Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 43 (14.6.1921)
- Date
- 1921-06-14
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Qm orBeilet Dv $*£■£85 lt- Aber w!' ^orum es '«1^? aß dort wff vor bcÄile! Ssäpaä SLM >4 mehr fiion als eine ffiÄ ,te >ö! n des Keren fi,;??1 ^te n, v, Wck von ihm f0Qm-0br-|er,Ört' Äs 'ft usw. Es i^5 Schule. Lch! M für den Keren Haiessn^ e'des recht verstellt A m Nrt nur Sinn mL?? *** V aus der Glutli cnil!l n Leibe unfe?V? Co: * »feiten für beide aS Wmiil ■her veioe geschaffen merk -..t Start wunderst Du Di-b -uch zu seinem Geburtstag Schwall überflute? Ich wein -H -^8 ^ran eine B». n Mmz schuld, daß Du bereit» ch dem Bmjan Haarez anzuM mn auch die Wccausfeftum k PPfn’fy mrfmen kann, wem rer Grundlage auch eine VerO-cenhte, so hat mich die Nach:' so- Dlch betrifft, immerhin gesreu. als daß Du mir oder unserem Eedanein SM naher gekommen bist Worte sind also ein Willkommgruß lleicht feierst Du einmal noch einen Geburtstag, den Tag einer fee/?, sugedurt aur dem Schoße, nein, in aß unseres Volkes. Du wohl, lleber Karl und Ihr alle, ite Lieben! Euer Oswald. . mym t >tU$U, M»it. :# „Jemsh ^!vnicle".j Tagen Moft dit k Verantwortung f|a trägt De M au’ einer &.tt Schwäche gsag' W mische Setwfrl M, nnfteurch.E f sten orer g:gea nr ^itatwn e-n «sne K>, oM sM mden f |i: mÄ teivfr üub eichen Tchh ge st. Auch dir Ziert i^e yff ein Vo»ll, f» Men ReMi d» nit Mnd. t.««» zu Mren. SsW tcrur.9 selber der oU i eines V m be AMn un)" fallen, i M dj- ÜM N Äl-»L?x,S -ht, k«8 dl' >.^Men m tfrei und fe‘ ^1, ein u bt", i) Ä lubaM tu Ml Ä-- a üit de--!. # j >r Lrekud n öiftn^ MN i t i > ver Nr. 33 f}äuiid u ..Jüdisches BvlrsVIatt»- Vt. X*k (mr% chen. Xi- Au t ».u ^»faiKu ha^e dis Einwande.ungsbest ranu ge.» poesier, aber es ist Tcu,uche> sag seit der Ermimung a3.tr Herbert Samuels bis z»m heitt.gen^ Tage der Jaffaer Unruhen es keinerlei Becht.änkungen gab. Es hanoe.te sih nur darum, inwieweit die Zionisti che Organisaton jedem Etn- Wanderer, der nicht über private Mittel verfüg.. ein Zertifit-tt vrr>cha,fen kann, dag er drüben Arbeit sindm wi.d. Während der Mo nale, die eit San Nemo verfloss n sind ha-> das jüdische Bon es versäumt, eine Pflicht zu tun. 2-ch kenne al. .r ^.nt chuldigu gen. w e finanche.le Krisis usui. Das nu.g eine genügende Entschuldigung >ein^>'i ür, dag die 25 MiN.onen Pfund noch nicht gezeichnet sind, aber die Süden der gan.en Welt oder sogar vle Z onisten der ganzen Welt könnten leicht ein Viertel ooer ein Zehntel ae.er Summe aufgebracht haben- Sie traben jedoch no^> nicht 3 Proeznt des Betrages aufgebracht. Dies ist die Wirloiche Ursache und der lKrund aller unserer Sorgen. Mit allem Zuj-ibeln und aUen Reden über die Chaiuchm sind mir chrs jetzt imstande gewesen. 3003 dieser glän e .den Piv' niere nach Pa.ästina M bringen. Zelpitausenae von ihnen warten in ganz Osteuropa, aber wir können leider nicht daran denken. ,ie ins Land gu bringen, weil wir kein Geld haben, tun ihnen Arbeit zu oerscha.f.n Wären wir dazu imstande gewesen, so wären solche Ereignisse wie die Jassaer llnmihen unnwglich. Gevr uns die Mittel, 1000 Chalnchm beim .Häuserbau in Jaffa und weitere 1000 bei wirtscha,t.ichen Arbeiten bei Mikwed Israel zu beschäftigen, und jeder Berjuch, die jüdischen Viertel zu sturmen, würde in 20 Minuten abgelch.agen sein. Einige meiner Freunoe kritisieren das Mandat sehr scharf. Ich behaupte, selbst einer der schärfsten Kri.iker dieses verkrüppelten Ifcofumentcs zu [ein; aber ich wiederhole, dast es noch jetzt, m letzter Stunde, verbe.fert w,rden könnte, wenn nicht die Zionistische Exekutive M Unglück, e.igsr Ohnmacht verurteilt ,u-arfen Ang.ifs geg n Andra'sy, der aufbrausend dazwischenrief, daß Sandor ihn daun angreife, weil er der Führer der christ.iä)- mtionalen Partei geworden sei. Don die em neuen christlichen Führer .der in der^lbenddämme nag seines p l tischen Lchent sei e gan.e liberale Vergangenheit oerl u;net, ist zu bemerken. daß er ebenso'ehr christlich ist, wre er liberal war. Er war nämlich libor'k. denn er konnte gegen den reaktionären-. Tista nur mit liberalen Schlagworten kämpfen u r> iatr gieren; aber er bKeS immer ebenso reaktionär w e Tisza. Er hat lieber die Koaütionsreg>u g gesprengt, als dq^ er der Einführung des allgemeinen Wahlrechts zustimmte und erwarb sich turch Verfolgung der A.beitergewe kschoften den Namen des „schwarzen Olrasen". So echt, so aufrichtig ist auch seine jetzige Chritlichkeit. Er ist römisch-katholisch, aber Atheist, gegen alle konfessionellen, k-rchlichen Angelegenheiten gleichgültig. So uurde er der Firhrer der christlichen Partei — ohne christl-icbm Gbuben, nur um u: Macht zu g langen Hier ist er aber an seinem Platze, denn kr'ese Partei will euch nichts anderes. Es ist schwer tz'u sagen, bei wem die Erniedrigung größer ist: bei chm oder bei Apponyi, der ein fanatischer Christ ist; er befindet sich nichit in der „chr'stl'cben" Partei, indirekt aber hilft er ihr dohurdiTßt sich von dieser Koterie von Räuäern und Mördern feiern und huldigen. Wie zu erwarten war, wurde Minister Rat Henau im deutschen Reichstage von den Deutschnationalen und anderen heftig angegriffen. Ihnen entgegneten Mehrheitsuid UnabhängigleitssoziaRsten. Ter Mehrkeits - sozialist Müller-Franken verlas einen Brief Heber Antrag des jüdi'chen Ministers Tr. Soloweftschlk hat das Parlarwent ein Projekt zur Errichtung einer aus Staatsmitteln erhaltenen jüdischen Hochschule angenommen. Am 29. und 30. Juni tagt die 16. zion Landeskonferenz ln Budapest, am 17. eine Ver sammstmg orthodoxer Rabbiner, welche über die zionistische Organisat'on den großen Bann verhängen will. (Das zur Zeit der Wiesercufbautät'gkeit für Ercz Israel. Anm. d. R.) In Polen iru'de eine rechtsstehende'poale zionistische Partei begründet, der au b Abg. Tr. Ignaz Achip er angehört. Karp, ein führendes Mtglied der jüd.- komMunistischen Partei „Poale Zion" in Ruß' fand, ist aus seiner Partei ausgetreten und hat sich der Allgemeinen russischen kommunistischen Partei angeschlossen. K a r p war Initiator des durch die Spaltung der Partei begründeten Wiener Organisationsbüros der linken Poale Zion. Die argentinische Poale Zion ist dem rechten Verbände dieser Partei beigetreten. Wir bringen zivei Zulturbkülen aus dem magycrri'chen Parlamente, in dem der erlau hte Magyare M'bert Graf Apponyi durch Jahrzehnte wirkte: Heber die Iudenfrage sprach jüngst im Parlament Jos. Kooacs von Tasnad. Seiner Ansicht nach ist diese'Frage duru.ch hervorgerusen worden, daß die Juden die Stellen der geistigen Führer für sich erproriierten und d'ie Existenz der christlichen Intelligenz gefährden. Tie jüdische Religion ist Rassmrellgion. Tie Korruption ist ein Werk des Judentums. Deshalb soll die Regierung bis 15. Juli «Ne „Fremden"' au: d:M ltande auswek en, auseiner dtutschmtionalen Vereinigung an jüdische genomMen^ene, w:che er i gemeinnützig s d t Reichtagswähler mit der Bitte um Geld. Der veUerden. Es gibt Aeußerunge.» ci>ni.a Brief enthält die Versicherung, die deutschwüre dadurch, daß unser Vo.k es oerfäirm. hat. die nötigen Gelder auszudringen. Als Churchill nach Palästina ging, sah er unsere Kolonien. Schulen uno Chaluzim: aber er mldeckte ZlZr auch, daß wir uns nur mühsam fortschleppen, ftto6et ^^erkeit auf. ohn? irgend etwas Neues zu schaffen, daß die Chaluzim zerlumpt tz.,nd barfuß gingen, daß sie beim Bau von Landstraßen beschäftigt waren, welche nicht wir, sondern die palästinensische Regierung bezahlt, womic sie m. rgen aushören nationale Partei sei gar nicht antisemitisch. Wer diesen Brief kennt, sagte der Abgeordnete Müller, muß konstatieren, daß man auf dem ganzen Mühlendamm keinen so frechen Juden findet wie Herrn o. Graefe. Das &aus nahm diesen Berg'eich zwischen den Tröd lern, die auf dem Mühlendam n in Berlin ihre Geschäf e haben, und dem Führer der AntiseMite>r mit Tann aber richtete der Führer der Un noch kräftigere Morte an die Adresse der Unabhängigen .der Abgeordnete Cri'p.en. ernkge tisenrtten. Er sagte: Ter Abgeordne:e Graefe hat es für angebracht gehakten, eine wüste kann. Wären wir in der Lage gewesen, ibm,^denbetze zu inszenieren. JH erinnere zunächst 30 neue Kolonien im Entstehen, hunderte von Häusekbauten in jedem Teile des Landes, gut ausgerüstete Lager. Küchen und Krankenhäuser für unsere Chalugim zu zeigen, sowie einen Golostroml. der in die Kassen der Organisation für weitere Entwicklnngsmäglichkeiten fließt, so würden wir sicherlich^ in ganz anderem Ton über das Mandat verbandeln können. Dann viel- 4eicht könnte ich den Standpunkt verstehen, der uns drängen will, „von der britischen Regierung ein besseres Mandat zu verlangen, w dan das bekannte Wort von Bebel, daß der Antisemitismus die Religion der Dummen ist. Die Hetze gegen die Juden, die vor alle« Tingen von den Deutschnationalen betrieben wird, verrät eine niedrige Gesinnung und die Absicht, für die Taten ihrer Politik vor dem Volke die Deraniwortu ig zu verschleiern. Herr Graefe meint, wenn man die Reg'enmg betrachte. so sehe man dort den jüdischen Einschlag. Dagegen möchte ich sagen: lernt ich die verschiedenen Er.allen'en im Reiche betrachte, dann frage ich mich, wie es Möglich 'gewesen rigenfaNs wir unsere Aroet einstellen we den." 1 ~ «>» r - •, «-* Wie die Dinge heute äegen, muß ich le.der^^l so mek JototiE. sso» lange sagen, daß wir nichts ein.usMen haben. -«t «tragen könnm. In der Legionssrage. die fetzt das Hauot- > „ r %** P°lot ** Tvt cha ter in Amerika Fürst Problem Palästmas ist. weil ohne Si:erhnt füti^ubomitski crkl rt eine'N jüdlche, Io.-rjüdisches Leben und Eigentum es dort keine ^ten^daß Polen wieder^eln^ZuguchtSsiÄ.e Aufbauarbeit geben kann, werden wir al.ichfalls -urchdie f.hl n ei Mitte g hindert Schon jetzt könnte die Jüdische Legion von Dan bis Berseba organisiert sein und Juden und Araber gleichmäßig schützen, wenn wir dem überlasteten englischen Stmerzahler angeboten hätten, unseren Anteil! an diesen Kosten zu tragen. Wenn wir ohne Derteioigung sind, so hat das jüdische Volk selbst d ie Schuld daran. Einwanderung, ösfentlick.' Sicherheit, Wiedermrfvau. Mandat, die Jüdische Legion, oer sZiomsmus als Ganzes — alles steht und fällt mit dem Keren Hajessod. Zahlet den Maus er, zahlet ihn sofort, trotz alledem — oder seid 2br selbst für die Folgen verantwortlich! Aus der öhronik der Mischen Gusse. Im Magyarischen Parlamente kam es in een letzten Tagen zu einem Rededuell zwischen Andra s sy und Sandor Paul. Paul Sandor sandte sich gegen die Anklage, daß die Juden ms Be Nüst des Krieges, am Umsturz, an der Ektoberrevolutioa, am Bol.chcwismus und an ^oen tcu end anderen Schäden in unserem staahkichen Leben schule wären. Dieser Sandor ist der typische ungarisch jüdische Patriot, immer nervös, immer chau iui .i chsr al> j.der Stotmagyar. Als man die ^.'ügen des Holossi- Holländer gegen den S ezed ner Oberraübiner Tr. Löw verlas, war Sandor der erste Zwi rchenrnser: „Man soll ihn aufhängen, wenn das gesagt hat!" Diesmal trat er als Verteidiger des gesamten ungarischen Juden und rettende Insel für die Juden aus der Ukraine und Rußland geworden sei. Ter Botschafter meinte weiter, die Juden hasten von Polen viel zu erwarten. (Wir sind neugierig, was da der Indem erwartet Anm. d. Red.) Berichte melden, daß in Amerika eine n.«e jüdische Mission gebildet werde, welche narb Bolen reisen soll, um die dortige Tage der Juden zu studieren. So ko low ist cu; Palästina in Parrs ekngetroffen. Der Völkerbundrat tritt am 17. Juni in Geich zu elner Sitzung zusammen, in welcher die jüdische Del.'giflon wegen NaweaDerung der Juden rm Danziger Gebiet vorst lstg w rd. Aus Konstant.nopel kam an Ve Welt hiffszentrale nach Paris ein Teleg amm das Hilfe für die in größter Not lebenden ukrainischen JlüEnge erbittet. Der Antisemilentag in Wien hat einen von Kultur zeugenden Beschluß gefaßt: der Vertreter der deutschoölkischen Gewerkschaften fordert die Wiener Bevülke u.rg auf, den Ersatz für den verschwundenen Blumenschmuck in den Reihen der jüdischen Wucherer und Preisireiber zu suchen. Die Wiener Staatsanwaltschaft will nu.r gegen ihn und üen sattsam bekannten Dr. Jerzabek »nd Oberst» leutnant Zborvwsky (welch 'teutonische Namen!) die Anklage erhebm. Im Jnterniertenlager von Stargard tionalen Kurses, die man als Wahnsinn bezeichnen muß. Es gibt keine andere Bezeichnung für die Rede des llnioersitätsprofefsors K mo s k r*. der in Koposvar erzählst, daß die jüdischen Aerzte ihre christlichen Patienten unÄringenp krez Israel. Politisches. Die politische Lage. Im offiziellen Organ der Zionistischen Organisation, „Haolam", wird folgendes BUd über die momentane politische Lage in Palästina entworfen: Die zionistischen Führer wurden bei der Londoner Regierung vorstellig und protestierten gegen das Landungsverbot in Palästina. Die englische Regierung schloß sich zunächst unserer-Meinung an, daß dieses Verbot ein großer Fehler sei und fragte bei der palästinensischen Regierung an, was sie zu diesem Schritte veranlaßt habe. Die Antwort aus Palästina Miete den Schleier. Sie lautet folgendermaßen: Die Politik der starken Hand ist möglicherweise besser und vermag Eindruck zu machen, aber die palästinensische Regierung kann diese starke Hand nicht zur Anwendung bringen, da zunächst fast die Hälfte des in Palästina stationierten Heeres nach Aegypten zur Unterdrückung der dortigen Unruhen abberrifen wurde, und es fei vorderhand keine Aussicht, diese Heeresteile demnächst wieder in Palästina zu sehen. Ueberdies sind die jüdischen Siedlungspunkte über das ganze Land verstreut und bis eine Heeresabteilung zu ihrem Schutze eingreifen kann, könnte nicht allein eine Kolonie, sondern eine ganze Stadt vernichtet werden. Die im Arabischen Meere vereinzelt liegenden jüdischen Inseln sind in Gefahr und es wäre äußerst gefährlich, Palästina auf den Zustand Aegyptens zu bringen. Die Regierung sieht sich daher genötigt, eine Kompromißpolitik zu führen, die Gemüter zu beruhigen und so lange Nachgiebigkeit zu zeigen, bis das Gewitter vorüber sein wird. Eine andere Politik ist unter den gegebenen Verhältnissen nicht möglich. Solchen _ Einwänden, bemerkt der „Haolam, könne man nichts entgegenhalten. Es sei schon möglich, daß der Oberkommissär von manchen seiner Beamten, unter denen wir Gegner haben, beeinflußt sei. Vielleicht habe er auch infolge seiner in ganz England bekannten maßvollen Vorsicht und Friedensliebe in diesem Falle zu übermäßiger Vorsicht gegriffen. Andererseits weigert sich die' britische Regierung entschieden, neue Truppenteile nach Palästina zu schicken, da sie den englischen fn Pommern brach ein Fmrr aus. Ms die' Steuerzahler fürchtet. Daher unterstützt c Oberraübiner internierten Ostjnden flüchten wollten, wurden sie auch sie die Politik der halben Mittel und der erste Zwivon Sv'daten an der F.ucht gch.'ndert und; lehnt ebenso die Erlassung einer Verordintfe5anöe,i mmg ab, kraft welcher die Einwanderung Oberrahbmer. M a r g »l i e s sM Florenz'nach Palästina wieder freigegeben werden itw™* verlassen, um die Direklorstelle des Breslauer, soll. Nicht als ob sie eine solche Verord- «L Sandor rwxete m lmer Rede emen RabLinerleminars Al übernehme- 'nung nicht wünschte, sondern well sie die Politik des High Commissioner für richtig betrachtet. Also so stellt sich die geg«nvär. tige Lage dar. Unterdessen hat der Aufruhr ein« Reche van Fragen aufgcrollt, die uns nur? Schaden bringen. Die Legende des Bolschewismus findet Eingang selbst bei unseren Freunden, die es bereits, wenn auch noch leise, aussprechen, daß wir den Bolschewismus auch dorthin bringen, wo er keine Ansätze hatte. Die Arbeitsftage, die bisher so einfach war, hat sich mit dem Moment, als man über sie zu diskutieren begann, ziemlich kompliziert und wenn die Einwanderung wieder beginnen soll, so sei man sich jetzt über deren Umfang und Charakter nicht mehr so klar' wie früher. Es wird bereits angedeutet und von manchem schon ausdrücklich erklä"t. daß das Einwanderungsrecht bloß nach Maßgabe der vorhandenen Beschäftigung und der Erwerbsmöglichkeit wiederhergestellt werden soll. Ebenso werden nunmehr die einwondernden Elemente einer eingehenden Prüfung unterworfen sein, die den fachlich ausgebildeten Arbeitern und Profesiionisten den Vorzug gibt, kurzum die Freigabe der Einwanderung wird an Bedingungen geknüpft werden, was bisher, solange diese Sache den Zionisten anvertraut war, nicht der Fall war. Selbstverständlich ist auch diese Erklärung eine zeitweilige, die wir ändern können. Zurzeit sei jedoch die Lage schwer, ja sebr schwer. Cokvnel Patterson über Palästina. Im Zusammenhang mit einem in den . „Times" oeröffentkich-ten Briefe Iabolmrkys veröffentlicht Colonel Patterson» der Kommandant der jüdischen Legionen, in dex „Times" ein S-sreiben, in W» es heißt: . Ich habe? > ^I'deans" in Palästina durch länger als ,-utire angeführt und zusammen mit ihnen an dem großen Siege teilgenommen, welcher das Heilige Land o&n den Türken befreit hat. Ich habe natürlich großes Interesse an den palÄstinensischm Derhältn's en. Ich habe erfahren, daß oie Regie-ung den Man einer gemischten lokalen Miliz au'gegeben hat, und ich hoffe, daß eine solche Truppe niemals gebildet werden wird. Daß dies mcht geschichst liegt im Interesse der Sicherheit und des allgemeinen Wohls. Ich verstehe etwas von den Juden und den Arabern und bewundere die guten Eigenschaften beider, aber als mi.rtarijche Truppe werden sie sich nipt „mi.cyen" lassen. Es wäre bester, einte rein arabische Abteilung östlich vom Jordan und eine rein jüdische westlich! vom Jordan m organisieren. Die Iudeans, welche während des Krieges gedient heben, müßten wieder für die Landesverteidigung verwendet werden. Ich sehe keine Schwierigkeit, eine Abteilung erstklassigen jüs. Biilitärs von 5000 Mann avszustelle>l, wenn die Mandatsmacht dazu die Erlaubnis gibt. Ts ist bekannt, daß die jüdischen Ttuppen durch, ein Jahr nach dem Waffmsnll'iand als Garnison tm Lande in den arabischen Dörfern gelegen sind, und doch ist es zu keinerl' i Konflikten gekommen. Tle Agusah und die Ereign isst in Jaffa. Am 3. Mai, zwei Tage nach d».m Pogrom in Jaffa, kamen die Rabbiner Sonncnfel'o und Genossen zum soeben aus nach Pakästma gekommenen Rebbe von Gu.'« lGer) mit der Bitte, er möchte fernen Namen auf einen Cherem (Bannspruch)) gegen die Modernen Schulen in Palästina setzen. De Rebbe lehnte das gb, weil noch zu /wenig jpalästinensische Rabbiner diesen ^Cherem bisher unterschrieben hatten. Besseres hatten die Agudah-Fübrer in Ietujalem in diesen fürchterlichen Togen wahrhaftig nicht zit tun. Tie agudistische „Jüdische Presse" au» WiewPreßbürg vom 20. Mai ist auch da» einzige jüdische Blatt, das die Unterbrechung der Einwanderung von Juden nach Palästina gutheißt. Es heiK dort! „Glücklicherweise gibt es in Palästina noch eine verantwort! che Regierung, die in dieser schweren Lage das tat, was getan iverden mußte — die Einwanderuna ■ stoppen, bis mit den Arabern irgend ei i ms «s vioende getroffen werden kann. Die jüdischen Weisen von San Remo haben au die Sicher» heitsvorrich ung des national honte ganz, vergessen, obwohl der ^nze Ülachbruck des Bastler Programm^ auf da» Wort gesicherte gelegt, worden ist. Der komMeni.»e Zionisteakviigreß h« t die Ausgabe, Bedingungen der Sicherheit des Lebens und des Besitzes in Palästina 3U schaffen." In dieser Bemerkung spiegelt sW die ganze Demagoge und Verlogenheit der agudistischen Presse ab. Die Agudas beruft sich. auf das Baseler Programm und recht»' fertigt as Eimoanderungsverbot unter der Maske des Schußes von jüdischem Leben und jüdischem Besitz. Die einzige Siche.ung 5»- sicht darch, daß mögMsi pjel ^ldiche Dtenjch«^