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Jüdisches Volksblatt · 1921-08-26 · 56 (26.8.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
56 (26.8.1921)
Date
1921-08-26
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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bsike Tt Sefturj Fälle leuteit und b Merle einselt leplw Telex event. Unter ensteu «irdül ensmo «ms. 3' Hunde auf er nicht r macht« nicht > uns v rvegte Geist waren übern beitur b ei i! leiten Werfu März Tre Leute, ten, i Ich r trauet — e». nun Ml seit bis SSbtt^ mellt? Mar läge geben! lucht <Et.t große olle i. jeder davor, von wege . wiffe> gie r i mich '; . acht uns t 850.( deuts 50.0t' ftch,? alle zwei Rcdck Drof ich! weit, die 3. ausu 1 jZirk, j»;i. tung. dazu schon für ' zum vre t»‘ Ulfe für UNS i; sod-t Iug« letth über , beitx V mol'. sein vcrtz.. Sun' tetfl chen Freitag „Jüdisches DoKsSbr«« Fahrpreisermäßignng. Dir haben auf den tschcchoftoweNschm Bah «äh eine Fohrpreiserinctz tfuiig von 33'? Prozent erwirkt, die gegen VcrrMjüng einer^Lesmu^i- Legitimation bei den PeWM^MAsMMWecho. stowakischen Bahnen von den vortnNm Tarifpreifen gekürzt wird. Kongrcßbesuä-er, die auf die Ermäßigung Anspruch erbeten, müssen also ihre Kerrien für die tschechoi'loirakischcn Strecken erst im der Grenze lösen. _ Die Legitimationen sind ’m deutscher imd tschechischer Sprache ausgestellt Utü> mit einam Kroue.isiempcl verllchen. Reisende 1. Klasse müssen noch einen Kroncnstcmpel auf klÄen. Die Logittmation.nl find nur Mr die direkte Fahrt von und zuni l ongrrst gültig» wobei eine Fahrtunterbrechung gestattet ist Die Legitimationen müssen auf Namen lauten, sind nicht übertragbar und müssen psi der Lahnkassa und den Kontwllorgancn im Zuge gezeigt werden, die auch doK Recht haben, zu verlangen, daß der Inhaber d« Legitimation seine Identität nachweist. Sämtliche Landesoraanisationen und Sondervcrbände haben die Reisilcgitimationen für die von ihnen cm gemeldeten Kongreßbesucher bereits erhallen. Gesuche um Rriselegitimationen sind ausschließlich an den zuständigen Verband zu richten. Ldem Tag den offiziell«- und ausführlichen Beacht über sämilich« VerhiU'dlungen des Kongres. fes, der Kommissionen usw. und aller Veransbalhingen des vachergehcndm Tages. Sie erscheint morgens so früh, daß sie beoei'ts mit den Frühzügcn veviandt werden wird. Die Redaktion der Konareßzeitung hat Herr Dr. Hugo Hercmann, 'Mchr.-Ostrau, übernommen. 26. August Nr. 56 Tribünenkarten (Sitz- und Stehplätze). Sämtliche Sitz- und Stehplätze zum Kongreß sind vergriffen. Infolgedessen ist jede Zuschrift an da? Kongrcßbüro wegen Reservierung van Gastkarten zwecklos. L o o i s. Es wird w-iledecholt darauf aufmerksam gemacht, daß olle Kongreßbesucher, di« rechtzeitig Logis beim Kongreßbüro bestellt haben, sich sofort nach ihrer Ankunft an unser Wohmmgsbüro am Bahnhof zu wenden haben, Ivo ihnen das po-rlxreitete Loais nachgewiesen werden wird. Sie erhalten im Wohnungsbüro eine entsprechend-^ Anweisung, die sie dem Hotel- oder Hausbesitzer zu überreichen haben. Auch denjenigen Kongreßbesuchern, die. nicht rechtzeitig Logis bestellt haben, wird in ihrrni eigenen Interesse vmvfclsien, sich unmittelbar nach ihrer Ankunft in das WohnungSbüro am Bahnhof zu begeben, wo ihnen rach Möglichkeit Logis rach gewiesen werden wird. Di« Wohnungsbüros cm den beiden Bahnhöfen in Karlsbad werden am 22. Augirst eröffnet. Tie Wohnungsbürns an den Bahnhöfen sind während der ganzem Dauer der Vcrkehrss^inden rtunffttpf 9/ttl filtb?GT!tt- Alle Besteller der Kongveßzeitrmg werden darauf aufmerksam xemackst, daß sie auf pünktliche Zusendung nur dann rechnen können, wenn der Abonnementsbetrag in Höhe vom Le. 25.— vor Beginn des Kongresses beim Kongv.'ßbüro eingetrosfen ist. Kurtaxe. Di« Kurverwaltung in Karlspatz hat sich bereit erklärt, für aE>: diejenigen Kongreßbesucher auf Erhebung der Kurtaxe zu verzichten, die vom 25. August ab in Karlsbad eintrZfen und vor dem 19. September KarUft-ad rerlassen, vorausgesetzt, daß sie diest Zeit nicht zum Karg.'rauche in Karlsbad benutzen. Sollte ein Kvngreßbejuch ' versehentlich eine Aufforderung zur Zahlung d-w Kurtaxe erhalten, so möge er sie dem Kong re ßbüro zu Mklamationzzmecken ü'oergeden. 15.— eine Tagcsvcrpfleaung, bestehend ans Mittagessen und Nachtmahl verabre'cht wird. Diejenigen Kongreßteilv-chmer, die glauben, auf dicsse Vergünstigung Anspruch erheben zu können, müssen dies durch sin Zertifikat ihres Land^- od r Sonderverbandcs Niuhwiisen, ans Grund dessen sie «inen besonderen Ausweis vom Kongreßbüro erhalten, der sie zur Teilnahme an den billigen Mahlzciicn t.utintierf. Büro des XII. Zionistcnkongresses, Karlsbad, S«hützenh<rus. Tel.-Adrcffc- Congrezion Karlsbad. Veranstaltungen. Außer den bereits bekanntgegebenen Veranstaltmigeu sind noch folgende Vortragsabende angesetzt: Dienstag, 6. September, abends 8 Uhc: Rezitationsa'bend L. Rosen, Biblisches Programm. Mit.-wach, 7. September, abends 8 Uhr- Vortrag Dr. Max Brod, Huden tum, Ehristentum, Judentum. Kartenkontrolle. ummierbrochen geöffnet. Am -Sabbath sind samt jiche Büros geschlossen. Auskünfte jeder Art bezüglich Logis werden dt-m 28. Anonst ab vormittags halb 8 bis halb 10 Vhr am Schalter „Auskunft" in der Schalterfofie hinter bfcm Kongreßgebäude erteilt. Kongreßabzeichen und Kongreßführ e c Jedem Kongreßbesucher wird dringend empfohlen. in den Wohnungsbüros cm den Bahnhöfen oder in der Schalterhalle das allgemeine Kongreß-, «chzeichen und den „Kongreßführer" zu erwerben. Delegierte erhalten ein besonderes Abzeichen am Schalter für Dckegiertri'karten. Kongreßzeitung. Um Mißt erständnissen zu begegnen, wird darauf aufmerksam gemacht, daß die einzige off!- ßiell» Berichterstattung über den Kongreß in oeich'chec Sprach« in der vom Kongreßbüro fiet> »usgegelewm K o n g r e ß z e i tu n o erfolgt. Die Kongreßzeitung erscheint täglich mit Lins nah me SabbathS, insgesamt 8—10mal. Sie bringt an > Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß alle Einlaßkarten zum Kongreß (Delegiertenkarten, Iournalistenkarten, Gastkarten) folgenden Vermerk tragen: „Die Karte ist beim Becheten und Verlassen des Saales vorzmveisen." Wr bitten alle Kongreßbesucher schon heute, diesen Vermerk cr-sss peinlichste zu beachten, da laut Verordnung der B-Hörden «amtliche Karten zimi Kongreß auf den Namen lar.'-'n müssen und unter keinen Umstünden andere Personen, als die durch unsere Karte legitimierten, in den Kongreßsaal hinaingelassen werden dürfen Aus diesem .Grunde wird sowohl beim Betrete» des Sache?, wie beim Verlassen desselben eine scharfe Kontrolle durchgeführt worden müssen. Wir bitten dfo Kongreßbesucher. Delegierteu, Journalisten und ^Gäste, uns diese Kontrolle dadurch zu erleichtern, daß sie unousgesordert jedesraal beim Betreten oder Verlassen des S.ral's ihre Eintrittskarten vorzoigen. Nur auf diese Weise werden unliebsame Zwischenfälle vemncden werden können. - ' O r d n e r d i«n st. Die Tagesordnung des Kongresses ist wie folgt zu ergänzen: 10. a. Palästina-Referat: 1. a. Landwirtschaftlilhe KolonisationSmöglichkeiten; Referent' Herr Dr. S. E- Soskin. Delegierte, die v e r h i n d e rt sind, am Ko«, greß teilzunehmen, sowie diejenigen, die mehrfach gewählt wurden, werden ersucht, dies dem Kongreßbüro in .Karlsbad unverzüglich bekanntzugeben, damit die Ersatzdclegicrten rechtzeitig etnberufm werden können. Es wird nochmals darauf airsmerksam gemacht, daß der Sitz der Exekutive, angefan» gen vom 25. August bis zum Schluß des Kongresses, sich in Karlsbad befindet und daß alle Zuschriften dorchin, und zwar a» die Adresse der Zionistischen Organisation, Schützenharis, Karls- 6db, zu richten sind. Amerika. L. Llpsky. Dr. Schmaray Leon Samuel Untermyer, Abraham iwi 2?seph Barondeß, Benzion MostinÄ Morris Rothenberg. Hirsh MasliaA Reuben Brainin, Peter I. Schweitzer Ä narb A. SÄofenbM, «kmanu-l Slmnon, Sfi Diejenigen jungen Zionisten, däe bereit lind sich für den Ordnerdisnst (Bahnhofdienst, Schalterdienst usw.) zur Verfügung zu stellen, tü.tieit gebeten, möglichst einige Tag« vor dein Kongresse in Kailsbad einzutrefsca und sich persönlich im Kongreßbüro zu melden. Die Einstellung in den Ordnerdienst erfolgt nur nach persönlicher Vorstellung. Ten Ordnern werden Reise- und Aufenthaltsspescn nicht vergüte werden, dagegen werden wir billiges Ouartier und billige Verpflegung fiic sie bereitstellen. Amneldimgen sind sofort an uns zu richten. iillige Küche. Für mi »derbem ittelte Kongreßteilnehmer, sowie für Ordner, Studenten und Arbeiter ist vom Kongreßbüro im Saale des Jüdischen Hospi- M «ine billige Küche eingerichtet, wo für Gewählte delegierte. Südafrika: Gorbon, Ianower-Johannesburg, Keßler-London, Alexander-Kairo, Bloch- LlmLon, Jsaacs-Kimbeileh, Lunie-London. Sibirien: Stowomejski-Jaffa. Argentinien: Goldstern, Schelsohn-, London, HmtMiitz-Buenos Aires. Türkei: Abraham, Abnahamovijs, Doktor Caleb, Elnekave, Gurland. Beßarabien: Dr. Bernstein-Kogan, Temkrn, Dr. Schwarzmarm, Gritlieb, Green borg. Berliand, Schichtmann, Margolis. Kanada: Goltman, Caiserman, Wolvfsky, Solway, Frau Lewin-Montreal. Holland: Dr^Van Raalte, Dr. Kahn- Amsterdam, Limons, De Liemc-Haag. Griechenland: Reccanati, Florerliin, Aniariglio, Alcheh-Salonikr. Deutschland: Dr. Rosenberg, Berger, Buber, Gronemann, Landauer, Schocken, Schach, täl, Kalmus, Moses (alle „Vereinigte Zionistische Gruppen"), Kollenscher („Vinjan Haarez"). M i? r a ch i (Tschechcsiowakei): Dr. Siegfried Steiner mrd MoseS I. Müller, Bratislava. Ersatzbeleg.Sommer-Mchalowce, Dr. Löw!» Kosice. Oesterreich: Obenmbbiner Dr. H. P. Chajes, Löbl Taubes, Dr. Isidor Schalit, Tr. .Josef Löwenhrrz, Dr. L. Soser, Dr. Isidor Margüli-s, Dr. Jakob Weiner, Dr. H. 5tziwe, JiiffuS Grüner (Graz), Stabsarzt Dr. Hermann Manw/. Palästina: Zlllge meine Zionisten: Baron James de Rothschild, Boris Goldberg und David Prllin. Zionistische Opposition: Dr. G. Bruck. Bnei Benjamin: Jilamrr Ben Avi, Coplain Alexander Acrronson und Oberrichter Loists Brawdeis. Misrachi: Die Rabbiner I. L. Eohan-Fishman, I. M Marovms. M. Osrowski und Herr G. Mcisel. Ackduih Haamodah: Verl Katzenelson, A. Blumenfeld, I. Ben Zewi, Ettinger, S. Lowko» witz und I. Tabenkin. Hapoel Hazair: Sprintzak, Jafse, Soslowsky und Mlkansky. Bukowina: Dr. Mavcr-Ebner, Dr. Ma>'- frc Reifer, Rabbiner Dr. Hoffmann, Dr. Vierer. Dr. Weißelberger und Dr. Gabor. Leon Zolotkoff, Jsaoc Naiditsch, HenJ Szold, Herman Conheim, Senio«- Lotta Levensohn, Mrs. Peter I, SchweL Bernard G. Richards, Zalman Cutter U M. Hilkowitch, E. W.!^win-Epstein ni Edlin, P. M. Raskin, Morris Mar-,2 Boris Grabelsky, Baer Epstein. Lvui, Topkis, Jacob Fishman, Louis Robsson Samuel Benjamin, Henry Raphael <bU Mrs. De Sola Pool, Samuel Hoffenbew Julius Haber, I. Kahanowitz, A. I. M stein, I. Gabrieli, Hyman. H. Kronick. )sn »er «Bib D!e Weltkonferenz der ziouiftisihN Studenten in Karlsbad. Vom 28. bis 31. August 1921 ftnbeltn Karlsbad die Jahreskonferenz des Welt««, bandes zionistischer Studentenorganisatz» Men im Etablissement „Schweizerhof" jj Karlsbad mit folgender TaaesordnM statt: 1. Eröffnung der Konferenz am N, August halb 11 Uhr vormittags. 2. Wahlen des Büros und des Präf. dkums. 3. a) Rechenschaftsbericht der Exe> b) Ziele und Aufgaben der S tenweltorganifation. 4. Wahl eines Statutenausschusses. werden, über die Zustand, difchen Lande h Beschluß wurden und jüd' teilnehm werden Kvollm tor Lee« diK P« ten zu e Ackur fllmmlm Nr..ce ssd «iüche nm Toz« ,ch«n es > R-! 5. Jahresbericht der einzelnen Land«.»^^^p organisationen. 6. Die Erziehung des zionistischen deuten im Galuth. iGrwid, > lalÄti, lioä 3»! 7. Die jüdischen Studenten und diDstr dm werMe- Universitäten im Galuth. 8. Die Studenten und die Iugendbe wegung. 9. Bericht des Statutenausschusses 10. Wahl der Exekritive. 11. Schluß der KsNferenz. Eine oder mehrere der Sitzungen d'en den Sitzungen der Fachgruppen eing räumt werden, wo die allgemeinen speziellen fachlichen Fragen werden erörte werden. Im Rahmen der Konferenz sind einige Veranstaltungen statt. Es werde:, von^allen Ländern insgesamt etw^70 2^> legierte anwesend sein. Lldresse des Vorbereitungskomitees und der Konferenz: A. Hirsch, 5)aus „Verdi", Karlsbad. Univerfitkls- und NattonalbMioth:! m Jerusalem. Auf dem diesjährigen Zionistenkongreß der 1. September in Karlsbad erössm wird, wird auch das «Budget der jüdisch» National-Bibliothek besprochen und W schlossen werden. Da diese Institution jP* gleich auch die Bibliothek der in Entstehebegriffenen hebräischen Universität zu Ii« rusalem ist, so kommt ihr eine doppelte 35* deutung zu. Die Freunde der jüdischen 9!» tional-Biblivthek werden sehr zahlreich ans eine rn einen w mtnchr,k i'DeTeg »«njetci -ehmm nszchtzl Sin, lihe G ei he Ksche 3° infeibet ike i Men i« Am ty-fdjt: niflen ü dmöchn NH! tci ftonm b sitr Älfa" w Mßbüw tnngt faVenk S-- ,pft 1. ’ fte^enicti fchi bat: 'chm Si iffier c kichkei! J Feuilleton. dante iit der jüdischen Literatur. lZmn 14. September 1921.) Die gesamte geistige Welt geht daran, den 600. Gedenktag des Todes des größten Dichters, den Italien hervorgebracht, zu feiern. DanteAlighieri gehört zu jenen Geistern, die uns lehren, daß der Begriff der Unsterblichkeit kein eitler Wahn ist. Ein „pracceptor mundi", d. h. ein Lehrer der Welt ist dieser seine Zeit hoch überragende Dichter und Denker. Es wäre ein gewiß höchst dankbares und fruchtreiches, für uns Juden ehrenvolles Unternehmen, nachzuweisen, wie viel Dante in seinem gewaltigsten Werke, der „göttlichen Komödie" aus unserer Bibel entnommen hat. Erinnert uns doch dieses erhabene Gedicht sehr lebhaft an dos «Buch Henoch, in dem der von der Erde hinwegqenommene Patriarch dieses Namens (I. B. Mos. v. 24) von einem Engel durch die Unterwelt geführt sind, wo ihm alle Geheimnisse des jenseitigen Lebens, der Engel- und Menschengeschichten, mitgeteilt werden. Das Buch, unzweifelhaft im heiligen Lande in hebräischer oder aramäischer Sprache geschrieben, kennen wir nur in einem äthiopischen Texte vollständig, den der Engländer Bruce 1773 aus Abyflinlen nach Europa brachte und der von Dillmann herausoegeben und ins Deutsche übersetzt wr>rde/Wegen seiner Ideen über Enael, Dämonen, die Zukunft nnd den Messias wurde es weit überschätzt. Doch der Grundgedanke dieses, wie es scheint, im Kreise der Frommen, der Chassidäer, entstandenen Buches, feiert in der „göttlichen Komödie gleichsam eine fröhliche Auferstehung. Auch Dantes Gedicht führt uns, allerdings im streng katholisch-dogmatischen Geiste, durch die Reiche des Jenseits, aus der Hölle über das Fegefeuer empor zum Paradies, zum Anschauen, zur reinen Erkenntnis der Gottheit. Müssen wir dabei nicht daran denken, wie gerade damals, als Dante, in der Verbannung umherirrend, seine große Dichtung schrieb, die jüdische Geheimlehre, die Kabbalah, und zwar in ihrem Hauptwerke, dem „Sohar" von dem „Anschauen der Gottheit" schwärmt, wie gerade damals der verzückte Schwärmer Abraham Abulafia der christlichen Mystik sich am meisten näherte und ein unmittelbares Schauen und Erleben des Göttlichen anstrebte? Noch sind, die gewiß sehr innigen Beziehungen, zwischen jüdischer und christlicher Mystik nicht klargelegt, es wäre dies eine Aufgabe, die zwar als sehr schwierige, aber äußerst lehrreiche und dankbare b^eichnet werden kann. — Doch nicht auf dem schlüpfrigen Boden der Geheimlehre wollen wir uns bewegen, wenn wir von den Beziehungen der jüdischen Literatur zu Dante sprechen, sondern den viel festeren der Literatur-Geschichte betreten, und die Persönlichkeiten der jüdischen Geschichte kennen lernen, die zu dem großen Florentiner in Beziehungen standen und, ihn Uwußt oder unbewußt, nachahmten. Da ist vor allen der Dichter und Bibelerklärer I m - manuel ben Salomo aus Rom zu nennen, (zwischen 1270 und 1330). — Den „Heine des Mittelalters", den „jüdischen Voltaire" nannte man ihn. Gewiß, nicht mit vollem Rechte. Es sei denn, daß man ihn mit diesen beiden Männern wegen seines Witzes und seiner, der hebräischen Literatur fremden Frivolität, vergleiche. Auch 2 Sonette sind bekannt, das eine des % fonio von Agabbio, das andere von i>em: eben genannten Cino, welche beweisen, das der Jude Manoello iyl Kreise Dantes hki misch war. Mit Recht aber wurde gesagt, „wenn Dante eine göttliche Komödie dichj tete, so war die Immanuels eine mM liche." (Man veroleiche über diese Bezis Hungen die Abhandlung von Th. Paur im Jahrbuch der deutschen Dante-GesellW echegei schildert Wn Zr Hhrifts und Sc hat. R Aber, i Juda ben Salomo Al-Chaxisi und Genossen III, 423 ff.) In dankbarer Erinnerung K zeigen hie und da frivole Anwandlungen, seinen Freund Dante teilte ihm Jmmamdie Frc denen e gepene, weiche die «Bibel ansuhrt, aver Aristoteles, weil er die Ewigkeit der M gelehrt und Plato, weil er „die Wirklichst" die verschwinden aber rasch und machen tie-, die Führerrolle in der Hölle und im fem Ernste Platz. Immanuel Romt nun, diese zu. Läßt sich Dante durch die Höllk^ sammelte, auf Anregung seines Mäcens,^Virgil geleiten, dann von seiner GeM des „Fürsten", den wir weiter nicht kennen, Beatrice, so führt Jmmannel, ausM seine in den verschiedenen Lebenszeiten ent- Höllen- und Paradiesmanderung, der bestandenen Dichtungen, und gab sie unter her Daniel, gewiß wollte er mit diesem dem Ttzel „M e ch a b b e r o t h", „Verbinmen den Dantes andeuten. — In der W düngen heraus. Sie legen Zeugnis ab von trifft er sämtliche Bösewichter und GotM dem kühnen Witz, der dichterischen Begagessene, welche die Bibel anführt, aber bung und sprachlichen Gewandheit des Verfassers. Die 28. Pforte des Werkes verfolgt einen einheitlichen Plan, der unser tiefstes Interesse erweckt. Kein Zweifel, sie ist unter dem Einfluß der .„Divina Commedia" entstanden und schildert einen Besuch im Paradies und in der Hölle. Immanuel war ein Freund Dantes, der viel mit Dichtern verkehrte, zu denen besonders Cino von Pistoja gehört, der, auf den .. .. Tod des großen Freundes, eine Canzone>sich reißen wollen,^die Quacksalber, sie verfaßte. Auch von Immanuel besitzen wir begeanen nns in der .Hölle und kommem ein Sonett, und zwar in italienischer schlecht weg. Da"eaen. welcher Jubel jouM Kprache. in dem ex den Tost Dantes beklagt, den Dichter von Seite der seligen Geister lichen ( der Gattungsbegriffe" behauptet hat. C*r___< .e v_ Sc Ht nti £bcnspielt Immanuel auf den Philosoph^ Streit seiner Zeit, den der NominalM und Realisten, an. Natürlich nimmt ImM nuel auch Anlaß, in diesem Gedichte M Zeitgenossen zu geißeln. Die Verächter öer .. Wissenschaft, der heuchlerische Talmudist, oitz jj < Leute, die in der Svnaaoge alle Ehren a> jj » röt&ort mnffivt-i Oiitn/’f'FnffiPI*. llC Ö*” & J ist je fistln Zech i $nrirt Auel, o V

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