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Jüdisches Volksblatt · 1921-09-09 · 58 (9.9.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
58 (9.9.1921)
Date
1921-09-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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seire 2 «Lreitag .JLdffches Moftsblakk" 4. «eprcmoer fit. 58 Bcftü SfäHt Nute und groeH einze fepbo Tel^ event Ilute ensfe UNdL ensm aus. Hunr , auf » nicht mach nicht uns wegt Geist « wäre ' über! beitu! Lei leite, Werf , Mär Tie Scirti : ten, ' SH |n; traui ■ U nun feT)W feit ' bi 5 fbotfe' Bt Mai K sage ■.( gec» * sult Ein die 1 leset . davo ■ ■ von > mcg miiT« gie mich acht UNS 850 beut; 50.0; M,,v alle Z zwe- RcLl«i SErcf ich H tnetriyi die e tum' baa sch e,' für zuw ntdf fein '.ii wer tust -H ge» „-, sen (\ Zudem fürchte ich, das; die Reise und die nit einer solchen Feierlichkeit untrennbar ver» »undene Anstrengung es mir bei meinem gegenvärtigen Gesundheitszustand rinmöM'— vürden. Ich bitte Sie daher, I' ™ :ion meine Sympathie und Wünsche für den Erfolg des Kong Mitteln. Ich bin T. G. Masar^ _ Der Ministerpräsident chcrny schreibt tschechisch: „Ich danke für die freundliche Einladung für den 12. Zionistenkongreß in Karlsbad und bedaure aufrichtig, daß ich durch anderweitige amtliche Angelegenheiten beschäftigt, an den Verhandlungen des Kongresses nicht teilnehmen kann. Mit meiner Vertretung betraue ich den Leiter der politischen Bezirksverwaltring in Karlsbad Statthalter eirat Dr. Karl Fiedler. Ich wünsche den Verhandlungen des Kongresses -»om ganzen Kerzen vollen Erfolg. * Der Präsident der Regierung: I Lerny m. Der auswärtige Miirister Dr. E. B e n e § chreibt französisch: „Ich danke Ihnen herzlichst ür die fremrdüche Einladung zur Eräfsung des l2. Zionistenkongrestes, der dieses Jahr in un» 'erem Lande stattfindet. Da ich m wenigen Üagen nach Gern abreise, werde ich mich nicht beteiligen können und bitte Sie daher, mich :reundlichst zu entschuldigen. Sie wissen, daß ich mich lebhast für die zionistische Bewegung inter- , -ssiere und daß ich sie mit ganz besonderer Aufmerksamkeit verfolge. "Ich bitte Sie, meine iebhaftey Wünsche für , einen vollständigen Erfolg Ihres Kongresses und -.c/den Ausdruck meiner vollen Hochachtung enkü ^segenzunehmen Dr. E Bene? m. u- Namens der englischen Regierung begrüßt '' Sir Georg Clerk, Botschafter Englands in Prag, den Kongreß mit folgenden Worten: Meine Damen und Herren.' Es war nicht meivs . ^Absicht, hier eine Rede zu halten, es ist auch 1 nicht jetzt, nachdem ich zwei solche Reden gehört habe. Ich will Sic in der wichtigen Arbeit, dis Sie erwartet, nich^iushalten. Doch will ich bei Nieser feierlichen Elegenheit beinr ersten Zuiammcntritt des Kongreßes nach dem Weltkrieg, meinen Willkoommengruß dem Ihrer tschechoslowakischen Wirte anfügen. Manche von Ihnen . kennen bereits deren Gastfreundschaft, die übrigen werden sie jetzt kennen lernen, doch ich kann Sie versichern, als jemand, der selbst die angenehmsten Erfahrungen gemacht hat, daß Sie nirgends eins großzügigere, aufrichtigere und offener Aufnahme finden werden. Vielleicht habe ich ein ganz besonderes Recht, hier ein paar Worte zu sprechen, da ich die Ehre habe die Regierung Seiner britischen Majeftät in diesem Lande zu vertreten. Ich möchte M Deklaration meiner Regienmg vom 2. November 1617 wiederholen: „Seiner Majestät Regierun.g betrachtet wohlwollend die Er- - rid'hmg eines nationalen Heimes für das jüdische Volk in Palästina, wobei wohl verstanden ist, daß nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender, nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder den bürgerlichen und politischen Zustand der Juden in irgend welchen anderen Ländern beeinträchtigt." Sie als Zionisten stehen vor Problemen, die höchste staatsmännische Kunst erfordern; aber Sie haben Führer, die voll befähigt sind, sie zu wson, Führer wie die, die heute hier. gesprochen haben; und ich bin überzeugt, daß Geduld >md loyale Bemühungen auf der Grundlage ',l jener Deklaration zu einer Zukunft vielversprechender Hoffnungen und Erfüllungen führen werden. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Dr. Weidmann: Im Namen des hier zum erstenmal seit dem Weltkriegs versammelten Kongresses gestatte ich mir. Ihnen und durch Sie Seiner Majestät Regierung unseren innigen Dank auszudr.icken für die Botschaft voll Hvfinung und Ermutigung, die Sie uns heute gebracht haben. Wir bedürfen Ermutigung bei der schwierigen Ausgabe, vor der nssr stehen, und wir vertrauen daraus, daß wir mit-Hllfe Ihrer 1-Regierung und durch die Anstrengungen unseres „ igenen Volkes die in der Balfour-Deklaration nthaltene Zusickerung erfüllen können, zum Wohls des Bottes, zur Ehre der Mandatarmacht > und zum Heile der Menschheit überhaupt. Ich -anke Ihnen. Namens der tschechoslowakischen Regierung 'egrüßt Vezirkshauptmann U h l i g. Dr. Weiznann dankt für die freundlichen Worte der Begrüßung und für die von der tsthechostowakischen Regierung erwiesene Freundschaft. Herr K a u- >ers überbringe in tschechischer Sprache die Stühe des Jüdischen Nationalrates für die Tschechoslowakei. Dr. Josef Ruf eisen (hebrä- ' fcb) im Namen des Zionistischen Zentralkonuees für den tschechoslowakischen Staat die der schechoslowakischen Zionisten. Herr Kultus- »orsteher Rotenfeld begnißt für die Karlsbader Kultusgenieinde, Kurdirektor K it sch n er ) den Karlsbader Stadtrat. Dr. Kohner für z fto Karlsbader Zionisten. Weizmann dankt Rllen für ihre freundlichen Worte. ' ’ Unter den eingegangenen Begrüßungs- LMresssn. die im Laufe der ersten Sitzung ver- ^sen wurden, befand sich tm Schreiben der - Mainischen Volksrepublik, dessen Inhalt bsson- Beachtung verdient, weil er sich im wesent- Ichsn auf eine Frage beucht, die sokolow in Mer oben mitgeteilteu Rede als ein europai' ' «W, Problem bezeichnet hat. Der Chef der ttkrainifchen diplomatischen Mission in der Tschechoslowakei begrüßt in seinem Briefe zu» st den 12. Zionistenkongreß als die „reprätz^Dertcetmkg des silbischen Bolkes der lM. ^vünsche dieser Versammlung ' lg und wolle die Gelegenheit n lassen, ohne die wichtige Rolle die von jenem Teil des jüdischen der den Boden der Ukraine bervohnt, in der Geschichte des Landes gespielt wird. In dem Schreiben heißt es dann: „Dies ist um so schmerzlicher scftzustellen, als in den letzten Jahren die ukrainijcher» Juden schreckliche Verfolgungen von verschiedenen Seiten zu ertragen hatten. Die Ausschreitungen, deren Opfer sie gewesen sind, treffen das ukrainische Volk ebenso schwer wie die jüdische Raste. Der bewußte Teil der ukraimschen Nation kann nicht nur dafür verantwortlich gemacht werden, sondern mißbilligt und verurteilt die verbrecherischen Angriise. deren sich unverantwortliche Elemente schuldig machen konnten. Wir wollen möglichst bald mit! dem jüdischen Volke auf brüderlichem Fuß leben Rind mit ihm zivilisatorische Arbeit auf dem Gebiete der Ukraine rerrichten. Was wir am heißesten wünschen, ist die Wiederkehr des Friedens in unser Land, die uns gestattet wttd, die Wunden zu heilen, welche unseren jüdischen Mitbürger, in den letzten Jahren geschlagen wurden." Wortes zum Zionismus der Tat zu finden. DaS t wichtigste Ergebnis,^ das ich gewonnen habe, ist. Präsidium der Kongresses. Das Präsidium des Kongrestes wurde über Antrag Prof. Otto Marburg (Berlin> aus folgenden Herren zusammengestellt: Präsident: Nahum Sok-o low; Vizepräsidenten: Dr. M o tz k i n (Paris), Dr. F a d b st e i n (Warschau), Kaplanski (Poale Zion), K l ri m e k (Polen). L i p s k i (New Pork) und S v r i n z a k lPalüstina): zu Beisitzern Dr. Grodecky, Dr. E a l s b (Konstantinopel), Oberrabbiner Dr Ehajes (Wien». Gustav Finzi (Troppau), Groeki (Polen), Prof. Dr. H. Löwe (Berlin), Oberrabbiner M i m i k o w e r (Bukarest), Dr. R o t t e n st r e i ch (Polen), Ing. T e m k i n (Rußland), David Hellni (Jerusalem). Als Schriftführer: Vierer, F l or e n t i n, H o ß, K o r n g r ü n, M a r l ia n s k i, Nissenbau nt. daß Palästina von London aus nicht gemacht tverden kann. (Lebhafter Beifall.) Zu denr Berichte der ReorMnisationskommisüon (Simon, de Lieme, siehe Nr. 49 unseres Blattes vom 8. Aiuli. Anm. d. Red.) hoben sich bis jetzt für die ztonistilche Kommission vier Personen geäußert. Der Kongreß wird Wohl in erster Linie mi den Antworten Ruppins imd Msischkins interessiert sein. Die Zukunft wird beweisen, wer mehr kür die Erhaltung dcS Schulwesens besorgt!var, diejenigen, die ihm feste Einnahmsquellen zu verschaffen suchten, oder diejenigen, die es einem Hasardspiel anssehen wollten. Es ist eine Entstellimg, wenn die Sache so dargestcllt wird, als hättm wir versuchen wollen, die ganze Schnllast mif die Schultern des „Mschuw" zu legen. Nim zur Schuld an die Anglo-Palestine Company. Die Wahrheit ist, daß die Schuld nicht 50.000 Pfund Sterling betrug, als Friedenwald und Szold (die Vertreter der "amerikanischen ziovistischen Organisation) in Palästina eintrasen, sondern 55.000 Pfund Sterling. Sie wurde in London in eine feste Schuld mngewandclt und ans die Jüdische Kolonialbank übertragen. Der Keren Hazeffod ist eine selbständig« Körperschaft. Er ist der Versuch, alle zu ve-eiuigen. die an dem Palästinaivcrk teilnehmen ivollen. Ter Brandcie-Plan Ivar anders ausgebaut. Wenn ich die Wahl habe, sagte Brandeis, zwischen einer Körperschaft, die das EhaoS bedeutet, zwischen konstniktiver Arbeit und zwischen einer Erweiterung der zionistischen Organisation, dann wähle ich das letzter«. Weizmann saote, wir hätten für ein treue* „Uganda" gestimmt. Wer zweifelt heute daran-, daß die Anerkennung der zionistischen Orgcmisa. tion eines der positivsten Dinge ist, die tvir im Mandatsvcrtrage erreicht haben? Im^ übrigen machte uns Ussischkin die AuS° einanvcrsetznng leicht. Wir sagten tm Reorgcmisa- Tet Präsident Sokolow, von stürmischem Beifall begrüßt, nimmt sodann seinen Platz auf der Präüdentenestrade ein. Er hält hierauf einen I Nachruf für die in den letzten acht Jahren Versiorbenen, der vom Kongreß stehend cmgehört ioird. Ter Redner gedenkt insbesondere des Präsidenten der Orgcmisäüvn David W o l f f s o h n und des verstorbenen Mitgliedes der Leitung Dr. Tschlenow, der im Kriege Gefallenen und namentlich der in Palästina gefallenen Mitglieder der Legion- Hiermlf erstattet der Referent des LegitimationsänsschusseS Dr. Emil Margulies (Leitmeritz) «inen Bericht, anZ dem hervörgeht, daß. auf denr Kongreß . ‘ ■ 440 Delegierte anwesend sind, welche 765.955 organisierte Zionisten vertreten. Im Anschluß an dieses Referat komnit es zu einer längeren, stellenweise sehr erregten Debatte über die Verifizierung der Mandare. Ter Kongreß tritt schließlich im' großen und ganzen den Anträgen des Legitimationsansscluisses bei. Grneraldcbattc. Nach dem 1 V,stünRgen Rlferak? Licht- Heims begann die'Generaldebatte. Es sprachen Simons und de Lieme Der 'cwstr RÄmer der Dclattr spricht Simons, 'frrcheres Mitglied der zionistischen Reorg'm'isotion.skommisston ^wir varweisen unsere Leser auf Rr. 40 nn-rrrs Blattes vom 8. Juli. Die Red) Simon i sagte: „Deitzmcmu hat in seiner ßtedc auf der Cleveland-Konventiou mit einer heftigen Kritik meiner Tätigkeit auSgeführt, daß sie resultatlos geblieben war, daß meine Reise nach Amerika erfolglos blieb, tveil ich mit falschen Anschauungen vom amerikanischen Judcntzrm zurückkchrte. Diesos snimnarische Urteil muß ich dcchiu modifizieren, das; der Fincmzplan von einem Kollegium erster Sachverstänbiiger geprüft ,md gutgeheitzen! >var und daß alle getrvffeneti Vorbereitungen irnr an dem Widerstand meiner Kollegen tmd cm äußeren Umständen scheiterten. Der andere Teil oczieht sich daraus, was man unter städtischer imd ländlicher Kolonisation zusanimenfaßt. Da stimme ich Weizmann bei. Einen solchen Plan habe ich nicht produziert. Ich habe immer abgelehnt, etzvas Derartiges zu tmr, weil es das nicht gibt. WaS das Palästina-Amt alS seine Ansaabe betrachtete, war nur die Schaffung der Grimdlagen für dis spätere Kolonisationsarbeit, das heißt die Form«» licrimg und Begründima der Intmiqratimispolitik uiid der Bodenpolitik im Mandatsbertrage. Die Untersuchimaen erstreckten sich a-iif die Achusa (Pslanzungsgesellschasten) — dm in Palästina allzu schnell sallenpelasimm Plan — auf die besondere Lage der jüdischen Arbeiter und auf die Mittel, sie 'zu besiern. In London geschah, waS möglich war. DieS aber ivar zu ergänzm in Palästina, besonders auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Kolonisation. Ich habe Mahnungen nach Palästina geschickt, habe mir Berichte von dort kommen lassen, twe bin erst im Herbst 1920 himmtergeaangm Mit schon im Frühling 1919. Ich war in dm Ansckpu» ungm der VorkrieoSpsriode deS Zionismus be< fangm imd a»ch ich hatte nmznlerum, wie es jeder von uns trm mußte, aber ich bemühte mich, mnzulernen und den Ueberganp vom LiomsmyS deS tionsbericht, daß nach der Meinung der zionisti schm Kommission jede Arbeit ein Stück natronalm Vermögens darstelle. Kein Gebiet, das der Fuß eines jüdischm Arbeiters betreten hätte, dürfe ( aufgegeben werden. Nachznforschen, ob die betrefsende Arbeit die Möglichkeit eines unabhängigm Äuskominms für die Ansiedler gewähre, gehörte d'eser Ansicht nach nicht mehr zur Sache. Darauf antwortete Herr Ussischkin, die Feststellimg der Reorganisationskommissiorp sei durch»! aus unrichtig. Da hört die Diskussion auf, da sage ich, daß tms Welten trennen. Ich werde . deshalb auch nicht persnchm, mich in bezug auf ökonomisckre Fragen mit Herrn Ussischkin aüsein» andersetzm. Er erklärte, daß die „Zionistische Komniission für die von ihr verwaltetm Gelder - keinen Unterschied mache zwischm Spmdm Md l Anleiben, das sei Sache der Banken. Meine An- ' sckiauimgen über ökonomische Fragen und ihre administrojive Handhabung sind ' von jmeu deS - Herrn Nssischlin durchaus verschiedm. Wir sagtm, j die zioinistische Kommision nehme es auf sich, die! Funktion eines Staates auszuübm, und gefalle | sich in der Rolle einer Regierung. Auch hier be» > merkt Ussischkin: „Diese Feststellung der Reovganisationskommifsion ist richtig und meine Ansicht wird geteilt von der zionistischen Kommission und ' bem Waad Seuli." Hier ist die Darstellung Ussisch» kins bewußt imrichiig, berni daS einzige, in ökonomischm Fragen kompetente Mitglied der zionistischen Komniission ist, wie Herr Ussischkin tveiß, diametral mtgegengesetztep Ansicht. Dieses Mitalisd ist Dr. Ruppin. — Unsere Kwitik in bezug auf die landwirtschaftliche Kolonisation gipfelte darin, daß wir dem ' Systmi der vollm Ausrüstung deS lcmdwirtschaft, - lichen Arbeiters zuleibe zu gehen versuchten. Auch , Ruppin meinte in seiner Antwort, daß dies im i Wesen das richtige ist, doch sei es wagen der wirt- ' schriftlichen Lage der Ansiedler nndlirchführbar. Die ganze Frage kulminiert darin, ob es für den Arbeiter in Palästina möalich ist, Ersparnisse zn machen. Damit steht und fällt die ganze landwirtschaftliche Kolonisation. (Zwischenruf: Es ist möglich!) Ruppin führt auch die arMschen Löhne an und meint, daß derseige, der gezwungen ist, mit arabischen Taglöhnern zu konkurrieren, immöglich Ersparnisse machen kann. Nnn ging unser Vorschlag nach der kaufmännisckM Seite, und zwar hatten wir die Absicht, landwirtschaftliche Arbeiter in Kooperativen zusainmenzusthließen, aber nicht nach dem Schein der Kooperative wie in der Ktvnzcch, sondern wie beim Straßenbau. Vor allem muß aber die ganze Administration gründlich refomiert iverden. Das ist der ganze . Unterschied unsxres Sysienis. Sie wollen den Ansiedler versorgen, wir strebten danach, ihn kreditfähig zu machen. Deni Vorschlag Ruppins auf Er- I Achtung einer Einkaufsgenossenschaft treten wir s scbr zögernd nahe und' ich glaube, daß dieser j Plan noch einer genauen Revisiion bedarf. Ich , habe dies mich die Amerikaner wissen lassen. I Palästina kann anfgebaut werden mit einent Mindestmeß an nichtökonomischen Ausgaben, c-s gibt planmäßige Kolonisation, das heißt, daß inan die strengsten Grimdsätze bewahrt m bezug auf die Administration und daß man sich über dcn . Umfang unserer Arbeit klar ist. ■ Nicht die Zionistische Orgmiisation hat sich daS ganze Leben in Palästina zu konzentrieren, sondern' eine Reihe von Faktoren sei dabei beteiligt. Die palästinensische Regierung, die palästinensische Indenheit Md die Einwmidernden, sobald sie unabhängig geworden sind. Die zionistische Erekntive hat nur eine Kontrollbehörde z» sein. Politik kann nur erfolgreich sein, wenn sie auf realen Faktoren beruht. Bei den Forderungen der Anierikaber tverde ich mich nicht lange aufhalten. Für mich gipfeln Macks Vorschläge darin, ob ni»n eine größere moralische Wirkung in finanzieller Beziehung er, zielen kann, wenn man den Aufbau Palästinas durch dir zionlistische Organisation selbst mittels! eines zentralen Fonds rnachen läßt, oder wenn | mm den einzelnen Landsmannschaften GelMenj heit gibt, bestimmte Aufgabengebiete in Palästina > direkt zu bearbeiten, mit Zustimmung und unter! Kontrolle der Erekntive. Ich glaube, daß sich die ' Fragen von selbst lösen, lvenu der Kongreß tm- seren Plan zur Schaffung der Sonderinstitniionen attn.immt- WaS den Kongreß mgcht, ist zu entscheiden, ob der Weg, den Brande'is geht, ein guter Weg ist. Ich habe immer für nationale Erzichmigsar, beit gekämpft, aber es ist nicht wahr, daß das zum Aufbau Palästinas noNvendig sei. Der Umfang! der Begeisterung- und Opferwilligkcit hängt von der Artend Weise der'Fnbrung unserer Geschäft« in Palästina ab. Tie von Rack geteilte Aussassung! hat den Bruch herbeigeführt. Ter ainerikanifche! Zionismus ist jung, er ist nicht älter als der j Brmdeissche Zionismus. Vor dem Kriege gab es keine Organisation in Amerika, die der Rede wert gewesen iväre (Zwischenruf Tr. Lcvins). Ich sag« wräier, daß Dr. Weizmamis Etfolae in Am-v-i'ka keine Feftigung des Zionismus bedeutet haben. Die Erziehung der llNaffen wurde vernachlässigt, i die Gomerschaft führender Kreise Amerikas wurde I mit Mitteln zn brechen gesucht, die auf dem Boden amerikanischer Partei Politik gewachsen waren. Der gesellsck;astliche Ehrgeiz der reichen russischen Juden richtet sich nach der antizionistischen Oberschicht in Amerika Aber c? b°ld<-x sich doch ein: Kerntnippe um den Führer. Sie ist größer als man glaubt, und die besten Köpfe des Landes sinh darunter. (Lebhafte Zwischenruse). Meine .Herren, ich ziteiere einen Bericht. Dr. Levin: Der Bericht ist falsch? Si m o n: Ick weiß, laß die42 amevikanisch-n Delegierten mir Unrecht geben iverden, aber ich beharre doch ms meiner Behauptung. Es war tackt die Million Weizmaußs, den InMukren der Mißvergnügten entgegenzukommen, für die Kampf und Zänkerei efft Stimulans ist. Seine Misision war es, eine Berständigmia zwischen Massen und den Führern herbeizuführen. Es war nicht sein« Mission, die Brücke von Washington nach Pinsk zu schlagen, wie man gesagt hat, sondern sie Volk dem Unrat der Verlennidung zu reinigen. Es wrr eine große Lektion für beide Teile zu "lernen, auch für Brandet? und Weizmann war dcr Mxrmt, sie zu erteilen. ES schmerzt mich tief, daß dies nicht geschehen ist. Er hätte ein größeres finanzielles Resultat erzirlt, vor allem aber hätte er eine gefestigte Organisation Hintersassen, statt Trümmer der Organisation. De Lieme. **!<» c>t- Läsick Mit w IW 9 ‘ttflüfi. * r, M .lilmt, djCilltÜ!1 wd ftärl in P«. f barf Smnift M, der «Sitjtänbi Arichcn. i) wb i -(jmilui »iomitv J"P if man ei affe «sje, dü. :: tot al hisall.) i viljMg t si « Pll! ji; die Bl Ä if t lat u sei, abe Dr. kr jw Ä kti§ •X! kt j'a wir c. 5* ist B std in :1 Miet die li.fi an jict n rot, ic Mi er acnch hicibn: ES ist Sache, des Kongresses, zu entscheiden,' welches die Richtlinien der zionistischen Arbeit in Zilknnft fein sollen. Er hat die Rechenschaft darüber abzulcgeir, ob die Organisation, die engbegrenzte Organisatiott bleiben soll, die eme einzige Anüvori mis alle Fraaen des jüdischen Lebc'ns in allen Teilen der Welt verlangt oder ob sie alle diejenigen vereinigen soll, die Palästina wollen. Es ist' meine UeberzeugMg: Ein Land kamt nur von einem Volke, von einem ganzen Volke gebaut werden. (Beifall). W- M. Z. mm e.?chi ch. A!M, we Jeiu ichen j ii kam |t fiiijl V"«ch.! Ich fühle mich zum Sprechen gezwungs«, lveil die Exekutive gegen die Erklärung der BrMrd» eisgruppe in Amerika eure Schrift veröffentlicht hat, iht der' sie Uninformiertheit zeigt. Es fehlen wich» tig/: Dokumente. Es heißt nicht führen uech leiten, wenn man die Berhältniffe sich entlvickeln läßt, gegen die man nachher nvoltiert. Weitzman» soll darüber sprechen, wie er glaubt, daß sich M« feve Zukunft entwisteln wird. Unsere Politik ist eine F as sad en pol i ti k geworden. Wir haben nichts Noues aufzuweisen. Zur Mmrdatftag« nieine ich, daß in der ersten Periode des Kon» truktcS die Beziehungen zur cnqlischcir Politik stärker waren, als heute. Es hat Pogrome in Pw> lästira ge geben und wir haben Forderungen ansgestellt, -ne nickt erfüllt wurdcn. Ter Anstifter der Pogrome ist sogar G 0! imccne n -r geivopdm, das ist eine 3 chand c. Mzüglich dcr Errichtung eines jüdischen Regiments stehe ich auf den Stagdpunkt, daß die Diandaismächte fiir die 3i« cherheit zu ftrgen haben. Zur Araberfrage Aibcrgebend meint Lieme: Die Araber haben den Vorteil, daß ein Teil Palästinas schon arabisch ist. Wir müssen also eine ökonomische, ab:r keine diplonmtischc Politik machen, und a-> muß eine Brücke oeschlagm werben. Der Redner bn dauert, daß die Dokumente über die Bodrnkäust in E m e k I ö r e e t dem Kongreß nicht unterbreii't werden. Wir diufen nicht Reden halten, sondern müssen nationale Bodenpolitik machen Der Juchuw muß seine S ch u l l a st r n selbst übcrnehmeu, damit wir uiriece Sutro^itionen obbauen können. Der Präsident der Exekutive hatte nickt nach Aimrila gehen sollen, uni eine S t rafex p«di t i ou zu leiten« ohne sich vorher mit dem großen A. C. zu berotm. j Es hat iMuer Kontravcrsen im Zionismus goge- ' bcu und es war nickt {jvi, es zu einer solchen Ab« stlitteriiiig sti Amerika kommerl zu lassen, in eine» Zeit, wo wir alle Kräfte heran,ziehen müsstn. Weitzma.nn hat die Brücken zwischen!Pinrk uwd Washington zerbrocheck Lebhafte kitufc: Oho') In der Auffassung sBrandeiL steckt etwas wesentlich Jüdisches, i gibt zwischen uns immer eine Brücke und dit 1K (Stti a&uief. .(Stebfaitix. SVrfalU! twAs! ater Ii » hat otten. pn gei> KiWigfei Seiia Bf eine peil lain 1 Nt iepi| Id miüTen 5”}® iS' U

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