Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 32 (3.5.1921)
- Date
- 1921-05-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mtc Dienstag „Jüdisches V.olksblatt* 3. Mai Nr. 32 c s, aäh , Bnf »f «let*^ j Hotlj’-i1 ßotr S kti . (bnT«t tav R v lön lim* mci’! U i an ZL geb Sr Kis Heft p ■me* »u?e? L rf,ri w» r» me Cie der wL «? i! r- V Die 8. TllZllug des Mvifory kouncil. Der palästinensische Mitarbeiter der „I. P. Z." berichtet: Am 8. März fand die 6. Tagung des Advisvry Council statt. Dem Rate wurde ein Gesundheitsreferat des öffentlichen Gesundheitsamtes vvrgelegt. In der Diskussion wird die dringende Notwendigkeit betont, vor allem die beiden Hauptkrankheiten, Malaria und Trachom zu bekämpfen. Die Wichtigkeit der Bekämpfung der Aug^nkrankheiten wurde cingesehen und im vergangenen Jahre vom Gesundheitsamte mit Hifie von durch Palästinenser aufgebrachten Privatgeldern eine wandernde Augenklinik errichtet, die im Kreise Jaffa-Migdal den Dienst versah. Eine ziveite derartige Augenklinik soll "rrichiet werden: jedoch fehlen vorderhand die Mittel. Ein umfangreicher Plan der Therapie der Augenkrankheiten ist vorhanden. Tie Regierung anerkennt die Hilfe der Privatanstalten, für deren Erhaltung sie nach Möglichkeit Sorge tragen wird, jedoch können die Subventionen vorderhand nicht erhöht werden. Die Kindersterblichkeit ist vor allem groß in Jaffa und Haifa, für die Pläne zur Verbesserung der Kanalisation und Wasserzuleitung ausgearbeitet werden. Samuel erklärt, die Regierung fei mit allen Mitteln bestrebt, die Malaria auszurotten und dies sei nach den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen auch durchaus möglich. Leider stünden der Regierung vorderhand keine Mittel für diesen Zweck zur Verfügung, jedoch hoffe er, nach Turchfübrung der Anleihe größere Summen daftic bereitstellen zu können. Bezgl. der Reform des Bodentransaktionsgesetzes, bringt Bentwich eine vermittelnde Verordnung ein. Infolge der allgemeinen Geldkrise sei es noch nicht möglich gewesen, die notwendige Hypothekenbank ins Leben zu rufen. Da Hbvothekargläubiger bisher das dauvcnde volle Eigentum am belasteten Grundstück nicht erwerben konnten, liegt die Gefahr nahe, daß die Schuldner sich keineswegs mit der Bezahlung ihrer Schulden, die durch langjährige Zinsen manchmal schon aufs doppelte gewachsen sind, beeilen werden. Tie Kiefonn sieht nun vor, daß der Gläubiger auf Grund eines» Gerichtsausfpruches das Eigentum <mr verpfändeten Grundstück erwerben könne. Anderseits kann der Präsident des Gerichtshofes dem Schuldner die Zahlungspflicht stunden. Diese beantragte Reform wurde angenommen, ebenso eine neue Verordnung bez. der Gefängnisse. Der Oberkommissär schlug dem Rate vor, die Körperstrafe nicht auf einmal abzuschaffen, sondern sie auf dringende Fälle einzuschränken. Ebenso wurde die Zollverordnung für Auslandswaren approbiert, wobei zugleich die Lokalabgaben aufgehoben wurden. Um den dadurch verursachten Ausfall auszugleichen, wurde der Zoll auf Weine und andere alkoholische Getränke auf 2 Prozent erhöht. Des weiteren wurde eine Verordnung angenommen, gegen etwa in Palästina veranstaltete Umtriebe, die sich gegen Nachbarländer richten.Nach den Worten des Oberkommissärs dürfe niemandem gestattet werden, Palästina zum Zentrum einer Agitation gegen Nachbarfönber zu machen. Das Gesetz betrifft ausschließlich Handlungen, die auf palästinensischem Boden vorgenommcn werden. Sodann wurde die Frage der Aufhebung^ des Weinausfuhrverbotes besprochen, für dessen Weiterbestand die Delegierten der Handelskammern sich aussprachen, ebenso die Frage der Zulassung der in Damaskus approbierten Aerztt. Dem Rate wurde auch eine Liste der Beamten der verschiedenen Abteilungen der Regierung Vorgelege die von zwei eingesetzten Komnassionett, einer arabischen und eurer jüdischen, bis zur nächsten Tagung überprüft loerden soll. Bezüglich der Statuten der Ortsgemcindcn wurde trotz aller Debatten keine Einigung erzielt; diese Frage soll auf der nächsten Taqung des Advisory Council, die für den 6. und 6. April bestimmt ist, nochmals zur Sprache kommen. Die Verordnung bezgl. der Lokalrichter wurde in dem Sinne angenommen, dß kleinere Angelegenheiten durch Ehrenrichter, wie in England üblich, und wie eS von Lord Kitchener auch in Aegypten cingeführt worden ist, verhandelt werden sollen, um so die Gerichte zu entlasten. Vorderhand sollen in dr.ei wichtigeren Städten solche Richterstühle errichtet iverden. Dem Berichte des Gesundheitsamtes ist m entnehmen, daß die Krankenhäuser der Regierung 348 Betten umfassen. Im Jahre §920 wurden 5501 Kranke ausgenommen. In ' den der Regierung unterstehenden 15 Apothelen wurden 138,248 Ratschläge erteilt. 60 dis 95 Prozent der Kinder leiden an Trachom, das im ersten Stadium noch heilbar ist, jedoch .beim Fortschreiten leicht zur Erblindung führt. Die Quarantänebeamten haben 731 Dampfer Lind 2885 sonstige Schiffe untersucht; 13.239 'gs£ dem Seewege angekommene Personen wurjw 5 Tage unter Aufsicht zurüclgchatten. wf SWmiuttt und WafirrLulernen die Träger der Malariabazillen sind, wurde ausgenommen und 39.140 Proben in den Städten und 15.662 in den Dörfern vorgenommen. Bolschewismus in Palästina? (ZK.) Mit diesem Thema beschäftigt sich Mr. Moderwnll, Vertreter der „Chicago Daily News" in einem Artikel für sein Blatt, dem wir die folgenden Ausführungen entnehmen: „Der Bolschewismus, sagte mir ein Anti 'zionist, wächst in beunruhigendem Maße durG die Einwanderung russischer Juden. Es sei jedoch nicht Jerusalem, wo diese Gefahr ihr Haupt erhebe. (Tatsächlich ist die jüdische Arbeiterkorporation Jerusalems recht konservativ.) Um den Bolschewismus „zügellos" zu finden, mußte ich nach Jaffa gehen. „In Jaffa fand eine bolschewistische Revolution statt", sagte mir ein arabischer Verleger. Obgleich ich wußte daß er ehrenhaft gesinnt war, sprach ich meine Verwunderung aus, davon noch nichts gehört zu haben. „Wie kommt das? Glauben Sie, die Bolschewisten hätten über die Regierung den Sieg daoongetragen, sodaß die Engländer nicht mehr die Ob-.Herrschaft haben? Nein, er glaube, daß die britische Regierung noch immer die Macht in Jaffa habe, aber es hätte am dritten Jahrestag der Sowjetrepublik eine bolschewistische Riesendemonstration dort stattgefunden. Horden von Bolschewisten hätten die Stadt durchzogen, und die bolschewistische Presse habe zur sofortigen Aktion aufgefordert. Bei genauer Nachforschung Wen es, daß niemand verletzt und kein Eigentum beschädigt worden war. Nichtsdestoweniger ging ich 'nach Jaffa. Dort traten die Schrecken der „bolschewistischen Revolution" bei näherer Betrachtung in den Hintergrund. Di- „Horden" der durch die Straßen ziehenden Bolschewisten entpuppten sich afs eine geringe Anzahl junger Leute - <man sagt 40 oder sogar 60 — die einen kleinen Spaziergctng nach 'Tel Awnv gemacht hatten und dann nach 'Hause gegangen waren. Die „bol chewistische Presse" erwies sich als ein wöchentliches Fluglbatt in hebräischer Sprache, welches allgemeine soz'alistuche Aussätze veröffentlicht. Die bolschewistische „Partei" beschränkt sich auf Jaffa und zählt dort etwa .50 Mitglieder. Es gab ' in Jaffa einen Streik. In Jerusalem sagte man, daß dies das erste Zeichen des kommenden bolschewistischen Orkans sei. In Jaffa fand ich, daß der Streik sich auf 4 lZuckerbäckereien beschränkte, wo die Arbeiter mehr Lohn verlangten- Die Zahl der Streikenden betrug 20 bis 25. Diese bolschewistischen Märchen sind typisch für die Schauergeschichten, die man jetzt ab und zu über Palästina hört. Der arabische Verleger hatte nicht die Absicht, mich zv Der Feldzug gegen die Malaria. Von einem gelegentlichen .Berich.erstatter. Infolge einer Resolution des Antimolaria- Beratungskomitees gab die palästinensische Regierung am 14. Dezember 1920 eine öffentliche Nociz an alle Distrikte heraus, worin sie sich verpflichtet, den Dorfgemeinden zwecks Entwicklung und Kontrolle von Wasserquellen Anleihen bis zu 409 ägypt. Pfund zu gewähren. Es ist klar, daß eine derartige Entwicklung unter der richtigen Aufsicht viel zur Perbesserung der in vielen Dörfern herr- ,s ichenden, die Malaria begünstigenden Verhältnisse beitragen wird. Dementsprechend sind auch vonseiten des Gesundheitsamtes Instruktionen an die leitenden Beamten des Ge,unt>- heitsamtes erlassen worden, Pläne bezüglich der Wasserversorgung in den Dörfern auszuatbeiten, wo eine strenge Kontrolle besonders angebracht erscheint. Dieser Kommission obliegt es, Mittel und Wege zu finden, die es dem Leiter des Gesundheitsamtes ermöglichen. die Brunnen und sonstigen Wasscrquellen eines Dorfes, das eine solche Anleihe ausgenommen hat. zu kontrollieren. Die Kommission hat der Regierung encpfohlen, den Dörfern weitere Unterstützung durch Beschaffung der notigen Materialien, Ermäßigung der Zölle und Erleichterungen bei der Herstellung der erforderlichen Apparate zu gewähren. In diestm Zusammenhang ist eine Verordnung ausgearbeitet worden, welche die Bedingungen enthält, unter denen Konzessionen für die Trockenlegung von Sümpfen oder für die Entwicklung von Regierungsländereien gewährt werden sollen, und die Mittel vorschlägt, die in Dorf und Stadt im Kampfe gegen die Malaria angewendet werden sollen Das Eefundheitsantt hat einen Bakteriologen engagiert, der vom Londoner Institut für Tropenkcankhriten empohken ist, auf seinem Gebiet Hervorragendes leistet und das Jnsektenwefen genau kennt. Man hofft, daß dieser Beamte bei der Entwicklung von Projekten und der Erforschung dieses Gebietes gute Dienste leisten wird. Dis allgemeine Kampagne gegen die Malaria hat gute Fortschritte gemacht, und es sind verschiedentlich weitere kleine Kredite Amern im Namen des Kolvnialamtes. der zufälligerweise selbst bei dem Bankett de- Keren Hajessod-Komitees anwesend war, wo Sic Alfred Mond die erwähnten Aeußerunaen getan hat, daß Sir Alfred Mond natürlicherweise rein bildhaft von dem Tempel Sakomons gesprochen habe, und daß im übrigen Artikel 13 des Mandatsentwurfes die Politik der Mandatsmächte in bezug auf alle Heiligen Stätten festlege. Der Ungeordnete Kerwothy stellte in Form einer Anfrage fest, daß natürlich kein Palästina-Komitee beabsichtige, irgenwie mit dem Vorhandensein von Moscheen in Konflikt zu kommen und daß im übrigen König Salomo nicht nur von den Juden, sondern auch von Mohammedanern und Christen verehrt werde. Ameft) stellte zum Schluß fest, daß er für die Entstellung des Sinnes bildhaft gebrauchter Wendungen keine Verantwortung übernehmen könne, und daß im übrigen die Omar-Moschee seit der britischen Oftupatton Jerusalems eine Cchutzwache habe und daß die heiligen Stätten aller Nationen geschützt werden. Ae Bedeutung des Jüdischen National« sonds für die Kolonisation Erez Israel. Don Professor Dr. Otto Marburg« (Aus der NF-NuMmer des „Haarez" ) Von den Institutionen, welche die Zionistische Organisation geschaffen hat, ist der INF zweifellos die beim Volke beliebtest«.. Es gibt nichts, was den jüdischen »Geist jfoi sehr anspricht, wie das Streben. den Boden in Erez Jifrael für das Volk tzu erwerben.. Da der INF nicht direkt durch die zionistische Organisation geführt wird, sondern ein spezieller Appcwrt geschaffen wurde, der Mittel und Wege für die Geldsammlungen, bestimmt und sich seine Verttauenrlcu.e se.bst erzieht, entwickelte sich eine feste Ordnung, durch welche die Einnahmen des INi ftr S'iü.w diger Progression von Jahr zu >Ja.,r wachsen. Wohl erscheint der INF jetzt durch das Abkommen des Keren Hajessod bezug- ... .w ..seiner Sammelmittel begrenzt, doch list zur Erweiterung der getroffenen Maßregeln! die Ouote, die er vom »Keren Hajessod ergefordert worden. Auch ist ein Bettag für haften soll (20 Prozent), so groß, daß 'sich Entwässerungen und jottstige Eutrofflungspro-! erwarten läßt, es werde dem INF aus, jekte tnr Budget des Gesundheitsamtes fest-j dieser Begrenzung lein Schaden erwachsen, gesetzt worden. In diesem Herbst snd direkte Man kann jetzt mitunter hören, daß kein« Malariafälle, im Gegensatz zum vergungmen Notwendigkeit mehr zu besonderen Samm- Jabre, im allgemeinen nur selten vorgekomm-u. längen für den INF vorliegt. da er vom! Die Anwendung der verschiedenen Maßnahmen Keren Hajessod Gelder genug erha.e.r we.de.. und die Belieterung der Dörfer mit Vor--Diese Meinung ist jedoch eine grundfa! beuaungsmitleln haben sicher dazu beigetradenn nie waren für den Nationalscnds QM. In leimigen Distriktes jedoch war die s größere .und bedeutendere Kapitalien nötig Sterbeziffer wieder eine erhebliche. H erzu £> als heute, wo wir die 'Gelegenheit zur Erhört u. a. Beit Jibrin im Oftober und lösung des Bodens ergreifen mjüisen, eine November. Tie Beamten des Gesundheitsdienstes besuchten diesen Tistrilt und richteten dort einen bc'vnderen Epidemienbienst belügen, aber, obgleich Jaffa noch nicht 49»^ t>ie Dauer von 14 Tagen ein. welcher Meilen weit von Jerusalem, entfernt JOegi und -" " " täglich Eisenbahnzüge 'dorthm verkehren, hat sein», panische Furcht einen festlichen Spaziergang einiger jungen Leute in eine bolschewistische „Revolution" verwandelt. AK eines der Hauptargr:mente gegen die zionistische Bewegung gilt diese Geschichte vom Bolschewismus, den die jüdischen Einwanderer aus Rußland 'mitbringen. Indessen., der russische Bolschewismus ist ein heftiger Gegner des Zionismus, und die Zionisten. sind geneigt, dies zu erwidem. Die zionistischen guten Erfolg hatte. Ebenjv war man in Tal-Safi um die von der Malaria geplagte Bevöllerung Mit Erfolg bemüht, wodurch sich die Ernchtung derartiger Notstandswachen in solchen Fällen für die Zukunft als notwendig erweist. Tie Kommission hat umfangreiche Vorschläge für weitere Verbesserungen gemacht, die sich namentlich auf die Entsendung von Nvtwachen in infektionsreiche Gegenden beziehen, ferner auf die Wasserversorgung in ben Städten, Säuberung u.ib Instandhaltung der Fmsse, VerpslWung der Veröffentlichungen erllären fortdauernd, daß,) Grundbesitzer zur Verhütung der Moskitodie Juden schwer unter der Hand dec bolschewistischen Revolution gelitten haben, weil sie, hauptsächlich aus Kaufteuten bestehend, ihrer Mittel beraubt wurden, da die Sowjettegicrung den Zwischenhandel nicht duldet. Die zionisti'chen Pioniere, die aus Rußland kommen, sind, obgleich! sie mit sozialistischen Redewendungen um sich! werfen eigentlich diejenigen, welche sich durch den bolichewistischen Lauf der Dinge ausgeschäftet fanden- Schließlich haben die zionistischen Führer genau soviel Ursache, den Bolschewismus zu fürchten, wie die Araber. Ihre Pläne sind so geartet, daß sie den BosschewIsmus fast unmöglich Machen. Jeder Pionier soll ein kleines Stück Land bekommen, mit eigenem Haus und Garten, oder er soll zu intt Gruppe von Grundbesitzern gehören, deren Wohlstand davon abhängt, was sie aus ih er Ländereien herausholen. Ein kleiner Grundbesitzer ober wird niemals Bolschewist. Ich will damit nicht sagen, daß es keinen Fehlgriff und keine Unzuftiedenheit in Palästina geben wird. Man kann jedoch mit Bestimmtheit behaupten, daß der Zionismus, wenn es ihm gelingt, sein Programm in die Wirklichkeit umzusetzen. eine Klasse von Arbeiiern schaffen wird, welche von einem bolschewistischen Aufftand mehr zu fürchten als zu hossen habtn.'L^ plage usw. Der Tempel Salomon's Bei dem Bankett, das vor Dr. Weizmanns Wreiie nach Amerika zu Ehren Sir Alfred Monds vom Keren Hajessvd-Komitce für' England veranstaltet wurde, hielt Sir Alfred Mond eine Rede, in der mit Begeisterung von den Eindrücken und Erfahrungen sprach, die er während seines Ausenthaltes in Palästina gesammeft hat. Gr schloß seine Rede mit der eindrucksvollen Versicherung, seine Kräfteder Palästina-Arbeit zu widmen. Er gebraEe hierbei einige bildhafte Wendungen, die den Anlaß zu einer Debatte im Parlament gaben. Der Abgeordnete Bellairs ächtete am 5. April eine Attftage an den Ministerpräsidenten, ob seine Ausmerksamkeft aus den Vorschlag gelenft worden ist, der bei einer Versammlung des Keren Hajessod gemacht worden fei: auf dem Platze, wo Solomons Tempel gestanden ist, einen großen Tempel zu ertichtm. Ob ihm femer bekannt sei, daß dieser Platz jetzt durch di« Omar- Moschee eingenommen wttd, und ob er mit tzcjlcksicht auf die Schwierigkeiten, die solche Pläne zur Felge haben könnten, sich verpflichte, zu erllären, daß in keinem Falle Mohimmedaniche Institutionen geschädigt werden .late. Äük ,M« Änlrage.anftvMA Gelegenheit, - die vielleicht nie wiederkehrt. Es gibt allerdings Leute, die glauben, daß der NF sich überhaupt nicht Mft oem Bodenerwerb aus privaten Händen befajenz sondern sich vorläufig mit der Uebemabm« von Regierungsländereien begnügen s o.le. Aber sie irren in der Annahme, daß di« Regierung über große fruchtbare Boden- Mchen verfügt, die man ihr Mur aus oer Hand zu nehmen brauche. Von den Regirrungsböden, ungefähr eins Million DunaM, kommt nur etwa ein Viertel in Betracht, und davon befindet sich der »größere Teil an den heißesten Orten, im Oordantak, oder es sind Verderben bnng.nde Sumpf.ände.eim, wie der Regierungsboden in Huleta., oaq viel Geld und lange Zeit brauchen wird, ehe es kultiviert ist. Die RegierungÄändereien im. Süden Judäas lind ' wohl gesundhelllich gut und nur dünn besiedelt, über sie erscheinen nur für wenige landwirtschaftliche, ijAwecke geeignet. > Darum bleibt nichts übrig, a's Mit irniiglichster Raschheit Boden aus p.ioater Harrd zu erwerben ohne Rücksicht darauf, daß («tß Preis schon eine gewisse Höhe erreicht bat. Man tadeft oft deir NF und »noch ntefw; die PLDC, daß sie teuren Boden erwerben. Aber daran läßt sich nicht viel ländern, uni» jene, die Boden auf privatem Wege bilsi-. ger erwerben wollten, haben» sobald sie g.ö-' ßere Flächett kauften, nur minderwertigen Boden erlangt und sind überdies in schwer« Stteitigkeiten über das Eigentumspechk rer-. wickelt worden, so daß sie dann genötigt waren, große Abfindungssummen zwecks Vermeidung langwienger Prjozesse mit. ven Nachbarn oder sonstigen An pruch-be.echfgien zu bezahlen. Einige Käufe konnten aus »fce fern Grunde überhaupt nicht zum Abschluß gelängen Daraus geht klar hervordaß dis 83«J schaffung von Mitteln zum Bodenkaus durch den Nationalfvnds eine der wicksiiglen Arbeiten für jeden Zionisten und »überhaupt 1«, jeden, dem cs um ein zühtzches lErez Zi. ernst U Im Muß. , i