Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 57 (2.9.1921)
- Date
- 1921-09-02
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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In Berlin wird am 1 September in der Kommandantenstrahc ein jüdisches Theater eröffnet. In New Park wurde eine jüdische dramatische Schule eröffnet. Boykotthetze gegen die Juden in Posen, Das „Lodzex Tabblatt" berichtet: Ne antisemitische Bewegung trt Posen wendet immer schärfere und gefährlichere Mittel an. In der Posener Presse wird die Judcnhetze ungestört und straflos betrieben, man predigt vollständigen Boykott der Juden, um das ehemals preußische Gebiet „ludenrein" zu niachen, Dre Polen in Posen wollen nach dem MusUr des zaristischen Rußland einen „Anstodlungsrahon" für die Juden Ihren Rcformvorschlägen r-erlechen die Posener Polen durch Terror und Boykott Nachdruck. Im Dienste dieser Bewegung stehen die Kriminalbeamten,'welche gegenüber den sogenannten „Kongreßjuden", das sind die Juden, die aus Kongreßpolen r-ach Posen konimen, die ärgsten Schikanen an ir enden, damit ihnen die Lust vergehe, noch einmal in das echtpclnische Gebiet von Posen zu kommen. An der Spitze der antisemitischen Bewegung in Posen steht eine Schwarze-Hundert-Organisation, die „Gesellschaft zum Schutze der polnischen Interessen". Sie hat sich nach ihren eigenen Worten „zur Aurgab' gemacht, über den po'.nischon Charakter Posens und Pommerns zu wachen und die jüdische Welle von dem letzten Winket Polens, der noch frei von der dem polnischen Organismus schädlichen jütischen Parasitenplage ist, fernzuhalten". Diese Organisation, welche sich bisher mit „AufllärungSarbe-lt" begnügte, hat sich jetzt zu einer energischen Aktien, zur Ausrottung der Juden in Posen, aufgcrasft. Sie hat einen Aufruf in der Posener Presse veröffentlicht, welcher von Verleumdungen und Beschimpfungen der Juden strotzt und zum vollständigen Judenbchkott auf allen Gebieten aufruft. Der Aufruf weist darauf hin, daß ein „Strom von Händlern. Agenten, Vermittlern und Reisenden in erschreckender Stärke das Land überflutet" hat, daß jüdische Firmen und Agenturen sich in Posen niÄwrgelassen laben, dem „einzigen Geböte, welches bisher das Ostjudentum nicht kannte und sich des deutschen Judentums kraftvoll und mit Erfolg erm-hrt" hat. Daher appelliert die Gesell''chaft an die großen Massen „ohne Unterschied der politischen Ucbeczeugur.g", daß jeder güte Pole „mit Hand oillcoen" soll, um das Posener Gebiet vor den Juden zu schützen Dazu bedürfe es nur der Organisation. Die Gescllfchali werdet sich „an die Guts» kckitzer, Bauern, Industriellen, Kaufleute, Handwerker Arbeiter mit der Ar-ffcrdcrrmg, keine jüdische Vermittlung in Anspruch zu nehmen, keine Handelsbeziehungen mit jüdischen Firmen anzuknöpfen, Juden keine Lebensmittel, llüaren und Fabriken zu verkaufen, ihnen keine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen und ihnen keine Vertretungen zu übergeben Tie Inhaber von Häusern, Pensionaten und'Wohnungen sollen keine Juden aufnehmen, weder vorüoergekMd noch dauernd, selbst wenn sie den zehnfachen Preis zahlen. Hotels und Restaurants mögen ihre Lokale vor Fuden irobrnr, Droschkenkutscher sie nicht fahren. Redakteure nationaler Zeitungen mögen vor der jüdischen Gefahr wrrnen und energisch zmn Boykott der Juden auffordern". Der Aufruf schließt: „Besinnen wir sofort mit dem Selbstschutz; denn jeder Tag, den wir veysäumrn, bringt uns dem Ruin durch diese Parasiten näher. Unfwe Losung sei: „Posen, Pommern, Schlesien judenrein! Rieder mit dem Judentum!" Dieser Boykottaufruf ist die nationaldemokratifche Mache in Posen. Die polnischen Nationaldemokvatcn haben sich Posen als besonders dank- Hanes politisches Feld erwählt und haben zuerst dm antisemitischen Zündstoff in die polnische Be- Vvlkerung dieses Gebietes geschleudert, der bereits zu bedauerlichen Erzessen geführt hat. Aber der Zündstoff hat auch dort Schaden angerichtet, wo « «8 nicht sollte. D^r einmal geweckte Chauvinismus in Posen hat sich nicht kkoß gegen die Juden gewendet, sonden auch gegen die .Brüder" aus Korgrcßpolen Und brr hermetische Abschluß Posen» gegen daS übrige Polen war die Folge. Daraus ergab sich ein Antagonismus, der harrte arge Gönrng hervorgerufm hat. In dieser Berleymhkit haben die Nationaldemokraten auf das fvewährte LMmkungsmiftel zrirückgegriffen und lassm durch ihre Trabanten den Fudendoykott vrediacn Cie ruinieren die Inden damit, aber ob sie sich nutzen und ihren stark gesunkenen polnische Einfluß noch werden stärken können, da heute >n Posen die ärgste Unzufriedenheit herrscht^ist m'hr als fraglich. ' Streik als antisemitisches Pression S m i t f e l. Der Wiener Morgenzeitrmg" entnehmen wir ü«m Brief aus Lodz: In der TexiMn-ustr-e «nseres Bezirke? ist eine große Zahl lascher Arbeiter tätig, jedoch nur im Handbetrieb. Denn ftit der mechanische Betrieb eingefiihrt wurde, Nr. 87 men, da — ihre polnischen Kollegm dies nicht zulassen Nun geht aber der Handbetrieb imnvr mehr zurück und die jüdischen Arbeiter werden auf diese Weise brollos, wei.n es ihnen nicht gelingt, in den mechanischen Betrieben unterzukommcn. Ein bezeichnender Vorfall, der zeigt, wie die internationale Klassensolidarität de? Proletariats von organisierten Mitgliedern der polnisch-soziakdrmokratrschen Partei (P. P. S.) respektiert wird, spielte sich in der Fabrik der hiesigen Firma B. Wachs ab. Als die Firma in ihrer Fabrik den Handbetrieb einschränkte, mechanische Webstühle aufstellte, und cm diesen jüdische Arbeiter beschäftigen wollte, leisteten die Vertreter der Arbeiterschaft, lauter organisierte Sozialdemokraten, dagegen energischen Widerstand und verlangten überdies, daß jüdische Handweöer, welche schon vor dem Kriege in der Fabrik beschäftigt waren, nach der Demobilisierung nicht mehr aus ihren Arbeitsplatz zurückkehren dürfen und durch polnische erseht werden müssen. Als infolge der Vorstellungen der jüdischen Arbeiterberbände die Firma Wachs sich auf die Seite der jüdischen Arbeiter stellte und dft'se wieder anfnabm, wendete die polnische Arbeiterschaft in schamloser Weift — den Streit als antisemitisches Pccssionsmittel an. Nur die Drohung, daß die Fabrik gänzlich geschloffen werde brachte die „raflenbewußten" Proletarier zur Raison. Das Beispiel ist auch in anderer Hinsicht lehrreich Die Textilfabriken in Lodz werdn vorwiegend von Juden und Deutschen betrieben. Daß die jüdischen Unternehmer jüdische Arbeiter den Tcanrssalierungen igrer polinschen Kollegen aussetzen und gegen oncöemin'cbc Ford.runze'l der polnischen Arbeiter kcin-n Widerstand leisten, ist leider die Regel. Ter Fall Wachs ist eine Ausnähme' Ein Bostoner Jude — Direktor des Außen- und Innenhandels in Amerika. Einer Meldung aus Washington zufolge wurde ein Bostoner Jude, Professor Julius Klein, von» Präsidenten Harding zmn Direktor des Bureaus für Außen, und Innenhandel bei der R»-gierung der Vereinigten Staaten ernannt. (W. M. Z) Für die Ausreise von Schalem Aleichens Kinder aus Rußland nach Amerika. Die amerrkanisch-jüdische Schriststellerunion „I. L. Perez", richtete ein Telegramm an Lenin in Moskau mit der Bitte, den in- Sowjetrubland verbliebenen Kindern Scholem Aleichcns die Ausreise nach Amerika zu erlauben, da die bevorstehende Herausgabe einer vollständigen Ausgabe der Werke Scholem Aleichsns die Än- Wesenheit der Erben des Nchters notwendig mache. Abdankung des Emir Abdullah? „Haarez" will in Erfahrung gebracht haben, daß der im Ostjordanland zum Oberhaupt der Verwaltung eingesetzte Emir Abdullah abgedankt hat. Als Ursache soll die wachsende Unsicherheit im Ostjordanland dienennen, zu deren Bekämpfung der Emir englische Verstärkungen erbat. Der Oberkommissär hat die Abdankung nicht angenommen. Wie verlautet, soll die Reise des Colonel Lawrence zu Hussein, dem König von Hedschas, dem Vater Adullahs, mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang stehen. „Jüd. Rundsch". Ansiedlnng von Juden in Mexiko. In New-Dorker intcrsssierten Kreißen werden gegenwärtig zwei Vorschläge betreffend die Ansisdlung jüdischer Ausivanderer in landwirtschast. lidjeit Kolonien erwogen. Einem Vorschläge gemäß soll nach Abschluß eines Uebereinkommens mit der mexikanischen Regierung anüaufähigrr Boden von den Staatsdomänen oder von Privatbesitzern erworben und sollen jüdisch: Kolomftrn aus Europa zm Ansiedlung eingeladm werden Der zweite Vorschlag verlangt den Ankauf von Boden in Kalifornien, um für den nach Aufhebung der geschlichen EinwanderrmciSbeschränkungen zu erwartenden Einwan>dLrunasstrom Anfnähnls- und Arbeiisstättcn für jüdische Kolonisten vorzuberviten. Take Jonescv für den Zionismus. Der rumänische Außenminister Take Fonescu gewährte einnn Mitarbeiter der Zeitung „Uj Kelet" eine Unterredung, in -deren Verlauf er sich auch über seine Stellung zur ziomstischen Bewegung ausspvach. „Ich kenne," begann der Minister, „den Zionisnms schon feit langem. Schon vc Jahren hatte ich Gckegenheit, mit einigen intime» Freunden Theodor Herzl zu sprechen, die an der zionistischen Bewegung A teilnahmen. Ich fragte sie damals, ob sie die Errichtung des Judenstaates für möglich hielten. Ich dachte selbstverständlich nicht an ein so mächtiges Land, in Vochem sämtliche 14 Millionen Juden Platz fmden würden. Aber es imtfc wohltuend aus mich, von ihnen «ine überzeugende, smumternde b hende Antwort zu hören. Auch ich bin überzeugt, daß daS jüdische Volk die Eignung rmd die Fähigkeit zur Staatsgründlmg rmd auch zur grundlegenden landwirtschaftlichen AvbSkt besitzt. Dmn es ist nicht wahr, daß dii: Juden zur Baderbearbsstuna nicht imstande sind. In Beßaradien gibt «S viele jüdische Gemeinden, deren Bewohmit 'Landwirtschaft beschäftigen." Tak: Jonesci: schloß seine Ausführungen, indem er erklärte, daß der Zionismus „sowohl vom Gesichtspunki Juden als auch von dem der ganze» Welt" eine erfreuliche Bewegung sei. (Ziko.) Araber bitten um hebräischen Unterricht. Eine Anzahl von arabischen Eltern aus Hebron hat sich an das Erzieh-ungsdwariement der zionistischen Organisation mit der Bitte gewendet, ihre Kinder in die hebräische Schule in Hebron senden zu können. Sie sprachen der zionistische Kommission im vorhinein ihren Dank aus. Der Bitte w:rrde stattgegeben. Poincare über die Judenfrage. Der ehemalige französische Ministerpräsident Poincare machte, wie „Jewisch Times" meiden, einem führenden französischen Zionisten Mitteilungen über Frankreichs Stellung zur Jrrdenfrag»-, wobei er betonte, daß Frankreich allen den Juden gemachten Versprechungen treu bleibm werde. Er, Poincare, habe sich auch für ein« iüdisckw Emigration nach Frankreich erklärt, well die Juden rasch zu guten und patriottschm Bürgern würll-'n. In Frankreich gäbe es keine Gefahr antisemittscher Exzesse, und falls sie austmichte, würden die Ruhestörer strengstens bestraft werden. Eine jüdische Esperanto-Zeits ch r i f t. Die Vereinigung jüdischer Esperantisten beschloß die Herausgabe einer Esp-wanto-Zeitschrift zum Zwecke der Verbreitung des Esperanto unter den Juden und Bekanntmachung der Esperaniistcn mit der jüdischen Kultur. Die Zeitschrift wird von Wilhelm Haller redigiert fern. — Politische Shronik. — Der Völkerbund und die Juden. Stanislaw Neymann, Mitglied des Völkerbundes, hat sich während seines Besuches in Polen dem Warschauer Vertreter des „Kurjer Lwowski" gegenüber geäußert, daß das Sekretariat des Völkerbundes auf Intervention der polnischen Regierung beschlossen habe, die beim Völkerbünde einlaufenden Klagen und Beschwerden jüdischer Organisationen über die Lage der Juden in Polen, erst zwei Monate nach deren Ueberreichung/ unter die Mitglieder des Völkerbundes zirkulieren zu lassen, damit der polnischen Regierung Gelegenheit geboten werde, sich zu den Beschwerden zu äußern. Die Mitglieder des Völkerbundes erhalten daher die jüdischen Beschwerden zusammen mit der Antwort der polnischen Regierung. Der Völkerbund und die jüdischen Flüchtlinge. Wie der Londoner „Zeit" aus Paris berichtet wird, hat die „Jca" dem Büro des Völkerbundes in Genf, bei dem eine Sektion für russische Flüchtlinge eingerichtet wurde, einen Plan zur Schaffung einer besonderen Sektion für jüdische Flüchtlinge unterbreitet. „Jca" ist der Meittung, daß man zu diesem Zweck unter den Juden eine Million Pfund aufbringen kann. ntrme/rrsm 6tcj SstdEl. Politisches. Die Verfassung. Unter der Ueberschrift: „Palästina und der Völkerbund" wird in der „Times" unter anderem ausgeführt: Das lange erwartete Mandat für die Verwaltung von Palästina im Auftrag des Völkerbundes dürfte in der ersten Hälfte des nächsten Monat der englischen Regierung zugestellt werden. Der Text des Entwurfes für dieses Dokument, der unter Teilnahme der englischen Regierung zustande kam, ist bereits bekannt. Es scheint nun, daß seither ein zweitess Dokument, eine Art Verfassung für Palästina vorbereitet und dem Völkerbund zu dem Zweck unterbreitet wurde» es, mit der Sanktion versehen, gleichzeitig mit dem Mandat zu erlassen. Es herrscht die Auffassung, daß die Bestimmungen des Mandats nach ihrer Herausgabe nur mehr durch den Völkerbund selbst geändert oder auch nur zum Teile korrigiert werden können. Soweit sich diese Auffassung auf das Mandat selbst bezieht — meint das Blatt — ist sie ja nicht ohne Berechtigung. Es ist jedoch zu hoffen, daß die Verfassung in keiner Weise als ein Anhang oder eine Ergänzung des Mandats in dem Sinne aufzufassen ist, daß die Völker Palästinas keine Macht haben, das Instrument, durch welches ihre politische Existenz beherrscht wird, zu verbessern, ohne den Völkerbund zu beftagen. Es ist vielmehr sehr erwünscht, daß die Bestimmungen der vorge- Ktcvfeffnnq so rascsi olo veröffentlicht werden,- damit die britische öffentliche Meinung die Möglichkeit habe j sie einer Kritik zu unterziehen, solange sie noch ein abänderlicher Entwurf ist. Die gegenwärtige Unsicherheit in Palästina wird nicht durch eine Verfassung beseitigt, die mehr oder weniger ein fait accompli dar. stellt und in keiner Weise der öffentlicben Diskussion unterworfen war. Wir müssen daran erinnern, daß Palästina sich vor dem Kriege gewisser konstitutioneller Rechte erfreute und seine gewählten Abgeordneten in eine volksvertretende Körperschaft entsandte Die Freiheiten und die verfassungsmäßigen Rechte der Palästinenser dürfen unter der britischen Verwaltung des Mandats des Völkerbundes nicht geringere sein, als sie unter der Herrschaft des letzten türkischen Sultans waren. Die Unsicherheit im Ostjordan-, l a n d. „Haarez" veröffentlicht ein Zitat aus einer arabischen Zeitung, in der :n einem offenen Brief an den Oberkomürissär und an den Emir Abdullah über die in der letzten Zeit wachsende Unsicherheit im Ostjordanland Klage geführt wird. Die Beduinen überfallen ganze Dörfer, nehmen die Her. den mit und plündern die Felder usw. Die Bevölkerung lebt in dauernder Angst und ist gezwungen, oft mit den Beduinen regelrechte Kämpfe zu führen. Die Zeitung 'fordert von der englischen Regierung, die das Mandat über Palästina übernommen hat, daß sie für die Sicherheit von Leben und Eigentum der friedlien Einwohner Sorge trägt. Die Zustände im Ostjordanlynd sind für uns insofern von Interesse, als sie die Lage im Orient beleuchten, zumal in einer Gegend, in der man mit Bolschewistenmärchen und Zionismus nicht operieren kann. I. R. Die arabische Delegation bei Churchill. Der Kolonialminister empfing im Parlament die arabische Delegation, welche ihm folgend« Forderungen überreichte: . 1. In Palästina soll eine nationale Regierung gebildet werden, ivelche einem von den Völkern, die schon vor dem Kriege in Palästina gewohnt haben sChristen, Ntohammedaner md Juden), gewählten Parlament verantwortlich iss.. Die Zusicherungen, welche im Jahre 191b m Vertrag mit König Hussein von Hedschas bet Arabern für ihren Kampf gegen die Türkei ge> macht wurden, sind von England zu bestätigen. 2- Ter Grundsatz der Schaffung einer no-j tionalen Heimstätte für die Juden in Paläsi' ist abzuschasfen, da er mit der Sicherung Rechte der Araber nicht vereinbar ist, indem pa! Beispiel in den Staatsämtern Juden in größerer' Zahl ausgenommen werden, als ihrer Bevöl> kerungsguote entspricht, und indem die Exekutite und Gesetzgebung im Lande den zionistischen rern übergeben wurden. 3. Die jüdische Einwanderung nach Pakäsiina ist bis zur Schaffung einer nationalen Regierung und der Schaffung von Gesetzen zur Rcgelmz der'Emigration, entsprechend der Aufnahmsfähig> Seit des Landes gänzlich einzustellen. 4. Alle Gesetze, welche seit der Okkupetim des Landes er'lassen wurden, sind abzuschasfeit es sollen bis zur Gründung der Nationalregiermiz keine neuen erlassen werden. ' Kolomalminister Churchill antwortete der Delegation, er werde alles tun, um die Folderungen der arabischen Teleaation zu erfülle», er finde jedoch nicht, daß zrvijchen den Grund linien des^ Vertrages vom Jahre 1915 mit König Hussein und der Verpflichtung der Regierung gegenüber den Inden ein Widerspruch stehe. Tie Delegation wird von Churchill noch einmal empfangen werden, uin die einzelnen Frage: zu erörtern. Arabische Besprechungen ^m engö'. scheu K o l o n i a l a m t o. Tie arabische Delegation wurde wie!« '® Kolonialministcrinm empfangen, wo sie mit emc^ der höchsten Beamten des. 'Ministeriums kE' rierte. Tie Beratungen waren vertraulich u\ trafen lediglich die Möglichkeit einer Verstöb oung mit den zionistischen Führern. Wahlvorbereitungen i» Palästi^- Die Regierung hat für den 25. Austust Meeting christlicher und mohammedanischer 5k® beln cunberufen, um ihren Rat in bezug criis *** projektierten Gemeind erat? wo bleu rmd die 8^ der Erziehung in den Mittclschuftn einzM^ (Aus dieser Meldung läßt sich entnehme», daß jüdische Bevölkerung Palästinas sich vo« den P* jeklierten Munizipvlwahle-n feinhält, da sic vor Ratifizierung des Mandats die Legitirnv« abspricht.) (W. M. Z> Intervention des Waad Leuin! zugunsten der Aiisgew<esene»>n Palästina. Das Prästidum des Waad Leumr erhob High Commisstoirer Einspruch gegen die.'« smnmenhang mit den Nlai-Eeichchrüffe-n^ crMll Answeifung jüdischer Arbeiter aus Psi'mp.,?