Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 31 (26.4.1921)
- Date
- 1921-04-26
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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„Jüdisches STcIfsBTatt" '25. Avril Seite S!»,?»- M.! "l> jj,„, 5,s.4«f^fewfc S .Ä.WWmJV’1*' mi*.30.0^SrUnb.l43^l Tiirkei^N" vfi °tn Mark iäöS KUflfn* <& lich ff&.?*$ ®°röfcn, «uÄäJ^. PM b-'s ZM esen würden H V); *?'?' "L»«-»-.»L HA m «Mdftim f b‘? Smiftifa Qm, %*fmt fflflft dabei L kennen ßrrir-- iii bet ^eutfen 3uben m-rde "0^iüaaMma, mtjr, m uielie; Weck tätig y.ife\n. T;tt >umant'ä;e und lar'ttiv; ZU r ÄK Äsen Parteien und könne eien atteitcn, ahn: mit iWndibe ZMere'sm wirft, in ftoit« i Welche pJsitische Form Kltz Men möge, die deutsch« I». und solle mich vergessen, das? e; würdiger Erinnerung und jedem sei und daß die Mitarbeit an AMühen eines jüdischen Pacht politisch und rechtlich gewüh? M eine; jeden Inden dleiber tcht3 LcbcnSlanf, lbert Einstein wurde im Jahre a. 2. als Sohn einer deutschmilie geboren. Er besuchte das in München und studierte von 0 Mathematik und Aysik an der i$Mh in fflriä} Sr f/atte nr> Wnd)t, Lehrer zu meckn, inzwischen hatte natumlisiernr - er einen Posten als Ingenieur Patentamt, Tie tzauptgedaulen- Tcheorim datieren aus jener l wurde er außerordentlicher Universität Zürich. Später wurde sicher Professor nach Prag debekleidete ec das gleiche Mt wsität Zürich, als er die M> Mi> Mdme der Wit- Iecka cche/t, der WM*® t werden. An Äerlm We er Memeinm Ketatiörtat»' "dm E/, p' I Instituts .-,*Ääw .* Ä »'7.' töipet, der n ■ - Cp(l n ,i »s< »“ff, erst cin®a : ,en die ww> Z-t gern f , tu lau.chtn ßato ii« '.eAS V* •fw»t > f-l ^aründeik ~w .Dcht e . mj 0*» ^, ml, T CM ' ’ He NM d>' L^e 0 "W 0»""' Margalli .... <*** * Ona M. 31 Dienstag für physikalische Forschungen der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft. Italien. Ernst Nathan gestorben. 1. P. Z. In Rom ist am 8. April Ernesto Na?han im Alter von 76 Jahren gestorben. Nathan, ein eingewandcrter englischer Jude, war vor ungefähr 30 Jahren italienischer Bürger geworden und bekleidete von 1899 bis 1905 und 1917 das Amt des Großmeisters der politischen Freimaurerei. Er war auch s. Zt. Bürgermeister von Rom. Als 70jähriger zog er 1915 als freiwilliger Offizier an die Front. Frankreich. Josef R ei nach. In Paris ist Josef Rein ach im Mer twn 65 Jahren (nicht 85, wie irrtümlich gemeldet) gestorben. Reinach wurde 1856 in Paris geboren und gehörte der bekannten Familie Reinach an, welche aus Frankfurt a. M. nach Frankreich eingewandert war. In frühen Jahren wandte sich Reinach der Politik zu und wurde einer der eifrigsten Anhänger Gambettas, der ihn auch >zu seinem Kabinettschef ernannte. Reinachs Politik war stets durch die Gegnerschaft gegen die Richtung Boulangers gekennzeichnet, der er auch als Publizist unentwegt Ausdruck verlieh. Er wurde wiederholt als Deputierter in die Kammer gewählt und hat eine Reibe historischer, literarischer. und politischer^ Werke herausgcgeben. Er war einer der ersten Vorkämpfer für Drei>- fuS' Unschuld und die Geschichte dieses Prozesses, welcher er sechs Bände widmete, hat rn ihm ihren Historiker gefunden. Reinach war der Bruder deS bekannten Olelchrten Salomon Reinach, dessen Tätigkeit im Präsidium der Alliance Jsraelite Universelle und dessen vehemente Gegnerschaft gegen die Arbeit des Zionismus allgemein bekannt ist. Auch Josef Reinach hat sich viel mit dein Judentuur beschäftigt und es zur Freude aller Antisemiten auf das Niveau eines totemistischen Merglanbens" herabdrstckerr ioollen. EuglüKd. M i s r a ch i. Am 3. April wurde in der großen Synagoge Eommcrcial Road in London ein Masseuurecting des Misrachi abgehalten. Rabbi Schwartz appellierte an die orthodoxen Juden, zur Keren Hajessod-Mtion bcizutrageu, damit der MiSrachi in den Stand gesetzt tvürde, den au ihn gestellten.Ansprüchen nachzukommen. B ardt T zzier e das Erzi h nrg'pro ramm des Misrachi in der Diaspora. Rabbi Wilner betonte die Wichtigkeit der Jugerrdbewegung. Leo Boß sagte, daß die neue Exekutive der Zion. Org. ohne Befragen des Misrachi ernannt worden sei. Er appellierte an die Orthodoxie, Schekel zu kaufen, um den Misrachi in die Lage zu setzen, auc nächsten Kongreß seine Beorderungen bez. Vertretung in der Zion. Kommission zur Geltung zu bringen. AAertta. Am e r i c a n P a l e st i n e C o m p a n n. 2. P. Z. — Auf einem am '20. März ifnt „Äewish Centre" stattgefundenen Banleti: wurde die Gründung einer Geselstchast zwecks Schaffung und Entwicklung verschiedener Industrien in Palästina bekanntgegÄen, der zweihundert der reichsten Newyorker Jv.den anarhö < tch und der bereits jetzt Me 1 Milk 'Toll, z r Verfügung stehen. Haupigründer dieser .»American Palestine Company" ist Doktor Benderli, der den ganzen P!gn gelegentlich (eines letzten Bruches in Palästina ausgearoeitet hat, sowie deren Präsident S. i'ainpert. 'Louis Marsh all, der Toastmaster dieses Bankettes rief mit seiner Rede großL Begeisterung hervor, in der er u. a. sagte, .Palästina sei unser Land und die Welt m iste sehen, daß es uns ernst damit war, als wir sagten, daß wir Palästina za hab n wün cht-m. 2n einem an Sanruel übrrsand eit slabel wird versichert, daß die American Palestme Company es auf sich nähme, zahlreiche, für das Land sehr nölige Industrien aufzubauen. Von Mond war ein Glückwunsch chreiben zur Gründung der erwähnten Eesellschast eingetrosfen. Pom Misrachi. I. P. I. — Im Verlaufe des saufenden Finanzjahres seit Mitt- Ditober bis Februar, wurden vom NUsrachi in Amerita an die Misrachiwclt-enstrale in Palästina 29,662 Dollar überwiesen. Außerdem, hat die Euarantee Trust Company in Newyork mtf Rechnung des Misrachi weitere 2000 Dollar nach Palästina überwiesen, die vom amerikanischen Micaacht in allernächster Zeitz wlederzue statien sind. Tie Suhvept on wurde größtenteils für die Erhaltung der rel gtäs^ nationalen Schulen in Palästina Verwendet. Weizmanüs Amerikareise. Die der „I. P. Z." bis Redaktionsschluß vorliegenden ainerikanischcn judychen Zeitungen, die bis zum 1. April reichen, sind voll der Berichte über die Vorbereitungen für den geplanten grandiosen Empfang zu Ehren der unter Führung Meizmannr stehenoen zionistischen Amerikadclegat on- Da von der offiziellen zionistischen Bürokratie, wie die zionistische Leitung der Fifth Avenue von den amerikanischen Zeitungen genannt wird, nicht viel zu erwarten war, hat fick unter Führung von Hartmann und Rosenblatt ein besonderes großes, sogenanntes Hundert omitee, gebildet, das fisderhafte Lordereitungen für den Empfang trifft. Auch Stadtpräsidcnt Hysan hat ein besonderes städtisches Komitee eingesetzt, dem auch viele Nichtsuden angehören, darunter auch der ehemalige Staatssekretär Polk, das den von der Stadt New Port als so'chcr veranstalteten Empfang im Rathaus möglichst feierlich gestalten soll. Wie aus den Berichten der einzelnen Distäkte ersichtlich ist, hat sich der jüd. Bevölkerung New Ports — aber zum Teil auch Amerikas — eine ungeheuere Begeisterung bemächtigt. Von dcm von der offiziellen Leitung für den 10. Avril anbrraumten offlzielle.r Ecnpfange spricht ja niemand, dageben sollen der Empfang im Hafen, wie auch alle späteren Festlichkeiten die Form von grandiosen Volkskundgebungen annehmen. Inzrischen geht die Auseinandersetzung mit der offiziellen Erekutive wegen der von Mack eingebrachten und mit 14 Stimmen bei 10 Stimmenenthaltungen angenommenen Grundlage der Verhandlungen mit Weizmann, re'p. die Zersetzung der Erekutive weiter. Zu den 10, gegen dieses Memorandum öffentlich protestierenden. Mitgliedern (ß „I. PstZ."133), ist Ab. Goldberg als 11. Errkutiomstglied bcigetretcn. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird Weizmann, getragen von der Dolksgunst der ams-ikmnschen jüdischen Massen, in der allgemeinen Stimmung in Amerika einen starken Rückhalt für die Durchsetzung seiner Prinzipien finden. Fast die gesamte jüdische Presse — und diese büZtc doch das Volksempfinden am besten wiacrspicgeln — nimmt für Weizmann Partei. Wie weitere Telegramme besagen, find .Weizmann, Ussischkin, Einstein und Doktor Molsinsohn — Zlatopolski soll erst später nochkommen, resp. seine AmerMfährt vorläufig überhaupt aufgegeben haben — aM Samstag Nachmittag, den 2 Aprll in New Bor? eingetroffen. Sie warteten das Sabbathende äb, da sie nützt am Samstag an Land gehen wallten, und wurden in einem vovl Bürgermeister besonders zur Ve flgung gestellten, sogenannten „Mayors-nläe.", der mit der amerikanischen und jüdischen Flagge versehen war. vom Schiffe abgeholl. Bei der Fahrt dur chdie Stadt harrt ihrer eine unübersehbare Meng« — m Bericht spricht sogar von 1 Mliion — von deck sie enthusiastisch aMamjcrt wurdckn. Auch die nichtjüdische Presse widmet der Delegation spaltenlangs Berichte und hebt die Bedeutlmg der Teilnahme Einsteins für die weitere Entwicklung des Zionismus hervor. Der Triunrphzug Weizmanns laste sich nutz mit dem Empfange Roosevelts nach seiner Rückkehr von Uganda vergleichen. Beim Emvfajtßc im Rathailse war die große Halle von biner vieltausendköpfigen Menge, Juden wie Nichtjuden, überfüllt, ebenso der große Park rings ums Stadthaus/wo Zehntauscnde, die keinen Einlaß in die City-Hall Mehr fanden, geduldig ausharrten. Ngch Vorstellung durch 2udge Rosenblalt. wurde die Dele.ation'von Stadtprä,ident Hylan und dem Attorney General Wykcnham begrüßt. Auch das Stadthaus war blau-weiß beflaggt. Im Hotel Commodore, wo Westnrann abgestiegen ist, wurde von den zionistischen Führern ein intimer Empfangsabend veranstaltet. Am 10. sollte sodann das von der offiziellen Leitung einberufene große zion. Begrüßungs- Cmeeting in der Metckopolitan-Oper stattfinden. während die vom Empfangskomite e organisierte große Bp.lskundgebung. dis für früher geplant war, für den 11. Wril verschoben wurde, nur alle nötigen Bockbeestungen in großem Maßstabe duGsühren zu können. Diese Volkskundgebung wird im Riesen-Armourfaale stattfinden. Von der Einryanderungsbilh 2. V. Z. Laut dem New Uorker „Vorwärts" iofi Präsident Haxding seinen nächsten Bekannten exfiärt haben, er werde sich bei seiner Partei bemühen, daß, sie neue Immigrationsbill nicht auf einer der ersten Sitzungen , des Kongrsstes zur Beratung gelange. Sie solle auf unbestimmte Zeit verschoben werden, ma jedenfalls sei es nach eins Frage von Monaten, bis dj.> Bill Ge'etzesk.aft erlange., werde. Glich iti hü« Haching erklärt, er .hätte den Außenstaatssskretär aufgefordert.- alle amerikanischen Vertreter in den Emigrationsländern anzuweisen, Emigranten, dir zu ihren Verwandten nach Amerika reisen, keine Schwier'gleiten zu bereiten. — Im Widerspruch zu dieser Meldung steht allerdings eine Aeußerung Johnsohns, des Vaters der Einwanderungsbeschränkungen im Repräsentantenhause, dir er nach einem Empfange bei Harbins. getan hat. wonach Harding für die ler Dillingham sei und daß' bald nach Eröffnung der außerordentlichen Sestion am 11. April die Bill Dillingham angenommen und die Einwanderung auf 3 Prozent beschränkt werden dürste. Baeran contra Be ran. Was ist denn los? Bruderzwist in Brünn? Nein! Androhung eines Streikes der Angestellten der Brunner Kultusgemeinde. Nun? Und Beran will nicht? Kann Beran nicht wollen, wenn Baeran will. Baeran ist Dr. Alois Baeran. Abgeordneter von Brünn, Obmann des Freien deutschen Mittelstandes, Listenführer der deutsch-demokratischen Freiheitspartei, Antisemit trotzdem. Beran hingegen ist nur Präsident der Brünner Kultusgemeinde, Mitglied der deutsch-demokrat. Freihcitspartei und heißt nicht Alois, sondern Sann. Alois kann doch Samin nicht hassen. Wie denn auch. Der ganze Ausschuß der Kultusgemeinde, sogar der verstärkte, ist doch deutsch bis auf '5 oder 6 Mitglieder, die gut jüdisch sind, er zählt doch sogar Häupter der deutsch-demokrat. Freiheitspartei zu. seinen Repräsentanten. Was aber nicht hindert, daß das „Brünner Montagsblatt", Aloisens Organ, diele deutsche Repräsentanz angreist. Es nennt die Kahalagewaltigen Brünns hartherzig, weil sie den Gemeindeangestellten weniger Monatslohn zahlen als ihren Fabrikangestellten an Wochenlohn. Aber da tat das „Montagsblatt" dem Herrn Präsidenten Beran Unrecht. Er ist ja nickst allein. Es sitzen, zumal im verstärkten Ausschuß, noch größere Fabrikanten, als er ist. Aber den verstärkten Ausschuß geht ja die ülehaltsregulierung nichts an, der hat nur die Wahlresorm durchzuführen. Wahlrcform? Wo? Ju Brünn natürlich. Denn, die gewählten Herren haben doch vor der Wahl in einem Aufrufe an ihre Wählerschaft so etwas, wie Wahlreform versprochen. Aber da diese Herren einer demokratischen Partei angehören, so wollen sie von einer menschenwürdigen Bezahlung ihrer Gemeindeangestellten nichts wissen, was denn auch! Menschosim und Domestiken haben zu schweigen, und allgemeines Wahlrecht gibt es auch nicht. Das wäre für eine demokratische Partei zu demokratisch, dann kämen am Ende lauter Zionisten in die Kultusstube und das wäre doch der Ruin der israelitischen Kultusgemeinde. Der Skandal muß schon, sehr groß geworden sein, wenn ein antiscmit. Blatt trotz Wahl- und Oualgemeinschaft .Herrn Sami Beran angreift. Wer es tat diesen Herren Unrecht, sie sind nicht hartherzig. Der Präsident sicherlich nicht. Der gibt auch für jüdische Sachen. Er ist leider zu gutherzig. Sein gutes Herz ist den Einflüssen seiner Ratgeber zu willfährig. Die anderen aber alle, alle sind sehr ehrenwerte Leute, sie haben ein Herz für deutsche Wahlgemcinschaften, ich meiiw ein gutes deutsches Herz. ' Sie alle wähnen als Deutsche geboren zu sein, und wollen als Deutsche sterbe,r. Sie alle unterstützen den deutschen Kulturvcrband, weinen über den deutschen Kulturraub, finanzieren das Deutsche Theater — aber jüdische Sachen! Nein, man kann sich doch damit nicht beschäftigen. Für jüdische Kultusangestellten Geld ausgebsn! Nein. Lieber die Schande tragen, im „Montagsblatt" angegriffen zu werden, lieber die deutsch-demokrat. Freiheits- Partei unterstützen und Herrn Dr. Mois Baeran wählen. Und ich wxtte, diese Herren werden noch einmal Dr. Alois Baeran zum Abgeordneten wählen, denn der Kowed ist größer einen Antisemiten gewählt zu haben, tvie ihn zu stürzen, schließlich tut man es doch nur im Hinblick auf deutsche „Belange." Man wählt ja nicht den Antisemiten Baeran, sondern den Deutschen Baeran, und da wird auch Beran nicht fehlen!... Sie haben eine Gewäre! * Ss Erez Zsrael. S Politisches. Iüdisch - arabischeBer ständigungS- K o n f L r e n z. Nach einer Meldung des „Tirnes" hat Emir' Abdullah geäußert, daß eine Konferenz führender arabischer und jüdischer Persönlichkeiten in Palästina nottueudig sei, u,n eine völlige Verständigung herdeizuführen. Dix Axaber würden dann wahrscheinlich feststellen, daß 'der Zionismus sie in keiner Weise bedrohe, wie dies häufig befürchtet werde. (ZK). Die Zukunft des Ost jordanlande s. Emir Abdullah, der mächtigste Scheik des Ostjordanlandes, ist nach einer Meldung der „Times" mit der palästinensischen Regierung in Verhandlungen getreten wegen endgültiger Regelung der Verhältnisse des Ostsordanlandes .Es soll eine zentrale starke Verwaltung eingesetzt werden. Deur Enrir Abdullah wird ein britischer Beamter, als Verbindungsmann üeigegeben werden. (ZK). Wirtschafttiches. Der palästinensische Handel im Februar. , Im Februar wurden in Palästina Güter im Werte von 400.000 äg. Pfund cingeführt, wogegen der Export nur 59.000 äg. Pfund betrug. Von den Haupteinfuhrländern entfielen 155.000 Pfund auf England, 64.000 auf Aegypten, 34.000 auf Indien, 25.000 auf Nordamerika, 26.000 auf Holland, 21.000 auf Italien und 15.000 auf Frankreich. Die wichtigsten Einfuhrgüter waren Kohle, Zucker und Baumwolle. (Z. K.). Deutsche Lieferungen von Fabrikeinrichtungen. Die zionistischen Industriellen Gutkind, Weiler und Kahen aus Riga erwarben, wie die „Standard" Industrie- und Baubedarf- Gesellschaft m. b. H. (Berlin) mitteilt, in Deutschland die Einrichtung einer Konfitürenfabrik, welche in Jaffa errichtet werden und die Herstellung von Fruchtmarmeladen, sowie von Schokolade, Karamels und die Verarbeitung von Mandeln ausführen soll. Es handelt sich um Motoren, Dynamos, Walz-, Mahl- und Schälapparate, Pressen usw. Unterhandlungen wegen Ankaufs der Einrichtung einer Zements fabrik sind im Gange. (Z. K.). Güterverkehr. Wie die.'.Palesfine Company HiramLjß." mitteilt, verläßt der Dampfer „Rovabella", ivelcher in Palästina anlegt, Hamburg am 20. April, und der Dampfer „Alexandria" Hatnbürg am 25. April. (Z. K.). Wiederbeginn der Konzessionser-« t e i l u n g e n. Im englischen Unterhause teilte Staatssekretär Amery auf eine Anfrage des Abgeordneten Leonhard Leyle mit, daß infolge der neuerlichen Verzögerung in der Ratifizierung des Friedens von Sevres die Erteilung von Konzessionen in Palästina zur Förderung der wirtschaftlichen Enttvicklung des Landes wieder ausgenommen werden, solle, soweit die Konzessionäre sich verpflichten, die MandatSbedingungen genau eiprzuhalten, und die Konzessionen nicht in Konflikt mit irgend welchen bereits bestehenden gerate,:. Nur solche Konzessionen, welche die Gewinnung und Verarbeitung von Oelen "und Mineralien betreffen, sollen nicht vor" dem formellen Inkrafttreten deS Friedens von Sevres erteilt werden. (Z. K.) Freigabe derGetreideauSfuhr. Infolge der sehr günstigen Erntcaussichten in Palästina hat die palästinensische Regierung sich entschlossen, die Ausfuhr von Weizen und Mehl nunmehr sreizugeben. (Z. K.). j Der Eisenbahnverkehr Haifa — Damaskus. Der Eisenbahnverkehr zwischen Haifa und Damaskus, der vor einigen Monaten durch den Ueberfall der Beduinen auf die Station Wadi Kel im Uarmuktal gestört worden war, ist nunurehr wieder freigegeben. Der Platz des Ucberfalls liegt auf französischen Gebiet; eine 'Sühne durch die französischen Behörden ist bisher nicht vorgeuomnien worden. Es steht zu hoffen, daß die Behörden nunmehr ernste Sicherheitsmaßregeln treffen werden. (Z. K.). Knltnrelles. Die Pläne für die Nniversität Jerusalem. Nach den bisherigen Pläneü soll die llniversität Jerusalem einerseits eine Fakultät für'jüdische und orientalische Wissenschaften (Philologie, Literatur, Geschichte, Recht, Ar-' chäologie, Religion und Philosophie) enthalten, welche sich vorwiegend mit der jüdischen aber auch mit der arabischen und sonstigen Wissenschaften befaßt. Diese Fakultät wird auch sogleich als Lehrinstitnt eingerichtet werden und sämtliche Grade verleihen. Ein Forschungsinstitut für die hebräische Sprache schließt sich an. Weiter sind ii« Angc gefaßt sur den Anfang reine Forschungsinstitute für j Phhpk, Chemie und Mikrobiologie. Eine! Schule für Rechts- und Staatswissenschast sott i der Universität angefügt werden. i