Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 48 (1.7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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^eite 2 IStiKtQ „Jüdisches 35 o11äb latt*' I, 3uh 0n. <4b k' tta S' 8ft v-st fcU (o rc t»c Np 9? 3e lo 3 B ®l t M fei? J' «v N( «J f Mg'i tf »M v de f to v‘ < tr; » Ir? t, •H Säfte m ^:er!ße15cH? M. Marburg über die TMgkett tungen, sowie des ganzen weitverzweigten Ct r l bo ^Vertrauens., öcg g0jn( “ , Hilfsapparales wurde Dr. Loris D. Logen and der Sb!n‘ 3wrichen der einen? -infeniiem hn n ri a “; vom I. D. C. nach Polen und den cmgren- «Veite» nun ic^n „ . p. Z. zenden Gebieten entsandt, unter dessen ge- WL. »LL.LFa?t8L V L .^Z^-Seber jüdischen Preßschickter Lettung.wir unsägliches Leid füll«. kephonnAMmer von jadem hängt neben meinem Telephon) und erkundigte mich nach Ergebnissen, eoent. Zwischenfällen, Schwierigkeiten, evem. Ilnterreüungen usw. und so hielt st-jldr-lDertrauenskente in Schach, kontrollierte sie sehr scharf und übernri.teire n-tephonisch von einem 34ertr«u' «nsmann Zum andern. Ta» Ergebnis M:b nicht «ms. In einigen Monaten, bekamen wir einige Hunderttausend Mark an 'Zeichnungen ein, da auf einmal — etwa am 1. März Mng es njch-t mehr. Der groß e Teil tei Der rauenstaute Währung dieser Betrag größtenteils ver-! werte an Nahrungsitteln für die Alliierten wendet wurde, mehrere Milliarden) verj gegen Bezahlung - geliefert wurden, war teilt hat, darf wohl mit Recht als das j diese Sendung die erste, die ohne jedes Entgrößte Hilfswerk in der GeschiHte des Inj gelt für wohltätige Zwecke versendet werden dentums bezeichnet werden. Felix M. Warkannte. Dieser erste Versuch, Juden und bürg widmet, in seiner Eigenschaft als Prä- | Christen in Polen zu gemeinsamen Aktivier,, nichts geben wollten. Was tat ich #nun? 3dj ordnete mir alle Leute. die von jden Mertrauensleuten als vergMich bezeichnet wurden zentrale Zürich" hatte während seines kürzkonnten. Die Summen, die vom I. D. C. lichen Aufenthaltes in London Gelegenheit, für das Hilfswerl nach Palen, Litauen, j mit dem auf der Rückfahrt nach Amerika Lettland und dru übrigen baltischen Probegriffenen bekannten Philanthropen Felix vinzen von 1914 bis Ende 1920 geflossen! M. Marburg, eine mehrstündige Untersind, betragen 16,427.134.66 Dollar. Bei redung zu haben über die gegenwärtige > Umrechnung in die entsprechende Valuta Lage der Juden Ost- und Zentral-Europas; dieser Länder kann man sich leicht ein Bild und über die grandiosen Hilfsaktionen des von der gewaltigen Hilfsarbeit machen, die „Joint Distribution Committee for the Re- ( mit diesen Beträgen durchgeführt werden lief of Jewish War Sufferers". Das J.D.C.,! konnte. Die ersten Lebensmittelsendungen, das unter der unparteiischen und aufop-; die in Polen verteilt wurden, sind auf Anmackte in der Arbeit nickt mehr emifbafc mit ferungsvollen Leitung von Felix M. Warrcgung von Herbert Hoover, dem großen! Mt aus bölem Willen ldenn die Atbsi l unter iÜur0 während der letzten sechs Jahre an die und edlen Wohltäter, durch die Sendungj 2;?S POn im'r strma feu^Srt £ durch den Krieg ins Elend geratenen In- ..Westword" vorgenommen worden. Dies weqte lick aber in äußerst fremr tSifrf th-'nt Zweier Kontinente nahezu 36 Millionen bedeutete glcichzeitia das erste Hand in Bt nt*??Ä*S?fe Dollar (über 200 Millionen schweizer Fran- Hand Arbeiten der amerikanischen Regieware»'durch die geleistete^Arbeit wohl etwas ^.Kronen und Mark, m welcher >rung mit dem I. D. C. Obwohl Millionen- Mermudet und ihnen machte die Weiterdearbeitung der Leute, nachdem ja die Willigsten bei ihnen*gezeichnet hatten, viele Schwierigkeiten und Verdruß. So bekam ich trotz «aller Versuche mit den Vertrauensleuten vom 1. März bis etwa 20., Mörz keine Zeichnung herein. . , - ,, _ > - . ■. ... . wt.. Tie Vertrauensleute erklärten a le daß die stdent der „Federation for the Support of!nen zu vereinrgen, bat viele ähnliche Aktiv- Leute, die sie zur Bearbeitung noch'mrig hat-- Jewish Philanthropie Societes of New i nen zur Folge gehabt, die — -enn ein fol- Dork" und des „Joint Distribution Com- - cher Beweis noch nötig wäre - der Welt mitee" täglich mehrere Stunden angestrengj einmal mehr zeigen sollten, daß Herz und _ ter Arbeit — oft bis in die späten Nacht- ’ Hand der Juden unterschiedslos für leietwa 150 — nach Straßen und begmtn! stundet hinein — dem eingehenden Stildcndü Menschen jeder Art stets opferbereit nun systematisch nach Sraßen dir'Keren Ha-^dium und der Organisierung jüd. Hilfsak--Jnd. In Polen selbst haben wir nie aufgehört jesscL-Ärboit allein zu machen. J.-drn Miüag, i tionen und deren Durchführung, was um-' in jeder Weise eine Zusammenarbeit mit feit dem 1. April etwa, mache 7ch-von 1 (1(4)! so mehr gewürdigt werden muß, als ja , andersgläubigen Hilfsunternehmungen her- bis 3 Uhr Besuche. Una der Erfolg 0is heute: Marburgs kostbare Zeit als eminenter, beizuführen und kein Zweig unseres weit- Won den Leuten^ die angeblich nckls geben Finanzier und leitender Mitinhaber de,^ verbreiteten Wirkens war wohl fegensreiwollten, habe ich weitere einige hunderttausend Fa. Kuhn Loeb u. Co., des vornehmsten - cher als diese gemeinsame Aktion mit Hoo- Mark ausgebracht, und ich gehe weiter und!und eines der größten Bankinstitute Ame-jver für die Ernährung und Bekleidung aller sage: bis auf zwei Leute, sie endgük ig-nichts,> rikas, nicht hoch genug eingeschätzt werden s notleidenden Kinder ohne Unterschied der geben wollten, haben bisher alle, sie ich de-!kann.!Konfession. Es ist hier nicht der Ort, felbftsucht habe, für den Keren Hajessod -gezeichnet.! ^raqc mje er gegcnwär->^bend hierauf näher einzugehen, aber viele Ein Tell iß noch in Bearbeitung ünd ein noch.^^ Lage in Ostlind Zentral-Europa beur-! unserer zurückgekehrten Berichterstatter ergkoßer Teck kommt nächsten Monat heran. And« bemerkte Warbura der eben an einer zahlen, daß das Zusammenbringen kubischer alle wissen heute: Jeder kommt an ,'oie 'Rrihe, «.'i.,,,. ^nint^ireftnren kn Wien: Kinder mit andersgläubigen in Berpflegsj^et mre mn mit breitet anb leinte ^nmtt! tci,geno)®men ^t{e mit Befriedigung, daß anstalten durch uniforme Bekleidung und davon me ferne Zeichnung. Und alle wß en ^türlicherweise im allaemeinen überall ei,i ^erschiedslose Beköstigung günstige Resulvon r wem rch zu ihnen 7°mm» da.; Fortschritt zum Bessern zu konstatieren sei. Lte gezeitigt hat und die Kinder der verwegen ors Keren Haressos komme, und «alle: einielnen Oili-merke betrifft ich'ebenen Glaubensbekenntnisse zuemanwüsen, . aß ich hartnäckig bin. alle Meme Enev-s 7 b v czjlfswerk des-J D C 'l914 f!er in freundschaftliche Beziehungen ge- Sie uns mel Zeit diesem Zwecke dchere^ iiä' 1^^nnc,t, als dori die Rot ^acht hat, wie es früher nie der Fall war. V <?£5'!ihren Höhepunkt erreicht hatte. Wir haben Jene Hanpthilfsaktian. die das J.D. C. acht la. tu crnem uns dem anderen »u gehe»,; m}c übrigens überall ohne Unterm Deutschland vorgenommen hat/ wohin uns die Erfolge sind da. wenn ».1 --us heute eiwr« Glaubens hilfreich cinoeiri fen 'mir bis Ende 1920 368.681.60 Dollar fand- 850.000 Mark von Ziomsten uns ^st,uden zvon, Elend gesteuert. Den Bestrebunten, bestand darin, gemeinsam mit der vordeutschen mch.zr-.mistischen nutzen b sher etwr war es seinerzeit gelungen - züglichen „Schweizerisch-Deutschen Hilfs- 50.000 Mari, haben, so «p* fj vuE gen war es jemerM gelangen z » für notleidende deutsche Kin. llch, bis heute, denn es sind'noch «kmge amemkanNch msi der", der „Hilfsaktion für jüdische Ausolle, besucht,, und dw Arbeit wird «emgäens lEM^ ^erbatten^^m^A 6 s^s so.ndskinder in Zürich" und dem „Jsraeli- M« bis drei Monate dauern. Ich brauche ferne e^,-cnfcen %\s bann das amerikanische i tischen Hilfs-Fonds in der Schweiz" den Re-ner mehr von au»wurt»,. bia -.ri&e ferne ^teu, feine Kommission noch dc'u j unterernährten rmd tuberkulösen Kindern ^treta'Än Wen sandte, wurde einer unserer > ermöglichen in der gastlichen Schweiz, weil^^ alle^ fr »ertreter, Rabbiner Dr. Tcitelbaum, dieser m den reinen Hohen von Davos und am auswärtiger diesner. eine Propaganda und eine dalastma wurden »onii 3. von DEtoiZirkebversammlung bin. der 1914 bte Ende 1920 4,8)8.918.86 Dol- T-b Seirt« -e^uen weil sie is Bcrvll chlar verausgabt und ich glaube sagen zu .... tuna^M-en -der wü! sie das südische Herz! dürfen, daß mir viel dazu beigetrage,i hawar, jo gibt uns dies mchtsdestowemger dazu bewegt und weil sie sehen, daß «es Mm--den, das Leiden wo immer es auch gesun- ®^0tu^g:ir^er b^^E^ÄUe,lnSraschon gibt, eie nich nur Maasser Ne, en, fordern den wurde, durch unsere Hilfsaktionen S» ,!^^0- 0«^D°ttar der zr unft^on Generafür den Muas.er arbeiten und sich -abmühm mildern.! ..on zum «seger gereicoeir weroeu. zum Wcchle des jüdischen Volkes.! Auf dem Balkan und dem Nahen, llnscre. 2lktion in Oesterreich, unterjoch eines iß es. womit ich v ek «rre'ch'.e; l Osten nahmen mir nach dem Brand van \ ernafjr.e Kinder nach Holland zur Aufervis nalwimlsüdische Jugend habe 'ch oersammell! Saloniki an den Rettungsarbeiten in Griej Nahrung zu bringen, ist ja genügend beunb ihr gesagt, daß der Keren Hajtssod ia-ch.chenland teil und die bekannte Griechenfor- - könnt, ebenso wie-der Name der verdien, tfür sie da iit. Wir verlangten A.beitspfl chch scherin Miß Hetty Goldman (die erst kürzj vollen Frau Aiutta Müller, die diese Aknouns gab der eingesetzten Jugend-Keren Hajes-i ittf, den ehrenvollen Auftrag non der Har-l Uen m so vorzuglm)er Weise leitete und bei svd-Kommission Maasscr 45.000 Mark h 4 die | parb Universität erhielt, die Ausgrabungen. I vielen Faniiüen m dankbarster Erinnerung Jugend bisher geMchnet und mir für! Griechenland zu leiten, zu deren Auf-i wurde viel zu weit fuhren, auf die UUC‘i«,*V ^rvw-4-v - ' VlLUtll JUCUj) Ul jClUfilUICl 1«- fein Kind, er wir beschämt,, al; ck -hm oas, humane Dienste, um der notleidenden Bevrrhiekt, uns er 5 i lncte eine angemessenere j Möllerung in den Balkanländern allenthal- "" . i den Linderung zu bringen. In Griechen' Summe. merksamkeit hauptsächlich sorge, sowie der Seuchenbekämpfung zugewandt — näher einzugehen und verweise ich . . ... . w ..-. ~ „.... -Zahl der Jul-eisteu lim, uns rote tüchug m *,tn. 11914 bis Ende 1920 1,811.426.07 Dollar, in > dcn nur gering ist, haben die Bessersituierwejk ichmckeren zetgen will, daß sie sgenan ko Bulgarien und den s. Zt. besetzten Gebieten! ten so großen Anteil an der Hilfsarbeit getüchiig sein tönnen, was ioviek heißt, 1 (Berbtens 26,600.— Dollar verwendet. Daß! nommen, daß die durchreisenden jüdischen germu so ihre Pfllchb eigüllen kgnnen uns mu,-. jnf0fgC tiefer Summen ermöglichten Auswanderer nicht ohne Obdach blieben, len wie ,ich. Die Tüchtigkert uiw, Dllchieriu.-> Wohlfahrtsaktionen und Seuchenbe- Aber selbst dort hat das I. D. C. die Jnilung, besteht aber mcht darin. DE^ven und ■ gämpfitnnen selbstredend auch Nichtjuden tiative ergriffen,. Wo immer wir auch ein- Ankeitung zu geben, sonsern jel-ost mnzatu^^l-zum Seoen gereichten, braucht nicht erst begriffen, war es stets unser Bestreben, die Ich bin in meinem Berus sehr itarkmctt Ato: hervoraehoben zu werden. Leute zu den besten Bürgern ihres Staates überlastet babe dwhnoch fomel,Zer. - ur^n - Ausgaben für die Hilfs-; zumachen und daß der Berfchmelzungspro- Keren Lmesivd. Memer An M nach,braucht, pachte, wie sich dies ja von selbst 5H mit den übrigen Bewohnern vor sich erklärt, das J.D.C. in Osteuropa, wo wir j ücht, ohne uns dabei m ihre religiösen Anden schwierigsten Probletnen gegenüber Gelegenheiten einzumtschen. sianden. Zur"leichteren Neberwindung der-'° Die Hilfstätigkeit des I. D. E. bes?lben und zur besseren Organisierung ,in.d schränkte sich jedoch nicht allein aus Europa Durchsübrung unserer mannigfachen sani- und Palästina. Wie Sie ja wissen, verbreitäi-ei, imh ckmritativkn Woblfabrtssinrick,- - tete sich dieselbe auch auf Abessinien, wohin -man in einer mittelgroßen --tafet »ch: etnen „roßen Stab von Vertrauenske:ren.. Wenn man sie hat, soll man sie zur Arbeit, heranziehen. Ich glaube aber? daß ein Mann in Liner mittelgrofei! Stadt den gan-en Keren Hoj s od m»- «f»en kann, ober »r mu> i m macke-, i ir:, ’tfi;T emua «hen kann der bekannte Fallascha-Forscher, Dr. Feit, lowitsch, zur Hilfeleistung von uns entsandt wurde, ebeuso auf Llegypten, Algerien, Tu. nis, Marokko und Persien mit insgesamt über J 00.000 Dollar, ferner auf Sibirien mit nahezu einer Million Dollar. Für die Flüchtlinge, die sich in Nokohama befanden, verausgabten wir Dollar 125. 002.50. Was Rußland und die Ukraine betrifft, so sandten wir dorthin bis 1920 über 5 Millionen Dollar für Hilfszwecke. Bezüglich der Notwendigkeiten in den übrigen russischen Gebieten, die ja leider der" menschlichen Hilfe noch nicht genügend zugänglich gemacht worden sind, sowie um den ganzen Komplex der von uns überall in Angriff genommenen Hilfsaktion auch nur kurz zu streifen, müßten wir dis Unterredung hierüber stundenlang ausdehnen. Es gibt noch immer Zehntausendc von unglücklich vertriebenen, teilweise ganz ziellos umherirrenden, verfolgten Juden, die bisher noch keineswegs den Hafen der Sicherheit erreicht haben. Soviel wir auch versucht haben, durch Gewährung von landwirtschaftlichen Krediten und durch Lieferung von Werkzeugen diese Unglücklichen zu „selsrespecting and sels-supporting" (sich selbstrespektierenden und sich selbst erhaltenden) Bürgern ihres Landes zu machen, so ist dieser unser Wunsch noch keineswegs erreicht. Es sind, wie Ihnen ja bekannt ist, vom I. D. C. größere Summen' bereitgestellt, um in dieser Weise den Juden dazu zu verhelfen, in ihren verschiedenen Vaterländern so nützliche und treue Bürger des Staates zu werden, wie sie es ja in vielen Ländern, wo sie dazu Gelegenheit hatten, geworden find. Unter der Leitung von jo vorzüglichen Köpfen und Herzen wie ber Vorsitzende des Reconstruction Comitee, Colonel Herbert H. Lehman, und des Leiters der Exekutive dieses 'Komitees, Herr Alexander Landesco, wird hoffentlich der Plan, den der letztere unterbreitet hat, zur Durchführung gelangen. Dieser Plan wird nicht pauperisieren, er soll kaufmännisch durchgeführt werden und wird sicherlich auch den Erfolg haben daß der Vorwurf unserer Feinde, daß unter den Juden ein zu großer Prozentsatz im Handelsleben stecke und keine produktiv, Arbeit leiste, wenigstens in der Zukunft zunichte gemacht wird. Ehe dieser detailliert, Plan vom Reconstruction Comitee des I D. C. angenommen ist. ist es für. mich nicht am Platze, jetzt schon auf nähere Details einzugehen. Die Anregung für die rekonstruktioe Arbeit, mehr noch als die felbstauf. opfernde Tätigkeit kam wohl von Leutnant James H. Becker, dessen Hingebung für unsere Arbeit eine große Hilfe und Inspiration gewesen ist. Damit, daß ich Herrn Becker ' erwähnt habe, der ja in überaus tüchtiger Weise als europäischer Generaldirektor des I. D. C. die Leitung übernommen hatte, nachdem der so sehr verdienstvolle Dr. Iu. lius Goldmann nicht nur ein volles Jahr feines reifen Atters, sondern auch leider einen großen Teil seiner Gesundheit geopfert hatte und nicht auch weitere Namen nenne, "geschieht nur aus dem Wunsche heraus. um nicht mehr Raum in Ihrer so sehr geschätzten Zeitung in Anspruch zu nehmen und das ist es auch, das mich hindert, all«! die Edlen und Braven mit Namen zu neu- ' neu, die in dieser schweren Zeit der Not für uns im Felde standen und von denen ja wie erinnerlich zwei, Prof. Israel Friedländer und Rabbi Bernard Cantor, durch Mörder- Hand in der Ukraine ihr Leben lassen mußten. Ich unterlasse es deshalb auch, auf die amerikanische Organisation und ihre Leita'' cinzugehen.' An Fahr Mische 8Me in Brünn. Das Schuljahr endet und an diesem Ende srcuen sich Sckmler und Lehrer. Die Letzteren, sefern sie ihre Ailsqaben ernst nahmen, sehnen aeitii; die Zeit der Erholung besonders herbei, denn des Schuljahres Arbeit war groß und mühselig. Es ist in dielen schweren Zweiten sür den Lehrer die Arbeitsfreudigkeit nötiger, denn je. Tie Jugend, die uns zum llnterrichw anvertrant tvurde,!>at in der KriegSzeit mannigjach gelitien, körper- Isth und geistig, aber auch vielfach sittlich. Jeder Schnlmaim wird dem beipsiichten und einsichilge Eltern tverden es mit ihm'tun. Da gibt eS nun sierstiwtes anizurichten, aus Trümmer neue Kebände erstehen zu lassen. Verwüstetes neu anzupslanzen. Wir Lehrer gleichen einer WiedergutniachungSkoinmission und scknver und veranuvortlich zugleich ist unser 3l»ü. Aur soll man bei dein Vcrke, das wir mit Ernst betreiben, nicht, wie e§ ’u häufig geschieht übers Ziel hinausschießen. Gewiß, unsere Jugend bedarf jetzt der körperlieben Ertüchtigung. Das alte, abgebrauchte -Won vorn gesunden Geiste an gesunden .äörper. uich nochmals wollen wir es aniühreu.?lber ein ande res Wort irgeun eines Weisen' hmiet: Nichts zut viel. Und so soll denn die geistige Erstarkung nn, ter .der, licherlich notwendiaen. kürvertictzen nickt