Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 13 (15.2.1921)
- Date
- 1921-02-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Teite 2 XTenstö? „Jüdisches Volksblatt" 15. Februar Nr. 13 Acren Hajeffod. ^Fortsetzung von Seite 1. Dee iert n V rt een jü ist,er I is.itulionen Manchesters und 24 anderen Städten beschickt. An dieser Versammlung nahmen nicht nur: ihre Herren Tr. Weizmann, Tr. Schmarya Levin und Tr. Berthold Feiwel Teil, sondern i such Sir Alfred Mond, dessen Rede den nach-, faltigen Eindruck weckte. Es herrschte grosser - Enthusiasmus und der Aussorderung Herrn! Tr. Wcizmanns sofortige Beiträge zu zeichnen,! wurde bereitwillig Folge geleistet. Herr Siefs berichtete, daß sich die Mitglieder der Order, of Ancient Maccabenns auf ihrer Sitzung verpflichtet hätten, den Betrag von 15.099 Pfund Sterling unter sich aufzubringen. Verschiedene der anwesenden Delegierten versprachen beträchtliche Beiträge. Tic Nachmittagssitzung beschäftigte sich mit der von den lokalen Komites zu leistenden Arbeit. Tie Richtlinien der vom Zentralkomitee vorbereiteten Pläne zur. Bildung solcher lokalen Komitees wurden an-, ge eleu und die Tele irrten dringend ausge'ordert, die Arbeit innerhalb ihrer Distrikte ohne Zeitverlust zu beginnen. s Viele der Delegierten nahmen an der Debatte teil, die eine Anzahl nünlicher Anregungen zu Tage förderte. Tr. Brodetzky aus Leeds, Herr Phillips aus Newcastleüon-Tyne und andere Delegierte erklärten, daß die Arbeit in der Provinz nur dann durchgeführt werden könne, wenn das Zentralkomitee, durch die En'endung von Rednern und Organisatoren, die Einleitung der Aktion in die Hand nehmen würde. Ter Konferenz folgte eine Massenversammlung, die am Abend im Palace Theatre stattfand. Eine zahlreiche und entusiastische Zuhörerschaft füllte die Plätze. Sir Alfred Mond und Herr Dt. Weizmann hielten Reden, die großen Enthusiasmus hervorriefen. Das Publikum unterschrieb Verpflichtungsscheine und, obwohl keine Pause zu diesem Zwecke vorgesehen war, wurden den Ordnern mehr als 400 dieser Scheine eingehändigt. Der Eindruck, der von dieser ersten Distrikts- Tagung hervorgerufen wurde, war in jeder Beziehung befriedigund und der ökonomischen und finanziellen Krise, erfüllenden und zu Tag tretenden Geist. Der Erfolg der Manchester Konferenz regte das Zentralkomitee an, eine ähnliche Versammlung, der Abends wieder eine Massenversammlung folgen sollte, in Leeds zu arrangieren. Diese fand Sonntag, den 19. Dezember statt. Herr Jabotinsky, dessen Besuch großen Eindruck machte, war der Hauptredner. Er hielt auch in Versammlungen im Norden Londons, in Stamford Hill und im Westen, Lin Bayswater, Ansprachen, die in überfüllten Sälen den größten Enthusiasmus auslöften und die Bildung von lokalen Komitees zur Folge hatten. Sir Alfred Mond hat den Ehrenvorsitz des West London Keren Hajessod Komitees übernommen. Es sind nunmehr zahlreiche Versammlungen für das ganze Land geplant. Glasgow und Edinburgh, Sunderland, Southport, Swansea, Nottingham, Bradford und andere Zentren verlangen nach Rednern und bilden Komitees. Ter Apparat, der es ermöglichen wird, jeden einzelnen Juden Englands zu erreichen, wird in Kürze sein. Vorbereitungen, um eine große Anzahl freiwilliger Helfer zu werben und anzulernen, die von Haus zu Haus gehen sollen, sind im Gange. Man darf sich der Hoffnung hingeben, daß alle Teile der englischen Judenheit einsehen werden, daß sie jetzt nicht mehr abseits stehen dürfen und daß die englische Regierung die feindlicher Kritik wegen Ausgaben in Palästina, die vom Gelbe des englischen Steuerzahlers gedeckt werden, begegnen muß, mit Recht von jedem Juden erwarten kann, daß er den Keren Hajessod nach Kräften unterstützt. Tie Veröffentlichung des Manifestes mit den Unterschriften führender englischer Juden hat schon seine Wirkung getan und wir dürfen darauf rechnen, daß innerhalb kurzer Zeit die ganze Judenheit des Vereinigten Königreiches geschlossen für den Wiederaufbau Palästinas eintreten und durch die Taten der Judenheit der ganzen Welt mit gutem Beisviel vorangehen wird. Haltung informier'.e Soko'ow un'e er §e an?- geber über die verschiedenen ak.uel.en Phasen der jüdischen Pektk webe leider au; taktischen Gründen e:n croLe; Te f zt: h sp o Y< neu Fragen ltf?' n der P.es e wie er e :b^n werden kann. An n piend an de. Besuch Sock;- lows bei Mille.and fr g'e unser He ausa b-r Herrn Sokolow, welche po infchen Hrup aufgaben er aegcnwärtig in Paris zu erfüllen habe? Sokolow führte dazu u. a. aus: Tie Lage hat sich, seit dem wnrmsftl Genf gesprochen haben, in nichls ae' ndert. M; nem Besuch bei Millerand lag lei e besondere Veranlassung aus innerjüdischcn politischen Motiven zu Grunde, wie etwa cine 2>- a t e > pz oder Verschiebung fce; Berhä tn s r H z « ich der Deklaration Frankreichs, an to d e neue Negierung, nach wie vor. festhä.'t und > ch auch hinsichtlich deren Konfequen en gebunden fühlt. Aber jeder Ne iecungsneh e. mach solche diplomatische Schrine noiwendig. wie U in solchen Fällen auch eine: Ges nbchf. ptze: einer entsprechenden politisch:« Ve.t.etung a.5liegen. Man muß jr eine e ts de neuen P-rfonen informieren. Fcr« e werben., und anderseits die Beziehun e i. die man zu de: sinzft nen führenden Person', chkesien besitzt, benützen. um das einmal geweilte Interesse wach eu halten und zu beleben. Bei einer Kri e oder einem Ministcrwechse! muß man dam t rechnen, daß eventk. Personen n die Lritung, kommen, die pngenügend oce rn.'i h ig inf.r miert sind über den jüdi'ch p.lsi'schen Fragenkomplex, oder manchmal auch von usch - jüdischer, gegnerischer Seite ihre Kennin ff: über jüdi'ch-r Tinge geholt h'.ber Es gl für uns stets auf der Hu.; i fern, und nl; jü. i L-e Vertretung ähnliche A fgabeu z: echü.wn. wie sie von einer Ke'and schf. aus. e bl z i wer. «n pflegen. Auch was das Palästinamandat anrekangt, darf man die'e Angeiegrnhei «-? i aus dem Augenmerk lasen. Bekanntst tz k.«..e das Mandat aus technischen Gründcn vom Völkerbünde in Eem noch nicht rechst »-* werden, nachdem der Friedensve t ag mi de: T."rr r noch nicht ratiftz ert wrrden ist. Ti: Tistes ist unzufrieden, nicht elwa wegen dec ckebe:: n Palästina oder Sprien, sondern we e i Zen asicn, und die Frage der Neviso de; F..e densoertrages von Cevres, die msgrtaucht ist, schiebt die definitive Rege un Hi Mandate heraus. Obzwar nun die d st imm n der Türkei wicht wegen Palästina zerrührt, kann doch der forme! e Anschluß r.ich »isolgen, so lange nicht dir Türkei der ga e u . e e svcrtrag ratifi irrt hat. weshrs .- m n .et; der Sache nachgehen muß, wenn ausi oezügl ch Palästinas sich weder etwas gelinder, hat, noch zu befürchten wäre. Was die Grenzsrage betriff:. wird, wie ich i Ihnen bereits in Genf m sielt en Kom'sifron eingesetzt, zwecks Reg lang b.-i Benützung der Wasserkräfte im angrenzenden, französtichem Eins uß unterstehende n Eerisie und es ist zu hassen, daß günstige E'tschidugen ergehen werden. Frank ei h sagt, e; wäre ereil, uns dieses Gebiet zu übe la:cn will es iedoch keineswegs an England abt e en Gegen nr ig wo die Entwicklung enes Lande; o n ganz anderen Borbedirgur en abhöngt. s ll e i die sogenannten historisch n Prä e it o en keineswegs das Entkleidende für die Aigre-z-iug eines Landes bilden, eben'ow ni' für da; Aufblühen und Eedcihen in cn-r Leit. wo man so viel van der Elektriftzenmo Palästina; spricht Deutschland. Ein jüdischer Referent im Auswärtige m Amte. (2. E. B.) Ter bisherige als Hilfsarbeiter im Auswäriigen Amte , beschäftlq e Piof. Tr. Sobernheim ich mit Wirkung vom 1. Te-ember zum Ne .irrung rat ernannt worden. Er ist jetzt Referent für jüdi ch A:ge. leocnhc-r en. Prof. Sobernheim ist e n besonderer Kenner des O.ients, Mi gsied v rsch eoener wissenschastlicher Ai demien und eine im jüdischen Leben Deutschlands rro'ckl e'annie Perfönlichieit. llngirn. Tie Verfolgung der jüdischen Kaufleute in Ungarn. Tie ungarische Regierung betreibt konscgucnt ihren Plan zur N inierung de' jädifchen Kaufleute Ungarns Eia Hinie n s de' gründlichen Turchführung dees ih es Pa nes besteht zunächst in de: Unklindha lei der Wohnungen. Run wurde dst e: Tage bekan::t. daß in einer der letzten Mmisterra.-.sitzungeu beschlossen worden sei. den Hausherren biusichtlich der in ihren Häu'ern besindlicheu Eeschästslokale das Kündigungsrecht schon in der allernächsten Zeit fceitugeben. Ties würde naturgemäß zur Folg: haben, daß di: jüdischen Kaufleute völig vrn de: polits^eu Gesimiung, bezw. b(ec politischen Liebedienere', ihrer Hausbesitzer abhängig gemacht würden. Bedenkt man. daß der Verband der ..Erwachenden Ungarn" ein eigenes großes Bureau unterhält, in welchem die Lifte der jüdischen Eeschüftsinhaber und der ch i-tlichen Hausbesitzer geführt wird, und daß dle letzteren unausgesetzt von den „Erwachenden Ungarn" unter ak.erlei Trohnngen ausgef:rdert wmden, wenn nur irgendwie mög ich. ihren jüdischen Mietern aufz-k ndi en, so wird man begreifen, daß die jüdi.chen Kaufelute in Budapest und in der Provinz durch diese Nachricht in panischen Schrecken versetzt wurden. '' > ■ Ti.eklion des ungarlsindlschen K ufmänni l en Vereines hat sich in einer ihrer letzten Sitzungen mit dieser Angelegenheit besaßt und über Antrag des Mitgk elees Alexander Panncz einstimmig eine Protestresolution an die Regierui.^ beschlossen, in welcher ganz freimütig darauf hingewiesen wird daß die Turchsührung des a fg.sia chlen Planes den vök.igen materiellen Ruin breiter (Ties: jüdischer)» Schichten U: Kaufmanns lasst bedeuten würde. Ob dieser S-Hri.t b:i dem jetzigen Einsluß. den die Ch.istlichnationalen und ihr Wertzeug, die „Erwacheaden Ungarn". noch immer besitzen, von Erfolg begleitet sein wird, wird selbst in den Kressen de? Kaufmännischen Vereines stark be^w.if-lt. mBammmaammmmtmmmmammamaammamu Rumänien. Tie jüdische Gemeindeorgasation in Beßarabien. (I. C. B.) Ter Generalsekretär des Kul» tusministeriums, Arghireseu, empfing eine vom Sekretär des Verbandes der einheimische» Juden geführte Abordnung des beßara'-ische» jüdischen Eem t.i egrü idungokomi ec , die i m cin Memorial über die Entwicklung des jüdischen Gcmcintewcsens in Beßarabien und das Statut der neuen Organisation des jüdischer Gemcindebundes für Beßarabien überreichte Tie erste Sitzung der neuen jüdi^ scheu Gemeinde in Bukarest. (I. C. B.) Tie Eröffnungssitzung der hiesigen Gemeinde hat am 30. Jänner statt gefunden. Ta es die erste öffentliche Sitzw^ der aus freien Wahlen hervorgegangene'.: Gemeindevertretung war, sind viele tiäste erschienen, darunter die Vorstände zahlreiche, jüdischer Institutionen aus dem ganz' ■ Lande Polen. T i e Ana st vor neuen Pogronien in Wilna. (2. C. D.) Lilaulschen Bericht n zufolg« wild unter den So.daten Zesizo:ssis neuerdings eine Menge von pogromhe, enden Flugschriften verbreilet in denen die Juden an allen in Wilna herrschendem E«nd be'chuldigt we> den. Auch die einheimische pol si che Bevölkerung wird gegen die Jude:, anha ern'o a fgehetzt, so daß man wieder auch anf den Straßen die Lo'ung: „Vernich.et di: 2-den" hört. Unter den 2uden herrscht d -le zvoße Angst und riele Familien fl ehen e ti ckt nrch Kowno, sowie in andere litauisch«. t id^e. Eine MinisterkomMission tar die polnisch-jüdische Verständigung. Ein Mi aAe ter des „sa-nt" insi v swte den polnischen Ministerpräs densin Witos ü et die Stellung der Regierung r -r 2 denfrage und die Mittel, welche sie zur Lösung dec Frage anzuwenden beab ichli.e. Wi os gal dem Interviewer die gewünsch!"' Luf.lli,nagen und übergab ihm außerdem eine sch.iftliche Ertlärung, welche die Stek.ung des Mnisterrates zu der Frage euth;tt. Sie lautet: „Wie ich bereits erklärt habe, in dis Regelung der Dez ehu,.ge., der 2 -den Ro ns zum polnischen Staate eine staai' -'-" u oiwendigkelt, deren Aktualsiät und B.-- u «it sich nicht durch den Wiken einzeluer ,v>:n ter oder durch die Zusammensetzung des Kabinetts ändern kann. Daher kann hi:r nur die Stellung der gegenwärtigen Reg'erung in Betracht kommen, an deren Sütze ich steh«. Und in dieser Hinsicht kann ich erklären, daß alle Mitglieder der Regierung die Bedutung des jüdischen P.nuiems in aurreicheadem Maße cinfchätzcn: schon vorige Wo de l at der Ministerrat in An: si unung dessen, daß es wichtig sei, eine eutip .-'tzend: euerfische Aktion weiterzuführen, d e Leitung dke- >er Aktion einigen jener Mi gicd: ü eigck'en, in deren Ressorts de Frage, f kckn, w l .« heute konkret das Indenpro.siem ausmachrn. 2eht schon Einzeihei en zu melden, wäre verf,ühi und der Sache nicht von Ratzen. 2ch! bin daher nur in der Lage, zu sag:», daß die Regierung auf dem Boden der P.aris stehen und in entsprechender Wie dibtzi den Beratungen sich ergerenden Fr en. eine nach der anderen, derart lösen wk.t da^. die jüdischen Bürger Polens kernen fachlchen Grund zur Klage Haben. Ileb.igens steu, bei uns niemand die bürgerlichen Rech e cer Juden in Frage, aber die Regie.ung die für die wirkliche Gleichberechiigung der Bür- «.eil erlernen sollten, daß sie imstande wären, fliesrena zu sprechen und fehlerf ei zu schreiben. An den vom Jüdi'chen Cch llve-ein erhaltenen Anstalten wird an Samstagen und an den jüdischen Feiertagen kein Unterricht erteilt. jL«§epen ist Sonntag Schukiach Bergmann, Tie Einigung der palästinen-! fischen Arbeiterschaft, Moses Beilinson, Brief. Bestellungen bei der Redaktion: „Jüd. Volksblatt", Mähr.-Ostrau, Langem s' 2t. Der „Jude". DaS neuerschienene Heft Rr. 10 der , Zeitschrift „Der Jude" enthält folgenden .Inhalt: \ Arnold Zweig, Ter heutige deutsche st Nntisemitismus, Erwin Kohn, Entwurf i. Einer Arbeitsgemeinschaft für wissenschastliche '* Wirtschaftserziehung, Jakob Rabinowitz, ' Bialik und die moderne hebräische Dichtung, 0. I. Agnon, der Verstoßene. l Kur Geschichte .des Zionismus: N. M. Gelber, Ein Projekt einer Jujhenkolonifation in Paläuina aus dem Jahre j 1840. Umschau: ir R u p p i n. Tie Entwicklung des iswesens in Palästina, Hvg? Tod einer englischen Zudensreundin. Das Jüd. Äorr.-Bur. meldet aus London: Im Alter von 97 Jahren 'ist hier Mrs. Finn gestorben. Sie wurde in Warschau geboren, wo ihr Vater Nev. Alexander Hc. Caul Hebräisch und die jüdische Frage studierte. Ihr Mann wurde in Jahre 1845 zum britischen Konsul in Jerusalem ernannt und bekleidete diese Stelle dann als Generalkonsul durch 18 Jahre. Mrs. Finn selbst beherrschte gut die hebräische Sprache, die sie im Alter von zwei Jahren zu lernen begann. Sie interessierte sich für die Beschaffung von Arbeitsgelegenheiten für die Juden in Jerusalem. — Aeh,stich wie der bekannte Schriftsteller Laurence O l i p h a n t hatten auch Mrs. und Mr. Finn den festen Glauben an die \ Rückkehr her Juden nach Palästina, noch, lang«/ bevor Tr. Herz! die zionistische Bewegung begründete. Das MelsprLdlkat der jüdischen Lords. Anläßlich der Ernennung Lord Readings zum Vizekönig von Indien weist „Jewish Guardian" darauf hin, daß sein Adelsprädikat Reading, wie dasjenige der meisten englischen Peers, von einem Ortsnamen abgeleitet ist. Reading ist die Stadt, welche der jetzige Vizepräsident von Indien lange Zeit im englischen Unterhause als Deputierten vertreten hat, ebenso wie zum Beispiel Lord Wandsworth diesen Namen als Prädikat wählte, weil er von der gleichnamigen Stadt ins Unterhaus entsandt wurde. Ter jüdische Lord Sivaythling erhielt sein Adelsprädikat nach dem Namen der Sommerresidenz des ersten Lords Swaythling. Dasselbe tzvar auch der Fall des Baron Henry de Worms, als er Lord Pirbright wurde. Ter einzige jüdische Peer, der seinen ursprünglichen Familiennamen beibehielt, ist Lord Rothschild. Auch Lord Hersckell hat seinen alten Namen beibehalten, hingegen seine Religion gewechselt, indem er au^ cvm Judentum austrat. Eine hebrüische Gefamtausgaks der Schristeu Theodor Herz!§. Das Amt für Presie und Viorkaver zionistischen Organisation in Polen (Warlchaü) bereitet eine vollständige hebräische Ausgabe von Theodor Herzls Schriften vor (der erste Band erscheint bereits in den nächsten Wochen), die alles enthalten soll, was der verewigte Führer geschrieben hat. Es sollen in diese hebräische Sammlung auch solche Ansätze ausgenommen werden, die im Teutschen nicht enthalten sind, sowie auch Briese, die sich mit seiner zionistischen ltrtb literarischen Tätigkeit befassen. Wir ersuchen daher alle Freunde und Verehrer Herzls allerorts, ^lns Aussätze und Aeußerungen Herzls namlzaft zu machen, die weder in der deutschen Ausgabe, noch in „Ter Welt", sondern etwa bloß in nichldentschcn Sprachen erschienen sind; ferner uns Briefe zur Verfügung stellen zu wollen, deren Jnhali Herzls zionistische und literarische Tätigkeit betrifft. Nach der Aufnahme einer Kopie werden die Briefe dankend zurückgestellt. Zuschrislen erbeten an die Adresse: Zentralkomitee der zionistischen Organisation in Polen, Amt für Presse und Verlas. Warschau, Leschna 54.