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Jüdisches Volksblatt · 1921-08-19 · 55 (19.8.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
55 (19.8.1921)
Date
1921-08-19
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seßts 2 Dir macken hwmü noch ck7nr,ial bekannt, daß 8« zionistischen Landes- und Sonderverbände, denen Plätze zngewiesen wurden, diese sofort aus unser Konto beim Jewish Colonial Trust in Sandon oder bei der Böhmischen Union-Bank, Filiale Karlsbad, zu bezahlen haben, und daß wir cncknahmslos alle diejenigen Plätze.als abbestellt beitachten und anderweitig verteilen tverd-m, über 9V}rtfcfm»n *mr i'KÄ4M*in«Ä...1 •'x. „Jüdische DoMMt?- 19. August Nr. 55 deren Be^ahlimg wir V August seitens iur betrchj» micrt sind. chl bis spätesten^ rdMW^btstv Kongreßausgabe der „Wiener Morgenzoitnntz'". Anläßlich des XII. Zionistenkongresses läßt die „Wiener Morgenzeitlmg" Lm Rahmen ihrer Hauptausgabe eine Kongveßmaseabe erscheinen, wel-ti^.15 Nummern lvom?1? August bis 1t. ' r inff.J umiaffon wird. Als erste Nnmmer'l^M^rngrc^ai'sFabe wird die Nummer vom 3ch. AlnßU l. ^^^tronareßsestnmnuwr mit Bei. rä reu^M^stiZ^Wßjbrer m sckn n. Nähere Be- ';r Ankimdigmlg im Sämtliche Zimmer zumi Pro Bett sinh bereits vergriff.^ Logis, die nach dem 20. Äugln? nicht mit Sicherheit anf.C-l- O r d n c r d i e n st Dieienigen jungt:- Zionisten, die « <j » , ,' j - i ' _ w i / 1 <-• > > v w4* m/„ ivmv(vm*-j wvvU«|i[iciti E'iiy fkx; Jör oen Drbnerbic.ui! jB^huhossdienst, I wnd aHci! Viongrejzbesuchern frei zugänglich;m\ terdienst usw.) zur Vcrjiwn.'ig zu stellen, worden, gebeten, möglichst einw.o Tage vor dem Kongr-sZ in Karlsbad einzuireifen und sich persöntzm hn Kongreßbüro g» melden. L,e Einstellung in den Ordnerdienst erfolgt rmr nach persönlicher Vorftellrmg. Den Ordnern werden Reisermd Anfenthaltss^wsen nickt vergütet, dagegen tverden wir billiges Onartier und billige Verpflegung für sie bereitstellen. Anmeldungen sind sofort an uns zu M-ton. enz. r , _ ar vorausgehende am 28. August in züs-MiMrtriW wird alle aktiven Mit- 7s. N -F. vereinen. Prof. Marburg 'Konferenz. Sie sowohl als mich die -ttessnng, für welche nun auch das Gol- Buch rmd das Memorbuch bereitgestellt sind, allen sionmrenbef-jchem frei rnaänalick Viir Kongreßzeitnng: Alle Besteller der Kongreßzeitung werden baranf aulmerksam gemacht, das; sic auf pünktliche Zusendung der Kongreßzeitung nur dcmn rechnen können, wenn der Äbonnementsbetrag in Höhe von 25 HL vor Beginn des Kongresies bei uns ringetrosfen ist. 'nrtare-. Z o n a r e h in a n d a t e für W e i? in a nn und Jabotinsky. Die Zionistische Organisation Südafrikas verständigte telegraphisch die zionisiiscbs Exekutive, daß bei den dort dura; führten Wahlen zum 12. Zionistenkongreß sechs Delegierte, darunter Weizmann und Jabotinsky gewählt wurden. Diese Wahl ist eine Demonstration einerseits des Vertrauens zu unserer politischen Führung, andererseits für die jüdische Legion. I. C. B. Die Kurverwaltmrg in Karlsbad hat sich be-! reit erklärt, für alle diejenigen Kongretzbesucker auf Erhebimg ver Kurtare zu verzichten, die vom 25. August ab in Kr.nsbad ciutreflen umd vor dem 19? September Karlsbad verlassen, oormisgesetzt, daß sic diese Zeit nicht zum Kuraebrauch in Karlsbad benützen. Sollte ein Kongreßbesucher versehentlich eine Autsorderung zur Zahlung der Kurtare erhalten, so möge er sie dem Kongreßbüro zu illeklamationszwecken übergeben. Veranstaltungen: Vorläufig sind folgende Veranstaltungen anläßlich des Kongresses geplant: Donnerstag, 1. Sevtember: Blumentag, abends Veranstaltung des Jüdischen Nationalfonds. iKurhaussaal.j Samstag, 3. September' Vormittags t<1 Uhr Festgottesdienst (Synagoge). Abends 8Zs Uhr Meckinq (Crabl. Weber). Sonn r-g, 4. September' Nachmittags £ Uhr Turnst . iE! ab!. Jägerhaus) Abends 8 Uhr akonzert des Hakoah-Orchesters aus Wien sKurhaussaal). Montag, 5. September: Abends 81& Uhr Vortrag von T-r. Martin Bub er über ..Nationalismus" (Kirrhmissaal). Donnerstag, 8. September: Nachmittags 3 Uhr Sporifest (Sportplatz des Jüdischen Svortvereinesst Abends 8 ff. Uhr hebräisches Meeting >Kurhaussaal). Samstag, 10. September: Almds Meeting (Ctabk. Weber). Diese Li'te der Beranstaltirnaen ist noch nichi kollständig und wird in spätercn Mitteilungen ergänzt werden. Nähere Angaben bezüglich der Preise der einzelnen Veranstaltungen nsw. werden ebenfalls später erfolgen. Bialik kommt nach Deutschland. Ein französischer Dan-pser ist mit 180 russischen Emigranten an Bord nach Palästina abgegangen. In d'esem Transport befinden sich auch einige der jüngst aus Odessa gekommenen hebräischeli Schriftsteller, für welche die palästinensische Regierung mu Rücksicht auf den Dichter Bialik eine spezielle Einreisebewilligung erteilt hat. Bialik ist nicht mitgefahren, er begibt sich dieser Tage in hebräischen Verlagsangelegenheiten nach Deutschland und von dort zum Zionistenkongreß nach Karlsbad. I. C. B. Dr. Blast i«il Krans: Keren Saiessod. (Rede, gehalten am 14. Dezember 1920 bei einer Chanukka-Feier in Pilsen.) Die Misrachi Weltkonferenz. Die Weiikonferenz des Misrachi wurde endgültig für den 29. August nach Karlsbad einberufen. Das Bureau zur Vorbereitung der Konferenz wird am 16. August im Schützenhaus in Karlsbad eröffnet. Telegramm-Adresse: Misrachi, Karlsbad. Die zionistische Exekutive. Die Exekutive der Zionistischen Organisation gibt bekannt: Der Sitz der Exekutive wird für die Zeit des Kongresses, und zwar vom 25. August bis 12. September' nach Karlsbad verlegt. Alle Zuschriften, die vom 25. d. M. an die Exekutive erreichen sollen, sind daher zu adressiexen: Exekutive der Zionistischen Organisation, Schützenhaus, Karlsbad, Tschechoslowakei. — Die Telegrammadresse lautet: Congrezion, Karlsbad. Das Aktionskomitee wird am 29. d. M. in Karlsbad zu einer Sitzung zusammentreten. Der Legitimationsausschuß ist für den 28. d. M. nach Karlsbad einberufen worden. Am 1k. Scpwmber wohnte ich zufällig dem Vorträge des hiesigen ehrwürdigen Herrn Vikars Maichotka über Johann Amos Komensky bei. Nach dein Vortroge sagte ich chm: „Ich danke Ihnen, Herr Vikar, für Ihre schonen Worte über Komensky. Einen Wwstch hätte ich jedoch in diesem Augenblick: Es mö-hte in diesen traurigen Zeiten n<nigstens. der Schatten Kvmenskys die ganze tscheckoflotvakische Republik durchschreiten, aus daß sich die heutige Generation dcsien bewußt werde, laß sie die Nachkommen eines großen Lehrers der Menschheit sind, der die Bruderschaft aller Völker der W"lt verkündet hat, ob sie nun die oder jene Sprüche sprechen, oder diesem oder jenem Glanben anhängen. Kurz: es möchte weniger über Komensky gesprochen und mehr in seinem steifte gehandelt werden." In diesem Augenblick ahnte ich nicht, daß mein Wrmsch so bald in Erfüllung gehen sollte. Zwei Tage später wurde Komensky i.icsck durch Worte, sondern durch Taten gefererr: der Prager Pöbel brach in die Synagoge ein und zerriß dort die heilige Schrift, Prager Gesindel drang in das jüdische Ralhaus und vernichtete dort das nicht nur st'ir die lüd-ifche, sondern auch für dm tschechische Geschicht- Lenkvoürdigste Archiv. So i ''-ten die Prager unter dem Jubel iiner zahlte s^cn Intelligenz Ko-nensky, der, als er für immev sein Vaterland verließ, bloß zwei Dinge mit ji- 1 nahm, in der echm Hand den Pilgnstcw des V:ckers und in der anderen jenen ihm so temen Sckatz: rw.sere Heilige Schrift, deren zer- 'risiene Stücke sich unlängst zertreten im Kote der Prager Straßen irälzten. Wahrlich, Rabbi Akiba hatte recht, als er sagte: Es gibt nichts neues unter der Sonne. Was denn anderes bat syrischer Pöbel zu Zeiten Antiochus Epiphanes? Auch er brach in den' Tempel zu Jerusalem ein, verwüstete,-raubte und stahl. Das aber wäre bloß eine Seite jener besonderen, historischen Aehnlichkeit zwischen der lange verflosienen und der heutigen Zeit. Wo ist die andere Seite? Wo sind die Makkabäer, die e>nstmalen das lyrische Gesindel aus dem Tempel »u Jerusalem warfen rmd Chanukka feierten? Seid ohne Furcht! Niemand w>rd von euch verlangen, ihr sollt mit dem Straßenpöbel kmnpsen. Wer in der Minute cinhimdertmchzwmizig Verbeugungei: hinter seinem Pulte macht, um einen Meier Canevas an den Mann zu bringen, der vermag nicht aufrecht zu steh««. Wer vom Morgen bis zum 2lbeud über dem Hauptbuche sitzt und von einer Seite aus die,.andere überträgt: Soll — Haben — Kredit — debet, der trägt ans seinem Rücken einen ungeheuren Höcker, mag er auch vielleicht lnevou nichts tvissea —.und ein Buckliger kann «ich nicht mit gesunden und gera^z^Meuscheu rause.r. Aber, _ was,wir von cuch'ZviUjiert können, ist, daß ihr Makkabäer seid an Herz und Geist, wenn schon nicht an Stärke imd Körper! In diesen Tagen wird für den Fonds gesammelt, der sich „Keren Haicsioo" nennt, mir dessen Hilfe Palästina kolonisiert toerden soll, damit auf jenen unsruchtbaren, verwüsteten Gefilden des gelobten Landes wiederum goldenes Getreide woge, das aus jüdischem Schweiße rmserwuckis, damit ans jenen kahlen Berghänaen und Fellen wieder Oell-aine grünen, die stckisch» Hände gepflanzt haben. Ich kann es mir nicht vorstellen, daß diese erhabene Ausgabe sich nur deshalb nicht erfüllen könnte, weil nicht genug jüdisches Geld vorhanden war. Mas wäre das mr ein Schauspiel für all^ nichtjüdrschen Völker! Ganze zlreitause^d Jahre lm:g gingen wir mit dem Ranzen über die W^lt und handelten, ganze zweitausend Jahre trugen wir unermüdlich den Bienen gleich Gold in unsere Stöcke, ganze zweitausend Jahre liehen wir Geld an irgendwelchen Tunrchtwm Feuilleton. Sie Mischehe. Don Felix A. Theilhabcr. telg «best Im Jüdischen Berlag erscheint demnächst ein Buch von Felix A. Theilhaber, „Der Untngang der deutschen Juden", dessen Jnhrlr nicht nur für jüdische Leser von höchstem aktuellen Interesse sein dürfte. Wir bringm Sr mit - freundlicher Genehmigung des VereS ein besonders interessantes Stück des Buches zmn Borabdruck. Die Mischehe ist eine Form der Auflösung der jüdischen Gemeinschaft. Die Wege zur Mischehe sind derschiedentliche. Sie liegen letzten Endes nicht wie die Tausbeivcgung aus politischem Gebiet, sondern auf sozialem. Ist die Geburtseittschränk inq ein vornehmlich durch ökonomische - Ursachen bedingter Vorgmm, so führen gesellschaftliche Momente zur Bermiscknmg. Man kann ihre einzelnen Vorausbedingungen cinbeziehen in das Gebiet der: 1. Liebe, 2. Gewöhmmg, I. Nafleprobleme, 4. gesellschaftlichen Angleichung. 1. Die Wege der Liebe sind oft wunderbar. Aber erst die Neuzeit, welche die Schranken ztvisch-m den einzelnen Klassen und Kosten rvegrciumt, hat im Erwerbsleben, im gesellschaftlichen Umgang auf Schritt imd Tritt den jüdischen und nichtjüdischen Menschen einander näher gebrackst. Ob die psychischen Differenzen durch die erotifnjen Begebungen, die ztoei so verschiedene Charaktere aneinander knüpfen, ans die Tauer überbnickt werde«, diese Ueberlegung versagt, wo starke Erotik alle übrigen Denkoorgänge zurückdrängt. DaS Ideal der'altiüdischcn Ehe war die Heirat durch den Segen der Eltern und nach deren Willen und Bestimmung. Das Idol der heutigen und kommenden Bindrmgen ist die völlige Abkehr von allen Konventionshindernissen. 2. Die Gewöhnung als Voraussetzung zur Mischehe besteht in der Fortsetzung des Verhältnisses in der Legalisiermig des Zusmnmenlebens. Ter Smdent. der Handlungsgehilfe, der sich in seinem Drang einen Kameraden sucht, nimmt ibn häufiger aus dem christliclien Volke, da sich die Jüdinnen weniger leicht bingeben. Mit der Zeit, durch äußere Umstände, Schwangerscknst, Eseburt eines Kindes. Jnfizicrung und so weiter findet die ursprünglich nur auf kurze .Zeit gedachte Verbindung ihren Dauerzustand in der Ehe. 3. Um gesellschaftlich emporzukommen, derbeiraten sich reiche Jüdinnen mit verarmten Meligen oder wohlhabende Juden mit Nichtjüdinnen aus vornehmem Hause. Die Jüdin, die in ihrern Kreise keinen Mann findet, insbesondere ^die arme, ist froh, wenn sie cinem Nichtjuden gefällt. Denn der innerste Beruf des Weibes >st ihr Streben nach der Hingabe. Und die Vereinsamung um Volkes willen mag ein gutes nationales Ziel sein. Rein menschlich betrachtet ist dieser Idealismus obsolet. Vielfach kann sich auch das heterogene Geschlechts- und Schönheitsempfinden ausleben erst in den Beziehungen der Umwelt. Der dunkle Jude, aus dem das schlichte blonde Gretchen, die große schlanke Frmienqestalt der Deutschen wirkt- Les extremes ke tonckent. Tie Juden fangen bereits an, bei der Wahl des Ehegatten das Schönheitsideal des sie umgebenden Volkes anznerkennen, die indische Art" rmd den jüdischen Typus zu meiden rmd den sogenannten arischen zu bevorzugen. In den jüdischen Heir-atsannoncen wird pjt dzie blonde K-rarjarü« herwrgehohsl und^jogar. die geschmackvolle Bemerkung „nicht jüdisch aussehend" tst nichi allzu selten. (Ruppin.) Umgekehrt erotisiert die schwarze Jüdin, mit ihrem Reiz, ihrer Eigenart und ihrer geistigen Aufgewecktheit den Rich'jnöen: selbst ausgeprägte antisemitische Ueberlegungen treten oft zuriick, wo schöne Jndenmädchen mit Feinden Ihres Volkes in '-lterührung kommen. Und schließlich wäre es sonderlich, ivenn in einer Zeit, in der die sexuellen Beziehungen so stark gelockert sind, in der eine vollkommene Vermisch'mg der Raffen, eine bunte Liebeslust die Menschen ergriffen hat. nickst auch nahe Beziehungen zwischen den Individuen der ger:ncmisck-deutschen und der deutsch-semitischen Gemeinschaft entstünden: Die Mischehe führt aus dem Judentum heraus. Alle Ziffern ergeben, daß 20 Prozent bis l.öchstens 25 Prozent der Kinder im jüdischen Glmiben erzogen werden Bei der an imd für sich geringen Fruchtbarkeit der Nlischeben bedeutet diese Zahl fast nichts mehr. Beobachiet wird, daß getaufte Juden gern ebensolche heiraten. Diese Erscheinung weist daraus hin, wie unbewußtes Rasse, gcfuhl und historische Nachwirkung noch stark im Spiel sind und sich wieder zeltend machen (also eine Parallel resp. Contreaktion). Das alles nimmt nicht l-er Mischehe ihre Aussicht, ihre cibentlicke Redeutu-.g rmd die Wirkung, die mH 1,'retzsche in sich sterben läßt und zur Vernicklung auffordert, was reif zum Sterben ist: Geburten zu verhüten, mn künftigen Generationen l«s nieverdrückende Gefühl des Elends zu ersparen und ftmit noch sckmeller kaffen z» lasser:, nv.s reif zum Sterben ist: und das, was fällt, nicht zu halten, londenr sogar noch zu stoßen, damit es noch schneller falle . aut mit gräflicher, fürstlicher und kckle-'!?^ \ Krone; eS ist noch nicht lange her, daß wir d f beiden Händen Kriegsanleihe für irgend erve» Bankrottstaat zeichneten — und nun. da es darum acht, das gelobte Land zu erbauen, sollten wir sagen: „Wrr besitzen nichts, unsere Kassen sind leer, wir haben uns für fremde Sachen ausav. neben''' HK»d> ** USfcW1“ Zd dc# Rem, es ist urchi möglich. Ern so trautiaeiifim&tict tficrt, Schauspiel werden wir der Welt nicht darbietenA^S im Wow das tväre die schrecklichste Insolvenz und die fmLck terlichste dankrottansage. In diesem histonscha, Augenblicke, da der Genius der jüdischen sckichte so viel von uns fordert, wende ich mich w euch mit der Bitte: Vergesset ni.hr, daß ihr dir Nachkommen der Makkabäer seid, zeiget euch nich klein zu großen Zeiten' Ich bitte euch im Nam-r, euerer eigenen jüdischen Ehre! Euer ganzes ben betet ihr: r«an Euer ganzes Leben bindurch beteuert ihr: Zch bin ein guter Jude" Ein ganzes Leben rühU ihr euch: „Ich bin ein Mter Zionist" — beweiset folglich durch Taten, daß all euer Beten, all eure Beteucrrmaen und Reden kein leeres keine gottlose Löge waren. Ich bitte euch im men im lerer modernen Helden, die sich CholuM riennen, im Namen jener idealistischen Aladenri kcr, die durch ein Wunder unserer materialistischeii Judenschast entsprojseu. Diese Akademiker wußten auch, was das bedeutet, eine guie AdvokaturskM;- lei, was das einträgt, einen einzigen Wucher« den Krallen des Gesetzes zu entreißen; diese Akademiker wußten auck, was eine gute ärztlicke «nunc, «i W Praxis bedeutet — und doch haben sie diese g!än> zende Zukimst für nichts geachtet und folgten der Stimme ihres Herzens, gingen in das gelobst W »nd sw Land, setzten sich auf die Straße und nahmen den Hammer zur Hmiä, uw mit ihm Steine zu k!op< letei mit w sen. Ich füge hinzu: Gott sei Dank, daß dem so geschah, denn diese ihre Steine werden sich einnick in .Haufen G-oldeS verwandeln, weil auf dielen von ihnen erbauten Straj-en morgen Mann« schreiten werdest, die in Palästina das beharrlickste Besitztum errichten werden: die neue iübitdjt Kultur, die neue jüdische Ehre. Während eure Hausen Goldes, die nur den -Haß >md den Neid eurer Un'gebung erwecken, sich jederzeit in Stein« verwandeln, die der Straßenpöbel aufbebt, um -euch zu steiniaen. Ich bitte euch int Namen unserer armen Brüder im Osten, den» diese können sin das Judentum nichts mehr hcrgeben; sie gaben alles, was sie hatren: ihr eigenes Leben, die Ehr ilwer Frmien und die Ehre ihrer armen, unschu!> digen Linder. Ihr werdet nicht nach jenen unzähligen, unbekannten Märtyrern Käddisch sagen - io traget denn nach euren Kräften zum „Keri Hajessod" bei — und ich versichere euch, daß dies. Tat nichts weniger heilig sein wird als die Worte, die ihr an den Jahrzoitstagen eurer teuren entschlafenen Eltern sprechet: HÖC» tthpiTi bun* Dieoiabi!' HMckan" HN jernf rrklar«, fimilfria« ö" jslaftira 1HJ/ tog er jöe WW« Sie du 2 MB K< ■*nt Dei«Nw «ende „Privc Nehme di« Ankmjt ojsinllichen d Der arnbijche In W! chrenwettkn teig Gerccht>! mb. MM .«äflflWf't«. t '» Wunsch, u bctrc M 1 Proze Jckn smd Gelobt sei und geheiligt sein großer Name. het. Jeder Mensch soll in seinem Leben wnigstenS eine große Tat vollsühren, aus die er stolz sein kann und die alle seine Sünden tilgt. Wvhlcml vollftihret auch ihr eine solche Tat, bamit. nw Kinder und Erckel davon erzählen imd cinmelj sagen können: „Mein Vater, wein Großvater! ein guter Mann imd ein ehrlicher Jude." (Aus dem „Zidovsky kalendar 5682".) je« Seite. D« Msstis M Zionis klschewjslijc toi Polen i videritrebcr .. Mai in vnrdkn M xlaren in! Mssorderie .britische lb llloffe im Är üremi anÄsäier ssnsland r ton nach snnn Ni dehallen, ckntn, a!von den 'klemm i wrfjRasf, gibt ts b>» es fii C! des lieft, werdm, tnhl M Tie Li Die politischen Forderungender Juden von Russinsko. Aus M u n k a c s wird uns berichtet: . 31. Juli fand hier eine Konferenz der Zionistisch Organisation in ssiulsinsko statt, in welckM n» Erstattimg des Berichtes, aus welchem hervorg' daß in Russinsko cm 10 zionistische Lokalcnn^ gebildet wurden, die Delegierten für den Karls^ bader Kongreß gewählt wurden. Die Konferenz beriet dann über die Geltend^ machuna der im Friedensvertrag vorgesehenen si" iwri tätsrecht« der jüdischen Nationalität in " smsko und beschloß, zu diesem Behufs enerW Schritte zu unternehmen. In einem von der %I screnz genebmiatcn Memorandum au die Rchk-I rung werden unter anderem die folgenden rungen gestellt: Die Anerkennung des als Ruheiag für die Juden. Errichtung jiibji Schulen, 'Anerkennung des Rechtes der Beo>M^R dr jüdischen Sprache, ferner, daß Juden hat und an jiidiscben Feiertagen nicht vor zitiert werden dürfen. Mit Rücksicht auf die Zahl der Landtoirtschast treibenden Inden in sinslo wird gefordert, daß in der SBobeM^I lnngskt'mmission auch [übiirfje Vertreter % linden, damit diese die Rechte und Ansprüclz: siidischen Landwirte vertreten können. «ttwsM» 2ftbijch dwel oi Ichoss I! looftete, Strn'lsrl jeivch nj ckoebm M, bag «Hw® 8« ÄCBfc JSt Si iS»« i3ir< titi Ar Die Kurse und der Zionisnkilr- Im englischen Unterhaus r'chtetc der De putierte Mr. Ormsby Gore an die RsgieriK! die Anfrage. ■»& der Führer der sogenam^ arabischen Delegation aus Palästina, M" Krasin Pascha, we ch:r gegenwärtig d'o päffchen Heuvtstäaw vereist, um ge'en de iCng and und de i Allste' en 'estgel gt p W nensstchr Po'iti! zu protestieren, oim Pal'u' Audienz empfangen wnrse. ferner oö der " tische dipllomat' 'ch: Vertreter zugegen vw schließlich or> er diesen Besuch b im Pa >ü ni^ oornkömeii mit der br'tischcn Negierung maV Uiiteistaatssekretär für Aenhores Mr. Wortil veanuvvttete den ersten Tqii der ten

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