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Jüdisches Volksblatt · 1921-07-08 · 49 (8.7.1921) · p. Seite 10

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
49 (8.7.1921)
Date
1921-07-08
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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t - v W" m Öctfll« Aäfie •entere. und b Merle etnäclt kephor Telex event. Unter ensteu »nL üb ENSMa aus. ü- Hundc auf er Mir macht« nicht > uns u wegie Geist waren Lbern beitur bei il leiten Werju März Tis ' Leute len, i Ich traueE — eS" nun . feffetef. feit br bis 3-' Mion i rretit" Mariage: gehe: sucht Ein . grotzi alle; jeder, bfl DU’ von wcge w ,L g e IN sch . achi und 850.» deutj. 50.0 Nch^, alle zwei R - Dr rck " wert dre ausr iZ«>.k lunch dazu scher für!, zum' vie x litt für' uns Tet-r Iug Ieiti ffbev beit wolh fetu*- vcrl &!'■ - will reif nich' kill WÄ, tüch gen sen tun An! " 2Ä übe Ke) tna. :cite 10 Fr-Zrag ,,2ü isches Pollsblntt'- 8. IM Rr. U in einen Topf wiefi. ’ treter einer anderen Anschauung in die Zionist i geben wird, vorder assaniert sein muß, dar Ar. „„ egrsanSfations- CoipmWon entsandt und es kann bat dieser Hete-! beitsgeräte und Weh zur Bearbeitung des Bo' to-„s ,vr.„",, . . y f^r, Mtckmäßiy zu : re ercicUSt und Zufälligkeit in der Z wamme».! dens vorhanden sein müssen, darüber kann ickeiiü fe:e rarve ^irll'll'.na i" •:&“} . ichxmt, dieses Geld nach Muster der Icafetzung der Zionist Commission höchstend W-m»ferc wir, kein Zweifel entstehen. Ueber diesen dach Vwb'r v AnsieÄung von Kolonisten verwcn-i »chmen. daß die. Arbeit, ln Palästina nicht viel ‘^ rn n'iU nur blf ‘fo butte timn?«.« *m* f,w„w .'.ch.! mchr gelitten hat, als es tatsächlich der.Fa« ge. lw.isen ist, und daß das Erworben« im großen und anuzen erhalten geblieben ist.! lind nie wenig wäre man sicher gewesen, daß l. Ich übernehme die volle Verantwortung!^rse 66 Kolonisten wirklich ohne weitere Nächst fiir da5, was in d-.r - Zeit voin Beginn des Palst stino-Amus (>063) bis zu Ende des Iah-es 1914 - in Patüstinr ans kolonisatorischem Gchietr gesche-! den ist. Pergeo.cnwär >igen wir uns einmal die '■ finci-.z.elle Lage in dieser Zeit. Dir zionistische Organisation baue in -dnstr Zeit .nur minimale Eim-.adm.cn aus Tch-Aeleingnnaen und konnte für -das, o! o n i sa t i o n s w erk in Palästina ' übeihaupi nichts LUsgeden. Sie konnte mit Mühe! und No: die n-iittmaien Ausgaben für das Palästina-Amt selbst, die im Jahre 1968/09 einschließ-, i sich aller (inhalier 1000 Pfund und in den späte. 1 rer. Jahren etwa 2000 Pfund betrugen, «ufBritt* i ggn. Der Jüdische Nationalfonfes, dessen Rcin- , oinnahme in diesen Fahren durchschnittlich nur : 10.000- - 20.000 Psür.fe betrugen, konnte nicht dari.-an denken, mit diesen Beträgen irgendwelche Ko- - leittsation zu treiben (Denn auch vor denn Kriege twaren zur Einrichtmnp, eines Kolonisten nicht i viel weniger als 1000 Pfund erforderlich.) Außer t feem Mationalfor.fes gab es nur noch die Palestine - Land Developmca:t Co., feie mit ihrem .Aktienkapital von kaum 10.000 Psun-d auf dem Gebiete!.fees Vrfeenkanfs Außerordentliches leistete, aber -pnatürlich nicht insstanfee war, Kolonisation im ,.j eigentlichen Sinne des Wortes zu betreiben. Die ,l Parole dieser ganzen Periode von 1908—14 war st deshalb azph nicht , Kolomiation", sondern „Vor- Hbereitung*zm Kolonisation", und zwar Verbereq. l-ttung eines geeigneten Ansscdlermateriars und /Vorbereitnng von, geeigneten landwirtschastlichen h Methoden. Zu diesem Zwecke, hat das Palästinal-Amt damals 4-Farmüeiriebe ins . Leben gerufen, , nänstich Ben Schemen und Huldcch, die zur Ein- I führung einer modernen Milchwirtschaft und zu I Pflanzungen (Obibaumspende) dienten und die , beiden Farmen Daaaujah . und Kinereth, auf : denen die ersten Versuche mit ArbeiteagenossM-! - schaftcn gemacht wurden. Ich bemerke dazu, daß i.der Boden für keine dieser 'Farmer: vom Palä- /.stina-Amt ausgesucht-wurde, sondern daß - das Puästira-Amt bei seiner Begründung diese Bö- - den vereiis im Besitze des Nationalfouds vorfand, . ohne daß der Nationalfonds wußte, was er mit »dreien Ländereien anfangen sollte. Hätte das ...Palästina.Amt die Möglichkeit gehabt, selbst den - Boden für die eisten Farm-betriebe auszusuchen, , so wurde es wührschri-nlich anderen Boden dafür miSgen chlt haben Aber es tvar damals sowohl . aus ^Mangel an Mitteln, sowie aus der Nctwens digkrtt-hchMts, die bereits vorhandenen National- . fei'dsx.,',deu, 'deren Brachssiegenlassen tibcrall als l eine Schande empfunden wunde, zu bearbeiten, . ui möglich, neue Böden zu kaufen und die alten ( Böden einfach preiszugeben. Außer diesen 4 Farmen ist in der Zeit von 1908—14 nur noch die Farm Merchawjcch - gegründet worden, für deren! Gründung, wie ich ja hier nicht im einzelnen ans- ^irfuhren brauche, die noch auf Herzl zurück, c.aehcnde Verbindung der ziioniftischen OrgM-ila-!-twn mit den SiedlungMeen Franz Oppenheimers •' yerav-twortlich -ist. Sei dem Aufbau dieser Farm-! betriebe ist in keiner Wcife freigebig vorgeganoen. , worden. In Ben Schemen haben wir die allen ' Belkindschen Häuser übernommen. In Huldah 'haben wir ein einziges Aübsiterhaus yebaict, das l noch nicht 1000 Pfund 'kostete und zu denp erst! später noch zwei andere Arbeiterhäuser hinzutgubaut wurden. Ebenso ist in Kinereth und Da- -lganjah nur das Allernotwendigste an Gebändon -hur Unterbringung der.Arbeiter und des lebenden und toten Inventars gebaut worden. Wenn i?m Merchawjcch die Gebäude mit etwas größerem , Aufwand gebaut sind, fo beruht dies darauf, daß ' man hier dem Wunsche Oppenheimers Rechnung ffragen mußte, aus Merchawjah das Modell für (■»kCe andere ähnliche Betriebe zu -machen und deshhalb von vornherein alles aufs beste einzurichten. s-Die gesamten Ausgaben fiir diese 5 Farmbe.tr->iebe ,Einschließlich der Gebäude in der Zeit von 190? ,,!? 1914 betrugen: Ben Schemen . . . . 23532 Pfund H Huldah 13859 >s Daganjah 11598 «ß Merchawjah . . . . 23844 '/l Kinereth . 7757 „ $ 80390 Pfund In dieser Sumine find auch dir Ausgaben <-str die Pflanzungen der Oülbaumspende in Ben- 'chem-'n und Huldah eingeschlossen, die diesen iFarn.bcttieben nicht direkt belastet werden köntm. Es bleibt dann als Gesamtausgabe für die Farmen ein Gesamtbetrag von etwa 60.000 chftmd' übrig. Wenn mm bsdeE. daß auf feite* . en Farmen in, Laufe dieser Zeit mehrere hunpiert Arbeiter mit landwirtschafilichrn Arbeiten ..strrtio'.« gemacht wurden und daß 'die Farmen s^um ersien Mal de« Beweis erbracht haben, smß landwirtschaftliche Betriebe ausschließlich mit -.Mischer Arbeit geführt werden können, und^daß;:tmet diele Farmen für Hunderte und Tausende -son jüdischon Arbeite«:, -die nach Prlästina ka- '»nen, ein Ziel und eine Hoffnung bedeuteten, w ,'wksrh man, sang a&ocfeften von bc-m' Achen vropaoandi\tvcken Sßcrtc dieser Firmen "%t die Spenden des Jüdischen- Nationalft-nds > agen müssen, daß -dieses Geld durchaus^ richtig stimwiendet war. Jedenfalls sind die Kritiker bis hnmaeu Tage jeden Beweis dafür ,chuld:g /aLkieben. laß nüt, einem solchem Betrage mehr schüsse sich e>halten können! Haben -doch die meisten Ira-Kolonisten bis pti heutigen Tage nicht aufgebört von der Administration Liorschüsse u»d Darlehen zu fordern! Außer diesen 5 Farmbetrieben hat die zionistische Organisation beziehungsweise her Jüdische NationalfonhS in den Jahren 1908—1914 auf dem Gebiete der landwirischafllich.-n Kolonisat>ion mir noch den Bau von Häuseni für einige. Dutzend landn.irrsckiaftlicher §lrbetter und für die Jemeniten unternemu.en, die durch die Propaganda d:S Palästina-Amtes nach Palästina übcrsiedelrcn. Die hiefür aufacwavdtcn Beträge (1000 bis- 2000 Franken für ein Haus) sind mininral, die Erfolge durchaus befriedigend. Ich reiumtwe also: Nichts ist falscher als für -die Periode von 1908— 1914 der zionistischen Organisation den Vorwurf zu machen, -daß sie zu viel Geld amsgegeben oder dieses Üleld schlecht angewendet hat. Ich vertrete vielmehr mit größter Entschiedenheit die Behaichlung, daß das ausgegebene Gold für bet? damals einzig mögliche Ziel, nämlich für die Vorbereitung dcr^ Kolo-isafion in denkbar bester Rach diesem kurzen geshichckicheri Uebekblick über die Kolonisation-Stätigkeit in Palästina möchte ich cleich zu dem Vorschläge üverizehen, den die Ri-organisa-tiEkommission macht, und wodurch sie anstelle des jetzigen Svstems ein-neues System fitzen will. Sie will die Idee des „full equipment" der zukünftigen Ansudler misgeben und will an dessen Stelle ein System setzen, wonach die Ansiedler in, bescheidensten Maße anfangen und erst allmählich ans ihren cipm-n Ersparnissen sich ihre Wirüchaft.-n aufbauen sollen. Ich möchte hiezu zunächst bemerken, daß, wie ich das hinaus ist bisher keine der zionistischew versorgt worden. Es bleibt also eigentlich nur die " Frage der Gebäude fiir Menschen und Vrch und - Geräte. Ich kann mir vorstcllen, daß man för die Menschen m der ersten Zeit auf feste Gebäude verzichte-: und sie in Zelten unterbringen kann.' In der Tat bestcht in der hiesigen Arbe>tersü>asi eine starke Tendenz dahin, zur "Verbilligung der Siedlungskosteü aup den Bau von Häwern verzichten. Ich bin nicht dagegen, daß n e mit einen Versuch macht. Ich kann aber c c, fei nicht unterdrücke^, ob nicht die Unterbciag der Arbeiter, insbesondere wenn es sich dabe> wn- Familien handelt, in Zelten Gefahren für d>e (Gesundheit mit sich bringen wird, welche das Gevugen der ganzen Iiedlrmg veroileln. Aber ge-cbt oben ausaefübrt habe, das von der Kommission > den Falldaß mm: auf diese'Weise das so hart getadelte System de? „full egnipment" in i für menschlicke ZLohmmgen spart und dara 1, , feer zionifrischen -Tötigbit überhaupt noch nie in daß der Enthusiasmus' der Arbeiter ihnen über Anwendung gekommen ist. Das war gerade das System der Jca-Kolck:üslation, die jedem Kolonistcn mcher Boden und Gebäu-deK noch einen 5Aeiit zur Anschaffung des Inventars gewährte. Das Cysteni -des „full egnipment" ist, soweit es sich um -die Zionist Organisation handelte, bisher nur in der Idee, nämlich in den Vorschlägen vorhanden, -welche das KoleinisalionLdepartement der Zioaast Commission für die Zukunft ausgestellt bat. Ich bin' durchaus nichü ein Anhänger r pdes „full eguipment", aber üh bin noch viel wei- " »von, die Unbilden der schlechten Unterkunft h > e Hilst, io kann man jedenfalls mit dem Vieh „i-n den Arbeitsgeräten nicht in dieser Weise verioi!. ren. Hier müssen .gute Unterstlnffsranme vm vornherein gebaut werden, wenn nian nicbr tnef.-n Mangel mit baldigem Untergang des lebenden und toten Inv^rtars bezahlen will. Ich resümierst also: Wenn, die Kommission nnt solckem Nachdruck gegen daS System des inl! egnipment ankämpst, ist das insofern ein Kampi gegen Windmühlenslüget, gls das Thsicm des full egnipment bisher noch nirgends in der Zionistischen Organisation m Anwendung gekommen j ist. Und tvas den Geaenvorjchlag anbetrisst, dem Arbeiter'nur das Minimum dessen zu geben, was Weise angewen-det worden ist, und baß man der, zionistischen Organisation nicht ’ben. Vorwurf - ter ^da-tzon entfernt, zu glaiiSm, daß das von der machen kann, -daß sie zu viel, soud-wn höchstens j Reorg.-LN-isat-oriskomm-issl.on als Gogmsatz zum den, daß sie zu wenig auf diesem Gebiete ge»!„füll eouipment" angepricsene Schema ohne weitan hat. i tcres aus führbar ist. 2. In bcr zweite» Peoiode, feer Perioidc des j Es ist ohne weiteres als richtig cmPmchmen, i er am Anfang braucht und ist»: das Uebrige aus WÄtkrieges, konnte von einer ftA-sn TBikMt ,-feßst es für unsere Kolonisa'.ion außerordentlich \ feinet, eigenen Ersparnissen hinzusügen zu lassen, in Palästina keine Rede mehr sein. Alle Beflre-! wichtig wäre, wenn jeder Ansiedler frie für seine! so ist dieser Vorschlag durchaus rjch-io, wenn man bnngen waren darauf gerichtet, das Bestehende | Wirtschaft nötigem Anschaffungen und Ausgaben i imter den: Minimum alles das versteht, was der von cir-cm Tage zum anderen zu fristan und der! wenigstens zu einem Teile ans cigouM Mitteln! Ansiedler nötig Pat, mn feine Wirtschaft von An- Not des Tages abz: Helsen. Auf diesem Boden bsstre-ten könnte. Dann würde der Ansiedler lang an mit Aussicht aus Erfolg nt betreiben. erwuchs damals m PelLstina -das Bestreben, für! erstens viel fester an seine Wirtschaft gebunden diejenigen,- welche durch -den Krieg erwerblos ge--und im Interesse dar Erhaltung sotres Kapitols worden waren, arr Stelle von Unterstützungen Ar-jW.den größten Ansteengungew und Enitbehrunbsit zu geben. Hier lag es natürlich ain nächsten, gen gezwungen sein, und zivoitenS würfe« das an la-udwirtschastlichL Arbeit zu denken, weil Bo-! Risiko für das von zionistischen Institutionen Herden für solche Arbeiten verfügbar war und man! geaebeue Kapital sich erheblich verri-nq-rn, da ein aus der Arbeit dasjenige zu erzielen hoffte, was! Verlust in erster Linie den Ansiedler selbst treffen -damals am notwendigsten war,- nämlich Lebensi würde. Leidet stehen wir aber vor der Tatsache, mittel. Auf dieser Grundlage erwuchsen daun,'baß wir peoignete Ansiedler mit eigenem Kapital die Gruppen, wÄche auf jütdischem Bodeir Acker--nicht zur Verstügung haben. Tann ist der Vorichlag aber nicht neu, denn auchin den weiteitoebenden Vorschlägen des Kolonisa« tionsdepartemmts, die die Kosten einer Frniilien« ansiedlung mit 1200 £ berechnen, ist immer nur mit diesciil Minimum gerechnet worden.. Eine Ersparnis in den Ansiedlnngskostcn könnte, wie oben erwähnt, nur dann erzielt tverden, wenn man cm Stelle fester Wohnungen für die Ansiedler sich ans ibre Unterbringung in Zelten beßbränkt und | diese Möglichkeit ist eine Probe >ven. Sie ist aber bau oder Gamüsebau betrieben. Es war von vornk Schon vor dem Kriege schieden sich feie Ju-! weit davon entkernt, als ein Astbeilmittel fiir die herein klar, -daß diese Ar-böiten nur als Not-sfeem, welche Kolonisten sein wollt«», in zwei, Probleme der londwirtichostlichen Ko-onisalivn stan-dsarbeiten berechtigt waren und daß sie mit-Klaffen: erstens in solche mit Mitteln, aber ohne.! cmfleprkesen z« werden. feer Wiederkehr normaler Zeiten keine Berechlij Vairldwi-rtschaflliche Erfaihrunig unife ohne (fevnj! Ich möchte in diesem Zusammei,bange ttoefr gung mehr hatten. Die meisten von ihnen sind IWillen-und feie Kmft zu h-rrtec Arbeit, und zweij folgendes erwähnen: Die NeorganisanonSkomM. deshalb auch mach Beendigung fees Kri'SM-'S Per-! t«ps in solche, welche in Palästina Erfahrung als schwunden. Allerdings war es nicht'leicht., in'(.Arbeiter und Kraft, zu landm-irtscyastlicher Arbeit allen Fällen -diese Gruppen sofort aufzulösen, weil ><«voichen, aber kein« Mittel' hatten. Es hat sich die AEciler sich nur schwer von der ihnen Rcb-! dcm«lS herausgestellt, daß feiejmigen mit Mtsion gibt in ihrem Berichte zu verstehen, daß ep" wahrscheinlich für die Kolonrsatimr besser geepelen wäre, Wenn da? Palästina-Amt nach dem Muster dev Iea-Kolonien in Owliläe. einzelne Famil-en gewordenen Arbeit trennten rmfe alle Ansttengnn., tcln, aber ohne landwirtschaftliche Erfahrrmg und kolonisiert batte. Ich bin der Ansicht, daß die Kögen machten, um weiter bei dieser Arbeit zu blc-iohne Willen und Fähigkeit zu körperlicher Arbeit ben. Dieses Streben ist a,u sich feurchrmS erfreufür feie, landwirtschaftliche Kolot.isation noch weit lich u:M es wäre das beste gewesen, wenn man ' weniger brauchbar waren, als feie AnstMer ohne Liese Weiter hätte kolonisieren könneir. Zwar Mittel, aber mit landwirtschaftlicher - Erfahrung, war feies aus Mangel au Mitteln nicht sofort. Jtmre Leute, ivelcke Mittel und zugleich landmöglich, man hoffte aber, daß in kurzer Zeit die! wietschastliche Erfahrung und Fähigkeit zu kSrper- M'ttel verfügbar^werden und ferm: feie Arbeiter slicher Arbeit haben, sind jetzt, nachdem der Krieg in feer Lanfewirtschast würden verbleiben können.-feie esteuropäischm Juden finanziell ruiniert hat, Es mag sein, daß man aus dresem Grmrde: um stwch viel weniger vorhanden, als vor feem Kriege, nicht fei« Arbeiter von feer Landwirtschaft zn ent- - Jedenfalls steht die Tatsache einwanfefre! fest, fernen, einige lanfewirtichaftliche Gvupipen äuf-!daß feie mehreren Hnnfeert landwirtscha.fMchan recht erhalten hat, obwe-hi sich dies ökonomisch-:Arbeiter in Palästina, welche infolge ihrer Erfahricht rechtfertigen ließ. Ich möchte h-iebei betonen,! rung und ihres liangjöhrst'gtin Aufenthaltes in daß ich, obwchl ich vor feem Kriege der Haupt-(Palästina das beste voitharfeene AnsiefelungselLveüsechter feer' hanumsfeffchttstlichien Kwuzoth aejment davstellen, keine irgendwie nennensiverten wesen bin, nach meiner Rückkehr im Jahre 192-l sMittel kcsihen. ES^ist a-iich ausgeschlossen, daß sie und deshalb aufgelöst wevden müssen. Tatsächlich! Lohnproblcm in Palästina näher einznachen. Es sind auch, wie ich -schon oben erwähnte, feie meiist zur Genüge bekannt, ein wie gefährliZier Konsten dieser Gruppen bereis wieder verschwunden, k-irrent feer genügsame und seit vielen Gcneratio- 3. Was feie kolonisatorlitsche Tätigtest feer Z i o n i st Commission anb-trüfst, so muß ich sogen, daß die zionistische Kommission im Anfänge bis z« ihrer Verschmelzung mit feem Palästina- Amte Ende 1919 überhaupt keine kolonisatoksschon PläNe verfolgte. Die Kommission hatte einen ausossprochen UolitVchen Charakter unfe ordnete alle anderen Interessen den volitischen unter. Es kam hinzu, daß feie englisch-: MilirärverwÄtung. wie zur Geniiae lukannt ist, der jüfeffchcn Kolon-ff.rtion durchaus kein Wohlwollen entgegenbrachte und feaß son.rhl bicducch als auch infokg; fees Verbotes, Grundstücke zu erwerben, überhaupi keine vernünftige kolonisaiori-sche Tätigkeit möglich war. Nicht unerwähnt lassen möchte ich sseich hier bei festcfer Gilegenhlit, feaß es überhaupt falsch ist, die Zionist Comnstsflon als eine Einheit-zu betrachten. Durch feen fortgefettzan Weckstel der Pt-rsonen innechalb -feer Zionist -Commi-sswn gab eS übcrhmipt keine Kontimrität in ihrer Arbeit und es ist abife'ut un-gerecht, feie jetzi-gM Mitglr-eder feer Zionist Comtmifstsn, feie, wie z. B. ich, esst spät in die Kommission eintreten n-nd nttr mit größtem Widerstreben in der Kommission verblieben sind, für das verantwortlich zu machen, was vor' ihrem E-iniri-tt in die Kommission geschehen -ist. Diese ma-noelndr Konttnu'täi ln der Zionist Commission ist wicht verwunderlich, sie ist nur e'tt Spiegelt-ild dessen, feaß in der Zionist Orgami'ation überlicmvt seit mehreren Jahren keine einheitkiche Anslassnng ilber unsere MfgalSen in BakDina bestcht. Wie der Zufall cs genade wollte, wurden bald Vertreter idirser, bald 'Verne» in der Landwirtschaft erfahrene Fellache fiö feen jüdischen Arbeiter ist und wie der jMsche Arbeiter die größten Schwierigkeiten hat, um in Konkrrrenz mit dem klrrbcr auch mir das M itiiitutnt dessen als Lohn zu evhwltm, was er p seiner Existenz bedarf. Es ist möglich, daß wenn in Palästina spältrhin feie Landwirtschafi nicht mehr den p-rimitivm Charakter hat, den sie heute trägt, sondern zu verbesserten Arbeitsmethoiden übergeht, für feie feer Fellache nicht so gut geeigr.et sein wind, feaß dann feer snfeffche Arbeiter oiv-en Vorsprung gewinnetn und gewiss: Ersparnisse wirfe machen können. Vorläufig gibt es aber reit en anderen Ausweg, als entweder ganz auf Koloe-isation zu verzichten oder feie hier vochandeinm Arbeiter anzusiedeln, trotzdem sie leine eigenen Mittel besitzen, und alles, was zu ihrer Ansiedlung nötig ist, fast bis auf den letzten Pfennig vm zionistischen .Orga-ni-satio'nenü bekommen müssen. Ich weiß lehr wohl, daß diese Tatsache für feie jüdisch: Kolonisation in Palästina sehr unangene-hm ist und erschwerend wirkt. Man kommt aber um feiese Schwierigkeit nicht dafemch herum, feaß man diese Tatsache übersieht -rufe sich in der Phantt-ste Kaudidaten fiir die Ansieidlung vor'.aubert, feie 'außer palästin-nsilchcr landwirtschaftlicher Eifahrung lind dom Willen zn eigener Arbeit auch noch eigene Mittel besitzen. So viel ist also klar: die Ansiedler werden im Beginn ihrer Ansiedlnng alles , zur Siedlung Nötige von zionistischen Institulionen bekommen müssen. Es taucht nun die Frage auf, was alles lonien der Ica in Galiläa, deren Wert ich durchaus nicht herabletzen will, in keiner Weise ein Vorbild für nniere Kolonisation darstellen, weil in ihnen' mit Ausnahme der Kolonie Kinereth. - wo infolge der Nähe nsilerer Farmen da? Prinzip der eigenen Arbeit d'.irchaedrungen ist, deis Vrinzip der arahilcben Arbeit vorberrscbt und weil sie auch ökonomisch mit ibram Getreidebau diirct-ms noch n!ck>t konwsidiert lind. Dennoch wäre aas Valästina-Amt vielleicht im Beginne ieiucr Tannf?it den Weg der Ica geganaen. wenn es die- Mittel dafür ,'itr Verfiiaima aehabt bähte. Aber dieie Mutes waren damals nicht varbanden. Der Judttche Natianolfond? war damals die einssae''.eontNuch« Institution, die nbe-ffiaiipt über Mitte! zur Kolouisation verfügte. Aber seine Ejunabmen waren damals außerordentlich gering und ihre Penntznna für Balästina tuurde durch die Neierveklnusel imd durch das Bestteben erschwert, das Ge'ld de? INF. mir für Bodenkäisse und nicht iür Siehlnnaskosten ansingeben. Ai's diesem Grunde war :. B. die Paleifine Lmrd Development Co. trotz ibres geringen Kapital? oezwimaen, die Bewirtscbasinng der Farmen Kinereth . und Dgaaniah aus ihre Rechnung zn nebmem da der Nassonaltonds die Mittel dazu nicht heraab. ES ist eine^ sebr leichte Sache a terao, wenn man von den' j-tzt viel reicher fließenden. Eiunabmen der Zionistischen Organisation ansaebt. Fr sagen, die? iwd ienes b'itle anders gemacht werden foffen. Nst'ir muß sich aber vergegenwärtigen, das; dieser anoets - Weg, eben wegen des Manaels att Mittein itücu Haupt, nicht gangbar ivar. Das Paläs>ina-A>^ hatte damals Nur die Wahl, entweder ü b e^>- Haupt nichts zu tun oder durch den.Betrieb von Farmen, der wenigstens nicht wie feie Kolonisation der Ica besonder^ö-ebände für jede Familie erfordert, einen billigen Weg-der Kolonisation zn gehen. Es mag in diesem Zlisammenhanr erwähnt werden, daß die Gruppe in Deganjah sahrelang in elenden arabischen Hütten wohnte, bevor das jetzige Wohnhail-s erbont tvnrde und daß ebenso in Kinereth.-Huldah und Bcuschenun da? in Gebäuden investierte Ktvpital ans das mm-, deste Maß beschränkt wurde. Die beste Rechtsertigung für die Tätigkeit des Palästina-Amtes liegt übrigens darin, daß eine sachverständige Schätznna ergeben wird, alle? . Geld, das Vonseiten des I-RF. und der sonstigen - zionistischen Institute in landwirtschasiliche P^- triebe hineingesteckt worden ist, heute söhne Berücksichtigung der W e r t st e i g e r i :t g des Boden?) voll erhalten ist und daß der Boden der F-aniken, wie er bisher durch die ArbeialS zur Ansiedlimg nötig zn .betrachten ist. Dartergenossenschasten bearbeitet iourde. jederzeit über, daß der Baden, der den ^Ansiedlern über-' Kolonien von Einzelstedlerii mit geringen Km; i A 2

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