Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 54 (12.8.1921)
- Date
- 1921-08-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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/ >,neagprz tftetuig ..ILdW^ EMlsM««1 12. Augk>. 3tr. S* isngrüf, einen G'ibcif, bcHtt ersten Ansturm lötete, voraus die ':cl;or, da sie otjne Flünngn blieb, Sitlj zerstreute, und M? [paler einet der Güfnte Echci' l’iraS den Trance der grünen ftal>ne, die bei Neti- , giouJfrieqeu entialtet wird, tun einem norlnnnliqen r'lngriss tötete und die trnt.ne erbeutete, meidjc hernach von der Polizei mit Beschlag belegt wurde. Abraham Sck>apna wurde, so erzatit: der Ier»- falentee Korrelpoudent des „9!ie»tre vrtnünWmTdic tAenraut", tu der Sh'im in Rußland geboren und 'un!m Atter den neun Intwen mit seinen Elteni nach Paläsiirnr Diese lausten >881 ein kleines Anmdstnck bei strich Ti>wa>>. daS dmnnls unter dem gelben Lieber snnbtbnr litt. Die wenigen jiidijeben Färmilien, die sich dort aui; 10 üimam y.i'ib yiederließen nnb die kleine STolonic Iechudia griutbeten, fristeten mit Pstühe ihr Dnsein. ES ging Ihnen sehr schlecht, und »nur Jahre später starb SckapiraS Vater bmblläblick) Hungers. Wäre 18S0 vicht Sannt Ro'hschilo itrtz Land gekommen und hätte er nicht, nnröbont er plbraham Schn st! ra als «wen der rrrkien.emsttnngen hatte, den Grundbesitz den Kolonisten nnsnekmist und diese als Landarbeiter mit 6 Pinslern Tagelohi, angestellt, so wären sic alle kläglich ziignmdegc'gangeii. Schön damals halten die 20 bis 25 Familien in Pelach Tikwah Miimlerbrochen Kämpse mit den Beduinen zu führen, die stets rauben und stehlen toollten. Man ilellie mtr ein größtenteils ans Aral>ern bestehendes Wachkvrps an, dessen Ehef der 20jährige Mraham Ion,de. hin dieicm Amt blieb er 28 Jahre mit einem Monatsgehalt von 60 Franken. Er war für asteS, waS gestohlen wurde, verantwortlich, wußte auch stets alles ziirückzubrin^cii. Erst kurze -seit vor dem Kriege wurde eine Indische Wächlcrorganisation errichtet, deren Bcra- "r Schapira war. Im Kriege wcrr er Mitalied -'s Etemeiuderates der Kolonie. Er lvar mittler-! -eile Ivolckhalrud getoorden, besaß Grund und Bo» ccit mib verstand c-3 ausgezeichnet, mit den Arabern um,zügelt eu. Seine Taktik war, bei Kleinigkeiten durch die Finger zu sehen, daun die Araber einigemal sekundlich zu lonrueu, im Wiederholungssolle abek streng ciusiutrele». ';iii Benuni des Krieges orduete der türkische 2l:selchöhabor in Jaffa die Enlioassnung der Juden au:- Man liesirle einige Dassen ab, die anderen versteckte man. Damt forberte der türsisä'e General d'e chlotore und Röhren der für die Pstanzungcn "ötigen Maslerteitnngen. Schmira versprach, Verlanden nachriikoimnen, aber erst allmah- . damit die Kolonien nicht zugrunde gingen. Im . .,öbrr 1917 wurde er Bürgermeister der Koloiste. ^Ät- Oktober .'9.18 wurde der allverehrte Mann plötzlich unler militärischer Bedeckung nach Damaskus geführt, wo Dschemgl Pascha ihn der Spm- .näae lccschuldigle und ihn ins Gefängnis werfen fielt,. daS Kriegsgericht ihn sreisprach, er in Hast und kam schließlich nach Konslmrt'il Nils die Enteiilcartiic»,, einrückten, össnele .'hlften von Pelach Tikwah von den Engländern l' Jaffa geschickt worden. Nur Sckmpiras Frau Söhne duistan in die Kolonie znrückkebren, um > :i ihren Pflanzungen zu arbeiten. Es war ein geläbrliches Unternehmet,. siponatelang lebten sie größtenteils in Schützcitaräben, bloß ab tmd zu konnten sie die Arbeit svrisetzen. Als Dr. Weizmann tmd seine Frau nach der o„r-Deklaration Palästina aussuchtm, schtroren Irckber, leide n> ermorden. DaS zionistische nitee rief SchapiroS Hille an. Abraham Schaar weigerte sich Geld cmziinehmen, lind betrach. '-!» den Schuhposten als große Ehre. Monate hin» kiikch begleitete er Dr. Weizmann auf Sckrritt und ' ritt und brachte!hn schließlich nach Alexandrien nirnck. Bevor Sir Herbert Samuel als Generalgouveriicitr nach Palästina kain. ersuchte man Schapira ebet ^alls, lfm zu beschützen, weil die ' ''"'uning unter den Arabern auch damals nicht > gm war. Da es Zivilisten verboten war, bei 'lnkimsl des Damplers anwesend zu sein, er» ' ’' bfTi Kommandant deI Landungsbootes Sck,a- ' . Pvlizeiuviform anziiziehrn. Er war einer der wven, die S>r Samuel begrüßten. Schapira, der --M >toU seiner stürmischen Bergangeiiheit heute ein begüterter Grundbesitzer und gtückticher Familienvaier ist, sielst die ssnkuiiit Palästinas in rosigstem Licht. „Wenn irti zuriicktehe -auf all daS, >vas gewesen ist. aus die Feit, als mein Vater Hungers imtb, und die heutige Zeit betrachte, dann glaube ab, das-, wir -usriedo» sei» köuueu." Das waren seine leiden Warle alS ich mit ihm sstrnch,' erzähl! der Karresvoudent des stiotterdamer Blattes. Ab. Auch wir Juden haben unsere tote Zeit. Nur dc'uke man dabei nicht an jene Tage, au denen die Spitzen iinserer heiligen tlleiiieinschast, weltliche »ich geistliche, ivohl zu unterscheiden von geistigen, in den verlchiedenstan Kurorten Ivetten, um hier das schadhaft gewordene kdrverliche Gehäuse ihrer Seele zu slickeu. Der Monat Ad sIuli—August, der griechische LooSi bedeutet unsere stille Zeit der vrmier, die wir vorläulig noch setz! begehen, b!S es getchcheu wir!», nach deS Propheten Borte, daß sich der Falttaa deS sünfien Monats, sowie der dc'S rlertcii tu -iwn Festtag verirandeli. wird, ^o'jen n ir daran „iid lösten wir i-»S In unserer Hofsuiing nicht erichütteru. TaS loären keine Juden, Atz! Traiwiaer und ziialeich lehrreicher Dag. Er lehrt unS. wie Schwachheit, VertraueiiSIosigkeit, Zwietracht. Streitigkeiten, idl wichtigster Art. unser Üttbfil herbeiluhrten und wieder andererseits unseren Heldenmut, unsere Tapferkeit, Tatkraft, lunlen ..Rozvos"^ verösfenilicht ' eine Zähigkeit und Entschlossenheii, bie Bewundermig. - - ' ~ " " auch unserer Feinde erregtet, und uns vor dein 6kue Auselnandersehung mt ' Dr. Franz Sahn. Die Zeitung der tschechrsckp-sudischiliitergange bewahrte». So lese mau denn in der Mischna die Zusanimeiistellung der fünf traurigen Ereignisse, die unsere Bäkcr mit 9. Ab und dem M. Thaiuur betrafen. Viel belehrende Geschichte liegt in diesen lapidar!scheu Worten. Der 15. Ab sieht das gänzliche Ausslerben des.Dor ha Midlar, des Geschlechtes der Wüste, des feigen, vertraueuslolen, schlaffen, schlappen, schwachen tzsteschlecht-Z, ein neues war herangewachsen, dies sollte das derheitzene Land in Besitz nehmen, so folgt eine Wochx nach dem 9. Ab, dem Traiiertage, der Freuden tag de? Ebamischah-Assar bc Ab. des 15. dieses Der» hänaniSvellen Monats. Man lese ble Mischna Dnanith und Noseh Haschana. — Gehen wir weiter ln die Geschichte unseres Volkes, da hören wir, wie am 10. Ab, am Uebersetzungcn aus Tolstoss Schristeu, mit der' Iudeukragc beschäitigeu. st!i<>v Freude mag ihr der Fund bedeutet I)aK n, der Nummer 18 ihres BtaUcS dem 9 Freunde gleich nach einem „Feuittetou Strich", aber unter jeder Kritik über : slischze Meeting in Prag austischt. tUiag i vaj" nun auch die Brocken von unserem klaube», falls irgendwelche, sür ihn alsta" eine subjektive Frage ist, ivir sind ifjm T' big sür die Möglichkeit einer Auseinani' solcher Art, die uns srstchtbar schaint, wir nichi answeiche» wollen. Tolstoj kann eS den^ zionistischen nicht verzeihen, daß ne bei all ilgrcm t'ö und Sireben nach Ausstieg, Fortschritt!»’■ wa? emporsübit. dem nicht ausgeivicheu \ in Wirklichkeit die höheren Schichten E»- 22 Juli 1896, einen Dag nach dem Fasten Ivegen de? f Bewegung setzt und die Kraile der Hobe Dempelbrandis, die Juden Frmekreichs, mehr als, i'.eSzehntansend Euroo..is zur Empör»,'.' MstMO, dieses Land ans Beseht Philipps IV.. Sie glaubten, daß die Kraft Europa:- welche die Zuvcrhckii verlieren. In diesem Sii'ite des Schönen genannt, verlosten mußten. Ihr Der-. siaotlichen Institutionen, dos ist in der sind wir alle Mefsianisten. ivie dies, scvon!m 15. lrechen war. daß üe Geld besaßen, und der König Geschütze und in allen Schrecken des 9' Iahrhiindert, linker Philosoph, Joseph Atbo, anS-s es brauchte.?tttes, waS sie besaßen, verfiel diesem mus beruh», und da ineinten sic nun, P stihrte. — Im leiblichen Schrisllüm ist der Name-sonderbaren „LanpeSvaler". Man höre ein Stück-, ebenfalls ben ehrwürdigen Alten in die ' deS llstoiieteS Al nick't angeführt. Er loird hier als >tzen von seinem ^väterlichen Vorgehen. Als der i kleiden und ihm einen Deoen in die Ha: der fünfte Monat genannt unb Jerintnsah, sowie fbieiie Philipp hörte, die fliehenden Juden hätten! Es folgt sodonn eine Schilderung jenes < Cecherjab. wciseil aiü ihn hin. 5Jtit der Ethgmoin ihren Häusern, in der Hosfnung mif baldige daS der Mi ikariSmuS bei jenen „Holzerei' logie deS Worte? beschäftigen ivir unS lieber nich», Llückkelw, reick)e Schätze verzcooen, erlaubte er j len" der Gesellschaft in Europa, ja schon i denn es komm! dabei wenig ödest gar nicksts heraus, einigen Inden, in Frankreich zu bleiben, um ihm Amerika auslötz, ihrer Anstrenguug, dom ~ “ zu he'sen, die versteckten Schätze ans Tageslicht zu' dunlismus zum Siege zu verhelfen und ' schon besser, mir wissen, daß diese Beziehung gleichbedeutend ist mit der des Adonis. — lieber den Kiiltu? des Dhamuz, des Adonis, über die Weiber, die ihn beweinen, geben die Propheten, besonders Ezechiel, unS ums'ändlick>e Berichte. Doch kehren ivfr zu dem Ab ziwtick, zn diesen, wirklich heißen Monate. Die Mi'chna Taanith schreibt über ihn: Inns Ereignisse setzen wir gleich hinzu, trauriger Art, fanden m» 9. dieses AaniatS statt: An diesem Tage wurde beschlossen, daß das Geschlecht der Wiiste, das auf vie Worte der 1V Kundschaften gehört, nicht in Kanaan e'mziehen solle; cm diesem <age wurde Jerusalem durch Nebukadnezar zum ersten, zuin zweitenniale durch TituS zerstört: Betar, die unter Bar Kochba st-rrk befestigte Stadt, ivurde erobert und ein Jahr darmif,. nach volllommener kliiterdriickung deS AusttanbeS Bor Kochbas, ivurde ans Befehl des Siegers, der Pflug Über Jerusalem, und den Dempelbe''a geführt. Mir denken, diegenügt, nin den st. Ab zn einem oerhänguisvrllen Dag kilr «ns zn^gestalten. Sinnig ist blc Legende, die besagt, der £ag sei der Trauer ge- »neiht, nwil es die Schlaffheit und Schivachheit gewesen, die zuerst unser Volk das verheißene Land /-ezschm lieft, Ein dieser .C^pbanfe, der miSletzp ^UHl) tlCI il r, | i ffirtl, Jexvrnitftiuit Energie, 'Mangel stin Mstei-Skräft, find eS mich nech fetzt, die iwS oder viele unter unS erfüllen, und nnS von dest entscheidenden Tat zurückhaltan, Ebne Tatkraft gibt eS kein Kanaan, irntd wenn sie fehlt, wird nimmer in doS Lord der Verheißimg ci'Iieben, dies sollten sich unseve Nörgler unb Ncuiimal-Wcisen sagen lasten... 70 Jahre liegen zwilchen Mer Eroberung^ Jerusalems durch TituS imd der Niederwerfung deS Aufstande? Bar Kochlas, dieses letzt,-n AusstackornZ des jüdischen Frelheitsgcft'blS. Heiße der röniische Eösar Titus, heiße er.Hadnauus, er merkte eS, er hatte mit Helden zu tun. die Bereit waren z» sterben, wenn sie in der Freiheit nicht zu leben vermochten. Helden, wie Jochanan von GhiSkala, Siyion bar Glora, aber auch wie Akiba den Joseph, jagten auch de» Nömern Respekt ein. „LieS den IosephnS" ruft Spiegelberg den Karl Mnor zu, mb wlr möchten auch unser Geschlecht daraus aufmerksam machen, clivaS fleißiger in unserem Geschichlsbuche zu le» sen, auch liber Akiba und die 10 Märtyrer, von denen bio spadene Ueberlirserimg erzählt, vom deneu Heldenta-ten die Kinal> knndet, die sie mit den Zedern des Libanon vergleicht. 9. Ab-T>schah de jagte er auch diese erbarmungslos jeNschaflsoruppen zu vernichten, die sich r er sie grundl'ch anSgebeutet hatte. Hilfe ihres Mü'tarismvs behaupten köuu .. •.. .r_x e. e .. t *t! x. _ <% cyI .^ .r..u ■ u Iti V! (Ti,V- V, a — O > ah * f f, r vsindern Dann fort, nachdem er Ist dies nicht ein wahrhaft kmitgliches Vorgehen deS reckwistianissimiiS? Wir haben viel von dieser Liebe genossen. — Und es kam ein noch schwärzerer, beitzerer 9.?fb, der des Jahres der Welt 6252 —1492, als der fatbolijcbe Ferdinand imb die »och laiholifchere Isabelta die Juden aus Spanien vertrieben. Lassen wir darüber den spanisch-stidischen Finanzminisler und Gelehrteir Abarbcmel redeir: „Und so zogen wir m^8, mfähig zum Widerstande, 809.090 Fiistgäneer, Greise und Jünglinge, Weiber imd Kinder, an einem Tage anS allen Reichen deS kkönigs. Wohin der Geist unS zu gehen trieb, ginne» wir, md unser König zcg unö voran: Gott war an unserer Spitze. Einige ginnen nach Portugal und Mvarra. Aber nun ist die Sunde der Zionisten, das; sie 1 soll solcher Gruppierung enlgegcnarbeitn'!inch Tolstojs Meinung im Judentum obzwar er doch sür russische Bcrhältnip'- und keineswegs die Abkalldebatte des „No: lesen mehr Gelegenheit finden konnte, - linen neuen europäischen Staat begrün^ Und die Behauptung tvagen, daS sei Forti- Entsck'iildbar sei militaristisches " noch sttr die von den Fesseln des MUitm i erlösten Europäer, nicht so sür die I>in>" ■ ton Juden. Nein. eS ist nicht wahr, b<Vstmde Aiistrandererbewegiing, die die 9!- von Juden in einem Lande verhüten nnd der zur lange vergestenen Bodenbeartni' bittere? Leid, schweres, finsteres Ungemach traf sie | tücfbtingen will, daß diese unstreitig e iibrrall, Raubgier, Hungersnot und Pest. Einige begnben sich aufs Meer imd suchten in den Wogen einen Pkod, lim hier dem Uebel zu entrinnen und sichere Sitze zu suchen. Aber auch hier folgte ihnen das traurige Geschick. Biele wurden alS Sklaven verkaukt, vnle verschlang da? Meer, viele gingen durch Brand cktntei der in dem will von all dem Jammern der lese nach ln dem Werke des selbst klüchtlgen Sohnes eines Augenzeugen, das er — er hätte keiaeu besseren Titel für sein Buch wählen können — „Emek ha Bacha", „Ianimer-Thränenial" nannte. . . Ein ver» häitani'Svoller Tag, der 9. Ab. An ihm brach, vor 7 Jahren,, der Weltkrieg aus ES war ein Sabbath, ein schrecklicher Sabbath, als unsere Sühne, Väter, Brüder, Gatten in den männermordenden Krieg zogen, der soviel Unheil über tmser« östlichen BewegUltg, dspotzie Zionisten als die w stellen, das/stcl des Zionismus wäre, e sucht nach Kolonisierung bestand bereits > Zionismus, er >)<kt sich ihrer bloß keck l n gab ihr eine politisckie Färbung und 1 nur die Rückkehr der Inden zur Lanw' gebremst. IHtrp—TM"IseMNsr—dsT"jüdischen ■ et.i kolossale Dtine'isionen nngenommen imb >, sliissiaerlvetse den klaren Wunsch der '> die Stadt zu verlassen und sich der ciiizia allen eingeborenen aesiindeit und herrl' ' beit Gottes — der Landwirtschaft — zu nur kompliziert. Wir lelen diese Predigt an Barbein ein in das Gewand einer Fabel aeklcido>> chen von einer sinsieren Bewegung, die j niSmns nennt. Es soll klm sein, daß Volksgenossen bringen sollte. Nicht lange, nach intuitive Einft-Hlm in unsere Selmsuck dem 9 Ab 1914. kamen sie in Hellen Scharen zir unS, Hilfe, Rettung suchend. Aus dem Norden kam das Unheil, wie Ierrmiia vor Jahrtausenden schrn vorauSs.ah Aber auS dem Dimkel des Weltkrieges rrklrahtte tmS da- Licht ZijonS. So folgte auf den 9. Ab einst auch der 15. Ab, dar Freudentag. Und, so hoksen wir weiter. Wir hoffen, daß der FasttaqcheS 5. Monates sich in einen Festtag waadein werde, wenn wir die richtigen Lehren aus ikm ziehen. Weit weg wollen wir die Scküvachcn ttm uns weilen, jugendliche Kraft beleben uns, und dann wird ans der Tränensaat uns ersprießen die Inbelernte deS 9. Ab. Tr. M. G r ii n f e l d. schätzen, wenn es gelingt, imd es fchm* daß es einem Tolstoj niißlingen niußto. einer von jeglicher Sachkenntnis uiw Weise bei Belrochstt-ig jener weltbctveaeut blenie, die er wie kein zweiter versieht. , geheimnisvollen Sctzleier des ZiouisnniS glaubte, nber'den er seine ganze Keimt»! - ser Betractztina. in jenem Satze zu vcrstclwo er fast, der stionismus habe sich der Kvlviiilationssehitsiicbt des jtidisckeu V-' mächtigt. Man könnte auch sagen: Der mug ist nich'S.als dieS, »nd er Hot sick, lclbsi bemächtigl. Selbstauzelge. Dass rin Autvr sein untes Duch! s» brr je sachlich «tßeigt, Ist beittr jüdischen ifttuirr noch wewigrr böttfig als anbers- Obfflicfch es meiner Ansickt noch wünowewert tst, daß die Neiicrschstnungen nicht erst auf kk Gelegenheit, die -Lgune dder '.z!kratze eines Rezensenten warten müssen, damit deren Inhalt dein Zeltungspublikum ho- Hannt werde, jedenfalls Ist dies eine reinere, •e*rIrcre Art »er »Anzeige als die de« ge- ^-rA-ck'Zchen «mvnymen sogenannten „Wasche der ja leider fast ,lmn«r auch nur Autor verfaßt wküd. . Mre Man sich aber auch Irrt allgemeinen bnr Frage der Selbstanzeige stellen mag!. Ich - lstnen Todochl zu finden, wenn ich *-■ in*4 auf ein jetzt von m^r erschienenes f träte», das keinen kiterartsch-lünstlerlschen, uschastlÄwn vdrr deigl., sondern lediglich r n tendenziös^propagandistlschen Aspekt Hatz '. nsmerksam zu Machen, Ntlr gestatte. s Cs heißt: ,,^on der Schände ertcrer Rar incn. Ein Ruf an die rionistische Jugend" ffmtlt einem Anhang: „Eine Answahl blbUzscher Unb einiger nachbibklscher Ramen") und ist ah „Flugschrift bes Wiener Arbeiterkreb- ,ses für hcbräilckie Sprache und Kultur, Gruppe für die Provaaienrna tzo!>rckisck-er Mamen".! — Girrt fm^er Abschizltt daraus war übrigens vor ennffger Zeit In der jüdischen Zeitung" vorabgedruckt. , .. .. . . »; \ , ' ttfc Hauvttentzbni derselöm ksk .migefAr In dein! Vorwort folgendermaßen ausgrdrückt: „Nichs adert Ist so augenfällig bezeichmeno für die Ui^ulänglichicit. Ünwahrschrinlichkeit und Unwerligkeit angeblich zionistischer, antiasiimb lätorlscher Gesinnung als die nnjlld'schG Darnanten, die Zionisten weiter tragen und Ihren lFsntzern geben — dieses nmh innen und außen markanteste, aufdrmgllchstc Kennzeichen Israelitische Unsüdischkeit, Israessitschen Slchulchtzuertennengrbens. diese vorderste amijüdische Mimikry. Gerade lveik der Narm an sich dln« Bagatelle Ist, „Schall und Rauch" und tm direkten Sinne äußerem Iwange nicht unterworfen Ist, blleidt die unjüdischr Ostent.il ttorr, die er ausdrückt, ein« ebenst» symptomatische wie beschämende." ' In den 21 langen imd. kurzem Kapiteln wirb die „Schande" von verschiedenen Bkickpunkien ans deienchiet, wobei vielerlei gegnerische Ansichten gebracht und widerlegt werden. Die Uederschristcn der Hauplkapitek hauten: „Entscheidet Euch", „Werden wir durch den hebrchsjchen Namen jüdisch-'r?", „Traurig- Heiteres", „Bon der Höhe des Westens — Bon de» ftnrtfr,.rrd"« Otfrnt^ iNochmals: Mlr liegt gar nichts daran, ob di« Schrift gut, schön, bedeutend ultv. Ist. Man schimpfe über sie, man „reiße sie herunter" und hebräisiere sich und den Kindern die Namen! ‘ Dr. Awrahank.Schwadfon. ^_% T V ildovs^ kalendäF für daS Jahr 6082. Herausgeber: Verein jüdischer Akademiker ^Theodor Herzl" in Prag. Nckdaktion: Emil Waldsieirt. Vor mlr liegt der Kalender deS Spolek?id. akademikn „Theodor Herzl" des BrndervereineS „Bar Kochba"' in Prag, der heuer zum zweiten Male ersck>eint. Mil großer Freude wird jeder, der im Vorjahre den ersten Versuch deS strebsamen Akadem'.ervcreineS beobachtete, zu diesem Buche greise^ und all« seine Erwartungen befriedigt sin. ixii. Ein sauber miSgestatteteS Hestchen mit zahlreichen Bildern ans Palästina unb einer Studie von Strnck, reicbem wenn auch ungenauem und unzulänglichem statistischen Material, Beiträgen ven Isch Scholom, Epstein Dr. S. Klein, Kafka. Dr. Kraus Vlasttmil, Joses Jwri, Dr- O. Kraus, Arnstein, Briefen aus Palästina von Paul Drucker, Dr. Aschermann. Nebersetzungen von Buber, Perez, Aich, Agnon, Brod und Scholem-Alechem, und ein t» 'it - »rneue Jahr mit ihrem Kalender in die Oe>i,t zn treten In den von der großen ,iibij.n rntiir abgeschailtenen kleinen böfnnifd: ■. wird der Kalender sich sicherlich bald fein.' pen großen und kleineii Leser gesick'ert I da? ganze Jahr hindurch als fülkr und ir Freund snr tmjere Idee werlvalie rtonii" lind auch alle anderen werden gerne zu Heltcheu greifen, das ihnen Zeugnis gibt , liebe und dem Ernste eines emsigen Sireunserer Sache, der mit Stolz seine Kollegc,, die ihm nach Palästina vorauögeeilt sind. Hebröksche Literatur. Im Bureau des Hapoel Hazair, P Rnrovü 24 3 Stock, sind folgende hebrän ck^r und Zeitungen ein>wtrofn:» 7. > ' Mozn, Band 1 der hebr. Volksl>!l>!ioIhek . Amamit". Preis X 4.—. sLas letzte B/ hebe. Dichters ) Hascktilonch, Heft 1, frcio! .Maabarotb, Heit 4/5, Preis K 1".—.?(n 'ind im Bureau erhältlich in deutscher Gordoit, Briefe aus Palästina X 0.— nn Arbeit", viertefjagrlich IC 11.— (3 Hesteh .lenannle hebräische und deutsche Werke (in;' nn Bureau deS „Hapoel Hazair" erhäl!li,> in der Buchhandlung BrandeiS, Prag, I.. ' 22, und ini 2’nrenn des Jüdischen Nation,» Prag. H., llltiieoL 24. .