Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 31 (26.4.1921)
- Date
- 1921-04-26
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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M"-- Dtenstrg „JMsches VollksSIatf Tprst Nr. 31' >en P f* i5^ J ‘ -lerl [59; c ho^tm ftoir 5'‘: s fcen , j (ott kar- 1 tav. nn- ■ Ru 3e *!ön SZb not Sr '■ «Kjjf Sj teijp -Aeslerr I .„ iUT 1 U kLk «* fn ■l vis*« ein. Klf nh. SU “'.' v 1.; # N V tc V v r F r - ' * u ln, ■ r *■* L; ± i Kere« Hsjesfsd. (Fortsetzung von Seite 1. Fl, gestiegen. Davon entfallen 105.009 Fl, auf die Zeit nach dem 1. Iänn Portugal. Dr. Benzion, der Vertreter des Keren 5?ajcssod in Portugal, untröc zu forttmcn mit dem Präsidenten bc» dortigen KerenHajessob-Komileoi und dem Präsenten der Portugie sen ziarist scheu Föderation Be varu-s am N. Ävril vom Präsidenten der porkugiefi'chcn Nopub ik empfangen. Bulgarien. Tie Konferenz der ziorm fischen Funktionäre Bulgariens verpflichtete; sich in den nächsten Jahren für freu Keren Hajessod eine Mindcstsummc von 25 Millionen Leva zu sammeln. TaS Minimum eines Jahresbeitrages wurde auf 350 Leva festgesetzt. Das Maafferprinzip wird anerkannt. Ter ins Auge gef/ßte Betrag wurde gleichzeitig in engl, Pfund festgesetzt und soll bei etwa sinikender Währung in unveränderter Höhe in engl. Pfund gesammelt und abgeführt werden. Es wird ein Direktorium des Keren Hajessod für Bulgarien gebildet, bestehend aus 5 Zionisten und 3 Nichtzionisten. (Z. K.). j Diese Schenkung des berühmten Gelehrten ' tft eine göoße Bereicherung der jüdischen Natronalbibliothek. Tie umfangreiche Bücherei, von Popper-LynkeuS mit großer Liebe und Sachkenntnis von früher Jugend angelegt, enthält vorzüglich wissenschaftliche Werke, insbesondere au? den Disziplinen: Mathematik, Physik, Technik, Naturwissenschaft, namentlrch aber Sozialismus 'und Religionsphilosophie. Sehr wertvoll ftitb auch die Sammlungen, welche die schöne Literatur des Altertums, namentlich des Orients, betreffen. Polen. Landeskonferenz in 51 r a k a u. und 28. März in Krakau Z i v u t ft i f ch c schieden wurden, während die Richter sich sehr lobend über seine öffentliche Tätigkeit aus-- smachen. Bon Anbeginn an war Sir Alfred Mond ein eifriger Anhänger der Balfour-Dcklaratron: er wurde Mitglied des Komitees für die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas, dem Sw Herbert Samuel Vorstand. Im Jahre 1019 demonstrierte er seine praktische Sympathie für den Zionismus, indem er dem Jüdischen Nationalfonds den Betrag von 25.000 Pfund Sterling stiftete, zahlbar in fünf Jahresraten. Seine weitere Tätigkeit innerhalb des Zionismus ist bekannt. «: Inland. Ein jüdisches L a n d e s s p i t a l für die S lo wa kci. In Bratislava fand am 10. d. M. die konstituierende Generalversammlung des Jüdischen Spitalsvcreines statt, welcher die Vertreter aller indischen. Richtungen beiwohnten. Die Versammlung ergab völlige Einmütigkeit über das zu schaffende Werk/ welches mit der völligen Unzulänglichkeit des jüdischen Spitals von Preßburg notwendig geworden ist. Die Versammlung, auf 'ivclchcr die Wahl vdr Funktionäre erfolgte, hatte einen großen moralischen Erfolg rnrd man hofft, bald an die ^Schaffung des jüdischen Landcsspitals schreiten HU können. Lesterreich. Popper-Lynkens schenkt seine Wibliothek der jüdischen Nationalbibliothek in Jerusalem. Der letzten Sitzung der Wiener Gesellschaft zur Gründung von Sainmel- und Forschungsstellen für die jüdischen Kulturinstitutc in' Palästina lag ein Schreiben von Josef Popver-Lynkcus vor, in welchem der greise Dichterptzilosoph mitleilt, daß, er seine gesamte Die an: tagende zionistische Landeskonferenz in West galizien beschloß die Fusion der dortigen zio uistischen Organisation mit der von Krön polen und die Unterordnung unter das zionistische Zentralkomitee in Warschau, wodurch eine organisatorische Vereinheitlichung und Verschmelzung der Organisation in Polen geschaffen wurde. Sonst stand die Konferenz im Zeichen des Kcrcn Hajessod und der Arbeit für diesen Fonds. Die Referate über die gegen- '.vürtige Lage des Zionismus und die Richtlinien der Keren Hajessod-Aktion hielten Dr. Berkelhammer und Dr. Pilzer. Aus denk Re ferat Dr. Berkelhammers ist hervorzuheben, daß der Referent die Notwendigkeit eines Ausgleiches mit den amerikanischen Zionisten for> dert, die überzeugt werden müssen, daß der Aufbau Palästinas mehr als eine rein technisch-kolonisatorische Unternehmung ist und daß die politische Lage in Europa nicht so steht, daß man die politische Arbeit zun.Seite schieben und sich nur auf Fachleuteverlassen könnte. In diesem Sinne wurde auch die Resolution der Konferenz gefaßt. Das Referat über die politische Tätigkeit hielt Dr. Thon der auch einen Uebcrblick über die polnisch-jüdische Ausglcichsaktiou gab. Das Referat wurde vom Deputierten Grünbaum nach der sozialpolitischen Seite hin ergänzt. Den beiden Deputierten wurde von der Landeskonferenz Donk und Vertrauen vot'ert. Bei der Neuwahl des Zcntrakomitees wurde Tr. Thon mit begeisterten Akklamationen zum Vorsitzenden der Organisation wiedcrgewählt. Rumänien. Ein Stubentenkongreß. 2. P. Z. — Am 19.. 20. und 21. März fand in Bukarest in Anwesenheit von 101 Delegierten der erste Kongreß der jüd, Studenten Großrumäniens statt O.wo 1 U: Kongreß sich nicht mit politischen, sondem nur mit ökonomischen und Standesftagen zu befassen hatte, waren die Wahlen übera.l auf Grund der Parteizugehörigkeit der einzelnen Studenten vorgenommen worden, Ti: meisten Delegierten waren entweder Natiowlliuden oder Softalister. Die gemeinsame E - kenntnis der ernsten Lage, die inch,lge des vom Kongreß - de: nnn'.nr, schen Studenten in Cluj gicicham offiziell sankttiomertcn Chauvinismus geschaffen wurde, drang rasch durch. Aus dem Kongreß wurde di: Ba.is zur Gründung cincz jüdischen Organiäti nen den Imp zu einer ehesten Vereinigung aller jüdischen Kräfte geben sollte. Von den Re ol timen und Motionen seien erwähnt: Das gegemmjir.ige philanthropische System soll durch ein l operatives System ersetzt wekdcn,- der Staat und die Gemeinden sollen auch der jüdischen Studentenschaft gleich allen anderen Subventionen gewähren. Gründung v n Speüeanstalten. Studentenheimen, Bib.iothekcn, Sportvereinen, sowix von gegenseitigen Ilnterstützungskasjen wird b schi ft en, Eine vic'-- gliedrige Studente..-Wirtj, astskoinmiss on d c die ökonomischen Fragen zu studi.reu i at, jol. 4 Mal jährlich zusammenrreten. Ein Lanowverhand der jüdischen Studenten mit Sitz in Bukarest wird gegründet. Mit Nüäsicht'aus die jetzigen Beziehungen zwischen der nt mitnlschen und jüdischen Studentenoereinigung wird festgestellt, daß bisher kein neues off,- zielles Faktum eingetrcten sei, das eine Aenderung der bisherigen Haltung veranlassen könnte. Sollte die rum. Studenten chafr ihre Haltung ändern, so sei dir jüd. Studentenschaft zu einer Zusammenarbeit aus Grund gleicher Rechte und der PrLporme.trct.mg bereit An den Unterrichts- und Arbeitsminjster wurde ein Schreiben gerichtet, in dem darauf hmgcwiesen wird, daß die wirtschaftlichen Organisationen der jüdischen Studenten vom Staate in keiner Weise unterstützt würden, während ähnliche rumänische Organs ationen mit einigen Millionen Lei suboent'onicrt werden. Die jüdische Studentenschaft erwarte nachher von den Amenkanern übernommen wurde und mit natürlich unvergler..stich Höheren Summen bis auf den heutigen Tag fo tgr etzt wird. Aus eigenen Mitteln hat der Hilf«, verein für dieses Hilfswe E 7 Mist on tt Mark aufgebracht. Durch seine Ve.mittlung sind zur Linderung der Not im Osten weitere 70 Millionen Mark verteilt worden- Dapr kommt di« regelmäßige Tätigkeit für das vor dem Kriege ausacdehnte Sckmlwefen. Bei Ausbruch des Krieges hatte der Hilssverein 50 Bildungsanstalten mir 6700 Schülern und 143 Lehrern, davon 30 mit 30.000 Schülern in Palästina und in der asiatischen Türkei. Tie Fric^ens» ausaaben für dieses Schulwerk betrugen eine halbe Million Mark jährlich. Nach Kriegsausbruch mußte sich der Hilfsverein vom Schulwerk in Galizien, Rumänien. Bulgarien und Griechenland zurüäziehen. Dagegen könnt» in Palästina bis zum Einzug der Englänoer der volle Betrieb aufrechterhalten bleiben. Für dieses Schulwesen wurden seit Ariegsbegtnn zirka 3 Mill- M. verausgabt. Jetzt muffte lick der Hilfsverein auch voin palästinensischen Hilfswerk trennen. Das Sckulwsri in KonstantiNopel ist in seinem Weiterbestand durch die Amerikaner gesicher't. Auch in Palästina ist das Schulwer? durch dis Zionistische Organisation gesichert, Referent sagte dabei, daß der Hilfsverein sich von seinem Schulmerk und von seiner Kullurtätigkeit nicht zu tonnen brauche. Der Hilfsverein der! Deutschen Juden werde nickst vufhören, für den O.stent, für.Palästina, daher Gewährung der ihrer Zahl entsprechensoweit dir Derhältni se es ihm g.statten, rn ° ‘ ~ .' " sozialer und kultureller, Arbeit tätrg zu "ein. Da er nur soziale, humaniä:« und kar't tive Z e c verfolge, stehe er übm allen Parteien und könne den materiellen Mittel seitens der Regierung. Deutschland. Bibliothek der jüdischen tllationasbibliothck in Landesverbandes der jüdischen Studierenden Y^rlästina verniache. i I Großrumänicns gelegt, was auch den anderen Aus der Generalversammlung des HilfsVereines der deutschen Juden. Am 4. April 1921 fand ürnier dom Worsitz des Herrn Dr. James Simon die statutengemäße Sitzung des Zentralkomitees und die Generalversammlung des Hilfsre eins der Deutschen Juden in Berlin statt. Der Boriilzende hielt vor Eintritc in die Tagesordnung einen warmen Naä>rnf auf den dahmge'chicdenen Prof. Landau. Herr Dr. Bernhard Kahn erstattete darauf in kurzen Zügen bcu Geschäftsbericht. Dem aus dem Vorstände urgen Arbeitsüberlastung ausgefchiederen Geheim rat Timendorfcr widmet der Vorsitzende herzliche Worte des Dankes für seine wirkjanre Mitarbeit seit Begründung des Hilfsvereins, Auch Herrn Dr. Bernhard Kahn, dem Genemhekretär des Hilfsvereins, der am 1. Ay.jil aus demselben mit allen Parteien arbeiten, ohne mit irgendeiner, die jüdische Jnteresten vestr tt, in Konslikt zu geraten Welche politische Form Palästina auck, amrehmen möge, die deutsche Judenbeit würde und solle nicht vergasen, daß es das Land ehrwürdiger Erinnerung und jedem Juden Heftig fei und daß die Mitarbeit an einem neuen Aufblühen eines jüdischen Palästina. das jetzt politisch und rechtlich gewährleistet sei, Pflicht eines jeden Juden bleiben würde, Einsteins Lebenslauf. Prof. Lllbert Einstein wurde im Jahre 1870 in Ulm a. D. als Sohn einer deutschjüdischen Familie geboren. Er besuchte das Gymnasium in München und studierte von 1890 bis 1900 Mathematik und Physik an der Technischen Hochschule in Zürich. Er hatte ursprünglich die Absicht, Lehrer zu werden, aber da er sich inzivischen hatte naturalisieren ausscheidet, drückt der VoFitzende wärmsten! lassen, erhielt er einen Posten als Ingenieur Dank für seine in 18jähriger Wirksamkeit ge--am Schweizer Patentamt. Die Hauptgcdankenleisteten Dienste aus. Herr Tr. Kahn trete > gänge seiner Theorien datieren auS jener jetzt in leitender Stellung in den Dienst des i Periode. 1909 wurde er außerordeutlicher amerikanischen Joint Distribution Conrinittee und rverde künftig größere Aufgabeir zu erfüllen haben, als sie gegenwärtig die deutsche Judcnheit leisten könne. Dr, Bernhard Kabn erstattet den Jahresbericht und greift dabei auf dir Tätigkeit des Hilfsvereins während der Kriegszeit zurück, die das Ansehen des deutschnt Judentums gehoben habe und in der ganzen Welt bekannter fei als in Deutschland. Nach der Okkupation im Osten begann der Hilfsverestl die Grundlagen für da- Hi.ssweA zu schassen, das Professor der Universität Zürich. Später wurde er als ordentlicher Professor nach Prag berufen. 1913/14 bekleidete er das gleiche Anct an der llniversität Zürich, als er die Aufforderung der Preilßischeu Akademie der Wissenschaften in Berlin erhielt, der Nachfolger Pan't Hoffs zu werden. In Berlin führte er sein Werl der „Allgemeinen Relativitätslehre" zu El'de, (1915/17). Professor Einstein hält auch Vorlestlngen über verschiedene Spezialzwcige der Physik an der Universität Berlin und ist ferner Direktor des Instituts das Haus fikhrcn, mit 15 Pfund? W:nn! arbeiten in« Statt und im Garten, Hier die Wohnung allein 5 Pfund kostet, das Minimum an Kost pro Kopf und Tag 10 Master, die Wäsche im Monat etwa 1 Pf Wo bleiben dann die Anschaffungen, d,e Aerzterechnungen (eine Visite 50 Piaster bis 1 Pfund?) Ist es dann ein Wunder, wenn die Frau nicht mehr als zwei Kinder zur Well bringt, oder wenn sie in ihrer Verzwciflung einen Beruf ergreifen will oder wenn sie außer Haus arbeiten geht, und jic M doch vorkommt, wie ein ewiger Posten auf dem „Soll-Konto" des Mannes, beingegenüber es keinen „Haben-Posten" gibt? Ks ist nur eine Form der Wirtschaftsführung da, welche Hoffnung gibt, welche wert ist, gepflegt zu werden, weiche geeignet >ist, den Müh au Paläff-as zu föktern, »st die Kwuzah, Ich möchte hier drei Kwuzoty erwähnen.! 1. Daganjah: in Galläa, wundervoll »elegen, wenn auch ziemlich siebergrfähclich. D^ese Kwuzah besteht schon lange. Dem Boden und der ganzen Siedlung sieht man die schon geleistete Arbeit an und er gibt §uch ichon sehr guten Ertrag, so daß alle Kvoeiter gut und sorglos lchen können. Hier haben alle. Männer und Frauen, das gleiche Einkumnren. Die Ehepaare haben eigene Zimmer, die ledigen Arbo ter wohnm zu 3 -4 Manst fm Zimmer, ebenso dir Mädchen, Gekocht wird dort durchalks nicht fttllccht, und als ich dort war, staitd eine Frau am Herd, dir in wenigen Tagen ihre lM«d«r«nn - <ntwirtefi*. Schwangere Frauen gibt cs keinen Geburtenrückgang, denn jeoem Kinde, das geboren wird, ist für dir Zeit seiner Erwerbsunfähigkeit das Eristenzmiili-- mum — Pflege, Erziehung. Unterricht -« gesichert. Dir Kinder wachsen auf Kosten der , ganzen K.wuzah auf und nicht aus Kosten ihrer Eltern. Und sie erfteuen sich gco ßrr Zärtlichkeit und echter Liebe und sie werden bejscr und fortschrittlicher erzogen, als Kinder in sogenannten guten Familien, 2■ Die Arbeiterkwuzyth: die nicht für si>ch, sondern für eine Gesellschast arbeitest, die im Taglohn stehen und trotzdem geregelter und sorgloser leben, als einzelne Familien, Denn es gibt ob«, nicht auf je zwei ober drei arbeitend- Menschen eine wirt chattende Frau, sondern eine Frau besorgt die Wirtschaft für alle und hier gibt es keine „schlechte Ernährung. Unsauberkeit d-r Siedlung, umationelle Verwendung der Mitte," und auckkeine „Unzuftsedenheit und Freudlosigkeit". Kwuzoth von Art dieser beideg gibt es nun schon sehr viele sm Lande und denk Ucbelstand. daß die Mädchen nicht gut ko chen, steirert die trotz der Krise im September er öffnete Kochschule sftr Arbeiterinnen tu Jaffa, 3. Origineller ist eine Kwuzah. die von amerikanischen Christen (oder chri l ch»Ame rilanern) gegründet ist, Ihre MitgsieLe: ge hören den verschiedensten Be.ufeu an und haben verschiebeites .Eintotmnen, lehan Brr ailr gleich in eigenem Hau!« und haben eigene Garten-, Feld- und Hauswirtschaft, Sie sind verbunden durch das Jdcah das R ich Ehr jti zu verwirklichen und kamen nach Palästiini, weil sie sich hier stärker fühlen und die Idee heller verwirklichen können. Ich erwähne diese Kwuzah aus dm« Grunde, wcil ich der Ansicht bin, daß ähnliche Genreinwesen imtcr der städtischen Bonölkerung zu begründen eine viel edlere, zwecknmßigere und segensreichere Ausgabe einer gut begründeten Frauenorganis'ation sein müßte. Wenn ich auch zweifle, daß bei uns dis Idee eine so jenen Amerikanern, wenn vielleicht zu einer kommunistischen Eemeinsainkeit die einzelnen Familien nicht die Kraft ausbringen werden, so gibt es ja heute schon in Europa eine Menge Ersiadungen, welche das „W.irtschaften" ab sch affen, oder wenigstens d'e Möglichkeit geben, daß für 20 Familien nicht 20 Frauen und 20 Dienstmädchen einkaufen gehen. Kinder baden, kochen, räumen, waschen, sondern durch das Einkjichenhaus z, B. die Arbeit des Kochens zentralisieren! der tzeunhof (Wien XIX) z, B. ist auch eine Einrichtung. welche hier nachzuahmen viel Silln und Nutzen hälto. Merkwürdig ist doch z,V. daß die Kochiists hier fast unbelannl ist und daß man auä> keine zu kaufen hekontiut, Daß es z, B. keine Heimo für LZ.cer und Lehrerinnen gibt! daß der Lehrer min ileines O.ehaii an Wchnmlgswuch.rer abüiet und den Rest an Garllrchen. die sib mit etwa 100 Prozent Nutzest begnügen: datz, es keine richtigen Spielwarcn und Bilderbücher gibt, sind arich Mängel, denen eine Frauenvrgani ation durch die licht.gen Maßnahmen abhclsen könnte. Es gibt viele Möglichkeiten für eine Frauenorgauiiiatiön. aber vor gro' er Schlnzworten. vor allein vor einer fteberhebung der Europäer über die Palästinenser warne ich sehr. Die palästinensische Bevölkerung ist ein in Wachstum und lebendiger Entwicklung befindlicher Körper, der Krisen überdaue.t, starke Liebe erweckt, wir bei! Schwierigleilen überwunden, Opfer um Oper gebracht hat und wir. die wir von draußen kommen, haben die Pjlicht, erst einmal still« zustehen und zu lauschen. Erst wenn wir das Leben hier in uns ausgenommen haben, können wir eingreifen. Und dann werden wir besser sind, aber weil wlr auch manches verbessern. Nicht, weil wir noch erfüllst sind von dem Geiste einer alten reichen Kultur, die zu gküicßsn, wir das Glück hatten. Mag iwfiie Antwort auch nicht e^en freundli1> klingen, so ist sie doch ehrlich ce* meint und int Grnube werden vme Frauen Palästinas die gegründete Organisation begrüßen, wenn sie nur die erste Pflicht^ er« füllt, - - nicht abgetragene' ftemhe Silie» nach .Palästina einzuschlcppen. , Margasit £)l>cniU t -