Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 23 (22.3.1921)
- Date
- 1921-03-22
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/9610648-9611118-9610765--113-9610767- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
***** ^KrwPf-.v --:-v^B®^&e-*3*a“>_, >?»■■ ■■ , j Scfte? Menstag ..IMfches VolksbsE SS. Mkz Nr. «. i vül der Schekslsteuer zu entkräften uno wrderlegen. 'V-...^E>en und Jüdinnen! Heute soll das . Mrjche Volk nicht in ein fremdes Land verkanft nierden, sondern sein eigenes Land für sich selbst zurückkausen! Als die Hamans uns verkauften, bezahlten sie sie uns mit Schekoliin und jetzt wo es mn unser ganzes Volk geht, um unsere ganze Zukunft, wo bereits die zwölfte Stunde geschlagen hat, mögen sich alle in Frieden vereinen, sie mögen bitten und fasten, und wer nicht saften. kann, oder will, seine Mahlzeit mit Schekoliin einlösen und befahlen, damit wir unser Land und Volk und das Land iür unser Volk in Eintracht und Frieden erlösen können. zu i u, nicht genug zu rühmender Weise ihre Pflicht erfüllen, so >väre die Lage noll katastrophaler geworden. Die erste jüdische Lebrerkonserenz in Olmütz hat zu einer Behandlung unserer Schulsrage im Kulturansschusie und im Plenum der Nationalversammlung geführt, die bevorstehende Tagung must noch zionistisch« Bewegung noch gegenübersteht, gelangt sind, Sir Alfred Mond bat in mutigem Entschlust die Lasten der Führerschaft auf ökonomischem Gebiete, auf sich gciwmnlen. Er ist der Vorsitzende des ökonomischen Rats, der gebildet wurde, um die jüdische Wiederaufbaustärkere Akzente tragen und eine andere als arbeit Palästinas zu leiten irnd zu kontrol- ***** einjährige Lösung fordern. ’ li wen. Der Economic Council umfaßt bereits Lehrerschaft wird auf der Tagung in steigender stahl viele wichtige Perionllchlei- Nun macht einen Spas, meine Juden und vereiniget euch ivenigstenS am lustigen Purim. s»r TrrMug der Mischen Lehrerschkft. Zum zweftemr.ale tritt irr Brünn am weiters zu pädagogisch-didaktischen Fragen aller Art Stellung zu nehmen haben. Die Grundfragen des VolkSschulnnterrichle?, das Einheitsstatut einer jüdischen Mittelschule erten aus allen Kreisen des Judentums, Zionisten und Nichtzionisten. Palästina wird immer mehr eine Sache des gelainten Judentums. Zwar der Zionismus ist es, der . die grosten 88. und 29. März L I. die jüdische ^Lehrev-! wird es auch an der politischen Einsicht schüft zu emer Tagung zurammen. -z>k sinj unfettr verantwortlichen Führer nicht fehlen, det cm reiche^ Mast an Arbeit vor. was tatreickw« Gedanken zu verwi'llllichen, Provt>orrum, unter dem die lüdftchen Schu- r len der Subetenländer uns der. Slowakei iiu . 'JX' cn!>clgleicher Weise leiden, l-a: zur Schließung einer' - fordern sorgfältige Beratung. Ter Konarest: Erfolge erzielt hat. Die Zionisten aber' bean wird rn der Lchrerbildnngsfraqe einen ent-! sprnchen keim Alleinrecht aui die Liebe zu Zion, scheidenden Beschluß fassen müssen und nicht j sondern tuenden sich an alle Juden ohne Unzum geringsten die Einsetzung einer Prnftmgc - wrschied mit der Bitte, am jüdischen Wiederwmmkfsion ft:r das Lehramt der hebräitchen I anfüauwerk des uralten indischen Heimatlandes Sprache zu berate»: l-aben. Die Tagung in mitzuwirken. So bosfen wir, daß am Keren Brünn soll den Beweis erbringen, dast die .Hajeffod alle Teilendes jüdischen Volkes mit jüdische Lehrerschaft ihre große erzieherische Liebe und Hingebung Mitarbeiten werden. Die Ausgabe endlich voll ersaßt hat und gewillt I Tatsache, dast Sir Alfted Mond sich in solch! ffh stie mit allen Kräften zu vollsübren, dann bingebendcr Weise dem Palästinawerk widinet, nröge Vertrauen zu diesem Werke bei jedem! Ehen wurden im Jahre 1910 in 'Böhmen, Mähren und im Trovvaner Gebiet laut Nr. 3 der „Mitc.i.unze.! de - Slati isnen Staat a.n.es" nrehr geschiotjeu ale tu oeu Jahren 1904 bis 1919 und zivar im ganzen 119.464 (in Böhmen 81.139). In den Jahren 1904—1918 gab es jährlich durchschnittlich 72.827 Eheschließungen, mithin im Jahre 19 l9 um 46.647 mehr als im vorkriegsz-illichcn Jahresdurchschnitt. Gegenüber dein Zaire 1916, das in dieser Hinsicht die kleinste llifser 32.726 Ehen ausweist, wurden im Jahre 1919 86.738 Ehen mell - geschlossen. Di? große Zunahme an Eheschließungen bängt sichtlich mit der Demobilisierung des Militärs und der Rückkehr der Legionäre zusammen. Vergleichen wir die einzelnen Vierteljahre d. I. 1919, so weist die lvenigsten Ebeschließungen das zweite Vierteljahr (26.445), die meisten Eheschließungen das vierte Vierteljahr (36.886) aus. Die Bilanz der natürlichen Bewegung der Bevölkerung. (Derhältniszahl Ir Geborenen und der Gestorbenen) im Jahre 19t) {n Böhmen, Mähren und tni Troppauer <~'‘eltei bat sich bedeugrosten Zahl von Leorann allen geführt. Jübische Le!rer sind ft 'llui g .o gevwrden, nichtjüdische Lejwträsle sind an lüsischen Schuten Mährens und der Slowakei durch die Bestimmung b^r Schulverwal:u"g tn-.iiev tätig oder ftär diese neu ernannt. Das einzige Akttvum sind die Schul grün düngen in Brünn und Prag. Mit welchen .Hindernissen aber diese vielversprechenden Anfänge eines wirklichen jüdischen Schulwesens geschaffen wurden, darüber wird die Lehrertagung genügenden Ausschluß erhalten. Die schulpolitische Frage, allnem-ft'-, must endlich ft'' Juden erwecken. Ein jeder möge überzeugt lein, dast die Grundlagen des jüdischen Palä stina nach Gmndsätzeu klügster «8^. und - ^^Äess^'und^war nicht gegenüber i Staatsmannsiünft gelegt iverd.m. Im Zeichen ■ - - ■ : >. ± ■>. ,v! Alfred Monds, möge sich dem Palästinawerk -j zuwenden, wer bisher sich zurückhielt, weil er Ar Alfred Mond v.n*r das VakWna fyßxf. j an dem realen Geilte zweifelte, den Sir Alfred j zweifellos in stärkstem und vertraneuerwe?- , . (K K.) Die energische Teilnahme Ar Al- Maste vertritt, frcd Monds an dem wrrtschn;tlrchen Aufbau Palästinas ist ein Faktor, der die bossnung---' vollsten Aussichten für die künftige Enllvicklnng. des Landes unter jüdischen Auspizien esöiinell Denn Sir Alfted Mond ist nickst nur ein Minister der englischen Krone mll all dem Pr?s stige und Glanz, der einem so iobem Anite an.baftet, sondern auch ein großer Jndnstri- 'so hört man' eller, und es wäre lühn sein Gesü'll für Lösung sind-::, : geschäftliche Realitäten in Zwcllel zu zielen. Inland. Statistisüres. DieMitreilungendesStatistiichen Staatsamtes Nr. 3 (d.'S neuen Jahrganges) sind soeben ersckft. und wekieu Daten aus . über die. vor ’ n Ergebnis e der Bevölke.ung in Bö - men, ..nätwen und im Troppauer Gebiet in, Jahre 1919, über die Zahl der Eheschließungen, die den chellftmunge: de Friedensverrra er j Was auch immer von jenen Männern ge um, bet BersajjU'ug gereftst wird. Man be--gl: sagt werden mag, die als Träumer sich in Regierungskreisen' innner und immer j wer verschrien sind und deren politische - der Gcborncn und der Gestorbenen in lemselben wieder auf'die Notwendigkeit der Sckmfsung! Voraussagungen sich dennoch erfüllt haben,! Jahre. einer Schulgesetznovelle. di^ fcststellcu soll, ma-swas immer auch nur von einem Staatsmann' Daten über die Beweguua wie Sir Herbert Samuel gedacht werden kann, - der Bevölkerung der seinen lwhen Ruf als Vernmltungsbeamter sowie eine glänzende Politische Znkuns?sür seine und in Nr 3'des neken £' s-r S •’ Staatsamtes" veröffentlicht. In bk.! s-m Jahre werden in Böhmen, Mähren und fcS fi Sr! demLroppauer Gebiet im ganzen 181.875 Leben Kriestsjahte!,, sondern auch im Lause des Jahres selbst. Als Beweisstück hiefür dienen di: in Nr. 3 des neuen Jahrganges der Mitteilungen des Ata istischeu Staatsamtes veröffentlichten Daten. Während im l. Vierteljahr- 1919 die Zahl der Gestorben ■’ „m 16.73! arößer war als di: der Geborenen. lc- . trug ew»es Passivum im Ir. Biertcijachre nur noch 13.113. Im III. und IV. Bierietjahre erscheint schon ein Mehr an Lebengeborencn die Zahl der Geburten überragt die der Sierbesälle um 40.423 (u. zw. im III. Vierteljahre um 16.324, int IV. Vierteljahre um 24.105). Die größte Besserung i. I. 1919 ist im Prager Kreise (ohne Groß-Prag) zu verzeichnen. In Groß-Prag ist der Gesamterfolg noch passiv (um 2.964 Sterbefälle inehr als Geburten) wiewohl sich im IJL und IV. Vierteljahre schon ein Keines Aktivum zeigt. Eine natürliche Bevöllerungszunahme in allen IV Vierteljahren wurde nur in einem cinzigeil Kreise, u. zrv. im Ilng.-Hradisch, bemerkt. eine ansehnliche Minderheit beoeuict. der allein das Recht zusteht, Unterrichts- und Erziehungsanstalten aus ösfenllichen Mitteln zu errichten und zn erbalren.. Wann kann aber dieses für die gedeihlft ^e Entwicklung der Re- , tzsblik. noiwendige ■’c r geschasftn werden? Wohl erst dann, wenn die Grundlage zu einer Berständigung zwischen Tschechen und Deutschen gegeben ist. Bon dieser Voraussetzung aber, fürchte ich, sind wir weiter enftenct als je. Die jüdische Minderheit kann4icht^ schon well sie sich keines alten BejitzeS und! voller Hingebung angenommen. Man darf an-ftr Gebiet aber um 10.442; somit betrug der fest umschriebenen Rechtes auf einen solchen nehmen, daß er sich in stets steigenden: Alaße j ö-esamlüberschuß an Geburten 10.577. Im reichischen und mrgarischen Dnrchl',nll.:r, die und, h°t-der gleichzeitig, von jüdischen Idealen tiesz^^^" ^230 Toch^re^ durchdrungen zu fern scheust. 171.298 Sterbefälle gezählt. In Böhin Sir Alfted Mond hat sich seines Armes j Zahl der Geb. gegenüber den Gestorbenen nur im Rahmen der Zionististhen Organ:chtion mit | um 185 größer, in Mähren und im Troppau- Durchhalter er Wiener A sti'smitenkonor en ist die« >.nde . 7 e'cklü se u d llnt cklie « <en. ist Ix* utbetr .3ft)Wcmci.nnbc" iür sich kämpft,: •ieV,eu, indeesich der intelligente Mob nicht zrocrurai. sagen. Die Arrangeure wäre:: die ehemaligen östererfteM, auf diesen fernen Völlerftsu-ting in: j an der zionistischen Praxis beteiligen, daß er i Jahrcsdurchschnit- ' 904—1913 betrug der Staate warten, sie^kann sich auch nicht wi. d.r. der leitende Kops beim jüdischen Wiec-eraus- Jähresüberschnß en Gebürter: sreilm, bei ivelmit einer od. zweijährig. Gnade-lsrist begnügen. I bau Palästinas sein wird. Seine 'Reike nach iem mehr, de":: aus demselben Gebiete wur- Es mang'Le bisher, auch dies sei bier konstatiert, dem guten Willen mar:cher Verwaltung-,.-'Hörden selbstverständliche jüdische Forderungen zu erfüllen. Wir anders sollte man es sor:st erklären, wenn die Jndengemcinde Ostrau die Subventionierung 1 rer Vo k - und Gewerbeschule erbittet, urgiert und seit 10 Monaten vergeblich auf einen Bescheid rvar- , tel? Der Kultusgemeinde Friede! als Schulerhalterin ist es nicht besser ergangen. Die 'üdischen Lehrer der Slowakei sind weiter im den jälwlich mn 85.807 Personei: mebr ge- Palästinas sein wird. Seine 'Nelle nach Paläinna in Begleitung des Präsidenten der Zionistischen Organisation nnd die Konseren eu,: baren als start e:: (i. I. >906 sogar um die diese beiden Herren mit dem Oberkommissar! 105.018 mehr). Hingegen zeig: sich im Jwwe in Jernsalem gepflogen haben, sowohl be- : 1919 gegenüber den Kriegsjahren 1914 bis züglich allgemein paAstinensi'cher Fragen, wie-' 1918 eme erfteuliche Besserung, da die Gesuch bezüglich solcher, die dgs jüdische Naku -tbilanz zum ersten Male nach.I Jahtionallieim im besonderen betreffen, zeigen, wie ren ein Mehr an Geburten ausweist. Beim sehr man bemüht ist, den wichtigsten Problemen vergleich mit dem vorhergehenden Jahre 1918. an Ort und Stelle ernstlmft zu Leibe zu gehen, das in bezug auf die Beivegung der Bevölkerung Man darf annehmen, daß Sir Herbert Sabaa ärgste Kriegsjahr war (es starocn um .uviiufn* «v1“ viv vw.™,,, j.-.v .... muel, Sir Alfted Mond und Dr. Weizman:, A:4.249 Pcrsonen mestr als geboren w,rden). Hangen und Bangen um ihre Existenz, und zu definitiven praktischen Entscheidungen beist die Besserung im Jalwe 1919 um >o beackwürdcn nicht vereinzelte Religionsgemeinden > züglich der schwierigsten Problenre, denen die tcnswerter. jetzt „Frontkämpfer" beißen, und sie haben die Front tatsächlich bis in die innere Stadt Wien und die Leopoldstadt verlängert. Herr Dr. Jerzabe k hat schon im Sommer 1918 cwj dem „Deutschen Tag" noch unter dem Regime des gottseligen Ministerbräsidenten Sei dl er — im Hinterland fürs Durch halten gekä:npft, ihn: zur Seite standen alle diejenigen, die das „Drucken" vor der Front so gut verstanden haben und die schon damals die „Schweinehunde" für sich käinvfen ließen, indeß sie in Wien strotz der berell damals herrschenden Hungersnot gut lebte::. Schon dmnall hatte Dr. Jerzabek vor dn» aren 9,'ömern das voraus, daß er statt panem nur circluses bo<, eZ war damals und heute billiger. Dr. Richtung, di» schon im ersten Teil breiten Raum einnahm und noch in einigen anderen Stellen des zweiten aufzüngelt). Die zionistische Palästinavorstcllung war das neue Korelai der Galnthvorstelsung. die Zr.j k i n t cgi re aGth egr'f e; aus Nfthl ftft::us ('» i.zu' aw das GalullZ entstand Illusionismus (in bezug auf Palästina). Niemand'fragte, nach der Kapazität des Landes, nach der Eignung des Menschenmaterials in quantitativer und aualitativer Hinsicht. Man setzte alles auf die politische Karte. Diese im ursprünglichen Zionismus alles beherr'chende Politik aber war durchaus diletanftsch Sie trug weder dem Zustand Palästinas als einer tür'ftschen Provinz noch dem sich immer mehr -md mclr lllpi enden Ber ä tms der euroräischen Großnrächie gegeneinander, noch dem tiefen und begründeten Mißtrauen der Pforte gegen die Mächte Rechnung. So mußte die mit so großen Erwartungen unternommene politische Benrühung f'rt stich scheitern. Als Kvr-llat Vr inte leftu I en Galu tzvor' e lnng schu man sich den Begriff eines Paläjlina, das au das verwirklichen sollte, was man als ursprüngliches Judentum darstellre, das frei sein sollte von den Uebeln europäischer Wirtschaft und Politik, das nur Orient sein wllte. nicht s:aat sondern Gemeind:. «Mit den Jahren aber erkannte man. daß beide Pfeile» der zionistischen Ideologie s jüdischen Volkes sondc 'n nur das nationale -PJL .—- a*r— ■ 3ertir” . das nationale Aktivität nach allen Tellen d r Diaspora ausstrahlen sollte. (Der Begriff geistiges Zenirrnn wurde von Achad Haan: nicht etwa im Buberschen Sinne verstanden, also ob sich dort eine spezifische Geistigkeit entwickeln sollte, sonder:: einfach im Sim'.e nationaler Kultur). So gewinnt Margulies aus der Gegenüberstellung von Acher und Achad .Haam das Ergebnis: das Galuth wird wohl subjektiv als 'unbefriedigend^ von jedem einzelnen negiert, ist aber nicht objektiv zu negieren, da das jüdische Volk nationalen Lebenswillen genug hat, um auf jeden Fall seine Existenz fortzusetzen. Diese nationale Existenz wird die stärksten Impulse erhalten von dem werdenden nationalen Zentrum in Palästina, wenngleich -dieses nicht bestimmt ist und nicht bestinrmt sein kann, in kurzer Zeit morsch waren. Die Lösung durch Palästina konnte nicht ans einmal, nicht revolutionär erfolgen, zugleich aber stellte sich heraus, daß sie auch nicht in dem angenommenen Maße nötig war. Als die Forderung sofortiger Massen- Übersiedlung nach Palästina als Notivendigftftt fiel, fiel auch die Idee des Charters als Möglichkeit Und damit war die Ueberivindung des klaffenden Widerspruches, der grundsätzlichen Anthitesis Galuth Palästina angebabnt. Das Jahrzehnt nach Herzls Tode, das von den ersten Versuchen wirklicher.zionistischer Arbeit in Palästina beherrscht war, sah auch eine vollkommene Wandlung der zionistischen Ideologie. Zwei Männer sind es, die in diesem Sinne das höchste Verdienst haben, die scharf« Gegensätze und doch einen fast völligen ParalleliSmns zeigen: Mathias Acher und 2lchad Haan:. Äcker kritisierte bzionistische, mW1 einen großen Teil des jüdischen Volkes au^zu- «ifisxe ^chln h or e l n', crka nt. die star'e nehmen. Das bed'wet die Ue' enmndung der tische Organisation und kam zu ,, ar , . ba er doch wieder die Notwendigkell einer <an. r.i ' es ck ro ramm 'relbewus e Ar ei im Revolutionierimg des Galuths empfand, zur Orthodoxie. Achad Ham kritisierte die zionistische PaläAnavorstelluna. trat lehr frühe! schon dem kritillosen Illusionismus entgegen, j jah in Palästina nicht die Heimstätte des Galuth entwickeln. So hat das jüdische Volk gerade in dieser erweiterten zionistischen Aust > fassung außer der ziemlich begrenzten asiati-j scheu Aufgabe noch eine gewaltige europäische! Mission. Alle diese Gedanken sind bis ins Einzeln« ausgeführt und klar begründet. Mich stört gelegentlich die etwas zu gallige Auseinandersetzung mit der Buberschen Richtung, der daber auch nicht Gerechtigkeit widerfährt und an einigen Stellen, di; vielleicht zu breiten Am» führnngen allgemeiner Natur, etwa zur so .ialen Frage, die an den ersten Teil erinnern und den Eindruck machen, daß hier ein vgsiso- «nierter Outsider vo» seinem Interesse clwaS zu weit fortge'rissen ist. Hingegen schenu mir etwa die Darlegung der politischen Problem« sowohl für die Vergangenheit als auch für den jetzigen und nächst bevorstelvenden Zeitraum vortrefflich und die Gegenüberstellung und Chl»-. rakteristik von Mathias Ascher >wd Achad geradezu als ein Meisterstück. Die Konsequenz des eriveiterten Zionismus wird heute aus sehr viel weniger &•'; - rstand stoßen als dies etwa vor einem Jam - nock) der Fall gewesen wäre. Gerade die Enuvicklung des Palästinaproblems im letzten Jahre zeigt uns, welch große Möglichkeiten sich dort auftuu, aber auch welck>e Grenzen «ns gesetzt sind und führt uns mit größter Eindringlichkeit auf di: Erfassung dessen bin, was Mnrgnlies di-' Dynamik des Galuths nennt. Ich glaube, daß sein Buch von tiefer Wirkung aus di: ideologiick-e Entwicklung de» Zionism«--- >ek« kann und ich wünsche es. Dr. Hugo Herrmann. - -i