Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 25 (1.4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9610648-9611118-9610779--127-9610781- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sette N „JSdMs VoftME r. AM E tat Jüdischen Nationalfonds der Ktnderseele fi *pfjer bringen soll. Auch wäre er für einr Fntensivicrung der Büchftnsaw.mlung. Mül- Z fk r (Bratislava) wendet sich gegen den Naa nonalsondA, weil vsn ihnt Handlungen uncertommen würden, welche die gesetzestreuen Jü-- -n oerletzen: er btttech das; von^ Nationalz sonds nichts geschehen möge, was die konservativen Juden abstoßen könnte. Dc. Josef ■ Hufeisen : Die Zahl der Sammelmittel * wnne nie groß genug sein- Wer süi den Nanonalfonds gearbeitet hat, weiß, daß sich, je me'*; C^nnmrfntmel einem zur Verfügung Hetzen, desto niehr Gelegenheit zum Sammeln öieten. Ter Ausbau der Sammelmittel sei tu pslegem Er habe die Erfahrung gemacht, daß gerade durch die Materialien große Sum-- men bereingebracht werden. Er verspreche sich viel mehr von der intensiven Tätigkeit jedes einzelnen Zionisten als von psychologischen, oder pädagogischen Problemen: Arbeiten Sre jeder, leeret: Sie ieder in zehrt Hausern die Büchsen, dann werden Sie sehen, daß Sie Erfolg haben werden. Er wendet sich gegen die Ausführungen des Herrn Müller, indem er darauf hinweist, daß die Nationalfondstommiffi-jtt jederzeit Rücksicht auf dir relcgiösen Empfindungen der Juden genotnmen habe. Frau Mitzi Löwtz steht auch auf dem Stanb» auf die neuen Jüdischen Jügendblätter, die in Prag erscheinen, aufmerksam. (Bar Kockba, Prag. Dlouha 32.) Fräulein Newekluf spricht die Ueberzeugung aus, daß wir dic Jugendarbeit intensivieren rnüisen. Das wichtigste Element sei die jüdische Schule und die jüdische Kinderheimstätte. In Prag bestehe eine Kinderheimstätte, an der die Beteiligung zionistischer Kreise gleich Null sei. Die Assimilanten leisten die ganze Arbeit und benützen^ diesen Umstand, um im entgegengesetzten Sinne zu arbeiten, so daß die ganze Arbeit in Gefahr ist. Sie appelliert daher an die Zionisten, sich mit allem Interesse dieser Frage zuzuwenden. M. Spitzer (Hapoel Hazair) betrachtet den Zionistentag nickt als die Tribüne, auf der solche Referate gehalten werden sollen. Für ihn zerfällt das gayze Problem in zwei Teile. Erstens: wie hat sich die Jugend zur jüdischen Politik zu stellen, und zweitens in das Problem der jüoischen Schule. Tie jüdische Schulpolitik könne nie einen Erfolg haben, so lange die Schrüe von Gnaden der Gesetzgebung gemacht wird. Eine jüdische Schule könne nur auf jüdischem Leben basieren. Man wird eine jüdische Beivegunz nicht schaffen, sie wird von selbst entstehen. Professor Dr. Engel würde es für eine Unverantwortlichkeit seinerseits halten. der Debatte sprechen noch D-..^ Ostrau oder das jüdische' Realgymnasium irr Ferbstetn zur Lotterie, Dr. Lebenhart zur | Brünn, zu sehen, dann hätte er zu meiner landsmaunschastlichen Siedlung, Nein, Haas- Korrektur seiner Ansicht kommen müssen. Was Trnava stMisrachi), Dr. Goldstein, worauf eine Generation durch 80 Jahre vernachlässigt Sekretär Kafka das Schlußwort hält ibat, könne man nicht in zwei Jahren aus- Für den Leginmationsansschuß berichtet, stürzen. Es sprechen in^ der Debatte noch Ernst Freund, daß sämtliche Mandate alsi ^r. Epstetn und M. -spttzer. ^.as Schluß.-- ' ' ' - wort hat der Referent Dr. Lebenhart. Zum Kassabericht spricht Ing. Slonitz. Nun schreitet man an die Wahl des Permanenzausschusses. Es liegt ein Antrag vor, in den Permanenzausschuß je fünf Vtiti glieder eines Distriktes, drei Mitglieder von Me Herren vom Misrachi als Delegierte an- J Havoel Hazair mb ein Mitglied für die Podzuerkennen, sondern nur als Gäste, weil keine (karpatska Rus zu wählen. Dr. Feldmann Erklärung vorliege, daß sich der Misrachi dem' (Brünn) beantragt nur zwei Mitglieder -pro gültig anerkannt wurden. Es seien bisher 81 -Delegierte anwesend, und zwar aus ststayren und Schlesien 32, Böhmen 23, Slowakei 18, ' Hapoel Hazair 5, Misrachi 3, doch dürfen noch einzelne Delegierte einireffen. Norbert Adler ist nicht in der Lage, Föderation wäre. -; . ., "! men: Dr.'GoWein, Tr. Refth Dr. Pick, ' Dr. Ludwig Singer beantwortet -in!Margulies, Zucker; für Mähren: Dr. Huldigungstelegramm an den Präsidenten! Feldmann,-r. Altar, Paul Heut, T^. Herr- Masaryk in tschechischer Sprache, das sofort ab-! mann, Gustav Fmp; für dre Slowakein Dr. gesendet werden solle. Dieser Antrag wtrd mtt i Auredt, Dr. Kondor, Dr. Ferbstetn, Emtl Neu- . |JSÄ«CS «£ 5ein-Neutttt'chetn beantragt, daß sämtliche Anträge dem Perntanenzausschusfe überwiesen werden sollen. Norbert Adler berichtet, daß das Zentralkomitee die Bildung eiyeü Permanent an: schuises nicht in Aussicht genomtnen habe, sondern-die mehrerer Kommissionen, die herein erst nach Anhörung des Berichtes res Leaittder Tschechoflowaker so aktrve Poltttl getrieben manousausichusses gewählt werden sollen. Dr. Herrmann ist nicht für die Schaffung mehrerer Kommissionen, sondern für einen Permanenzzer, Tr. Grünfeld Adolf, Ing. Siegfried Spitz. Schluß der Sitzung ^»8 Nbr abends. Nachtsitzung: Auf der Tagesordnung steht das Referat über G a l n t h a r b e i t. Ter Referent M. Spitzer führt aus: Trotzdem in ausschuß. Dieser Ansicht schließt sich der Zionistentag an. Das Jugendreserat erstattet Dr. L ei>«erhärt. Zucker bedauert, daß die Redezeit gekürzt sei, denn die Jugendfrage sei die Kernfrage der Partei. Es handle sich nickt darum, ein Jugendreferat zu halten, nicht einen Jugendsekretär anzuftelken, sondern um eine Jugendbewegung. Man müsse der Jugend ideologische Arbeit bieten, die tn der ätzten Zeit von der Partei total vernachlässigt wurde. Die bloße praktische Arbeit, die bloße Geschäftigkeit stoße die Jugend ab. Professor Dr. Engel: Jedes Volk hat Unterrichts- und Erziehungsideale. Dem jüdischen Volke sind sie seit Jahrhunderten abhanden gekommen. Man könne die Erziehungsfrage nicht in einer Viertel- und ntcht in einer halben Stunde erledigen. Dazu brauche man Wochen und Monate. Dt au müsse dre jüdische Schulbewegung in Fluß bringen. Er warnt davor, nur in der Turn- und Sporrvewegung das Heil der Jugend zu suchen. Im übrigen tage morgen (am Montag, den 28.) die Lehrerkonferenz und er bitte, derckn Ergebnisse zur Kenntnis zu nehmen. Man tnöge sich nur eines vor Augen halten, daß wir mit allen Hilfsmitteln zu Ende sind, wenn tvir nicht jüdische Erziehungs-, Unterrichts- und Lehrwird, habe man sich doch nirgends so wenig über die Art rlnd Weise dieser Politik auseinandcrgesetzt, wie gerade bei uns.- Es existiere in d^r Galuth kein jüdisches Volkstum, für stas man besondere Rechte fordern könnte. Man müsse erst dieses Volkstum schaffen. Es ginge nicht an, die Galntharbeit auf eine formal-rechtliche Arbeit zu beschränken. Es zeige sich, daß-dieselben Leute, die im Jahre 1918 und 1919 die Anhänger des Jüdtschen Nationalratcs waren, daß. diese Anhängerschaft immer mehr und mehr abfalle und baß dieser Vbbröcklungsprozeß nicht momentan aufhöre, sondern noch größer werde. Das mache die abnormale Lage der Juden. Trotz der Emanzipation habe sich die psychologische Ghettostruktur der Juden nicht geändert. Die Jude« bilden nach wie vor' eine wirtschaftliche Kaste, eine wirtschaftliche Kaste sei aber auf die Dauer keine Gewähr für die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Existenz. Durch die Sozialisierung, durch die fortschreitende Organisation der zentralen Gütervermittlung werden die Inden in den gütervermittelnden Berufen nicht bleiben können. Die nationale und genossenschaftliche Konkurrenz entziehe den Juden den Boden, daher die Auswanderung aus kleinen in die größeren Städte. Es sei unmöglich, auf dxr Grundlage unserer jetzigen wirtschaftlichen Struktur das Judentum zu erhaltest, wenn man nicht zu radikalen Mitteln schreite. Dieses radikale Mittel frye er in der Berufsumschichtung. Er wisse, daß in dem institute schaffen. Professor Dr. Epstein: Rahmen der heutigen Tagung der gesamte Der Grund des Rückganges in der Jugendbewe- Komplex nicht erledigt werden könne, es ser - - - - - - ' - - ' .’ «her notwendig, die Prtnztpten der Galutharbeit durchzudiskutieren. Er glaube nicht an den Bestand einer jüdischen Schule, tvenn nicht gung sei darin zu Juchen, daß der Ziomsmus an Konsequenz eingebüßt hat. Für Hapoel Laratr sei die hebräische Sprache ein Symbol,,. . . .. L »tan müsse es so weit bringen, daß am! ein chdrschrs Volksleben geschaffen werde Hier väcbßen Jionistentaa nur hebräisch gesprochen' dürfe keine Stückarbeit geleistet .oerden. Man ÄJ “«I' »««M Ke Juden ", der Münch Me übersetzt werden sollen. Er mache auch zum große« Teck zu produktiven Arbeiten überführen. Er beantragt ein jüdische? Arbeitsamt, jüdische Berufsberatung, ambulante Berufsberatungsstellen, die kleine Orte besuchen, Lehrwerkstätten mit Lehrlingsheimen, die Schaffung von Lehrgütern, die Regelung der jüdischen Wanderung innerhalb des Landes, die Anlage von jüdischen Dörfern im Jnlande, wo Landwirtschaft getrieben werde. Zur Finanzierung dieses ganzen Problems soll eine Bank geschaffen werden. Diese jüdische Bank müsse unter der Kontrolle der zionistischen Organisation stehen. Referent wendet sich dem Jüdischen Nationalrate zu. Die Gal-uthkörperschaft, die jetzt besteht, sei nicht befähigt, die von ihm vorgeschlagene Arbeit zu tun, weil sie nicht getragen werde von dem Willen der zionistischen Organisation. Der Jüdische Nattonalrat müsse auf. demokratische Weise gewählt werden. Diejenigen jüdischen Organisationen und Parteien, welche die Renaissance des jüdischen Volkes auch in der Galuth bejahen, haben in den Nationalrat Delegierte zu entsenden. Dr. Ferbstetn (Presov) hält ein« Berufsumschichtung für unmöglich. Dr. Gustav Kohn: Die ganze Frage der Galutharbeir, wie sie vom Referenten gestellt wurde, rüttelt an der alten Frage der Galuthverneinung oder Galuthbejahung. Damit hat man sich hier schon vor 20 Jahren auseinandergesetzt. (Zwischenruf Dr. Margulies: seit dem Olmützer Zionistentag). Die Ueberzeugung, daß eine restlose Lösung der Judenfrage in der Galuth infolge der abnormalen soziologischen Struktur des jüdischen Volkes unmöglich sei, habe eben zum Zionismus geführt. Alles was hier an Galntharbeit getan werde, sei nur ^alliativarbeit, Stückwerk. Die Anlegung von geschlossenen jüdischen Dörfern halte er für ganz'* ausgeschlossen, weil der eventuell freiwerdende Boden den Legionären zugeteilt werden müsse. Dr. Angela Gold st ein verteidigt die Politik des N. R. gegen die Mwürfe des Referenten. Die Politik des N. R. sei in erster Linie der Abwehr der Angriffe von außen germdmet. Man dürfe den Erfolg der Anerkennung der südischen Nationalität in der tschechoslowakischen Republik nicht unterschätzen, dar ganze, wonach wir gestrebt haben und mit Erfolg gestrebt haben, ist daß die Juden den 9tamen verdienen, Juden zu sein. Man fragt hier, wem der I. -N. R. Rechenschaft schuldig ist. Redner glaubt, daß jedes zionistische Mitglied des N. R. brn Zionistentag Rechenschaft geben werde. (Heftige Zwischenrufe von Dr. Epstein und Moische Spitzer veranlassen den Redner, zu schließen. Prof. Dr. Engel will die Schwierigkeiten feststellen, die sich z. B. dem Schulwnck entgegengestellt haben, daß unsere Forderungen nicht jene Objektivität der Verhandlungen gefunden haben, die wir erreichen wollten; man hätte sich erst in diesem Staate, nach Ueberwindung von Bxrgen der Schwierigkeiten, den Weg bahnen können. Dr. Goldschmied (zur Geschäftsordnung) beantragt Befristung der Redezeit mit Ausnahme Dr. Epstetn und Dr. Ludwig Singer auf 10 Minuten. Es sprechm in der Debatte noch Springer (jüdisch), Norbert Adler, Dr. Epstein, Dr. Josef Rufeisen, Emil Waldstein (tschechisch), Dr. Alfred Löwenstein für eine Gründung der Föderation Binjam Haarez. Um »Al Uhr früh wird die Sitzung infolge der eingetretenen Sperrstunde geschlossen. Zweiter Tag. Beginn der Sitzung halb 10 Uhr vorwfttckgs. Die Referat; über da^ Vakäfiinaamt. Chalu;referat. Heren Hojes'odMe^'at werden zusammenge'egt. Aleranber Feig berichtet über die Tätigkeit des Pakästhnaamtes. Dr. Wer spricht über d'e Notwendigkeit der Ausbi'.dting der Chalut'm, di; t« dieselbe Zeit eine Tagung in Tepiitz-Schönau haben, und schlägt zwei Resolut onen vor Der Zionistentag nimmt die Bildung des Chaluzoerbandes für die Tsch'cho lewale^ mt dem Sitze in Teplitz-Schönau zur K;n;llats und anerkennt ihn als die Verttetung dec in der Tschechoslowakei lebenden Chalusim; demgemäß sind Entscheidungen, welke Chalnzim betreffen, im Einvernehmen mit dem Ehaluzverbande zu treffen Der Zioni'len ai fordert das neu;uwählend; f'rt rallom te; au', bei der Leitung der Wellorgamsat on dte notwendigen Schritte zu unternehmen, dam't dir für.Ausbildung, Ausrüstung und Uebersiedlung unbem tteftrr khalnzim notwetditzen Mittel aus den Mittclt des Keren Hajessod gemäß den Bestimmungen beigeste'll wttdxnl Dr. Herrm'ann will nur die ailgemernen Grundlagen des Keren Kajeslod auseinandcrsetzen, während Emil Wald "ein meh: das spezielle behandeln soll. Ec spricht über die Lage in Palästina, die bald alltu tos g. ,-ald übermäßig xeffimi isch dargZ.esit werde. Er streift die Iragen der Londoner Iahreslvr.ferenz und bespricht die Umgestaltung der Ererutive. Die Entwicklung wird immer de.älicher und £ioret. Die Ri hlunz wird tepräenrierr durch Weizmann. st; wird ckm.aktcrifieri durch zwei Punkte: die Betonung der Kulturarbeit in Palästina und die Betonung einer rafch-tcn und stärle.etz Ahah. Nach kurzen Worten über die Mandalsbefiimnnmgen wendet er sich nun der artet* für den Keren Haj;siod in dem Gebiet'' zu, das ihm untersteht, daß ist der Distrik! ML> ren und Schlesien und Nordböstmen Er gibt Ziffern über die bisherigen Ergebnisse. Die Erfahrung habe gekrhrt, das wenn dis Zio-- nisten nicht vorangehen, von dm anderen nichts zu erwarten sei. Emil W a l d st e in spricht über die eigentliche Organisation Der Keren Ha'es od erhalte in der Tschechoslowakei zwei Büros, nnes in Prag, eines in ViShr.-Ostrau. «,»- bei Deusichböhmen dem Bureau von Mühr.« Ostrau unterstell wurde, doch so ist; Donar Emil Margulies die Aktion oorbereiten. Dir Propagandaaktion war gedacht als eine bei der zionistischen Oeffent.kbkeit und eine bei der nichtziomstischen Oef :rt. Verl u.ig Hai e man das Hauptgewicht darauf gelegt, d:e Bestimmung des Maasier durchzusetzen. Ev bezeichnet den Keren Hajrffrd a s einen Prüfstein des Zionismus. Der Grund,' w 't m die nichtzionistische Bevölkerung in de: T d)tchoslowakei so schwachen Antel! nehme, berugtt in der Umnsormiertheit in der zionistischen Literatur, die zum großen Teil' deutsch fei uno von vielen Juden infolgedessen nicht verstanden werde. Es wäre daher notwendig, sowohl die tschechische als auch die deut chs Parteipresse so zu gestalten, damit se l;istungssähiger werde und auch diesen Anforderungen entspreche. Dr. Goldstein: Dre mitgere'len Zahlen könnten nicht befriedigen. Er möchte Vorschlägen. daß diejenigen Zionisten, die ihr« Pflicht nicht erfüllen, aus der Partei gebannt würden. Er wünscht, daß die neue Leitung der zionistischen Weltorganrsafton begrüßt werde, daß wir ihr das Vertrauen «ussprechen und das Gelöbnis ablsgen, alles das zu erfüllen, wozu wir verpslichlet find. Guttmann Mor (jiddisch) überbrjngL Grüße der Judenschaft aus der Podkarpatskck Rus. Er erhebt Vorwürfe gegen die Leitung. weil in Palästina Handlungen unternommenwerden, welche die gesetzestreur Iudenschaft verletzen» Er wünscht, daß bf* Eaekutkoe aufgefordert werde, dahin chl «ftken. daß nichts beim. Aufhaue PalSstiaas unternommen werde, was die rrabittone lm und rellgiösen GeMle der Judenschaft ve»k ketzen könnte, und fernerhin, daß jeder Zionist veranlaßt werde, sein Leben so ein;«- richten, daß es mir den Forderungen des traditionellen Jrldcntums ln Einllang gebrächt werden könnte. Dr. Josef Rufeisen (Jur Geschäftsordnung) beantragt Befristung der Redezeit artf fünf Minuten. (Angenommen.) Dr. Resek wünscht, daß der Zionistentag sämtliche Ortsgruppen und Vereine beauftrage, in den folgenden drei Monaien olle Veranstaltungen und Aktionen fallen zu laßen und sich nur in den Dienst des Keren Haieffod zu stellen. Dr. Epstein: Man müsse über Palästina besser informiert sein. Er wendet sich gegen die Art,-wie Dr. Herrmann die Derhä.tnisse in Palästina dargeste.lt hat. Der Geist, der hier herrscht, der wirA in Palästina nach. Er beantragt im Namen des Hapoel Hazair folgende Rechlutton r Der Aufbau Ere; Israels erfordert tn erster Linie ein Msnfchenmateria', das körperlich und aeistig vorbereitet ist, :<n die schwere und verantwortungsvolle Arbeit in allen chren Formen selbit mit Aufopferung der etgec.en Person auf sich zu nehmen. (Ähaluztuttzj. Alle unsere politischen Erfolge werden ihres Wertes und ihres Jnhahes beraubt, wenn das jüdische Voll die erlangten politischen Rechte nicht zum realen Aufbau des Landes verwendet. Aus d'esem Grunde ist die haupt'ächl chste Forderung nicht >'ur des gegenwärtigen, Augenblickes, srnstern über' Haupt des gamen zukünftigen Au ba nverkss, daß die Ali ah von lkhalüzim in inMer verstärktem Maße stattsinde. Der Parte tag ste 1i fest, daß alle Beschränkunge t und Drostelangen der Aliah der letzten Jeit bereits ernste ernste politische Gefahren herausbeschworen haben, die das bisher km Lande erreichte auf das schwierigste gefährden. Der zweite tschechosiowaiischeisntiieatafordert daber: a l: Besch.änkunger, die zur Drosselung der M al; in letzter steil gefüh:t haben und noch führen können mäs e.! so »i aufgehoben werden. Auch die Beha tpiung, di; Leitung besitze noch' ni H dir aeikägende» Mittel für einen systematchchen Au bau von Erez Jirael, kann und darf kein Grund zur DroMung der W.ah sein. Der «SeiouianL i