Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 59 (16.9.1921)
- Date
- 1921-09-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Die für diesen Zweck einlausenden Spenden werden in nuferem Ausweise unter einer besonderen Rubrik „G lü ckw u n sch ab l ö s n n ge n zu R osch-H a s chan ast" veröffentlicht werden. Für den Erlag von X 10.— tverdcn die betreffenden Nummern des „Ind. Volksblattes", in welchem die Spenden veröffentlicht sind, an vier gewünschte Adresscir versendet. Werden mehr ] Adrcsien gewünscht, so erhöht sich der Betrag um weitere 2 K für jede weitere Nummer. Es ist im Interesse der klaglosen Durchsührrmg dieser Aktion geboten, schon einige Tage vor Rosch-Hmchanah die. Enthebnngsspcndcn mittels der den Karten bcigelegten Erlagscheine zu überweisen. — Politische ßhronik. “ Das zweite Jahr des I^uinerris clkiusus in Ungarn. Aus Budapest wird der W. M. Z. gemeldet: Dätz neue Schuljahr steht wieder vor der Tür und der Numerus clausus mit allen seinen Begleiterscheinungen macht sich sowohl auf jüdischer als auch auf christlichnationaler Seite in verschiedener Form fühllbar. Jeder Jude, der im abgelausenen Semester nicht bereits Hörer der llniversität oder einer der Hochschulen war, wird, wenn er sich zur Inskription meldet, alle Torturen des Rechtsertigungsverfahrens durchzumachen haben, wenn es ihm nicht gelingt, in der heute in Horthy-Ungarn üblichen Form und mit nicht geringen Mitteln sich die Protektion eines einflußreichen „Erwachenden Magyaren" zu sichern. Die „Erwachenden" haben sich bereits auf das Geschäft eingerichtet, und j während die großen Führer bei reichen Juden, Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden die Stellen von erträgnisreichen, erpresserischen Protektoren bekleiden, gibt es heute j auch unter den „erwachenden Studenten schon eine hübsche Zahl von Rechtfertigungseideshelfern, die für mehr Geld als gute Worte den reichen jüdischen Studenten zur Aufnahme in die alleinseligmachende Budapefter Alma mater verhelfen. Die Nachfrage noch .solchen verläßlichen Nechtfertigungszeugen ist natürlich sehr groß, denn nach den Bestimmungen des Numerus clausus können im kommenden Schuljahr in das erste Semester der medizinischen Fakultät im ganzen 26 jüdische Studenten und vier jüdische Studentinnen Aufnahme finden. Bedenkt man, daß vor dem Zusammenbruch im alten Ungarn die Zahl der Mediziner im ersten Semester an der Budapester Universität 1400 betrug, von denen 800 jüdische und 609 christliche Studenten waren, so versteht man die ganze Bedeutung der Tatsache, daß nunmehr auf Grund eines Gesetzes nicht mehr als 30 jüdische Studierende in die medizinische Fakultät ausgenommen werden dürfen. Man hatte angenommen, daß die Handhabung des Numerus clausus eine europäischere, humanere werden würde. Das Gegenteil davon ist jedoch der Fall. Abgesehen davon, daß der größte Teil der Universitätsprofeüsoren, die der christliche Kurs auf der Lehrkanzel duldet, völlig im Dienste dieses >llnr,es auigeht, stehen diele Professoren ganz unter der Kontrolle der „ermachenden" magyantchen Studentenschaft. Die Abhängigkeit der Professoren und der gesamten Unterrichtsverwaltung von den wei'gterroristischen Studenten wird am krassesten durch den Vorgang bei der Inskription an der technischen Hochschule in Budapest gekennzeichnet. Nach der Verordnung des Unterrichtsministers hat an jeder Fakultät eine dreigliedrige Professorenkommmwn die einlausenden Jnskriptionsanmeldungen »u überprüfen, das Nechtfertigungsver ähren durchzuführen und über die Gesuche in erster Instanz Beschlüsse zu fLssen.AnderTechmschen Hochschule, wo die chnstlichnattonalen Etudenteu eine festgefügte militärische Organisation bilden, haben es diese durchgesetzt, daß neben den Professorenkolleaen auch re ■ ein Vertreter der studentischen Örgamsatronen an dem Rechtfertigungsverfahren teilnehme. _ ^itb Nat.-Fonds für Mähren ttnb Schlesien Mähr.-Ostrau. ^pcndcnciiigänge im Monat August 1821. £ üiSf^nie? baßnitz ÜJM..§TObticl) Man Zabrzch Ä.-Kunischltz Göding , Nentitschem Una.-Ostra Lmideubnrg guckmantel , WaÜ.-Mesernich Ung.-Brod ^..WeihkiräM Bvstvwitz Trieich - M.'Sch'önverg Prermi Leivnil Polwlitz Wagstadr ^üäerndorl «wittau Olmütz Diverse Brünn X 980— X 973.18 X 780— X 768— K 605— K 604.37 X 512.64 X 510.70 X 495.74 X 475— X 450— X 300— K 280— X 222— X 220— X 150— I< 145— X 130— X 116.41 K 100— X 60— X 60— X 55— X 30— X 30— X 30— K 10— X 160.— jittnnte X 16.432.11 X 3247.92 iiederleibbinde [Neueste und vollkommenste1 M nach ärztlicher Vorschrift. a w ■ Ersetzt auch das Mieder. 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Weitere Berlautbarnngcn folgen. r r { Zur Beachtung! | Verwendet bei eilen sich f bietenden Geiesenheiten J ZweßWa! wöchentlich t :;£prfnrotiert Sie über dir Erschemmrgen I des gesamten jüdischen Lebens WiejüdWsRmdfchau ^Zitzas Zentralorgan rer deutschen Zionisten. k Grrgmal.AorrespLndeuteN iu PaMtiaa l stitö ht elleu jüdstcheu Aenlren der Wett "k- ,; e ne lSSeulofe Derichterftattnug. ^,-.Wrr theoretischen Grundfrage» des ZivpZ-memns und des Jusentums werven vor, d^n besten jüdischen Echriftstslleru behandelt. »'Mbonnements nimmt nur die Erpcdition \ der „Jüdischen Rundschau" entgegen. Be-! zngSyrers für Mähren 25 K pro Quarta". * .'Redaklivn und Verlag: Berlin Ä. 15, » » SSchiischeftraße 8. t Josek Nemec, Sattler und Riemer Schles.-Oslray, Zämc.st empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Sattler-, Riemen- und Taschnerwaren. 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