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Jüdisches Volksblatt · 1921-09-02 · 57 (2.9.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
57 (2.9.1921)
Date
1921-09-02
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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»|“sw 5tr. rrr Freitag „^WiM.S JÜiOI.iöWXt'- z. -September Seite fc unoujifUen Werkzeuge unserer Dave-jtt«,ErkmntniSfShigkcit. die KStziMt -er M. lng?^ung nicht rsbnft genug sind, um nnvorsichnger ler.r bütung u:w ün' llmblldmigesahlgkcit des ■«, - -*5 ß.v>.** rücksichtsloser Hartohabung zu wbdersühen". Willens in die Tat treten. "Her «j/s^ q Kawü unterstützte er die „PoUtücr", rveb-e die ^^gülriiPosition, die sic noch innchuUen, d:e 3-: ttteflelw btr Dank, nicht -mfgcben wollten, wahrmo »r!.k-."b«ri d,, E. A. C. beabsichtigt hatte, auf dem elften; f'.fch<Kü r»»rAcGuf Hof.frKongreß dinckzusetzen, war ihm am Lehnten noch sichon über die Äietheden, Arten dieser Ausbildung gehen MrsssL f}‘th!var bsn'n. ^‘>11 » ■*#««* in dre Hand zu bekommen. Der Standpunkt rache atz J» E. A. C. tvar der prinzipiell richtige: alle flr.Vf r ^M.cktmittcf brr Or{omfctitn batten der von den «!'tcn %r Tr «Ha $ Ä. T. nach dem Willen der Kongresse einheff 'Rein ifijffl»*,'” um ^Züch geführten Politik der GcfEtbetvcgung zu die ^chen, bav tf w' u>» bie Dem E. Ä. Cgelang es aber am elften Koner Lir, m hei nicht, die von ihm gewünschte Lösung g-gm wellte die «.»k- * •••*■ r.„tJ._fSt-!°Il-, tw'>iö[te?rC5f Widerstand DolfstrhnS herbeizusühren. Hatte krhedliib, e??? vlg ne Leitung es auf eine Kraftprobe cmkommen las. t: so hätte sie unbedingt gesiegt, dazu war sie sivin ' ^Ubura /MÄ.aber zu friedsmn oder, wir ihr oft von chrm » ' * ^--nächsten Frr-unden vorgeworfen wurde, zu schwach. , >leunte Konn-c« . Wie auf stuhcren Kongveffen, wurde auch aut Wer 19091« LA dwiescm eine große Debatte zwischen Politikern und hj, J Ant^Pioktikern geführt, doch zeigten die Abstimmun »» ö^yfttCfl S\a& S?« i«p Ori+itttn ftWr+r/nift b'^Ml «it'Jnfy'S dfa Uflffi! eitles' to« ihm (1908) eingerichteten und geleitetem ^nstlmmuLr mu , ^^lÄkMtra-AinteS Bericht erstattete rmd sie gegen nmg des Angiiffe der Politiker nnksam verteidigte. Der " vrofitttmais Kongreß beschloß eine Reihe von Resolutionen rchit Esse AM ßijfir praktischen Arbeit in Palästina Die Kulturunj, börfp nCll pEschii Debatte wurde wiederum aut schließlich in hebrätr eine k!,‘l Bl$r \twLj}** Sprache geführt. Dr Wcizmann referierte cb* im «Wvrt-s zLber die Gründung einer Hebräischen Universitär .Programm. Jerusalem, die mit groß:r Begeisterung beörrmsteg M ^Aosson wurde. I" die Leitung wurden außer ttreges trat bet Mpr bisherigen Mitgliedern auch Dr. D'chlmom Oppenhximrr zi^AenähIt, der an Stelle vknr Jacobsohn Bizepräsi. tt b^Siedlun^Moffenschaft m^-nt des E. A. C wurse. Erde,einen BersMw Der Kongreß schloß mit einer Rede des ge. >n Mlastma zn «ttbnt. D:s Leinten hebräischen Dichters Biatzk und einer w llongrcffeß 0 fa L.ijMg-ft^"knsprächt ocs Präsidenten Welffiohn, d:r mir wn-PHe Richtung hatte schon «A.«n Worten schloß: Auf Wiedersehen auf dem jjSo'Wn ju ftfirjen jif^lJioSften Kongreß! Ä i®at m ^Taaneajauäf«; Niemand ahnte damals, daß man lg nahe >»> jsimuni i>es Runpt(j).i. f3 ^or einer Weltkabasiroph,'. siche, der. elfte Kongreß yrer L:sj-i mtzt dnichbriwen, t. xzmAadurch der letzte auf lange Zeit sain sollte und lernarten, eine eoentM-M. M ^Belffsohn einen nächsten nicht mehr erleben zu wollen, M so mi.ffe unter k tngeiiäu Seit 1913 ist kein Zionistenkongreß abgehalen treiden, bie GeMe tiö M zchxen worden. Die Jahreskonferenz vom Juli 1920 sNß imtttMfSZvR. Lichz E:g4niz zeitipar nur ein Ersatz eines solchen. Nach achtjähri NirbeiMlagenheit in len Rthn ln aser Pause, unter gegen früher fundamental ge. enden WMlMUeit Hii| # gr.cirlen VcrhAtnissen tritt nunmehr der zwölfte hliiM war in der MM t^ioristcirkongretz in Karlsbad zusammen. Auf ihm liLtigllnz allgannn N<ui fürchtete »s». rden Delegierte einer Million organisierter $io; bw Ürgmiätijn. Vci mitte tfm über die wichtigsten Fragen dez Slufbaues Tifcgitrun in ftft peinlicher itSW-Hs südischen Palästinas wie der Reform der jiveite/ $cmhrq‘ nsufste utiMm\ üii|xgamfatiDn zu beraten unb eine neue, aktions. 'ittii - kS mc tag (HefHtf sie: JwHß4 Leitung zu wählen haben. Hoffen wir. daß 7* biß beitrag, fof auf kr zwölfte Kongreß die auf ihn geschte» Hoff- 9lO die Dnignng elflsgd-. nnrgcn der jüdffchen Welt erfüllen wird! x jeijtüe Son^tfe t«.te deher min 0 (W. M. Z.) i Allspizun ebMtm wto. Er fern: - . bis 15. AllMst 1S11 in M H?P . Male war auf tiefem llongrch ein llksml 8m jÜÄWer ZügLNdtag. Migration Mescht LwMOn«E Bon Ernst Frischcr-Pnvoz») Will chen StandPmikt m bezug Ws r 3 t WandeMrsprMin. Er befMoncht Wir nehmen den Trr-'b zur Ponvartsentwick- -llftng einesÄMMM Wcheu Wnmg der Menschheit als ihr immanent an, als ein und auch der gesamten lebenden bringen v-.rmöchten. Denigemäß a^Äls^**#**t,sm -jt. S?Ä rS"S5l'*®“6 “ M«'f906t iitf icM»ib«tItn unb gc. 6miatat»nLittfl ellschartlichen Ethik angesehen werden, den Trieb emes zian^nschen m„,s.3>ur Vorwärtsentwickiung cmpjiuben zu lehren luf dem liE^ Wege zu dessen Verstärkung, zu dessen Tempoein Teil der >l Beschleunigung, zu dessen Ziclannäherung zu lultuifrage) he grsühü. iibchiH! Ueber diese grundlegende Voraussetzung alles p: wollten he K^rage ^{rc6enJ fann t, kmn4t^ _ ibeit triff«*- Aus lgren . -^^crire nur eine Lebeusbciahuirg vorhanden ist — sin, daß in den »M «f. ‘ Keine Disfwenzen geben. Die AnschanungÄmterirn gtfdE|0?ft**«n .JL,«, und die Ausfassungsdifferenzen beginnm ■i nichts unternonnngn c _ ^ji bei den Methoden, bei den ZiÄcharaktexisteiiidischeu Alizim Aseimgen, bei den Folgerungen und Ableitungen, cskonfcrenz IblO ',ji $ Wir wollen daher bei der allen Anschauung^ vreLMsati«! vUlterW . ^gsmein^amen Basis verbleiben und feststellen, daß ihnen w!uä>' dec Sch rer itein Individuum den Tiieb zur VonvärisentwiSz jüdisches Bennlßtsein rmd in sich zur Perlieber -ms Ms JAV” sfomü« t“rfu0 S w»n«n muß, falls es aktiv terchabm i lli boS W« a?«?h5:b'ai °n der Entwicklung, an dem Vorwärtsschrer- '<n°M°"den wöLa. M. Aten der Menschheit. Es muß diethische Pflicht ^7 -inen Präsibenten hr » .dieses ganzen Laufes nach vorwärts erfassen und blhe Nolffs)hn vsiarte ^--es ^ile, faln dietbezüglichcS Pflichtgefühl, seinen üin bezug aus? Läufer-Ehrgeiz aufzustacheln Diese Prädi- «siß- ^Anzahl der Einzelnen gleichsam, wach, rrgsan?, iiiellvetstetender i."- ....... t?eitu»0 i>" ..to 'Der ^^“Jftjii^Äeefj... -... ... ima, 3iatt'‘’it8 “ fischen fFeind aller derjenigen, die der Menschheit , iah-relerigen I veriifflZZikle setzen wollen, seien diese endlichen oder un- Ärn und den Eichen Aspektes. x die uitt« Mit der Intensität des ArebcnS allein ist x nachfk Lme. .. M^.!«öoch nicht getan. Es ist flar, daß Mo exellmte »gehaU-M M kB Lntung aus einem immensen Strebm ' " ^welchen Zielen zusnhren wollen. Denn die Jn- '.cholnz, las NichtoorwärtSwollen, die Trägbeil er *i9L*Sm t*- ■» q " a® aw1'"«,!. q.lrli'i«! WHsahus^,^ zum er>rc>»ten Läuferehrgrize muß der Training ISIS >" „ .... . - -. geboren Siinic^1"* 'st aber ebenso klar, daß die unartikir» fllerte Grkße dieses Streben? die Leistung noch; nicht rer bürgt. Zur gegebenen Lätcherbegabung. ,mn Mlied Er ''" 1 ,w' .« ,n der nährten Rum. ersten mtt >er »ötübikchrn Juacndblätter"/ schon über die Dleinungcn «utelnandrr. Setbstverständlich Denn Jbic Teilziele sind verschied>.m. War nach der Höhe strebt, muß anders eingestellt, ander? orientiert sein, als der, der nach der Weite strebt. Der Bcrgetletterrr anders als der Machstrechn.läufcc. Denn vergessen wir nicht, allen gt.mleiniam ist der Trieb .Vorwärt?"; mannigfaltig Weg und Art hiezu. Es handelt sich um eine Masseukeweguna sonderbarster Art. Nicht ohne Hin und Her, nicht ohne Kiruz und Quer, nicht ohne Roibunoen und Käwipfe geht es ab. EinZlne und^Gruppen haben verschiedene Meinungen i'ber die kürzesten und besten Wege -um Ziel. Und keiner von ihnen kann die „absolute" Orientieruitg haben. Nur die relative, die Sicht von den 'hm gegenwärtig bestimmendm Vecl-ältnisten. Aber im ganzen kommt das Ganze dennoch vorwärts. Etwa so, wie die Wasser eines GebirosfiusseS sich tausendfach tnlen, bei Steinen, Schotterbetten. Hindernissen. Wie sie an einer Stelle voneinander wegfli-cßcn und an einer anderen Stell« cmfetn- «nderprallen. Aber wie -das Ganze von einem ungeheuren Trüb und Fähigkeit beherrscht — Schwerkraft und Mssigkeit — instinktivgemätz e i n4 t Bestimmuetg zusn ämt. Also um Teitziele und Methoden zu erreichen, geht der Kampf, der innerhalb der Menschheit sichtbar ist. Vergeblich die Sucht, ihn zu beseitigm. Das A-bcbbeti und Anschwelli n, das Voneinandergchen imd das Aufamanderpvallen sind Notwendigketten eines Spieles höherer Gewalten, ef.nc inMnktgemöße Anpassrmo, ein Sich-Wege- Brechen dir vom Vornärtktvieb beherrschten Masse. Verstehen wir demnach, uns philosophisch er. habend zum Zivecke des Ganzen, den Sinn imd die Bedeutuitg u>tserer verschiedenartigen Zielsitzungen, mrstre: Meinungsverschisdenheiten und imsen'r Kämpfe! Begteisen wir aber auch, daß alle, die vorwärts wollen, daß alle, die irgendwelchen Trieb und Absicht zur Entwicklurg in sich fühlen, gleichgrMg wie sie denselben bezeichnet:, in welcht.'r Form und Reihe sic für die VorwärtSentwicklung kämpfen, von gewissen gleichen Voraussetzungen aussphm, daß sie alle, wie mannigfaltig a-nch die Teilungen im weiteren Verlaus der Dinge sind, ein großes Stück des gleichen Weges zunickzeflegen haben, daß sic alle an -der Erreichung gewisser Voraussetzungen gleicher Art interessiert sind. Und nun wollen wir nach deduktiver Methode d;: bei der allgemerncn Erwägung als richtig erkannten Schlüsse auf ein Teilgebiet, das jüdische Problem, und hier wieder auf eine abgegren-^e, uns heute interessierende Teilamsgabe, die Ver. anstaltüng eines jitbi reifen Jugendtages, an° wenden. All.', die das jüdische Problem besahni, müssen brennend daran interessiert sein, di« Empsindmrgsfähiykeit für dasselbe zu steigern. Wie sich auch die einzelnen Gruppen und Führer ihre Ziele setzen, allen muß daran gelegen sein, das Interesse für die Frage, ans der sie kkvnflusionn,: ziehen, zu werken, l'bend zu erhalten, die Sehnsucht müh einer Lösung zu ftärfen, und den Ehrgeiz auszustvcheln, es in diesem Problem zu Erkeirntniffen und zur VorivärtsentwicWung zu bringen. Das vor aller» — weil er allen Richtungen gemeinsam ist, muß also Gehalt und Zweck der Jugendtagnng Pin. Das jüdische Problem m-uß aufgczeigt werden, seine Intensität betont werden, das Leidempfmden des Zustandes aufs äußerste gesteigert und «in allgemeines „Wachsein" in puncto Judaica bei der gZamten jüdischcir Jugend angestrebt tveuden. Es gilt also als aetneiitsatire Voraulschung eine allgemeine Intensität des Tr/ bes, sei sie auch noch rmartikulicr-t in ihron Absichten zu erreichen. Es ist aber anzunehmen, daß der Jttgeitdtng bei dieser Vorstufe nicht nir-d stehen bleiben müssm. Es handelt sich weiterhin um den Tramina, um die Vonaussetzu-rg zur ErüenntniMbigkeit mr Wrllensbildnmg und Zielsetzung. Alle „Richtungen" müssen sich demnach in den Postulaten nach ^Verbreitung des Wissims und der Bildung in jüdischen Dingen finden können und ebenso in dem Interesse für Kenntu-'.sse mtd Wissenschaften, die allgemeinen Wissensgebieten zuge-höniq -- unerläßlich sind, um im Getriebe des politischen und Wirtschafttichen Gesellschaftslebens überhaupt Ovientirruntz und Urteil zu gewinnen, wie GeschichtSphilosophie und VolksivirsichnftSlohre . Die Aufgabe >der Veranstaltung wird es fein, alle diese Dinge imd Ansichten nach Möglichkeit zu konkretisierm, die Resultate in entsprechenden Jnstitutic-nen greifbar zu erhalten; so wird d*".> Konkretiflcrung der „Bereitschaft" es erfordern, daß wenigstens soweit für eine Zusammenfassung der Jtogend gesorgt wird, daß eine Ansprache, ein Verkehr, eine Mitteilung datternd ermöglicht wird. Die Form und Art der Mitteilung ist eine Mite re Fmge des zu beratenden technischen De. tails. Die Frage nach Verbreitung jüdischen rmd allgenteinen Wissens wird zu einer Formulientmg des WunlcheS nach dlesbezügltehen Kursen, Vortragen und Büchereien führen können, wobei soweit für die Stabilität einer gemetnsiamen Leitung wtrd vorgosorgt werdt.up müssen, daß diese die Möglichkeit hat, die an sie gestellten Forde^ rungcn zur Turchsüh'img zu bringen. Solche konkret gefaßte Resultate werden der Tagtrng erhöh, ten Wert verleihen. Ich glaube nicht, daß die Tagung zu irgend welchen Formuliecsingen einer Prinzipielj.m Zielsetzung kommest könnte. Vielleicht soll sie dies vorerst auch gar nicht versuchett. Nach meinen Erfahrrmgen :td die Voraussetzungen und Ausgangspu. . aller dieser Tebatt.m in der Jugendbewegitiig zu ungleich, die Lust an Haarspalte. Wien und an Diffcrenzemsuchcn zu groß, als daß Aussicht bestehe" könnte, einige wenige groß. Gruppen kvttsiflidierler „Ntchtungen" zu fin-dm, die in der Lage wären, sichere, programmatisch gefaßte Erk.nutnisie Wechsel seiiig zu vergleichen oder gar zu versuchen, die Ziele zu einen. Aber auch ohne diese „letzten' Erfolge ist der jüdische Jugmdtag wert, abgchalten zu werden. Ken» Saieffoü. Zusammenschluß amerikanischer Kaufkeute für den Palästina- Grundfonds. Di« Vacsinigung amt'rikanischer Kaufleute „Eldridge Street", zu der Detaillistcn ua-d Grossist-n gehören, hat im Monat Juli eine große!kampagne eingeleitet, um für be:t Keren Hajessod (Palästina-Grundfonds) 1 Million Dollar aufzubringen Auf einem großen Bankett im Broadway Central Hotül wurde der Ztesammmschluß der Kauflsute gefeiert. (Ziko.) Uebernahme der HilfSvereinsschulen durch den Keren Hajesjsvd. Die Uebernahme her zwei palästtinensifchctt Schulen des „HilftVereins drr derrtsckrcn Juden" durch den Keren Hajessod ist Ende Juli feierlich vollzogen worden. Wie erinnerlich, hat der Kertm Hajessod die Schulyruuidstücke mit ihrem ganzen Jnteutar käuflich erworben. (Ziko.) Keren Hajessod-Woche in Amerika. In den D-'reinigten Staaten wird Ende August eine Keren Hajcssod-Woche veranstaltet, bei welcher die erste Million Dollar für den Korea Hajessod ein kassiert werden soll, damit Dr. Weizmann diesem B-trag dem Kongreß in Karlsbad übergehe. Eine halbe Million wuvde beroitS in kar erlegt, die zweite Hälfte muß unbedingt bis zum 1. September eingezahlt werden. Noung-Judeans für Keren Hajessod. I. P. Z. Die von 175 Delegierten befchtckts 30. Jahreskonferenz der Aoung-Judeans faßte den citistimmiaen Beschluß, den Keren Hajessod mit allen Kräften zu unterstützen sowie alles Erforderliche zu unternehmen zwecks Gründung einer modernen landwirtschaftlichen Kolonie der amerikanischm Ioung-Judeaits in Palästina. Amerika. Baris Goldberg spricht seine Meinung, wie viel Amerila für den Kereri; ^ajejfob ausoringen kann, dahin aus: Meißner Lflernung nach kagn Ainer.ta im Verlaufe von 5 Jahren die ganzen 75 Millionen Dollar des Keren Hajessod aus« bringen. Gerade in diesem Punkte bin ich optimistisch, denn die Wirtschaftskrise in Amerika beginnt bereits zu weichen, t sie wird wohl noch eine Zeitlang dauern, aber die Lage bessert sich bereits. Cs ist auch anzunehirien, daß in den folgenden Jahren Amerika nicht so sehr durch die Hilfsarbeit in Anspruch genommen sein wird wie bisher. Amerika hat durch die drei bedeutendsten Hilfsorganisationen, etwa 50 Millionen DoNar für Hilfszwecke aufgebracht und ungefähr ebensoviel, für andere Institutionen. In der Zeit, da die Hauptarbeit auf die Hilfstätigkeit konzentriert war, war es schwer, für Palästina viel zu tun. Nun, da die Hilfstätigkeit stark verringert wird, wird mehr für Palästina geleistet werden können. Wenn wir werden zeigen können, daß wir mit den aufgebrachten Keren Hajesiodoeldern Kolonien geschaffen, Städte gebaut, die jüdische.Bevölkerung in Palästina vergrößert, neue Wirtschaftszweige eingeführt haben, würde aus Amerika an Geld nicht fehlen. Der Amerikaner ist praktisch und wir müssen zugeben, daß unsere Ar, beit in Palästina in den letzten Jahren nicht allzu praktisch geführt wurde. Inland. Politische Situation in Podkacpatska RuS. Der' Jüdisch- Natioralrat veröffentlicht folgendes Kommunique: In seinen letzten Sitzungen hat sich^ der Jüdische Nationalrat mit der Polinschsn Situation der Juden in Karpetihornßland befaßt. Dir eingelaufenen Berichte lassen erjxeu* licherweift erkennen, daß nach wie vor die Judenschaft von Karvathornßlond hinter dem auch vom Jüdischen Nationalrat vertretenen Grundprinzip einer wahrhaft jüdischen Politik steht Dieses Prinzip beinhaltet die Konstituierung der Juftm als einer vclklichen (ethnischen) Minorität, nnt allen Rechten einer solchen, wie dies durch die Berfasiung der tschechossowccki scheu Republik gewährleistet ist. Der Jüdisch» Nationalrat konstaticrt, daß die aus lokalen Verhältnissen sich ergebenden Parteischcitüernnpen innerhalb der jüdisch empfindenden Judensch-ost vom Karpathorußland dies s Grundprinzip nicht angstastst haben, sind spricht die bestimmte Zuversicht aus. daß auch w Hinkunft an diesem germinsamcm einigenden Grutckplinzip bei aller Mchrung der berechtig. ten Ansch-cmungSdiffevenzrn im immerp-dtsch«, Laben festgchalten werten wird. Rttr durch Elnigkeit tu den entscheidenden Aktionen kann ote jüdische Sache in Karpachorußland gefördert wer. >den. UnKnigleit kommt rtner Vor'chubletstrtng an unsere chnrhin sehr zahlreichen und mächtigen Gd-tue'r.'gleich. Im HinMck auf die besondere Wichtigkeit und Verantwortlichkeit der jüdischen Politik'in Karvathorußland wurde einstimmig und ohne Widerspruch beschlossen, daß dic^Mitg'iaiwr d»S NatrolnalmtzS niemals selbständtg, sondern stets erst nach Vorberatung im Präsidium des Nationalcates an politischen Aktionen der kc-r, athcrussischen Judcn'ehast teilnchnten dürfen. Die karp<lihonlssisch-2 Juider-schafL wird ersucht, pclsttsche Wünsche, Korrespündenzen usw an daS Präsidium dcS Jüdischen Nationalrates (Prag, Celetna 22) und nicht an einzelne Mitglieder derselben zu richten. Die jüdischen Studenten zum Unioersitätsstudium in Galizien wieder zugelassen. „Kurs. Warsz." meldet: Das Unterrichtsministerium hat einen Erlaß an sämtliche Universitäten der Republik gerichtet, daß zu-> folge Aufhebung des Kriegszustandes der Ministerialbefchluß. welcher die Aufnahme von Studenten, die ihrer Militärpflicht nicht genügt haben, an die Universitäten verbietet, außer Kraft gesetzt wird. (Dieser Erlaß hat besonders die jüdischen und ukrainischen Studenten in Ostgalizien betroffen, die, obwohl es in Ostgalizien laut internationalem Recht keine Atiluärpflicht gab, von den llniversitätsbehörden vom Besuch der Universitäten ausgeschlossen waren. Es wird sich nun zeigen, ob die Unii versitätsbehörden den Erlaß des Unterrrchts- > Ministers, der einen: schweren Unrecht steuert. In entsprechetlder Weise durchführen werden.) Aus der Sdronik der jüdische» Gasse. Jüdische Flüchtlinge berichten von netten furchtbaren Judenpogromen in der Ukraine, im Kreist G aisin (Podolicn) haben ukiMnische Banden 250 Juden ermc-redt. Das - „Komitee der tüdischsn Delegationen^ erhielt eine Liste der im Juli pogvomierten Ort schaffen: Kozlowttsch, Rudobolka, Klubokowih, Kadla, Kolopcrschi, K-tnitschi, Slowakowitz, Zvgälte, Dubnowka, Leischize usw.! Aus Riga wird berichtet, daß der Hemptorganisator der Judeitpogrome in Weißrußland, 'Eolak, getötet wurde. Außerdem wurden die Pocirom-Atamane Lut schenk o, Simonen ko, T c r s st s ch e n? o von sowjeftstifchen Truppen gefangen genomniert. In Mae kau erscheint demnächst eine jüdische. Zcit'chrift für Agrikulttrr und Landwirtschaft. \ Die Sowjetbehörden in Georgien sind bereit, einer Anzahl von Personen Ausreise nach Palästina zu verischaffon. Ter litauische MinisitetPräsident Mieierow i c z lud alle jüdischen Abg-'ordneten zu einer Besprechung ein, bei der er erklärte, daß der Regierung Anttsemitismus ferrliece. Die polnische Gesellschaft „Rozwoft ortzinisiert für den NovMtber eine große Konferenz zum ,.Kcnnenlernen" der Juden. Auf dem Programni der Konferenz befindet sich auch ein Punkt: praktische Mittel, die Polen von den Juden zu befreien. In Pinsk ha: ein grcßer Brand die der Sage nach mehr als 1000 Jahre alte Synagotze ein geäschert. Mehr als 5000 Menschen sind obdachlos. Tie PÄästtna-ZentrKe der Szlome Emune Israel rn Polen hat von dir Regierung ein Emigrationsbüro für Polöst'iiare!sende eröffnet. In Lemberg sind unter Vorsitz des Vrzemtzfler Rabbis Schmelk«s eine Misrachikonserenz statt, bei der 115 Dflegierte anwesend waren. In Marschau verstarb einer der letzten Veteranen der ^Haskalah", Jccheskel K otik; seine tzbandigen „Ltbe.it§:rl'tncrt:ngen" erscheinen eben in dotttscher Uebrrsetzung. Take Jo ne sc n, der rumänische Außenminister, sprach sich fteundlich über den Zia'sise mus aus, cr kxtlte ihn für eine sowohl für dh! Jidcn, als auch d^r ganzen Welt erfreukiehe Be« Ivegung. Der. bekannte jnd'sche Schriftsteller S p t c» tot ist aus Odessa nach Rumänien geflüchtet und hat die Einreisebcwilliznng nach Amerika er« hasteit. Nach einem neuen Gesetzentwurf sind .Juden vom magyarischen Magnatcttlxrus (Pairs Kam« m:r) ausgeschlossen, die israelitische Lemdeskanz«. lri wendet sich an den Justizminister mit einet Eingabe, in der sie eine Vertretung stur die Im dm verlangt. Die Äguda beruft für den 13. September eine Konferenz von Großkouflruten in Wien rin. ztvecks defmttiver Gründung einer Handels« und Erwe rbSgesellschaft in Palästina Die Vereinigung der jüdischen Forsckiw, Schr'ftsteller und Künstler „Harnach" in Wi'N si gründet ein Konzertl-üro zur ZeiitrÄisierung itrf Mischen künstlerischen Psranstaltungen

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