Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 59 (16.9.1921)
- Date
- 1921-09-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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GS mK mb her?» werden. Jti m, d. i. lli nd seine Mmchf x Der w i. um dtic ruhS 10 0 , jt 2- Kann Palästina trotz seiner Kleinheit dielen neuen Siedlern Raum gewähren und in kürzerer Zeit als bei dem früher-geübten System der Kolonisation. , 3. Das soziale Problem wird wenigstens auf dem Lande in der Weise gelöst, daß es keine Lohn, arbeiter geben wird, die für die anderen arbeiten. Die Parzellen werden von einer Größe sein, die der Arbeitskraft des Ansiedlers und seiner Familie entspricht. 4. Große Kolonien können mit Leichtigkeit alle ihre kommunalen Bedürfnisse aus eigenen Mitteln decken. . . , . 5. Wir werden in der Lage sein, mittels der uns zur Verfügung stehenden Summen viel mehr und besser, das ist mit viel größerer Aussicht aus wirtschaftlichen Erfolg, zu schaffen oder, mit anderen Worten, die Kolonisation wird auch rm größten Maßstabe erschwinglich, was sie bei dem alten System niemals sein kann. Diese Vorzüge sprechen eine eindringliche laute Sprache, der unsere Exekutive, wie es aus dem mitqeteilten Beschluß, eine Kolonie nach meinem Vorschlag zu errichteit, folgt, ihr Ohr Nicht hat entziehen können. Wir haben zwar wertvolle. Zeit verloren, seitdem diese Ideen der Leitung bekannt gemacht wurden. Aber ist es hier nicht der Ort, danach zu suchen, wer hiefür verantwortlich ist. Es ist ein wichtiger Beschluß, der Ihnen hier zur Gutheißung vorgelegt wird. Seine Annahme eröffnet uns begründete Hoffnungen aus ein baldiaes jüdisches Palästina. An Ihnen liegt es, den Erfolg der Sache durch Hergabe Ihres Besten zur Mitarbeit zu sichern- Verlieren wir nunmehr keine Zeit! Hrezu ist zu bemerken; Ms -„unabhängige Mittel" imrd ein Einkommen von eineinhalb Pfd. pro Woche oder ein Kapital von 500 Psd. angesehen- Unter Kategorie 3 sind bloß nahe Verwandte, Eltern und Geschwister, zti verstehen. Redner verliest einen Bricflvechsel zwischen der Zionist Eommission und dem Zivilsekretär der Regierung über die Frage der Einwanderung und fährt fort: Ich bin überzeugt, daß ntich der Kongreß unterstützen wird, wenn ich der Regnerung antworte, daß die Kontrolle der Einwanderung in der Hand derjenigen liegen muß, dercir Ziel der Aufbau der nationalen Heimstätte ist, mit anderen Worten in der Hand der Jewich Agency. Wir können unsere Zustimmung mcht dazu geben, das; sie uns ganz entzogen und der Regierung Vorbehalten bleibt, die, wie wir allzudeutlich gesehen haben, den verschiedenartigsten politischen Enipfindungen nachgibr. Referent erörtert nun die verschiedenen, für die Immigration bestimmten Einrichtungen,, der palästinensischen Regierung und der Zionistischen Organisation. Es muß zugegeben werden, daß m Vielen unserer Palästinaämter eine gewisse Lauheit herrschte. Wir würden Vorschlägen, daß wieder Zertifikate ausgegeben werden , sollten, aber nicht von London, sondern von Palästina aus, nud, in Uebereinstimmung mit den Arbeitsverhältnissen- Jn der Auswahl der Immigranten müßten die Palästinaämter sehr sorgfältig Vorgehen. Nicht das Gefühl, sondern gesunde wirtschaftliche Er- Wägungen müßten die Auswahl bestimmen. Aber diese Auswahl dürfte nicht Sache der britischen Konsulate, sondern der zionistischen Körperschaften. sein. In Palästina beginnt die Fürsorge für die Immigranten mit dem Augenblick der Landung. Die oben erwähnten Auslagen von 5 Pfd. pro Kopf beziehen sich auf einen durchschnittlichen Aufenthalt der Neuankömmlinge von 15 Tagen- Nach der Zerstörung des Ehaluzheims in Jaffa wurde für eine neue, provisorische Unterkunft gesorgt. Auch in Haifa sind Vorkehrungen für die Aufnahme der Einwanderer vorhanden. Trotz der Auffassung der Regierung imb ihrer Verordnungen hoffe ich zuversichtlich, daß die Einwanderung stetig weitergehen wird. Was die Einwanderungsmöglichkeiten für daS kommciide Fahr anlangt, 'so kann Beschäftigung von drei Seiten kommen: erstens von der Regierung zweitens von der Zionistischen Organisation, drittens von privaten Unternehmern. Die Regierung bietet zahlreiche Beschästigungsmöglichkelteti in der Verwaltung, in Polizei- und Elsenbahndienst, in der Gendarmerie, bei Eisenbahn- und Straßenbauten, beim Bau von Amtsaebäuden, Spitälern, Gefängnissen u. dgl- Heute dürsten im Verwaltungsdienst 700 tind bei den Eisenbahnen 400 Juden in Arbeit stehen. Bor einiger Zeit sollten 200 ägtPtische Arbeiter des Militärdienstes durch Juden ersetzt werden. Diese weigerten sich infolge der ungünstigen Bedingungen, die Arbeit zu übernehmen. Mr. Mlwris suchte arabische Arbeiter und konnte sie nicht finden- Tics ist ein Beweis dafür, daß die Araber für andere als landwirtschaftliche Arbeiten nur in äußerst beschränktem Umfange zu habe« sind-. Somit wird cS bei den Regierungsarbeiten immer Beschäftigung für Juden in einem gewissen Umfange geben. Allerdings schränkt die Regierung ihre Ärbeiten soweit als möglich ein. Man kann rechnen, daß im kommenden Jahre 500 bis 600 Juden derartige Arbeit finden werden. Die Zionist Commission beschäftigte sich eingehend mit dem Plane, Juden anstelle der ägyptischen Arbeiter in die militärische Arbeitertruppe einzustellen. Tic ganze Angelegenheit hängt in hohem, Maße , von den finanziellen Möglichkeiten ab, die uns instand setzen sollen, Darlehen und Ausrüstung auf Abzahlung zu geben- Die Zionistische Organisation dürste im kommenden Jahre 500 Personen in der Landwirtschaft dauernd ansiedelu. Tie Vorbereitungsar- Leiten in Emek Israel dürfen weitere 200 Personeu beschäftigen. Von der Bautätigkeit erwarte ich keine Möglichkeit neuer Beschäftigung, soweit die Zionistische Organisation iit Betracht kommt. Von privater Seite dürfen etwa 500 Häuser neu gebaut werden, die Beschäftigung für 2000 bis 2500 Personen bieten dürsten. Die Ausführung des Rothenbergschen Andscha-Projektes kann 200 Personen beschäftigen. An privateii Arbeiten dürften folgende verfügbar sein: Bei lcmdwirtschatflichen Arbeiten in Judäa 700 bis 800 Personen, an, gelernten Arbeitern 700 Personen, an industriellen Unternehmungen 1000 Personen. Ich schätze mit aller Vorsicht, daß Palästina ^irn .. kommenden Jahre 12-000 bis 15.000 neue arbeieines neuen Kolonisationslandes (wie die Vertende Einwanderer aufnehmen kann. Das ist ngeimgten Staaten, Australien und Kanada) noch türlich nicht die Gesamtzahl derer, die cinwand- /mer industriell entwickelten städtischen Wirtdern sollen, sondern nur jener, für die die Zioschaft. Heute muß die Einwanderung auf Pionistische Organisation unter den jetzt bestehenden Das Referat Dr. Ebers- Dr. Eder beginnt mit einer historischen Vorbemerkung über die Regelung der Einwanderung zur Zeit, als Herbert Samuel nach Palästina kam. Schon am Tage nach der Einsetzung der Zivilverwaltung wurde klar, daß freie, unkontrollierte Einwanderung nicht gestattet würde. Die Zionist Commission wurde aufgefordert, eine Schätzung darüber vorzulegen, für wieviele, Personen während des nächsten Jahres Arbeit geschaffen werden könnte. Die Zionist Eommission schätzte diese Zahl auf 16-500. Noch vor Inkrafttreten der Einwanderunosverordnung setzte eine starke Einwanderung ein und in der Zeit vom Juli 1920 bis 15- August 1921 kamen 10.802 Personen ins Land. Die Immigranten zerfallen in zivei Gruppen: solche, die sich selbständig erhalten können, und zionistisch unterstützte Immigranten. Für die letztere Kategorie betragen die Auslagen von dem Zeitpunkte, wo der Einwanderer ini palästinensischen Hafen cintrifft, bis zur Unterbringung an der Arbeitsstätte heute 5 Pfd. pro Kopf. Bei meiner Ankunft in Palästina gegen Ende April 1921 beklagte sich die Regierung darüber, daß die Einwanderer größtenteils ungeschult waren und daß kaum neue Industrien und industrielle oder landwirtschaftliche Unternehmimgen gegründet waren, so daß ungefähr 1500 Ehaluzim beim Straßen- und Eisenbahnbau bcschäfrigt werden mußten. Allerdings unternahm die Regierung die Straßcnbauten nicht, um jüdische Arbeiter zu beschäftigen. Die Arbeiten waren unbedingt notwendig, und es gab keine Vorzugsbehandlrrng jüdischer Arbeiter- So lagen die Dinge, als die Maiunvuhen ausbrachen, infolge bereit die Regierung die gesamte Einwanderung verbot. Unter dem Eindruck dieses Verbotes tveigerten sich auch später die arabischen Bootsleute, jüdische Einwanderer ans Land zu bringen. Erst seit dem 1. Juli war die Landung in Haifa und einige Tage später, auch in Jafsa wieder möglich. Redner zitiert den die Einwanderung betreffenden Passus aus der Erklärung des High Commissioners vom 3. Juni. Kurz nach dieser Erklärung begaben sich der Leiter des palästinensischen Einwanderungsamtcs und ein zweiter Beamter nach Europa, um die Bisa der unterwegs befindlichen Palästinafahrer zu überprüfen- Diese Prüfung war außerordentlich streng. Die zionistische Auffassung der Einwanderimgssrage ist naturgemäß in den Satz zusammenzufassen: Möglichst viele Juden in möglichst kurzer. Zeit nach Palästina zu bringen. Meine Auffassung war, es sollte keinerlei Einwan» derungsbeschränkung existieren. Doch brachte mich die Erkenntnis der wirtschaftlicken Verhältnisse Palchtinas zu einer Acndcrung dieser Auffassung. Palästina bietet weder die (Hcisten-möglichkeiten niere beschränkt sein. . Die Regierung ihrerseits ist der Meinung, daß die Kontrolle der Eintvandcrung ihre Sache ist. Sie will nur, solche Einwanderer zulassen, für toelche eine bestimmte Beschäftigung bei einem besümmten Arbeitgeber in Palästina bereits nach, gewiesen werden kann, wenn er sich in seiner Heimat um das Visum bewirbt. ^Redner zitiert dann die am 1. August Verordnungen die Verantwortung" übernehmen kann. Selbstdiszipliinerte und selbstregulierte Einwanderung unter dem einzigen Gesichtspunkt deS Aufbaues Palästinas als jüdisches nationales Heini ist der Schlüssel der Lage. Ohne diese sind Deklarationen und Mandate leere Worte; mit dieser werden wir durchdringen. Davis Tri et sch (Deutschland): Die Lism, Kraft getretene Einwanderungsverordnung,'«herige Kolonisation war systemlos, klein, langsam wonach zugelasftn werden: «und ungeheuer kostspielig. Es ist unmöglich, durch 1. Personen mit unabhängigen Mittclit. «allmähliche Verbesserungen zu einer neuen Form 2- Angehörige freier Berufe otnm,cni sondern die bisherigen Formen miss- «J1,a 1 \ „ . „ . 5 fen gänzlich aufgegeben werden. Die neue Form - Angehörige und sonstige Personen,?"»«»«<•& «-„r—:in:— —, . Anwohnern Palästinas erhalten werden. 4 Personen „ ,t nuchweislicher BeschäftidkstlMmien Unternehmungen jn, “ «astzna. 5- IPermunnnugMiM - Ätzrub Personen, die z muß die intensive Kolonisation mit weit überwiegender Berücksichtigung städtischer Ansiedlungssonnen sein. Doch denkt niemand an die bisherige städtische Form, und nientand sollte an die bisherige läirdliche Form denken. Dje Vereinistadt. Als reiner Typ der Gartenstadt ist die Siedlungsform g-u betrachten, bei der zp, jedem Hause ei» Nutzgarten gehört, aus dem die Anjledlersamilie ihren eigenen Bedarf deckt. Im palästinensischen Klinm reicht hierzu.eine Flache von 100 Quadratmetern pro Kopf.-^L-as die Berufe der Einwohner anlangt, so wird der Häuserbau für die erste Zeit 50 Prozent der Arbeitskräfte beschäftigen, die nötigsten Handwerke und Industrien 10 Prozent, verschiedene industrielle Berufe 10 Prozent, freie Berufe 10 Prozent, öfscntliche Arbeiten, die mit der Ausgestaltung der Gartenstadt Zusammenhängen, 20 Prozent. Große Bedeutung wird das Hotel- und Penstonsweien und der Erzichungs- und Schillbetrieb höben. Die gartenstädtische Form der Kolonisation ist, nicht nur die billigste, sondern auch diejenige, die,ain besten von außen her Gelder, heranzichen wird. Von großer Bedeutung wird eine richtige Bodenpolitik sein. Damit kann man sehr, schnell Tausende von neuen Ansiedlern heranziehen, wenit erst ein tüchtiger Anfang vorliegt. Die richtige Bodenpreispolitik schasst auch die Basis für einen gesunden Kredit. Die Summe von 25 Millionen Pftmd reicht nach der Annahme Soskins für die Ansiedlung von 400.000, nach meiner Annahme der Ansiedlungskosten mit 200-000, Pstind für etwa 600.000 Seelen. Wir erweitern so den Kreis der für die Ansiedlung in Betracht kommenden Juden, erweitern die Möglichkeit des nationalen Hilsswerkes, retten die Zionistische Organisation. Und nun, geehrter Kongreß: Machen Sie -aus dem Großen Neuen, das in dieser Intensivierung, Beschleunigiing und Vergrößerung imscres Änsiedlungswestns liegt, machen Sie aus dem großen Neuen, das Weizmann Ihnen vorgestern nachts in so starken Worten ans Herz gelegt hat, keine kleine,, kleinliche, mutlose, halbe Sache. Schwächen Sie nicht, sondern stärken Sie Weizmann und seine Mitarbeiter in der Richtung, die zu den Resolutionen in London führte, und die bezüglich der Gartenstadt sagt: „Die Exekutive ist der Ansicht, daß die Gartenstadt eine der wichtigsten Formen unserer Arbeit in Palästina sein wird. Sie errichtet für diese , Ansiedlungsform ein besonderes Ressort, dem die Ausführung der von der Zionistischen Organisation unternommenen gartenstädtischen Siedlungen sowie die Beratung und Förderung der Privaünitiative aus diesem Gebiete obliegt." Redner verliest dann folgende Leitsätze und erläutert sie: 1. Unsere .Kolonisation muß von den Ersordernisscn und Möglichkeiten des Volkes und von der gegenwärtigen Lage ausgeheil. '2. Wir brauchen Kolonisationsformen, deren Kosten die Kolonisten breiten Schichten selbständiger und unterstützter Ansiedler ermöglicht. 3. Jn allen Formen unserer Kolonisation (Ackerbau, Gartenbau, städtische Kolonisation) müssen intensive Methoden unter Bedachtnahme aitf die Fortschritte der Technik und die Vorteile des Genossenschaftswesens angewendet' werden. 4. Jn der Landwirtschaft ist unser neues Siedlungswerk auf Selbstarbeit zu stellen und das Lohnarbeitersystem nach Möglichkeit, die Schafsung eines Standes dauernder Arbeiterschaft grundsätzlich auszuschließen. 5. Die städtische und industrielle Kolonisation soll in möglichst weitgehendem Maße in gartenstädtischen Forinen durchgeführt werden- 6. Prinzipiell ist die Schaffung großer Kolonieu mit ihren kulturellen und gemeindlichen Vorteilen anzustreben. 7. Bei, neuer Kolonlsationstätigkelt soll die extensive Wirtschaft nicht als definitive, sondern nur als vorMergehende Wirtschaftsform Anwendüng finden. . 8. Es ist eine Leitung des Aufbauwerkes einzusetzen, welche geeignet ist, diese Leitsätze in die Tat umzusetzen. 9. Tie Exekutive soll in der Leitung des Aufbauwerkes oder die Leitung des Aufbauwerkes in der Exekutive vertreten^ sein, damit^ eine harmo- Nische Zusammenarbeit ermöglicht, werde- Naklonalfondsberichk. Dr. Otto Marburg erstattet den Nationalsondsbericht: Cs ist hier und teilweise mit Recht mancher Tadel ausgesprochen worden. Auch der Arbeit des Nationalfonds wird eine Kritik ernster Art nicht erspart bleiben. Eines aber müssen Sie ,zugestehen, daß die Arbeit im großen uttd ganzen ein erfreuliches Ergebnis hatte. Cs wäre em Bericht über acht Jahre zu erstatten, aber vier davon sind Kriegsjahre, in denen die Arbeit, insbesondere in Palästina, auf das not. wendigste beschränkt war. Was die Sammelstellen betrifft, so haben sie auch in dtn Kriegsjahren nicht geruht und erfolgreich gearbeitet. Das Vermögen des Rationalfonds betrug im Juni 1913 175.000 Pfund, davon fütrf Siel125.000 Pfund) in Investitionen in Pa- 50-000 Pfund bares Vermögen in Köln. Im Juni 1920 betrug das Vermögen 410.000 Pfund, davon drei ,Fünftel (240,000 Pfund) Investitionen in Palästina unb zwei Fünftel (170.000 Pfund) bares Vermögen. Dis Vermeh» rung in diesen sieben Jahrerr betrug somit 235.000 Pfund und war größer, als das Vermögen des Nationalfonds vor dem Kriege überhaupt. Wir nehmen an, daß die nötigen Abschreibungen in Palästina gering sein werden, weil das Inventar doch im Werte gestiegen ist.! Insbesondere trifft das zu, rvenn man den Boden niitberechnet, zumal auch geschenkter Boden vorhanden ist. Wir haben mit Einnahmett nhn 1 Rfl nnn 4..* C.t_ mstterige ländliche Form denken. Dl« Verein!- von 150.000 Pfund des Jahres 1920-1921 m MvgMr-Vorzüge beideriF-ormen.istHie'Garten,5rechnen,rsa.'daßida2 -Minimum des .Vermögens selbst bei starker Abschreibung 500.000 Pfund betragen wird. Somit stellt das Vermögen des Nationalfonds einen der größten Llktivpoften der Zionistischen Organisation dar. Was die Spenden betrifft, so betrugen sie im Jahre 1914 744.700 Franken, im Jahre 1915 636.800 und stiegen dann bis zum Jahre 1920 rasch auf 9,637.000 Franken. Vom Jahre 1915 bis 1920 sirid sie also auf das Fünfzehnfache gestiegen und selbst wenn wir eine dreifache Valutasenkung der Franken annehmen, so stiegen die Einnahmen um das Fünffache. Auch in diesem Jahre scheint die Zunahme anzuhalten. Im ersten Halbjahre betrug die Einnahme 60.176 Pfund gegen 48.693 Pfund im ersten Halbjahre 1920. Es ist interessant,' zu konstatieren, daß der Unterschied der Eingänge zwischen den valutastarken und schwachen Ländern beim Rationalfonds nicht bedeutend ilt. Selbst iir Polen halten sich die Eingänge trotz der sich schnell verschlechternden Valuta ungefähr in der gleichen Höhe. Ganz unberechtigt wird oft über die Höhe der U n k o st e n Klage geführt. Im Vorjahre betrugen die Unkosten 20 Prozent, im Jahre 1919 sogar nur 16 Prozent. Wenn man bedenkt, daß von diesen 20 Prozent 7 Prozent auf die Verwaltung des Vermögens in Palästina entfallen, so sind tatsächlich die Spesen bei 13 Prozent recht gering. Was die Organisation betrifft, so hat sie in den letzten acht Jahren bedeutende Wandlungen durchgemacht. Noch rechtzeitig bei Ausbruch des Krieges verlegten wir das Kölner Bureau nach dem Haag. Dies war von großer Bedeutung nicht nur für das Vermögen, sondern auch für die Sammelaktion. Die Leitung bestand aus Fischer, Kam;, de Lieme, 1916 trat Julius Sirrwn dazu, 1917 Dr. Schlöfsinger, im März 1916 konnte sogar eine Genossenschaftsversammlung im Haag stattfinden. Die erste ordentliche Generalversammlung nach dem Kriege fand im September 1919 in-London statt. De Lieme und Boris Goldberg traten an Stelle der verstorbenen Mitglieder Wolfsohn und Tschlenow als Direktoren, ds Lieme wurde Manager, im Oktober 1920 Governor und trat im April 1921 zurück. Hier ist auf eine Sachck zurückzukommen, die Herr de Lieme erwähnte und die von einigen falsch ausgelegt wurde. Redner zitiert eins Stelle aus der Rede de Liemes über den Natio» nalfonds. Solange wir zusammen waren, hatten wir nie eine Beschwerde von Herrn de Lieme.vernommen, daß jemand von uns gegey dis Prinzipien des Nationalfonds fei. Es iß uns unerfindbar, was de Lieme gemeint haß Ich kenne keinen Nationalfondsdirektor, der sich in Palästina mit Spekulation beschäftigt. Eine Reihe von uns hat Landstücks in Palästina, das halte ich aber für keine Spekulation. Wir kommen jetzt zur Propaganda. Der Rationalfonds hat allmonatlich an 500 Blätter seiner Korrespondenz heransgeschickt, Hunderttausende von Flugschriften verbreitet, ferner 18 Schriften über Spezialfragen mit 31.400 Exemplaren, und eine populär-wissenschaftliche Zeitschrift Erez Israel erscheinen lassen, die sich mit aktuellen Fragen, die den Rationalfonds, bee rühren, beschäftigt. Diese wird weiter erscheinen. Die Sammelstellen sind von 27 auf 48 angewachsen. Die Sammelstellen haben neuerdings unternommen, miteinander in engere Verbindung zu kommen. Vor dem Kongresse hat eins Weltkonferenz drei Tags lang ernste Verhandlungen geführt und wichtige Beschlüsse gefaßt. Solche Generalkonferenzen sollen jedes zweite Jahr wiederholt werden, und zwar möglichst oft in Erez Israel. Das Verhältnis zum Kören Hajessod: Wir haben ein Uebereinkommen getroffen, nach dem 20 Prozent der Keren Hajessod-Spenden dem Nationalfonds zufallen. Dagegen mußten wir einige Sammelmittel aufgeben. Das erste Jahr zeigt uns, daß wir hiedurch nickt wesentlich gelitten haben. Eine andere wichtige Frage der Vermalsiing ist der zukünftige Sitz des Hauptbureaus. Man ist sich darüber einig, daß das Bureau nicht mehr im Haag bleiben soll. Das Direktorium ist der Ansicht, daß der Sitz nach Erez Israel verlegt werden müsse. Von 21 Sammelstellen, die aus eine Rundfrage antworteten, haben 17 diesen Standpunkt unbedingt geteilt und nur vier Zweifel geäußert, auch die Weltkonserenz hat sich einstimmig für die Verlegung erklärt. Da aber die Exekutive diese Ansicht nicht teilt, legen wir diese Frage dem Kongreß zur Entscheidung vor. , Die Tätigkeit in Palästina: Während der Knegszeit war ünfere Aufgabe die Erbaltiina des Besteheiiden. Der Rationalionds besitzt fünf Farmen, die insgesamt 11.026 Dunam umfassen und die durch den Krieg sehr gelitten haben. L:ce Folge war eine Vergrößening der Defizite. Es ist unser Wunsch, daß die Defizite dem Nattonalsonds abgenonimeii würden und es gelang, die Exekutive zu bestimmen, daß sie, wenigstens im vergangenen Jahre, von der Palästinakommrssio'n getragen würden. Schoii lartge wünschen wir, von der Sorge iür diese Farmen völlig befreit zu werden. Es ist Sache des W-Itkongrcstes, hiefür den Weg zu finden. Jtl den. letzte!: Monateii des Jahres 1920 wurden neue Ländereieii erworben. Der größte f f dem Obefföer Komitee und iüupjc als Gegenwert einer früher von N. F. erhalteneu Anleihe diesem übergeben. Jn dieses Jahr fallt auch der große Kauf von Emek?<-.>:•.orf bcn ich hier m sprechen kommen muß. Seit 3Ü>