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Jüdisches Volksblatt · 1921-02-18 · 14 (18.2.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
14 (18.2.1921)
Date
1921-02-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Sekte 9 "^trage7^."T-,-e, ®cbert inru ■ i, H? ■ rie ■•£ de» (Spoenft-v,op0'0 in > Ä i'X ©J^«n »- ^C. Tüch; «ftflänns Ritz, i# L« »t fc in0 nach unD;.'“''' {v “tJi6“ HÄ ' ttk» Ä,s "l >v- Äj ■fl. »e<« St •**£&** fonfernj u:f:, .„T, -««IMA«, Unterschied« ^Nr. W ..Mdssches gelfaWatf i8. ftebriH ™L« jC s& t «ne ünfenvtomj tU 6frnt Louis D' L?« Ww |tina§, fogte Brandes öen Amenküs mb bet ndeAufga.e $ajltitfl M>ch wie Kalifornien; chlechte Wirtschaft verhaben nur bas rohe Mt, das Land aus. : Arbeit ist j de; SattbtL a m% mt Wbm ie übrigen Teile gejunb chen. Äese Arbeit muß änlxir gemacht werten, ■ aiere ist. Diese Weit;r Mimatisiemng und idwirtschas li.her Ar eit,; jetzt die ganze In eich l, die wir aufbringen ZalLstinas ist mit viele» , die aber alle lösbar was jeder Zionist, beischer Zionist, jetzt für 1: hinzugehen, dort zu suchen, um sich selbst :n Lebensunterhalt zu tützung irgend welcher -anisation ist imstande, , aber 10.600 Juden judnstrichlönen, die b6> diesen Unternehmungen für zu sorgen, ich d<S - geht, werden Palchm tistische Arbeit in Prl^ Bon öffentlichen Geldern «üssen die Kosten bestritten werden, die sich M,f Beforstung, Bewässerung, öffentliche Bi> düng und ähnliche Ausgaben, die das ganze Land stärker und reicher machen, beziehen, von denen aber niemand außer dem jüdischen Bo» selber Nutzen ziehen wird. Dagegen sollen Jndustrieunternehmungen, Bahnen und sonstige Unternehmungen, die das investierte KaprM mit der Zeit zurückbringen werden und vielleicht, auch Zinsen bringen, — obwohl kein Zionist solche erwarten darf, — durch Investments oder Anleihen, die private Juden bei Banken aufnehmen, gegründet werden. Nach dem Beschluß von S«i Nemo kann es keine Frage „Zionisten nnd Nichtzionisten" mehr geben. Das ist eine rein akademische, oder, besser gesagt, historische Frage. Jetzt gibt es nur noch Juden, die alle zusammen Palästina aufbauen helfen müssen, und je mehr Juden, tim so größer unsere Kraft, um so .möglicher der Sieg. Möge jede Stadt, jede lokale jüdische Gemeinde es sich überlegen, was sie am besten zum Aufbau Palästinas beitragen kann: An Menschen, an Geld, an Jniüstrieur.trmch.nunsen usw. Die Zionistische fOrgnaisation muß die freie Initiative in dieser -Arbeit walten lassen. Sie selbst kann nur Richtlinien geben und dafür Sorge tragen, daß die Arbeit nicht dupliziert wird, daß zwei Gruppen nicht zwei gleiche Unternehmungen gründen. Palästina muß der Mittelpunkt unserer Arbeit werden. 'Kn London sei er, Brandeis, dafür gewesen, idaß man die Zentrale nach Palästina verlege.!Man braucht in London kein Büro mit 118 i Angestellten. Wenn sie alle fähig und nützlich .sind, braucht man sie in Palästina. Man kann in London keine Pläne für Palästina sprachen, Pläne müssen aus Palästina kommen, 'hervorgerufen durch die lokalen Bedürfnisse fund Bedingungen. Die Londoner Konferenz -hat diesen Plan itn Prinzip angenommen, ihat ihn aber bis jetzt noch nicht durchgeführt. Es scheint |o, als ob zwischen den illiropÄschen und amerikanischen Zionisten ein fundamentaler Unterschied ,'kn der Auffassung der gesamien Bewegung «Eiert. In Europa ist man san ein« zentraMsche Regierung ge- 'wöhnt. Alle Direktiven kommen von Petrograd oder Berlin, Paris oder Wien. Dazu jmang-elt .Ls Len osteuropäischen Inden an sErfahrungß in Be.waitttngsangelegenheitcir. Das ist nicht ihre Schuld: sie waren bis Ijcftt zu kn wichtigsten Negierungsämtern nicht ^ugciasfen. In Amerika ist man mehr für?die Dezentransation und verlangt umsomehr sInitiative von jedem einzelnen Bürger. Dächer sehen es die osteuropäischen Zionisten sxerne. wenn ein großes Büro in London die s,Arbeit m Palästina leiiet. Der amsrikaniifdjc Standpunkt ist aber der. daß a.l.'s. was ■ ^Palästina direkt betrifft, in und durch. Palästina selbst geschehen muß. Außerdem soll i jedem Lande in bezug auf die.lokale Arbeit (freie Hand gelassen werden. 'In London (braucht man i «ir ein kleines Komitee für 'dir internationalen Verhandlungen. Dieselbe Differenz zwilchen A.nerika und -Europa besteht auch in bezug auf den Keren!Hajessod. Ter Keren Hajessod ist auf der /Londoner Konferenz nicht ak; Resultat eines ' durchdachten und aus' earl eileten Plrnes auf-!'genommen worden, sondern ak; Resu.tat sentl-! mentaler Reden. . Bei den Europäern kann Man dadurch ihre Phantasie erregen: für Amerika^st da; aber kein Arbeitsplan. Tie europäischen Zionisten, die von jedem Inden sein Maaßer verlangen, fühlen nur das, war sie sagen, aber sie überlegen es sich nickst, weil ein großer Teil der Juden, besonders der reichten, keine 10 Prozent ab geben werden- Ame.ikanische Zionistenführec tönnen mit! .einer Forderung, die von vornherein undurchführbar ist, an ihre Genossen nicht herantreteir. Es äst überhaupt ein Fehler, wenn man die Funktionen der Zionistischen Wel.organi- [fltfcn. dahin auffaßt, daß sie sich ssnnerzionistische Tätiget eines jeden jhinrinmischh. Jedes Land muß die Arbeit stach den lokalen Bedingungen und Umstünden durchführen. Es ist sehr unprakiifch. von London aus zu dulir.en. wie man in Amerika jEeld zu sammeln hat. Tie amerikanischen jZlvnrsten wissen dies besser. Es ist unmöglich, im voraus alle Einßelhecken des Aufoaus Palästinas zu bestkntmen. Dazu gehört eine sehr reiche Phantaste. Es ist ein schwerer Weg bergan, und Uir können nur Schritt für Schritt gehen, mit starker Energie und fester Entschlossenheit. Alles Gerede ü.>er soziale Gerechtigkeit und sonstige Parteiprinzipien im Zionsmus nicht auf mrsrachisti'chr Art. Ml! nur auf einem Wege geschehen, jjüdssch-n Weg. und der it: zuerst nach Pa-, läsiina gehen und dann erst Programm: ausarbeiten. Tie amerikanischen Zionisten glauben an amerikanische Methoden. Sie haben gröhe.e Erfahrungen in der Verwaltung von grohen Unterncchmungen und in Negierungsangelegenheiten, und sie müssen handeln, wie ihnen ihr Verstand und ihre Erfahrung vorschreiot. Er selbst sei sehr überrascht gewesen, das Manifest des Keren Sajessod ohne die Unterschriften von Simon und de Lirm? zu bek-.mmen. die die Aussicht über die Finanzen der €r* gani'ation mnehalen. Das stempelt der Keren Hajessod zu einer separaten Organisation. Ti: amer'kamsch: Zionist sch: Organs .ton versucht die Sparsamkeit zuerst bei sich -e.bst cin'usühren, um alle verfügbaren Gelder Palästina zu widmen. Die Arbeit in Palästina aber muß auf gute „Busines" - Art durchgeführt werden. Tirjenigen. welche die amcrrkanischs Organisation selbst de: Verschwendung beschuldigen, verkennen die Umstände, unter denen sie abheilen' mußte. Es rnußte seinerzeit schnell eine Regierung en miniature geschaffen werden. Es war schwer, fähige Menschen auszulesen: man mußte 100 Mann nnt Arbeilen beschäf.igen, die unter normalen Verhältnissen von 25 Mann gemacht werden können. Man mußt; schnell ej:e halbe Million Unterschrislen brschaffen, um den Rücken der Führer in England zu stärken. Da konnte man m'.t Geld nicht sparen. T^e Hauptsache war, Zeit zu gewinnen. IeA aber muß al.es wieder eingerenkt werden. Eines ist den zionistischen Führern in Amerika klar: daß sie in Amerika kein Geld mehr beschaffen können, ohne die Sicherhr-rt zu haben, daß das Geld ausschließlich für den Bau Palästinas verwendet wird. Auch die Subcn anderer Länder müssen aus ihren Mitteln beisteuern und sich nicht auf Amerika allein verlassen. England hat reiche Inden, auf den Inseln und in den Dominions. Frankreich hat reiche Juden, und auch die anderen Länder müssen ihren Teil beitragen. das muß, Aufgabe gestellt Haft Vorbereitungen zur auf dem Schaf,ung ii e; We.trerla.ite; der Ha,chomrr- Hazair und ihnen verwandten Jugeudorgani'- fationen zu treffen. Wir wenden uns daher an alle obgenannten' Organisationen mit der Aufforderung, mit uns unverzüglich in Verbindung zu treten. — Zuschriften sind zu richten an die Adresse: Simon W o l f für Haschomer-Hazair, Wien IX., Währingergürtel 124/13. Die „Neue Freie Presse" zum Zio n i s m u s. Angesichts des Umstandes, daß das zionistische Problem ein Fak or der Wrltpolittk geworden ist und völlig reale Forrken anzu- Sinn für zu chessku nehmen im Begriffe Unglück und Not haben auf unZ und mitbeizutragen zur Erhaltung und Wiederausrichtung des alten Wwner jüdischen Taubstummeini.stituts. Ter Borstand. — Zuschriften an Herrn E. Krieger, M.^- Ostrau, Bankhaus Wechsberg. Ungarn. Justiz. Ein charakteristisches Urteil fällte jüngst ein Gerichtssenat in Satoralja-Ujhely gegen den dortigen jüd. Postmeister Gero, der, weil er unter dem roten Regime im Amte blieb, wegen Mißbrauch der Amtsgeua t.^Au r.izung, Veruntreuung und dergl. zu 12 Jahren Ker-- ker verurteilt wurde. Als Milderungsgrund während! wurde angenommen ihrer Nummer vom 10 Februar einen Nrlikek aus der Feler von Prefcssor Adolf Strauß von der ovientalischea A ademie in Budapest, der das jüdisch arabische Probie n in Palästina in durchaus sympathischer We se behandelt. Ti: Bahn, die zu beschreiben i't, erscheint Weise zum Krüppel schlug. Der abgeblitzte PoknaM Polnay, der bereits in London war, um von dort nach Amerika zu reisen, mußte nach Budapest zurückkehren, weil er sich überzeugte, daß fcme Versuche, bei den amerikaklar vorgezei-chnet: cia en e; jädi'ch arubis les! nischen Juden finanzielle Hilfe für Ungarn Zusammengehen unter englischer Aegide. eine (zu finden, wenig Aussicht hätten. Dies ver- Aussprache der mächtigsten semi1i,ch:n BSlanlaßte Polnay, nach seiner Rückkehr nach Bu- Sesterreich. Adolf Stöhr gestorben. Freitag, den 11. Februar, verstarb in Wien der O. O. Professor der Universität Adolf Stöhr, 66 Jahre alt. Mit ihm wird einer der originellsten und sympathischesten Persönlichkeiten der philosophischen - Fakultät zu Grabe getragen. Lange Jahre plagte sich dieser Gelehrte, der König und nicht Kärrner der Wissenschaft war, als Privatdozent und Extraordinarius, weil kurzhirnige österreichische Uuterrichtsverwaltung diesen nach oben ebenso geraden und festen, als nach unten leutseligen und liebenswürdigen Mann nicht ernennen wollte. Als nach dem Tode Laurenz M ü l Iners und Friedrich I o d l s zwei Lehrkanzeln der philosophischen Fakultät frei wurden, konnte man nicht anders und mußte Adolf Stöhr zu in ordentlichen Professor ernennen und ihm eine der vakanten Kanzeln übertragen. Biel zu spät, um diesem Gelehrten die Ehre zu geben, die er verdiente. Dafür hat er destomehr im „Volksheim" wirken können. Ein ständiger Vortragender der volkstümlichen Universitätskurse, war er in Wien Begründer der Experimentalpsychologie, die nach eigenen Worten deslzalb nicht anerkannt wurde, weil er nicht Physiologe war. Den Physiologen zuviel Philosoph, den Philosophen zuviel Physiologe konnte er in Wien nicht festen Fuß fassen. Als totkranker Mann hielt er noch seinen Hörern auf der Klinik Wenkebach Vorlesungen, bis sein Geist erlosch. Sein trokkencr Humor, sarkastisch anmutend, konnte ihm keine Freunde erwerben, wiewohl er gerade als Lehrer ein milder Prüfer war. Seine während des Krieges neuerschienene „Logik" und „Psychologie", deren 2. Auflage er noch vor seinem in öie( Tode beenden konnte, hätte ihm viele Anhänger Landes (verschafft. Er war ein Gegner der kortikalen Empfindungshypothese und stellte dieser seine sensorielle Hypotlzese gegenüber, ^wobei er, sowohl in seinem Werke als auch in seinen Vorträgen stets betonte, daß der Name nicht von ihm, sondern von seinem Schüler Kolben he her saime. Stör wa: nl/t nur Philosoph, sondern auch hervorragender Mathenlatiker, Physiker und Sprachwisfenschafter. An die jüdischen Jagend- O-e g a n i f a t i o n e n I In Wien wurde letztens ein Verbandssekretariat der „Haschomer-Hazair"-Organifa j, - r 11 ->; |V»VVtUVIUI l/V V ^/UyUfUJV'UlV l ll SSUt|TUni itn" unnütz: man bäckt Brot nicht nach einem tionen in Palästina, Polen und Ga izien ceis».a.vtl!ck»em Programm lltth rinnt nriinSot _ tPstramm »»d Wut SJuta-arteW, t«, |iÄ uuMt Jäffli. wü ti. .«tute aie, näfr ker von Muno zu Mund, tfc Fest ezung e nes gemeinsamen politischen und wirtschaftlichen Zukunftspro?.ramms. Ter Krieg, der die Vereinigung der slawische r Klein- und Mi t l-. öl'er gefördert hat, dann in Asien zu einer Renaissan:e des Orients, zu einer^ Rena'.ssanec der semitischen Döl'er führen. Tie allgemein kulturelien, die geistigen, wirsschaftlichen und materiellen Energien, die das Judentum in der zwsffausendiährigen Diaspora aus akien Teilen der Erde in sich aufgesogen und verarbeitet hat, bi den einen ungeheuren, lebendig fruchtbaren Schatz! rer. dem brachliegenden, aber durchaus gefunden ungeahnte Entwicklungs- Möglichkeiten eröffnet Jüdische Handwerker. Kaufleute, Finanziers, Aechiteklen, Ingenieure. Aerzt«. Künst e: können eine neue Welt auf dem semitischen Untergrund des arabischen Volkes aufbauen helfen. Die arabischen Führer sollen tiefer Erkenntnis zugäng ich werden. Strauß weist auf die uralten arabi'ch jüdischen Beziehungen und die großen- Leistungen eines Gabiroh Jehuda Halevi, Maimonides u. a. in arabischer Sprache sowie die verschirk-enen Aehnlichkeilen zwilchen den Riten der beiden Völker hin und fährt fort: „Was im Westen zu erreichen war. haben die Zionisten in rühmenswerter Arbeit erreicht. Nun hat die schwierigere, prartisch wichtigere Arbeit, di: volitische und soziale Versöhnung der Juden und Araber im Orient einzufetzen. Tie englische Poli ik scheint das jüdischarabische Problem als Zentralprcblem terPalästina-F-agr mit iiche e.n hinst nkt a^fzufn frn. Der Gencra'g^urcrnl-ur Sr: He.bert Sa :ue! ist «nf feiner Inf-ek ionsre f: durch aanz Palästina von der mohammedanischen Bevölkerung mit der g> eichen Sympathie drgrüfst worden wie von der jüdischen. Er redete die Araber ,in ihrer Dtultersprach: an und b.toy.e in seinen Aeußerungen unzweideutig die Zweckli.'nlichleiei des j ldisH-aral-rschen Zusam-nenatbei-tens. Sic Herbert hatte in der kurzen Frist seines Schaffens in Palästina mit großem Können und mit selten raschem Erfassen der Kernfragen kr Keime für die künftige Politik gelegt. Er ist the right man -on the right place, und durch sei .e Entfendunn hat Großbritannien gezeigt, daß es den Aufbau Palästinas ak; eine Aufgabe erst:r Ordnung behandelt und behandelt wissen will." Aufruf. Das „Allgemeine österr. Israel. Taubstummeninstitut" in Wien Iil., Rudolfsgasse 22, besteht seit 1844 und hat bereits Hunderten gehörloser Knaben und Mädchen die Lautsprache gegeben und Erwerbsfähigkcit verliehen. Hunderte von Besuchern aus allen Ländern bekunden, daß die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit an unseren Zöglingen stets sehr hoch bewertet und geschätzt wurde. Seit dem Kriege droht diesem ältesten jü istßen Hun.a..itattinf.iiute Mim-, da) auch das älteste jüdische Taubstunrmeninstitut der Welt war, der Ikntergang. Mit Mühe und unter den größten Schwierigkeiten wird es aufrecht erhalten, um nicht den zahlreichen unglücklichen schwer geschädigten Menschen die Stätte ihrer Zivilisierung und Bildung zu entziehen. Ohne das „Allgemeine österreichische israelitische Taubstummeninstitut" in Wien III Rudolfgasse 22sind die gehörlosen iü-1 ervw<- dlschen Kinder verloren und dem Verderben'bms preisgegeben. Wir haben jetzt infolge der großen tvirtschaftlichen Not jährliche Ausgaben von Kronen 1,400.008, wovon nur 420.000 Kronen gedeckt sind. dapcst in einer für das Ausland berechneten Audienz beim Ministerpräsidenten Te'eki von die em die ge ü s i t;n leru i e den Eckliiru.rgen eutgegenzunehmen, daß er, der Ministerpräsident, vPi allen Willkürakten gegen die internierten Ostjuden nichts wisse. Aus der Unterredung geht deutlich hervor, daß die ungarisch jüd. Äsfimilanten, wie Polnay, indirekt zugibt, für ihre ostjüdischen Brüder nicht das Mindeste getan haben. DerDudapesterGemeind eratgegen einen jüdischen Friedhof. (2. C. B.) Dem EemVnderate lag Gel der Sitzung vom 9. Februar ein Gefuch cer israelitischen Ku'.tusgemeinde um VrigrößerunS des Mtofner ifraeiit scheu Friedh.fe; vor. der für die Bestattung neuer Leichen keinen Raum mehr habe. Das Gesuch wurde von dem demokratischen Stadtrepräsentanten befürwortet. Tie Verhandlung löste eine heftige ankrsemilische Debatte bei der chriflsich-soz aien Mehrheit c.usu deren Sprecher den Anirag auf W.ehnumr des Gesuches stellte und feinen. Antrag damit ergründete, daß man dir Juden einfach auf irgend einem Mätzchen am chnMben Friedhof beerdigen könne. 'Ms das jüdische Gesuch auch von mehreren katholischen Stadtveryrds neten unterstützt wurde, wurde ihnen aus oe« christlichsozialen Bänken das Wort „Schadeßi Goj" zugerufen, wobei es der Artisemitcnführer Karl Wcff zu hsßli.hen Skandals'e icn; brachte, denen erst dann dem energischen Ta« zwisckentreten des Bürger.;. öfters ein Ende gemacht werden lsnnie. Bei der hierauf vorgsnnmjneneu AbfiiimMung murre das jüdische Ec« such abgelchnt und eine Erweirerung des israelitischen Friedhofes mit großer Ttrnrmen- Mehrheit verboten. Sehr peinlich berührte es bei der Abstiminung, daß der reformier.e forger Aladar mit den Antisemiten g:grn di« Vorlage Kontta gestimmt hat. i Abwanderung jüdischer Künstler, Ter chrifilichnationale Kurs in Ungarn hat es glücklich zuwege gebracht, daß Künstler! und Dichter aller Kategorien, die noch tw gendetwas auf Ehre geben, aus Ungarn ab* wandern, weil sie von den. Vorgängen arge» widert sind oder von de» e<mnu-g; osn: Kollegen rerdrä gt werden. Nun hat auch der m § nur in Ungarn besann e und anerkannte jü'oG sche^Bildhauer Eduard Teils fch entschließen müssen, samt seiner Fam li: Ungarn, das ci istz so stviz auf ihn war uns feine Werke in 'Mue feen bewahrt, den Rücken zu keh.en und nach Hrliand aus uwandern. Ti: uumiteb re llcfache ftinsr Emigratrön ist ein Vurfnl, bentz sein Sohn beinahe zum Opfer gefal.en ish. Teils hat einen Sohn» »der in Budapest drs fünfte Eyinnafiablasse besucht: un> dm Maß fand, zu erlläre:t. daß er für ein Hor hy-Kon-« zeit, wefche; vor mehreren Monaten veranstaltet wutde, nicht gewillt fei, auch nur ei .citz Heilrr zu opfern. Die Erwachenden Lausbuben feiner Kiaf,e haben natüriich diese Be« merkung ocs jungen Te.ts in Form einer An« zeige an die Tireltion gelangen lassen und die Folge davon mar. daß der jung-: Tek.ch in Haft genommen und fünf Monat: hindurch , im Gefängnis gehal e r wurde Nur naH g.Ds i ßen Bemühungen gssang es dem Bi.dhaner i Teils, seinen Sohn zu befreien, und riese» ließ ht ihm den Entschluß' reifen^ aus einem solchen Lande aus-r>r" dern> Wo b'.cibt Sandor Brody? RumSnIen. Flüchtlinge aus der Uten ine. ^°^rufen wr( alle, welche^fich^gesunder.Li: jüdischen^üch'liiige mls onrni et*- , „ . Uk.aine ohntz nach Bet.arab.en. Die ru»'

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