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Jüdisches Volksblatt · 1921-09-16 · 59 (16.9.1921) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
59 (16.9.1921)
Date
1921-09-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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I 23ä§\!4. MW I bis J V"5^ n rdn weiter die L'sA s vui unjettu iWs« kommen, die SSfS >>nen: 9ie\mtn sit lÄBotl * )ie Kultur, die @aut. - >"n haben Ti 2e %■ (Lebhafter ScifoIT.) * Heinrich Cötttc 5Q5 uns in Pü(ästj„g jjtjj jjt . ÄiT"“*- «uch die iMG!LÄftn öprflcf,e' Zum pol rtschastichn Lampfe buchen w f-?enn w,i »iödeit zum flrk len, können wir das nicht mit Bai» em nur auf dem Weze des EefM ns unsere Universität dienen, Sit Jrabem sehr nahe kämmen, wei! ch viel Gemeinsamkeit mit Pen! des Blutes und der Iraditisn, ime zur Ilniosrsitatsbibliaihek, Tha. icit so viel geleistet, wie ein einzelohne Unterstützung leisten kann, Ar öibliotheksräume in Jerusalem sind d das wichtigste Erfordernis ist btt ntsprechenden Gebäudes. Wir brau« Dunam Boden, die uns der Nativen muß, Bauen Eie das Haus, W> s genug geben. Wem jcher Jude ch herschenkt, dann werden wir die lochst der Wett haben. In diesem rd auch das Httzl-Mfeum I finden, Die Bibliothek ist packw. ist zur Mitarbeit eingeladen. M nderbibliotheken für die Kolonien ebner gedenkt der zahlreichen Fordeiliothek, der Freunde und ExeNdtt, r des großen Wiener PWvphen M-Lr>nkWS,dN seM wertoM Äie Arbeit eines ganzen Lebens, m holte geschenkt hat, tstürmischer, w. rr Beifall.) , -f beantragt eine Nesolutlon, « ds rem gesagt wird: II Zionistenkongreß macht dm M Urdernng des E >->tsMiens m tLeez Israel der Lemn :der K teuer», - r feto-: tz!r. 59 Freitag „Jüdisches VoHsbiart 16. September Sekte 5 Trennung des Schulwartes vom Keren Hajessod und die Gründung einer speziellen Institution. Wir werden die jüdischen Massen nur durch die jüdische Schule dem Zionismus zufD, . jr -ij fall.) Dr. Blumenstock (Polen, spricht jüdisch): Unsere Schule muß den Grundstein zu einem nationalen Leben legen. Das nationale Ideal muß tiefer wurzeln, die Jugend zur Arbeit, Disziplin und Hingabe erzogen werden. (Beifall.) Das Pioniertum muß dos nationale Grundelement unserer Erziehung sein. Orzanisationsreserat. Mitglied der Exekutive Dr. Lichtheim (London): Wir gehen an die Erneuerung des zionistischen Organisationsgedankens. Zmn ersten Male haben wir bei diesem Kongreß eine Zahl von Schekelzahlern — 770.000 — die uns berech. tigt, als die Repräsentanz des jüdischen Volkes vor die Welt zu treten. Wir müssen die Formen unserer Organisation an die geänderten Verhältnisse anpassen? Der Schekel hat durch die Vermehrung unsrer Anhängerzahl auch eine praktische Bestimmung erhalten. Wir würden aus den Schekelzahlungen die gesamten adnnnistrativen Ausgaben decken können, wenn die Valuten friedcnsmäßig wären. Ueber die wesentlichen Bestimmungen des neuen Statuts sagt Redner: Ter Kongreß wird alle zwei Jahre zusammentrcten, das Aktionskomitee wird aus 23 Personen bestehen. Die Neurcgelung des Verhältnisses der Landsmannschasten und Föderationen ist ebenfalls erforderlich. Wir müssen beide Prinzipien organisawrisch derbinden. In der Frage der Neuordnung der Leitung befinden tvir uns in einer schwierigen Situation, weil die praktischen materiellen Aufgaben stärker in den Vordergrund treten müssen, im Gegensatz zu früher, wo mehr organisatorische Gesichtspunkte ins Gewicht fielen.'. Wir sind - ein werdender Staat und darum müssen wir die leitenden Personen so wählen, wie ein Ministerium getvählt wird. Wir müssen Parteivorstand und Ministerium zugleich in unserer Organisation haben. Die sogenannten Fachleute, nach denen die zionistische Oeffentlichkeit schreit, sind ein Phantasiegebilde, da unsere Beauftragten zugleich auch politisch zu arbeiten haben, da wir ja nicht die feste Position eines bestehenden Staates haben. Die Leitung muß von dem Kongreß getvählt werden, der ihr dadurch volle Legitimität und Autorität geivährt. Ueber den Sitz der Leitung gehen die Meinungen auseinander. Viele wollen, daß die Leitima nach. Palästina überführt werde, doch wäre die Ueberführung im heutigen Stadium ein solgenschwerer Irrtum, da die politische und sinanzielte Arbeit weiter von London aus verrichtet werden muß, so daß eine Teiluirg alles eher als nutzbringend wäre. Dagegen brauchen tvir einen besseren Mministrationsapparat in Palästina. Die dortige^ Verwaltung muß in kolonisatorischer Hinsicht tveitestgehende Vollmacht besitzen. Es muß eine Reihe von Ressorts in Palästina geschaffen Aierden, die von verantwortlichen Männern geführt wird. Folgende Ressorts sind gedacht: 1. ein politisches Ressort. 2. ein Ressort für Schulen und Unterricht, 3. ein landwirtschaftliches Ressort, 4. ein städtisches Ressort (für Häuserbau, Gartenstädte, Hypothekenbank), 5. ein' Handels- und Jndustrieappartement, 6. ein Arbeiterressort (Einwanderung), 7. ein Ressort für soziale Fürsorge, 3. ein Ressort für Finanzen. Die Institutionen in Palästina (Banken und Gesellschaften) müssen in einen organischen Zusammenhang mit diesen Ressorts gebracht werden. Die Leitung als solche muß in London bleiben. Sämtliche Finanzinstitute müssen sich am Sitze der Exekutive befinden. Auch der Jüdische Nationalfonds soll nach London verlegt werden, die Jüdische Kolonialbank soll gewaltig ausgestaltet werden. Wir sind unter dem Eindruck eines inneren Kampfes zum Kongreß gegangen. Es hat sich vielleicht um das Bestehen der zionistischen Organisation überhaupt gehandelt. Diese Meinungsverschiedenheit erscheint ausgetragen und dieserKongreß wird die Marschroute bestimmen. Die von aWerikanischer Seite beanständete Tiaspora-Politik ist ja von Ihnen selbst seinerzeit beim Kampf um den Minoritätenschutz gebilligt und unterstützt worden. Solange wir mit Ernst an unserem »vahren Ziele — der Wiedergeburt der jüdischen Nation in Palästina — festbalten, müssen wir in Kampf, stellunq gegen das assimilatorische Judentum bleiben. Deshalb können und dürfen wir auf die Weltumspcmnende Organisation nicht verzichten- ^^..5?^anisation muß die Mittel und Kräfte für Palästina sammeln. Es ist ein Irrtum, zu Klauben, daß eine Einladung an das Judentum genügt, um es zu Leistungen'für'Palästina zu be- 'pcg^u. (Beifall.) Der Referent des Organisationsausschusses Dr. Emil Margulies: Die Reorganisationskommiflion hat an der der Exekutive vorgelegten Reform des Orqarnsations,tatuts nur tvenige Abändertmgen vor, «nommm. Das Wort „Verfassung«' anstatt EÄmLll*'’"'' S“ 3ti‘ Keren Hajessod. Dr. Feiwel (London) spricht über den materiellen und sozialen Inhalt des Keren Hajessod-Gedcmkens für die Zionisten. Er gibt einen Ueberblick über die Entstehung dieses xsonds und spricht über seine künftige Propaganda. Der Keren Hajessod erwartet große Leistimgen von den Inden. Den Gedanken des Keren Hajessod muß man von zwei Gesichtspunkten nähertreten: vom nationalökonomischen und vom nationalpsychologischen. Das System des Keren Hajessod verlangt eine unerhörte soziale Bereitschaft des jiddischen Volkes, damit der Keren Hajessod sich in materielle Werte umsetzen könne, weiter die Ueberzeugung des Spenders, daß mit den ans Begeistermig geleisteten Opfern ein fruchtbringendes und nützliches Werk gefchasfcn rveriie. Das aPelanfene Jahr war ein Jahr des Versuches und es scheint, baß, obgleich der Keren Hajessod mit größter Hast gegründet wurde, dennoch der Kern des Problems richtig erfaßt tvnrde. Das bisherige Programm, auf dem der Keren Hajessod aufgebaut ist, kann auch die weitere Basis der Arbeit bilden. Ein Teil des Geldes ist als Spende aufzufassen, ein Teil der geleisteten Beiträge als Grundlage für eine künftige jüdische Anleihe und der dritte Teil wird dem Spender verzinst. Feiwcl weist daraus hin. daß in den am schwersten betroffenen Gebieten der jüdischen Siedlung, Galizien, der Ukraine und Beßarabien die größte Opferwilligkeit sür den Keren Hajessod zutage tritt. Dieser Kongreß wird von neuem den Keren Hajessod sür das gesamte jüdische Volk zu proklamieren haben. Mit dem Keren Hajessod steht und fällt das Ausbauwerk Palästinas. Dr. H a n d t k e (Berlin) referierte über die in der Keren Haseffod-Kommission gefaßten Beschlüsse, die dem Plenum zur Annahme vorliegen. Das Grundprinzip des Keren Hajessod hat sich in der Praxis bewährt. Der Redner bespricht zunächst einzelne unwesentliche Änderungen bezüglich des Keren Hajessod und kommt sodann auf den Ausbau des Keren. Hajessod und die Tätigkeit und die weiteren Aufgaben des Fonds zu sprechen. Der Keren Hajessod wird die Mittel für die Einwanderung nach Palästina zur Verfügung stellen, >vas bisher seinem Statut nicht entsprach. Die -Verteilung der aufgebrachten Gelder hat nach folgenden Prinzipien zu geschehen: 20 Prozent für den Jüdischen Nationalsonds zum Bodenkaus in Palästina, 50 Prozent fiir das reguläre laufende Palästinabudget und 30 Prozent für sinanzwirtschastliche Anlagen. Das Grundprinzip der Ausbringung des Keren Hajessod ist der Gedanke des Masser (Zehent vom Vermögen Md Einkommen). Die Forderung des Masser bedarf einer starken Erziehungsarbeit der Juden. Die bisherigen Er» sabrungen haben gezeigt, daß große Teile der Ju°! deichest den Ernst dieser Forderung ersaßt haben. I Die Forderungen des Keren Hajessod können mtt | erfüllt werden, wenn die Zionisten als ihre erste i Pflicht die Mobilisierung aller materiellen und j geistigen Kräfte für dieses Werk anerkennen. Die ) jüdische -Oeffentlichkeit möge sich dessen büLDßt - werden: Palästina ist das Land aller Inden und! jeder Jude hat das Recht auf ein jMscheS Palä-! ftina. Sokolow zum Vatikan. )>. P. Z.) Wie „Nasz Kurjer« aus Karlsbad erfährt, soll der Pasius der Rede Sokolows ii&ei die Heiligen Or'e in den Kreisen des Vati^ kans großen Eindruck gemacht haben. Sokolow habe eine Einladung in den Vatikan erhalten. Die neue Zionistische Exekutive. Präsident der Organisation Dr. Ehajim W e i tz m a n n, Präsident der Exekutive Nahum Sokolow. Mitglieder: P o w c n, Dr. Eder (Palästina), I a b o t i n s k y, 2 i ch t h e i m, M o z k i:t,_ Pros. Pick, Sprinzak sPalästina), Prof. R o s e n b l a t t (Palästina), Dr. Artur lll u p P i n (Palästina), Minister S o l o w e i t - schi k. Eine Stelle ist unbesetzt, da Ussischkin die Berufung noch nicht nugenonunen hat. In das Aktiouskonütee wurden getvählt: Bernhard (Rumänien), Abrahams (Südafrika), Oberrabb.-Dr. Cha i es ^(Wien), Abg. Grijnbaiim (Polenl, Goldberg (Amerika), Dr. Viktor Jakobson, Dr. Sch. Levin, Lipsky (Amerika), Podlischewski (Polen), Dr. Leon Reich (Lemberg), H a n d t k e, S i - mon, Abg. Stricker, Free'mann (Kanada), Jellin (Jerusalem). Pls Vertreter der Linken: Kaplansky, B. Katznelson, Dr. Ch. Tartakower (Wien), Twersky, Dr. Robert W e l t s ch. Als Vertreter der Rechten: Berlin, 70. Geburtstag des Dr. Alois Hilf. Hermann Struck, Rabbi Fi hmann, Epstein, Abg. Färb sie in. In den Wirtschaftsrat wurden gewählt: N e i d i t s ch, Dr. Berthold F e i w e l, Dr. Georg S a l p e r n (Wien), Schocker (Zwickau), Schweizer (Amerika). Als Vertreter der Rechten Barth, als Vertreter der Linken Kaplansky. Drei dieser Herren haben das Recht, bei der Beratung wirtschaftlicher Angelegenhciten an der Sitzmg der Exekutive mit Sitz und Stimme teilzunehmen. ss Aur de» Gemeinden — Möhr.'Sftrau. I. II. Dr. Adolf Löwinger hat seine Advokaturskauzlei in Mähr.-Ostran, Johannystraße 17 (gegenüber dem Gerichte), Telephon 101 eröffnet, Donnerstag, den 15. d. M. verschied^ nach langem, schveren Leiden Frau Bertha schind l e r, die Mutter unserer bewährten terin der Sammelstelle des Jüd. Natconalsch fir '^tert und Schlesien, Frau Mitzi Löwy. aus diesem Wege unser Beileid auS. Nationalfondskommission M.-Ostrau. * Am 28. September l. I. feiert Tr. Alois Hilf, Präsidmt der Uraei. Kultusgemeinde in M.-Ostrau, seinen 70 Geburtstag. Aus diesem Anlasse findet am 23. d. M. um 10 Uhr vormiitaas im Sitzungssaale der israel. Kultusgemeinde M.-Ostrau eine Festvcrsammlung statt, zu welcher außer dem Kultusrale noch an die sild. Wohltätigkeitsvereine und Korporationen Einladungen ergehen werden. Samstag, den 24. d. M. um halb 10 Uhr vormittags findet aus demselben Anlässe im israel. Tempel M.-Ostrau ein Festgottesdienst statt. Die Mitglieder der Kultusgemeinde werden ersucht zu diesem Gottesdienste im Festgetvande zu erscheinen. * Aufruf! Euer Wohlgeboren! Wir wenden uns an Sie mit der dringenden Bitte, bei der bevorstehenden Ernte unsere Institution zu bedenken und uns, sei es unentgeltlich, Lebensmittel zur Verfügung zu stellen und begründen unser Ansuchen mit Nachstehendem: Unsere, allen jüdischen Studenten offenstehende Mensa hat im vevgangenen Jahre täglich durchschnittlich 400 Studenten verköstigt, wobei das aus drei Gängen bestchende Mittagessen gegen K 3.50, daS Nachtmahl zu K 2.— verabreicht wurde. Verursachte schon diese geringe Höhe des geforderten Preises eine außerordentliche Belastung unseres Budgets, so wurde dasselbe noch wesentlich dadurch erhöht, daß wir, der unter der Studentenschrft herrschenden Not Rechnung tragend, einer beträchtlichen Anzahl der bei uns speisenden Studenten Frei- und ermäßigte Plätze einräumten. eine Ausgabe, die im vergangenen Jahre die Höhe von 30.000 K erreichte. Die im Verlaufe dieses Jahres erfolgte Uebernahrae der Mensa in eigene Regie ermöglicht uns wohl eine ökonomische und rationelle Wirtschaftsführung — ein großer Teil der administrativen Agenda wird durch die Studentenschaft selbst besorgt"— nichtsdestoweniger sind wir, soll Msere Institution den großen an sie gestellten Anforderungen entsprechen, zur äußersten Sparsmnkeit genötigt. ' Einen wichtigen Teil unserer wirtschaftlichen Agenda bedeutet die Lebensmittelbeschaffung, die bei den heutigen noch immer nicht normalen Wirtschaftlichen Verhältnissen Md der Größe unseres Verpflegsstandes eine schwierige Aufgabe darstellt. Am tvicküiLsien erscheint uns die Deckung unseres Bedarfes cm Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Mehl, Obst. Zucker. Wir bitten Sie deshalb, unter Würdigung der von uns angeführten Umstände unserer eingangs gestellten Bitte entsprechen zu wollen und sich dessen versichert zu halten, daß selbst die entgeltliche Ueberlqssung der Lebensmittel für uns eine große Hilfe bedeutet, da sie die Ausschaltung des Händlergewinnes ermöglicht. Tie für den Transport nötige Emballage stellen wir über Verlangen bei, den Transport besorgen wir über Wrmsch selbst. Lassen Sie unsere Bitte nicht unerhört und seien Sie sich dessen bewußt, daß Sie durch deren Gewäbrung der notleidenden jüdischen akademischen Jugend in Prag ihr Heim erhalten helfen. Prag, den 1. August 1921. Das Direktorium der Mensa Academica Jndaiea. Mähr.-Wcißkirchen. Mit Beginn des heurigen Schuljahres verließ Herr Professor Dr. Engel unsere Stadt und übersiedelte nach Brünn. Wir Zionisten Weißkirchens sprechen auf diesem Wege dem bei allen Hochgeschätzten _ den innigsten Dank sür all seine Arbeit aus, die er im Interesse des Vereines Emunah geleistet. Wir hoffen, daß Sie, werter Herr Professor, uns auch tveiter ein treuer Freund und Berater sein lind uns des öfteren das Vergnügen machen werden, Sie in unserem Kreise begriißen zu können- Herzlichst Hedad! In unserer Kileh sind brave, opferwillige Seelen! Ilm die Gemeinde nicht in Kosten zu stürzen, linternehnlen es einige beyerzie Mitglieder aus unserer Mitte, das Innere des Tempels sowie die Einrichtungen desselben einer Renovierung, bezw. Reinigung zu unterzieen. Tagelang unterzcehen sie sich dieser oft schweren Arbeit, erfrischen das Gold der Geräte, die Malerei, reinigen Wände, Bänke, waschen Vorhänge, Teppiche ufw. Die Durchführung ist derart exakt, daß man glauben würde, daß diese LeistMg durch Berufshand- Werker vollführt wurde. Tie Gemeinde wird diesen edlen Seelen DMk wissen, unter denen insbesonders zu erwähnen sind Frau Karl Baron. Frl. Hersch, Frau Pollak, Herr Klein und Herr Morgenstern- Bisen,. Wie bereits angekündigt, fand am 3. ds. der Theater- und Vortragsabend des hiesigen zionistischen Vereines statt. Der Abend wurde durch eme Begrüßungsansprache seitens des Obmannes Herrn Alfted Jnhn eröffnet, wobei er unter anderem des jetzt tagenden zionistischen Kongresses Brün«. (ln die glaubens» und gesetzestreue Judenschaft! In allen europäischen Staaten orgatti» sieren sickstHe thoratreuen Männer. Eine fest» gefügte, das traditionelle Judenürm in Böhmen, Mähren und Schlesien umspannende Organisation tut uns not. Das Ansehen unseres Volkes nach innen und außen zu heben, ist ihr Ziel. Die Zukunft deck Judentums vor allen Erschütiternnaen und Erlckiönfungen zu bewahren, ihr Endzweck. Das Mittel hinzu, Lehre und Leben auf Grund der Thora. Als Träger des gottgegcbenen Gesetzes als Element der gottgewollten Weltordnuilg ist Israel das bleibende im Wechsel geblieben. Seit mehr als einem halben Jahrhundert vollzieht sich innerhalb der böhmischen, mährischen und schlesischen Iudenschaft ein religiöser Abbröckelungsprozeß, daran selbst die Lauen rmd Lässigen nicht achtlos vorübergehen können. Das jüdische Gesetz ist aus dem jüdischen Hanse gebannt worden. Es kann und darf aber nicht so bleiben, wenn nicht auch der noch glimmende religiöse Funke, bestimmt, zu heller Flamme entfacht zu werden, erlöschen soll. Ist doch das jüdische Haus der Grundpfeiler des Judentums. Die Wiederherstellung des Gesetzes, die Bereicherung der jüdischen Jugend mit jüdischem Wissen, erstrebt darum unsere Organisation. Der jüdischen Intelligenz will sie den harmonischen Einklang zwischen den wirklichen Ergebnissen der modernen Naturforschung und den überlieferten Satzungen dartun. Eine solche Organisation wollen wir schaffen und laden alle, deren Herz für die Zukunft des Judentums schlägt, zu der am 18 September 1921 in Brünn stattsindenden Konferenz ein. Brüder und Schwestern gehet mit uns. Anmeldungen find an den Vorstand der Machsike Hadas, Brünn, Orli 9, zu richten. Rabb. Dr. Baß, Oderberg, Rabb. Dr. Nürnberger, Ung.-Brod, Karl Bäck, Ung.-Brod, Dr. M. Beer, Mähr.-Ostrau, Samuel Cierer, Jägerndorf, Redakteur Max Hickl, Brünn, Dr. Jeiteles, Prag, Dr. Salomon Lieben, Prag, Arnold Steiner, Brünn, Jakob Schön, Ung.-Brod, Direktor G. Springer. Boskowitz Moritz Spiegel. Troppau, Ch. I. Schönberg, Mähr.-Ostrau, Markus Ungar, Prag. Konferenz der glaubens- und gefeheskreuen Juden von Böhmen, Mähren und Schlesien in Brünn. Sonntag, den 18. d. M. findet in Brünn im Sitzungssaals ider Israelit. Kultusgemeinde, Koliste 57, die I. Konferenz der geseheslreuen Juden von Böhmen, Mähren und Schlesien mit folgender Tagesordnung statt: 1. Begrüßung und Wahl des Büros. 2. Allgemeines über die Lage der gefetzes» treuen Juden. Referent Dr. Max Beer, Mähr.- Ostrau. 3. Organisation und Richtlinien. Referent Rabb. Dr. Nürnberger, Ung.-Brod. 4. Programm. Direktor G. Springer, Boskowitz und Markus Ungar, Prag. 5. Cmigrationshilfe (Ukrainische Kinder). Dr. S. Lieben, Prag. 6. Wahl der Exekutive. Die Vorbesprechung findet Sonntag, den 18. d. M., halb 10 Uhr vormittags, statt. Die Konferenz wird präzise halb 11 Uhr vormittags eröffnet. Anträge und Resolutionen sind womöglich sofort bei den einzelnen Referenten und dem Vorstands der „Machsike Hadas", Brünn, Orli 12, mitzuteilen. Es ergeht an alle gcsetzestreuen Juden die dringende Einladung, an der Konferenz bestimmt teiluzunehmcn und das vorbereitende Komitee zu Händen der „Machsike Hodas", Brünn, Orli 12, von der Ankunft und Teilnähme bestimmt zu verständigen. Freunde und Anhänger der neuen Organisation, sorget für zahlreiche Beschickung der Konferenz. Das vorbereitende Komitee. Benefiziforstelluns der Teuf brrr Scnsations-Zirkusdrama in 6 Teilen, lvrosiartige Akrobaten-Leistungen. Mno Palace, Ächles.-Qstrau, 16_32. Septemder. -ü4k LWeilerTeil. Neujahrsglückwunsch - Ablösnngl zu Gunsten des Jüd. Nationolfochd Die Glückwimschablösimg. sowie die Seele uchtenchebung am Jom-Kipnr zugunsten des Ji 9.ntlonnlst'ilds sind bereits ständige Eiurichtuno geworden, die gerne von jedermaml begrüßt itt den, Nur dort, wo man diese nichOkennl. tverd

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