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Jüdisches Volksblatt · 1921-04-01 · 25 (1.4.1921) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
25 (1.4.1921)
Date
1921-04-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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j® *öWf(&en sLf31"'^ AU / #tfe reJr erholt-» ->. ^er geuniie» o ü ° M 4dvt S le.ltK Sf Z'! dab -- i? .%' ta Si1? «WW 1 'li Mich legrem?,1!^ südlichen Volke; 11-(! 1 ,b:* n-A gt. die U s,-:,.» , LL'ästina m uns «J& ^i foirrml^ noch, ,irot aller Ve^timmW k l “ “ °b^hbarer $eit <ö~ SÄ* on m ai3%ii Msm® b«fl m J ir UNS d,e Lasten in s*f j-t ' E Zionrten. die mim t ute s-hon die Sa/t tzer nehmen mußten. Mag iieinji ■t,_ mag er stöter kommea, ch er jedenfalls nicht sein. U« sd'sche Palästina bis dahin M irkt, daß es den, Haupttei! dich bst übernehmen kann, im rch von diesem GW is das Mische Mch«. nenSrechen. Dann wird di« M» >te Last auf Mgvr ischuÜer» ie rott.fr nach „neuen poliWd ichen. wir uns also leinerl'l Mlsionen! wahchaft dar Wiche AaWna. sten wir jetzt auf der einen We Ka/essod, das gemeinnüM K tit bet Süni'tfffan ü $&•$<&’m, ßtafkntfdtim befähigen, uw gleichzeitig m höchstem Matz« Italien in den Dienst des Auf« ms Men und jedei. der die! mit jeinen eigenen Kräften ds äftma Wien halfen. E.W We MWMAtior» ir PMWst. Ulf' lLttaßburgi dar Organ , Msrachi, berichtet ans seiner Antunst m Mine t Samuel die Unordnung m der Organisation der re» e und der Mmhl der >rrW. die an der Spitze der» JeMnden 3crufa!enrs unb | ,n Eine von ihm ernannte D L hat dem Oberkoiml.ssar m- Mt. dessen Lrsebvr hier Nr. 2? Frettas Jüdisches 1. Äprl. J)ic zu gleichen Teilen aus Sephardim und Weltschmerz einer verzwcisrlt-n, wurzellosen N'schlenaüm besteht. Dieser Rabbinerrat hat Intelligenz. zwei Präsidenten, einen Äichkenasi und em^n .Eephardi: welche für eine bestimmte Zeitdauer gewählt werden und die Anführer der beiden Gemeinden hin sollen. Dics-r Rat soll das oberste Beil, Din Jerusalems fein. Gr soll aus 8 Mitgliedern bestehen, einschließlich der beiden Präsidenten; die anderen 6 bilden das Beth Din von Jerusalem und sind m zwei Gerichtshöfe je zur Hälfte für beide Gemeinden geteilt. Der aschkenosischs Präsisend wird den Titel Großrabbiner > tragen, und der fephardifche den des Risch on Legion. Einer der beiden Präsidenten wird, gemäß der Entscheidung der Rabbinervcrsammlung, welche den Rabbinerrat wählt, der Präsident des Avpellationshofes sein. Der Rabbincrrat wird für 3 Jahre gewählt: nach Ablauf dieser Zeit erfolgt eine Neuwahl. lleber den Modus der Wahl des Rates ist man noch nicht einig; wahrscheinlich wird ,nan vorzeiten der Regierung Hi.fe bekommen. Die Majorität ist geneigt, die Wahl dm Rabbinern zu überlassen und sie mit der Repräsentanten der jüdischen Gemeinden Palästinas zu vekeinigen. Die Zommiffion hält es für ratsam, die Zahl der Wähler auf 70 festzusetzen, gemäß der Anzahl der Mitglieder des Großen Sanhedrion, und hievon sollen zwei Drittel Rabbiner, ein Drittel Laien sein. Ein konstituierendes Komitee soll ernannt werden, bestehend aus einem Vertreter des gegenwärtigen rabbinischen Büros, zwei Vertretern des gemischten Jerusalemer Eomcknderates, einem Vertreter der orthovoren «rskeriasifchen Gemeinde und einem Vertreter des Nationalrates. Dieses provisorische Komitee wird die Generalversammlung einberu- Die jüdischen arbeitendenden Massen könnett also auch in Zukunft nickt zu Eigentüe rnern der durch ihre Arbeit einst geschaffenen (Werte werden. Diese sind in den sogenannten Nationalreichtum der einzelnen Völker organisch eingegliedert, zu denen das jüdische arbeitende Volk aus Gründen, die hier nicht nrehr zu erörtern sind, keinen Zutritts hat. Was die jüdischen arbeitenden Massen als zukünftiges Mitglied der entstehenden sozialistischeu Gesellschaft besitzen wollen, das müssen sie erst zu schassen beginnen. Während also bei anderen Kulturvölkern die Ergreifung der durch dos Proletariat zwecks Aneignung der vorhandenen Werte im Vordergrunde^steht, ist bei uns vor allem die Frage des Schaffens aktuell. Dies gilt nicht nur in bezug an' rein materielle Werte, sondern in nicht minderem Maße in bezug auf die zu schaffenden geistigen Reichtünier. (Darüber sprechen wir in den folgenden Aufsätzen noch näher). Dieses Schaffen, dieser Aufbau kann nur durch die jüdischen arbeitenden Massen als die relativ gesündeste Klasse im JudenLrm 'durchgesührt werden. Die Tcilsiege und selbst der endgültige Sieg des Sozialismus bringt daher kein'esivcgs automatisch auch den Sieg des jüdischen Sozialismus mit sich, er macht nur den Kampf für den jüdischen Sozialismus möglicher und leichter. Den Anfang in der Errichtung lntfay* sozialistischen Ausbaues hat unsere palästinensische Arbcircrschaft gemacht. R'ur etne_ genaue Analyse der im jüdischen Leben herrscheuven sozialen und geistigen Zustände kann uns^ den scheinbaren Zwiespalt zwiscken dem gedenklichen Radikalismus und dein angeblich oft prakrr fen, welche sich Mer den Vorschlag der Re-stierten Opportunismus der palästinensischen gierung betreffs der Wahl eines Großrabbiners J Arbeiterschaft erklären. Diese Analyse und pder eines Rabbinerrats von 8 Mitgliedern? diese Erklärung soll in den weiteren Aufsätzen 'aussprechen soll, dem durch die Versammlung! verursacht rverdem noch 3 Loien hinzugefügt werden sollen. Der so'gewählte Rabbinerrat wird die oberste Gewalt in allen religiösen Angelegenheiten Palästinas ausüben; er wird das sffi zielle Beth Din von Jerusalem sein. Jede Gemeinde kann ihr besonderes Beth D-nsj Pnn Dr. M. Schwarzmann, Kisckinsw. haben, aber die Regierung wird kein llrteu vollstrecken, das nicht von dem offiziellen Beth Kere« Hojeftod. Der Maaffergedanke in Beßarabien. Din in Jerusalem bestätigt ist. Wenn die Versammlung sich für die Bildung eines Beth Din oder UppcÜationshofes cntschssidet, wird dieser aus 7 bis 8 Mitgliedern des Rabbinerrates zusayimengesstzt fein und in letzter Instanz über die von den religiösen Gerichten Die Keren Hajessodarbeit in Beßarabien wurde mit einer Konferenz in Kischinew am 21. Jänner 1921 eröffnet, auf der eine gehobene Stimmung herrschte. Die Teilnehmer gingen mit dem festen Entschluß auseinander, die regste Tätigkeit zftr entsaften. Seitdem wird in der jüdischen und russischen Presse uner-- ganz Palästina ausgesprochenen Urteile ent-! müdlich der Keren Hajessod propagiert. Tägscheiden. Die Ernennung der religiösen Gelich erscheinen sowohl in der russischen wie auch richtshöfe durch die Gemeindsräte der Städte > in der jüdischen Presse einige hundert Zeiwird gleichfalls durch den Rabbinerrat von len über den Keren .Hajessod und sonstige Pa-- Jerusalem legalisiert werden. } lästinaangelegenheiten. Die Folgen machen sich Der Titel d-s Nacham Bafchi (Groß-- bereits bemerkbar. Neber den Kecen Hajessod rabbiner) wird aufgehoben; kein Rabbiner j jmrd> jetzt allenthalben debattiert: ru den Geist berechtigt, ihn zu tragen. Allein di- Prä-! sellfchaften,^dernr^Tee, jtaf der^Araße^ und sidenten des Rabbinerrat^ haben das Recht, j sm ist hier 3000 Sei; somit wäre der jährliche Minimalbctrag an Maasser 3090 Lei. Da wir unter den Steuerzahlern auch ledige Personen haben und außerdem mit einer Unterschätzung des Einkommens bei der Besteuerung seitens der Steuerzahler rechnen müssen, haben wir den jährlichen Mindestbeitrag an Maasser mit 500 Lei festgesetzt.^ Leute, deren Einkomrnen nwniger als 500 Lei Maasser ab- »nrst, die also weniger als 410 Lei monatlich verdienen, sind von der Steuerlast zu befreien. Hiernach belauft sich der fünfjährige Mindestbeitrag für den Keren Hajessod ans. 2590 Lei pro Steuerzahler. Im Vergleich ru dieser Summe, die 10 Pfund Sterling ausmacht, erscheinen mir die Minimalsätze der anderen Länder viel zu gering. Wir fanden es aber für nötig, auch denlenigen, deren Einkommen hinter dem Minimum zurückbleibt, und die aus freien Stücken an der nationalen Steuerlast mittragen wollen, »ie Möglichkeit hiezu offen zu lassen. Es wurde daher die Bestimmung getroffen, daß Leute, deren Zahlungsunfähigkeit, das Minimum zu leisten, von der zuständigen Stbuerkommffsion bestätigt wird, sich zu Gruppen vereinigen dürfen, die kollektiv den Mft^malbetrag leisten. Dainit ist sowohl den Aeriustcn die Möglichkeit geboten, an der nationalen Steuerlast rnitzutragen, als auch her Festsetzung eines allzugeringen Minimalbeitrages aus dem Wege gegangen. Das hat für die Gesamtaktion eine große Bedeutung, da in den nichtzionistischen Kreisen wohl die Tendenz, am Minimum und nickt am Marimum festzuhalten, vorherrschend sein dürfte. Ueber das Endresultat läßt sich nichts Näheres Voraussagen. Jedoch glaube:- wir, daß sich bei nergischer ^und beharrlicher Tätigkeit die Totalsumme von 50,000.000 Lewohl wird erreichen lassen. Das wären also 10 Millionen Lei jährlich und für die 50.000 verhältnismäßig armen, jüdischen Familien Beßarabiens, von denen 25 Prozent auf öffentliche Fürsorge angewiesen sind, eine hohe Leistung. Es darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, daß zur Eintreibung dieser Sumrnen das Keren Hajessodkomitee während der kommenden vier Jahre alljährlich eine zwei bis 3 Monate währende energische Tätigkeit wird entfalten müssen. Die 'meisten Steuerzahler, die den Maasser vom Einkommen zu entrichten haben, behaupten, für die kommenden Jahre die Höbe ihres Einkommens und somit auch die der Abgabe nicht vorausbestimmen zu können. Von diesen Stl?uerzahlern nehmen wir die Verpflichtung, in den kommenden vier Jahren den DurchschnittZverdienst eines Monats (ohne die Ziffer vorher zu bestimmen) für den Keren Hajessod abzuflihren. Die Aktion wird durch ein Büro, bestehend aus fünf bis sechs Mitgliedern, geleitet. Die Provinz wird von acht bis zehn Instrukteuren und einigen Rabbinern als Agitatoren bedient. sich Großrabbiner der askenasischen und! immer . . . sephardffchen Gemeinden Palästinas zumennen. Keren Hajessod bewuu.t. Glnchzerng eu.-° _ weckeln hwzu eigens ent, an die Instrukteure eine . j rührige Tätigkeit in der Provinz. In fast ™tlf Dem UzjCJJC M ttttferem allen 9 Betzirksstäjten Bcstarabiens sind, bereits ' Bezirkskomitees geschafftn worden. In mmr-! chen Bezirksstädten wurden Beratungen der ak- (tiven Gesinnungsgenossen des Bezirkes abgehalten, und in vielen kleinen Orten wurden Casee. Die jüdische Oeffcntlichkeit wird sich or! «ww£ S % « : - l Aschen Ausbau. Von Jechiel tz a l p e r n, Wien I. Die Bourgeoisie aller Kulturvölker große materielle und geistige Werte geschaffen. Das Proletariat jedes einzelnen ^Volkes ist der künftige Erbe dieser Reichtümer. Seine Ausgabe ist es, in erster Linie die Macht zu Hot ergreifen und mit ihrer Hilfe die bereits vor- In Kischinew ergab die den Zionisten vorge« handencn und die noch zu schaffenden Güter der Gesamtheit zu erschließen. Im jüdischen Volke zeigt sich ein ganz anderes Bild. Was die jüdische Bourgeoisie^ geschaffen hat, schuf sie als organischer Teil der gesamten Bourgeoisie des betreffenden Landes. Die durch sie geschaffenen Reichlümer sind organisch untrennbare Teile des gesamten materiellen und geistigen Besitzes der betreffenden Völker. 2#bte Eingliederung der ' jüdischen Masse, sowohl der arbeitendenden als auch der deklassierten, in den sozialen Organismus ihres jeweiligen Wohnlandes aus unermeßliche Schwierigkeiten stößt, ja fast unuiöglich ist, ist auch ihr potenzieller Anteil an den der Enteignung verfallenden Reichtümern nur außerordentlich gering. Noch weniger aber können die jüdischen arbeitenden Massen Erben irgend bedeutender -Werte im Rahnwu ihres eigenen jüdischen sozialen Organismus werdeir, da innerhalb besielben der Kapitalismus (wie bei früherer Gelegenheit dargelegt) nur eine destruktive Mission hat, seine -roße konstrnktive, schaffende Sendung aber ausschließlich außerhalb der jüdischen Gemeinschaft übt. Innerhalb unseres nationalen Or- Vchsmus erben die jüdischen arbeitenden Nassen nur die Leiden eines der Deklassier «ma verfallenen Kleinbürgertums und de« Komitees begründet. Die Komitees beginnen ihre Tätigkeit in erster Reihe mit der Besteueruug der Zionisten. Diese Besteuerung, die in Kischinew bereits durchgesührt wurde, ist gegenwärtig in allen Bezirksstädten im Gange. schrieben? und auferlegte Steuer ffür die näckften fünf Jahre die Gesamtsumme von 2VI Millionen Lei, wobei konsequent die Maaseridee als Besteucrnngsmaßstab angewandt wurde. Die Erfahrung lehrt, daß so sehr, die Maasseridee auch im ersten Moment »«durch-' führbar erscheinen mag, siesich doch in der Folge als der geeignetste Steuerregulator erweist. <^as Beispiel der Maasserentrichtung wirkt drrekt ansteckekld. Kaum hat jemand dev Maasser entrichtet, so wird er selbst einer seiner feurigsten Verfechter. Kein Redner kann so zündend, überzeugend und anregend wirken wie derjenige, der seine Pflicht getan und den Maaiser entrichtet hat. Das Prinzip des Maasser hat in den zionistischen Kreisen Fuß gefaßt nnb findet allmählich auch in nichtzionistischen Kreisen Anklang. Und selbst wenn es in nranchen Orten wegen allzugroßer, in die Augen springender Herabsetzung der zu leistender Mamserabgabe bis zu effner Relegierung einzelner 6)esinnung§genossen kommen sollte, so dürste das auf die Gesamtaktion von guter Wirkung fein. Der Maasser wird sowohl vom Stammvermögen wie auch vom Einkommen berechnet. Bei Festsetzung des Minimalbetrages beharren wir gleichfalls auf dem Maasserstandpunkt. Der monatliche Minimalöedarf einer Fannlie Flugblätter in Anwendung gebracht. Das Mandat wird separat gedruckt werden und zur Verteilung gelangen. Die Presse verursacht uns auch größere Ausgaben. Me diese und noch vieel andere Unkosten, die die Arbeit erfordert, dürsten wohl 5 bis 6 Prozent der Sammlungen in Anspruch nechnen. Amertta. Die Stimmung in Amerika. Nachstehend geben wir einen Auszug aus einem im New chorker „Morgenjournal" erschienenen Artikel des Redakteurs B. Sylvin. Dr. Weizmann bereitet sich jetzt auf seine Amerifareise vor. Wegen dieser Reift ist auch die Sitzung der Großen Actions-Comites verschoben worden. So haben es die amerikani-' scheu ZionistcnMwer verlangt. Ihr Wunsch ist gegen den Willen nmncher Mitglieder des Actions-Comites erfüllt worden, weil Sokolow und Weizmann der Meinung sind, daß der Frrede mit Amerika über alles ginge. . Wir halten es für nötig, darauf hinzuwei- >en, daß die Zionisten Amerikas nie mit den europäischen Führern Krieg geführt haben. Es gibt keinen einzigen organisierten Zionisten m Amerika, der die Führer in Europa angrerfen würde und keiner von ihnen hat einen Ansschrrb der Sitzung des Actions-Comites verlangt. Dies war einzig und allein der Wunsch der amerikanischen Führer, die seit der Jahreswnferenz in London gegen den Willen der zwnfftischen Massen in Amerika, ja sogar gegen den Willen vieler ihrer eigenen Mitarberter in der Nationalexekutive (Gesch/stsführender Ausschuß der Zionist Federation of Amerika) arbeiten. Dieser Aufschub ist hier allen unverständlich. Eigentlich sollte die Ä.- E.-Litzung zuerst stattsinden, die Pläne für den sofortigen Aufbau Palästinas ausarbeiren, und erst dann müßte Dr. Weizmann nach Amerika kommen, um von den amerikanischen Zionisten die Durchführung der vom Großen Actions-Comite ausgcarbeiteten Pläne zu verlangen. Bor allem müssen die Pläne ausgearbeitet werden, dainit die amerikanische.^ Juden wissen, wie t i e j sie in ihre Taschen greisen müssen. Die amerikanischen Führer haben versucht, die in Buffalo durchgeschmuggeltcn Beschlüsse auch in Kanada durchzusetzen. Ferner habe« sie versucht, James Rothschild für slch zu gewinnen. Mer die Kanadaer Konvention erllärte ihnen, daß sie eher geeignet sind, mit London zusammenzuarbeiten, als sich von Amerika ins Schlepptau nchnren zu lassen. Auch James Rothschild erklärte seine absolute Loyalität Weizmann gegenüber, sobald er merkte, wozu die amerikanischen Führer ihn gebrauchen rvollten. Die Hauptsorge bereitet uns der Keren Hajessod. Dr. Weizmann und seine Begleiter müssen das hiesige zionistische Publikum über den Keren Hajessod richtig informieren damit die Arbeit für den Keren Hajessod energisch durchgeführt wird. Aber außer der Keren Hajessodfrage.gibt es eine noch viel wichtigere Frage, die während des Aufenthaltes Dr. Meizmanns in Amerika geregeli werden muß ."Das ist die Frage der zionisti scheu Disziplin, die außerhalb^ jeder Diskussion stehen muß. Die zionistische Parteidisziplin, wie die Disziplin jeder Partei, fordert, daß die Beschlüsse des zionistischen Kongresses für alle Zionisten phne Unterschied bindend sein müssen. Wenn die Jahreskonferenz, die in einem kongreßlosen Jahre dic Machtbefugnisse eines Kongresses besitzt, be schlossen hat, den Keren Hajessod durchzuführen, ist dieser Beschluß für alle Landsmannschaften bindend. Daher sind die Beschlüss; von Buffalo ungültig, die im strikten Gegensatz zu den Londoner Beschlüssen stehen. Interessant ist auch, daß nach sichere! Nachrichten aus allen Bezirken die zionistische- Massen die Beschlüsse von Buffalo als ungültig betrachten und bereit sind, den Kerer Hajessod, rvie er in London beschlossen wurde durchzuführen. Die zionistischen Massen dürfen aber nicht länger schweigen, sie müssen ihre Stimme laut erheben, damit die europäi scheu Führer hier keine Konzessionen hier an die amerikanischen machen sollen. Das Schweigen der zionistischen Massen ist von beiden Seiten als ein Vertrauensvotum für die amc. rikanischen Führer betrachtet worden. Frieden? Ja, aber einen ftir die Lei. kung der Weltorganisation ehrenhaften Frieden. Möge niemand sagen, daß der falsche Klang des amerikanischen Dollar die Autorität der zionistischen Leitung verletzt habe. krez Israel. PMWes. Autonomleder Städte. " Auf Grund einer Besprechung mit u«.. Jüdischen Na.ionallomilee o r'prach Oberto« missär Sir Herbert Samuel. Jnstruk t neu zr eriaifen, wonach die jüdischen Sladträ^e als die a.lelnige jüdische Revrüien'anz in den städtischen und I'ändl. Siedlungen anerkannt werden sollen. Als oberste Vertretung Tot' das Nationallomitee (Waad Lenmi > gelten. De« kommunalen Vertretungen soll ferner da?. Be steuerungsrecht eingeräum: werden. (Z. &.) Irreführende Nachrichten über eine „Räumung" Jerusalems. Das offiziöse Woiss sche Büro, wsihe-, im allgemeinen leine Nachrichten über BAäi-ina bringt, meldet, daß Jerusalem von de; fr auch sisck'en und itaiienr'chen Befttzungsab effung geräumt sei. Eine Reitze von Blättern 'oeachiu diese Meldung unter dem irreführenden Ti es „Jerusalem geräumt. Selbstverständlich ist von einer Räumung Jerusalems r> »; die Truppen der Mandat-machr E-g a d lftne Rede G. Si. i Bildung einer palästinensischen Landesverteidigung. Die palöffunensische Negierung trifft Vor bereitungen für die Aufstellung einer eigenen Truppe, einstweilen von 2 Bataulw e? vo 600 Mann. Das Nordbat..illon s ft hauvsächlich aus jüdischen Soldaftn bestehen und von Col. Margulin befehlige werden, welchebereits der Kommandeur de „Judeana", bet jüdifsen Legionäre im engsichen Heer. war. Das Süddataillon soll vorwiegend cus Arabern bestehen. An der Spitze beider Ba ailleu. steht General Laste!!. Die Tienstz.-r.- wird aus ein Jahr festgesetzt, und alle 6 Mona;« sol eine neue Rekrutierung stattsinden. (Z. Z.j Wirtschastliches. Die amerikanischen Bodenkäuf« Im Aufträge der aweritanischen Bode ankaufsgese'chchaft „Zion ikammo -weatzh" h, geben sich in kurzem Ppter Schweitzer uitz

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