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Jüdisches Volksblatt · 1921-02-25 · 16 (25.2.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
16 (25.2.1921)
Date
1921-02-25
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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.Sekte * Freffag ^MdrMs VollsblE 83. FsLrttäk Nr. 15 das außer ordentlich kleine Einkommen, das wir von dem Lande erhalten dürften, verteidigt, . aber die jinanziellcn Ausgaben, die in Rech- . nung zu ziehen wir allerdings vernünftiger- I werft chrechtigt sind, dürften schwer auf uns . drücken. Im übrigen können wir nur den nn- , genierten britischen Krämergeist von Lord Derbys Rede bewundern". ' . Iw folgenden untersuche die englische Zeit» - schritt die Berechtigung des Protestes von l-wir Fersnl, gegen die Mandate für Palästina! und Mesopotamien, inib tritt dafür ein, Feisul lv Mesopotamien als .Herrscher einzusencn, falls er den Beweis erbringen kann, das;" die Araber : Mesopotamien ibn als Herrscher verlangt n. Hierauf aber geht die Zeitschrift in sehr interessanter Ausführung zur Befpreder im jüdischen Lager laut gewordenen Kritik gegen das Palättinamandat über und sagt: „Wim ist aber in bezug ans die Bestiin-- mungen des Palästinamandats zu sagen? Src haben eine beträchtliche Kritik von jüdischer Seite erfahren. Das ist natürlich genug, da diesem gcsä>eniten Gaul billigerweise 'ins Maul gesehen werden kann. Einige der erhobenen Bedenken sind vernünftig. Manche sind es unserer Meinung nach nicht. Das Mandat wird natürlich nranchen Erwartungen nicht gerecht, die feit der Balfourdeklaration gehegt wurden. Aber das mußte so sein, denn diese Eraariungcn waren ernravagant. Das Manöat mack'- uns verantwortlich für die Sicherung t"Z „jüdischen nationalen Heims", wie die alte Wendung lautet. Besch.vcrden werden lau!, Mefe Weitdung nebelhaft ist, wie es ja tatsächlich der Fall ist. Wir geben zu, das; cs betaue: sich ist daß eine deutlichere Amwiii-- nung des znkünstigen ('ftmcinwesens sCom monwealths von Palästina nicht hat erfolgen können. 'Wenn wir unsere Aufgabe erfüllt haben, Selbftvcrwaltimgsinstitutiönen (sclfgoverning^institutions) zu entwickeln, welcher Art von Staat wird dieses jüdische nationale Heim sein? Wir hoffen, daß es ein palestinensisches Sfaal-.röIT (Nation, sein wird, ob es. sich die Republik von Palästina nennen oder einen anderen Titel beilegen wird. Das scheint jedoch die Ansprüche einiger der zionistischen Kritiker nicht zu befriedigen. „The Jewish Word" z. B. fordert, daß die Einwohner des Landes nicht palästinensische Bürger, sondern jüdische Bürger sein sollten. Darin stimmen wir nicht überein — das zuzugestehen heißt den Anspruch auf den „vollständigen jüdischen Staat" zuzugeben, der die Auslegung bedeutet, welche die Extremisten immer der Balfourdeklaration aufzudrängen versuchen. Mn solcher Anspruch kann unter den gegenwärtigen Bedingungen unmöglich zngestanden werden, da die Juden eine kleine Minorität im Lande sind. Noch konnten wir verminftigerweise in das Mandat eine Verpflichtung anfnehmen, für einen solchen Staat zu arbeiten, denn was würde das anderes bedeuten als eine Verpflichtung, die Araber, Moslims oder Christen zu vergewaltigen oder zu vertreiben? Daß die Juden bald eine Majorität werden, bezweifeln wir nicht, noch bezweifeln wir, daß sie auf Grund ihrer überlegenen Intelligenz und ihrer ökonomischen Stärke in der Verwaltung bie Herrschaft haben werden. Tatsächlich setzt schon das Mandat die zionistische Organisation als einen Staatsrat (Advisory Council) ein, um mit der Verwaltung von Palästina zusammen zu arbeite», soivcir es sich um die Interessen der jüdischen Bevölkerung und die Entwicklung des Landes handeln würde. Alles dies ist für den einen Zweck, da es, wie wir schon früher gesagt haben, die Zionisten sind, von denen der Erfolg dieses Experiments abhängt. Nur wenn die Zionisten gleich im Anfang eine radikale Haltung einnchmen und so einen intoleranten Geist zeigen, so werden sie eine Katastrophe heraufbeschwören. . Politik und Gerechtigkeit verfangen sicherlich eine Mä- , ßigung von ihrer Seite. Jedenfalls sind wir, : als der Mandator verpflichtet, die Interessen 1 auch der anderen Elemente neben den Juden zu fördern und >vir können kein anderes Ziel ausdrücken als die Schaffung eines palästinensischen Staatsvolkes. Darin dtttfen wir, wie wir glauben, durch «lle jene wohl vernünftigen als auch enthusia- Kischen Juden unterstützt werden, die die Kerntruppe der zionistischen Organisation bilden. > HieEt wendet sich Tl>e Ne!v Statesi w&n gegen jene Kritiker, die die Ausnahme des £ Paragraphen über die Arbeit der Missionäre in den Mandatentwnrf beanständen. Diese Kriti ker sollten bedenken, daß die Mandatar,nach! den christlichen Missionen nicht verbieten kann, ' das ihnen selbst die Türken gestattet haben, daß die Missionäre auch unter der moham me da indischen Bevölkerung ein großes Feld baden und das schließlich die Juden in Palästina sich um diese Missionen nicht mehr kümmern müßten als in London, >vo die Bekehrung eines ' Juden zmn Christentum angeblich mehr als; ,h!Q,,C.OO Pfund Sterling kostet. Es gebe ernstere Angelegenheiten für England und die Zionisten zu behandeln. Die ernstesten feien die Frage der Immigration und der Versöhnung der Araber. Die erstere Frage ist durch einen der Mcmdatsartrkcl der Administration von Palästina als klare Aufgabe zur Behandlung gestellt. Die zweite Frage wird im ganzen Mandat von Anfang bis zu Ende in Betracht gezogen. Die Verantwortung für die Erledigung beider Punkte werde in der Praxis der zionistischen Organisation überlassen sein, nicht nur weil diese notwendigerweise die Haupttriebkraft in: Lande sein wird, sondern auch mit Rücksicht auf ihren Einfluß ans die Inden der ganzen Welt. . The New Statesman schließt seine Ausführungen: „Wir glauben nicht, daß unser Vertrauen in die Zionisten falsch angebracht ist. Sie haben fähige Männer an Ort und Stelle und sie genießen, die enthusiastische Unterstützung ihrer Gemeinschaft in der Diaspora. Schwierige Probleme liegen vor ihnen — p olitische Probleme, wie die Schaffung von Regierungsorganen in Zusammenarbeit mit der Mändatarmacht, sowohl zentraler als lokaler Art und die Aufstellung ihrer lokalen Verteidigung?truvpen,wkonomische Probleme, die Errichtung von öffentlichen Werken, von Irrigation und Landwirtschaft. Die Männer, die mit diesen Problemen zu tun haben, können das Mandat, wie es entworfen ist, als ein unvollständiges Instrument betrachten, aber sie können nicht zögern, es als den Charter eines iebr großen Unternehmens mnnseben." Kulturelle Bestteomrgen unter den paWinifchen Arbeitern. Die jüdische Welt kennt seit eim.cit Jahren den jüdischen Arbeiter in Palästina. Sir weiß von den v-fckn Helden, die ungetan»! und namenlos, auf der Wacht gefallen Wer in Krankenhäusern gestorben sino. noch aber kennst sie den anderen Typus des Arbcilec- Helden nicht den lernenden Arbeiter und den lehrenden Arbeiter. Sic weiß wenig davon, wie der rjüdische Arbeiter, wenn er am Abend müde nachhause kommt, seine letzte Kraft zusammennimmr. um einer Lektion beizuwohnen, und nichts weiß sie von dem Arbeiter-Lehrer, der den Arbeiter hinausbeglcitet in hie fern ste einsame Kw-uzah, um dort „Kulturträger" zu sein. Stundenunterricht zu erteilen, die Bibliothek zu verwalten, mit dem Lichte des Geistes über Stunden der Ermattung, der Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit, und in gute», Zeiten, auch über oft lange Weile d^r CEfWaW-1 ieit hrnüb-erzuhelfen. Diese Institution des Arbeiter-Lehrers ist von den beiden großen Arb-siftrpcrrte'-en Palästinas eingefühtt und gepflegt worden und ist nunmehr in der gemeinsamen allumfafsenden Arbeiterorganisation (Hsstadruth Klalith schel poale Erez Jisraeli zentralisiert. Die folgenden Zeilen wollen über den gegenwärtigen Stand dieser Bestrebungen unter der Arbeiterschaft einige sachlich« Daten geben Jaffa ist das Zentrunr der Arbeiterbewegung und dementsprechend auch Zentrum der kulturellen Bestrebungen. Hier hat der Hapoel Hazair wissenschaftliche Kurse eingerichtet, an denen Naturwiffenschafken und GeisteswisteNsch asten unterrichtet werden. Die Lehre« — meist Professoren des Gymuasiums — unterrichten umsonst, die Teilnehmer zahlen eine» Piaster für die Vorlesung und dieser Beiftag deckt dir Kosten. Die Abendkurse von.Achdut haawoda, werden von 160 Schülern besucht, von den die Hälfte Jemeniten und Sephardim sind. Unterrichtet wird dort Hebräisch, Rechnen und Facheknntnisse (in diesem Jahre speziell Metall« atbeit.) Die Zahl der Lehrer beträgt hier zehn. Die Kurse walen so beliebt, daß sie auch rxährend der Ferien nicht unterbrochen wurden. Das Budget für diese Kurse beträgt nur 30 Pf. monatsich. Daff Schulgeldeinen Piaster wöchentlich Im Anschluß an die Kurse bildete sich ein Lehrlingsflub mit dem Zwecke, den jungen Burschen Kenntnisse in Literatur und Lebenssragen zu vermitteln. Eine Bibliothek von 1300 Bünden steht den Teilnehmern der Kurse zur Verfügung. Die Kurse find im Begriffe sich zu einer richtigen Schule für Erwachsene auszubilden. — In den Kolonien sind Bildungszentren überall dort entstanden, wo der jüdische Arbeiter Aufnahme gefunden hat. Das ist ja leider nicht in asten Kolonien der Fall. In Mikw: Israel, das« sich in den letzten Jahren dank feinem jetzigen Verwalter aus einem Nest der französischen Assimilation in ein hebräisches Zentrum verwandelt hat, besteht ein Kurs von 32 Schülern. in Pctach Tikwah bestehen Abendkmle, an denen auch viele Mädchen - Näherinnen — teilnehmen. Die benachbarte Arbesiertolom'e Ejn Ganim lud den Lehrer von Petach Tikwah'ein, den Unterricht auch dort zu führen, und nahm einen Teil der Koste!,, auf sich, so daß noch ein Hilfslehrer angestelll werden tonnte. 16 Arbeiter lernen, dort, und auch die Kinder dieser Arbeiter werden unterrichtet. An die Arbeiterküche von Petach Tirwah ist eine Bibliothek angegliedert, wo am Samstag von einem Fachmann Vorträge aus jüdischer Geschichte gehalten werden. In Machne Jehuda unternck' -t eine Lehrerin oie Frauen der Jemeniten Auch in Sichron Tat ob sind es meistens '. .leinensten, welche die Arbeiterknrie besuche:,. Da in Sichron Jakob die Bibliothek der Kolonie nicht mehr besteht, ist die Arbeiterbibliothek dort sowohl Töchter der Kolonisten ein Segen, für die Arbeiter, wie für die Söhne und Von den Lehrern in den Kwuzoth ist schon, oben gesprochen worden. Die Kwuzoth in Men Säumen, Gau Sck-iuuel, Mercharvja, Batfuri, Kalandia, Karmel, EHulda. Kinerelh, Dilb, Daganja haben ihre Lehrer, oder vielmehr hatten. Denn infolge der finanziellen Krise in, Zionismus ist die Arbeiterinnen-- farm in Kinereth -- die einzige Arbeitermnenkwuzah, die wir hatten, aufgelöst worden, in Kalandia und Karmel mutzten aus dem gleichen Grunde die Lehrer ihrx Kwuzah verlassen. Hoffentlich qelingr es dem Keren Hajesiod bald, die Weiterführung des Werkes zu ermöglichen. Die Zahl der Lehrer ist in gen Kwuzolh in diesen, Jahre der finanziellen Lage wegen kleiner als ini Vorjahre, trotz der Einwanoenrng. Dagegen sind an den Straßenbauren, der „Kwischem", neue Zentren entstanden, dorr unterrichten derzeit sieben Lehrer. Außer der bei den Kursen in Iaffa bestehenden lvkalen Bibliothek gibt es eine zentrale Wanderbibliothek, welche derzeit 8000 Bücher umsaßt. Der Grundstock der Bibliothek ist durch eine Spende Dr. Weizmanns zustande gekommen. Diese 8000 Bände sind in ständiger Zirkulation. Die Bibliothek bed'ent 45 Siedlungsprinkte im ganz n Lanke. Mi' hoch ist das Budget dieses Kultur-wertes? Verschwindend gering! 142 Pfund monatlich! Und als die Krift im Zionismus einsetzie, blieben auch diese aus, die Kurse wurden, w'e durch ein Wunder erhalten, die Lehrer wurden nicht bezahlst. "n den Kwuzoth und auf den Kwischim erhielten sic mit den Kameraden wenigsisns das Essen, in der Stadt sanken sie ffefer und tiefer in Schulden. Noch nie war die Frage nach Lehrern und Lehrbüchern so stark, wie jetzt und di« Nachfrage kann nickst befriedigt werden. Das Hebräisch wird unter dem Druck der Einwanderer, die es nicht beherrsche», zurückgedrängt!, De neue Organisation der Arbefter konnte der flnanMlen Verhältnisse wegen,^ sich ihr Höchsttziel im Augenblick nickst sehr weit stecken: ..Schmirath hakajam" Wahrung des Bestehenden, das ist alles, was man gegenwärtig tun kann. Solange bis —- bis der Keren Hajessod die Mittel aufbringt: das Kulturwerk unter den Arbeitern so weiterzuführen, um wenigstens den Bestand der Sprache zu sichern. Arbeiter anderer Völker sprechen von Voikstheatern, von Arbeitrrhochschulen, unsere Arbeiter wären zufrieden, wenn ihnen das Vvlk die Volkssprache wicdergäbe. Aus dem palöstinenftfchen Staatsrat. Die vierte Sitzung dieser neuen Institution, welche einen Negienmgsbeirat darstfllt und eigentlich den ersten Keim der künftigen Selbstverwaltung des Landes hiloet, fand unter Vorsitz des Oberkommifsürs zu Anfang des vorigen Monats statt. Der Overkvmim'siär machte Mitteilung von der bevorstehenden Aufhebung des Tabakmonopols, feener daß mit Rücksicht auf das Sinken der LebensMitkelprÄse nunmehr wieder die Ausfuhr von Gerste bis zu einer gewissen Grenze gestattet sein wird. Bezüglich der Fleischversor'gung'bestehen verschiedene Projette zur Einfuhr von ausländischen, Schlachtvieh. So stehe di« Regierung znm Beispiel mit dem Sudan in Unterhaltungen. Auch! für Kohle und PeftUlerrm sek ein Sinken der Preise zu gewärtigen. Betteffs der den entzelUcn Gemesird^n zu gewährenden Anleihen zur Waffermsiaflation beichtete Mr. Brown: Viele Gemeindest halben in der Nähe Quellwa-sier» nur mangelt es ihnen ar, den nötigen Mitteln, um das Wasser durch Leitustgsr'öhren ins Dorf zu bringen. Tie Negierung wolle daher diesen Gemeinden Anleihen bis tzu 400 Pfund Steilftrg unter gewissen Garantien gewähren. Die Bezahlung soll in drei bis fünf -Jahren, bei 6 Prozent Amortisation, erfolgen und zusanvm:n mit den Steuerst «ingerogen werden. Ti, Regierung hoffe diese Anleihen unbeschränkt jeder darun, ansuchenden Gemeinde geirsihren zu können. Hand in Hand damit würde auch die Sanierungsarbeit in den betreffenden Gemeinden durch die Abschaffung ba: Wasserbehälter Iw sich gehen. SchsieWch versprach der Oberunlssär, in besonderen Fällen die Erteilung von hühe,en Anleihen in Erwägung au Regiftrungsek,tröge um* Vcschkuß erhoben wurden. eun, Sodann wurde der Entwurf übe, di« -va m,teuer zr-m Beschluß erhoben. Nach dft.e» Bchrmmungen habe jedes in einem Hafen Palästinas getroffene Schiff eine g-wisie Steuer zu leisten, dre aber beim Anlegen in emem zweiten Hafen inr Lande auf dieÄlft« Es wufte auch eine tzu. ^"""rrung ZU», tülkischen Gesetzbuch an-, genommen, dahrngeheird. daß jeder, der brach- Dioden ,n Bearbeitung übernehmen Bewilligung der Regierung flf'. ~tm Smnc der türkischen Fassung des Ge,etzev konnte jedermann sich bra^'lleen Bouen aneignen und auf diese Weise Bcvölke-u.ig""'"^ Bodenprozesse unter bl n er^a.flete der Jkeferent für Laich erstes Referat, woran sich eine 22* Debatte schlpß. Verschiedene Red»,r 2Se,ts Negierung ihre Aufmeft der Beforstung der Holzar men Gc- E,!^den zuwenden solle, weftcrs habe das Ackerbau- und Landwirtschaftsamt an di- Be SZTI populär und kurz gehaltene' V°- Ichrungen m verschiedenen kandwirtschaftllchen r«»^..°^Laeh«n. Es sei auch eine Versuch sstatwn für den Anbau des fetzt ftc,. £w(wvL'l'a5ar5 2U ^U'chten. Weiters wurde rne Errichtung von Landwirtschastskammeru angeregt Die Vertreter der Regierung -ao.n eingehende Antwort auf alle Fragen' un^ versprachen, dre Anträge der Mitglieder des c-taatsratcs zu prüfen und nach Möglichkei dm.chzuführen. So gab der Leiter des Unter rrchtsamre« die Erklärung ab. daß das Unter nchtsamr gemeinsam mit dem Landwirtickufts amt an der Ausgabe von Broschüren übe verschiedenlEirtschasfliche Fragen, für Echuikrnocr bestimmt, arbeiten werde. 2lu' dü-h Wege ^hosfe inan auch den Schuitmvein in den Dorzern die Elemente der tandwirEchaft llchen Erziehung leickt und rasch effnhwen "t< können. ■’ ' Betreffs des Gesetzes über vcn Städte bauplan teilte per Justizsekretär rmr» pgß da-. Gesetz der königlichen Regreruns in London Sur Einsicht vorgelegt und von ihr vollständig akzeptiert wurde. Doch habe diese c-nige lieme Acnderuugeir formeller Natur vorge irommeu. welche den Mitgliedern des Slaatsrates neuerdings zur Beschlußfassung vorgelegt WMD>en. Die gecivdevten Fassungen wurden angenoirrnren. Betreffs der an Stelle des aufgehobenen -raoakmonopols ernzuzrehenden TabaflLe'.rer wurde crno dreigliedrige Kommission gewühlt' welche zu,attimen mit den lekreffendeir Regi-- riingsbeamten die bezüglichen Anträge ans- Zuarhsiten und vor das Plenum des Staatsräts zu dringen hat. . Nuf die Anfrage eines Delegierten über dre Schwierigkeiten bei der Hupothekeiiemtra gung antwortet Herr Bentwich. daß nach der Ileberstahme der Regierung durch die Eng Länder die Hypvthekeneintragüngcn in engsi. schcr^ Sprache geführt werden, doch wird jedem Reflektanten die Bestätigung der Eintragung sowrc der Auszrrg des Eintragung fte--te kostemos ausgestellt. ' . Zum Schlüsse teilic der O c -u.nissär nur. daß die Regierung sich ,-,ii! der Ber- ^"i^UäMng des Maßuird Gewichtssysteins m Palästina befasse, und «ine diesberügsich.- Verordnung solle in der nächsten Sitzuno de , Mitglreoern des Staatsrats -nx «er^üna .vor gelegt werden. Sesterreich. Ter Bundeskanzler Tr. Mayr zur Judenfrage. Der Wiener Korrespondent des Konstan tnwpeler „Journal d'Oricknt" und des-Jeruzalemer „Haaretz", Lewanon, war so sie ''jüdischen Preßzentrale Zü folgendes chm vom österreichischen BundKaur gewährte Jntervie'v zmn Vorabdruck zu überlassen. Auf die Frage nach dem Verhalten der Regierung/zur Judenfrgge und rm besonderen der Ftage der Ost luden m Wien, erklärte BundeskarrziestMayr: r -S,L feit v^len Jahren sit chrMichffozralen Partei, dft in der jüdis^-. «frage ihren bekannten Standpunkt einklimmr E" .7tandpunlt. der hauptsächlich diewirtftiaftliche Ser,e oirser Frage ins Auge faßt -Uc hiergeborenen oder sonst in den Bcsil, der oiterrechtschen Staatsbürgerschaft gemng ten Juden genießen den vollen Schutz uns-, rer Gesetze den wir ihnen Willis aewährn, wurden, auch wenn nicht m 3u\anuneutjaijt "si dem Fneoensvertrage eine besondere p'uchuing für uns in diesem Punkte geschaffen wordeii wäre. Was die. insbesondere seit Kriegsbeginn. zugewanderten -Ostjuden betrifft so haben wir in bezug auf fle keine Au' iiahiirsverfügungen getroffen. Die Bestimmungen. welche der Auswanderriffgspraktik M

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