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Jüdisches Volksblatt · 1921-05-03 · 32 (3.5.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
32 (3.5.1921)
Date
1921-05-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Me, 5 V ^KW» *», sf -UM nah« bcr L 5 nttt 10. A'^^°-liand bK J '/nsische ^'7 >4°rf2!k Elution J ^^lioit 1 >rer beä <2 ®c«n ,. <f f nachher m einer großen «T t^n nnfe ,e^ Dr. toi ft5e!lantinI®8 - an anderer &T!?■ %4 in L «»d L S">--K zeigt. Äoifii ÄSdK»^ t AkL-L'Z »d< S-de-d,^ fef" E ♦ ^ßenb licbf, to i'rhT'11»0^ He-PM. 5 7,Sf^»ä Nicht zu- 111 Jfewi i-nde. Hc sei lorte sind »scht grbhe Mg» {Wfrtjtt sich oft fa't i,nm^ a f. ^nem luftigen &* Krieg.cm Dreit l<hes WeL ist da vichWg, netz, den wir MMuz, em° m WuM LrZnchchL, wi um MML iw Be'.greL MMgchm, die Me m LudeuM xiämt nicht Kämpfe um Keren M um bonationr und iiwestUW, chen WeiMnn und Mach t; tf Machen Willen und TrGr. olutton und CeMMseit O t und Eegeinonü, zÄschen U« lefiMkon. Dieser kaWs bringt te, in diesem Kampf sieg: di« ub Venn sie noch so oft bes:«K kriegt ijt [ie;m in b:m, to ak sie Hier int siampr M Tr. Hugo HermLnn. i en Zudeu Lüd PlllDiM c an anderer Nelle mittrilen. Nprsi in Tresden eine Ders jüdischen IugendbündeZ statt, öorsißende des Bundes Tolioi .GesamtorganisKion und r-ch. Diese Rede belommt deesse dadurch, daß sie unicr dem (Sitibnnl bei $^^rü^rael&■^ ‘eit mibe. Dr. Ml der rl. Cora Berliner aus dcM Zentwlvereiner ousgef&cben Ä**«*»- M tzillllchrn 3ube" mi« dem BMer «MW*» mbt wurde: Tie deuUM 1 ,u einer GesachMiOM L M e.nel DkenrtäS voTksSE 5, -an. Einheitsfront zusammengeschlossen. Sei chen hot ein Problem dis deutschen Juden in ihren» jüdischen Grund ge fühl so aufgewühlt, wie das Palästinaproblenr. Wir standen dicht davor, durch die Palästinabewegung eine lleberbrüaung der gerade heute selbstmörderischen Parteikämpfe zu erzielen: Wir Nichtzionisten waren bereit, die Frage der Errichtung einer jüdischen Heimstätte für diejenigen Glaubensgenossen, die sich in ihren Heimatländern entwurzelt fühlen, als eine Sache der Gesamtjudenheit und nicht als eine Parteisache zu betrachten; auf der anderen Seite wuchs bei den Zionisten von Tag zu Tag die Geneigtheit — und zwar nicht nur eine taktische, sondern eine sehr ernst zu nehmende — unseren deutsch-pcktriotischen Standpunkt zu respektieren. Es schien der Augenblick gekommen. 100 das deutsche Judentum, zum ersten Male geeint, zum wuchtigsten, weil gemeinsamen Vorstotz gegen den mörderischen Antisemitismus sein Haupt erheben konnte. Diese Möglichkeit und der Erfolg des 23. Jänner 1921 scheinen seit dem 10. April vernichtet! Vernichtet durch Beschlüsse der Mehrheit des Vorstandes des „Zientrakveremes deutscher Staatsbürger jüd fchen Glaubens". die geeinel sind, die innerjüdifchen Kämpfe in Deutschland zur Siedehitze zu steigern, den Zentralverein in seinem Mitgliederbestand und in feiner Stosskrast gegen den Antisemitismus auf das höchste zu gefährden. Wie bekannt ist, betreibt Herr Tr. Mar Naumann in Berlin die Begründung eines „Verbandes national-deutscher Juden" und argumentiert hierbei u. a. mit der angeblichen nationalen Unzuverlässigkeit des Zentralvereines. Durch diesen Vorwurf hat sich die Mehrheit des Vorstandes des Zentral- Vereines so emschüchtem lassen, datz sie zw«' Gelegenheiten in der Haüptvorstandssitzung vom 10. April 1921 in denkbar ungeschicktester Weise benutzte, um ihre patriotische Zuverlässigkeit zu bekunden: die fugend-und die Palästinafrage. In der Jugendfrage wurde ein Beschluh kefatzt, der nach der offen eingrstande:e.r Ab° sicht der Antragsteller eine weitere Zusammenarbeit des Zentraloereines mit der g ätzten jüdischen Iugendorgan sation, dein Verbände der jüdischen Jugendoereine Teutscklartbs, unmöglich machen soll. Nach diesem Beschlüsse wäre eine Förderung unserer B.-r- In noch viel schärferer Weise ging man dann am Nachinittag des gleichen Tages in der Palästinasrage vor. Datz der ge> stige Führer der Iüdisch-liioeralen. Rabbmer Tr. Baeck ^Mitglied des Hauptvorstandes des Zentralvcreinesl kürzlich in einer Kundgebung für Palästina eingetreten war, — datz der in der übergroßen Mehrheit aus Anhängern des Zentralvereines zusammengesetzte Eemeindetag am 23. Jänner 1921 in überwältigender EinstiMnng^eit den warmherzigen Ausführungen Prof. Dr. KaliDers (liberal) über Palästina zustimmte. — datz Tausende und Abertausende von Mitgliedern des Zentraloereines bere t sind, am Aufbau Palästinas mitzuarbeiten. — datz einer der Mitbegründer des Zentrakvereines, derzur schärfsten antizionistischen Richtung gehört hatte, sich bereits ofsiziell an den Sammlungen zum Keren Hajessod beteil gl hat. — datz von den besten, führenden Köpfen drs Zentralvereines eine warrnherzige Palästinaresolution vorlag: — alles dies wurde für nichts erachtet. Siegreich war der Standpunkt Dr. Jacobs aus Dortmund, der eine Geldsamnrlung für Palästina in einer Zusämft an eine jüdische Zeitschrift als e>ne Verschiebung deutschen Geldes nach England bezeichnet hat. Niemand verkennt, datz für den Nichtzionisten das Palästinaproblem bedeutsame sachliche Schwierigkeiten in sich birgt, — aber eine recht kühne Phhantasie kann sich «ine derartig von Zionistenhatz durcktränkte Stimmung, ein derart ges Autzerachtlassen des jüdischen Brudergefühls, ein solches Befangensein in der Verärgerung über lokale Kämpfe mit 'Zionisten schwer ovrstellen. wie sie di« meisten Wortführer dieser Majorität zeigten. Gibt es noch Auswcgr aus diesem Tohuwabohu? In der Palästinafrage kann nicht mehr gewartet werden. Als Meckmatzigste Lösung erscheint, datz die zio- Misü>e Parteileitung sobald wie möglich einer grötzeren Anzahl bcwutzt jüdisch empfindenden Frauen und Männer auS allen Lagern genaue Auskunft Wer folgende Fragen gM: « 1. In welcher Weife wird der Keren Hajessod aufgebaut? 2. Wie ist der Einslntz des nicht zio nistifcken Elementes im Keren Hajessod g-.währleistet? 3. Welches ist der Verwendungszweck der 1%/ViU/iUjlv WillV v>Uv (J vl vPvUIIh Ull V»'*» ‘‘V . i, { #► T itff »l (\ eine durch den Zentralverein nur noch müg-r lich. wenn fick diese unter LewutztentBruch der Neutralität, unter Ausschlutz ihrer zionistischen Mitglieder, von ihrer satzungsgemätzen Grundlage entfernten und sich programmatisch auf den Boden des lZentralvereines stellten. ErWrlich 'wirb dieser Beschluss nur durch die tief bedauerliche Respektlosigkeit vor dem heiligen Ringen der heutigen Jugend uni die Begriffs Nation, Vaterland, Judentum. Weniger erklärlich ist die Sorglosigkeit, mit der man die eigene Vergangenheit des Zenträlvereinss vergaß, der unseren Verband gerade auf feiner neutralen Grundlage mitunterrichtet hat und mit bc: man mit seltener Kp>zsichtigkeit zahlreiche junge Juden in das national-jüdische Lager treibt. Infolge dieser Brüskierung unserer Jugendbcwegung haben Fräulein Tr. Cora Berliner und ich, übrigens im vollen Einkl rng mit bei der Beratung 'anwesenden treuen Anhängern des Zentrclo.re n s und unsere? Ve - bandes, unsere Aemter im Vorstand des Zentralverernes nieder gelegt. 4. Wekchv Möglichkeiten sind gegeb-n. einen genügenden Einfluss nichtzionistischer Spender auf die Verwendung der Gelder sicher zu stellen? Sollten diese Auskünfte für die?Wkjsfontften befriedigend ousfallen, empfehle ich 'die sofortige Bildung eines grossen deutschen Komitees zur Aufbringung von Mitteln für den-Aufbau Palästinas, und zwar möglichst mit nichtzionistifcher Mehrheit. Am den Fortbestand des Zentralvereines Zu sichern und zur Behebung der ab irato geiatzten Beschkäsie appcll eie ch hierd rh an die Führer des Zentraloereines, so schleunig wie möglich eine Hauptversammlung ernzuberufen und dieser die letzten Brschlüsse des Hauptvorstandes zu unterbreiten, da m f ihnen ohnehin der Kompetenz der Hauptversammlung vorg?gr.'ffen worden ist und da ganz zweifellos Tausende von Mitgliedern des Zentralvereines diese Beschlüsse nicht billigen. Auch erscheint es aus mancherlei Gründen zweck-. ‘ ncässig. datz der derzeitige Hauptoorstand des Zentralvereines sch in seiner Gesamtheii emer Neuwahl unterzieht. So wie die Dinge jetzt lie>„. können sie nicht weitergehen. Tas deusiche Judentum wftd umtost von den Wogen des schamlosesten Antisemitismus. An den Grenzen stehen ungezählte Ostjuden voller Verzweiflung: nicht weit von Deutschland werden Hunderttausende von Juden in barbarischer Weise niedergemetzelt: — in Palästina befindet sich eine Möglichkeit, di: Judenirage. wenn auch vielleicht nur zu einem kleinen Teil, einer gewissen Lösung en^.ege zu'ühren; die jüdische Jugend ist erfüllt von tiesi'ter Sehnsucht nach Beend'gung des Partechaders, nach neuem Menschentum und nach wahrhaftem Judentum: And in hicscr Stunde zankt man sich in Berlin unter den sogenannten Führern um den alten Zank! Vom praltischen gionismus. Piudrücke eines Amerikamcs vom Paiastmawnc.) „Chicago Tally News", ein antizionistksches amerikaniiches Organ, entsandte vor kurzem seinen Mitarbeiter Hiranr K. Moderwelk nach Palästina, um eine Anzahl von Berichten über dieses Land zu schreiben. Dem Berichterstatter der „Chicago Daily News" ging es ähnlich wie zuvor dem Vertreter der „Morning Post". Er kam. um zu tadeln, und als er drr Zustände sah. lobte er. Noch sein erster Artikel, der nach der Landung in Haifa und nach Beivrechungen mit ara- -lnschen Opponenten geschrieben würbe, war antizionistisch- Dann aber wandelt sich der Ton seiner Berichte völlig. Der vierte Bericht gibt das folgende Bild über dis Grundlagen des Siedlungswcrkes. wobei besonders auf die intereisanten Schlusswendungen hingewieien sei. Moderwell schreibt: Für viele Jahre wird der praktische Ziomsinus gerade anstrengende körperliche Arbeit bedeuten. Tie Idee, dass die Zionisten nur zuzugreifen brauchen, um die golvcne Ernte zu bergen,, vergeht in dem Augenblick, wo man das Land näher betrachtet. Palästina bringt es zwar momentan fertig, etwa drei Mertel Millionen Menschech meist Araber, zu ernähren, deren Bedürfnisse gering sind. Aebrigens hat es sie seit dem Kriege nickst einmal vollständig ernährt, denn die Handelsbilanz Palästinas ist völl g paj,iv. 'Zwei Drittel oder drei Mertel des Landes bestehen aus steinigen Hügeln. >-Der Rest — so die Ebene am Mittelmeer uno das Jordantal — ist wohl fruchtbar, aber zur Zeit im Stadium der Erschöpfung. Tie Frubtbvrkert des Bodens kann aber erheblich vergrötzert werden durch die Anwendung wiifenschaMcher. Methoden, durch künstliche Düngung, Bewässerung. Wechselwirtjchast, Aufforstung (zur Befeuch'unz des Landest, sowie durch die Hinzuziehung neuen Bodens nach vorheriger Drainage. Bewässerung. Tenajsierung, Ausrodung von Steinen ukw. Jede: Zollbreit muss ausgenutzt werden, wenn nicht für die Landwirtschaft, dann für Obstbäume, oder Nutzholzanlagen, und wenn nicht für Bäume, dann für Viehweiden, auf den steilsten Abwiegen für Ziegen. Wenn Palästina so bis zum Aeussersten erstwickelt wird, kann es landwirtschaftlich noch 2 oder sogar 3 Millionen Menschen ernähren. Einwanderer, die über diese Zahl hinauszehcn. nrüssen sich gewerblich und industriell ernähren. Hierzu ist es nötig, die Transx ortmöglichkestsn, Landwegs und Ei enbahnen, auszubauen, die Häfen zu entwickeln und elektrische Kraftanlagen zu schaffen. Es Gefahr, mit all ihren Dewohnem und ihrem Inventar vollständig vernichtet zu werden. 'Sie rufen um Hilfe. Der Hilferuf verbreite: sich in Judäa, und Freiwillige marschieren Sen Norden. Die Arbeiter vergekjen alle Differenzen und Spaltungen, nie find bereit, unsere nördlichen Positionen zu schützen. < Während dreier Monate verteidigten sich die zirka 100 Menschen, dir in den 4 Kolonien zerstreut sind, gegrn die feindlich: Ueiermachr. Indes lässt man die Pflüge nicht verrosten; man arbeitet und ackert, man ackert und arbeitet. Zwei Leute sind bereits beim Pflügen gefallen, die Lage spitzt sich zu. Unter den Beduinen tauchen auch Offiziere Faisnls auf; der Krieg gewinnt ein organf,irrtet, Aussehen, und die Gefahr wächst. Aber man verlässt seinen Posten nicht. Man braucht «nch Hier seins gewisse Organisation, man »cuss eine Schutztruppe bilden, dir ordnunge- »mtzig und methodisch kämpft, die die Ehre des Bodens beschützt. Man braucht einen Mhrer. Trumpewvr nimmt den Ruf an. Er gürtet von neuen: das Schwert unr und rieht nach Nordgalsiäa. Bei seiner Ankunft «ganisiert er die 8e&im reist t; in ei.rßjn« weist emem JH» .RvW'Mst«, m Am 11. Adar aber kam. was kommen musste. Der Teufel hatte seine Hand im Sp'el. Ein arabischer Schuft, der Schul eines benachbarten Dorfes, welcher sich während der ganzen Zeit durchaus judenfreundlich gebärdet hatte, nah-m plötzlich an dem Uufnlhr teil, und e's gelang ihm, mit List ün den Hof von Tel Chai cinzudringrn. Tel Chak war gut befestigt und bewaf.net, jedoch nicht gegen einen inneren Feind. Und als Uz Kampf auf den Hof verlegt wurde, sahm ' sich die verschiedenen Wachen vom Feinde übernunpelt. Trumpeldvr, der Anführer, wich nEt zurück. Er überschritt den Hof. um den verschiedenen Gruppen Befehle zu erie l w. »»nd wurde sogleich von einer feindlichen KugT aus denc Hinterhalt getroffen. „Nitschcwa". rief er und wandte feine Brust gegen die, Araber, „trefft noch einmal, und noch einmas." Noch während einiger Stunden behielt er des Kommando und wies seine Gefährten an. wie seine schweren Wunden behandelt werden müssten. Den ganzen Tag über lag er. schwer leidend, an der Schwelle des Gebäudes und verZ^M aufmerksam den Verlauf des Kampfes. Wtx&as Ringen nach ich und man unter den Kameraden 5 To«, darunter M»' junge Mädchen fand. LMossen di« sHeeciIe&eTüfcR, -.Li, z dem es nicdergebrannt war. und sich mir Trumpeldvr und den Toten nach Kmr Giladi zu begeben, welches stärker besfestigt war. Unter dem ^Schutze der Nacht trugen ihn die Gefährten auf ihren Schustern unter denr Feuer der feindlichen Kugeln nach Kfar G: ladi. Schon verliehen ihn di: Kräfte. Aus dem Wege wendete er dien Kopf zu den Kameraden und murmelte in seinem gelieb:en Hebräisch: „Es macht nichts, es tu: gut. für unser Land zu sterben!" Eri kam nicht mehr lebend nach Kfar Giladi. Arc der nördlichen Ererhe Eeez Israels liegen zsvei Gräber, jedes Monumentes bar. Das eine umschsietzt die Ueberrcste der beiden jungen Mädchen, das andere die Trump.!- dors und seiner drei Kameraden. Aber wir haben heute ln Palästina eine einige und eia- 'gige Arbeiterorganisation, an de ert ©djö fu a dw Schüler Trumpeldors. die Erben jein-r Ideen, den grötzten Ameil haben. „Das Neue PaWina" nennt sich ein monatlich einmal ersch:ineude'> Mit.eilnnasblatt, welches Nachrichten, B».rt.-e (Ti a* .....« i,^j i tf" ** könnten allmählich in dem Masse, rsi: Kapi» tal und technische Fähigkeiten^ ins Land c;„* strömen, die folgenden Industrien entstehen, wenn man elektrische Kraft vom Jordant«! sowie einheimische Rohstoffe, d e entweder schon vorhanden oder doch entwicklungsfähig fino» benutzt: Mchlmühien, Erzeugung von Pflanzenöl, Zuckerrafsinerren, §chvro!adeMabriken, Weineczeugung, verschiedenartige Verwertung von Nutzhölzern, Papiererzeugung. Tertist waren. Gerbereien. Äie Herstellung von Bcur^ Materialien, Glas und chemischen Produktmu Ferner in llcmerem Massstab, aber nickst weniger wichtig: Alle Arten des Handwerks» wie "Möbeltischlerei. Holzschnitzerei, Ahrmachcrei. Druckerei, Handrveberci und Smn« nerei, Herstellung von Konservenbüchsen ufw. Viele dieser Arbeiten würden den lokalen Bedürfnissen abhelfen und die jetzt ungünstige Handelsbilanz entlasten^ viele würden als Erportartikel Nutzen bringen- Es. ist unmöglich, die Ausdehnungsfähigkeit dieser industriellen Möglichkeiten abzuschätzcn, aber man kann wohl sagen, dass weitere 2 bis 3 Millionen Menschen sich durch diese Industrien ernähren können. Schliesslich wird vorgcschlägen, dass eine Eisenbahn vom Haifaer Hafen direkt durch die Müste nach Mesopotam-en angelegt werden lolle, sowie Pipelines zum Transport des mesopotamischcn Deles nach dem Mittelländischen Meer. Tieß würde Palästina größere Bedeutung im Handelsverkehr g-dn. Alle diese Pläne stehen auf den Programu>en entweder der Regierung oder der Zionistich n Kommission, welche in bezug auf die grossen Umrisse der Polckik harmonisch zesamMenarbeten. Aber sie erfordern Arbeit aus jcdenr Zollbreir Weges. Das Land kann nicht einen einzigen weiteren Einwanderer ernähren, weinr dieser nicht durch seiner Hände Arbeit es dazu instand setzt. Der. Zionismus muh llch sein Leben verdienen. Wenn er es nicht tut. mutz er Hungers sterben. Niemand, am wenigsten die ainerikanischen Zionisten, von denen 80 Prozent aller Spenden staium.-n. haben die Absicht, den zionistischen Einwanderer aus Barmherzigkeit zu unterstützen. Wohltätigkeit siegt nicht im Programm oer Zionisten, welche missfälsig auf die seit langem bestehenden Almosensonds .blicken, von denen viele palästinensische Juden durch ihre glücklicheren Brüder autzerhalb des Laubes erhallen werden. Die Einwanderung, welche sich jetzt aas einige 30.000 Seelen pro Jahr beschränkt, -darf mir in dem Masse vcrgrösscrt werden, wir di: Zionisten zur vermehrten Leistungsfähigkeit Palästinas beitragen. Das eiserne Gesetz des Verhungerns wird den zionisti chen Pionier verhindern, ein Müssigzüngcr zu werde>r. Als ich nach Palästina kam. erwartete ick dort einen Zustand religiöser Erstaie zu finden. Tie Erstase nmtz vorhanden sein, denn was könnte sonst die Menschen veranlassen, hinüberzugehen und zu versuchen, aus crnenr Stück Felsen eine Farm zu machen- Aber die allgenieine Atmocharc ist eher die einer wissenschaftlichen Kalkulation. Di: Fühler chen keine Gedichte und ergehen sich nicht in Prophezeihungen: sie rechnen mit Prozenie,' und mit Pflügen. Jene tausende von junger, Leuten, welche aus den kahlen Abhänze.lt Steine brechm, müssen träumen und Visionen schauen, um durchzuhalten: es ist aber gut, datz die Führer augenblicklich den Zionismus als eine Frage der Unterkunft, der Fruchtbannachung und der bl ktrisii t:i g tir trachten." Md Silber _ tws Palästina bringt und' vom Abteilung für Zeniraleaio--- ~ -.BÄMr-MMttzMchM. Wkid. J& lftU Pep sönlichkciten. die bisher den Palästina-Bestrv bungen ferner standen, mit der EntwicklunL des Landes vertraut machen und f'e dafür in« tercsiieren. Es wird gebeten. Ad:essen ''onistischei Per önl chke te r ix Deutschland b: , ioMischen Vereinigung für Deurschland. Berlin W. 15 Sachs schestra' e 8. ode. auch dem Ke e i Haj-iiod, Ze.tral: fü. Demschland. Be sin W 15 Sächs,scherst ratze 8, »ntzu-eilen. Tie Zusendune des Blakes erfolgt cinstwecken koümlos. 4i;« „Ewer Elättcr der vereinigten Berlagsanstatten Ich bischer Verlag (Welt Verlag tost-nies z-l h«, z.chen durch die „Lwer^ G so lschaf für Buch und Kunsthandel m. b. y>., B ihn NW r{ Tvrotheenst atze 35. In Hali: des Apr^l Leb tes Atar Brod. Adolf <rch:e.der, Juli uz Herlbrunn. Die Ehagigal: in Rechoboi, Abraham Ihn Esr-u. Buch der Ein. helt. Georg Man n. Zu Mcnachem Biri-b lums Hedw i, Caspari. Salvino, Vlbfall Amworten auf Brie.e aus dem kew. B i b l i o Z r a p h j e: I. -tteucsi« irr atCil 'o!'s'^tne Litermuc. Kuujrbe läge:

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