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Jüdisches Volksblatt · 1921-07-08 · 49 (8.7.1921) · p. Seite 14

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
49 (8.7.1921)
Date
1921-07-08
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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-T l/V' fiteffuit jFäüe Heute rr, llnd i> Duette einselr kephon Telex! eveict. Illlter^ ensksir und üb «nsma aus. I Hunde auf ei nicht r Machte nicht l uns st wegte Geist waren üLern bertun bei il leiten Wersu - März Die ' : ■Beute, teir. i Ich c t traue« — ei- . -i nun jes;oL> fett >r £ bi- Ä ’* ®o«' i Mark sage: > gebew tzi sucht Ein I '% grotz« alle j *’ jeder i [i bo tr-o* ‘ ■ von;. Wege »iife; f Sie (.*; wich , ach t 1 Und i . * 850.« ‘I deuts,. 5Q.0' :| sich. f die zwei : Rcdi' Bro ich weil die > ausv Zirk tünch dazu ft sie 14 Freaug 8 Dänisch Boslowitz Brünn Eibenschitz eis grub Jreiwenthat Mahren und Schlesien. 220. M.-Weißkirchen 15 21. Neutitschrin 160 22.Cberfurt 10 23. Olmütz 1 24. Cr Lau 11 25. Pohrlitz 0. " ,;3ndjsches V0ltzbIat1." 8. 2ult Verletzung rech tue Verfügung ft#*; ej « Larbr.ng ng eines ogeftio einivntöi sachenmalrrtüls Nr. 49 Z Coatja 30 27. Proßnitz 9 Godina 22 28. Gträintce;0, Holleschau ■i 29. Teschen '1. J.gbu 56 30 Trvppau ,2. Iägerndors 67 31. Ung.-Brod 12. Iainiiitz 11 32. Uno.-Hr.rdi U. Sojetein 3 33. Unq.-Ostra 15. Seite! 3 34. Wolframs tO. Kren sier 26 35. Znaim 17 Leipnik 8 36. Zuckmmttel 22 37, Zwittern 344 -- 1860 18. Lrmdenburg. 19. M.-Ostrau Summe Schekel im Gesamtbeträge ssamk Parteisteuer) von " Le 44.790.— C. ®!oU)a(ci. 1. Banovce 218 20. Pov.BlMca SO 2. B. Bystriüa 50 21. Presov 183 3. Bratislava 223 22. Prividza 20 4. Brezova 1 23. Nim, Svbota 57 5. Dolni Ohas 2 24. Satin 2 6. Farkasd 4 25. Scred n. V. 47 ", S>Iohovec!8 26 Somorja 8 «. Holle. 10 27. Stub. Teplice 35 0 '•tc nrcf , 28 28 Trencin 16 Kt. ilomarno ’ 30 20. Trn-ava 64 - t. Pctucc 4 30. V. Bytäa 1 ■13. Lixjany 42 31. V. Bystrica 62 ,3 Osancsto -8 32 V..TaPolcany 125 14. Nnra 157 33, Vrbove 58?4. Brbovcc 20 35. Brntky 105 86. Lrlina 150 .,. 3cnr. Zambokrely 38 >1. Ro»r Ves 2 7. Rove Mesto n. V. 66 3. Nove Zarnksi 184 9. Pczinok 25 'che«el im Gesamtbeträge Parleistemrj von Summe ssamt Lä 65.470.— 1). Karpatyornßlanh. Ohne Spezifikation insgesamt 2006 Schekel im Betrage von Le 1,0.030.— (ohne Portei» steuersi Rekapitulation. 100 ) lachenmaterials y gen über ,:er an.., 361 iedvch diesen Kundgebungen des Dc..au rns und «der Einsicht in die unbedingte Erft rderLbkeit 3^1 der Zeitschrift vielfach nicht die notwendigen 3^ Taten gefolgt. Es ist aber iestzustellen, oaß ^3 andererseits auch eine ganie Anzahl von £ t;* 35 gruppen und Eftizckpersinen bemüht war. uir 5g wirlsani in der von uns unternommmm Aktion 2311 zu unterstützen. Zn Leu.schl-nd sind inrbe on- 32;bere die kier.ie.ei« Orsgrupven mit gutem B i- 831 fpisJ vvrangcgangen, so i.t vor allem Erf,rt zu erwähnen, von wo der Jüdisch; Verlag chne ^O^bei der Grösse des Ores und der Sr sgrugpe sehr beträchtliche Äln ah. von NewNbonnemen s > erhielt, fleberries samurebe ein M: g! cd dics.-r Ortsgruppe bei dem Kasseler Jugrrldmg auheroem eine größere An'mH. von'Abonn.ments. Auch Hannover, .f'alberstodtf Halle, Elberfeld, Ottelsburg u. a. hatten mi^ ihren Bemü ungen Erfolg. Liefe B.ispiele und manch: a d r: z agen,, oast es durchaus mögfch s.ia must, eine gröbere An'ahl von Abonuen e i auch in andren Stä.ten auf^ubringen. - e de: kann oie Beobachluiig grmmht w.r.en, tag .nÄefoiree.« aus den grosten Städten mit ihrcir zahlle.che Mitglieder mufassenoea Or.sgruppeu noch die tueujgsteil Neu-Ab .nnmne,! s .ingegangcn s nö. — 2m Auslands zeigt sich ebenfalls ein ,eh- ,g ostes Intereise, das durch die Erkenntnis v'u dem drohenden Verlust wachgerufen wu.de, Ars Böhmen schrieb ein S.atcem dein Jüdi.chen Verlag, es wäre „eine Schmach uns Schande", wem: „Ter Jude" eingehen müstfe, und er wolle es nicht nur beim Resen bewenden la>- fen, sondern in ieiner freien Zeit im ganzen Oarche herumreisen, um Aboni.eatea zu summ ln.! 2u der Tscheäioslowatei hat ji-.ch auch der Cha- Abonnements, näm i-ch erst zirka 600, ^gefam-- melt. Auch wenn vorausgesetzt wird, das; sam -- ü'che früheren Abun ,en en ihr Abonnement neuern, ist infolgeiesten dir Gefahr der Ei.isteliung nach nich. abgewendet. Es wird daher an alledi jenigen, die an geistigen jüdischenDn gen ein wiriiiches und auch ein werk ä: ge; 0 n teresss haben, ircchmals 6^r drin,enür Apvell gerichtet, nich: zuzulasscn, oah eine Zritschr.st von so anerkannter Bedeutung ihr Erscheinen aber noch einem Jahre verworfen hat. Den zweiten Plan machte ein berühmter Gelehrter, den auch die Juden begeistert aufnahmcn. Me verlautet, soll aber auch dieser Plan mehr theoretischen als praktischen Charakters sein. Inzwischen baut niemand und die alten 5)äuser sind vollgepfropft. Die Wohnungsnot ist auch in den entleoendsten Winkeln fühlbar. Die Regierung . tl „ , t .. . , v.- . . 1 in Berseeba hat öffentlich mitgeteilt, daß sie "6dhi;rdiwb bt; emz ge m ^e’lT! bereit ist, große, Vergünstigungen demjeni- ,chaftl-ch' Revue, dr; her Zwnis-nus hrmc rf,ss«ch L. besitzt, verloren geht. Tie Adresse des 2ü:fscheu Verl gr, Ab kl. „Ter Jude", ist Berlin NW 7, Doro.heenstr.35. Ire Aussichten der Bauindustrie in Palästina. (Ziko.) Im „Haolam" gibt Dr. Sagarodsky folgenden gen zuteil werden zu lasten, der in der Stadt ein Hotel bauen wird: Baumaterial, billige Arbeiter und Mieter wollte die Regierung ficherstellen. Kurzum, das Bauen ist in ganz Palästina das beste, rentabelste Unternehmen. Selbstverständlich find auch die mit dem Baufach verwandten Industrien sehr gewinnbringend. Palästina ist ein gebirgiges Land und cm f —- a i -- 20871 kuzim Verbund nnirdeftens 500 neue B Baumarkt in Palästina: In meinem ersten Artikel sprach ich Über das Bauwesen im Lande. In Jaffa bereichert diese Industrie die Unternehmer und keiner zweifelt mehr an ihrem Gewinn. Fälle von Häusern, die noch ohne Fenster vermietet und bezogen werden, geschehen jeden Tag. Cs ist nur natürlich, daß das Bauwesen eine unerschöpfliche Quelle in dieser Hafenstadt für alle, die sich mit ihm beschäftigen, ist. Auch in Haifa ist man zu der Ueberzeugung gekommen, daß das Bauwesen die beste Kapitalsanlage für alle diejenigen ist, die imstande find, mit eigenem in den Dienst der Gesamizahl! Geld ein Haus mit mehreren Wohnungen " .eher in Aussicht bauen.^ Auch dort zahlt man für eine weiteren Bericht vom, hm keinen Mangel an Steinen. In Jaffa, Böhmen -j:;4i i L.ähren u. Schlesien iS« Slowakei AI87 kkarvilkorntzlond -JOOC, jäietcl im Betrage von Kc 5i.!iU-— . „ ,, „ „ 44.790*— a ,, ,. . ,, 65.470* — .. ., ,. „ 10.000*— i! Insgesamt birber 84S4 Schekel im Betrage von Kc Tie Schekelsammlunq ist noch nicht abgeschlossen. Weitere Ausweise folgen. Mähr.-Ossrau, 5. Juli 1921. Zilmtssrsches Zentralkomitee , in!^r tschechoslowakischen Republik. Das GchiEa! des „Zuden". Wie uns 1: er Jüdisch; Verlag milteilt, Hatte ble bisherige Ak ion, die die Gew nnnng n uö Abünnenlcn für ö»e von der GVghb:r *<instellung beer hie Monotsfch 1: „Der Jade" stillt. Es werben für diesen Staat als G.saa t-j mittlere Wohnung 300 Pfund St. jährlich, zahl mindestens 500 neue Bezieh:r in Au st htj wobei die Jahresmiete für ein ganzes Jahr gestellt. Auns Ungarn üb.rwies ci.t Bu ap.-stor | vorausbczahlt wird. Wie Tel-Awiw bei Gestnnungsgenof.e sofort den Betrag von HOO Mark und erl.cirle, mindestens für dirsea Betrag NeU'Abonnements saiume.n zu lönnen. Wenn in einem solchen valnlaschwachm uns von permanenten Judenverfolgungen h imgesuche.n "andr diese beispielgebend; Rn.eilNah ne an den Bemühungen, den „Juden" zu erhal en. möglich ist, dann muß es unverständlich bl-ibsn, warum gerade die Länder mit besserer Val, ta uno günstigeren äußeren Beengungen H: etfocUm iichr MiNdepanzahl an Abrnnenen für di; re- Jaffa, so die deutsche Kolonie in Haifa. Die deutschen Hausbesitzer bereichern sich auf Kosten der Juden, die alle in diese Kolonie strömen. Dagegen beziehen die Engländer den Kormeiberg, wo in der nächsten Zukunft eine neue Stadt entstehen wird. Die Regierung hat allen Beamten Bauterrains zu je 100 L. gegeben, wo sie jetzt ihre Häuser aufbauen. Auf dem Karmelberg sind noch .Hunderte von' Parzellen Jerusalem und Haifa gibt es genug Bausteine, aber die Steinbrüche sind bis zur Zeit in den Händen von Nichtjuden: auch die Arbeiter find nichtjüdisch. Die Besitzer der Steinbrüche haben den Preis der Steine gesteigert, weil sie wußten, daß wir vollständig auf sie angewiesen sind. Dasselbe ist auch vom Kalk zu sagen. Im Lande sind stbr viele Kalkbrennereien, deren Besitzer Nicbtjuden sind, die die Lage ausnützen wollten und wahnsinnige Preise verlangten. Eine Zeit lang haben sie das Kalkbrennen überhaupt eingestellt, weil sie bei dem Bau von Regisrungswegen lohnendere Beschäftigung fanden. Das ganze jüdische Bauwesen mußte dann einaestellt werden. Dachziegel z. B. führte man bis jetzt aus Frankreich ein. Nun hat aber Frankreich die Ausfuhr von Dachziegeln, die für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete notwendig find, verboten. Vielfach ging man an die Errichtung von Zementfabriken. Der Zement ist noch teuer, trotzdetn arbeiten die Fabriken sehr gut. Viele Häuser sind aus Zementsteinen und Hohlziegel bereits erbaut worden. So ist man auf einmal die arabischen Steinbrüche mit ihren Arbeitern, Kamelen und Eseln losgeworden. Alle Zemcntfabrtten verdienen sehr gut, beschäftigen viele Chakuzim und sind mit Llusträaen überhäuf;,. Die Nachfrage nach Zementstsinen ist selo ‘ bat) )CT.i % I« filti W w h0 «1! M t«\e1 reit Fac M) Hi! t!Mj TU utt l»ijh r.i'trt mb M höu Jen M baut Schl LkweZ'e, trotz mauO e- El : e er'o.g noch nicht jenes Ergebnis, w che; dldi di: Writerstrh-! reit erklärt, in seinem Be^anü enlr;is; Abon - n::. M: \<\a ernetzi und erjag au den als welch grsuncrsttzllchcn Aea.u i man bas >ningch:n tur.Q der Zei-schrif s'chmm Lbcreinstimmenö ir tb dem verschiedenen LäiOeni mi gorcik,, szen 'i'.w nemeirts tzn samm ln. Er tat dies i.t Le: Ei ss dy, daß der „Jude" kein zionistischez Organ nach der Pai lei schab lo ne ist, sondern eine freie Tribüne, die auch gegnerifchen Ansich «n zur Derjüdieser riuzigen Zeil/chr.st empf nb r, die hrttre! gun>g stcht und deren Wert «Hs ein tz-ristizes Rehsm Zlouksmus zur Wei!erf.chrung und Durch--j präfenl^tivorgan für das gesamte Juden.u-n büruiij sti:er Theorie und dem Judentum zur' unbestreitbar ist. . „ zu haben, j -Aber bis jetzt hat sich noch niemand gefunpräscntative Momrtsschri.t de; chioni.uu cs u«, :>cn, l.rr hier genug llnteritehmuugsgeist bedes modernen Judentums überh upt nicht auch, siex, Um hier 'eine neue jüdische Stadt entbriitgen können.! stchcn zu lassen. Der Karmel zeichnet sichI groß, infolge' der großen Vorzüge, die Ze'H Daß auch in nichlzionistischm Kce sen man > u-:t ftmer styvncn und gesunden Lage in, ment vor den Steinen hat. 1 sich dessen bewußt i st, datz das Emsehrn dieser! §anz Palastma aus. Es war zwar davon. Eine sternlich kapi.alkräst'g; Geie'.ls.hast Mvualsschrist einen gesamtjüA'.chm Verl ts: br ,d>e Rede, daß „Haboneh emtge Hauser auf! haut fetz: in Jaffa eine grosse Faüril sü.<Samdeuten würde, dafür mag fokgengende Tau-idem Karmel bauen wird, bis jetzt ist dassZiesel und Zement. Dies Fabrik schreite, r stiz - - aber noch nicht geschehen Inzwischen nimmt { vorwärts und beschäftigt sehr ville Cüaln i.u. dte Wohnungsnot wahnsinnige Formen an, i Die Arbeit iss von Jen Arbeitern ,ekii in da mit jeder Woche mehrere Fantilien nach \ tigeue Regie übernommen: der Gewinn. b:n Haifa kommen, die sich dort niederlassen! u* Unternehmer sonst «mied*«, sticht je'ft b:n CTtcl ihre ftt-n liifti liefe teil Wen ft» htbf suche als Beleg dienen: Ein hervorragender m.ht ionisti.cher deutscher Rabbiner hat sich b: wollen. Roch schlimmer ist es in Jerusalem. Aus verschiedenen Gründen wollte man nach dem Kriege im Stadtgebiet nicht bauen lassen. Es hieß, man wolle ztterst einen neuen Stadtplan ausarbeiten, und erst nach Arbeitern zu, «e daher Lewissenhach.- uni bill liger arbeiten. Die Kallsanosteine a0fcr5te>.crt weniger Feuch igten al? die Zementsteint'. sind viel billiger, unr haben dkiher bei der stechen-. All: Bauunternehmer warte:: mi llngeduld, den Bautätigkeit im v'anb: sehr gu; Auch ch e,i. ist rotll wer? <r nich <1 leiils •' wei. lach gen-; fe», luns *. An', %■ 2Ä ' , übe Ket > ttta: : sro 0 sie ,tj - Ich chl tele l che> Der Sturz der Mittelmächte.*) Ter Stuf nach den Urhebern des Weltkrieges ist trnch immer nicht verhallt, noch kann man aus dein Wust der ncuerschilenenen und erscheinendm Memolrelüeraten mif den Kern, der Ursache zum Weltkriege wurde, nicht kommen mb ftötr noch nicht oder vielleicht nie zu ergründende Antwort ctfyt die Geschichte hinweg. Ob der Krieg hatte vermieden werden körnten, „wenn" oder ob der Zusammensturz der Mtdelmächte hätte ausg-,- halten werden fomtat, „wenn", darüber iveider uir feiuc Klarheit bcCommon, weil dos Rad br Geschiichie und Entwiiklung nicht zurückgedrehi wnbvn kann, wiewohl mäglich ist, dies Rad für «ine Zeit aufztkhaften. Ter Sturz der Mrielmächte wurde stets zurückgeführt auf den iumirr größer wetdenden B«ra> in der österreichlfchuugarifchcn Arn^ec, auf einen „DeMi-isnrus", der im Hiiuerlande großgezogoa wurde und gegen den fatlfnm bekannte ,DurchhaItor" ankärnpften, die chm Trülen fischen wollten und die die Fahne 5»r Annexion und des „SiegfriedenS" im Hinterlarrde hochhielien, indes sie an der Front Volks- und Landes ge nossen für sich verbluten litjjan. Karl Friedrich Nowak 0«sucht nun in seinem jüngst erschienenen Buch „Der Sturz der Mittel-, machte" die Ursachen zu schildern, die den Zulammen bruch der detltschen tmd österre-rchischrmgarischeu Monarchie bewirkten. Das Werk ist aufgebaut auf den: Studium von Geheiumkten unid Kronrmsprotokollen und auf wiederholien i.nid ausftihrlichen, intimen und authen/ischm Dcirlegunacn nahezu sämtlicher flihrenden Siaaismävi.er und Militärs, die auf Seiten der Mittelmichre aktiv an den dargestelltnr Ereignissen be° Ir'ligt waren. Für historischr Forschung ist eine *> Karl Friedrich Nowak: Der Liurz :-.:r Mittelmäch»,*. Vr2i. «eorg T. W. OaDvkv Berlrg äiüncticn SW?. *tü—, peb. (.0—, spätere Ausgabe mit detaillierter und genauer LUrellenangabe vorbehallm. Das voriiiegens.: Werk will auch nicht als Quellemverk gewertet werden, will von sich nicht behaupten, daß es sine ira et studio geschrisben sei, tvetrn wir ihm auch jene historische ObjÄtivitä-t beimessen, die Nowak als ernster und seriöser Geschichtsdarj stiller verdient. Daß es höher einzuschätzen ist, als [bie ,Ernmerungswerke* der Prinz Windischg r ä tz und General K'r aus und anderer, ist schon deshalb verständlich, weil es nicht pro domo i geschrieben wurde. Es ist ja auch möglich, daß jallzu deutsche Leser und Äcttiler dem Autor einen Vmivurf daraus machen iverden, weil seine Mul- '..-r - :>.5.:ref. «... anxt einfach erklärt, sein Truppcnkörpcr sei,zum Feinde übergcgangen, lam oft vor und wer hätte das in der „ollen" Armee nicht gcglaarbi, wenn es sich dazu um ein Regiment handelte, da? schon in Jriedenszeitcn ron uationaftm Geiste durchdrungeu war. Aber welche Truppen haben nicht gemeutert, als der ikrieg so lange dauerte? Welcher Truppcnkvrpcr hatte keine UeLerläusrr, und wenn die Liebhaber der magyarischen Militärs ganz cinfaM, simple Jtifantcristen, die die Ehre hatten, mit magyarisch-en Soldaten zu kämpfen, um ihre Meinung gefragt Hütten, so wäre' wohl das Märchen von den „roten Teufeln" anders aittsgefallen. Aber trozu hier rechten. Daß der gra-ul ler einer angesehenen jüdischen Familie in Mähillche Welltcieg kleinere und größere Ungrrechtigren entstammte, für die Darstellung ist dies gewiß keilen zeiitate, wir wissen es alle. Daß zu Behin Nachteil, ober auch kein Vorteil. Nowak ginn des Jahres 1.917 alles kriegsmüde war, mit beginnt mit Brest-Mowsk und endet bei dem,Ausnahme Ludendorffs und anderer Groß- Sondersriedensangebot Julius Graf Andrasgenerale, deren Ruhm und Anstertzkichkeft über s v s, reicht also bis zmn 28. Oktober 1918, jerneu Hekatomben von Leichen gehen wollte, das war Tage, der der Geburtstag der ueuerftanDeiKn Binsenwahrheit und Nowaks Schilderung all Sukzesstonsstaaten wurde. Vorerst sei gesagt, daß der Umstände, die z-uni Sturze führen ruußten, Nowak mit dem Märchm des t sch ech isch e n ist glänzend, packend mb plastisch. Es ging eben militärischen Bcrraics ausräumt, die Desertion , nicht mehr. Ging nicht in Deutschland, nicht in des Jnsanlcrie-Regiments Nr. 28, die m der ehrder Habsburgermonarchie, wicht im Bulgarenreich, würdigen ’ u. k. Armee eine trck-krus größer j Hunger und Müdigkeit, Verdrossercheit und Miß- Rolle stickte als das rechtzeitige Klappen des trauen zu der Führung waren die Faktoren, kam Nachschubes und der Vervflegüng, über welch ' nach das zerfahrene österreichisch-ungarische Proletztere Dankt bereits im September 1914 ^Llem hinzu. Nowak meint, daß im letzten Moklagte, wird endlich ganz anders dargestclli, als /mente, als anr 16. Oktober 1918 das letzte Manirta,t bis nun zu hören gewohnt war. Daß sich fest Karls proklamiert wurde, alles oder vieles tschechische Regimenter tapfer schlugen, ob sic nun - hält« gerottet!re-den können, wenn man das an der Ostfront oder Südsrorrt waren, wird nie-s Südflatrenproblent endgültig gelüst hätte. Neink mamd leugnen wollen, der weiß, daß zum Schluffe Es war damals zu spät. Nowak anerkennt das Mut und Selbsterhalrutrostrdaü in der Brust je. des einzelnen Soldaten einen großen Zwiespalt bildeten, und daß Mut oft nichts anderes war al? Fciccheit vor der Feigheit. Teß ein Regimentskomwandaut fern von seltnem Truppenkörpor ein Gefecht liefert und. verliert und dann aus Ncrvosität und Slngstvor der Rechtfertigung ganz Südsse.menproblrin alz den Kern dos mistrohungartfchen Problems. Aber dieses Problcm ging in Brüche, als am 28. Juui^ 1914 Franz Ferdinand als vermeintlicher Berwirklicher dieses Problems von einem Südsl,'v;:i erschossen ivurde. Heute s-chen lauosaui alle die Beieiliaten ein, daß mit dem Triolismus die ^Ha>bsburgernioitarchie nicht zu halten war. Man versprach natiomtle Autononiie zu einer Zeit, als die Forderungen bereits über diese hiuanSgiuzen Man katn eben auch Luni Schlüsse um eru halbes Jahrhundert zu spät. Tie Briesgeschichten des Exkaisers, der Einfluß der Parmas, selbst wenn sie unlerblieven wären, die crentttelle lllüdankmrg Karts und mich Liltzein.s hätten au dem wirklichen Zustand nicht viel gebessert, man'hätte eventuell noch fori-vurst'stit können, aber die ganze Situation tvar nicht zrt halten. War nicht zu haften, woil Preußen- Deutschland sein Junlertum, weil Ungarn seiii'tft Gentrptum nicht aufgcben wollte. Hier tvie 0«tzT, regierte eine Kastenoligarchie, die jeden KrÄ.H in der Welt verloren hatte, bis urduch auch eigenen Völkern die Augen aufgingeu, und W, gezwungen durch furchtbare icklitärtschr, Asi erfolge, Hunger, Not, Kr'anrheit einerseits neue völkerbefreiende, völkerversühneiDe andererseits, wollte sie nael.geben, Komproii^ schließen, Toleranz üben. Völker, die aus NM' tanen zu freien Bürgern iveroen, vertragen keiue Toleranz aus dam Zeitalter des aufgeklärten Absolistir-mus. Und Iveil die Regierenden dir??u I^imt einsahen, stürzten sie zusamnten, wurden bin-' moeggcfegt wie Spreu im Sturme— verschwanden svurlos im Getriebe weltgeschichtlichen Geschehen?. Und nette Männer traten hervor. Norr-ak bentüht sich, auf Grund seiner dien > in deutliches Gentäld? zu schoffen. Es <*£ fingihnt voriresflich. Ein Endnrteil über a»° seine Schlußselgerungen kann jedoch erst dann gefällt wetden, bis das ungeheure MGerial zukag> gefördert nird, das noch in -Zehetmrrchive». ruh und l!§ die geschichtlichen Ereignisse der letzte 50 Jahre vorurteilloS werden überblickt weco'- ki'imcn. Jedenfalls wird Nowaks Werk P,®1.', - Zciten als das Werk eines Zeitgenossen hoch wertet werden. °K iv »mm Preis de? ' NW. kvm bietz den. »ich Äsiedc Arbeite Sttttu tzcs: in eii mit <!tch 'Hitii'c chnig Hw »b<«' «ikel des z tor R Acist getrief btftf.V Mmt f

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