Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 43 (14.6.1921)
- Date
- 1921-06-14
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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I i I «E 'v Nkbch . Ie? N ■■ t jir. k-! k Jo l tc ^r ■ ,9? 3e t 15 & . ». $J m lei fc'j&k .' bi ler > iKgV . b« rß w U L.*?: i ' D Mische Arbeit uns jüdisches Kaptal ins Land j'ttff>men. die allein imstande sind, die Araber von unseren, Wstlen zu überzeugen, das Land mit ihnen zusammen zun, Nutzen aller Einwohner, aurzubauen. Die A n t e r s u ü, u n g s k ö m m i s s i a n. Borsitzender der von Sanmel für Jaffa eingesetzten IlntersuchungskommWon ist der! t»akästinensische Oberrichter Haycrast. Auster den zwei englischen Beisitzern ernannte cann«*’.; an-Ä rct Bert eter de religio en Gemeinschaft n je einen «Mljt.iyen una mohammedanischer, Araber und einen Juden — Dt. Elia sch -- uM Beisitzern dieser Kommission, allerdings nur mit beratender Stimme. 2n einem Artikel fm „Haare;" von, 11. Mai weist Daniel Auster darauf hin, vast diese Bestellung von Repräsentanten je nach dem Glaubensbekenntnisse auf dem früheren türkischen Brauche beruhe, der nur nach Re- Kgftmen, aber nicht nach Nationen zu mttersaleiden pflegte. Nachdem jedoch England die Juden als Nation anerkannt habe, sei es ungerecht, wenn stets zwei Araber und nur «in 1Äde zur Vertretung herangszogm werden. Bei derartigen Untersuchungen habe man sich noch nie vom Prinzip der Majorität und Minorität leiten lassem Die Zahl der Kläger auf der einen und der anderen Seite sei für eine paritätische Zusammensetzung der Gerichte stets ohne Einstutz. Es wäre also zu fordern, dast die Juden hier, wie auch bei faTTen Vergleichs Verhandlungen in derselben Anzahl wie die Araber . tzerangezogen würden, Habe ja auch bei der in Jaffa stattgefundenen Verstäntugungskonferen; die Zahl der christlichen und .HtohaMmeLanischen Araber mehr ak; doppelt s» viel betragen/ wie die der Juden. Verhandlungen mit der britischest Regierung. I, P. Z. Laut den Mitteilungen des Waad Hqzirim vom iS. Mai steht jetzt der iHigh Commissioner in Verbindung mit der beit:-» scheu Regierung wegen wichtiger Fragen ist Palästina; er hoffe, in der allerirächsten Zeit ü it diese Verhandlung.n Mitteilung.n machen Sr können. Inzwischen bl.übt das Einwandemngsverbot aufrecht. .»VAVNWe, MvlrsVlatt» 14. Jvm nr.Ä Organisierung der Hilfe- I. P. Z. Von einer grasten Versamlnlung ser Vertreter des Waad Hair, des Waad von Tel Awiw und anderer ö.fentllchcr lokaler Institutionen wuroe ein Zentralkomitee eingesetzt zur Organisierung der Hilfe für die durch d-ff Unruhen Geschädigten. Dem Komi er gehören an: Epstein. Blumenftld. Diesengofs, Zlocrsiy, Churgin, hebes. Tollowsky, Pach.er und Sp in-?fit. Tiefem Zentralkomitee unterstehen foigrnee Eub'dmilees: 1. Für die Verwundeten und ihre Familien, 2. für die Obdachlosen, 3. für Hilfe für die Familien der Getöten, 4. für Entschäd-gungen, 5. {nr Anleihen für Hand-' wer-i 4 nö Kaufttule. Einen Teil der 620 vtzhaw o,en Fami ien gedenkt mm in drc Umgebung von TelAwim in Zelten und Baracken «nterzuLringen. Das Komitee benötigt groste Mittel zur Erfüllung der ihm bevorstehenden .Ausgaben. Die Gerichtsverhandlungen gegen die Jaden, die des llLaffentragens oder des eigenmächtigen Zurücknehmens des ihnen geraubten Gutes angettagt w'rden. haben begonnen. Am 12. Wr: brach in Jaffa wiederum eine groste Panik »aus. Im stiu wucsen alle Läden geschlossen und die Juden begannen in Haufen nach TebDwiw zu flüd;teit. Die Grundlos gke-t der Panik, die auf Grund falscher Gerüchte über neue Unruhen entstmdcn war, stellte sich bald Heraus und die R h: kehrte rasch wieder. Die deutschen Chaluzoth. /,Doar Hajom" hebt in seinem Bericht über den Kamps bei Chedera die besondere Tapferkeit der deutschen ClialiNoih Jerver. Während die anderen Frauen der Kolonie während des Kampfes sich versteckt hatten, haben die Mädchen aus Deutschland alle notwendigen Arbeiten verrichtet und unter dem Zugelregen Brot für die Kolonie gebacken. Die Alijah-Stockung in Wien. Zufolge der verfügten provisorischen /Sperre der pakästinenst chm Häfen w.'rden znka Y00 Kalüstinmoanderer. welche mit dem Schisse gGarstioiia" von Triest abrcisen 'sollten, in Wien zurückgehalten. Ter Präsident des Zon. Lsndeskvmftees. Ing. Robert S.ricker, erschien heilst engiischc:- Gesandten r» Wien. Herrn rey. und er'uchte ihn, bei seiner Regierung die in Wien meileirden PalZstinafahrer ungestörte Weiterreise und die Erlaubnis :u. Landung in Palästina zu erwirken. Gesandter Ljndley versprach in zuvorlommenher Wei,e, bei seiner Regierung dahinzielende Schritte zu unternehmen. Samuel in Syrien. I. P. Z- — Samuel ist in Begleitung! je$ Kommandanten der engl. Flotte i.u Mir- Mändischen Meer, Sir John Robbet. auf der j — Aus den Gemeinden — Mähr.-O strau. Di> regelmäßigen Vorträge im Verein Ahavaty-Thora werden wieder jeden Samstag von 3 bis 4 Uhr nachm, abgehalten, und zwar trägt Herr Rabbiner Dr. Spira Schttlchaa-Aruch vor. Gäste willkommen Die Bibliochekftunden in der jüdischen Zentralbibliothek finden nicht mehr Dienstag, sondern jeden Montag, von i/26 bis y37 Uf>r abends im Beth-Hamidrasch-Zimmer der Jüd. Volksschule statt. ,,2ron Duke" in Beirut eingetrioffcn und hatte mit General Eouraud eine Besprechung. In den Bankettreden wurde dein Wunsch nach einem engeren Zusammenarbeiten England» und Frankreichs bez. der Polittk rm Nahen Osten Ausdruck verstehen- Von B.frut begibt sich Samuel Mach Baalbeck. Die Leistungen der palästinensischen Verwaltung. Ueber die Verwaltung Palästinas schreibt der Berichterstatter der jTimes": "Ein paar Worte betreffs der Verwaltung wögen hrnzugefügt werden. Sie ist jung und energisch und erledigt die Geschäfte außergewöhnlich schnell. Der Oberkommiffär und verschiedene der wichtigsten Beamten bringen für ihr Fach besondere Arbeitskraft mit, so große, daß man manchmal fürchtet, daß Beamte, die nicht mit der fast übermenschlichen Energie des Zivilfekretörs Wyndham Deedes gesegnet sind, zu sehr abgenutzt werden". Die Polizeifrage in Palästina. Im „Doar Hajom" (Jerusalem) empfiehlt Ben Jehuda zur Lösung der Polizeifrage die Einführung einer Polizei aus Fremden, da nur diese in der Lage seien, unparteiisch die Polizeianaelegenhei. ten zu führen. Er glaubt, daß die Kaufmannschaft bereit sein werde, zu diesem Zweck eine spezielle Steuer aufzubringen. WirtschastUches. Der Außenhandel im März. Tis gesantte palästinensische Auffuhr hettug im März 581.C00 äg. Pfund, w-r 48.000 Pfund mehr als fm Vorjahr ausmacht. Der gesamte Import betrug 109.000 gegen 114.000 Zg. Pfund im März des osrgangcnsn Jahres. An der Spitze der importierenden! Länder stand England mft 251.000 äg. Pf.! ein Wahlkompromiß geschloffen und sich es fügte Aegypten mit 56,000, Amerika mit; auf eine gemeinsame Liste geeirligt, wobei 26.000, Frankreich mit 25.000, Italien mit - sich hie Jüdischnatiovalen den Listenführer 17.000, Holland mit 15.000, Japan Mit. und die Majorität sicherten. Als dritte 10.000 äg. PAnd. Die Hanyteinfuhrgüter mahlwerbende Partei traten die Poalewaren der Reihenfolge nach Kohlb^^Baum-'»Zionisten unter der Bezeichnung einer .^ - ' Wählergruppe der Arbeiter, Angestellten und Kleingewerbetreibenden in den Wahlkampf ein und errangen infolge der gerin. wollwarert, Zucker. Reis und Bauhölzer. Abschaffung des Octroir. Das Octvo: und die verwandte Kantari- Steuer — beides indirekte Steuern —drs bisher von den palästinensischen Gemeinven erhoben vurden, sind nunmehr abgeschaist wor den. - Zunr Ausgleich des Defizits wurde oer Zell auf Weine, Spirituosen und ähnliche Getränke von 1 auf 2 Prozent erhöht. Die spezielle Gemeindsabgabe auf Alkohol, Petro- Tuim und ähnliche brennbare Produtte wurde durch Erhebung eines 2prozentrgen Zolles äbge'.öst, dessen Ergebnis den Gemeinden zur Verfügung gestellt wird. (Ziko.) Die Jerusalemer Handelskammer Über Jaffa. In ibrer letzten Sitzung beschäftigte sich die Je.u'alemer HarchelskaMmer mit den Ereignisfeil in Jaffa. Sie drückte ihr tiefstes Bedcuern über den Ausbruch der Unruhen und ihre Sympathie für die Opfer aus. Es au che beschlossen, ein entsprechendes Schreiben an die Stadt Jaffa zu richten. (Ziko.) Tie Standard Oil Company. Wie lürtzlich im englischen Unterhause mit geteilt wurde, sollen Konzessionen für Mrneralien und Oele in Palästtna erst neu erteilt werden nach der formellen Erledigung des türiijchen Fri-densoertr -ges. Die Standard Oil Company erhebt nun den Anspruch, ihre Bohrungen nach hffdöl schon jetzt fortsetzen zu können, da sie bereits vor Krieg rde-zinn eine gültige Konzession erlangt habe. Ueber diese Forderung der Standard Ott Company schweben zurzeit Erwägungen innethakb der '.".gischen Regierung. Äefiedlung. Amerikanischer Transport. nlus Amerika ist der erste Chaluttransport mtt 20 Chalu'M nach PMltm« abgegangen. Zur Verwendet bei allen »Ich bietenden Gelegenheiten VV" nur -Mö Aüslnvsrkauf för Mähr.-Ostrau: HeMman Kohn & Söhne, HauotstraSe.Traüik Adier, Größe Gatte, Kunst- und Veria3sbuchhand- (uns „HaivrS", CheiSickygassfc i. MIHaUHHHHMUlMIIINHtUIUmilMMIItllHMI Kultusgernerndewahlen in Frredek— WM. Der erste Wahlgang, in welchem statutengemäß der Vorsteher von der Gesamtheit der Wählerschaft zu wählen war, entfiel, da sich sämtliche drei wahlwerbenden Parteien auf die Person des bisherigen Kultusvorstehers Herrn Alois Reil geeinigt hatten. Am S. d. M. fand dann der 2. Wahlgang statt, in welchem der engere und verstärkte Kuttusausichuß zum erstenmale auf Grund des Proportionalwahlrechtes gewählt wurde. Der von den Jüdischnationalen eingeleitete Wahlkamps bewies ein außerordentlich reges Interests der Friedeker Iudenschast. Obwohl die Iüdischnationalen der Mehrheit der Stimmen und eines Wahlsieges sicher waren haben sie mit den „Jüdischen Demokraten" mit Rücksicht auf die lokalen Verhältnisse HEINRICH SÜSSER. Kassenfabrik Sshaufelwsrk L-OSTRAU OOOOOOCOOOOOOOOOOOOOOOGO neu jfen pSen jüdischer Meister, PalMnaaufnahmen, Marken, sowie verschiedene Arten von Abzeichen, Broschen usw. jind zu beziehen durch die „Sammelstelle des Jüdischen National-Fonds" für Mähren und Schlesien, M.-Lstrau, Große Gaffe 57. OOOOOOOOOQOOOOOOOCOOQOOO WWAEWKEEKEAKCWLWl gen Wahlbeteiligung mit ihren 44 Stimmen 2 Mandate, während die überwiegende Majorität der Stimmen der gemeinsamen Liste zufiel, die mit 8 Mandaten aus dem Wahlgang hervorging. Gewählt wurden: Für die jüdisch-nationale Partei in den engeren Ausschuß: Die Herren Adolf Reik, Dr. Heinrich Schmidl, Bernhard Kraus, Gustav Herz, Ferdinand Kornfeld und in den verstärkten Ausschuß die Herren: Dr. Leopold Citron, Dr. Oskar Singer, Philipp Wechsberg, Jakob Spiegel und Frau Hermine Reik. Für die jüdisch-demokratische Partei in den Ausschuß: die Herren Heinrich Löw, Oskar Landsberger und Leopold Münster und in den verstärkten Ausschuß die Herren Herrmann Strauß, Salomon Blumenfrucht und Ing. Adolf Steinberg. Für die Wählergruppe der jüd. Arbeiter usw. in den Ausschuß: die Herren Viktor Eager und Staatsbaurat Otto Mayer und in den verstärkten Ausschuß Eduard Srulowicz und Juliüs Ziffer. Konkurs. Bei der israel. p.ultusgemeinde Mißlitz ge» langt die Stelle eines Sberkantors der zugleich Koreh» Schochet Ubodek sein muß, per 1. September l. I. zur Besetzung. Bewerber müssen tschechoslowakische Staatsbürger sein, über gründliche musikalische Kenntnisse sowie über vorzügliche Stimmittel veffügen, um die kantoralen Funktionen mit gemischtem Chor und Orgelbegleitung würdig ausüben zu können. Gehalt ist derzeit mit Kö 12.000 sowie freier Amtswohnung und den üblichen Emolumenten festgesetzt. Bewerber um diesen Posten wollen ihre Gesuche samt Beilagen über ihre bisherige Tätigkeit und Zeugnisse bis 1. Juli a. c. an den Knltusvorstand in Mißlitz (Mähren) einreichen, Reisespesen werden nur dem Akzeptierten ersetzt. Der KllltttsvorsLauL. patentiert, das praktischeste auf diesem Gebiete. Amerikanische Handkassetten E H A p****tb»rt. G'pJ-r>?!Tv*»rsch!MB, Gehe!miresor. Siegfried kessler, drdnn, dornich 19. Vertreter gesucht l 1032 Vertreter gesucht t Jüdische Literatur Jüd. Getdiichte u. Quellenschriften Bar««, Wiener Sonare- K 15.— Ben Israel, Rettung der Juden „ 0 — Dubnvw, Neuest« Geschichte be» jüdifchen Volkes, 2 Bünde, gebunden „ 128 — Edom « 10 — Frei, Jüdische» Elend t» Wien, tttufft., ' „ 15.— Georg«, MoscS, gebunden » »•— broschiert „ 4.— Mayer, Wiener Juden „ 18.— Müller, Der Sohar und seine Lehre, geb. „ 22M broschiert „ 18.— beziehen durch das Ztontsttsche Zentralkomitee (Preffekommtsfton), Mahr.-Ostrau, Langegasse 24, per Nachnahme oder gegen Boreinsenduiig de» Betrages. nimmt schon letzt die Direktion der 3üdischen Volksschule und des 3Udlschen Beformrealgymnasiums B?tinn, Tempelgasse 3, entgegen. Ausk mündlich und schriftlich. Verein Jüdische Schule für Mähren- Inseriert im Jüdischen Volksblatt ü 9§ ^Allgem-'ner Zeilnngsverl«-" G«I «. b. H. — Verantwortlich Assis Stolle, Odeffnrl. L -‘V!