Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 51 (22.7.1921)
- Date
- 1921-07-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus der kbronik der jüdischen; Gasse. *• Von den Bolschewiken wurden die Synagogen s ln Odessa und Wllebsk geschloffen. ’SoflsWhiF* IM Nr. 51 Ter jüdische Arzt Dr. Otto Glooan, de: sich in Amerika für die Intereffen Wiensen chari. taliver Tätigkeit große Verdienste erworben hat, wurde in Wien mit der eisernen Salvatormedcrille der Stadt Wien ausgezeichnet. In Berlin wurde die Frau des Wiener Kommunistenfülwers Dr. Paul F r i e d l ä n d e r Fr. Else Elfriede Friedländer verhaftet und als lästige Ausländerin ausgewiesen. Chacham Dr. A. G a st c t, Oberrabbiner der i sephatdischen Gemeiden Londons ist in Wien eins getroffen. Politische Wonik. John D. Rockefeller hat der Universität,Wer gehört tu die Reihen der tschechischen t ZM Chicago 15.000 Pf. St. für eine Palästina ' Vxpedinon zur Ausgrabung von Armaggechon ge- - stiftet. Die Exekutive des MiSrachi fBratislava) lud . Me Exekutive des Misrachi-Weltyrganisation ein ' ihre Konferenz nach Bratislava einzuöerusen. Die Behörden der Stadt Lodz erhielten den Auftrag, daß bäuerlicher Grundbesitz von Juten nicht erworben werden dürfe. Der Prozeß gegen Oberrabbiner von Szegedin Dr. I. L ö w soll für den 28. September mrberaumt sein. Zu Ehren Prof. Glicenstein fand in i London ein Empfanqsabend statt, dem Israel l.I a n g w i l l präsidierte. L)ie Konferenz der bri'iichen Gesellschaft der Millionäre hat den Kamps gegen die antisemitisch-- Propagmda bescbloffen. Morgenthau hat im „Wördes Work' einen Artikel veröffentlicht, der äußerst scharfe An- .artlfe gegen den Zionismus enthält. Ter Zionis- -mus sei eine politische Pbantasie; England treibe nur Politik und werde nicht zulassen, daß Paläistina etwas anderes werde, als eine britische Kolo- 'uie. Tie Balfovr-Teklaration sei eine schlaue Illusion. Der Zionismus könne twd dürfe nie sein Zist 'erreichen. lI. P. Z.) Der amerikanische Orden Brith Abr-aham beginn« eine Kampagne zwecks Bekämpfung der amerikanischen antisemitischen Propaganda. Zu dirseul Zwecke soll ein Fonds von 1. Million Toll, oesammelt wirden. Der neugewählte Großmeister fflschier Levi begibt sich zum Präsidenten, um di; antisemitische Propaganda zu inhibieren. I S. Niger verösfentlicht in der jüdischen Prestse Amerikas einen an ihnr gerichteten Brief, in denr das Elend der jüdischen "Jmigranten in Mexiko geschildert wird. Ossinere des Selbstschutzes insultierten am Breslauer Hanptbabnhof« jüdische Passagiere, instlgrdxssin sahen sich die Vertreter des „Zentralverwlnes" und des Bundes jüdischer Frontsoldaten in Breslau gezwungen, beim deutschen Reichskanzler Tr. Wirth, der in Breslau weilte, vorzustrechen, um Abhilfe zu schaffen. Dr. Wirth soll sich noch der, „Jüdische Volkszeitung" (Breslau) geäüpe rt haben, es sei eine Kultur schände, wem, in der rctziaen Zeit, und gerage in Breslau, derortige Ausschreitungen vorkämen. Auch der preuhi- - sche Innenminister Dr. Tomin icius versprach,^ die geschilderten Berhältniffe zu studieren. . -.Der berühmte jüdische Schachspieler A. R ubin stein besiegte den Sieger Dr. Lasker's Genyx-C apablanca. -» Tie Kant-Loge des Ordens Bne-Brith er» öffnete in Königsberg ein neues jüdisches Ferienheicksi g Die „Iewrajska'-a Proletarskaja Mysl" n- . Moskau berichtet über die zahlreichen Iudenpvjchen ui-i-c gtvvnt in der Ukraina und Songet-Nußland. für - * ‘ Jt Abg. Rachmielewicz bat in der litcmizum n': scheu Konstituante einen energischen Proteft gegen; dii: - Einschränkung des Bodenerwerbes erhoben, vie r st'' ~ ■•$*. Eh. Meizmann soll nach Schluß der nab? A.-K--Sitzung an der zionistlschen Konferenz ' Zeiuralliianens in Wilna teilnehmen. uüs Stanislau wurde ein? jüdi'che Lehrfarm >' für^McLchen vom zionistischen Frauenverein I L „Ssisthela" eröffnet. >/. Dr. Mred Rossig soll mit dem polnischen iS"* : fO'insstgrpräsidenten WitoS über di? Regelung?I"^knirags verhandeln. •),' Dem Kolonialminrster Churchill wurde in Lbndon durch Sokolow eine Seier Tora —ein )etn Geschenk der Palästinenser — feierlichst überreicht. In der am 10. ds in London abgchaltenen Sitzung der Anglo Jewish Assotiatron hat Claude M o n r e f i o r e seine Stelle als Präsident, die er 25 Jahre ausübte, niedergelegt. An seiner statt wurde O. A. G o l d s m i t h gewählt. Ein reicher Konstantinopoler Jude in London, M ä z z a ch, organisiert eine jüdische Hanweis delssloiie. Cr erstand'von der britischen Regierung 'v 16 dandelsscknffe. Diese „Zion Rational Steamer ' Navigation Conepany Ltd." beabsichtigt den Verkehr auf folgenden Limen: 1. Alexandrien — Palzstiag Syrien und Konstanttnopel, 2. Schwärwär Meer — Konstantmopei — Ismid imd Marfeill^'und 8. Piroens — Alexandrien ,md Syrien. «Äs gllen Schiffen flattert die englische und zionistifche Flagge. sJ. P. Z.) ... -Ti, Amerika-Delegation der A^uda hat ihre ruai, Tätigkeit mit einem Maffenmeeting m New D»rk gro begonnen Es sprachen Dr. Hildesheimer, sie Dr. Birnbaum und andere. In der Versamm- Ich/ kvnq wnrdn 20.000 Dollar für den Keren Erez e-la Israel, dm Erziehunassoud und Waisenfonds ge» IS - is Ti« Mrwe nach dem berühmten Wremer jff>kbräist?u Lektor M. Fried mann (Meier i ktschFScholanml beging dieser Tage in Baden bei ßbir« ihre« 80 räbnoen Gebnrtsta«. lung dazu vr-r! l tmK , reiii ■*' niä'1 kilti gen< sen. ,, lunh An! E- 3*- übe' .( Äer .' Juden! Seit einiger Zeit beschäftigen sich einzelne Mitarbeiter des „Rozvoj , Organ der tschechisch-jüdischen Partei, mit der Frage, ob ein konfessionsloser Jude Mitglied der tschechisch-jüdischen Partei sein kann. Vojt«ch R a k o u s, einer der geistreichsten tschechi. schen Jltden, leugnet es (Rakous ist Schriftsteller, seine Novellen jüdischen Inhalts sind auch ins Deutsche übersetzt), well ja eine Partei, die das Moment der eigenen Nationalität verneint, wenn sie jüdisch sein will, das konfessionelle Moment bejahen mutz. Es wäre zum Beispiel dasselbe, wenn Mitglieder des Zentralvereines der Deutschen mosaischer Konfession diese ablegen würden oder wenn Dr. S p i e r e r, der Schöpfer der famosen Judäoslowaken, die jüdische Religion negieren wollte. Trotzalledem aber kommen im ^Rozvoj" Leute zu Worte, die einem Freidenkertum die Stange Hallen. Was will das sagen? Juden können konfessionslos fein und doch Mitglieder des 5vaz cechu Jidu sein. Sie leugnen alle ein jüdisches nationales Moment, von jüdischen Rasseneigentümlichkeiten wollen sie doch gewiß nichts hören, nun also, wo bleibt ihr Judentum? Wenn die tschechischen Juden trotz Konfessionslosigkeir, viele gehen noch weiter und meinen, daß man auch zu einer änderen Religion übertreten könnte und doch Mitglied des Verbandes bleiben könnte. Lllio wie? Wie sollen wir gewöhnliche Sterbliche das verstehen? Jüdische Nationalität Hall.' Wenn aber Gott behüte solch ein (Beirut eine enMch--frmnös sch- Kvmmssivu konfessionsloser tschechischer Jude sein Ju dentum dadurch bezeugen will, daß er für den ^Keren Hajesiod" zeichnet? Ah das geht nicht. Eine Propaganda für den Keren Hajeffod wird nicht als Legitimierung der tschechischen Juden anerkannt; denn der „Keren Hajessod" will doch die Juden in Palästina konzentrieren und sie zu Herren Palästinas machen, und das kann seiner Meinung nach nur auf nationaler oder zionistischer Basis geschehen. Und außerdem hält er dafür, daß die polnischen und russischen Juden zu Hause genug Pogrome haben, sie brauchen dazu nicht erst nach Palästina zu gehen. Wie aber, wenn der Pogrom auch nach Prag oder nach Böhmen käme Herr Dr. Bondy, in Mähren und der Slowakei war er ja schon. Was dann? Was dann? Der „Keren Hajesiod" ist für Herrn Dr. Bondy keinen Knochen eines pommernschen Soldaten wert? Das wohl nicht, aber keines eigenen Leitartikels, denn 1. kann man in kein Land Einwanderer bringen, die Herren, der autochchonen Bevölkerung werden sollen, das zeigen bester als seine Artikel die palästinensischen Araber — wenn auch ihr Vorgehen etwas barbarisch ist und 2. weiß er, wie die Taschen seiner Juden für seine Zwecke zugeknöpft sind und daher ist er überzeugt, daß durch ihre Unterstützung der „Keren Hajesiod" nicht reich werden wird. Halt, da steckt der Pferdestlß. Nun, reich wird ja der Keren Hajesiod sicherlich nicht durch die Zeichnungen der tschechischen Juden, die der Herr Dr. Bondy zu kennen scheint, aber wir wollen hoffen, daß sie doch besier sind, als ihr Ruf und ihre Vertreter» umso mehr als ja die Konferenz der tschechischen Juden ihre Unterstützung dem Keren Hajesiod zugesagt hät. ££ Keren -airfsod. Keren Hajessod in Uruguay. Nach einer te'.egraphi ch ~i Mitteikmg aus Festsetzung m Grenze zwischen Syrien JrS Palästina gebildet worden. iZiko'. Vom Oberkommissär. I. P. Z. Samuel und Familie 'sollen fü* den Sommer ihre Residenz in Haifa «usichl» gen. * Dichtung und Wahrheit über die Palästina-Deutschen. Man wird sich ncch heute der Grnngrvung erinnern, die bie Kreise ver AuslstndsdeuHcheir erfüllte, als sie erfuhren, daß der englische Oberlomnllssär für Palästina, Sir Herbert Samuel t<ie Heiinlehr der P lästinadeutschen in die Weg« leitete uns auf diese Weise seine deutschfreundliche Gesinnung beknnset«. Deiusch: Blä.ter haben denn auch Samuels loyale Haltu..g durchaus anerkannt, uns es war nichA'uletz''dieRech:spresie, die dem Oberkommissär für die Besierung des Lose?, der deutschen Koloni ten ein entipr«- chEes Zeugnis ausstelle. Deffmungeachtet behauptet das in Wien erscheinende „Non Monmgblütt" m seiner Ausgabe vom 21. Juni, bog oia Lage der zmückgekehr «n Ten:schm außerordentlichfchlech-t sei uns Palästina „fürvlleMich iuden dir Hölle bedeute." Da das Blati in demselben Artikel eine wahrheüsgetreue' Berichterstattung verlangt, soll seiner eigenen Aeußerung ein» Stimme ge ge irüberg-e stell: werden, die auch dem „Wiener Montagbiatt" unverdächtig llingen wird. Die rechtsgerichtete Bremer ,,We-erz-llrung", deren Bez'ehungeir zu angesehenen Au.'« karldsdeutschen bekannt sind, gid: ani 24. Juni den Ber'cht eines deut'chrn Ko'onfften an den land srerband Pyrdwest tut (Stoib be> „»ndes der Auslanddru.^chen" wieder, in dein eS u. a. heißt: „In Palästina ist st-.as' Wirtschaftsleben vollstSndia in jüdische Hände übergegangen. Tie Verwaltunlg steht un'er dem englischen Oberkomnlimssär SaMuel. der durchaus deu Äfreundlich gesinnt sein soll und den Dem chm die Einreise nach Mögllchseit erleichtert. Der deutsche Handel bat in Palästina rech gute Aussichten, da die Juden mit den Lieferungen aus (£,jg':mTb und Frankreich Hlechste Erfahrungen gemacht haben. Das jüvi'ch: Palästina von hrur« kann als Vermittler zu Zentralasien angesehen werden und verdient deshalb besondere Beach- Montevideo hat der Besuch Mr. Goldsteins! ^ug." ^E-t dürfte denn der Wahrhektsm Uruguay zu Müßigen Ergebnissen sürLen 'Ke- ^'-3ec d« Wrener Blaües vorläufig gestillt exfftiert nicht jüdische Religiosität ist auch te-!igte sich an-im ISktl SsMuzte&nSmM■**?eiJhmn.<Fü ul nicht notwendig, wozu also einen tschechisch, ^mes Keren HajesM-Komi ee g bi «di an dem unterrchreten Organs gebracht werden, jüdischen Verband? ' ' Zu dieser Frage nimmt nun in Nr. 17 des „Rozvoj" vom 18. Juli Dr. Otto B o n d y Stellung. Er meint, daß es rrnbedingt notwendig sei, daß ein Mitglled des Verbandes auch Jilde sein müsie. Da aber fällt die Frage: Was verficht man unter Jude sein? Daß er das Judentum nicht national auffaßt, ist selbstverständlich. Denn der Nationalität nach wäre er Tscheche. Das Judentum dürfe aber auch kein kirchliches oder dogmatisches sein. Er möchte nur behaupten, die Juden bllden eine „eigene Gemeinschaft" und er erklärt das Juderrtum als eine Gemeinschaft, die unter dem antisemitischen Drucke leidet oder die den früheren eigenen Druck oder den auf die Vorfahren nachfühü, oder auch als eine Gemeinschaft, die den Druck aus die anderen Mitglieder miffühlt und die darauf reagiert. Dr. Bandy ist aber auch kein Freund eines religiösen Uebertrittes aus Ueberzeuguna, weil er solchen nicht glaubt. Wenn aber doch ein Jude konfessionslos aus Ueberzeugung wird, so will er es ihm nicht übel nehmen, wiewohl er wisse, daß solcher Austritt aus dem Judentum mehr der Mode, politischer oder bürokratischer Karriere wegen geschieht; da ja heutzutage der Kurs der Konfessionslosigkeit höher stünde als im alten Oell-r''eich, und daher wären auch jetzt mehr konfessionslose Menschen denn früher. Wenn daher ein Jude aus reinen Motiven aus der jüdischen Religion austritt. so muß man ihn dennoch als Juden in den Reihen des Verbandes Hallen. Er müsie sein Judentum auf andere vornehme Weise bezeugen und selbst zeigen, daß er Jude sei. (Wie zeigt man das? Anm. der Red.) Sein Verhallen müsie ein vornehmes, adliges sein. Er darf nicht Karten spielen, nicht kiebitzen in gewisien Prager Kafffeehäusern, ein solches bezeuge zwar auch sein Judentum, aber solches Bekenntnis fei nicht fürnehm. Ebenso anerkennt Bondy nicht an, wenn jemand im Verwallungsrat einer jüdischen Bank sitze oder einer anderen jüdischen kapitallstischen Jnstitutton, und jüdische Scherze und Witze macht. Aber Herr Doktor Bondy. wer wird denn io strenge sein, und welcher getaufte oder konfessionslose Jude wird denn jüdische Witze reißen, gehen'«, machen's ka Witz Herr von Vondy. gar so sürnehm dürfen Sie doch das ttebeMkck»« Judentum Nickt ttinrf»" die aschkeiursischen wir die sephardfchrn Juden beteiligt sind. Man rechnet auf erhebliche Erfolge Wirtschastlkcher. j Haifa überflügelt Beirut. Die günstig« Wirtschaststoge der Stad Haifa gM apZ Berechtigen hervor, die twi Kaufmannschaft in - Beirut neuerdings angestekll hat. Danach, beträgt di« Einfuhr de» letzten 3 Monate von über Haifa nach Da maskus gingest übrsten Gütern 2 Mill. Frau ken. Hierbei ist zu beachten, daß die Entfernung zwischen Damaskus und Haifa grö" her ist, als die zwischen Damaskus und Bev rut; die volffpurige Bahn zwischen Haifa unt Damaskus ist jedoch so leistungsfähig, daß b»' schmalspurige Bahn mit Zahnradbetrieb zwi-' > schen Beirut und Damaskus narurgemmjäß zu rücksteht. iZilo.t Fortsetzung der Palästinaarbeit durch die „JCA". Tie Palästinakomnrisiion der Jewish Co louisation Asjociation (Jca) hat dem „I. C B." mU-gtftiTt daß sie keinerlei Absicht habe von wÄteren Jnve'iitionen an palästinensische« Unternehmungen Ab''and zu nehm men. Als« diesbezüglichen Ger ich e seien damit hinfällig, lÄko.) . . Eine Hypothekenbank. Tie aus Amerika zurückgekehrte zionistische Delegation Hai bestimini, daß, der größt« Teil der amerikanischen Spenden für den Pa< lästim-Grundfonds (Keren Hajessod, einer ne» zu gründenden Hypothekenbank in Palästina Zufließen soll. Die Bank wird von iernem bei krez Israel. E! Politisches. Konzessionen. In der 9. Session des Advisory Council (Palifftinensischer Staatsrat) kam die Frage der Kon- Zessionen zur Sprache. Ter Oberkommrssar machte bei dieser Gelegenheit folgende Mit teil >rng: 1. Tie palästinensische Regierung ist bereit, zur Förderung der wirtschaftlichen "Entwicklung des Landes gewiffe Konzessionen siir wirtschaftliche Unternehmen ^emeimmtziaen Cl)arakters erteilen. 2. Tie Regierung untersucht gegenwärtigdas Anliegn einer Ge'ellschait um eine Konzesi'ion auf die Versorgung der Stadt Jaffa und Umgebung mit elektrischem Strom durch Ausnützung der Wasserkräste des Audscha. 3. Die Vergebung von Konzessionen wird bis auf weiteres unter folgenden Bedingungen geschehen: a) eine Konzession ward sei es an "Einzelpersonen, sei es an Gesellschaften, siir die Naturschätze des Landes oder für ent anderes Unternehmen, das für die Allgemeinheit von Bedeutuna ist, nur untxr der Bedingung erteilt, daß die Konzessionäre sich bereit erklären, die zu er. wartende Dividende aus eine gewisse Höhe zu beschränken, während der diese Höhe übersteigende Gewinn in einer noch sestzusetzmden Form der Allgemeinheit zugute kommen soll, b) Es werden keine Konzessionen erteilt aus Ausbeutung von Mineralien oder Raphtl>aguellen, -auch ist das Suchet nach Mirteralien oder dkuphthrquellen vorläufig nicht aestGtet. c) Gemäß denn Vertrag von Sevres darf keine Konzession erteilt werden, die mit einer Durchführung des HäuserbauprogramMs diet-on der türkischen Regierung an Mitglieder der Entente oder ihnen gehörenden Gesellchaften vor dem 20. Oktober 1014 erteilten Konzession in Widerspruch steht. Abschied Skr Stuart Samuels.; I. P. 3- Am 16. Juni veranstaltete der Msrachii einen Empftingsabend für Stuart Samueil, Rabbiner Si.oersipn au; Wah rg vn uns den bekannten Doiksredner aus A "e ’la. Masliatrsti Nach Begrüßung anfpn che.r non Prof. Pick, Robb. Schönfeld und Oberrabb. Kook. sprach Stuart Samuel über seine Mrstion in Polen und vie letzte Rede Churchsik; Und oersprack) in der West zu verbreiten, oaß lohne Sicherheit des Gehens und Vermögens das Nack» nen und gleichzeitig zur Lösung des Ärbeits- Problems beitragen. Man erwartet, daß mehrere jüdische Organisationen das neu? Unternehmen durch Erhöhung des Grundkapital unterstützen werden. (Aiko.) Lodzer Tertilindustrie. In den letzten Tagen des Juni wurde» mehrere Lpdzer Kaufieuie von Sir Herbev Samuel empfangen. Der Führer der K uk> leute, Herr tigstermk, teilte dem Oberkommff sar mit, daß eine 2odzer Tertilsabrikantett grupipe den Ausbau der palästinensischen Ter lilli-dustrie beabsichtige. Borru se U'g e aller dings der Bau einer eigenen Jndu tnestad mit Arbeitermohnvn'Sn. Her -ü ernst ent nalbcim jeder Grundlage entbeh e England war- «ün- S - -id-b -.ilim> », «Eine engklsch-lranzö fische Grenzre- Uebersas;ung eines cnifpre 'enden T-rgulieruags-Komm:>sion.!rains. Sir Herbert Samuel versprach, da« <Kner Haras-Mel;ung kufolgr ist bei den?! Projekt b-'im OandsswirtschastedeparteLtent »' lebte» Besuch hes Ok»erkanrmHiä»r iSomue! t» jinWOiibs»