Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 25 (1.4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Freitag ».Jüd'sches DolksAatt* 1. Aprh Skk. 2» 1 p >en Iih f näher : ßntettfv - ler fä:. ~ Hon die ftOittme" 5 len ve 2 fonfcä i dariven ■ Rufei' » könne j nonalft me' *i liehen, ' Meten. .: i W Pfle, ] Mg ge ' men!-,< 1 viel m 1 einzeln ] ober p; feber,! SBf;*ie 1 Erfolg . fcie 9ti er dar | Kmpfti ' Frau - pnnkt, . Lamm . > keinen traurig , Nairor i Anlass 9 | tragen s Ferbn | lanbf r | Trnar | Scfret r* Stuft - gültig ■ . Deleg! { und - .1,' hapsc ■ | ‘ noch < ■ s ii bis tzi . zuerle - LrlIL ZeAtr ' rusO Föder < " " S ’ dukdi - Mas« gesen! 1 stürm Antr, werdi das mane . habe, erü r maw ' Herr- Kone, aussc, nisten hat gekür Kern daru einer eine aend. ' letzte wuri Gesa - llntc scher den frag halb Woc Schi davl das tage Lehr zur eine Hilf . tüfci, inst. Der gun an Ha? und näck wer «ick Mandar ,n. ^.eu Guinea ubz^-ändem. ans ergebe sich, datz das Parlament sicherlich die Möqlichkeit haben sollte, das Mandat zu diekutie.en und evmt wil abznändetn. Es sei nicht wahr, vast.ein Manont denselben Charakter habe wie ein Vertrag. Ein Vertrag sei .ein Geschäft zwischen zwei Aa.irnen bei dem jeder Teil für sich das Bestheransschlagen wolle . Im Falle eines Mandats ocs Vv.reednndes wäre das ausgesprochen^ Ziel nickt der Nutzen einer toter Parteien, sonoern der Nutzen der Rasse, Nation oder dxs Ge-- bietes, für welches da? Mandat gegeben wird. 5in Mandat habe daher den Charakter ein-r Treuhandoerpflichtung ttTrust). Das Morr „Trust" werde in der Kon.stttition des Völ Verbundes gebraucht. Es ist niäst eine Bestz- Ldertragung: es ist nicht ein Handel; g? ist Nicht em Kontrast: es ist eine Trxuhandverpflichtung. d e. durch die C.aaten. die üftt- Glieder des M'kerbundeS sind, feie:Kdj «ufgerichtet werde zu Gunsten anderer Völ.er. die sie für geeignet hallen, unter ih.en Schutz genommen zu werden. Die Tatsache, daß es sich um eine solche Verpflichtung handelt, gibt emo Begründung, warum di: Verhandlung des Mandats vor aller Weit geschehen o.lle -.Xe Mandate soften nicht nur von den Parlamenten jener Staaten behandelt werden, die die Mandat-Verpflichtungen iuu-r.- >"ieu. sondern von den Parlamenten aller Staaten, die. unter der Autoritär des Völkerbundes die Aebertragung der Mandate an bestimmte Mächte be'chliehen/ Der 'Redner erklärte: Wir rotzsen. was die wirkliche Gefahr des Mandatssystemist. Es sühn zu grasten Versuchungen: es kann e mißbraucht werden in den Interesten des Staates, der das Mandat übernommen bat. Die er könnte — roeftn dies auch den Betimwongen des Völkerbundes wider'pricht. den Wunsch haben, Truppen auszuheben. nicht' nur um Rübe im Lande aufrecht zu erhaben, sondern auch für seine eigenen Zwecke irgendwo sonst. Das ist eine Sachs, dir die öffeirt icke Meinung in England mistbilligen würde, und wie zu hoffen ist. auch die Regierung. Wenn aber irgend ein Staat ein Mandat vorschlägt, welches ihm die Rekrutierung von Triiv-pen für solche Zwecke erlaubt, so märe die englische Regierung durch ihre Vertretung im Völkerbünde in einer weit im englischen Parlament diskutiert worden wäre, wo zweifellos ganz llare Meinungen über den Gegenstand ausgedrückt würden. Auf dieselbe Weise könnte eine Manbatsmachi in die Versuchung kommen, die Naturschätze eines Landes zu ihrem eigenen Nutzen oder zum Nutzckn ihrer eigenen Staatsbürger aussubeutrn. Sie könnte die Handelsbestimm.'.ngen so formulieren, um ihren eigenen Staatsbürgern Vorrecht zu gewähren und iönnte die Bedingungen für dir Vergebung von Konzessionen so fassen, Hatz sie e.ner das eigene Land eine bevorzugte Stellung schaffen. In allen diesen Fällen schafft da; Mandat ein gesetzliches System, das die Mitglieder des Völkerbünde;' die zuftinMen. bindet. Deshalb so Iten wir wissen, in welcher Weise wir gebunden sind. Wenn irgend ein Staat sein Mandat so ausnützen will, um für sich selbst Vorteile zu sickern, und wenn nachher die Bestimmungen des Mandats, wenn wir Beschwerden erheben, gegen uns ins Treffen geführt werden, so so.I.en wir doch eine Eelegenhxit haben, unsere abweichende ^Meinung M Ausdruck zu bringen, bevor die Mandate vom ÜRat des Völkerbundes approbiert sind. Es ist richtig. datz auch selbst ttemt dis -Gesetzgebung nicht parteiisch ist. die Verwaltung parteiisch kein kann. Wir können das nicht absolut verhindern, wenn auch der Rat des Dö kekbundes darauf sehet scsi. datz es nicht geschieht. 3e schwieriger es aber i t. die Verwaltung zu überwachen, desto weniger ist. daß jedes Mandat so entworfen ist. datz es gegen den Mißbrauch schützt. Ei soll.e nicht befürchtet werden, datz aus d es: weise jeder Staat die Bestimmungen der Mandate irit> siert. die anderen Slaaten übern mmen haben. Es sei besser Kritik vorher als Stcet nachher zu haben. Wenn ein Fall entsteht, in welchem sich unsere eigenen Bürger beschweren, daß sie in fremden Mandatsgebieten unfair oe.andelt werden oder wem ein E>r g-borencrT am u zu uns mit der Beschwerde kcmMt da verschlecht behändest wird und d e Angere e.chei. ün Par» mem zur Spräche lommr, so seilen wir nicht Vorste.luttgen gehindert seich indem man u>.» sagt, datz wir durch unsere» Vertrete im Völkerbund die Mandatsbesümmm:gen schon i estatigt hätten. In diesen Angelegenheiten fft Geheimnistuerei nicht am P atze. Der Dvl.erßUnd kann nur gedeihen, wenn er durch dir aktiv.- >öffentid>e Meinung der besten und g.bilde'..en Menschen unterstütz, wird, und auch dur-h d e arbeitenden Kassen, deren Interesse und Som pathie notwendig sind. . ^, Der aüchste Redner, der Erzbg-chojs von ^uterbury, siellte die Frage ob dir Mandat» nach der Bsst guu-g durch den Lö.kerbund dem Parlament zur Prüfung oder nur zur Kritik, d. h. mit dem Rechl zur Abänderung oder nu mm dem Recht zur Annahme oder Ablehnung vorgelegt würden. Die Regelung der Mandate könne für Generationen das Dasein von gewastigen Ländern und vieler hundert astender Menschen bestimmen. Auf Grund de; Ar i.eks X der Konstitu.ion des Völ erb und es beginnen wir jetzt mit der Anerkennung eines T ett* handvarhältnifses und einer Verantwortung, die wir gegenüber den judenglichen Volt rn übernehmen. Der Redner frag: nah den Kontrollrechten der Mandaiarmächke übe:- jene Körperschaften, dst eine p i.'an r piiche, er ie- .^erische, reliaiöse und M sio stä.kgkeii in den Momdatsaebieten ausüber. Wenn für solche Zwecke frerwstlige Spenden aujgebracht werden und.die Mandatarmächte die Verwendung diese- Gelder in einem gewissen Ma. e korst.osi emuh dieles Kontrollrecht be'vroLeu >^'der» M-'n G'd: willen, wie z. B. amerikanische Vertreter solcher Kö per ch ften >n den anaatgcd.e.en behände t werdm. Hierauf kam Lord Sodenham zu Wort, und sagt zunächst, es wäre sehr wün chenswert, gewesen, wenn das Mandat für Mesopotamien von eurem anderen Lande, viell «Hl von Ame- 'üra übernommen worden wäre/Was das Palästina-Mandat anbclangt, so gebe es Anlatz zu verschiedenen Bedenken und Gefahren. Es —nri-H' rr--»-.- s -,->r viele Jahre zu grotzen Ausgaben. Autzerdem b nde es di» nast^- ><a.e Epre Englands. Prof, ^st.ry von d.-t Ie Universität har in Amerika über seine Ersah' -ngen in ^a'ästina bericht:! und erstchri, datz England nicht nur das Edikt vom Novem.er Ul3, sondern auch den Ast kei 22 der Ko:sttit'on des Völkerbundes verletzt habe. Diel? Frage wird im Parlament bsha td l ws.den, wenn das Mandat über Pakä^ina Mr letzt.. Diskussion vor das Haus kommt. Die amristanische Kommis ton, Gesandter Grane und Präsident Kin« ha.en seinerzeit Rundfragen ar.gosteill, um di: Wünsche der palestinenfiichen Bevölkerung feslzustellen. aber ein eigentlicher Plebiszit hat incht stattgefunden. Eine Boklsabstimmung ist nicht durchgeführt worden. Aber es wurde die allgemeine Meinung ausgedrückt, däh die jüd. Einwanderung tzingedämmrrt werden soll Das war der Wunsch der Mensche»:, di« ihr nalirngles Heim in Palästina haben und er ist fnf Mandat hiirtangesetzr worden. Jetzt findet eine sich maivher Bolschewiken. Der Bericht dieser Kommisjivn soMe v-or das Parlament gebracht werden. Ms nächster Redner stellte Lord Laming- Ion an die Regierung di: Frage, ob die Wü v sche der Araber festgestellt worden seien, bevor messe ich die höchste Bedelttung zu. und so weit es mich angeht und ich hatte mir den Bestimmungen des Mandats sehr tne. zu tu» war es mein Ziel, dag durchaus voll.- Ge.e.l)- tigkeit den Rechten und Ansprüchen und der Lag« derjenigen gesichert wi d, die tue «ro'.e Majorität der Bevölkerung des Land«-; bst dem Wenn die Frage der Juden bei Seil, s« lasten wird, ko ist oermMich kein Zw st et, datz die Ara ein t a das bri stsche Ma,«- dat jedem andern oorz'ehen! Auch in Mesopstamien und Sprien seien die Wünsche der Vevölkerung durchaus berücksichtig: worden. Ln Antw-rr auf die Reden von Lo.d Brnce unl des Erzbischofs von Eantetbury verw es tzer Staatssekretär auf die R-chte -i d.m Böller stund und dem Rat des Völkerbundes durch Artikel 22 der Konstitution des Völkebunde-? vorbeba'.ten worden sind. Mit dem Maidm habe die Regierung zuerst zum Rai des Döl keebundes gehen mks«:« und die er werde in 14 Taa-n d'e Behandlung 'der Manda.e in Angriff nehmen Wah schr nib wird der R-t des Völkerbundes an dis engl sch-e Regierung eme Reiye derseiben Fragen richten, die >oeben im .houle of Lords an die Regierung .er'chtet worden sind. Vielleicht wird der Ra des Völkerbundes Verä nderungen Vorschlag:« Die Analogie zwischen Mandaten und Sta^tsrerträgen gehe we ter äks Lord Drpce ännobme. Di; Ncandate, jedenfalls d e englischen Manx..,\ remosweg-s nur in der Abge-chlo> . est des Amtes ausaearoei.et worden: und als d Mandate zur Deröf entlichuag kamen, um sic von der Presse aller R chtungen unerwartet günstig ausgenommen worden. Was.mil d.n r«C!\en geschehen wird, mnn sie comVöllerb. angenommen sind, kaffe sich nicht genau sn^en: vermut'.ich würde das Parlament aufgeforde t werden, einen allgemeinen Ausdruck seiner Menung über die Mandate zu formulieren'Angenommen» datz sich gegen eine besondere. Bestimmung stm Mandat ehe überwältigende Gegnerschaft e-aibf, so rofi.be da; wahr L« nsich auf hie Regierung einen giahen Eindruck machen. Mer es wäre unangebracht anzrtnehmei«, datz. wenn der Rat des Döllerbttndes die Mandate akzeptiert. — mit oder ohne Asnderung — datz dann das Parlament sic zuiStükken reitzt. ' A»tf diese Weife könnt« das, Erpenuient nickst erfolgreich duvckgeführt werden. Der Staatssekretär bemerk:«, er habe beabsichtigt, de» Rat des Völkerbundes zu einer verantwort!. Körperschaften zu macken. Er sollte das grotze Imigarlion von Juden statt, eirfchl etz- Vertrauen eines Schülers deffen, was recht ,-L-*»-«-■-—tj,-A ’K 'f “ imd ordentlich ist, ebenso geniesien wie die Parlamente d Sr - imereffietten Länder. Eine ander« Erllärung könne nicht abgegeben werden. ' Lord Sydenham stell.e »rochmals die Frage, ob Schritte unternommen worden fe>e«. um die Meinungen der Araber und Ehrliten die Mandate verte.L werden sind, ob im Frühm .Bezug auf die Errichtung des nastonaren jahr 1919 einamerikanische K:mmi/'ion dic Bevölkerung Palästina; und Sy i ns ü er ihre Wünsche befragt habe und ob die er Bericht nicht dem Parlament vorglleg werden kö«me. bevor -die Mandate durch den Rat des Dö.kerbundes enbs lt g gebilligt ©erben. Zur Begründung feiner A.ttr g: ging Lo.d Lamingion zunächst auf dis Geschichte der Verhandlungen mit Köniz H'.'.s.äll und Emir Feisul zurück. Die den Arabern gemachten Versprechungen seien im Mandat für Me opotamten derücksicht'chst. sowei: über da; Manda sür Palästina in Betracht komme, könne der Redner nicbr giauben. datz die Araber kn Palä/iin« tatsächlich gewünscht hätteip, datz die nnt.onaie Heimstätte für die Jilden so stark in Erscheinung nete. roie es geschieht. Dazu kommst datz der Einllutz Frankreichs in Syrien das Misstrauen der Araber weckt. Was de r Bericht der amerikanschen K mmifion dessen Veröffentlichung der Redner ro-ltrf-.t möchte er allerdings nicht zu viel Gewichst auf diriem Punkt legen. Diesem Bericht zufrkge hätten die Araber die UeberkraMng des Mandats au Amerika gewünscht. Namens der Regierung antwor'i«:e der Staatssekretär Lord Gurzon. Bez'g tch Palästinas erklärterer: "wci elios ist es richtig, datz die Araber in PaÜstiick oorziehen würden, die Zionisten überhaupt nicht im La.dr zu haben. Das wäre wahrscheinlich der Fall. Aber es ist als ein großer W drr Staatspol tik in einem frühen Stadium des Krieges befchloffen worden, eine Deklarat on zu macken, die mit dem Namen von Mr. Baksour ver- Kunden war. Twse Deklaration aber ist. ob sie nun richiig odere^alsch war, durch die andem Mäckre angenommen worden. Skr ist endgültig cinverlekbt und wiederholt ln den Bestimmungen des Vertrags von SovreL, und repräsentiert daher nicht nur eite britische Politik. sondern eine Politik der AMierten. Dar. Ziel unserer Regierung war. leic dies stattge- ,linden hat. sicherlich, dte Wlede.erschasfungf dessen, was das nationale He m in Palästina genannt wird, mit den Rechten de; Lcabr chut Volkes in Einklang zu bringen. Diesem Huntt Heims für die Zionisten efftzuhoken. Hierauf schkotz die Debat.« in der üi sichen sormdien Weise. Das Hou^e of Lords war fhwach be'ucht und es kam niemand zu Wort, der sich durch sein Interesse für d e l:r.t iis :ea F cd.rung:» besonders ausgezeichnet hätte. Das Ist;«m Teil darauf zurückzu'ühren. datz die stärffi.-n Freunde des jüd scheu Na ionak eim> nickt m House of Lords, sondern im Hou.e os Estmiüons sitzen. Die Debatte war aber jedrnfalls von Grundlage ist geschaffen, der Sutzere Rahmtz, des Basseler Programms ist Wirllichkeit. Indexen, in der Geschichte gibt es keinen Stillstand. Denn es ist wirklich erst bei ändere Rahmen, der geschaffen wurde. Wie, wenn es uns nicht gelingt, ihn «mst innerem Leben 5u erfüllen? Der ganze May. datstext hat nur Sinn, wenn die in ihm siegende Absicht, die Entstehung des jüd scheu Palästina, zur Wirtlichke-.t wi.d. Nur unter diesw Voraussetzung ist Palästina, das heute nockr eine überwäitigends arabische Majoritär hat. dem jüdischen Dolle zur Besitzergreifung geöffnet worden. Erfüllt sich hfefc Hillschroeigende Doranssi-tzunz des Mandats nicht, so wird es nicht möglich sein, die Absicht: bei? Mandats für alle Ewigkeit aufrecht zu erhalten. Zeigt ez sich rtach einer gewissen Zeitdauer, daß das jüdische Volk nicht die Neigung har. die Möglichkeiten auszunutzen, die das Mandat ihm bietet, oder datz es hierzu nicht iickstande j ist, so wird keine Macht der Welt in der | Lage sein, den Juden die Pfoeton Pa'.Wnas f in derjenigen Weise offenzuha ten,' wie dies f in dem Mandat geschieht. Seien wir uns 1 darüber klar, das in dem Mandat liegende . Versprechen ist zeitlich begrenzter Nallir. Es t seht als Gegenleistung eine ungeheu:« Anstrsn- I gung des jüdischen Volkes voraus und erlischt, wenn diese nicht erfolgt. Wenn es uns i nicht gelingt, die A.beiter zu überflügeln, dann ist Pa-Zstina für uns verloren. Hiezu aber kommt noch, datz die Mandatsmacht mit aller Bestimmtheit daraus rechnet, daß sie in absehbarer Zeit alle Lahm, die ihr erwachsen, an uns abgeben kann. Dü Mandatsmacht denkt gar nicht daran, dauernd für uns die Lasten in Paichtina su tragen. Es gibt Zionisten, die meinen, datz wir ihr heute schon di: Last ber Sichecheitsgewährt abnehmen müßten. Mag dieser Zeitpunkt früher, mag er später kommen, allzu fern wird er jedenfalls nicht fein. Haben wir das jüdische Palästina' bis dahin nicht soweit gestärkt, daß 'es den. Hauptteil dieser Last ' selbst übernehmen kann, dann wird auch von diesem Gesichtspunkt aus das jüdische PalLstinawmk zusammenbrechen. Dann wird di« Mandatsmacht die Last auf willigere Schultem abwächen, sie wirnach „neuen politischen Formeln" suchen. Machen wir uns also keinerlei Illusianeir! Wenn wir wahrhaft das jüdisch« Palästinawollen, müffen wir jetzt auf der einen Seite den, Keren Hajeffod. das gemeinnützige Fi nanzinstmment der Zionickifchen O ga-H atkon, zur höchsten Ktaflentfaltung befähigen, uns 'wii müssen gkeichzeitig in höchstem Matz« private Kapitalien in den Dienst des Aufbaus Palästinas stellen und jeder, der dies vrtnag. muß mit seinen eigenen Kräften das jüdische Palästina schassen halfen. E.M. Me religiöse Neuorganisation in PaMina. „Le 3uif" jSttatzburgf das Organ ie/ franiZvsifchen Misrachi. berichtet aus MS> stina: Seit seiner Ankunft in Palästina HM Sir Herbert Samuel die Unordnung brnttt, welche bei der Organisation der religiöim m . - ,.w. Gerichtshöfe und der Mehrzahl der Grotz», n,.ht zu unterschätzender Bede Mng moWl Iamtct herrscht, die an der Spitze der verwas dte Aussprache über die Lerchal-Nt.e m | Ebenen Gemeinden Ierusaltznrs und Palä- ^qiastma anlangt,. als auch ma» d:e^t l.ung \ stMas stehen. Eine von ihm emannte Stubetrtfft, die f(erDoua3enbe Mngheder des j bientonrmcjfton hat dem Obeikommiffar «n«. Hauses M dem Mandachystem uberha'.pt « n-, Bericht erstattet, dessen Ergebnis hier folge?, nehmen.! -möge: Es Re Voraussetzung. Der Text des englischen Mar.datsenNourss Hai in der gesamten jüdischen Welt ungeheures Aufsehen erregt. Es ist viellert nicht guviel gesagt, daß er das Ende des Anllchomstnus darAtrllt. Wie. die überhaupt noch bewußtes Judentum repräsentie.en, suchen ihre Rtchttmg in i.sgend eine Verbindung ml! dem neu entstehenden jüdischsn Palästina zu b Ligen. Sowohl aus .dem Lager des liberalen Indentttms, wie aus dem oer Orthodorie ertönen zurzeit pur freundliche Stimmen. Alle wollen sie mitatsbriien. Und di:se»igan Juden, di« keinerlei Verbindung wehr mit dem. lebendigen Judentum finden könrän, respektieren doch achtungsvoll die Tatsache, die nunmehr zweiselsfrei leststeht. Denn wenir der Mandatstert auch noch nicht formelle Geltung erlangt hat. so geht 'doch bereits die prvWsche Entwicklung so vor sich, als wenn er die formelle Sanktion be.eits erlangt hätte. Tatsüchiich. kann man sagen, ist das Mandat in dem Augertb.ick ü K aff ge.reten, als der Tert des Entwurfes sis.annl wuche soll eine oberste religiöse Behörde ohne administrative Eeroalt konststrriert werden. Diese Organisation wird, was jeden einzelnen Ort betrifft, den Gemeinderättzrr der betreffenden Städte anvertraut werden, und für Fragen allgemeiner Natur einer Generalversammlung. Diese höchste religiöse Behörde wird ihre Tätigtest über ganz Palästina ausdehnen. Jede Stadt soll das Recht haben, iTjtc religiösen Funktionäre selbst zu wählen. Es war sehr schwer und beinahe unmöglich, sich über die Wahl eines religiösen Oberhauptes zu einigen, welches von allen jüdischen Gemeinden Palästinas anerkannt wird, was für eine oberste jüdische Behörde' unbedingt notwendig ist. Die Sephardim, aus deren Mitte früher stets der offizielle Erotzrotzbsi gewählt wurde, forderten, daß das religiöse Oberhaupt sephardisch sei. Da eine vollständige Einig'eit unter den Juden wahrscheinlich kaum vor der nächsten Generation verwirklicht werden kann, mußten gewiffe prori'orische Statuten festgesetzt werden, die man nach Ädlaiif einer gewissen Zeit einschränken kann. Aus den oben erwähnten Gründen hat Die jüdische Magna Charta besteht. Sie sich die Kominrssion davon übe.zeugt, daß e; erfüllt nicht alle Hoffnungerr. Wir werden. schwierig wäre sich über die Wahl eines sül^ danach streben müffen, sie mehr und mehr! ganz Palästina matzgebend^n religiösen Oberzu verbessern, namentlich, mehr Positiv-i Hauptes $it einigen, und dutz es nötig U neu Mz. m Palästina gewinnen .Aber biet eineTGruppe von Rabbinern zu konstituieren. , r *-