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Jüdisches Volksblatt · 1921-06-10 · 42 (10.6.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
42 (10.6.1921)
Date
1921-06-10
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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»in.’ I?• :; Ötetiagi iINoiily.es L>oirsoiarl- X7, natu Rr. A, Kerev Hsjesfod. (Fortsetzung von Seite I. ten dieselbe geblieben ist wi.> zu : ZeitUstenbys'. Tenn jetzt wie oama.s fühlen ste, daß-de. Lude habe. Bei einer außerordentlichm Konferenz ^in Recht nicht wahrt: zKange man nicht -.u hfct der Beschluß gefasst worden. den Mindest- Löblich .u morLe.i beginnt,^sagl er i.ü ,nint;' betrag von fünf Millionen Pesos für sen Keren Hajeffod auf.».'ringen. Kampagne in A m er i i a. Seit der Verösfentlickung de? Manifestes Weidmanns hat die Tät'gtci. ü Keren Zajeffod in Amerila erfolgreich eingesetzt. In der ersten Woche ergaben die Substrip'ionen in New Hork 300.000DoI ar. Während stt'ei mann mit den amerikanisch-zionitifchen Führern verhandelte. haben die Obmänner der M h'che t der zionistischen Diftriktsgrupven von- Newport über 100.000 Tol'ar bei einzelnen Zionisten ausgebracht. Tie Leitung des Ordens „Sons of Zion" hat aus einem Meeting beschlossen. 250.000 Dollar für den Keren Haje,so) zu sammeln. Vierzig nie. Persönlichkei.en der Belforo-Selt. von Br.oN m habe : K reit La e sod kern „einzigen wirksam.n Mittel um sofortigni Ausbau Palästinas" für das Jahr 1921 200.000 Dollar gewidmet uns sich für die i „All rieh.." Ohne gesunde Opvo.it.0 1 t,n Lande, ohne einen harten tactäglichen W.derstano gegen jedes Unrecht u.d jeoe Unbill gegen Luden tanr keine normale politische Atmosphäre in keinem Lande der Welt und auch nicht fn Palästina geschaffen werden. In wirtschaftlicher Beziehung! ist doch wahrhaftig kein Anlas; sich zu stcuen. Ich stimmst nicht mit jenen übere'n. die darüber klagen, da st man keine neuen Kolonien und Fabriken in den ersten zwei Jahren der Okkupation geschaffen hat. Ich glaube, dah dies bei Heu damaligen objektiven Bedingungen praktisch unmöglich war. Aber zwei Tinge hätte man tun tönn-n: genaue Pläne für die Kolonisation eusarbeiten und den bestehend n 2is u 0 ökonomisch und moralisch stärken. Tas wurde aber nicht getan. Es mag fein, dast Einzelne in Jeruouf eine Million Dollar zu ergänzen. Auch in anderen New Aor.er Distrikten haben die .Sammlungen begonnen. Ter Misr-nchi h^t chtedensten jüdischen Zentren stattge und-n Tie und keine Berant,vorturg.. crha ten. Einer der nomstischen Tistticte von PH lädst .hia, ferner alten Pioniere der Kolonisa ion Hat das mit m .i . ’j ft *rr cne . .. r . .1. iyi -.. .(^..y. « ötti*im fw+4/WA*** hav < am 'im^ 14 a<.^aa^ lalem ausgezeichnete Pläne für die Anfbauarsuu.uuu gewremer uno ,m, Tiu ow beit, haben, aber wenn man uns heute fragt, nächsten fünf Jahre verpst choet, diesen B-trag' .Ver rft.c an oen Or- NI? ein» Million Do'Ior NU eroonsen Aucki gaNiiatron beste.)», h ben w r kn e Antwor , und man ist gezwungen ,u improvisieren. Und der Jisckuw? Man hat ihn nicht germ ganzen Land eine besondere liropag e stärkt, man hat i.eue Elemente der Temorabegonnen und die verflossenen Feierrage zul lisation in ihn gebracht. Man hat ihn durch einer systematischen Propaganda von den Ka.-, einen, Waad Hazirim regiert, der g ößreast ils zeln der Synagogen benützt. Aieetings für "r? Neulingen und Touristen bestand, und die den Keren Hajesfod haben bereits in den oer-! besten Kräfte des Jnckuw haben leinen Einfuß f Zionistif Be'.oit, Janesville Msc u ln und Neu Orleans haben Beschluss; gefaßt, in denen sie den Bestrebungen Professor Weidmanns alle Unterstützung Zusagen und die Aufnahme der sofortigen Arbeit versprachen. Desgleichen hat in Boston eine Konferenz von über tu :dert Delegierten von Ne»-Engl md stattgesunoen, welche 88 Gruppen vertrat und die Arbeit für den Kern Hajesfod iura Gegenstand ha te. Weizmann und SchMarjahu Le-in be uchteil die Städte Newark und Jersey-City, wo ihnen von cl.eit Behörden u:d von der jad- Beväiketung ein imposanter Empfang bereitet wurde. Die beiden Städte verpflichteten sich N>.r Aufbringung -einer Milston Dollar int Berka»fe der füntjährrgen Keren Ha>sod-P.- rrtzdr. Beträchtliche Summen sind bereits gesammelt worden. Die glst len Erchlg: für d n Kere« Hastessod werden auch aus Cleveland sowie aus den anderen Städten Ohios gemstdei, wo Weizmann und Einstein von oen jüdischen Massen mit unbeschreiblicher Beaeifterung empfangen wurden.. ' Ter Stadtrat von Philadelphia tzeichnet eine halbe Million Dollar. einem bitteren aver richtigen Wort ausg drückt: „Man albt uns Unterstiitzu:g und frag: uns nicht nach usterer Meinung." Das Ergebnis ist eine tiefe Tepref ion. eine ^Schwächung. des Verantwortung egefühls, der'Jnitatioe, der Arbeitsfreude. ' All das ist wohlbekannt und fast jeder Schekelzahler ist heute uamfrieden und ovvositionelk gestimmt. Ich r. uß aber a ls Freunde der „Tribüne"' au'merksam machen, daß wir uns mit der epidemischen Opposition keineswegs identifizieren können. An ihr bot u gt sich ein Gemengfel verschied'ner El menle uno mit vielen von ihnen haben wir keine gemeinsam» Sprache und wollen au st keine haben. Es gibt da Elemente, die den Glauben an eine Volksbewegung verloren haben, jetzt r.u - an die R ichen glauben und bereit find, den Reichen 'zu Gefallen" das ganze Basler Programm preisgugcben. Es gibt andere, die in ihr» K itil einen persönlichen Haß, vistleicht sogar eine persönlirye Rache herelnlragen oder tu t stnem kleinlichen Argument operieren, wir u n Beispiel mit 'statisti.chen Erhebungen über -ste Zahl der bespldeten Sekretäre (bei der Londoner m t „ „-r.-r Konferenz). Aber das schlimmste ist, daß bei Anläßlich -def Bepches der rwnistnchm g/otzen Teil der Opposition die wahre Teleganon m Anladstph.a -u D - - und tiefste Ursache der Unzufriedenheit da.m «erbesteht, daß sie organisch un ähig zu po'i iorr Ehrenbürgerrecht der Stadt Philooel hia v?r flehen. Ter Bürgermeister teilte b im Meeting 'mit, das; der S.adtrat beschlofen habe, eine halbe Million Dollar cu 5 G me ndegelderp für den Keren Hajesfod zu zeichnen- Judge Rosenb'att. I. P. Z, studge Bernard Rosenblatt hat <mf sein Richteranit resignier', um fet te Kräf e ausschließlich der Keren Hajeisodpropnganda widmen zu können. „Jo i n t." I. P, Z. Das Keren Hajesfod Komitee pflegt Unterhandlungen mit der Joim Ere utioe wegen einer Beihilfe von zumindeit 100.000 Pf. für die zu gründende palästineniil he Hypothekarbank. Arbeit find und insti.ik io eine Befchöni u ig für ihre Untätigkeit suchen- Das ist der G u id, cus dem aste Vorschläge herstaMmen, die Geldfamm ungen u bericht den bie Mes ia? ko.nmt; das ist auh die wahre Quelle für da? Geschrei, man habe uns getämcht, das Mandat proklamiere ein „arabisches Palästina"« >d fü: ein arabisches Palästina dürfe man keinen roten Heller hergebcn. Zweierlei -inü'stn wfr. vrrme'ioen. Zunächst hyste iche Uebertreibunge.r. Ein gesundes Volk darf nicht den Sinn für die Wirik chkeit verlieren. Man «muß nicht gerade Hedad schreien, .aber man muß cuh nicht Wehe rufen. In Palästina gibt es ein Sprichwort „AI tagi'imu „Keine Uebertreibung". Das sollte man au.h im Oläluto ker.cn- Uno das zweite, was-wir-— Irin, die wir einmal unter dM'Namen Mtioisten gekämpft haben — nicht vert agen und nicht erlauben, ist das System der Arbeiireinstnlung. Wir känrpfen arbeitend, ohne auh nur für einen Augenblick die Tnrove zu oe.lasten. Wir brauchen ein ncues Ll mein in der zionistischen Bewegung: einen neuen Typus von Menschen, nicht mte ein neues Programm. Ein Programm hätten wir schon h ute Vorschlägen können und bei vielen von uns ist cs fLon formul'ert. Mer alle fühlen, daß die Hauptfrage nicht die, nach Punkten ist iondern die nach dem Pünktchen — der vergessene Herzlich» ung, der „Iudenstaat"-Geist, die a’tioe Triebkraft, der Glcule an große Ideen ü:d großen Massen, die st u u großen Ha dl ngen und großen Fordern.gen an sich selost üno an andere. Es ist das eilte Stimmung, die wohl Ziemlich verbreitet ist, deren Ve teeter aber einsam sind: ihr Tatenhunger verzeh.st sich in f u 'stlofem Sehnen, ihr Snchen endet in Vetzwei lu tg Wir .nüssen sie alle finden, vereinigen, sammeln, das neue Glcubensüekenntni; ausarbeit-n und dann die zionistische Partei erobern und erneuern. Ich sage „erobern", u :d das ist ein langer Prozeß. Es ist vielleicht möglich, daß wir bald,, bei der ersten Sitzung des Attionskomitsss oder beim nächsten Kongreß, eine neu? geänderte Leitung beiomMrn. Aber eine Ern ue.ung rer Leitung ist noch keine Erneuerung der Bewegung. Direktor oder Minister oder ei..fach Schele^ahler, f^as ist gleich. Von oben oder von unten müssen wir aber eine organische Ruourlion in der Bewegung durchführen. Werz' lann über die gegenwärtigen zionistischen Ansgaben. Während seiner Anwese.hül in Mont e I (Kanada) gewährte der Prä ident der Zionist -i schen Errkulioe, Prof. Weizmann, einem Re-, däktevr des „Canadian Jrwish Chronicle" ein Jntetview, in welchem er sich über die gegenwärtige Lage in Palästina emgehend äu erte. Prof. Weizmann wurde unter anderem co..r Interviewer gefragt: Welche Arbeiten weroen in Pa'ä'tina Seg rr nen werden müssen, sobald die nötigen M tiei aufgebracht sind? . „Tie wichtigste Arbeit" - - antwortete Professor Weizmann — „ist, Häu'er für die Chaluzim zu bauen. Es Macht sich, Mangel nt Baumaterial en fühlbar, welche bisher aus .Galizien importiert wurden; daher wäre cs!)?on Wichtigkeit, in Kanada eine Gesellschaft -up Ausfuhr von Ba materi. lieit aus Kanada! nach Palästina zu gründen." — Wenn die Ausbringung des Keren Hajesfod gelingt, wieviel Chain im wird Man heuer nach Palästina bringen können? „Wenn der Keren Hajesfod heuer 10 Millio ren.Tollar ausbringt, wird m n50 000 Chesuzim ins Land bringen können. Uno 50.000 Cha u int im heurig.n Jahre bedeuien 100.000 im nächsten." — Was kann eine Person mit kleinem Kapital in Palästina anfangen? „Zurzeit ist in Palästina nur für zwei: Arien von Emigranten Platz, für Chalu im, welche sich durch keine Mühe abschrccken lä len, keine Gewinne suchen, sondern zufrieden sind, daß sie im Lande sind, und für solche, welche Kapital in Palästina ankeg.'n wol en, um das Land aufzubanen. Personen mit kt.inem Kapital müssen zurzeii allerhattd Stü"ungen vewä iigen, die sich aus dem schwankenden Valutakurs, der politischen Situa.ion und a:s dem Wohnungsmangel ergeben. All das wi.d mir der Zeit verschwinden, aber gegcmMtig mttj man damit rechnen." — Welches sind die Hauptaufgaben de, i tcjymenden Zionistenköngresfes? „Ter Keren Hajesfod und die Einwan-» detung nach Palästina — das sind die wich,, tigsten Fragen. Wir müssen viel Boden er«? werben, unr .die Zahl der iüdischcn Bewohne,! in Palästina zu vermehren." — Was haben ine amerikanischen Juden noch zu tun, außer Geld für den Keren Ha«' jessod eufzubringen? „Sebr vstl, das amerikanische Lu en.stM muß ebenfol.s Chalu img uppen li.fern. welch- - für Palästina. begeistert u:d gut vorhereit-t i stno und die hebräische Spr che beherrschen: diese werden die Chaluchmgrupren der osteuroväi-s schen L'ätider'ergänzen uno den Geist des We-' »lens in das jüdische lHcim einführen." Ueber die Spaltung int änterikantschen Zionismus äußerte sich Wei,Mann folgendermaßen: „Tie amerikanischen Ziomiten haben die! ernste Absicht, für den Wiederaufbau von Pa« lästina zu arbeiten. Sie stehen aber, lewer, den jüdischen Massen in Ost u opa sehr fern. Sie sind daher bemüht,' ben ZionisMu > Amerlä statt dem zionistischen Program.n an up,s ea. Tie amerikanischen Zionisten sind sio nicht völlig im klaren über die VcrhäUni,se in Palästina. Sie müssen noch zioni.is.he Erziehung erhalten. In dieser Unemtms besteben sie sichaus dom Zionismus eine teilt ökonomische Frage zu machen, und h ben Furlt davor, Palästina als jüdische« Heim zu 'betrachten. Ein zionistischer Führer aber muß das jüdische Land und das jüdische Voll kennen." r „New fjor'f allem"' — fuhr Prof. Wehmann fort — „wäre imstande, Palästina aus- "ubauen, wenn die New Vorker Judenlebast die richtigeri Führer hät e und über die Lage richtig cu, geklärt würde. Uns ist es nichtswer gewesen, die New Noeker Ludenschait da üaer cuszuklären. worin ihre Pflicht gegen den Keren Haiessoo besteht und in der kurzen Zeit, oie wir in New Jork weilten, ist es 'u is gesungen, mehr als dreieinha b Milli men Tollar für den Keren Hajesfod au'znbriogen." Tr. Weizmann 'teilte dem Jnteroiewor noch mir, haß die Zion. Kommission in Jerusalem reorganisiert wird: cs werden ihr Vertreter der Poale-Zion und des „Misrachi" bcitretcn. Zum Schluß drückte Prof. Weizmann sestt festes Vertrauen cust die Energie des amerikanischen und kanadischen Judentums aus, am Aufbau Palästinas mitzua.besten. Prof. William Rappard über das Paiäftrnamandat. Der Genfer Korrespondet der „Indischen Preßzentrale Zürich", I. Rogomne, wurde am 17. 0. M. im Palais des Nations v:M Direktor der Mandatssektion des Völker undes, Prof. William Rappard, in Audienz .nt.:- fangen. Tic Unterredung wandte sich se.ostverständlich vor allem den traurigen Vorfälle,t in Jaffa zu. Prof. Rappard, der der zionistischen Bew gung reges Lntere'fe entg genbr: .gt, iminschte tkläheres über diese Geschehn-i’e zu erfehreit. Der Korrest o dent wies dar. u hin daß die jüdischen Arbeiter Pltlästinas darin einig seien, daß wir dort Aufbauaber incht Zerstö'.ungsarbeit zu lüsten Hütten. Tie dortige Regierung wisse dies weh. nid Jewähic auch'Erleichleeung.m insofe.n, als sie öffentliche Arbeiten, wie z. B. Wegebauten, den, jüd, ArbciteiAenosscnschaft.n direkt — übergibt.. Bezüglich des Stand»s des Palästinaman-- datcs erklätte Prof. Rappard: „Seitens i>cc Syrier nurde mehrere Male der Verinh gemacht, Widersprüche zwischen Artite! 22 des ist; - » m der Wiener soziologischen Ge'ellschait einen Vortrag! über das Thema: „Äst politische Ptognose möglich?", «td behandelte da.ei die alle Frage der Geschästsphilösophie, wonach Historik nur dann als Wissenschaft zu gelten hätte, wenn es möglich wäre, in der Geschichte Gesetze, ge'etzmäßige; Geschehen anfzufnchen. Lamprecht, Kurt Breysig, Lindnrr u:d Rickert beschäftigten und beschäftigen sich auch mit die,m Problem, das Stein dabin keantworteie, daß es wohl in der Gefchichle keine Gesetze, wohi aber Tendenzen und Richtungen gebe, nach denen man politische Prognosen stellen könnte. Wenn wir in der mathematischen Wissenschaft behaupten können, daß c eintreten müsse, wenn a 'und b aegeben Jinb, so will (man in foer Geschichte die Möglichkeit des c erwarten, wenn a «na t> etngetreten sind. Auf diesem Stand punkt steht Mar Kemmerich. Mar lteu'- merich — berühmt durch seine „K'rltnrkuriosa"!— I)üt in seiner 1911 erschienenen Schrift: „Prophozeihrrnoen alter glaube oder n »r Wahrheit" (Ä t Langer, München), ahn'ich wie Strindberg ko etzo-s wie einen „bewußten Wstlen" in der G-sv'.chr.J angenommen. Ln feiner neueste» E^ch.-'una. h!l- UNS vokliegt. w;.l er die Möglächieit einer Berechnungin der Geschichte aufeeizm und stützt sich auf zwei Schriften von Freiherr Fr i edr'ch von Strome: -Reichenbach: „T-eutschc. verzaget nickst (1914, urd „Was wird." (19i9), beide bei Lhohky in Ludwigshafen am Bodensee erschienen, wonach man eine Anzahl welthistorischer Tatsachen mit erb so luter- Sicherheit o-orhersagen kann: Zum Zwecke der Berechnungteilt Stromer! die Welt in I Dölkerkreise ein: 1. der griechische, 2. der italische. 3. der iberische. '4. der 'britische, ö. der keltische, 6. der Teutonische, 7. cher slawische und 8. der mongolische. Wenn innerh'alb desselben Dolkslreises 2 einander entsprechende Ereignisse a mb b sich ich Abstand von 3 Jahrhunderten folgen, so darf man mit ziemlicher Sicherheit nach weiteren 3 Jahrhunderten ein drittes Ereignis erwarten, das die rr und b gemeinsame Bestandteile enthält. Das ist das „Gesetz des tnternen Paralielismus." Z. V. böhmische Sk* roluiion 1318, 1018, daraus folgerte er die komrnende Revolutton 1918. Wenn innerhalb der nächsten Bötterkreise im Abstand vo'N etwa 3 Jahrhunderten (genau 27—31 Jahrze'-ntenl zwei einander entsprechende Ereigni s» a und 5 i-lch folgen, so ist im weiteren übernächsten Pösterkreis mck weiteren 3 JabrbunLerlm ein drittes Ereignis 0 höchstwahr-sch-einlich, in dem die a und b gemeinsamen Bestandteile ent- : basten sind. „Gesetz des externen Parallelis-! MUS." So schloß er aus der Reoölütionsibewegung in Italien in der ersten Hälfte jdes 14. Jahrhunderts und der in England in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts enf 'eine deutsche in der ersten Hälfte des 20. .Jahrhunderts mit großer Wahrscheinlichkeit. So berechnet K e m m e r i ch n«b St: mors System der historischen „Gleichzeitigielt" die sie mit Oswald Spengler (Untergang des Abendlandes) gemeinsam haben, daß die ru fische Revol»! •>» höchstens eine Dauer von 5 Jahren ha>wn wird, so dah wir im Sahre 1922 mit de»> Siege des alten Regimes in Rußland z» rechn.n haben (während die Dauer der deutschen Revolution in Analogie und unter ..Gleich-- zeitigteit" mit der französischen Revolution vom Jahre 1789 und der britischen vom Jahre 1637 auf 20 Jahre berechnet, so daß die deutsche Restauration in die Jahre 1940—1944 kästen wird und so wie die englische Reoo'u iion in Cdi nbnr g h. der Hauptstad' Schottlands, eines Nebenlandes entlt.mdes ist. so die deutsche in München in Bayern, anch der Hauptstadt eines Nebenlandes. Es besitzt überbauet die Geschichte Bayerns große Ve.wandte^ schaft mit der Schotilands und Böhntens, mit der Irlands. Letztere st i nt in e oft» aufs Jahr genau über ein. Wir stehen not] DcuLschenmafsekers in Böhmen oder Pol: vielleicht in beiden Ländern. Taten find!ttf,(l leicht awugeben. Wahrscheinlichd man dein Beginn des Bürgerktteges zw.stl.en Mmr^ archisten und Antimonarchisten in Poußen Jahre 1923 erleben. Etwa 2 Jahre sgätec wird die entscheidende Niederlage derecht' inäsigen Monarchen erfolgen. Seine Flucht. Olefangens hu g und Hinnchti nz,! ef en dann annähernd aus das Jahr 1927—31. Von der Hinrichtung ist die Tatie:» :g leicht. Tenn e wa 6 nach ihr — furchtbare Jahre des.Terrors — wird der neue Cornwell dfe Militärdiktatur aufrichte». der etwa 5 Jahre später diel Monarchie folgen wird. Sicher ist soviel, daßl wir erst anr Änfang, n»t tticht zu sagen, nlit, Vorabend» der großen deutschen RevolüD tioit stehen. Sicher ist weiterhin, daß diel Tcul'schen trotz vder wegen ihr als da-7 mächtigste Dost in Europa in längstens zwc^ Jabrzeünteit dastehen werden » .'z -ß ■<:<' . .L_ »..MO

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