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Jüdisches Volksblatt · 1921-08-05 · 53 (5.8.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
53 (5.8.1921)
Date
1921-08-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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I » r- Öcüuit •* Fälle leuten und d< ' * Meile 1 einzedi * keplmn? Telep! 1 event. r Unieti ) ensleu , j Und 2b :. ‘ eJtsma 1 «ms.; 1 Hunde auf ei 6 mfef/t t 1 machst nicht « Uns u wegie Geist -i waren < übern beitun 5 bei il 1 leiten 2 Wersu ö März 5 Tie 4! Leute. ■■ t«n, 1 >• Ich s c traue: * - et- : nun , ieFfcM . e feit bl ,c dis 3f i Man « wollt«, Mark. ' £" sage: . £ geben t sucht' ----- Ein t Y: ©rofcr p e alle > jeder ' e davor - i von wege wiised j : g'-s 1 I in, 5 l acht ' * ' und t 850.0 f; beut! i 5QOr r hd al.e v v; zwei ■ £ Rc-n i, Er.! , I «fr I - weil j e inc fl ,i ausu!i '! tung' 5 dazu! , scheu - für 1 i zum ,j die n' .< Uvb / l für und ■ svd-l Iug t :I Mit I über %' l freite ,is'! i wol', , «, C«i‘ »ich kilti wer! tüch genc \en a je lun^ * » Anl;■ , Ich t s Ifigfwfeja Jüi sch es 'Eelf’frfatt4' 5. August 9ir. :53 J üfrr ■: tnar. öl» «ro j sie % 2ch »’i r telg. - chenf n ShiÜnnri'ctiiitflÄniit nur vernnnd^vle Einwande- «»ftgsmöglickstiteit gegenüber stehen. stch habe siel?, die Erklärung der Mackne zugunsten der- Heimstätte in Palästinadahirt verftätzden, daß sie gleichzeitig — neben anderen ^iesichtspnnk. trn in dt-r einen ckdpr der anderen Form — zu nngiinsteu einer ib eile reu Eivwandernng nach den bisherigen Wcniderzielen gemeint gewesen ist. Besonders kraß icheint mir der Standpimkt der Delthilisbeweguna bczüilich der Unterbringnim der ostcirropäiswen Mrisculinder zn sein. Weshalb diese nach Kanada, den Bereinigten Staaten, Südamerika Australien usw. gebracht werden sollen, anstatt in Palästina zu ganzen Juden erzogen zu werden, ist wirklich nicht eim zusehen. Das ideelle Monient der dortigen jüdischen Position, die wir so dringend nötig haben Aber auch in materieller Hiiff.ckt ist schon die Nrise billiger, für die Erstehung gilt dasselbe, »nfr auch in anderer Hinsicht winken im jüdischen Palästina nur Vorteile, während st, der nichtjüdischen Zerstreuung neben allen ideellen Nachteile« auch die materiellen Schwierigkeiten nicht außer csiht zu lassen sind. Fast scheint es, als ob zwischen der jüdischen -Weltbilfsbestrebimg und der jüdischen Palästina- Cache Konnirrenzgesichtshunkte obn alten, während in Wirklichkeit die Gesamtlage der jüdischen Welt jeden denkenden Fuden verlassen sollte, beide Bestrebungen zu vercmigen, in der Palästina. Sache das Moment der Hilie starker hervortreten zu lasten, und mif der anderen Seite die Hilfe gegen die jüdische Notlage soweit als irgend mögsich aus Palästina zu konzentrieren. In cinkin vereinheitlichten UrbeitSkomhlex des Aufbans Palästinas »nd der Rettung der Juden haben wir die graste Aufgabe vor »ns, zu der die ganze jüdische Welt jetzt ihre Kräfte der- -sgen mnß. Arrogant Ignorance. „The new Palesst na" 1. July 1921. Es wäre ein Angriff au' dis Intelligenz bet Leser des „New Palestine" wollten wir den Herrn Henrn Morgenthau in der Zeitschrift „World Work^ veröffentlichten Artikel ernstlich erörtern. Er enthält keinen Gedanken, der nicht schon früher wiederholt wiei-erlegt worden wäre. Jeder Zionist, der Herzeltz „Indenstaat" oder Pinskers „Antvemanzipation" gelesen hat, kann d:e Unrichtigkeiten , deS Artikels Mr. Morgenthans selbst dartim. Jeder, der das jetzige Leben der Juden oder das all- Stemme politische Leben der Jetztzeit studiere, bwite diesen Arstkel zerpstücken imd den Autor als das entschleiern, was er wirklich ist: als einen ungeheuerliche» Ignoranten, besten Ignoranz nur möglich ist auf der Basis seiner Unwissenheit. TieS sind die Dings, die Mr. Morgenthau offenbart: (?r ist kein Zionist, er glaubt nicht an die mosaischen Gesetze und weist sie als veraltert und , nutzlos zurück, es hat nichts zu sagen, was dem i jüdischen Volke Tradition, Bestrebung, Gebet, Sehnsucht, Opfer bedeutet, er betrachtet Palästina nicht als jüdstches Land, und setzt kein Zutrauer in die britische Regierung. Er löst die ganze Frage, indem er nur aui sich Bezug nimmt und sich gegen die Not, das Elend und das abnormale jüdische Leben isoliert. Er glaubt, daß alle Inden tun sollten, was die amerikanischen Juden alle nach seiner Ansicht trm. Er denkt, daß sie sich's selbst bequem machen nnd unter den Bedingtmgen einer freien Denrokratie Reichtümer anhäufen und ihr ^Manieren kultivieren", um echte gentlemen^ zn werden Daß es für die Juden in Polen, llkrainc, Rumänien oder Eowjet-Rußland, wo der weitaus größere Teil der Juden lebt, mcht geringe Schwierigkeiten zur Erreichung dieses Zieles aibt, sckieint ihn nicht z» berühren, weil er in den Vereinigten Staaten sicher geborgen ist und bei seiner politischen und sozialen Karriere nicht auf Hindernisse stößt. Es ist immerhin bezeichnend, daß Mr. Morgenthau. der sowohl an der World's Work als auch an Bronxer Realitäten interessiert ist, einen 8 Seiten langen Artikel über die Cleveland-Convention unmittelbar nach der Abreise Dr. Weidmanns veröffentlicht. Mr. Akorgenthan weiß, daß D-r. Weizmann während seiner Reise in den Bereinigte». ^ta<,wn durch den Präsidenten der Union, durch den ^matssckretär, durch Governors und Mapors und snhr^x Amerikaner überall cnrpfangen wurde. Er weiß, vast die T ggesblätteri und Zeitschriften der Tan,,^> ber öon £t. Weizmann und seinen Kollegen gefuhrie,. ifaen uneingeschränkten Beifall gezollt Halle.- weiß, daß nicht eine ^Stimme von mchsiudischer ber Veröffentlichung der Balsour-Deklaration gZ,-. den Zionismus erhoben hat mit Ausnahme der Artikel, die in einer gewissen von antisudiswm- Propaganda beseelten Presse erschienen sind.. Er weiß, daß der Zionismus überall, ohne Hsnsscht aus die praktischen Erfolge, als eine idealsststckv BÄvegung begrüßt wurde, die geiraaen «st von deni Streben nach Kerechstgkeit und Billigkeit und innweht vom Geiste einer besseren Humanität. Er weiß — denn er muß wohl die Zeitnngen gelesen haben - daß der Zionismus die schveigende Hufttmmimq und der aroßen Massen mx ameritammn Ju.en, inklusive tm,sinder reioriilierter Juden, gefunden hat und daß, wenn. über- Haupt etwas einen Prüfstein für den ^deallSmuS eines Volkes darbieten kann, der Zionismus dieser Prüsstein des jüdischen VolkcS ist, sowohl derer, die in freien Ländern, als aiich «rer, die J1’ 2atibexn der Bedrücklma wohnen. Er werft, dcch der alte Schrei: Zionismus sei mit Amerikanwmus unvereinbar, veraltet ist, und daß dr«.d« d«seS Aramnent in verflossenen Jahren benutzt haben, aushorten, es angesichts der Entwicklung^dw me in- Welt überkommen ist, zu ^brauchen. Mr. Morgeilth>iu erhebt sein Haupt und gibt feine Artikel in die Presse zu einer Zeit, da die Feinde des jüdischen Holkes emsige Anstrengungeir machen, die^oisnigig des jüdischen Volkes: ein und sm allemas einen wiedermlerkannten Staat für sich aloJeine Kulturnation zu erhalten, vergeblich zu machen. Er vereinigt seine Stimme mit der Fords, ioeil jeder, der ein Ideal des jüdischen Volkes zu Mitergraben oder zu zerstören versucht, dazu beilrägt, das südiiche Volk in den Augen der Welt arin und sch>va»h zu machen und unseren Feinden hilft, in niisere Verteidigungsstellung eine Brestche zu legen. stilaubt Mr. Morgenthau, daß seine obersläck)- liche Betrachtung der Ideale, die ein Teil imd ein Slüch des jüdischen Lebens gejvorden sind, sowie sein Hinweatrelen von diesen Idealen nnd die Bekanntmachung seiner Ansichl, daß diese Ideale memaks erfüllt würden daß sic wertlos seien, glaubt er, daß all dos dem indischen Volke bei Begegnung mit den großen, ihn: ini Wege stehenden Schwie. rigkeiten Hilfe bringen lvird? Glaubt er, daß sein Appell an die amerikanischen Juden, der auf ihrem eigenen egoistischen Interessen und ihrer Bequeinlichkeit fußt, dem jüdischen Volke zur Behebung der großen Probleme helfen wird, die sich ans der Loge der Inden -in Osteuropa erheben? Glaubt er, daß er den Inden einen Dienst ertveist, indem er versucht die Erfolge der zionistischen Führer zu diskredineren, die;u mindestens die gegenwärtig.n'. Umstände gemildert haben? Wenn wir voraussetzen könnten, daß Mr. Biorgenthan genau wisse, was er tut, müßten wir sagen, er habe diese Gelegenheit benützt, um als Feind des jüdischen Volkes jenen zu helfen, die l>estrebt sind, unsere Hoffnungen zu tzlichtc zu machen. Wir wissen jedoch zn gut, daß Morgenthau kein Philosoph ist- Er ift kein religiöser Wahrheitssl'cher: er ist bloß ein sinrpler, gewöhnlicher bnsineß Alaun, der Reichtum angehäuft hat und deslMb, weil er Reichtum angehäuft Hot, die Kühnheit besitzt, über Fragen zu sprechen, von denen er nichts versteht. Der Maaffer in der Vergangenheit. Von Sch. P i m s k y. In der jüdischen Geschichte spielt die 2teuerform des Maaffer seit jeher eine »stoße Rolle. Mäasser heißt: ein Zehnteil,' der zehnte Teil des Vermögens wie des Einkomnlens eines jeden Inden mußte für öffentliche Zn>ecke des jüdi'ihen Volkes abgegeben werden. Ter Maaffer lmt verschiedene Formen gch'cht, wurde zu verschiedenen Zwecken verwendet, aber ein Hanptzng seines Wesens war die Versorgung von Einrichtungen, die für das öffentliche jüdische Leben von grundlegender Bedeutung waren. Bald war er ein Ehrentribut für die führenden Persönlichkeiten im Judentum, bald war er eine Abgabe zugunsten des abgesiihrt tonrde, während die andere Hälfte von dem Einzelnen an private Notbedürftige verteilt wurde. Als Einkomnien wtlroe im Mittelalter auch ein Fonds, ein Geschenk oder eine Mitgikt bezeichn net. 'Wollte ein Vater seiner Tochter eine volle Mitgift geben, so musste er zugleich den Maaffer an die Gemeindckasse leiten. Der Sohn inußte von der Erbschaft seines Vaters dem Maassir abliefern, obwohl der Vater bereits einmal von seinem Berinögen Mc.assir gezahlt hatte. Der M-aasser wurde als Pssicht der Person und nicht der Sache betrachtet. Wie ernst die Maasserabgabe genommen und wie peinlich sie drirchgesührt wurde, kann man aus vielen Stellen der Responsenliteratnr ersehen, too mit vollem Ernst nnd mit voller Ber»mtwortung die versihiedensten?l?aassersragen behMdelt tverden. So z. R., ob man den Maaffer vom Brutto- oder vom Nettogewinn abgeben muß, usw. Auch finden ivir in vielen Testamenten Bestimmungen von .Vä- U-nt an ihre Kinder, wie s»c den llNaaffer enlriäclen sollen.' Niemand bat »m den Maassir gefeilscht, Gegenteil, oft kam es vor, daß der M-aasser nicht reichte, und daß inan von den Gsineindemiltgliedcrn noch einen Znsatzinaasser verlangte. Wie sicher die Sllaasserabgaben eingingen, ersehen wir daraus, daß viele Gemeinden ans Grund des Maaffer Anleihen aw'genontmeit oder den?iäaasser verpfäildet hltben. Bei großem nationalen Unglück, Wo diese Summen für die Rettung von Gemeinden, Befreiung von gefangen gesctzien Rabbinern usw. verwendet wurden, hat man oft zu einem Doppelmaaffer gegriffen Währeild der Austreibnug aus Tstmien, wo eine Welle von Flüchtlingen sich über Italien imd die Türkei ergoß, gaben die dortigen Gemeinden ein ganzes Viert-l ihrcs Vermögens her, um das Hilsswerk aufrecht zu crhalten. Tabei betonten die Rabbiner imnierZvieder, daß der Maasser nichts mit Wohltätigkeat zu tun habe. Ter Maaffer mr eine Ptlichiabgabe) er gehörte reicht dem Einzelnen imd war nicht seinem Gutdinken überlaisen. Nur auf diele Weise konnten dic- Gemeinden während des Mittelalters episüeren, uiid so wrirde der?llaakser zu einer der wichtigsten Voraussetznngen nn'ere? Volkslebens. Wir inöchten hier noch eine andere Erinnerung erwähnen, die mit einem Ausbau Palästinas in üZerbiiidimg stand. Cs. mr zur Zeit voll Esra und Nehcmia, als die Inden iNts Babylon nach Paläslina znrückgekehrt waren. Eine der wichtigsten Grinidlaaen jeries Aurbaus war der Maaffer, den 'r»'ebemia sofort nach seiner Rückkehr nach Palästina streng durchsührte. Diese besongerc Hertwrlebnng des Maassir im Bucke Rchcmia zeigt, w»e eng der Maasser seinerzeit mit dem Ausbau Palästinas verbunden war. imd tvelche Rolle er dabei spielte. Aber Rchemia csing noch vx'iter. Er sührtk nicht nur den Maaffer mr Landesprodukte dltrch sondern auch für Menschen. Jerusalem war entvölkert, nnd Rehemia ordnete an, daß jeder zehnte . „ - | Jlide ans der Provinz nach Jerusalem übersiedeln j serer Revtiülik amsdelmt und J5, l,ct j müßte. „Das Volk die Sickttle dem Inden alles in altem mr, selb» die Synagoge war tind hieß ihm „Schn!." Heute iii ihm die Schule viel weniger und der Sport alle?.. Wäre da nicht das juste milien, die gerechte Mitte ein;nschl»igcn? Aus dem Fußball allein kann doch ivohl das Jndentnm nicht auigebani wcrdeil. Das Eine, lvas nits notlui, ist rffelebruim über das Wesen des Judentunis, denn sonst drohen i _ tmsereitt Bestände, trotz aller körperlichen, fid)er« * lich nötigen Ertüchtigüng, Gefahren, vor denen Misere Konsuln nnö behüten mögen. Wer diese Konsuln sind? Keine Amtspersonen, denen Liktören mit den Rutenbüitdeln mtd Beilen vorangeben, sondern jene Personett, die berufen sind, das Volk zu belehren. In dieser Richtung ge. schielst wenig oder gar niöhts. Die Wahrheit muß gesagt werdeit. Als sich hier in Brünn der Kulturverein „Esra", ein wirklich ersprießlich wirken» der Verein, bildete, wiesen wir dciranf hin, wie notwendig die allwöchentliche, sabbathliche Beleh. rung sei. Der Gesang allein tut's un Goüesdiensie nicht, das starke, belehrende Wort darf nicht ganz auSgeschaltct werden, das Volk, insbesondere die Frauen, müssin erfahren. lvas die Thar», lehrt. Das ist unsere, durch nickts zn ersMtternd^ Meinung, wir brachten sie krästig zum AnSdnickst — und, es blieb beinl alten. Verwaist erhebt sich die Kanzel. — Ein Kapitel isl's, dem manchc, traurige Sitten gewidniet werden könnten. T»>ch genlig datron, w i r werden es nicht besser ittachen. Da dem nach von dieser Seite nichts zu erwarten ist, helfe sich unser Volk selbst, wie es schon sö ofi getan und errichte sich Volksschulen. 8: sehen in Brünn, mit slillcni Neide, mif diese Ei», richlung, die von deutscher Seite getroffen wurde, und, wie sie sich entwickelt, blüht und gedeiht. Waruin besitzen wir, das Volk, das, schon von deit Mohammedanern, als das des Bnckzes bezeichliek tonrde, das Volk der Lehre, der Schule, trau* besitzen wir eine derartige Einrichtung nkfy? Bibellesen, Erklärung per Bibel hebröiscbe Gr.ruo ntalik, lKeichickte, Literatur unseres Volles, sein! Philosophie, Ethik für Fortgeschrittene Untecrichi in der Mislchora und im Talmud, für den Laieii Unterricht in der Liturgik und im Ritus, nebeif tti aber auch solcher in mit dein Iivdeirlüm in» eltgeren oder weiteren Zllsaiiiti'cnha.ng stehende» Gegenständen, wie etwa vergleickender' Neligions »zesckichte. das tvären die Gegenständ« unseres Volkshochschule, in. welche jeder imd jede Alch nähme finden sollten. Hebräiiche Sprachim; Sprechkurse, Tiskussionsabendc, Vorträge übe Einzethen>ata polemischer und apologekischer Ast tnr, könnten gewissirm»rßeu P;o pnrktische Seitt_ der theoretischen Kurse bilden Cs wäre eine Ta?,j des wahrhaftigen Judentunls würdig, rveun die tev Gedanke zur Ausführung käme. Bilden mv eiucn großen jüdischen ulturuerbaut», der seine Netze über alle großen Gemeinden rm * r der wd ter den wi tae.teS, bald eine Geineindeskeuer zur Aufrecht crhaltung der Gemeindeinftitutionen, aber immer! „stas '! handelte es sick um Jnteres''en der Allgemeinheit, .ssrnwlem zu })-m'} lr!r ._t)on k.er Tradinoii ^des Mtmffer^ cffe Monsck^n. die sich freitvillig zur stwecken, ko muyen war einen RnckbUck auf unsere jst-tze^sixdlung nach Jerusalem meldeten." ganze Vedgenhert brs zu den ersten prrmitrven t jirf;t jj(^ Tradition des Maasser wie!»ttt (11 fn Patriarchalfigurcn werfen. Abraham, der erste Jude, der nach Palästina einwanderte, gab dem König von Jerusalem „ein Zebntek von allem" ab. Ter Maassir wird danach als ein bereits bekaunier Gebrauch erwähnt. 8!ls Jakob vor seinem Bruder Esau flüchtete, tat er ein Gelübde, daß, wenn Gott ihn wohlbehalten nach Palästina zurückkehren ließe, er ihm von alleni, lvas Goll ihm gibt, Maasser geben ivürde. Dieser Mle Brauch hat sich in der Thora zu einein Gesetz entwickelt. „Jeder Maasser deS Landes, der Landesprodukte, der Bauinsriichte ist heilig zn Gail sLev. XXVIl, Vers 80—3?). „Ein Zehnte' sollst Tu abgeben von allem Getreide, welches das Feld jährlich hervcrbringt." lDcut. Kap. XIV,'Vers 22, 28, 29). Diese Gesetze haben in unserem ökonomischen und juristischen Leben eine große Rolle gespielt. Der Talmud behandelt die Gesetze über Manssir ausführlich und widmet ihm niehrere Traktate. In Palästina waren nur wenige Jadeit Geldleule; die meisten waren Landleutc. Der Maaffer war damals eine Naturalabgabe. In der Diaspora, tvo die Beschästigmrg mit der Lmrdtmrtsckaft iür kie Juden fast rmmöglich war. wurde der Maasser zu einer Geldabgabe, und zwcno vom Vermögen und vom Einkommen. Dabei hat sich immer die innere Kraft des Jndentilms, der entwickelte Soziafr sinn, die Fähigkeit der Selbstvegien-ng und Selbst, kontrolle auis beste bewährt. Kein Zwang von außen hat die Juden gezw'.ingen, den Verordnungen ihre selbstnngesetzten Behörden nachzukomneu: trotzdem batte jede jüdische (öeineinde ihre Tb», »veranlagte ihre A.'itglieder zur Steuer, iS. eiieber haben die Gesetze geachtet und Reginungspeitsche'.'- °k.-'e Staatszrnng und ohne Besonders der Maaffr„ v» währt. Im finstersten lVlitte5ä.^>«UE be tionen haben alle jüdischen GeM.. " Maasser eingeführt. Jeder Jude, ob reich trm, führte ein Zehntel seines Vermögens nno seines Einkommens der Gemeindekasse für öffentliche Zwecke zn. Tie Notwendigkeit des Maasser wurde von den Genieinden so stark empfunden. ein roter Faden durch unsere ganze Geschichte, rmd so begiitnt süc diese alte Tradition mach in unserer Zeit ein neues Leben. Die Ausgestaltung unseres jüdischen Kulturlebens. fchakfen werden. Vor allem Kitte ber Kultur verband, an den ich denke, iür die Anleauin von wahrhast voikSlüntlichen B i b l, o I h c k e n zu sirgen. Diese fönuten mit Lesezirkeln verbunden sein. Freilich tväre es nottvendig, auch sin Pilosophie, Geschichte, Sor»ze zn tragen. Wer solch Bücher besitzt und sie oft, ach so wenig benützt spende sie für das allgemeine Wohl. Er wird ein gutes Werk tim. Waruin blühen die Sportvereine und warm» sollten wir es nicht zu eiiretr großen Knltiirveveine bringen, der die gmt.ze Im Verkehr mit '.mseren Volks- oder, rm»! publik umspannt? Es sähst unS nicht an Män'uen manche gerne sagen, Glaubensgenossen, muß mm» cst die wunderlichsten, um nicht zu sagen, naivsten Fragen hören, die sich auk unser Jundentimr und seine Lehre bezieheir und eine oft erschrecklickje Nnkcnninis zeigen, die jedoch nicht rmgeiälwlich ist. Nicht mit llnrecht verachtete» Misere Alten \ Die Anerkennung und Hilie oller, die das Wolf den AmrHaarez, den Ignoranten, und fürchteten ' unserer jüdiscke.n Kriltur i>n Auge hliben, wirs und Frauen, die sich mit ausrichitiger Freul>! dieser Angelegenheit, die imser jüdisches Volk betrifft, widmen werden. Man gehe nur richtig vor Fedes Einzelintereise schivaige, wo es gilt, di ack>e unseres Indent ums zu sördent gemeinsame u>is nicht versagt bleiben, tztoch ctw-.rS. Zur Förderilng der Restrcbimgen unserer Kultur und Wissenschaft, ist eine Zeitnn»z, und zrnr eine, ruehr als einmal in der Woche erscheinende, ««■ inngänglich notwendig. Unser Ideal lvüre »ilsw dings ein Tagblatt. Tos sollte unmöglich sei»? Ein Aufruf an die Mitarbeiter, die in silch Scknren kämen. — natürlich, wenn ihre Nrbcit auch entsprechend auch honoriert würde, — f»® unmöglich lautlos verhalle». Wir besitzen die ch tigen Kräfte, daß sind wir sicku". WEsensckoihvr und Tagesfragen mögen in dieser Zeilnug glei^ mäßig behandelt tverden, auch dem Sport »clß wir eine Ecke einränmen, -aber nicht gleich & Hälfte, während uns alle berührende, den & i siand des Judentums betreffende Dinge ost*s eitunal eines Wortes gewürdigt, sondern O totgeschwieaen werden, wie cs häitfig geM Wenn in der Schule inid m der Zeitung crG knltttrelle Fragen behandelt werden, tvenn FraM die unsere Erisienz beti'est'e!,. zur ' össimM Tlsknssion kommen, die Stinnu? der Wabcheä Aufrichtiljkeit zum Gehör gel»mg!, d»irm wird ff Eharlatanen rind ihren Genoffen, und, wirs »ca gefährlicher ist, Genossinnen, nicht -gelingen, sir Jndentnm zu t>evlästern und es dem össenb lichen Spott preizugeben. Traurig genug, unsere geisti»ien Führer und, die eS sein solltet!, dies nicht einsehen. Doch mich besitzeil tvir Wassel um zn Kämpfen und uns zu verteidige». Svr^ man danir, daß insbesondere auch unsere Mffm« schuljuqend, männlichen rind weiblichen Geschlet»ss, die jent vfrne jeden Untevrilht au? dem biete unserer Wiffenschaft, fast, möchte ich sigch, ihrem Schicksal überlassen wird, mit unseren bekannt gemacht werde. Sorge man d» st, spät wird. T»is Verhängnis d« Die ©«ueubrtiff»' i»« i« öä ^.wegeN j ttuwiisenheit und' Gleichqü!tigkeft, das über m« m »ns m Extreme». Es lM eitte Zeit gegeben, in der Mereinoebrock^en ist. sichre ,et chchnell. stbv schi»r ihn. Roch gefährlicher sind die Halb- oder Pseudo gelehrten^ 'welche die Köpfe verwirren, falsche Anschauimgen verbreiten, mit ihren wissenschastlichen Halfttzinationen ein ilicht gu.t zu machendes Unheil anrichten, da sie sich an die große Menge der Untviffenden und Irrenden wenden, und anstatt diese auf den rechten Weg zu geleiten, sie wie in einem Irrgarten, in einem fehlerhaften Kreise naseführen. Schon unsere ältesten Philosophen erkannten die Gefahrerr, die dem Judentmn von diesen falschen Hirten drohten, imd waren bestrebt, di« irregeleitete Menge zu belehren, die Irrenden zu unterrichten. Da hört man. um einige Beispiele anzusühren, folgende Fragen cmfwersen: In welcher Sprache redeten die Schlange im Paradies imd Bileams Esalin? Ist auf dos Auslöschcn eines ZündbölzchenA am Sabbath die Todesstrafe gesetzt? Sprechen Thora und Prophen von einem Messias, der schon gekommen ist und eine neue Religion begründete? Warum feiern die Inden daS Paffahfest, da ja ihre Vorfahren »gar nicht in Aegypten waren? Ich könnte noch eine Menge solcher, wie man sieht, auf die verschiedensten Gefiirrt», fich bezieRnden Anfragen, hier ansiihren, iTJUTÄf* in Es?" Herzen Zweifel daß viele von ihnen den Maasser bei sich durch ein „ .. .. Eherein sBamsspruch) eingesührt hatten, um sich Grundlagen schwebenden Zeiten, alsHr'un's auf diese Weise auch einen äußeren Zvanc; auszudas Vergnügen eines Spaffes erlauben dürften erlegen. Die großen Rabbiner jener Zeit haben Was ist nun zu tun, um den Gefahren einer es soaar erreick't, daß ein einzelnes Mitglied einer 1'nkenntnis oder falschen Ke-ntnis unserer stidi- Geineinde die Einführung des Maaffer durchsetzen schen Lehre kräftig zu begehen? Die MttvoE konnte. Dies ist der einzige Fall m ber ganzen, klingt klar und deutlick. ' Belehrimg ricktia/ K|e iÜ' ra»l l'bf n« btt Tc €c Sei Sit m ®sr] Säfr «flu vs) Sorv ni*1 fok dm ii’fi •tifaftoth tirj;>tt teil Pnt Mio schein liiich frito5 Ifi’ir jf" foi Än °>'»h m ffsb Sei, Bk im

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