^F! und schliestli^ f->^w^nnis-ber « Jd?aff«wus der cksioN,zim HIfft . tteoen übrigens Anträge vor. die Methoo J ■. / W, '