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Jüdisches Volksblatt · 1921-03-04 · 18 (4.3.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
18 (4.3.1921)
Date
1921-03-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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I den. ^-lche ÖniüerfSSt «* f*0® etms faß*« *tb fWtbSfi „»5 src^kr^ "berget. rfL^®“ & Sit« idr ba .1Cnet^i ¥-6*i 151 ftefeu lujtl' tt? LWD «Karts W eittjditebett werden. % s. SniZV" S°bmst ete Ä? "ur von ihm seL -lch von der Art. wie mtk Mmm ferne ttaiümofe ritt Dokument, düß bi? s Zenungen heute ■ - die der /ftettaH „JLolfches BolkME* ■ '“i*'_ült ’xl n^üiaitrae - und Staatsmann Lnigi §G lüUn als sein Testament an innogerietet ht Dort deisti > die Äulte anderer Nationen lit ikmen in achtungsvollem r nnd keine Ztreingl'ilen polilsrrufen. Tie Grundlage für r, daß man die andern M* hiedene Ausdrucksformen reickehi, die sich in himmWr ncn. Ten Zndcn in $ü!äj sohlen werden: xeine pemn stückten — ki nun i% Btt1-* i iffy; «nb rcli'i'i'e; H o-!ö#te doch in Paiä'iina dir tdlcnden TaM vl^-ätre'', an xi\\\v}, ReiMEdaner it.tiw ' ’oetM^x Htü UMtfäche terawexub b LviÄEÄ jMchcn. Tann »inte die 2fc' •kn ertarnen, kr viente.:' an ’tt fern sondern rrt'r ans bei uni, geegter!?err StettViiut, », Fu d'ri'w Gäße soll ietzr, Ä die vodlaaen c-äm bat, der «m» T:9Ttr4rilbun3':imtb), tet den ohne Mt#eb der f artet ^den wird, ht- » ¥* t t»i der tjqchchoioaÄtzn « i» *■! «» » , Zm * /#*£ Sa" (U“?“ "Jfi alle Brücken jw* ^■ V'* die«, ionbetn Wen, bjj^ cort *oit aus » *hm,«- *"» * ■liefen. ... «, j,;e L .OT^V* :: -t JöttS» krra.n:- Handwerker, ein Brillensch leiser Trotz allem Druck und allen Leiden die die Juden im Mittelalter cmszustehen hatten, hat die Pflege des Handwerk-?, im Ghetto nicht ausgehört. Die ältesten Nachrichten über Marsche Hmrteverker finden wir -in der Geschichte des SOjähr. Krieges. Bei der Belagerung Prags durch die Sch,veden im Jahre 16-18 war es die Gilde der jüdischen Fleischhauer. welche die Judenstadt von dem Eindringen des Feindes beschützt haben. Bei der im Jahre 1671 strttgesundenen Vertreibung der Juden aus Wien sollen nach historischen Quellen auch Handw - stör unter den Verbannten geivescn sein. Die Rechtlosigkeit der Inden in der damaligen Zeit «nd die aus derselben hervor Personen, bekennen, deütung und den gchellschaftlichen Wert de-! nicht Offiziere sein Knnen. Und durch dieses modernen Handwerks aufmerksam machen, z Beispiel ermutigt, erklär: du Warschauer Advo- Es sollen unter uns die sogeirannten katenkammer, Personen, dre sich zur chdtschen r Luftenftenzen verschwinden. Leute die nach j Nationalität bekennen, können nicht als Advo--i 'weiiäbriaer oft Problem« ischer kaufmännischer > la en an r'aimt werden. Diele Zustände müs Nach cen UeberUeserungen der Bibel wameinden müssen ausklärend wirken und in flärt m öffentüchen Erlast, da st ren die Juden zum größten Teile als^ Acker- Elternkreisen aus die volkSwirtschafÜrchc -| btc, f«giJ«*.Jüfyd}etLn 1 J Bauer und Handwerker bekanrrt urrd seltener als Händler. Einer der größten Denker und Philosovbcn, den das Judentum hervorgebracht hat, Baruch^ Spinoza,^ war von Berufs Urzeit'als"Hausgelernt" aus da? Geschäfts-! sen ein Ende haben, sie werde,» es nur haben, leben losaelassen werden. wenn die jndische Forderung nach wirkltmcr Der Handwerksberuf bildete die Vorstufe! Durchführung des Traktats über die Rechte der zur Industrie. Bei fachlicher Schulung^ und nationalen Mittderheiten erfüllt wird, ^.res persönlicher Geschicklichkeit und Jntel.tgenz nähert fick) der Hatldwerker dem Kunstgeiverbe. Bei der Berufswahl junger Menschen sollen die hier angeführten Bestrebungen zur Geltung gebracht tverden. Nicht erst dann, wenn der Junge im Studium nichts gelaugt hat, zmn Handwerk greifen. Ohne Vorurteil soll der tzandwerkerberuf erwählt werden. Wie der jüdische Handwerker selbst, so nimmt auch der jüdische Lehrling eine doppelte Ausgabe auf sich. Eiw gehende Unduldsamkeit der Zünfte den Juden n-;? soll das Handwerk sein wirtschajtlicher 'gegenüber, haben das jüdische Handwerk nt.Ist . 1 werden, der chm eine Lebensertjtenz f «iviK \t\ irt Ki'rr «ufkommen lassen und so die Juden in den Kandel getrieben. Nach einer Verfügung des 'Kgl. Polizeipräsidiums in Berlin ans dem -Jahre 1827 ist jüd. Handwerkern, die ans der Wanderschaft begriffen, in Berlitl vor- Mergelnden Aufenthalt nehrnen wollten, dieser vertveigert worden. Ein Beweis, daß damals das Handwerk unter den Juden wieder tWe« Fuß gefaßt hat. , Durch die Verbreitung der Industrie rm '18. Jalwhrmdert hat der dtiedergang des Hattdwerkerstandes im Mgemeinen eingesetzt und Großindustrie verbunden mit dem Kapitalismus haben später jeden wirtschafllichett Fortschritt der Handwerker niedergehalten. Biele Handwerke hat die Industrie überhaupt aufgesogen und vielen hat sie den größtetr Teil ihrer Arbeit weggetwmmen. Bon da ab datiert eine allgemei-re Flucht aus den Handwerksberusen. In den Industriegebieten haben -'ich die Juden dem Laufmannsstand zugewcndot, nnd viele haben sich den geistigen Berufen gewidmet. Nur in den mdustriearmen östlichen Ländern bilden. hie Juden immer nv'st ein großes Pro'ent ßesj .Handwerkerstandes. j Das jahrhundertelange Leben im Ghetto rmd die Unmöglichkeit eigenen Boden besitzen zu dürftn hat uns auch dem landwirtschaftlichen Stand entfremdet. So haben diese Umstände es bewirkt, daß das Winschastsleben der Juden irn Westen, sich einseing im Hantel konzentriert hat. Durch den wirtschaftlichen l. ' >rrz als Folge des Weltkrieges ist das r: '>ert und die Bedeutung des. Handwerks als Erwerbsquelle bedeutend geboten worden. . ■ i / können jetzt ein Zuströnren zu den Handwerkslwrufen auch t-nter den Juden verzeichnet-.. Diese Strömung ist für die soziale Lage des Judeiltrnns von eminenter Wichtigkeit. Unser Anteil am KaviraliLmuS und die Uebcrwiegenheit im Handel, hat vielfach Neid hcrvorgernfen und die schlechtesten Instinkte gegen uns entkacht. Die Demagogie hat das ihrige beigetragnr nnd so beu Antisemitismus geschafft. Mögen die Antisemiten alle möglichen Doktrinen für ihre Bewegung Vorbringen, fak.ifch rft der Konkurrenzneid die eigentliche Triebftder des antiscnntischen Gedankens. Der Handwerksstand ist der berufenste Faktor, um dem - Ueberhandnehmckt der Geistigkeit und Jntellektnalilät entgegenzuwirken und vildet in unserer Zeit gleichzeitig einen Ge- Zrnsaktor gegen den Kapitalismus. Der Mähr.-Ostraner jüd. Handwerkervereiti hat in dem abgelaufenen Jahrzehnt neben^der^ Nächstenliebe, sich hauptsächlich mit der Schuss nng und Heranbildung eines ge» eignetett Nachwuchses befaßt. Die ^ohnungs» Not Der letzten Jahre hat leider ten Fortschritt in dieser Richtung unmögli gemacht. Die Errichtung eines jüd. Lehrlingsl-eims hat ssch als unbedingt nollvendig erwiesen. Zur Lösung dieser Frage ist eine Enqiwtte aller jüd. Korporationen einberufen worden. Doch auch diese Beratungen erbrachten kein positives Resultat. Unzähligen Bitten um Lehrstellen für jüd. Knaben konnte nicht entsprochen werden, toeil r überall an Schlafstellen fehlte. f Mähr.-Ostrau, wo eine so gu L Anzahl jüdischer Handwerksmeister aller Fächer und mne jüd. Gewerbeschule sich befindet, ist in der tschechoslow. Republik der geeigneteste Ort Nr die Förderung des Handwerks unter den Juden unseres Staates. Uns re Ku.tusgemeinde bringt Opfer für die Erhalt,mg der Gewerbeschule trotzdem die Mehrzahl der Frequentanten nicht hier zu Hause sind. Ebenso wie für die jüd. Gewerbeschule, müßte auch für die Errichtung eines jüd. «ehrnngsheims als Vorbedingung zur Lösung der Lehrlingsftage, die jüdische Ge-- l.amrheit Sorge tragen Schrtlen und fordert die jüdische Bevölkerung Polens. ' W. M. Keine siche und den maieriellen Anforderungen Genüge leisten kann; zum anderen Male aber — und stier liegt ein höheres, idealeres Moment — übernimmt er als jüd. Angehöriger des Handtverks eine Ausgabe seiner jüdischen Glaicheusgenossenichast gegenüber, eine Aufgabe die darin -steht, die gewaltige Bedeutung, die dem jüd. Handwerkass Bvnd für die soziale Stellung des Judentums zukommt, zur Geltung zu bringen. Durch produktive Arbeit soll das V rurteil der andersgläubigen Volksgenossen gebrochen werden und eine gerechtere Beurteilung des Judentums zur allgemeinen Volksgemeinschaft erreicht werden. An jüdische Eltern und Vormünder ergeht der Ruf, bei der Berufswahl der Kinder und Mündel „Juden zum Handwerk", an ii? jüdischen Gemeinden, Korporationen, Vereine „fördert das jüdische Handwerk" I. L. Mrmd. Gemeindewahren in Eger. . - v ~ vw . .» „ 'l-er versperren den Kondukten ben Weg, voran- T"“et dert kürzlich tn Lgcr (Bohnkra) jtat1> (ftaltcrt eine Katzenmusik, uünd überschütten die gehabten Gememderaiswahen wurde auch tm' sWuemben mit Hohn und Schimpsworten ,u v,,cher Kandidat gewaht.! ^je am Leichrnzuge Terlnöhmenden sind den Mgfa« gemeinsten Beleidigungen uusge'etzt. die ihnen * {aus vorbeifahrenden Trams e.tigegenqtzschlcu- Exposee des Ministerpräsidentem'deit werden. Cs wäre höchste Zeit, dagegen Bei der Debatte über das Exposee des' nmuschreiten und man könne sich kaum vorpolnischen Ministerpräsidenten kam in der letztirflün, welchen Eindnrck ein derartiges Berten Sejmsitzung der zionistische Deputierte halten, vas jedem natürlichen Gefühle hg§ Grünbaum zu Wort, welcher auösührte: Im Schauers und der Eh.e angesichts des Todes Exposee des Ministerpräsidenten und in der öohn spreche auf die zufällig in Warschau darausfolgenden Debatte, wurde die Judenweilenden Fremden^ mache. Auf Grund dieses frage in Polen überhaupt nicht berührt, obwohl vAtkiels des „Zurjer Polski" hat die Wardie Regierung mehrfach in offiziellen Kuttdge-; ichauer Polizeibehörde eine Verordnung etlafbungen auf ihre Wichtigkeit hingewiesen hatte, j im Wiederholungsfälle alle Schuldigen Es scheint, daß diese offiziellen Erklärungen! uiwerzstglich zu verhaften und derartige Vv> nur als Dekorationsstücke für das Ausland - Mo,mit allen Mitteln zu verhindern. chwrerigkeiten für Palästinamanderer. - I. P. Z. Das polnische Kriegsminssterium erinnert die Behörden daran, daß man Juden im Patz keine sich «... -- — — —.- « v-, Aralub resp. Aufschub Gebrauch machen. Temdem Land: poräre Ausreisen sind Männem im ftellungsx^ichtigen Alter nicht gestattet.) t Grieszensur. I. P. Z. ObwoW bekanntki.lr die. Briese der Abgeordneten keiner Zensur nnteAiegen, können die Abg. Ertünbauin und Thon feststellen, daß ihre iaius dem Auslände eintresfenden Briese von der Zensur geöffnet zu werden pflegen. 2n Beantwortung ih:e:, diesbezüglich an das Kriegsministen'unr wie auch Postministerium! gerichteten Anfrage, schiebt ein jedes dieser Ministerien t>fe Sdjatfb dafür dem anderen zu. so daß nicht festzustellen ist, wer tatsächlich an bie'er Gesetzecverletznng die Schuld trägt. Joint-Zentrake. I. P. Z. Der Leiter der Joint-9entrale für Paten. Nabb. Zowalski, ist nach Amerika tznrückgekehrt. Ms provisorischer Leiter fungiert Zukier. Begräb niSskandake. I. P. Z. Der Warschauer nichtjüdilcher „Kurjer Polskk" schildert das skandalöse Verhalten der Warschauer Bevölkerung'bei jüdischen Leichenbegängnissen. Selbst Mittelschü- ES. Dis gallzischen Juden, 'die jahrelang m ganz L esterreich und hauptsächlich in Wien wohnen, leben bereits seit einem Jahr,, unter der ständigen Gefahr ansgewiesen zu werden und werden auch teilweise aus ihrem neuen .Heime vertrieben: Es wurden viele Fäll« oet1* ' zeichnet, wo Juden das Wohnen in WiMtrotzdem sie das volle Recht darauf Mtat, nicht gestattet wurde und wo für Juden küuft. lichc Schwierigkeiten bei der Optierung für die österreichische Staatszugehörigkeit geschaffen werden. Letztens hat auch die österreichische Regierung Vorbereitungen zur Durchführung der geolanten Ausweisungen der gali rchen Juoen. anr Wien im großen Maßstabe getroffen, war unter der betroffenen jüdischen Bevölkerung bestimmt waren. Denn der Ministerpräsident ist in seinem Exposee um die Judensrage mit der allgemeinen Phrase von der Gleichberechtigung aller Staatsbürger herumgekommen, das beweist, daß er nicht geivillt ist, aus diesem Gebiete etwas Positives zu tun. Der Premier hat in seinem Exposee den Kamps gegen den Etatismns angelündigt. Daß damit Ernst gemacht wird, wäre für die Juden sehr wichtig. Denn der ganze wirtschaftliche Kamps, der in Polen gegen die Juden geführt wird, stützt sich ans den Etatismus, der den ganze r Rtgierung me.la i.mu' da u au -. ü t. Man sagt freilich, dieser Wirtschastskampf verfolge nur den Zweck, aus diesem Gebiete die Uebermacht der Juden zu verringern; sie sollen vom Handel nur 14 Prozent imrehaben, die ihr nach dem Bevölkerungsprozentsatz gebühren. Das wäre berechtigt, wenn die Juden die Kunstausstellung. - Das Redaktionskomitee „Tel Awiw" reranftaltet in Lodz, im Einvernehmen mit eitwr Gruppe jüdischer Maler eine jüdische Kunstausstellung. o!e voraussichtlich vom 15. März bis 15. April stattfinden wird. Das Präsidium, bestehend aus Dr. Brande. Bo mb« g-Bptkowslk und Dr. Nosenblatt ersucht in einem Aufruf alle jüdische Künstler, betreffs eventuell« Ausstellung ihrer Bilder mit dem Komitee in Verbindung zu treten. Polnische Ritterlichkeit. 2. P. Z. Infolge der unzähl'gen Berge wamgung durch die Truppen Balachowicz sind zahlreiche Jüdinnen venerisch infi je t worein. Da die Zahl der Geschlechtskrankheiten unter den Jüdinnen bis zum Kriege nur eine ganz minimale war. gab es auch keine besonderen Gleichberechtigung auf allen Gebieten hätten, *»*$*!? CpMler. resp. Abteilungen für ven-. wenn die jüdischen militärischen Heimkehrer ®ie iüdflchr Oeffe.tLlichkeü d 14 Prozent deS Bodens zugewicfen bekämen, ‘ ... den alle ehemaligen Soldaten erhalten, wenn 14 Prozent jüdische Beamte zu Staatsstellen zugelassen würden. Von alldem ist aber keine Rede. Einige hundert jüdische Eisenbahner hat man entlassen; hie und da stellt man, nm dem , , . ... .v ... —. Auslande Sand in die Augen zu streueM^"^'ü^ Ausbreitung der Seu-tze beitragen in Betracht kommenden Gebiete steht vor der schweren Ausgabe, diesem Uebelstande abu,. helfen, was um so notwendiger ist. als die Juden. die in diesen Krankheiten fast gar keine Erfahrung haben, durch ihr alle: Hngiene hohnsprcchendes Verhalten zu weite'en Anstekeinen getauften oder baldgetauften Juden an einen sichtbaren Staatsposten, wie Herrn Askenase. Im Lande selbst aber iverden die Juden als Bürger zweiter Klasse behandelt. Mit der seinerzeit von Daszynfti ansgedrückten Absicht der Regierüng, „die Frage der Gleichberechtigung^ für die Juden zu erledigen, wird d,e Judenfrage in Polen nicht gelöst sein, wo die drei Millionen der jüdischen Bevölkerung Das erste große Spital für Geschlechtskranke Frauen wurde mm laut einem Be.ich t an den Ioint in Lublin eröffnet. Das Sp ta! Erhält auch Subvention seitens der Regkenrng. Sesterreich. e Frage der gakizischen Juden in ,en vor dem Bölkerbundrate. Ti; H; (2. C. V.j Unter den Fragen, die 5U!äÖif «Ä'r . Gleichberechtigung und na-! galizischen Juden aus Oesterreich Honafe Rechte sind eng miteinander verbunden, des Friedensvertraoes von St " '^er trennt beide Prinzipien Recht auf Annahme dtt fcte' ^taat! künstlich» DG.polnttzL« KrjeMminUenum er>! dürgepschait haben zu verweisen, bekannt wurde, hat Komitee der Jüdischen Delegationen in Paris eine energische Aktion zum Schuhe der im Friedensvertrage von St. Germain ausdrücklich garantierten Rechte der jüdi'chen Davdllerung in Österreich eingeleitet. Einige Male gelapg es dem Komitee, die die BevöllerunL drohende Gefahr abzuwenden. Von besondere: Bedeutung war sogende offizielle Note, ruh welcher die österreichische Regierüng sich in Bc antwortung eines iclegcaphifchen Prvtcfic.!:- dj,<> Präsidenten des Komitees der Jüdischen Dre gationen an dies Komitee gewendet hat. up ' welche bis heute vom Kamst ee nih:' : - rö.'.ß- U lieht wurde: Bevollmächtigter der öfter ~ m R: - gierung. Nr. 2353. _ Paris. 1. August Weh. An das Komitee der jüdischen Delegationen 10. Maee Eduard VH Pari« Geehrte Herren! Die österreichische Regierung erhall an-. 17. Juli 1320 vom Komitee der jüdischen Delegationen ein Telegramm, dessen Kopie wir hiermit beilegen. Meine Regierv-'., ermächtigt mich. Ihnen die nachstehenden Nit.teilunge» b,- Süglich dieser Angelegeneit zu u.achen: „Die das Komitee erreichten Naach-- richten, denen Zufolge die österreichische Regierung sämtliche jüdisckien aus Galizien »lammenden Müchtlings binausschistkn wollte, entsprechen in dieser Form de; Wirklichkeit nicht. Die Akllon. die auf di: Verringerung der Zahl der in Oesterreich wohnenden Fremden gerichtet ist. uns dir die Regierung i m Hebbst 1919 ein geleitet hat, betrifft nicht speziell die. erwähnten Personen. Eie bezieht sich mit einigen Ausnahmen auf alle Angehörigen der durch die Zersplitterung der ehemaligen österreichisch» ungarischen Monarchie entstandenen Staaten, die keine Bürger der jetzigen österreichischen Republik sind, inwiefern sie nicht schan vor dem 1. Arrgustz >914 auf dem jetzigen Territornrm de, Republik gewohnt haben. Die österreichische Regierung war z ' folge der außerordentlich schlechten ökonomischen und finmr.iellen Lage Oest.trr»:ch-s gezwungen, diese Maß,rahmen zu erg rer sei,. Die Versorgung der österreichischen Bürger mit Lebensmitteln ist kernesm^gz ausreichend. Nahrrtngsrnittel! müssen irn Auslands zu Preisen, die die g ätzten fi. nanziellen Opfer erfordern, eing<.kanft wer. den. Somit kann man doch nicht vertan, gen. daß Oesterreich seine schwachen ft. namiellen Kräfte zur Verbesserung b»s Lebensbedingungen frettber Staatsüürg-' erschöpfen soll, die übrigens in ihrer H«» mat eine viel billigere und leichtere Lrbensversorgung genießen konnten. D.x Wohnungsttisis und die Arbertsio verschärfen sich von Tag zu Tag rmd tb m die dringende Pflicht der Reg erung. soweit es möglich ist, durch Befeit g mg der Fremden, deren Anwesenb,-ß;:n' Land« r.stht absolut notwendig i;; t helfen. Der Ausweisungsbefehl wird in einer "Möglichst humanen und milden Form durchgcführt. Dis Personen, deren Anwesenheit für die gesellschasiliu^n Jnic.rh sen wünschenswert erfebeint, un erliegsn m -"^TtTrungen — - jenigert, welche__ Oesterreich ci,te fette PsD um, beirtzen. oder betrefft, derer ame« mildernde Umstände sich anführen lasse». Enrste Gründe, die in besondercn FSl- .en gegen die Aur iollfungsn TcTtift oder für beten zeitweilig: Einstellung voG.brach« werden »^ mca, »»erbet! in breitem Mali« bcruänuuiiiL '

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