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Jüdisches Volksblatt · 1921-05-03 · 32 (3.5.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
32 (3.5.1921)
Date
1921-05-03
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Veite 2 •Cfenstas jüdisches Bolksblat. 3. Ma. 'Nr. 32 V j . Tiefe Befchlüs e von Buffalo bed:ur-tn >einen eklatanten Tis'ti-Icribruch geg nüber b r Weltorganiiglion, bedeu.een n-cht eie. anderes. als datz die amcri-anischen Zionist'? sich -.selbständig machten." Tie E. ekunve d.r Wesivrganrsation in London vermied es aber, den Schritt der Amerikaner als das zu ke.eichnen, was er war, und bemühte sich durch diplo- «rat'.fche Verhandlungen, ohne die amrcika n- Men Führer vor den Ko^f zu stotzen, das -Prestige der Weh Organisation zu retten. 3ie begegnete dem Widerstand eines Teiles der amerikanischen Zionisten, die behaupt tem sie seien die Mehrheit, die Beschlüsse vo! Buffalo seien illegal, Schonung irgendwelcher Eitelkeiten sei nicht am Platze, die amerikanischen Wihrer hätten kein Be.stündnis füe das Tanken der breiten Volksmassen, sie mühten, wenn nicht anders« so mir Gewalt hinweggefegt werden. sei unfair, schwere Ankläger zu erheben, ohne sie durch Beweise zu erhärt.n: es sei unf-llt, de Abst m.neng über ein 29 ge ru 1: Seiten umfassendes Schrftstück in all_r ullle;u verlangen, das man den Mllglledern erst unmittelbar vor der Sitzung zugänglich gemacht habe. Trotz dieses Protestes wurde der Entwurf-» Macks m.t 14 gegen zchn Stimme r angenommen. Ohne das; ein Bechlutz darüber grfaft worden wäre, wurde de: Entwurf so wie auch das Memorandum, welches in der S tzung cls nichioDsiziell erklärt worden war, veröffentlicht und verbreitet. Gegen diese Handlungsweise erhoben bann die zehn Mitglied r der Mir>)- riiät öffentlich Protest. Während die Könige streiten und die Myrnndonen im Zelte grollen, tobt Hektar im Blachfelde. Tie Einwanderung nach Pa-ällna aus den osteuropäischen Ländern stieg di' Ärbeitslos'glieil in Palästina w:ch;, der Aufbau forderte dringender und dringender gro e Mittel: Amerika stritt über donat-ons und invsstmcnts und schickte kein Geld. Tie Londo ner Exekutive mach,« ein Experiment. Tie sandte Tr. Schmarja Lewin nach Kanada. Lewin' gewann die kanadischen Aon sten im Sturme für den Keren Haje sod. Tie ame„ikanischen Zionisten, die Lewin se t den Kriegsfahren kennen und schwärmen ch ver hren bstürmten ihre Exekutive in New Jork, tan einzuladen. Lewrn erhielt die Einladung, gi.ig im Jänner nach U. S. A. und verhanoelro mft den dort'gen Führern. Es wurde ihn bald klar, datz eine Entscheidung notwendig sei. und um diese Entscheidung herbeizusühren, verlangte er die Amerikafahrt der Exekutive. Se wurde Ende März ins Werk gesetzt. Weizmcmn gewann für die Fahrt — ein unge.euer beredsames Zeichen für die moralische Stä-te unserer Bewegung — den berühmtesten Gelehrten der Gegenwart, Professor Einste,n. Ter Empfang, der We zmann und se ne.r Begleitern in Newyork bereitet wurde, war enthusiastisch über alle Matzen, wahrhaft königlich. New dark war auf den Beinen, der Bürgermeister sandte sein Boot, um die Gäste vom Dampfer abzuholen (das Boot mutzre warten, bis der Sabbat zu Ende war), der Präsident der Bereinigten Staaten erbat Weizmanns Besuch. Empfang.', Be rützunen, Bankeve — viele Reden, unter denen nur jene der vfftziellen Führer der amerikanischen Zionisten fehlten. Während Weizmann zwischen England und Amerika ztt Schiffe war. hatte sich in New Aork folgendes abgespielt: Ter Vorsitzende der Zion stischen Organisation Ameri as Ri - ter Mack, berief die amerikanisch; Er ei nt we und verlangte Richtlinien für die Verhandlungen mit Weizmann. Er selbst unterbreite t d t Sitzung zwei Schriftstücke, einen „Entwurf" und ein „Memorandum". Ter Abstimmung unterbreitete er bloß den Entwurf. In beiden Schr flstücken waren heftige Angriffe, vor ällem gegen das Tirekcorium des Keren Hajessod in London, enthalten, vhne datz eine Begrüßung beigefügt gewesen wäre. Tie Angriffe sind, wie das Direktorium des Kerep Hajesfod erklärt hat, sämtlich unberechtigt. Wn Teil der Erekutivmitgiieder protestiere g - gen Macks Haltung. Es ser unfair, wenige Tage vor Weizmanns Ankunft d'e Mitglieder der Amerikanischen Erekutire zur Abstimmung über eine Sache zu zwingen, die erst nach Weizmanns Ankunft endgültig geklärt werden könnte; es Als Wcizman in New Dort ankam, habe er alio nicht mehr zu «irische den: Krieg oder Frieden: die Schlacht war entbrannt. Und in d'e er Schlach standen er Mich bt jüdischen Massen Amerikas forpic eine Anzahl l edeutender Pern.nl chk i e > auf Leiten der Oppffit on, auf Seiten des Keren Haj.ssod, auf Seiftit der Londoner Exekutive. Weizmanns Haftung konnte nicht zweifelhaft sein. Er trat in Besprechungen mir Richter Mack, der siinerseits an den Beschlüssen von Buffalo mit Zähigkeit festhielt. Tie einzige Konzession, die er machte, war die Anerkennung des Maasserprinzips für den Cpendenfonds Keren Hajessod. Weizmann mutzte ablehnen, ein lrtzt-r Versuch unter v er Augen scheiterte und Weizmann entschloß sich, die Erekullve der zionistischen Organisation Ainerilas links liegen zu las en, o?rö.f»atlchft s lbständ'g einen Aufruf an die amerikanischen Juden und bildete ein unabhängiges Komirs: für di- Keren Hajcssod-Akb'on in Amerika. An der Suche dieies Komitees steht eine hochanges hsn? P:rl'ö l chke t de. amerilanische ■ ^u entu s Als lehrre'ch sei n .chgetr. en, datz die Hauptb «schuld ging Macks geg n da; Dir», orinm des Keren Hajesfod d.h.n ging, das T i rektorium treibe Sea.atismus, wol.e si.h von der Exekutive der Zivnisbi;ä-'n Organisation ünabhäng g machen und j ch ver wi-ei. TuS ist ungefähr das, was man ui.t Rech: der Executive der ammkanischen Zionisten mit Richer Mack an der Spitze vorwer'en kann. Was den Vorwurf gegen das Direktorium des Kerdn Hajessod anlangt, so liegt die Sache so: K'reu Hajessod ist keine zionistische 'Parteiinstjtutivk, ist aber von Zionisten geschaffen und hau bisher nahezu nur Beträge von Zionisten erhalten. Diesem Zp stand ist dadurch Rechnung ge ra^en, datz nach den am 23. März 1321 reglfirieOen provisorischen Statuten des Keren Hajesfod, Artikel 5. die Exekutive der Zionistischen Organisation berechigt ist, die Mitgliedr des Direktoriums und insbesondere den geschaftosü - renden Leiter desielben zu ernennen und abzuberulen. Das Direktorium rrrtritt dir Anschauung. datz in dem noch auszua-rbeitenyrn endgültigen Salut des Keren Hajesfod o r Weg gesunden werden mutz, um bei Wahrung der Rechte der Zionistischen Organisation (die ja im Mandatsvertrag für Palästina als die 'Vertretung des jüdischen Volkes anerkannt ist. die Möglichkeit gesicherter Mitarbeiter! nichrzionistischer Kreis; zu schaffen. Die nächsten Wochen werden in Amerika entscheidende Ereignisse für die -Zionistische Weltorganisation 'bringen. 'Anfangs Juli soll eine Vollsitzung des Großen Aktionskonritees stattfinden, bis dah'n muh Weizmann aus Amerika zurück fein. Bis dahin muh sich entschieden haben, wenn die amerikanischen Ziomsten, wem di« amerikanischen Juden folget wollen: We zmann oder Mack. Wir wollen uns von Prophezeiungen zmückhalten. Angrhaltenen Atems lauschen wir den Berichten, die von Westen kommen. Lestlicher Kriegsschauplatz: Am 23. Januar 1921 wurde in Berlin die Ee amtorga' nisation der deutschen Juden geschaffen, di: Plattform, an deren Errichtung fest Jahre: gearbeite., gegen deren Zustandekommen von vielen Seiten angelän.pft, an deren Möglichkeit ge-weifelt und die doch von allen positiv ger ch e en Cl me t n cm deu schen Ju ntum e sehnt worden war. Das dewsche Judentum, an Zahl nicht viel stärker als das der Tsäechostowakei. ist diesem doch unendlich überlegen, durch seine trotz tiefgeh rnder religiös r Epa:- tung einheitliche kulturell; Färbung, durch die eineinhalb Jahrhunderte lange Schulung im politisckjen Kampfe, durch das Bstspie! einer Un-weit, deren stärk e Eig nsch ft d e Fähig eit der Organisation ist. Die Ahimilatron de: a'- s milierte.r Spi en de d uische Juden ums .st t ftarier als die .rgen.c'e che. <ci zste.schcin nüen^ in unserem Lande und doch hat sie me oie tiefe Elerchgültigkeit jüdischen Dingen gegenüber hervorgebracht, durch die bei uns auch viele jener Menschen charakterisiert sind, die sich selbst gute uden nennen. Und die d-utfchen Juden lesen, sie lesen alles w s erscheint, sie lesen mit Unell sie lernen, sie können auch umlernen. Nirendgs war der 'Zionismus so genötigt auf der Höhr zu sein wie in Deutschland. Wenn bet uns all: jüdi chen OrgrniAtisnen mir Ausnahme d?r zionistische:, und nfolgedessen in gewissim Motze auch die Non"' stische, etwas Loses, Zerfahrenes, selbst für ihre Anhänger Unverbindliches haben wenn jede Organisation mehr oder weniger buch stäblich aus vier oder fünf Führern besteht, di« sich auf ihre Gefolgschaft nur so lange verlassen können, als sie von ihr nichts resta"- gen — gab es in Deutschland schon vor dem Entstehen der z'onistischen Orgamsat on starie zudische Verbände, die ein reiches Eigenleben führten. Ter Zionismus schied dann die Geister. die andern Organisationen lebten ideologisch seit Jahren zum glotzen Teste vom Kampf gegen den Zionismus. Mit solchen Gegnern zu kämpfen ist schurr, aber ehrenvoll. Und „Verband nationaldeutscher Juden" als KampforganifaÄon gegen den Zemralverrin. dem er vorwarf, in nationaler Beziehung nicht genügend zuverlässig zu lein (der Zcwtralverein setzt sich für die ostjadischm Fluchtsinge in Deutschland ein. Dr. Naumann for, dert ihre Abschiebung und Sperrung der .Grenzen gegen ostjüdfche Eimvandere). U.lleicht durch Naumanns Theaterdonner eingeschüchtert, nahm der Hauptvo.stand des Zen». rralvereins am 10. A^rft eine scharfe antft palästinensische Resolution an. Gegen diese Resolution waren fast alb geistigen Führer des Zentralvereines, von denen einige gleich nachher ihre Stellen niederlegten. In einer groben Versammlung in Dresden hielt Dr. Arfel am 12. April eine Rede, die an anderer Stelle, dieses Blattes abgedruckt ist und die den ganzen Konffib wie im Blitzlicht zeigt. Ter Kampf ist im Gange: der Kampf vischen nichttzionistischen Führern, die die Zukunft des jüdischen Dok es wollen, die dir ungeheure Bedeuv.mg Palast nas erkennen — und der Trägheit der Mas e. die ihnen bisher Gefolgschaft leistete. Wir wollen nicht prophezeien: aber mit Spannung sehen wix einen Kampf sich abspielen, der nicht nur für Deutschland, der für alle Länder jüdischer Siedlung große Bedeutung hat. * Unsere Jugend liebt, auf Positik und Dinae der Organisation hochmü.ig l-embzuseben.^ Sie wird den Käufen, von denen ich hier spreche, die hoh! Bedeutung nicht zubllligen. die ich in ihnen finde. Ihr sei gesagt: Große Worte sind nicht große Dsng«. Große Känlpfe vergehen sich vfL fast immer, in klein: Anlässe. Einem turziichtigen Beschauer ist der trojanische Krieg .ein Streit um ein liederliches Weib, ist der vierjährig^ europäische Krieg, den wir miterlebten, entfesselt durch den Wunsch Oester.eichs, an einer EerichtsverhandlunL in Belgrad mitzuwlrken. Die Kämpfe, die heute im Judentum gekämpft werden, sind nicht Kämpfe um Keren Hajessolche- Kampf erhöht die Kräfte aller Kämvsod. Kämpfe um donatlons und investments^ senden. Jüdische Gegenwartspolitik in dem Sinne wie bei uns gibt es in Deutschland ni '/t. Was dort unter nationaler oder nichtnalion ller Gegenwartspolitik vestta llen wird, i , Pol tik Kämpfe zwischen Weizmann und Mack: es ist ber Kampf zwischen Miller, und Träghe t, Zwischen Revolution und Eeschehenlassen. zwo scheu Zukunft und Gegenwart, zwischen Hofs« nach Innen, haaptfächlch in der jüdishen Ge nung und Resignatioiü Dieser Kampf bringt meinde. Auf diesem Eebleie gibt es keinen Au:-! uns vorwärts, in diesem Kamps siegt dis gleich zwischen Zionisten und Nichdstonisten. na- Hoffnung und wenn sie noch so oft besivgr twnalen Juden und deutschen Juden. Tie! würde. Und besiegt ist sie nur in dem. der Plattform bot sich im Palästinagedanken. Im nicht sieht, datz sie hier im Kampe steht. Gedanken des Aufbaues der jüdischen Heimstätte in Palästina fanden sich die Zionistische Vereinigung für Deutschland, der Zmftalverem der deutschen Staatsbüüger jüdischen Glaubens, der Hisisverein der deutschen Juden, der neutrale Verband der jüdischm Jugendoerein«. Die Einigung wurde erreichst, die Führer des liberalen Judmtüms in Deutschland, Paul Nathan, Rabbiner Dr. Baeck, Professor Dr. Kallscher, Dr. Apfel tra e« Tr die Mitarbeit aller Juden am Palastinaaufbau, für die Mitarbeit am Keren Hajessod em. Natürlich gab es Leute, denen die Enrigung mitzfiel. Tr. Jacob aus Dortmund veröffentlichte Artikel im Hamburger „2sr. Famisienblatr", worin er sich zu der ungeheuerlichen Behauptung verstieg, eine Geldsammlung für Palästina bedeute eine „Verschiebung" deutschen Geldes nach England. Eh, eher unter komischem Gesichtswinkel zu Tr. Hugo HerlMLnn.! Die deutsche« Jude« und Palästfna. Wie wir an anderer Stelle miftrilen. fand am 12. April in Dresden eine Versammlung! des jüdischen Jugendbündes statt, in der der Vorsitzende des Bundes Doktor Apfel über „Gesamtorganis^tion und Pahzstinaftage" sprach. Diese Rede bekontnrt besonderes Interests dadurch, daß sie ünie: dem unillittelbaren Eindnrck der Zcntraloerein^- tagung gehalten wurde. T-r. Apfel, der ebenso wie Frl. Cora Berliner aus bent Vorstand des Zentralvereines ausgefchiedeni ist, fegte u. a. folgendes: Sekten ist ein; Kunde mit so tiefer Bewegung von den deutschen Juden ansg:n»m« men worden, wie die Botschaft, die am 23. Jänner 1921 aus dem Berliner Lpgentempel hinausgesandt wurde: Tie deutschen Juwertendes Ereignis wirkte in derselben Rich-I den haben sich zu einer Gesainstorg-ünisatton tung. Dr. Max Naumann begründete einen! zum ersten Versuch der Herstellung einer dringlichkeft? Es ist vergeblich, ihnen Treue zu halteu.Hei es als Mitkämpfer, ftr es als Mitbürger. Sie sagen: er Ist der Proteus, er kann eben alles. Es ist vergeblich. ihnen zu hsrfech Sklavenketten von oen Gliedern zu streifen. Sie sagen: er wk.d seinen Profil schon dabei gemacht hab:n. Es ist vergeblich, das Gift zu entgiften. Sie brauen frisches. Es ist vergeblich, für sie zit leben und für sie zu sterbrü. Sie sagen: Er ist ein Jude. In den verzweifelten Tagen meiner Münchener Not batte ick» die wunderliche Gew^hsthetit, jeden Morgen zum Kirchhof zu wandern und hie in der Leichenkammer zur Schau gestelt en ^Tolen zu betrachten. 2ch wurde dvs Anblicks nicht müde. Die wächsernen Ststn«n. Augen und Lippen sprachen zur mir: es kan; «<ir vor, als se'en es im Grunde lauter Gemordete, irgendwie durch Mibve.ständn^; »nb überflüssige Leiden Gemordete. Sie erwachten mir bisweilen mysteriös und drängt.in sich in meine Träume. Wenn ich nicht mehr aus und ein wußte, trieb michdie Sinnes-- vcrwirrung und -veftinsterung zu ihnen, ulb ich klagte die Lebendigen b-i ihnen an. So ist mir auch heute oft. Es ist mir, als wäre nur bei den Toten Eerechtigle:«: M Lndea. .oeaen die . Lebenden. ‘tJ* Deor n was die se tun, ist ganz und gar unerträglich." Ten einzigen Schrift, der aus diese:-« Dilemma herausgeführr. de» Schrift zunr vollen, ganzen, befreienden Judentum, hat Wassermann nicht zu tun vermocht. Tie deutsche Assimilation war zu stark, der Zionismus ist für Wassermann zu spät gekommen. Unsere junge Generation hat es nicht mehr ttöüg, den Wasjermanttjchen Verzweiflungskampf noch einmal» zu fechten: sie ist in der glücklichen Lage, jener Problemsstellimg. die Wassermann nicht bewäl igen konnte, auszuroeräen. und ihr Leben voll ernem großen Ziele zuzuwenden: Ihr Judentum zur alleinherschenden Niacht des Lebens ztt «rlzeben. E. M. (Jüd. Rundschau.). Trumpeldors Sude. Ein Jahr nach Tel Chai. Von Baruch Ben Je hu da. „Hanknmh", das Blatt der Mgischen äimnstc», veröffentlicht nach einem hebräischen Manuskript des Vaturfs Ben Jehuoa eineil Ecmncruiigsarttfel an Trumpeldvr, dem wir den folgenden Schluß entnehmen. Ans Tel llhar und Jerusalen, folgte, vor ernem Jahr, am 24. Aprrl 1820, San Nemo. (Z. K.) Trumpeldvr war in sein Land rurückaeftwmlen. - Wie -Land er es Die öffentliche West Erez Israels war inMischen mit theoretischen und iSonderkragen überfüllt. Es war die Zeit der K ündung der Achduth Haawvdah und ihres Kampfes mit dem Hapoel Hazair. Mrn verbrauchte alle Kraft und alie Energie in .Wortgefechten, und man häufte Berge von Kommentaren auf über den Unterschied zwischen „sozialem Zionismus" und „Arbriterzionismus ohne Ausbeuter und Uu gebeutete Der Streit griff auf alle Parteien über, und das Resultat war Hatz, Spaltung, Stillstand. Die wackere und einfache Seele Trumpeldors. wt'.rde nicht mit in diesen Taumel gezogen. Ist das der Weg der Arbeitr Kann man mit Hatz und Spül ung d?m großen Moment gegenübertreten? Kann man so den Boden für die große Einwanderung vorbereiten? Werden wir so die Arbeit des Volles tun können- Trumpeldor konstallerte, datz Palästina ihm nicht nur helfen müsse, den Boden für die Ankunft des Volkes vorrubereiten,. sondern datz es auch den Boden Herrichten ' müsse für diejenigen, welche lhn bereits bewohnen. Aber sein Mut sank nicht. ..Nitschewo". Wenn man, wie er, mit einer Hand zwei Maulesel zum Pflügen sühnen konnte, so wftd es auch MW gchen^ um .m kaifciö' ' wieder? wxL Leider Trumpeldor veröffentlicht im „Havork Hazair" seinen Artikel über di: „Einheit det Arbeit". Er verlangt die Beendigung der doppelten Arbeit, der doppelten Einwanoerungsbüros und der doppelten Arbeus.üros, deren Konkurrenz das wicklliche Ende bedeute. Er verlangt die Schaf,üng gemein'« samer Institutionen, den Zusammenschluß der palästinensischeit Arbeirep zu einem einigen aktiven Arbeitskörper, d«r kein anderes Ziel als das Volk und die Arbeit kennt. Dieser Artikel ruft einen Sturm hervor. Man bv« ginnt von neuem von Ein gung zu sprechen. Trumpeldor gründe: in Jaffa den Waaa Hechalutz, welcher in der Frage der p-a-ä^ine:»fischen Arbeiterschaft auf eine Einigung hinstrebt. Mir Hilfe der Chaluzim, seiner Arbeitsgefährten, propagiert er unter den Arbeitern die Idee der Einigung, und dies« Idee beginnt Früchte zu tragen. Aus dem Norden iouim. neue Botschaft. In Obergallläa, dem französ scheu Teile Palästinas, lehnen sich die Araber gegen die Okluvationsmachi auf. Die Beduinerbanven überschreiten die Grenzen,-sie rö ea ohitt Erbarmen jeden Christen, jeden Franz.sen und wenden sich auch gegen die jüdischen Sieo« lungen. Die vier Kolonien. Metullah. llhalMM. M M M«hi M v>

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