Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 52 (29.7.1921)
- Date
- 1921-07-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Bereits feit geraumer Zeit mehren sich agen darüber, daß Juden, welche sich in c Absicht nach Ungarn zu reisen, um das . sum beim ungarischen Konsulate in Prag 'Cckves^^"A»M,i^ werben, entweder lange Zeit auf die Erm „ Ju •«Sawltigp., lung des Visums warten inüsien, oder nwsjschA «!!',N.in lelbtt zar in manchen Fällen das Visum über- MLichx ff* >upt nicht erhalten, ungeachtet des Um- S mdes, daß sie den Zweck der Reise durch ne fjnnjf (w ntsiche Bestätigungen aus Ungarn nach- Kas a'ic qclelirienÄ?^ eisen. Auf Grund bezüglicher Beschwerden 1. vmncqm, (Mfet s;P.!%' t letzter Tage Marcus Ungar bei der unniAücb, dtiß di, rischen Gesandtschaft in Prag Beschwerde Mt, jonbertt ctuäj ^enfc! gen das Konsulat geführt. Ungarn Mn ihr cioeueg. <£„§ achte darauf aufmerksam, daß er Geleman le,fette ben nheit hatte, sich davon zu überzeugen, daß dm!,? Seife; mb eziell in solchen Fällen Schwierigkeiten ' iam,‘' macht wurden, wo die beigehefteten Pho- °wm nrn^ild zwei Me graphien die Psysiognomie von Juden r^n. Mehrere feimberttauffnb orb, junger und KrMkheitei. 7 wert föafmfiitnig in den Baisei,. b obdachlos. SSc/:tt ein großer en mangels jeitfidber jj?fieij« t Verbrecher schlimmster Nr/ e Mlunrel! überfluten. wirb c, wenn auch geringe, Strafe igfeit (Europas einem Unjliid es selbst verschuldet hat. ulrainische JnbmtM ist sch und K>rc duchsMch durch t, ckgeschn von bet Wirtschaft. 1 durch die Tvwset-Reinerma, ^um Cpfer fiel Die Audeu in i ra steter Sfaqft, jie sind jedem esnt. Aber Eura/v fifaegt, ine Hände in llMÜ imd kfträmigfMitte timä Jier« ich nichtm fremde IMp!#. zu!men.Emos«MMchim jat nichts Ken. TeWe 3®* Juben geMedeu und M«> iir ixrt Brand eines %s» ’a ober litt ein Erdbeben iu d«. rüeu mit Bart und Haarlocken zeigten id verwies darauf, daß wohl nach der n bekannten früheren ungarischen Gewogenheit es nicht üblich war. Orthodoxe dsrs zu beurteilen als sonstige Juden. - betonte, daß er vorerst loyalerweise zur garischcn Vertretung mit der Bitte um ihilfe komme, während er bei Andauer rser Praxis genötigt wäre, sich an das hechoflowakifche Ministerium des Aeurn zrl wenden, welche Beschwerde event. Retersionen seitens der tschechoflowakilen Vertretung in Budapest führen nute. sttn Ungar versichert, daß diese Mißinde der Gesandtschaft nicht bekannt seien id daß unverzüglich eine Untersuchung wbsichtigt sei und nachdem ein solche orgehen nicht in den Intentionen der Gendts haft — welche präzise Anordnungen «sichtlich der Paßvorschriften habe —;ge, die notwendige Remednr ehestens gelassen werden würde. ».- Schließlich wurde Herrn Ungar auf M ,^,^^^^dosbl!Iigt, Cl. bei event. Jfnef£Sft''?Ä tity ich 'nMdkEMden^ Fällen ähnlicher Art M langen Artilel üb« d(«me er m seiner Beschwerde angeführt hat, ^«EU Md benmbr da.^ Intervention der ungarischen Gesandtn Ach. bch bst enKM Schaft anrufen könne. ze Wen. Mlwrcdize E ' ' l«, der Wronik der jüdischen Aszkenazy, Delegierter im gerammt, da wurde es wieder demensiert SH litfei-bimbrat’ wurde von ba° polnischen Regieallerort spürte man, dah der ruug zum bevollmääitigteu Minister ernannt. sinn _)ebme fei, da,; ' stn Philadelphia verstarb der bekannte Semltologe Prof. Dr- Morris Iastrow, der au der Pensvlvania-Unii>ersität tätig war. Die Ueberfälle der polnischen Freiwilligen stir Dberschlcfien mehren sich, die hauptsächlichsten Exzesse kamen vor, aus der Strecke Trzebina Dziedih, und auch in Chrz>anow. In Budapsü sind in den Jahren 1919/20 Jläch^Jnden?,nm Christ^,!um übertreten, wovon -93 znriickgekehrt sind. TD ^ultusgemeinde Bnb> peit 'bat 50 000 Stei^rzahler, der Kostenvoranschlag beträgt 30 Millionen Kronen. Der Präsident der Wiener Kultusgemeinde verlncbte, dey Bimdeskanzler Schober zu veranlassen, den Zionisten die Obstruktion in der KnltuSaemeinde zn verbreten Kant dem ..Israel" verbleibt der Florenzer Oberrabbiner Tr. VlargulieS, von dem cs vor kurzem hieß, er 'r7^e die Kettung des Breslmter Rabbinerseminars übernehmen, weiterhin in Florenz. sI. P. Z.s Wie T.'Jewisb Dimes" mitteilt, hatte ein ^tellnna Frankreichs zur Judenfrage wachte^ 'Iiv. nach würde Frankreich in Dstjordanien d.e Juden dem Emir Abdul.ah varziehen. Er würde allen den Inden aentackiten Bersprechnngen treu bleiben. Dr hätte sich auch für eine jüdische Immigration nach Frankreich erklärt, ireil die Juden raschen guten und patriotischen Bürgern würden. In Frankreich aeba es keine (öesah-r antisemitischer Erzeiie nnd^iallS solche gegen Juden vorkämcn, wiirden die Rubestörer strcnasiens bestraft tvcrden. sI. B. Z.) ' - General Belle, französischer Oberkommist sar in Konstantinovel, besuchte die Allianccschnlen in (Ik.inhi und ivurde durch derr Erandrabbin Bcjarano bcgr'.iht. In Rochester wurde ans der Konferenz der amerikanischen Poale-jston die Beteilignna der P -Z. am Zionütenkongres; beschlossen. Kaplan. K aplansky lezickitigte den linken Flügel deS Konnnnnismns rind verwahrte sich gegen jegliche Tiktatnr. Ter HanpL'-edüer der Linken Lewa In Erledigung dieser Mihstände wurde E h ci z a n o w i t sch trat icharf gegen die palästi- .. - nenstiche Achduth Haawodah auf imd propagierte iie ans der Partei der P.-Z. auszuschliehen. sI. % ZF In einer Predigt über „Rassen-Vornrteile" chrach Red. Tr. H. Morgan in der ersten Me. tlwdstten Episcopal Kirche von Shsaltimore: „Als Christ und als?lmerikaner erhebe ich meine Stim. me gegen Aniisemitismus in jeder Form. Mi' wögen ihre Art und Meise, ihre MetlWezr, ihren, il^aterialismus, ihre Ideale, wie mir sie sehen, nicht gerne haben, abzr wir können nicht Anhänger von Ebristns sein ünd als patriotische Amerikaner zum r/lntisemitismuS ermutigen, der eine gesätTllobe Form des Sen at c s gegen Amerika darstellt sI. P. Z.j Llnläßlrch der Tagung des dritten Kongresses der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit veranstalteten die zionistischen Teilnehmerinnen des Kongresses am Mittwoch, den 20. Juli eine große Frauenversammlung, bei der sproie russischen Blätter non Moskau und Pe.fchen: Frau Hilda Pisk (Begrüßung), Frau rsburg verönemlichen ein Dekret, demzufolge Zlnitta Müller (Lage der Juden^und die M bm le Gotteshäuser in den Besip der Sotojet-Regiesoll ft Ä Villen. rren! n T»'Seines h'om st M gtöfee der Füßg® stien, und merken nicht die atz. uden verseht werden! ,n hi« von den nkrmnsch« nmt mm Zur Anwvch?LeSf 'n? u^bben. ebenen Greuel in Betz« Ter Münster st-r «udtsche Angelegenheiten "d M'edenm ^i'auen Dr. Soloweitschik referierte im Mrend ve- . B Nationalrate über die Lage der Juden in hschten ober'tmi^ tauen, die üch durch eine Zceihe neuer Exzesset. uestntenIN v«l> Ostens W rschtimmerte und fordert von der Exekutive Mäßigen. Die "n . , xchM hmcn. die Wiederholungen verhindern sollen, rund, Greue ma A^ltM Ter bekannte indische Dichter Spektor ist!.«n Mas st »ott tt Odessa ge'lüchtel und in Bukarest eingetroffen;!? sste Sage kennt, tch Harrp M o r g e II t. h a It veröffentlicht in ' ') r t NR Welt muh chN. aerikanischen Blättern Artikel über den Zionis- «ihorl. - EstM«!ts, s„ welchen er diesen „den größten Betrug millm. ims da gelst^r WDltgeschichtc" bezeichnet. sW. M. Z.h In den Vorstädten K o n st a n t i n o p e l § ederholten sich Zusammenstöße zwischen Grie> — ni und Inden. General B a b x a n \ f n wall die Lösung der ' W" ' . ■ imt ^ettfrage in Polen auf Grundlage der BürgeriicbeN Natlona Izen Gleichberechti gnng cher jüdischen " 1 1 . .. .v,5firctt sich Nationalität und deren kulturelle letzten m y echte herbeiführen. YIS ntlell . ygö ÜOt . In Bil? k (Sibirien i sollen Judenpogrome nti« der stowst' Msschorgekommen sein, sodaß viele Juden flüchten d seitens fgSeten lIchxm Advertifer") einiaten jüdi!^ Das ^griechische Kriegsgericht in Smyrna ' W.melben, tbeskhw die türkischen Pogromisten vom Jahre 1919 Mtzlieder des 2ode verurteilt. mit dein ErsnG .V. Aus Moskau wird berichtet, daß das süldi. Raii0NNlr«t»',^ ,NK^ Kommissariat beschlosten hat. die jüdische Ans- I Jud. Litkrstal. inderunq ans Sowjetrußland zu regeln. ,jt (Lj in drr In New Mark verstarb der bekannte jüdische ivcihrscheHr dadurch en I rblipst Damd Moses H e r m a l i n, er war einer heraus, l,ai3t grleuis>11!51 c Mitbegründer der jüdisch, .amerikanischen „iid bevorz"3^ , sesse. ,! wird. mp Anläßlich ber Budget. Spezialdebatte in r rumänischen Kammer sprach Abgeordnete Dr. ^r Straucher über die Behandlung der . M veraNM-discken Minderheit in Ziumänic». .... ' dost JnterrerlhKl Ter Dlaler Pauk L a s ker. Sch ü l er, ein , bringt.' des^ belohn der berühmten Frau Else Lasker-Schüler, .MM -si^^uuktelm von einem Manne durch Res M ^,kolaeN^»nti»?^Ersttche verletzt, als er ein junges Mädchen -.«UM «rf°!P, .gen Belast-gungen dieses Mannes schützen wollte. - , . M veran>^-j. M! xsks '---Äst. zionistische Bewegung), Miß Addone (2lmerika), Frau Dr. Nadja G u r o w - z o w a (Ukraine), Frau L. G. H e y m a n n (Deutschland), Frl. K l a b i n (Südamerika), Frau Lantzenberg-Berard (Frankreich: Die Frauenlian und die jüdische Frage), Frau Dr. Nadja 0 r n ft ei n- Brodsky (zionistische Frauenaraanisation in Oesterreich.) Hunger t c d. Rlan sollte meinen, daß uns, die wir in diesem Jamtnertale der Dränen und des Elends das Grauen durch tausendfÄtigen Tod erlebt haben, nicht mehr erschrecken könnte. Wie deun auch> Hunderttausende Männer sind Var unseren hingemordet worden, tvenn auch dieser Mord mit der Gloriole „fürs Vaterland" umstrahlt war, weitere Dansende und Abertausende hat die Grippe, Fleckfieber, Cholera und andere Seuchen in Ost-Eurova verschont hatte, das meheltv, soweit es jüdisch war, niederträchtiger Haß, Brutalität und Unmenschlichkeit in Pogromen nieder —und trotzdem erschüttert wis der Fnnkenspruch Maxim Gorgis. Sporadisch dringen die Nachrichkerl aus dein Wmiderland der Sowjets. Bald weiß bald schwarz gefärbt, je nachdem der Berichterstatter, der Schriftsteller, der Politiker bolschewikenfreundlich oder feindlich war. Man erzählte uns, daß im großen russischen Reiche Analphabeten nicht mehr gebe, daß L u n i ac z a r s k i bis in die entlegenste Hütte der großen russischen Ebene das Lickst der Wissenschaft trage, Freiheit, Gleichheit, Brüderlich Aber ürte man, das; der riis:ische Kolo;; wohl de aus touenien Füßen stünde, aber man spürte, etwas ist hier nicht in Ordnung. Bald sickerten vereinzelte Rufe von .Hunger und .Krankheit durch, die sich dann in den elementaren Schrei nach Brot durch Gorkis Funkensvruch verdichteten. 10 Millionen, wasr 20 Millionen Menschen sind dein Himgertode ge, weiht. Gorki wendet sich an Masaryk, an Gerhard Hanptmann, sie sollen Helsen. Tie tschechische Preise beschäftigt sich mit dieseni Problem. Das „rnssische Mütterchen" ist in Gefahr. Das „Mütterchen" zu dem alle Slaveu aufgeblicki haben, wie, eben zu einem Atütierchcn. Alles stehen und gehen lasten und sofort Helsen. Ich kenne leine Parteien mehr, ich kenne nur Slavcn; nein ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne mtr Menschen. Weit gefehlt! Das scheint nickst emmat Gorki zu glauben. Er scheint auch zu wissen, daß sraar Hi sie zu einem Geschalt degradiert wurde. Was sagt die tschechische Presse. Ob zaristisch, ob demokratisch, republikanisch oder kommunistisch, das ist jebt Nebensache, 20 Millionen, — ach wäre es nur l0 Millionen, wäre es nur 1 Mensch hier lasse ich auch mit mir bandeln, wenn mir jemaiid beweisen wird, daß nicht 20 Millionen Menschen in Geiahr sind vor Hunger zu sterben, sondern nur 1 'Mensch so werde ich ilm darob der Lüge nicht zeigen, im Gegenteil, ich tausche sofort die 20 Millionen gegen deii Einen ans-sind in Gefahr und da soll und nrnß geholfen werden. Aber das sagt ja unsere Preise gar lischt,. ach nein, sie handelt, sie maklert, handelt ärger wie tausend Händler, sie stellt Forderungeii. Warum? Weil man den Hungertod von 20 Dciilionen zu einem Geschäft machen will, dessen Preis Trotzki und Lenin sein sollen. Amerika stellt Punkte^ aufz Friß Vogel oder stirb. To u t des. Weg mit dem Sowjet und dann werden wir geben. Wozu das? Warrnn der Welt dies scheußliche Beispiel geben. Warum sich nicht sagen, ich helfe, ich rette!. Können denn die 20 Millionen dafür, daß sie nicht mehr zaristisch regiert tvcrden.und wenn sie schon daiür könnteii, muß man sie dafür bestrafen. Leben wir im Zeitalter der Heiligen Alliance? Es will mir scheinen, in einem noch Ärgeren. Rückhaltloses Geben, wobltnn, weil man wohltim will, ohne daß dieses Wohltim Zinsen tragen muß oder tcill, hat man verlernt, sind we'.n Gott behüte dieser Lenin nicht wird geben wollen, soll man da die Millionen Menschen zugrunde gehen lassest Aber vielleicht ist diese Methode die bessere. Vieh leicht ist sie ehrlich. .Ja die Presse, Amerika, Teulschland, die ganze zivilisierte SWelt reißt die heuchlerische 2stas(e ab und ruft: wir wollen helfen, aber >veg mit der Sowjetregierung. Würde sie es nicht sagen, sondern Erbarmen wib Gnade walten lassen, man würde fragen, warwn tun sie Gnade? Waswollen sie dasür.Nun wissen tvirs. Wir will ien aber auch, daß in diesem totunglücklichen Rußland, diesem Rußland der T.o l stoj, Dosto lewski, Gorki und —. der J.ildestpo-. g r o m e,daß in diesem Rußland heute, der die 'Macht haben wird, der dem Hunger steuert. Und sollte es ein Großfürst sein, nun so wird er derRet ier. Was fragt der Htmgriae danach, welcher Berfassungsnorin derjenige huldigt, der ihm ein Stückchen Brot bietet imd die Ancerikaner wissen, daß ein Hmigriger imstande ist. alles ab- oder zubeschwören, tvas man voii ihm verlangt. Vielleicht ist die Abenddämmerung der kommtmistischen Episode in Rußland hereinacbrochen, die auch ohne diesen Hnnaertod eine 0'ünwe gebsteben wäre, wie nun einmal der Schcrlk, der der Geschichte iin Racken sitzt, solche Episoden zu lieben pflegt. Vielleicht wird Lenin dem esementarsten Triebe des tzRenichengeschlechtes weichen müssen, und er n'itß weichetl, wenn auch über feilten Tod hinweg nur geholfen werden kaiin. Und sollte Aiuerika, sollte Europa zur Hilfe bereit sein mit der Be dingung der Liguidierung der Sowjetrcgierung. Ta muß er geben. Er darf nicht länger bleiben, wenn nicht anders 'alle seine Reden und Schriften von Menichenbefreiung imd Menschenerlöstmg Phrasen waren. Ietzl trird es sich zeigen, tvas i stärker in tfmt ist, die Eitelkeit die Licht zu regie- ’ ren oder di- Demut und der W ll? zu rciignieren 7Lenn diese leine Resignation die Rettmlg von 20 Millionen Menschen bedeuten kann. Jetzt wird sich kel-e Stärke zeigen geprüft cm der Schwäche feines Volkes Ran wird es sich erweisen, ob er stärker war, denn ein Kaiser Wilhe lm, der eine freiwillige Resignation, dieeine conditio sine cum non für Wilwn war dem Unglück seines Volkes hintanstellte Aber fei es wie immer! Ter Auftakt zum Hitngerstod ist schoii gegeben. Schoii melden die Zeitungen, gleichzeitig mit dem Fnnkspruche Gorki die Vogrome in Minsk. Und es wird leider bei diesen Pogromen in Minsk allein nickst icin Bewenden haben. Irgendein B^att hat schon die Pmalle zwischen Rnßl-md und Ungarn gezog-m. Die Reaktion in Rußland, sie muß kommen, weil der katallstische Lug der Geschichte daraufhin arbe-tet und mit dieser Reaktion wird ein Juden .norden angeben, schrecklich wie nie zuvor. "Wenn inan darob der polnischen, ungmischen und ukrainiichen Greuel überhaupt noch sogen kann. Der Himgerstod in Nlißland. die'Ebolera, die Pest, das Fleckfieber, werden wisten imd tvas durch sie verschont wird, wird soweil es Nichtjüdisch ist/ sich zusammenrotten, um das was von diesen Zuckstruten der Menschheit an Inden verschont tvurd- Schuste zu und sagt dann, nun cs wird;a nicht w schrecklich sein, die Zenunanl belieoen zu übertreiben. Und in fashionablen Hotels der Welt- und Liiru-Amder am Siordsee-, am Ostsee-, Inn Adriastrande tverden reich- und fektgewodene ^uden sitzen und werden die Zeitnugea, die die surchtbaren 'Meldungen bringeii v.rglegeii — unb schimpfen, tocit sie ihnen das Herz brachen und die entzückew.« Frau 3-' wird sich mokiereu, weil Herr X bei der letzten Wohltätigkeitsveraiistaltmig mit Frl. A. gc'azzt hat imd nicht nii ihr und sie kann es doch so'viel besser, und sie hätte cu-ch einmal etwas für die Wohltätigkeit getan. In Rußland ist Hmigers. not?'_— Mein GoU, wir haben es ja auch nicht viel besser! praktisch so geübt worden,j niedermeheln und binmv'-den. Das ist das iraaischc- Tr 1!!?UjiIa!t V” ben Tagen der Lenin und Schicksal des jüdischen Volkes, daß es verbrcrnnt aJoV' siun^r ^euor ll'1» D^ie Nachmcht noch wird ob NMI unter dem Zeichen des Christentnms ^"en, sahen wir ichon me Meldung von und der Legitimität, oder nnter dem Zeichen des « Unterdrückung jüdischer Freidenkertuws und der Republik gekämpft wird Wissenschaft, vidsichen Kultus, indischer Religion. 'Millionen eilen, flieben. hasten^^ un?^btm iuSS DPfeletz es plötzlich S t i n n e § hatte durch Betod zu entkomv-en. und iMaaeiinaRhnwPwn willianna von Konzessionen in die kommunistische Moment den Twdm der jsmen in S bSlJ Km «n. *#’ z„. wch >ch»u, mit «Lm m&ftz'»»» Bevorstehende Blenderung des Keren H a j e f j o d - S t a t u t s. Auf Dorsäckog der Diiektoren des Keren Hajessod soll cce Statut des Keren Haiessod einige Aendernngen elfahreil. Geplant ist dabei eine Erhöhung des sinscnbringendsn Anteiles, und zwar der rem geschäftlichen Investierungen. auf 50 Prozent dm gesamten Einzahlungen Im iMaallerprinzip sZehutelabgabe) soll außerdem eine 'Modifikation im Smne einer Staffelung vorgenonimen werden, da eine Zehntelabgabe bei'den arbeitenden und kleingewerblichen Klas. sen als viel zu starke Belastung angesehen wird. Diese Aeuderungsvorschläge bleiben dem in Karlsbad zusammentretetidcu Zionistenkongreß Vorbehalten. (Z:?o.) Palästinaarbeit in Argentinien. Aus Buenos Aires wird dem „I. E. JB '' mitgeteilt: daß eine im Mai abgehaltene zionistische Konferenz sich verpflichtet hat, im Laufs von 'Jahren 5 Millionen Pcset.as für den Palä> stina-Grundfonds sKeren Ha;essod) aufzuoringen. U n t e r m -a t) e r und Marschall. Jui Hinblick auf die Tatsache, daß Samuel llntermayer die Leitling des Keren Hajessod für Amerika übernommen Igcu und Lonis Marschall an der Keren Hajessod-Akiion lebhaftes Interesse nimmt, äußert sich die jüdisch-amerikeunsche Wochenschrist „Sentniel" solgenderntaßeii über diese beiden Persönlichkciien: Samuel Üntermayer ist einer dev reichsten Juden und einer der führenden sturisten des Landes, llntermayer und Marschall sind populär in allen Schichten des New Aorker Judentums, obwohl Marschall a>s ein Niann von konservativen Ansichten zu bezeichneii ist, während Untermayer als gemäßigter Radikaler angesehen werden kann. Beim ersten Appell an die New Uorker Iudenschaft in Bezug mtf den Seren Haiessod wurden gleich drei Millionen Dollar gezeick^ uct. Es ist das erstemal in der Geschichte der New Parker Juden, daß alle Schichten imd Parteien sich zu einem großen Werke für Palästina vereinigen und daß sich unter den Zeichnern für den Keren Hajessod sowohl Milliardere wie einfache indische Arbeiter, sowohl reiche Klubs, wie arme Arbeiterbereiue, Orthodoxe wie Reformsuden, Ra» dikale wie Konservative finden. Dr. Weizmanu kann sich beglückwünschen, daß es ihm gelunger.. isi, diese beiden hervorragenden Männer für Pagewonnen zu haben. Ein st ein über den Zionismus in Amerika. Ein DMitarbeiter der „Vossi-chen Zeitung,, hat Professor Einstein ausgesucht, um ihn über seine ainerikanischen Eindrücke auszufragen. Täc „Vossische Zeitung" vom 10. Juli schreibt darüber folgendes: . . Als in der Unterhaltung das Worst Zionismus fiel, schaltete Professor Einstein lebhait ein- „Wenn ich an die Wärme denke, mit welcher^ in Amerika von Juden und Christen däS ziollistische Ideal ausgenomnten und unterstützt worden ist, wie hochgestellte Beamte und Politiker durch visentliche Reden der Sache dienten, bin ich von Bewimderung und Dankbarkeit für dieses vorurteilslose und jugeildsrisch empfindende Volk erfüllt, und ich kann nicht leugnen 'sdas ist schwer auszudrückcn, flocht er hinnorvoll ein), daß mich eine leichte Wehmut beschleicht, wenn ich all dies mit unseren Berhälniisen vergleiche." Mitteilungen des Keren Hajessod N e w P o r k. Eine Anzahl Siädle, wie Ebicago, Pitts» burg, Bosten, babeii über beträchtliche Beträge in bar berichtet, welche in dortigen Banken während der Erfüllung der selbst auiorlcgten Quoten zur Verfügung gehalten werden. Die Popi larität, ivelche der Fonds in verhältnismShig kurzer Zeit erlangt hat. wird ani bellen illustrier durch die Verschiedenheit der Plätze und der Verhältnisse, unter welchen Zeichnungen erhoben werden. In einer Reihe von Fällen spendeten jüdische Fabrikarbeiter in New ^ren Verdienst eines oder mehrerer Tage. Manchmal haben die Fabrikbesii;er den gleichen Betrag wie den von ihren Angestellten geipeiideten hinzugefügt. Jüdische Soldaten im Lager Pike bei Little Rock, Ark., beriefen eine Versammluyg ein, aus welcher Geld für den Kermr Hajessod gesammelt wurde. Keren Hajessod i n M a r o k k o. - J^U3 Marache telegraphisch gemeldet wrrd, hat Dr. Benzion Hort mit großem Erfolg für den Keren Hajessod Propaganda gemacht. Cs Ede ein Kmcn Hajessod<Komitee gegründet. «IMMI Franken wurden gezeichnet, von denen der fünfte Teil sofort eingezahlt wurde. (L. B. Z.) Die Leg,'isierung des Keren Hajessod i n R u m ä n i e n. Der Keren Hajessod in Rumänien bat unter verschiedenen politischen Schwierigkeiten zu leiden