Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 55 (19.8.1921)
- Date
- 1921-08-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Juli empfing der Oberkammissär Sir Herbert Samuel das Präsidium des Waad Leumi, die Herren Pellin, Thon uno Ben^Zwi, in längerer Audienz, wobei sich eine.eiucMeude Aussprache über die Lage im Lande mW»iiber die Wünsche der jüdischen Bevolkerimg^WiM^cis entwickelte. ’ Der Oberkommissär mgierte die Vorlage der Vorschläge sür die Organisation ddr den, nm die finanzielle Siellimg des Rabvmats.»r sichern zu können. Der Waad Lemni hat bisher ff diese Vorschläge wegen der Difserenzcn zwischen Orthodoxie und Nicht-Orrhodoxen nicht vorlegcn ’önnen. Das Gespräch wandte sich den Vorgängen in .’lassa zu, und die Deputation wies daraus hin, >aß nicht das geringste gescheit, um den bcdauerichen Zuständen in Jaffa ein Ende zu machen. Auch die Mörder der letzten zwei Opfer, des Feldhändlers und seines Sohnes, sind noch nicht itt Untersuchung. Der Oberkommissär erwiderte, daß diese Angelegenheit seiner Kompetenz entzogen sei, da sie einem Kriegsgericht zugewiesen Zt, das gegenwärtig den Geisteszustand des Mörders prüfen läßt. Wegen der Einwanderung der rmterwegs anichalienen Ebaluzim nahm der High Eommissioer die Beschwerden des Waad Leumi entgegen nd erklärte, das man allmählich wieder ans die Beschränkungen, die von Anfang an, also vor mx 3. Juni, in Geltung waren, znrückgehe. Be- .iialich jener größeren Einwanderungsgnippen, die nicht ins Land kommen dürfen, obwohl sie im Benne britischer Visa sind, sagte Sir Herbert Samuel, daß die Konsuln diesen Einwanderern wohl ruf Grund der Emvfeblnng der Zionistischen Organisation Visen erteilten, es stellte sich aber heraus, daß unter ihnen Bolschewiken waren. In .Konstantinopel hätten von 150 Gesuchstellern aus diesen und anderen Gründen nur 70 die Einreisebewilligung erhallen. Ja^ Triest mtb Wien habe Major Morris den: größten Teil der Chaluzim die Einreisebewilligimg erteilt. T-as Präsidimn des Waad Leumi erklärte, daß es sich weiterhin Zeit, in der die jüdische Bevölkerung Palästinas bloß eine Miriderheit bildet» durch besondere Ga-! rantien gewährleistet werden. 4. »fordert die zionistische Exekutive auf, unverzüglich eine Kolonisation in großem Maßstabe zu inaugurieren und eine politische Aktion' zur «chassung einer jüdischen Wehrmacht zu Berteidigiiiigszwecken zu iiuternchmeu. Die Sitzuna^nabm zum Schluß noch eine Re- .n. in der die Soalinng in der amerikaeschen Organisation bedauert wird,, je pqütijche Arbeit der Zionistischen s au« die Position des Jischuw in äck.t, und appelliert daher m: alle rschen Zionisten, den 12. 'Z wussten kont'm die Aufhebung der am 3. Juni festgesetzten I# unnatürlichen Beschränkungen bemühen werde. Sir Herbert Samuel erwiderte, es bestehe die Gefahr, der Arbeitslosigkeit, da die palästinensische Regierung keine Anleihe erhalten habe imd daher die öffentlichen Arbeiten einstellen müsse. Man müsse sür fiirmioe Einwanderer die Arbeit erst vorbereiten. Dagegen meinte:: die Vertreter des Waad Leumi, daß seit der Eroberung des Landes durch die Engländer 18 000 bis 20.000 Juden einwan- ^arten. Rur 2000 von ihnen haben Beschäftigung bei den öffentlichen Arbeiten gefunden; dies ist ->itr ein kleiner Teil der bei öffentlichen Arbeiten Beschäftigten und entspricht dem Prozentsatz der iübifd>en Bevclkenmg im Lande. Hätte man fiir Ute Einwanderer erst einen Arbeitsplatz finden müssen, so wäre nur ein kleiner Teil von ihnen ins Land gekommen. Hierauf brachte das Präsidium Wünsche bezüglich der Stellung der hebräischen Sprache vor. Sir Herbert Samuel hat kürzlich bei einer Sitzung der Handelskammer irr Jaffa der er präsidiertes vorgeschlageu, die Sitzmrg in englischer und arabischer Sprache zu führen, da alle Anwesenden diese Sprachen beherrschen, und von der hebräischen Sprache abzusehen. Der Waad Le:nni erklärte dem High Commissioner, daß er durch solche Aussprüche den Gegnern des Hebräischen Waffen in die Hand gebe. Gleichzeitig wurde darüber geklagt, daß die hebräische Sprache in den Versammlungen des Rates von Palästina zurückgesetzt werde. Tort werden die Amrchze des Regier rungsdepartements den Mitgliedern des Rates vorher englisch, arabisch und hebräisch verteilt, in der Sitzung selbst aber m:r arabisch vorgelesen. Der High Commissioner erklärte, dies .geschehe nur deswegen, weil unter den von der Regierimg ernannten Mitgliedern des Rates sich ein Scheik befinde, der des Lesens unkundig seit In Hinkunft werde die Verlesung der Regierungsanträge ganz entfallen. Seine Bemerkung in der Hondelskammersitzung habe nur die Absicht gehabt,^ die Sitzung, welche ohnehin sieben Stunden währte, abzukürzen. Sitzung deS Baad Leumi. Das Präsidium des Waad Leumi hat eine Sitzung der Exekuiive einberufen, um über die weiteren Schritte, insbesondere in Angelegenheit der Organisierung, der Gemeinden, zu beraten. In der dreitägigen außerordentlichen Sitzung 1-es Waad Lenmi, in welcher die aktuellen politischeu Frager, im Lande und ein« Reihe von rein zionistischen Angelegenheiten zur Erörterung gelangten, sind folgende Resolutionen und Beschlüsse gefaßt worden: 1. Tie Vollsitzung deZ Waad Leumr erachtet dl« von der Reaierimg eingeleiteten Schritte zur Sck'afllmg eines Parlamentes in Palästina als illegal, solanoe das Palossinamcmdat vom Böllerbm:d nicht rcstifiziert worden sei. 2. Spricht sich gegen die m der Erklärung des High Commissioner vom 3. Inn, cmgekündigten Einrichtimg einer gemischten Gendarmerie aus. . 3. Fordert die Exekutive der Z:on:st:schen Weltorganisation ans. ihr Möglichstes z:rr Beichleunigm'.g der Natisiziernng des Mandats über Palästina zu tun und dafür zu sorgen, daß im Mandat die Rechte des jüdischen Jsschm? M dlx, nre'? m Karlsbad zu beschicken und sich der Auto ffität der allweltl'cllen Zionistischen Organisation unterzuordneu/ („Jnd. Rimdchau.") Die Zeusur in Palästina. Eine Anfrage im englischen Unterhaus. Im Unterhaus richtete Ltn. Eomm. Kennworthy an den Kolonienminisier die Anfrage, ob die Zeitnngszensur in Palästina noch geübt werdewenn ja, weshalb die Freiheit der Presse unter dem britischen Mandat nicht erlaub: sei. Er fragte weiter, ob dem Minister bekannt sei, d-aß Teile feiner eigenen Unterhausrcde über dm Voranjchlaa des Departements der Angelegmheitm de? mittieren Ostms vom Zensor in Palästina für die Zeitungen gestrichen wirr den und was der Grund dieses Vorgehens sei, und schließlich, ob die Stelle des Zensors in Palästina au: Kosten der britischen Steuerzahler oder der Bevölkerung von Palästme. bestehe. -Namens des Ministers antwortete Mr. Wood: , Tie Antwort auf den ersten Teil der Frage ist bejahend. Die Zensur ist im gegenwärtigen Augeirblick, fcc das Land durch akute politische Fragen in Unruhe versetzt wird, notwendig. Ein großer Teil der Bevölkerung ist roch völlig imwissmd und kann deshalb durch eine ständige Propaganda leicht zu Handlungen verleitet werden, U'elche die önentliche Sicherheit beeinträchtigen. Bezüglich des dritten und vierten Teiles der Frage fehlen mir noch, die Jnf.cnraticnen und ich habe die Untersuchung der Aitgelegenheil veranlaßt. Die Kosten der Zensur bilden einen Teil der. VcrwaltnngSkosten Palästinas, welche von den dortigen Steuerzahlern getragen werden." Leutnant Keitnioorthy, durch diese Antwort nicht befriedigt, wollte durch eine neu« Anfrage eine klare Antwort darauf haben, ob die paläsiinensische Zensur das Recht habe, die Rede eines aktiven Ministers zu zensurieren, wenn ihr irgendeine Stelle gefährlich erscheine. Als Mr. Wood noch einmal bat, sich zu gedulden, bis die Jnforinationen einlangcn würden, wollte Mr. Kennwortby noch wissen, ob Mr. Dood ihm die Jnformation in der sicherlich ungewöhnli.hen Angelegenheit, daß eine Ministerrede zensuriert lverde, mittcilm werde, waS Mr. Wood zn'agte. Kreisen wird erwartet, baß zwischen den zionistischen Aspirationen und den arabischm Ambitionen ein wodus vivendi gefunden werden wird. Die arabische Europa-Delegation hat unterm 9. Juli vor ihrer Abreise’ nach Europa eine Kundgellnmg an die Araber erlassm, worin u. a. beton: >oird, daß der Oberkommissär beim Empfang am ’ 23. Inn: bezüglich ihrer Forderungen keine klare und befriedigende Antwort erteilt habe. Nachdem das arabische Volk gegm die Grrmdlagm der Balfour-Dcklaration ankärnpfe und eine vor einem Abgeordnetcnhntse ver.cmtwortliche nationale Regierung, bilden wolle, der das Gesetzgebcmgsrecht misschließlich zustehe, beschloß die Delegation, mit Rücksicht darauf, daß der Oberkommissär diesen Forderungen nicht nachkommeir wolle, ihre Reise zu beschleunigen und hoffe mit Hilfe Allahs beim englischen Volke in Uebereinstimmung mit Artikel 22 des Völkerbnndvertrages Entgegenkommen zu finden, rmi das Ziel zu crreirfjcn,‘für das die Völker in den Krieg gezogen sind. Der ..Marath-äl-Scharak" widmet dem Reisezweck der arabischen Europa-Delegation einen längeren Leitartikel imd meint, daß die so schwer aufgebrachten Volksgelder nur für tvirklich n:chbringende Zwecke ausgegeben werden sollten. Da nach den Erklärungen Samnels die vom Volk verlangte Annullierung der Ballo:rr,Teklaration unmöglich Die in den letzten Tagen eingetroffenen jis. dischen Immigranten konnten ohne jeden Zmischonfall landen. WirtsHllftUches. än wirtschrstliche Ausbau Palästinas. Der ,-Vossischen Zeitung" wird au, Jerusalem berichtet: Die Handelskammern Palästinas sich noch jllngen Datums und es wäre eine unbillige Forderung, die Organisationen, den festen Besitzstand von Usancen und damit zugleich jene Bedeutung vorauszusetzen, die ähnliche Institutionen im Ausland ent, wickelt haben. Immerhin, ein Anfang ist ge. macht; allmählich wird eine Instanz entste» hen, die, mit einem halbamtlichen Charak. ter ausgestattet, für den Handel mit Europa wesentlich werden wird. Zurzeit bestehen Handelskammern in Jerusalem, Jaffa, Gaza. Nablus, Tulkerem und zwei in Haifa (eine jüdische und eine arabische). Die letzte Vollversammlung aller Handelskammer^, die anfangs Juli unter dem Vorsitz d« Oberkommissärs in Jaffa stattfand, behandelte eine Reihe von Fragen, die deuüichep als es langatmige Berichte vermöchten, die Sorgen der Kaufmannschaft und die Nächstliegenden Aufgaben betrafen. Die Hauptkkage betraf die postalischen Bei.-a -Nisse. Ern Brief von Jerusalem nach Jaffa gehr fünf bis sechs Tags! Das ist mehh als em lokales Aerpernis. Wichtiger ist, daß die Eisenbahn bisher jede Verantwortung für den Verlust von Gütern ablehnte. Sie., sen unhaltbaren Zuständen soll jetzt duri * - . ™. . eine fünfprozentige Auflage auf die Frach derZahreskonferenzandenMml» begegnet werden, ein Zuschlag, du’ , Reue L»ud''n<fsschwicrigkeitei: in Jaffa. Bon den üm Hafen angckomnwnen 30 jüdischen Passagieren konnten bloß zwei, und zwar Tr. Weinberg :md ein Sohn N s s i s ch k i n s, in Jaffa landen. Die andern: mußtxn in Haifa ausgeschifft werden, da die arabischen Bootsleute in Jaffa die Ausschiffung verweigert haben. Wer die Araber zur antizionistlschen Kampagne ormutigt. Wie wir zuverlässig erfahren, befinden sich die Mitglieder des Oberhauses Lord Seydenham und Lord Lamington in ständiger Verbindung mit gewissen arabischen Kreisen von London, die von hier aus die ganze Kampagne gegen den Zionismus führen und sich der beiden englischen Lords als Reklame für deren Zwecke bedienen. Vor kurzem erklärte Lord Sydenham in einem Schreiben an einen arabischen Journalisten ferne Bereitwilligkeit, die Sache der palästinensischen Araber nach Kräften zu unterstützen. I. C. B. Bildung eines Gend'armeriekorp s. Der High Commissioner Sir Herbert Samuel genehmigte die Bildung eines Gendarmeriekorps für Palästina, das aus 300 Mann an Kavallerie und 200 Mann an Infanterie zu bestehen hat und aus Juden, Mohammedanern und Christen rekrutiert weroen soll. Dem Gendarmeriekorps obliegt die Pflicht des Grenzschutzes gegen den Einfall von Banden und die Unterstützung der Zivilpolizei an der Aufrechterhaltung der inneren Ruhe und Ordnung im Lande. Ankunft der arabischen Delegation- London, 4. August. (Jiid. Korr.-Bur.) Die Ankrmft der arabischen Delegation aus Palästina wird hier täglich erwartet. Wie wir erfahren, werden Vertreter der Exekutive der zionistischen Weltorganisation zu einer formellen Konferenz mit der arabischen Delegation zusammen treten, um eine Gruirdlaae für die Verständigung zwischm In den und Arabern in Palästina zu finden, die eine stiedliche Znsammenarl eit beider Völker cm: Wiederaufbau Palästinas ermöglichen soll. Das Kolonialministerinm'bekundet großes Interesse für diese arabisch.zionrstischen Verhandlungen. In politischen sei, müßte man vor Einleitung weiterer Schritte erst das Volk über seine Meinung befragen. Mit Rücksicht darauf, daß die englische Regierung die Telegation offiziell nicht empfangen werbe, sei für die Verbandlimcxen mit enalisck^en ZeitnnashermiSgcbern oder einigen nicht offiziellen englischen Perlönlichkeiten das dazu aufaebrachte Geld viel zu schade. Die Delegation sollte alko ihre Reife aufgeben und im Lande bleiben, (I. I.) Die Befiedlung. Die stinwaudenrvg in PalSstiva. Dis kanadsscht: zfonistischi Föderation rich tete anläßlich sterprä>idemen von Kanada ein Telegramm bezüglich der Einschränkung der jüdischen Einwanderung m Palästina. Sie erhielt folgende Antwortdepesche: „Ich befragte den Staatssekretär für Kournienwrsen und erhielt folgende AusWrunjg: Die Einstellung der Einwanderung in Palästina wurde oonder Regierung Sr. Majestät als bloß temporäre Maßnahme genehmigt, Die palästinensische. Regierung lägt jetzt eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Einwanderern zu. welche zur Zeit der Eürstellungsp.rfügung ber i.s unterweos warm. Die Zahl beträgt ungefähr 1500. Es ist beabstchngt, im Einvernehmen mit der zionistischen Organisation nur so viel Einwanderer Sugelasfen. als das lindustviMe und landwirtschaftlich: Leben des jüdischen Gemeinwefeirs aufzunehmen vermag. Die Zckden der ganzen Welt werden ohne Zweifel nach! ernster Uebcrlegung zugeben müssen, daß, es weder als ssicmcinfchast noch als Einzelpersonen in ihrem .Interesse gelegen sein kan>r, daß eine groß: Zahl von Einwanderern nach PaNstina komme, oüne Aussicht auf Beschäftigung und ohne Mittel für eine Eristenz, was sicher eimreten würde, wenn mehr Einwcnrderer, als das Wirtschaftsleben auszusaugen vermag, zu gelassen würden. Einwanderer, die sich selbst erhalten können. Ressende und gewisse andere Kategorien werden bereits zugelassen." <Wr, Morgenztg.) Eine Beamtenfiedliing in Tel- Awiw. Die Beamten der „Anglo Palestine Company" haben sich zur Errichtung einer eigenen Siedlung in Tel-Awiw zusaminengetan. Der Bau der ersten Häusergruppe, die in einem originellen jüdischen Stil gehalten sein soll, wurde bereits in 2lngriff genommen. Die Baukosten eines Hauses mit drei Zimmern, Küche, Badezimmer und Terrasse betragen zirka 350 Pf. St. Tic gesamte Arbeit wird von jüdischen Pioniereir ausgeführt. Landungsfreuden und Leiden. Trieft, 22. Juli. Heute reisten 105 Palästinafahrer mit dem Eildampfer „Graz" nach Alexandrien ab, während weitere 125 mit dem Postdampfer „Gasteiir" sich eilischifften, die höchstwahrscheinlich in Haifa landen werden. — Laut den hier aus Palästina eingelangten Telegrammen können sich jetzt 500 Personen auf einmal nach Palästina begeben. Der hiesige engl. Koirsul hat von seiner Regierung einen telegraphischen Bericht erhalten, wonach für diejeirigen Reisenden, die bereits ein engl. Visum besitzen, keine weiteren Schwierigkeiten bestehen. Immlgrantenkopfsteuer in Palästina. Jerusalem, 1. August. (Jüd. K.-B.) Eine soeben verlautbarte Verordnung des palästinensischen Elnwanderungsdepartements führt eine Kopssteuer von 1 Pfund Sterling für jeden, in einem palästinensischen .Hasen landenden Einwanderer, mit Ausriahme solcher unter 16 Jahren, die bloß 20 Piaster an Kopfsteuer, zu entrichten haben. den eine eigene Eisenbahnpolizer^ unterhalten werden soll. Fraglich ist freilich, ob diel geradezu phantastischen Eisenbahirfracht-l sätze rwch eine Erhöhung vertragen, kostet! doch zum Beispiel ein Waggon von Haifal nach Kairo, also für eine S-trecke von zirka! 600 Kilometer, zirka 11M Guineas, wähl rend für die 22 Kilometer von Haifa nach! Akka 4 Guineas bezahlt werden müffen.1 Weiterhin wird gefordert, daß fortan auch! am Sonntag — an dem der ganze Perso-l nenverkehr bisher, angeblich aus technischwl Gründen unterbrochen ist — wenigstem ein Zug Jaffa und Jerusalem, einer Haitzi und.Jaffa verbinde. Das Bahnnetz obwohl manches während des Krieges durch die Engländer (Aegypten— und durch die Deutschen (Nablus—Tulk-I rem; Nablus—Afele) geschehen ist, roeital ausgebaut werden. Als besonders dring^ wird eine Verbindung Nazarcth^Haifa g. fordert. Einig find sich alle Beteiligten, do überhaupt das Reifen verbilligt und di Reisen ins Ausland (Aegypten und Syrien erleichtert und von den unerträglich hohs , Sporteln befreit werden müssen. Eng mit diesen Problemen find Fragen der Häsen verbunden. Es wik aus den Erklärungen des Departement für Handel und Industrie jetzt immer teuf sicher, daß als Wirtschaftshafen allein Iafi in Aussicht genommen ist. Es siegend« Projekte vor. Welches von der Regiem gebilligt werden wird, ist noch nicht zu s kennen. Die Entscheidung siegt bei tens die irgendein Projekt finanzieren könm Hier ist eine -rentable Llufgabe 2luf Haifa hat (schernt's) vorerst englische Admiralität die Hand gelegt, b cher wird auch der Haudel aus eim Kriegshafen Vorteil ziehen. Jedenfalls ff : weist die Forderuirg, daß in Haifa ein w Haien für Transitwaren nach Syriens schassen werde, die Richtigkeit der T " jung, daß Beyrut (nach dem Bau französischen Hafens in Tripolis) iM mehr misgeschaltet wird. Gaza, das seines gerstereichen Hinterlandes sticfniütterlicher behandelt wurde, «uE eine Zufahrtstraße zum Meer und Ausbau eines Molo, der die direktes frachtung auf große Dampfer crmoOT In Verbindung mit dem Gesuch um gäbe der Körnerfruchtausfuhr würde » Gaza-Hafen auch andere Landesprodw als nur Orangen und Wein weltmurM machen. ^, Gerade die ländlichen Bezirke dranff auf Agrikulturschulen. Es fehlt zwar I an Llnfätzen dafür nicht. Aber wirksich kungsvoll würden sie erst fein, wenn an 5)and von zollfrei eingeführten lanow schaftsichen Maschinen Unterricht /n wüxde. Nur zugleich mit der Intensivier deS palästinensischen 2lckerbaues, die o Maschinen eingeleitet werden muß, mro Agrarbank, orif die die Gefamtbevokke wartet, eine feste Grundlage erhalten. - sind, für diese Bank nur Slndeutungen,