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Jüdisches Volksblatt · 1921-07-08 · 49 (8.7.1921) · p. Seite 11

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
49 (8.7.1921)
Date
1921-07-08
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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ytr. 49 Freitag 8. 3üft SM '-»LKtz aßen i; L,n Äi,S^& ”i E ds «*iatlr den 3?!^®”"'%^ C in ckcp, oB'&n ®6« die > - WSiHw«; dmqen tinrb \n,u ■?r bie-t*. ^'edlnns, WritÄ^ ®efe wä:^ >5nunqen spart sf i ^»s der l*U'cftten UnteSm?“ f;‘ 3. ’.? dieser Seife t n **»*Sfij Ä*>»««»i4ll.: «.«m Unterpdno H3 'r/bftGn tM. iCuU”' Ä ^" Üe flßmpiir,,. f .ff, Sfc *** *"*?&? 5?r ''och mraends in der L l'wn >n Anwendnnn ecstn! Keaenvorichlaa anWtrifft, ^rnumtni dessen M «eten, »»4t md ilni uefeiae Ä;twiwt«i M Ä •"!* drr»ai!s ridsti«. trenn i«a mit alle? Ki? twriWt tws dn t,mn seine VirMffi von// ®f ra? Eriolq :,, betreiben cnlap Btt ni5t neu, denn oii nbcn 9^orT*Kcien de? Solonii«. die die Kosten einer hunikie?. bv k berechnen, i'! immer nur '"m aercchnet worden. Eine & AnnedlmOlolten könn.p, h|f r dann erzie" foeck-n. Mir mn §oh»i!WN für die?;!»?:% räfj iitqtntjj in selten;VvSrM imb in eine ßwbe ioeri. Ä iii «« :nt, O ein Äilmutel nvc Ä? ' landNmichMicher. fteiÄtw erben. in bicirn Ich«mnHnv » en; Tie RvmpiiiWMNiu ir JMft 3» »rWto. H' tie fbltmihtitn Met ofw^i ifäfun'd’Wmt nach dein Kisier n KnlilZe. einzelne R.chbm > bin dtt Ansicht, dB die sto- Sil«, der« Dort ich dmö « tuitt, in seiner Bche en t MenMon botM«. ne! ’nehne der Kolonie Sinfwft Ke ndlertt Firmen da??'''/>! dnrchoedrunaen ist, das W Arbeit vorbttricht md ieci! ie nit ibrem Tetreidcbon burckf' iert m?. Tennoch wäre Hw ick im ^eninne 'eimr W . 'tmm. wem c? bi?'^ ne eehbt Me. Aber We R. nicht' mrbandm. Ter, „ i-nno!?' die einu« noniE Aber ieine LnnBme.1 «.». nilich gering >nfb tbc dusch v> *«%,* TbC den e'-schwert. W***» ."'1* Au« d-ewü! W ' e>and D-mlopm« i-piW rtÄ innen wtV* .G5 14 St! ne%cm J %, jft W nlchi n w riet iati-u ank-s-dt'? oiem -5 ädenitwvtiüW, . ldesM-ae^u. entwedrr Uitieli'. tr die «abl, but* den. |i U t1111 °i?tt -M wie f-C t tveniBeüb h, für ’f , bes-ndMA^er *>1 einen 3 mati )" i« 'A<l bie ©V:Lf Aüti - ,Ä7n Hiitteu M"*rS.«w "f und 'slner tnl fll,i nt imArte.i . aränft i«1^' jSt dinbiee «nb iM blmdwiri^ .. «ftitnte )" nt (iC!iifv,,r! stecht irnf " »na ve „’ifhi*?] voll ctf ,... m «j,; «■ ils,5®# '* „Jüdisches ftett umtielu.mbelt werden for,:i. Die Vorschläge?,u liefet 'Iinwrmdliiilg sind von der Kolonisnttons- Abteilung der Zionist s''onim>sswn bekanntlich schon der vorigen ZalneKkonseren.', unterbreitet worden, sicherlich werden die Kolonien, die and dem vorbereiteten Boden der -rannen entsichen, weit besser pro^rerieren, etfö alle trüberen Kolonien, die ans nicht vorbereKetem Moden begrünbei wurden.;?n viel über >ie landwirtschaftliche Kolonisation.'Was die übrigen Vorschläge der ReorgantsationL'on'wits'on ank wirtschaftlichem Gebiete anbetriist,?o vermisse ich in dem Berichte iede Er., wachimg der Tatsache, dass die meisten dieser Vor- 'chläge nicht von der Jieorgauisalionskommission konzipiert sind, sondern, daß eL die Vorschläge lind, welche ick der st.'eorgrnisationskommisston gemacht babe. Ich liitde eS nicht richtig, daß die NeoraansationKkommisson in ihrem Berichte^gegen die Zionist Commission polemisiert tind dre Tätigseit dieser Kommission als absolut wertlos hinstellt, ohne mi erwal.nen, daß d^e meisten positiven Vorschlä.re, die sie selbst. oarbrinat, gerade von mir. also an? der Milte der Zionistlommission stammen. Ich erwähne hievon: ni Tie Trennung aller produkkstoen wlrtfchaltlichen Arbeit von "der Zionistkommission und ihre Ziltcilnna an besondere selbständige Gesellschaften nn wiederholten Berichten nach Zondon von mir betont und hier der Reorganisationskommission Mtseinandergesetztl; b) die Errichtung einer GroßeinkansSgenossenschast f2eite 22 de??strichtes1, ein Vorschlag, den ich im vorigen siahre Herrn Simon gesandt rmd ausführlich begründet faSe; rl die Errichtung einer Central Land Pur, chüsing Zlgenep steile 22>, die ich schon vor einem Jahre schriftl'ch und setzt der Reorganisationskom- Mission gegenüber mündlich ausführlich begründet nnd wi'bei ich die Ausgestaltung der Palästina Land Developement Co. Zu einem solchen Instt. lute vorgeschlagen habe, mit all den Details, welche die Reorganisationskommission dafür gibt: kl) The Werkers Bank (Seife SO) entspringt, wie Sie wissen, ganz und gar einem Vorschläge, den ich an der letzten Iahreskonierenz und in vielen Llrtikeln vertreten habe und der. sa setzt im N'esenjücheit bereits vert.nrkli'eb1 worden ist: i e) The Workers Eanipment Fimd lSeite 31) ist dem Namen und der Sache nach genau der Vor» schlag, den ich hier der Nevrgauisanonskommissiou gemacht habe; f) die Polwendigkeit einer Mongage Bank (Seite 35) ist von mir sofort, als ich vor einen, Jahre nach Palästina kam, in einem Erposee der Erekntive i» London und Amerika auseinandergesetzt lvorden; gl die Notwendigkeit genossenschaftlicher ^Tarlehenskassm für Handwerker und kleine Industrielle ist von mir seit der Publikation des neuen Genossenschastsgesetzes, in einem Referat im Waad venin und in mehreren Artikeln in der hiesigen Presse vertreten worden. siech brauche, wobl nicht zu bemerken, daß ich das vorstehende nicht ertvähire, um mich damit zu brüsten, sondern lediglich um zu zeigen, daß der ganze Ton, ans den der Bericlch der Reorganisationskommisston gestimmt ist, fal'ch ist. Der Berichs klingt ungefähr daraus 'hinaus: „Von hier ab und heilte beginnt eine neue Evoche in der $olästina-Arbeit, nnd das ist unser Verdienst." Demgegenüber ist es nöiig testzustellen, daß die Reor. ganisarionskommisiion in ihrem Berichte^ keim einzige schöpferische eigene Idee brinat.. Sie ist stark in der Betonw'g des llnznlänglichen »nd der Schwierigkeiten in unserer Arbeit; sie ist sie, riß soweit sie ans eigenem Vorschläge znr^ Verbesserung der fetzigen Llrbeit machen soll. Ich h"lie der Reorganilationskommission Mgute, daß sie unter dem Eindruck der schlechten Finanzlage sich verpflichtet suhlte, hier Ersparnisse zu macken und unter diesem Oiesichtswinkel geneigt war. iede Aus,- gabe mißgünstig und kritisch zn betrachten. Ich dabe bietür durchaus Verständnis und habe der Kommission deshalb hier in ihrem Bestreben zu svaren, nach besten Kräften beiaestanden. (Aber der Bericht versckiebt diesen Gesichtspunkt gan^ nnd gar. Er läßt iedes liebevoll? Verständnis für die Arbeit. He unter schwierigsten Verhältnissen. Her geleistet ist, vermißen und gefällt sich Zn einer Kritik^ deren Hochmut nur dann berechtigt wäre, wenn die NeorganisrrionSkommission wirklich aus eigenem neue positive Wege der 2lrbeit geivie!?!! batte. Das ist aber, wie oben envähnt. Hud aus nicht der Fall. Hochachtungsvoll " (Gez.) A. Ruppin. IV. tzrAidemvg von M. WlÄÜ» auf dea Derrcht der Neorgasrsattoss'KommkNsN. ' -tderr M. M. Ufsifchkin antwortet auf den Bericht der Reorganit'ationskonlmission in einem Antervieto, des in „New llNaceobemk" tNew Pork) am. 1. Juni 1021 erschien und in Ilebersetzung folgendermaßen lautet: , Meine Antwort auf die Vefchuldigimgen der sownmmlcu Reorganisationskommission^ muß ich natürlich Her in New Hork enttrerfen, wo alle nötigen Materw.ften und Ziffern unzugänglich sind. Ich sab den Berich! nicht vor meiner Abreise m's Palästina. Ich bin überzeugt, daß meine Kollegen in Ierilsalem auf Gnmd von Ziffern antwo'cken werden. Meine fetzige Antwort bcruhl aus allgemeinem Grnn.dsätzeir und ans den Tatsachen, die mir mein Gedächtnis liefert. Es muß beachtet werden, daß der Bericht der Neorganisationskommission die Tätigkeit der Zio° nisüsck"m Kommission waißrend verschiedener Perioden ihre? Bestehens behandelt. Ich kann natürftch für die von meinen Amtsvorgängmnr geleistete Arbeit keine VeranWortnng übernehmen. Meine unmittelbaren Vorgänger waren di? Amerikaner Pros. Friedenwald und Robert Stold. Für ihre 2lrbeil kann ich nicht einftehen. Ich muß vorlveg erklären, daß ich nur ans die Betnrupmugen des Berichtes zu antworten gedenle, die als tatsächliche Behauptungen Hingestell! sind. Mit Meinungen und Gefühlen kann ich nich nicht abgeben. Der Bericht ft» allgemeinen. Der Bericht der Rcorganisationskommiss'on .ft keine obiektiv? Darsiellung der Arbeit der Zionist Commission in Palästina. Er ist eher ein von einer besiimmten lllruvve von Menschergegen gew'sse Arbeiten in Palästina und die Träger dieser ÜW-eiHit gerichtetes politisches Pamphlet. Wenn der Bericht irgendwelche Worte der Anerseiimma oder Billivuna unter seineir zahlreichen Beichickdigimaeu enthielte, könnte er den Eindruck eines unpartriischen Berichtes niacken. Seine gsikolnte Berurleilnug aller Leistungen von Men- -lchensi die doch große Leifttmaen in der Vergangenbeii ans dem Felde dieser Arbeit als ibr Verdienst buchen können, beweist, daß der Bericht ungereckck ist: daß die Kommission von vornherein beschlossen hatte, zu entern bestimm len Urteil zu (tefonoen. Alle Theorien nnd Pläne, die Instice Brandeis und einige amerikanisehe Delegierte bei der Londoner Konferenz vertraten, werden in die, fern Berichte ohne iede 2'bändernng' vorgebracht nnd alle Tatsachen wurden für den Ztveck der Berteidigimg dieser Theorien sooffältig avsgewcckft. Das macht den Bericht notwendigerweiie zu einem bloßen politischen Pamphlet statt einer ernsten Erörterung der Kolonisation in Paläslina. Ich glaube, daß weder ich,.der ich die Entwkcklimg der .Kolonisation i,n Palästmg seit 40 Jahren verfolgt hohe, der ich mit den verschiedenen Bh-ffen der Arbeit vertrant bin, der ich Palästina viele Male beluck! und die letzten e>neiv-b.ckb Jahre ftt Palästina gelebt habenock, mein Freund Rnppin, der seit zwölf Jahren dort arbeitet, der große praktische und theoretische Kenntnisse der palässt. iie.nstschen Kolon»krtian besitzt; noch die Mltrckieder des Waad Haleumi sIüdischer Nationalrat), He a's Vertreter von etwa 80 Prozent der jüdischen Bevölkermig Palästinas gewählt sind nnd alle Gruppen des siidischen Lebens von links bis rechts umtassen; noch auch die anderen Leiter der Palästinaarbeit, die seit vielen Jahren dort leben, die von Justice Brandeis von oben herab dikk'erteu Urteile als wahr hinneHnen können, von ihm. der vi°rzehn Tage in Palästina war und keinen SH- ’ciriff von den wirklichen Kolonisaffonsbedrngnnaen hat, ebensowenig wie He Urteile der llleora.rniwtionskommistion, die so kurze Zeit in Palästina rvar nnd von deren Mitgliedern eines nicht einmal. mit der jüdischen Bevölkerung der Kolonien »vrechen konnte. Herr Dzotd spricht weder Hebräisch uoch'Iirtisch noch' Denscst. Allaemeiner Wert der Zlrdeit der Zion'jt Commission. Während der Zeit meiner Amtsführung, m den tiiofzelm Monaten von Oktober 1919 M 'Imiuer 1921 wurde mir etwa ein Drittel der im Bericht erwähutm Summe von 1,800.000 Pinnt ausoegeben. Die Reorganisationskommission bel anvtet in Bausch »iid Bogen, die geseisiete Isrbeic 'ei wertlos gewesen. Was soll m<m ans diese Panschalbeschuldigung anttvorren? Wir können nur jagen, daß. ohne diese Zlrbeit alles, was wir in Palästina hoben. b?".te vernichtet N'äre. Mittels dieser Arbeit wurden die Genoisensch-aften erhalten und entwickelt. Häiffer in einigen Kolonien gebaut, einige .Häuser ln Jerusalem repariert, wurden etwa zehntausend neue Einwanderer' in die Lag? versetzt, Slrbeit Zit finden nnd sich größtemteilS iui Lmrde fest niederzulassen uiw. nfw. sillt Heft Leistnngen zedaen, daß der Iischuw in einer Feit, wo er obne di? 2lrbeit d-si Zionist Commission tatsächlich vernichtet 'worden wäre, mtsgedehnt und aestärst wurde. Und eS kann nicht oft aenng wiedeicholt werden, daß diese ganze Arbeit während einer Periode geleistet wurde, wo He Kosten der Lebenshalftma außerordentlich hoch waren. Angesichts all dessen ist offenkundig, wie voreingenommen und wertlos die Belwimtimg dcs Berichtes ist, cs „sei nicht leicht zu sehen, wie die Moakichkeiten der Einwnrderumg und dauernden tzlrsirdlimg durch die Tätigkeit der Kommission erhöht wurden." Diese Bebauplimg ist ein Schluß ans Grund falscher imd unbegründeter Prämissen. Die Aufgabe der Zionist Commission. Tie Reorganisations'konrmissimr erchebt gegen die Zionist Commission die folgende „Ankkaae": „Tie Kontmiffion maßte sich die Funktionen eines Staates an und begann sich' selbst als eine Regierung anzusehen. Sie glaubte, alle iüdische Arbeit und Tätigkeit in Palästina müsse in ihr konzentriert und von ibr dnrchgeführt werden. Si? wurde der vielseitige 2'rohltäter der südisch-.m Bevvlkernng und man lehrte den Iischuw, die Er- Voltsblatr" £dte 11 Tollen w'r unsere Borposten zurnckziehen? „Tie Zionist Commission", sagt der Bericht, „war der Meinung, jede Arbeit sei eine nationale Äktivpost. Kein Feld, das ein jüdischer 2lrbeiter betreten hatte, dürfe aiffgegeben werden. Tie Frage, ob die Slrbeit die Möglichkeit unabhängiger Lebensführung für die Siedler Hete, sei nach dieser Anffassiina unerheblich." Diese Behauptung ist ganz, richtig. Ick; bin der Ansicht, daß der kleinste Posteil, der mit den tmbesriedigeudstcn Bedingmigen ringt, einmal besetzt, weiter gehalten werden soll und daß wir kein Reckst Habens ihn anszugeben. Kein Fußbreit in Paläslina ist für uns bedeittnngsios, nicht nur tvirtschastlich, sondern auch politisch, imd^ wern nicht für die unmittelbare Gegenwart, so für die Zukunft. Stach der Auffassung her Herren von Iwr Reorgani'arivnskommission hätten'wir längst Metullah mngeaeben, das aus rwrschiedcnen Gründen immer in sckavieriaen wirtschaftlichen Verhältnisson 'rar. End doch brachte uns Metnllah, nach fiin!- undztvanzig Jahren deö Kampfes, die den Baron Edmund Rothschild gewaltige Summen und die Kolonisten (bei Fehden mit den Nachbgrn) viele Menschenleben kosteten, die wichtigsten^ Erfolge. In dein Streit zwischen England und Frankreich über die sttordarenz.e erhielten wir einen großen Teil Obergaliläas nur. weil die jüdische Kolonie Metnllah dort lag. Baron Edmund sttvlhschild Jü sicher ein ebenso guter F-inanzma".n wie die Miialieder der Ütearaanisalionskoinmission und doch süllung all seiner Wünsche von der Kommission zu envarten." Diese Bebauptnug ist richtig nud diesen Standpimkt der Kolümission werden meine Kollegen, der Waad Halemni imd ich; vertreten.^ Die amerikanischen Zionistcuffibrer glauben, daß alle politische Arbeit in und für Palästina bereits getan ist; daß wir bloß an der Kolonisalionearbeit mitzvhelsen ßaben. Wir betrachten folgendes als offenkundig: Wir sind nur eine kleine Minderheit in Palästina. Tie Zionistisckw Organisation muß Vertreter in Palästina haben, die alles' dort für das Fortschreiten der jüdischen Kolonisatton geschehene beaufsichtigen. Tie britische Regierung kann sicb nicht auf die Inden beschränken. Sie mich die Interessen der ganzen Bevölkerung wghrnchmen, von der 85 Prozent Slraber sind. Immer, selbst unter den besten Bedingungen, wird unftre scknoache Minorität zu leideir haben, wenn keine starke, wolstgerüftete Vertretung besteht, um He jüdischen Interessen z,n verteidigen. Gliicklicherwei'se (iahen tvir Sir Herbert Samuel als High Commissioner in Palästina, aber er ist nickt"allein. Es gibt zahlreiche kleinere Be-, amte nnd in gewissen Bezirken sind viele von. Amen unseren politischen Interessen abgeneint. \ Nebenbei: wo sind die Garantien dafür, daß Sir. Herbert S^nwel immer High Comnstssioner von, Palästina sein und daß er' nicht durch einen Mann van' ganz anderer Haltung uns gegeitüber ersetzt wird? Diese Forderung, die Arbeit der -Kommis-,. ... ... , . , x fion aut ein Minimum zu reduzieren, 'ft von gewar sein Svfwm anders. Seit dreißig Jahren hmt fäbrlichster Kurzsichtigkeit.! ~ ...”*5 <“,s Voriges Jahr >var General Bels, der Verwaltlmasckcf, ein/ ausgesprochener Judenfeind Mid seine Ansichten traten mit denen der amerikanischen Zioirlstenführer überein. Nnmittelbar nach den: arabischen (leberHll schrieb er als erster n'ch London, inn die Rbschafftmg der Zionfft Commission zu verlangen, die er als einen „Staat im Staate" mrsah.; Ich bin daher für die Konzentrierung des po-' litiichen nnd so.'.ialen Lebens des Lande? in der Zionist Commissionnicht aber dos wirtschaftlichen i Lebens: was die?ln?lw? belriskt. die Bevölkerung erwarte von der Kommission die Erfiillimg all ihrer Wünsche, so ist dies zum Teil richtm, aber doftir sind nickst die Miiglieder der heutigen Kommission verairtzvortlich, die erst lest stsovemlftr 7919 besteht, fonderm die frühere, von Tr. Friedenwald'nnd Herrn Szold geleitete Komm'ss'en. Ter letztere hatte die wirtschaftliche Arbeit im Ressort. Meiste Mitarbeiter und ich hatten einen schweren Kannst um die Beftitianna dieser. Tendenzen aus der Tätigkeit der Kommission aus.'»- fechten. Produktive nnd nuproduttive Arbeit. Die Herren von der NeorganisatiouSkommis- .-!w:t »vsadei'hrftn immer wieder die B.'tchnftlgnng«' die Zionist Commstsion habe sich unfähig ge^ergt. s zwischen produktiver und!»irprodnki>ver Arbeit zu ■. mrterffcheidcn. „Ob die Arbeit, di? sie unternimmt", sagt der Bericht, „produktiv oder nnproj ^'cktiv ist, ist für die Kommission nur eine Frage untergeordneter Bedeuti'na." Die Behauptung ist annzlich falsch. Es ist zikm Beispiel an.ßer Frage, - daß He siteaierunasarbciteu, bei denen viele nu.sel rer Chalnzim beschäftigt sind, produktiv sind. Be-' ziialich jenes Testes '.mserer Einwan.derer, die bei Arbeiten mü unsere eigene Rechmmg eingestellt sindist He Frage der Produktivität oder Nnprc- > dnktiv schwerer zu beantworten. Wenn Arheitcr mit Terraffenbai'. oder'Ensforstt'ng beschäftigt sind oder Tel Awiw eine?knlcihe für Sl'wßenbau erhält, sthandelt es sich' um Arbeiftn, die kein? unmittelbaren Ersträgnisse abwerseu, denn es müssen Jahre vergeben, bever diese Investilioneng 'Nsbesondere jene für Rnsforstirng, einen Erwäg bringen könlken. Diese Arbeiten sind für den Ai'aniblick improduktiv, aber prodikktiv für die^ Zukunft. Was die?lufforfi:tn.g ansirngt, so haften wie sic für sehr wichii: nnd nicht mir aus sanitären Gründen. Tiefe Arbeit ist so boeh produktivwest 85 Prozent der ausgegebenen Golde'' in die Tastbe des üidischen Arbeiter? fließen und nur ein kleiuer Teil für*' Materialien usto. abaeht. Es ist eine Arbeit, die für den Anfang keine so. großem Io mumm erfordert wie Kolonisation und Industrie. Es ist eine Arbeit, die der für- Landwirtschaft nicht vvraeb'ldeie Ebaluz soaleich beginnerr und in wenigen Tagen erlernen kann. Ter einzige stdachtest ish, baß sie nickst, sofort, sondern erst nach vielen Jahren Ertrag bniiat. TaS bedeutet aber istcht. daß sie unproduktiv ist. Diese 2lrbeit wird natürlich durch Privatunternehmer nicht ins Werk gesetzt werden. S'.' w'rd nnr von dw Gemeinschaft im Großen geleisiet werden. In nnkerem Falle mich sic,von der Zionistischen Weftoraemlsation orten werden. Natürlich gibt es noch andere gute und notwendiae und dHei unmittelbar produktive Arbeiteü. Da ist die?lrlwit der Kolonisation, des Lauderirerbs, t>e-a Häi'serbeuts, der Beschasf'mg von Bednrssart'keln und Lebensnnttcln und der Anfiedlnng von Eimvanderern. silber für diese Arbeiten brai'cht man sehr große Geldnnttel — Mittel, die wir niemals zitr' Versügimg hatten. Daher ist die Behanptuna, wir hätten ims nicht darum gekümmert, oh die Arbeit produktiv oder unproduktiv sei. leeres Pbrasengetväfche, Ta-ssekbe gilt von einer gr'oßen Zahl miderer Behauptungen, von denen der Bericht wimmelt. Eine Behauptung wie „sie sdie Zionist Commission) sieht nickst die Notwendmkeit der Schasfimg eines inannigsalftgen imd pulsierenden wiriickvstlichm Lebens in Palästina" — ist voll Poesie, aber völlig grundlos und kam, nur mit kategori-' scher Neaieruna beanüvortet werden. , er Boden, die er jeuieitS des Iordcm.S besitzt, fest, ivo es nicht ' möglich war zu _ kolonisieren. Man machte ihm oft den Vorwurf, diese Besitz.imgen gegen solche, die \\i sofortiger Kolonisierung geeignet sind, auszntanschei', aber er lehnte iutiitev ab und sagte immer:: „Ich will keinen jüdischen Posten, selbst nicht i'nter den schlimmsten Vedingungen. anfgeben." Das ist die Atifsaffirng eines Siaatsmannes, der in die Zukunft sielst, nicht die eines kleinlichen Krämers, der nur feine Tageslosnng zählen kailn. Wir lagen in Jerusalem im Streite mit der stteorganisations-Kommission wegen eines wichen Postens, Kalendiah. zehn Kilometer nördlich von Iernsalem an der Straße nach Nablus. Sie fanden die Position wirtschaftlich sehr schwach^ »nd ohne Zukunft. Sie verlangten ihre Aufla'smtg. Ich sagte ihnen: „Nicht ich habe Kalendiah gcoHmeer. Icv toub es vor, als ich hicrherkam. doch weiß ich: es ist der einzige Posten, den wir in dieser Gegend besitzen. Und wenn er wirtschaftlich schwach ist, so sollten wir mehr Geld und mehr Arbeit hineinstecken, damit er wirtschaftlich gesund wird. Wir sind nicht gekommen zu zerstören, sondern aufzubauen." Ich erhielt diesen Posten und hoffe, er wird bleiben und sich entwickeln. Solckae Beispiele könnte man vervielfach'» Sic bsH'nteu einen völligen Gegensatz 'u der A«kjassung zwischen nüs imd Hu Herren der Reor» ganisationS-Komntifsion. Wenn wir uns nur von wirtschaftlichen Erwägungen leiten lassen wollten, müßten wir Palästina überhaupt ausgebeu. ORnn kann anderswo bessere wirtschastlichc ORvalichkeiten finden. Natürlich sollen wir. wenn wir an eine neue Ansicdlnng in Palästina schreiten, zuerst ihre fvirtfchastlichen Anssickleu erwägen. Wenn aber euvas bereits aeschasfen m, soll, e? geiräftigt und enüvickeli, nickst aber im Stick, gelasten werden. Unser Budget Entwurf. Ter Bericht führt eingehend die Brsckmldigamg ans, wir kätten bei rer tzluifustlunz, unseres Budgets flickst mit der ..tvirklichen Loge", mit „den Grenzen unserer Mittet" gerechne:. Tiefe Beschnldigunz enthüllt wieder einen tnirdamentale» Gegensatz der blnschaunng zwi'chcn ans und den Herren der stkevaratiöns-Komn:i'sioi;. Das Budget, das wie für die Londoner Ke'.uieren.z vorbereiteten, fvnrde nach dem BesclUvtz von San 0!emo entfvorfen. Es stellte Has Eraeo» nis zweimonatiger, sorgsamer Arbeit in Flitz, lnuanatzme mit den Leitern der verschiedenen T’- .vartemeins nnd mit ^angemessener Berücksichtigung aller Umstände dar. Wir legten ein Budget von € 4,000.000.— vor. Wir vertrauten darauf, daß di" Loifdvner Konferenz nack> dem Beschlnß von San Remo und der gefvaltigen.Bcge>. sterung, die er inder gesamten südischen Walt bervorgenlscn hatte, einen Weg finden würde, diese Begeisterung in Talen nmzusetzen und vom indischen Volle die großen Mittel zu erlanaen. die unsere hohe Aufgabe erforderte. Unglücklichertveise fanden wir in London, die amerikanischen Zianistensührer ganz, andere Ansichten hatten. W'ir fanden heute/die nickit an die Bereitwilligkeit der Inden alatibiefr, die nötigen Summen herzngeben. Wir fanden Leute, diselbst keine Begeisternna hatten nnd daher bei au» dern feifre Begeisterung Hervorrufen konnten. Das von n.ns vorgelegte Budget kam für sie gar nich' in Frage. Sie konnten nicht einmal ihr eigene? kleines Budget anfbringen. Wenn die amerikanischen Zion-isteil nickt mehr als 9000 Pfund monatlich geben konnten — später wurden es ft,rr nur. 2500 monatlich — dann hatte es natürlich keinen Zfveck, etwas zu versuchen. Ebensogilt konnteik wir die Bude ipebren und alle Hoismmg ausgeben. Hier in Amerika scbe ich aber, tvie richtig unsere erste Einschätzinig der Möglichkeiten war. Und wenn die stlmerikaner ans London mit Glauben nnd Degeislmmng znrückgekomm.en tvären, mit 'großen Fordernnoen an das jüdische Volk, wenn die Zeit für die Arbeit der Oöeldaiisbringung misgenützt lvorden wäre, statt snr Disputationen mit London nnd Jerusalem, wäre dasvon uns vorgelegte Budget gedeckt worden. F.v bebmivte, daß die Mftoftap^ der Rcorgunisorionsfomfitisston bei

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