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Jüdisches Volksblatt · 1921-09-09 · 58 (9.9.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
58 (9.9.1921)
Date
1921-09-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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/tt. 58 Freitag ..HWu'schrs VvNsMatt" ck. Seplemoer eren >U «5* Dr. 23 c r I i n i f (Mftachi Amerika) spricht i len, aber Sie müsseir bereifen: Wenn ich jenm». erkeniv du ittttfj twtus, M der Evnyreß; «w^ra1 f 'Sä "A 5i23rA?Ä," S-iittiSS1 *k chräilch. Wir dürfen nicht vergessen, daß die zchtigste politische Vorarbeit für die Balfour- Karation und San Remo von Weitzchamt und »kolow geleistet wurde. Schon deshalb mutzte ui ihnen viele Fehler rerzeihcn Es ist sehr zu Mem, daß Max Nordau hier fehlt. (Stückchcr Beifall.) Wir vernrissen aber noch Dr ützmann selbst als Kritiker. England ist durch fi Tinge groß geworden: durch Tradition und mokvatie. Beides vermissen wir in den letzten hren Man hat bei den Ernennungen der Leiter säumt, üch an die großen Partcicir zu wenden. > Exclrrtivr bestand nicht aus den einflnßreichk und stärksten Kräften des Volkes, Das nennt n in Palästina Protektion! (Heiterkeit.) Dieses stem darf nicht länger herrschen. Auf die Reise h Amerika hat Weitzrnann niemanden mitgennven, der für die religiösen Gefühlte des Vol- Verständnis hat Der Leitung ist es nicht grtgen, weile Kreise herarzuzich':», nicht einmal Reichen. Lord Rothschild hat in Anrerika r Papiererfolge gehabt. Ter Keren Hajes, d muß eine selbständige Institution bleiben . ..... Lr. Lcbinz,"^^ zionistische Organisation m Amerika zerit *• «e>',NAii,s (ctr0ffff ' f 311? t. In Palästina aber ist cs smveit gekommen, «s stimiKyiM ß man einen Verein der Sabbatfreunche gründe"? Mss^, chic. -Heiterkeit und Zwischenrufe.) Es gibt li führender Sfrelff 'VmJit»^ "ge, die über allen Gesetzen stehen, und dazu geil brechen ael-ichs f cr vor allem dos innere Leben des Ftrdenvmrs. Wer ArleipMk eütM^Ü!^'' befall.) Ussischkin soll da Abhilfe schaffen. Dir tW lHrgest der »ÄKS Z'^ung ist für uns eine politische Frage. Nrch: W nach der r in Palästina, sondern auch in der Diaspora kfc \T,Ä‘ die B-zichunz ztrr Religion aufr-chterbalten n den pr’t3 cn: rde". Palästina muß ganz jüdisch bleiben in ck Tot rmd i:n Geist»:. Wir müssen Jer-usalem SS t ren. aber fein Ron. Dr. Thon Ofias, Krakau (hcbäisch). ist hriA\ ®r führte aus: Das jüdische Volk war acht i IH'1 typt lang beinah^ stumm. Dieser Kongreß soll Ä 'EMerikmisch'!, :der der Mund des Belkes sein. Aber dann .. ' “ jjen wir deil Mund weit auftun imd klar re- . Es ist kein Zwiifel, die erste Empfindung ist,! sich in der zionistischen Bewegung ungeheuer i geändert hat Vielleicht ist diese nicht so sehr die Ti se als in die Breite gegangen. Wenn non hier von der kleinen Organisation Hespror Hatz so hat er die Ausdruckswcise der Vvrzszeir anoewewdri. Heute, wo eine Menge von ,r nach physiologischen Gesetzen reisen Menn in der Stärke von in: Der Bericht ft Unrecht geben werden, a^r ich «t me-ner Behaupt«. Ez M >n WeiMiisch dar llnMm der mtaegmznkMmm, für die Kvnyf em Stimulans ist. Seine NisiGn ÜrrstäMM!, Mchen Men wd lerbeizusiHren. Es wr nicht seine Ä t»n Vashingtan nadj fmil ie man gesagt Hai, sondern sie von Berleumdlung zu reichen. mar ion für Heide Teile zn 'lernen, «ch rd Vc-Mnn mar der l lämnzi mich tsti, dch M mchi Er Me em MeM tzuwyM \\, ver «Im An Me n nur f mfaiM Mniaifm, M Tri« tim. 800.000 Mim» einem organisierten Wlll«r unter der zuunsti» n Fahne steht, ist das imurerhin eine ungchrur: rft. Ich erwähne bisse Aeußerlichkckt nur des- »en, weil ich daraus folgere, daß wir uns dieser rft bewußt werden sollen, wenn Ww nnt dm - u, ,» mllSefos, ichten verhandeln Die Balfour-Deklaration ist (. fiffw ff, u Me RechnM: enthM auch einen gewaltigen logischen Wl- " rwmMm die eno* fpruch. Wenn sie im ersten Teile unser Ijlifto* Recht aus Palästina anerkennt, so ergibt das Recht cuf Palästina. Es wmwe Äi dLÄ «fi ■ aber "ux ein Recht in Palästina eingeräumt. % weilen hat auch der Beschluß von San Rrmo festmgen»n so«, die hat Weixmaun mit Stolz ist meine »rjeupg.,®’*J^on gesprockm, daß das erste Mal Ne Macht der an einem m‘ werden. teW«E »»» ,eite « ist das bloß eine UsbertrMung, tziÄ- •t eine diploniatisch notwendige Die Gerechit kam hier nicht zu Worte. Da wir aber - physische Kraft hoben, mußten wir uns it begnügen, was uns gegeben wurde. Aber i müssen wir mit großer Energie darauf beu ,,.x>. v ,-7 . n daß man uns nicht wieder hinhält mit der Hk Es heißi nichi sühwn w)ö i^aiicumg des Mandats. Wir wissen ganz genau. Te Sterne, ie mich m '2^K ui itf (55 beißt nicht!#oi *mu .... u,«uua s«»j m^yitmüe sich enttmetew lG England, wo es sich um sein eigenes .Jittereffr 4 LAer limitiert, 11ftw*#*«!*, immer Mittel und Wege findet, um feinen et alaubt, daß PjS ^cn durchzwehen. Die Verzögerung des Mrn- »n2'-ln witd. Wie die Verschlr-ppung, von Sitzung zu Sitzung?nnU fliit ecwsrdiN. Lwlkerbundes ruft im Mischen Volke ungrtb r it p y ^r.n «at IlffltWWe Verstimmung und Zorn hervor, und es stnes ' «Wabe des ft*nt vor, daß wir uns fragen, ob -Mn uns aß in «i st «laliM VwirMch züm Nrrren heltm müst- Söcjkhuna^tt M i (m in f* hat Welt sagen: Wir sind wohl keine groß? ,, als b-uf ‘ «o^tunsat **% aber man darf nicht ein Volk, ein so bevit nna '»11 AHistkl!«rs Volk, zur V-wzwcistung treiben. Eine solche icht ersülli ' aM^:weislnng ist nicht nur für das betreffende sagar Frucht selbst eine Gefahr, sondern kann auch für die Ach and st ttUf Sa* Welt eine Gefahr. werden.'Dieser 5lrmgrrß, schrn Ruimw'ix^ t f-feie Aufgabe haben wird, das Mandat unv die 'Mndat,mW > ,.K^an Remo.Beschlutz im Namen dis füdischea had«t. cfK 3'..tpt fohen is'ä zu ratifizier-n, wird mit aller EntWe- >t Licm-'/s« ichvn fordern müssen, daß tzoS ^^eine öksnotnii^ Mandat sofort betätigt Isische Kebmk'Jn der Streitfrage zwischen der Leitung und ya'chlast" irbu die Amerikanern stelwn wir ganz a-uf der <3ette c ^ur^e tfaiigtef! iiitzt iviitixr Leitung und sind bereit, sie rn jeder Weise lssen )en. 2^^' g'stn u j it1**? , |. w,lv |t*cy |iv ui jvivif ■wCi't vi .Tst.klterstiitzcn. WaS will die amerikanische Oppo- <. vom Schlage BrrndeiS? Wohl nichts cmve< atiouEtr^ g^nll«!s'.aLs dem Zionismus das entziehen, was bis ' lÜSL %Ji>t'MJV A fiiyTt c*^^*7 amaf, X g"L> «-.«»> MM nach fee feine Seele gM, das nationale Gefühl und U **%»» tz.L. ... fjj, M nach der natibnälen Weckung und Volks-. T« geh«! istmng. Für uns kann der Zionismus niemals •mW vöd), t5* , i)i le>i ein geschäftliches oder kolmüsatorisä^S Unter. -!4, etpedit.^ . n zi-fetz en fein, für uns ist er di« große Bewegung dem kE. giani^>i Volkes, die Wiederbelebung unserer natlo. K^2t tratet11 Wl ^sltestart und Schöpferkraft. Man sagt uns rtirfit eä iä i".a1!c' Palästina nicht Eigentum der ziont. ^^aika ksa.t-"-n r» ^5, Em Organisation, fordern des gesamten M- Zi dlivtt heiv"! p0 Volkes^ i-en Man fordert ,ms auf, die Tore l«ir ... a tt o -thMl % kUniun den in mein Haus ciukho, so gebe ich ihm ntch die Herrschaft über mein Haus. Wenn die Herren zu uns kommen, so dürfen sie wicht als Beherrscher, sondern als Genossen mit gleichem Recht und gleicher Pflicht kommen. Genau so verhält es sich mit dem Ruf nach Fachleuten. Man gibt uns immer die billigsten Ratschläge, aber mit RatschläjjLn sind wir verseben. Wir wollen Me- Leute sehen, von derwn man zu uns spricht. Sir sollen nur kmmnen, die tüchtigen trnd praktischen Arbeiter, wir werden für sie sicherlich immer Arbeit finden und zu ihnen Vertrauen haben. Wir wollen nur eines habim: -daß man uns nicht den Zionismus feines wesentlichen Inhalts beraubt. ES kann nicht davon die Rcde sein, daß wir darauf ein gehen könnten, in Palästina ein besonderes Judentum zu begründen. Für uns gibt es ein einheitliches Volk. Das, was wir Diaspsra-Arbeit nennen, das ist ein integrierender Destandteil der zionistischen Arbeit. Wir weLn und organisieren den jüdischen Volkswillen. Dieser Kongreß hat licht die Bestimmung, zu trennen, er hat die Bestimmung, eine große Einheit zu schassen. Wir sind durchdrungen von dem Bestreüm nach Einheit, wir werden auch die Leute, die zu uns gekommen sind, wie Simon und de Licme, von uns nicht abstoßen. Allerdings diejenigen, die in Washington und Paris geblieben sind (gemeint ist die Brandeis- und die Ncrdeaiw-GtAvpe Die R-d.) haben sich freiwillig außerhalb unseres Kreises gestellt. Wenn sie etwas zu sagen haben, dann sollen sie zu uns konmwn, wir werden sie hören. Wir müssen uns in unserer Lage konzentrieren. Wir können wicht aus ein Tüpfelchen Kraft verzichten, denn die Lage ist schwer. Was jetzt iw Palästina geschieht, -ist geradezu hnnmÄschreiend. Wir begegneten dem Oberiommiffär mit Fcendc und A.rtrauen, aber ttir müssen ihm von dieser Tribüne aus sagen: Noch ist ein kleiner Rest vo" Dcclvauen bei uns übrig, aber ivenn nicht rasch einen anderen Weg stmjchlägt als bisher, dann wiod dieser lctzio Rest von Vertrauen verschwinden urd wir worden von der Welt foitern, sie möge nneimx anderen Mann unseres Vertrauens stellm. Wir auerfenren nür «wen Zionismus, der das jüdische Volk und das jüdische Land wiederbllesr (Stürmischer Beifall.) Hernach spraüien M a r t i n B u b e r, der im Namen der LiukstÄrteien fragende K-mdgebu"a beantragt: In -dieser Stundr, in der zirni ersten M-sse wieder nach acht Jahren der Trennung die Vertreter des filbstbewußiten jüdischen VoWes sich versammelt haben, sei von neuem vor den Nationen des Abendlandes unb jenen des Rlo-rgenlandes erklärt, daß dir starke K«rn des jüdischm Volkes cvtschlosfin ist, in seine Heirwii sumckzukebren, um in ihr ein neues, auf mrabhängiger Arbeit begründet«'. Volksleben auszubaueg, das als orgawisches Element einer neuen Menschheit wachsen und dauern soll. Dieser Entschluß, den Geschlechter unserer Pioniere durch ihr Leben und Sterben bekräftigt haben, vermag keine irdische Macht zu erschüttern. Jede Genialität, die um seinttwillen uns angvlan wird, setzt der Urkunde unseres nationalen Willens ein Blutiiegsl aus. Aber dieser nationale Wille ist nicht gegen eine andere Nationtrlotät aerichtet. Da?- jüdische Volk, sÄt zweitwrfend Jahren in allen Ländern eine vergew-illigte Mnderheitz wenvet sich nun, da es wieder als Subjekt seiner. Geschichte in di« WÄtgeschichte cintritt, mit Alscheu von dtzn Methoden des HerrfchaftsnationaliZmus, dessen Opfer cS so lange war. (Dürmifcher Beifall.) Eoldberg (Amerika) spricht jüdisch. Er knüpft an die Kritik Simons rrrd de L i e - w.e s an. Wir hatten die Wahl zwischen Zionismus und Brand-ns und wählten den Zionismus Wenn Brandeis Zioasst wäre, so säße er hier und würde mijstreiten. Simon und de Liemr' sind hlchcrgekommen und darum tut es uns leid, beide rn vier Gelellschaft von Braudeis zu sehen. Brandeis hat Bedeutung und Einstuß in "der wichtjüdischen Welt, das ist aber kein Grund, ihn zum Führer der Juden zu machen. Dieser Kongreß, au den groD Hoffnungen krmpstn, muß unseren völligen Zusammenschluß brirgen. Die ainecikrnischeu Indien haben sich zum Ziele gesetzt, bin neu fünf Jahren ein großes Paläsrwa-Ausbauprogramm durchzufijhren. Das jüdische Volk in Amer-ka beginnt zu erwachen und wird sich feiner Psticht bewußt. Ich sage Ihnen: Wir müssen entschlossen marschieren, unter Ziel fest im Auge behalten und dann werden auch die Oppositionsmännrr, die sich heut beleidigt abseitkgestellt haben, zu uns stoßen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Oberrabbiwsr Dr. Chajes (Wien) beginnt hebräisch uns fetzt deutsch fort. Er kommt zunächst auf die Aeußerungm Simons zurück. Seine Amerika-Reise hatte den Zweck, Frieden zn stiften. Ich will nicht als Parteimann, sondern rein historisch berichten. Simon hat Vorwürfe gemacht Braudeis könnte iie zionistische Organistüor erweitern, in der Beneoung Tür und Tor allen öffnen Dr. Chajes erklärt, daß diese Forderungen sich erübrigen, weil st« in den geltenden Statuten verwirklicht sind. Ich habe Juden, nicht Zic nisten kenn-eü gelernt, die gerne am Pusästina-Werk teilnohmen würden, ohne der zion'stischcn Organisation anzugchören. Auch in andir * “ let^Lsl^v , lubi^;n Weil wert zu öffnen Wer ,dwr Hinsicht sind die Aeußerungen Simons ,etb 11. s„<w„V’p ‘ “-vvl 9“ ^I’VI I Dtc.i PIIUUYI nur Die L-ragerungen Dimons an* 111" fiu Mensch drrrickiäg. Drand-is ha' es nicht zur B-d-nigung SU ichlreßen? Wir haben jgestellt, daß man in die zitnistische OrganisÄiv. «e>«W, «*'*““ o«nrfn». h&v*iw& mjiiacbnten w»reintnU, Cie »mffKn, daß U* gleich« mit J-ch,b eiä ” „A e!fi S'SZ° ... kll 0$ Schiss der Fall war. Er wellte seine Kräfte dem iiwlästtna-Aufbtu widmen. Wir. die wir für dcn Zio-wismus leben und sterben und unseren lehren Blutstropfen hingeben, wir und wlerrnr, wir verlangen von den Juden, die für Palästina arbeiten wollen, absolut nicht, daß sie den Schekel zahlen oder daß sie in die zionistische Organssawon eintrcten müssen. Man wird jagen. <L könnte sich tarnt® eine Gefahr ergeben. Viel größer aber wäre die Gefahr, wenn sie in Massen bei uns wären, ohne Zioniston zu sein. (Lebhafter Beifall.) Die Kreise um Branders würden sich daraus beschränken, dar Geld, bas sie geben, gu: venvali-n zu sehen, aber nur kaufarännisch. darrrber hinaus wollen sie nichts. Ich kann dne Vorwürfe des Hernr Simon als unberechtigt erkläreii, ganz besonders im Hinblick auf Amerika. Der Oberrichrer Biandcis hat die reichen Juden für unsere Sache nicht interessieren können. Zch babe persönlich all: Hochachtung vor Brandeis und vor dem Richter Mack und ick halte sie für ehrliche Zionfften, soweit sie den Zionismus verstehen. Ilngssöhr gh>chzritig mit mir war James Rothschild in Amerika. Er i-st ein Mann, der viel^Jntcrcsft für unsere Sach: hat, aber er hat die Schväche, immer wieder zu erklären, er fei kein organisierter Zchnist. Er hat in Amerika den wirtschaftliche Rat nach englischem Muster bilden wollen und Hai 21 dcr reichsten Leute zu Besprechimgen einstriadnr. In diesen Besprechuugcn bat Fel st W a r - bürg als Svrccher der?lich.tzionisten gesagt: „(iS ist richtig, daß wir mehr als einmal von der zionisttschen Organisation aufgefoddert wurden, mit ihr für Paläüina zu arbeiten, aber der zi>rn i istischen Organisation in "ftnerlka ionnm wir kein Geld geben. Jetzt, da Zantes Rothschild mit uns veibandelt. ttnGr.i wir mit ihm darüber reden." Seit der Lei: ist »ich:, geschehen, nicht einmal eine Sitztrng ha: stattgefunden. Sie haben .aber ganz offen getagt, dw zionisnschetr Organtijiatwn haken wir nichts und hätten wir nicht 'einen Heller gegeben. Ich nniß also nicht, wo: man sagen kann, daß durch den Rücktritt Bcandeis' die Sache irgendwie geschädig: ivordrn ist. Ich habe in Amerika gesehen, wie matt unser Volk zugrut.de richtet. Man fp‘ es cinichlafen lassen und hat ihm noch Schlafiwitrel' gegeben. Ich wollte Frieden stiften wurde aber in dm erftm: Wochen mehr oder minder als Feinde beh-Lndüt. Erst später ertannte ich, daß dgs VoE nicht mehr schlasen >vill. Es kann nächt bssfer tvrrden, wenn es rächt anders wird. Männer, wie Brandois und Mack, die in der jüdischen Bewegturg so jung sind, habeit nicht das Recht, rms ihre" Willen zu diktieren, (Srürmischen Beifall.) Ich glaube aber, Laß das letzte Wort ttoch nicht gefprocherk worden ist. Man HM BrandeiI fiir einen großen Trotzkopf. Euros hat er doch vom alwn Juden an sich. (Lebhafte Heiterkeit.) Aber ich halte ihn für einen ehrlichen Zioniste.t. Wenn ihn dieser Kon. gteß überzeugen wird, daß das jüdische Volk weiter kommen kann, atrch wenn es nicht in allem und jedem seinen Plängn zustimmtz so glaub« ick, wird er ehrlich genuq Mn, zu uns zurückzukomrnen. (Lebhaft«: Beifall.) Mer Sie dürfen Wntzmann nicht seine Haltung gec-ftt Brandeis vorwelse» Der Friede mit Brandris wird möglich sein, wenn dieser Kongreß gut« Arbeit leistet "und erkennt, daß es sich bei der Jitdenfoag« um ein Wlltprotlem handelt in dem Sinne, daß sinne Lösung für die Welt von größter und tiefster Bedeutung ist. Lassen Sie sich von dem Geist der Peratttwortimg erfüllen und Sie werden leben, daß alle zu uns kommen müssett. ' (Lebhafter, wstnudnlanger Beifall und Händeklatschen.) Jabotmek». Ich kotmtte zur Auseinonderseyung mit Braudeis. Hier nmß ich tagen: Es nnrd uns vorgrworfon, daß Kreise, die uns ungeheuer nützlich hätten sein können, von der Orgatrisation abq-- stoßen wiwden. Ich muß diesen Vorwurf zttrückwetsen. Wir hatten mit tat Anrerikancrn nmnen- Ülose Geduld und wirkliche Selbstverleugnung, Wir haben die Sache so lange gehalten, als es ging, aber ich muß Jhn«r sogeii, das ging nur bis zu einer gewissen Grenze. " Wir konnten miS nicht «tttchließen, die Leitt-ng an Neophyten auszuliefern. Brandeis verlangte die Führicn.gj die wir ihm nicht g«N:n konnten. Bedonlen Sie die mtgcheure Gefahr, die damit verbunden gewesen wäre. Solange alles gut geht, mag düs noch augelen. Wie aber, wenn ein« Patnk entsteht? Werden Neophpten eine Panik aushalten? Das werden Sie nur zugeben: Neophyten dürfen nicht von oben kmnmen, sondert: witßten von tinten als gemeine Soldaten beginnen. (Beifall.) Und dann muß ich Ihnen sagen, daß der ungeheure Respekt, den wir für große Normer entp finden, eine Gefahr bedeutet, der wir aus dem Wege gehen müssen. Ich will von dem Ausgleich rwiich:» mir und Dr. Weizmann sprechen, die ein« d»x Ursachen war, durch welche die Herren zur Amtsniederlegung gezwungen wurden. Ich bin, von Naidiuch und .Flatopolski aufgefordert, zu Weizmann gegangen mrd Labe ihm gesagt: Wir haben un? lange nicht gesehen. Es ist vieles vorgcksmmkn Vielleicht stimmen wir jetzt nlorein. Das Lebeti sollst sührt gewisse Aenderungen herbei und ich habe konstatieit, d>rß wir übereinstimmen. Der Inhalt dieses AuSaleichs bezog sich auf vier Punkt,:. Ich fragte erstens' Es Krr.b vielleicht eine Zeit kommen, wo auf dem Oelberg (Regierungsgebäude in Jerusffem) eine Aendeenng notwendig sein wird. Wenden wir verlangen, daß unter Recht, dabei mitzusprechen, garantiert *:in wird? Weizmann meinte, wir mtzsien das anstreben. Ter, zweite Punkt betraf Ne Legienen. i Seite 3 Hier war ein Ausgleich nicht notig, den» uvrr hatten in diesem Ptntkr jahtvlattg zmamwe-t. gearbeitet. Der dritte Punkt betraf die Palästina- Wirtschaft. Ick fräste:. Such Sie dafür, daß die Palästinenser in jeder, neuen Jnstitutimt ibF Vertreter haben? Die Antwort war: Ja. Vierten? habe ich gefragt: Ist durch die Reorganisanonskoimmsston dos Recht d>:s Aktionskomitees aüg:- schaffl? Die Eretütive ha: das Recht, ihre Vertreter zu delegieren, sie hat aber nicht Ne Rechte des Aktionskontitocs. Tie politische Lage ist schwer, wir sind eine Minderheit in Palästina, aber hat man Amerika mit Zustimmung der Roten und Auskalien mit Zustinmrung der Schwärzet! kolouisiert, so muß es auch mit den Arabern gehen. Man kann im Lause der Aufbauarbeit Dedingungeit schaffen, die beruhigend wirken, erbsr im ersten Stadium der Kolonisation braucht man eine Nerteidigting. die nur von Kräften durchgeführt werden kann, dev diesen Ausbau lieben, und nicht von solchen, die ihn hassen. Eine unbillige Administration schafft .nanche Schtvierigkeften, aber wir haben v--migftenS ein verläßliches Jnstrunr.utt. und das kann man von eiicilischen Soldatett nicht sagen. Eiuent englischen Soldaten muß ein Kampf zwischen Juden ttnd Arabern im Jahre 1921 doch über die Hutschnur gehen. Wir dürfen nicht vergessen, daß England von der ösfer.tlichcn Meinung be> herricht wird und daß der englische Stetterzablnr sich bereits gegen die großen Lasten aufzulehurn beginnt. Englaird braucht aber den Verbündeten im Mittelmeere und tmb unseren vernünftigen Verschlagen sicher Gehör schenken Die Ausfiihruugen über di« Vorfälle in Jerusalem sind ein Beispiel für die Geschicht: von den halbgcl'ssene'n Büchern Aegvvten stand damc-ls im Ausfuhr, alle' tveißen Soldatett gingen dorthin. Nur die Inder blieben rm Lande, und auß-r rhiicn die Juden. Niemand hat bis d<hin gewagt, die jüdisch? B?» völkerung cmzurühten. Ilber als aus den 5069 Mann 3000 .und 2006 und noch weniger wurden, was geschah? Am zweiten Tax«: war d:r Pogrom. Es fand eine Versammlung in Jerusalem staii, in der vorgeschlagen wurde, die Legion nach Jerusalem zu btingkn. Ich war dagegen, denn ich hatte nur 306. Man darf nichtmit dem F uec spielen, das ist bekamtt, aber wenn man cs tut, so gibt es nur eine Fornr: die orcanisiertvfte, alles andere ist sassch, 'Nun zu eittem für mich peinlichen Punk'. De Stern? sagt:- Ich gehe nicht nach PaMnns., um dulden zu lernen, Plan Hot JabotinLky begnadig: zusammen mit einem Araber und wir haben nicht vcvtestiertA Diese Schmach habe ich getragen. Aus Mo telegraphiert« ich «n Sumueilg „Begehen Sie. nicht Liesen Fehler, stellen Sie «ich «ich: auf eine Stufe mit 'ciefcu Schivarzen "... (Doktor BuÄec: Das sind doch feine Schwarzen!) Ich meine mor.rlisch Schwarze. Ich bm in Huife zum Telegraphen gegangen und habe mir gesagt: .Jetzt Lagt die Londoner Konferenz und wird mir heist.it." Ich schickte ein« lange Dlipesch? an den Vorsitzenden, an Brorcheis, und BrartdeiZ hat d'e Depesche in die Tasche gesteckt. Es ist eine unvetdtante Ehre, wenn ich ein Revolutionär genannt werde. Revolution und Mischer Natlonalismtts gehören zu den lateinischen Worten, die ich nicht versbhe. Ms es mir zur Zeit d:s Krieges gut schien, daß unsere Wege mit England gehen müssen und man mir sagte, das bedeute eine Verbrüderung mit de: Aatefrati«, antwortet« ich mit den Worte'! MvzzitriS: Ich arbeite für Palästina und w?..ru ich mich mit dem L.'ufcl verbinden müßte. Bauen wir die Brück« zueinander, r,s gibt ülrbeit fiir alle. Alle, die auf tan Boden des Zionismus stehen, bk genug Senn für Toleranz haben, sind dazu üufoesvrdert. Auf denen aber, die für di: Zusammenarbeit nicht zu haben sind, weil sie dcn Standpunkt eines anderen nicht aitenkeitnen wollen, bleib: die Verantwortung. (Lclchaftcr Beifall.) Tr. Schmarjohu Lcwin (jüdischl: Eine Statistik in imser«r Reihen uiirde ergeben, daß sich 90 Prozent 1er Zionisten mit Politik beschäftigen, daß 80 Prozent von den Führern bis zu den S-oldawu auogczrichnct: Ratschläge neben, daß sich aber kaum ö Prozent mit der Frage befatssnt Wie gewinnt mau das Volk rmd wie geivinnt man Geld? Ich will deshalb über praktische Dinge strechen. Wir können wir über ökonomische Fragen debattieren, wenn dcch sogar Jrl-otinskr,, der tRationalökettomie studiert hat, nicht einmal diese Fraoen versteht? (Lebhafte Heiterkeit) lieber einen Kanalbau kann kein Parlament entscheiden, sondern nur Sachverständige. In Slmerikr wie in Europa handelt es sich um zwei Ströniung-m: Wir müssen jüdisch meiden tind dürfen keiitett PersonenkulttiS treibe»'. Es handest üch um die Verschiedenheit der Beziehungen zu Erez Israel, Brandeis und Mark stehen persönlich sehr hoch. Wir letämpfcu sie auch utchi als Pction, scnderu nur in ihrer zion'ttische'l Auffassung. Die amerik-mische Autsassmtg verneint das Galuihjud nlum. Dir glauben, daß der Aus. bau Palästinas durch das GÄmhjude-.ttum vor sich gehen muß. Da entstcht die prak-.sch« Frage: Kann Erez Israel durch das jüdischä Voll xrusgebaut wertat, damit dctt ein neues Volk en:- stecht, oder wird es bloß eine Fortsetzung det 6.aluth? Ohne die lolendige Kraft des jüdischeti Volkes, das heißt ohne die Galtichjudcu, kann Erez Israel tticht entstehen. Daß mau in Palästina mit Geld und Sachverständigen ousbauen kann, ist sch ich- Ohne die Liebe zum lebendigen Volk ist dies ein Ding der Il.rmöglichkeit. Jene großen Menschen glauben, daß matt di: Judert nur nach Jaffa zu bringen braucht und sie dort nou anziebt (Heiterkeit.) Es handelt sich aber um die Frage, üs Wir ufrerfioufti' al£ Juden eriftieren werH<n

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