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Jüdisches Volksblatt · 1921-02-15 · 13 (15.2.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
13 (15.2.1921)
Date
1921-02-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Lr- 33 vravien. te*** Landes der 2? 2:‘3 des Sfe*ta h!bu^^fon;{ee V$» ***£>*» a bPr .... eirt% Nr. 5> Mrnstagl MO Jüdisches 3Mfs6T<rttft tVeEruat gelte fit. de der neuen *«■ «Ätf"» i« :t ^rvorgeggneix.'^ Nnd viele ^otftänk EL, m mv:- Ä kl crt Vogtcme;! ,> Iff. u 5« Pe.%-n •ifcfjo .'S'is neuer, gromle endn yiug. ’b.e Juden auF.eu «ub te^ulbi-it tue-. rvUchr Bevölke. j6u anha ernd a fcder auh auf den Vernich.ei di - I iden" frischt d ls .-«z, ft echen e!i dt nrch ission sic die Beistüneigung. ..faftt" inte v eate en Wiloa flee' ernnz zur I bcnfragc!>e »r LMuz der >tf'ij. Äi o; gal Muschi"- fiuf.Lita.t- 'jetten: eine sch.jste Ael.uug de- M extf);ttct lautet: exilätt chÄe. w dir ge,: bei J.deu Pa. ns cme flaut1 u'ot- ’U utib üb. ■ j eit m eiirjfm b,in itt ehung des fttlitwlts hier nur die Stet* Reg'eMg in Dell Lllze ich sieht, nn ich erüjren, dah ieruuF tie Vcftu- 'em; in nuureicheilchou vsnje Dole Wreuuung btftn, e:!;ip.?.':enbe euer» , d e i'ei'ung iü' gedü eegi^n, £{ i f Iveit, ml-,* .o len an-machn. me!dn, wäre vervon Nutzen. Ich age. zu sa^. daß Baden der P.E ider Wie b»> enden Fr en, etn£ lösen wU da.. Lrt leinen su chen M.igens!en. ver Men Rech e eer die Re-.ie.nng m der Rnrmutz auch von fti) zu einer anderen vollständige Loyalität ihrem Verhältnis war die marokkanische zionistische Föderation lange Zeit zur Untätigkeit verurteilt. Auf das Bestreben Nahum Svkolows, um die Beschränkungen für die zirniitische Tä'iiake * aufzuheöen, richtete der französ sche Ligh Eommissioner an ersteren einen Brief, in dc:n er ihm. Anerkenn: ng aus. ger zu sorgen verpflichtet den Bürgern, welche Nationalität bekennen, und guten Willen in .Staate erwarten." Tatsächlich fand noch vor etwa zwei Wochen eine Sitzung des polnischen Mnistecrates stalt, bei welcher eins Kommcfio-n von vier Ministern, bestehend aus den Ministern des Innern, des Aeutzeren der Finanzen und der Volksbildung, gewählt wurde, um ein Programm und einen Modüs für d§e Verstänoigung mit den Vertretern der jüdischen Bevölkerung auszuar'eilen, Am 21. Iänner fand während des Mini'ler-ates de erste Sitzung dieser Kommssion statt, welche die Vorbercitungsarbeiten bereits begonnen hat. Tis Darlegungen des polnischen Premiers beziehen sich auf diese Kommission. Wenn auch der Schluß seiner Ausführungen einen sonderbaren Beiklang hat. so ist doch anzuerkennen, datz die polnische Regierung aus dem Standpunkt einer in der polnischen fludenfrage notwendigen Aktion steht. Freilich dürfte diese Aktion nicht in fruchtlosen Debatten und Beratungen begehen. Es wrd abzuwarten sein, ob die polnisch-jüdische Verständigung nunmehr zu ernsten Ergebnis,en führen wird. Zeligowski und seine Juden. Die in Wilna erschein nx .,Gc eta Ärajsaa" schreiür: Der Beschtu^ der jüdischen Ge Minde, an den Sejmwal; cn nicht tei.zunebmen. hat in gewissen Kreis n der jüdischen Bevölkerung in Wilna DnZZ.iedenhnt hervorgerufen. Sie beabsichtigen n n. un er den Juden für eine Beteiligung cn den Srjm-vahlen Propaganda zu treiben. Zu diesem Zwecke wollen diese Kreise ein jüdisches Tagblatt herausgeben. weiches gegen die von der ert emnatiLnalislischen jüd scheu Seile der jüdischen Masse aufgezwungene Oneniier n1 Stellung nrmnrt. General Zielegowski hat es also kür nö ig erachtet, die Herausgabe eines für seine Zwecke dienlichen jüdischen Tag . lat es zu „ nsp'neren". Er hat auch schon ein Werkzeug gefunden denn in den letzten Tag n erschien in Warschau ein Emisär, welcher Mitarbeiter für ein neues jüdisches Tagblatt in Wilna unerr d n Warsthaucr Journalisten werben wollte. S.e herben rhu nach Wilna zurückgrfchiat. Antisemitische Anträge. jTel. der Wr. M;tg.) Auf der letzten Sitzung des Warschauer Stadtrates brachte der berüchligte Antisemit Liparewicz folgenoe Anträge ein: 1. Ter Stadtrat beauftragt den Magistrat, die Warschauer jüdischen Führer auszufordern, das; sie bei der antipolnischen Agitation, welche von den Juden Amerikas und Europas getrieben wird, nicht gleichgültige Zuschauer bleiben, sondern auf ihre Brüder, besonders in Amerika, einwirken. vast sie diese Agitation unterlassen. 2. Es möge darauf eingewirkt werden, daß Ameri'a. Polen einen Nahrungsmitteldekret gewähre, allenfalls. datz das amerikan's.he Judentum so viel Nahrungsmittel nach Polen sende, als dir jüdische Bevölkerung Polens auf Kosten der hungernden autochtonen Bevölkerung verbraucht. Ueber diese beiden Anträge, die darauf «bgielen, die Juden als Feinde Polens l/n-, zustellen und ihnen das Recht des Lebensmittelbezugrs abzusprechen, entspann sich eine lebhafte Debatte. Bckteichnend ist, daß der sozialdemokratische Stadtverordnete Jaworski e'.klä te. seine Frakt ou werde für dir be den Anträge mi Ausnahme der Worte „auf Kosten der hungernden autochtonen Bevölkerung" stimmen. Die jüdischen Stadtverordneten verlangten namentliche Abstimmung und Stadtrat Kitschbraun hrzer-chnete dir Anträge als Provokationen und nahm scharf oagegen Stellung, das; der Stadtrat Politik tktzibe und ant semit sch polnische Rescl .tiLncn. v>ie die über die Aufforderung an die jüdischen Führer, fasse. Ter Protest Kirschbrauns, dem sich auch! der jüdische Stadtrat Ehrlich anschlotz. hatte die Wirkung, datz der Antragsteller den zweiten Teil seiner Resolution zurückzog und datz die Sozialdemokraten sich doch besannen, sie könnten ihren antisemitischen Jst nkten nicht rücksichtslos stöhnen und daher die Erklärung «bgaben, sie würden gegen den ganzen Antrag stimmen. Bei der namentlichen Abstimmung wurde der antisemi.ische Vo.schlag mit feO gegen 25 Stimmen angenommen. (Ties ist der Gesst, der i nldem Sanoe dessen Regierung die polnisch jüdische sDerständigung für eine Staatsnotwendrgkeit Mkkärt.) Marotto. Der Zionismus in Marokko. iJ.T.V.) Ta^ dir Ausn^hmsgesetze in! will und nicht gewillt bin. Maroflq jede poli' ische BstätigunL verbieten, ,lunz zü nehmen LegerMrr Problem. Ebenso sicher wissen Sie, datz oas amerikanische Volt überzeugt ist. datz ich meine Zustimmung nicht gebe zu Dingen, die 'lemlich, untolerant und unamerikanisch sind, wie die antisemitische Bewegung. Ich habe stets die Lehre der Verständigung und Frennddie Mitteilung macht, datz er sich mit dem maschaft gep edigt und niemand, der da a: rTautt rokkanisMn Behörden ins Einverne':mx: se te und auf die Einheit Amerikas hofft, kam: sie mögen die zion'st.schr Tät gkeit unte stütze, sich an einer Bewegung beteiligen, welche g^gen ' - ' ie.em Briefe le ne einen Teil unseres ameriaMischen Volles ge. herrscht, Gleichzeitig drückte er in die. für die tunstanischen Zionisten Amerika. Amerikaner gegen den Antisemitismus. I. P. Z. — Auch dir christlichen Krei e Amerikas haben in einem Protest energisch gegen die Seuche des Antisemitismus und jeden Versuch, diese Krankhertserschrinung auch nach Amerika zu verpflanzen, Stellung genommen. Der bekannte acnerikani'sche Journalist. John Spargo. hat im Einverstänonis mit den prominentesten Amerikanern christlichen Glaubens — die jüdi ch-'n Organisationen blieben ganz ansgeschaltet, da diese Kundgebung ohne deren Zutun veranstallet wurde -» ven Protest konzipiert und die Unterschriften eingehokt. Bon den 119 führenden Amerikanern, die auf dem Protest unterfertigt sind, seien nur folgende wenige erwähnt: Wilson, Taft, Cardinal Canel, Baker, Bryan Butler. Präsident der Columbia Universität, Lansing, der junge Rooseoelt, der Dichter Frost, der Maler Eibson u. a. mehr. Ter Protest lautet: „Die Unterzeichneten Bürger n Müdischer Geburt und christlichen Glaubens bucke:: mst Entbüflung und tiefem Bedauern auf die Enscheinung, datz in diesem Lande eine organisierte Kampagne für den Antisemitismus in enger Verbindung und mit Hilse Ahnlile: Kampagnes än Europa geführt wird. Wir bedauern tiefstens, datz Bücher, Pamphlete und Zeitungsartikel veröffentlicht werden, die darauf zielen. Mißtrauen und Verdacht gegen unsere Mitbürger jüdischer Abstammung und jüdischen Glaubens zu wecken, Mis-trauen und Verdacht gegen deren Treue und Patriotismus. Diese Erscheinungen, die weit und bre't verbreitet sind, bringen in unser naft'nlles und politisches Leben einen neuen rn > gefährlichen Geist, einen Geist, der ganz mr Gegensatz, steht zu unseren Tradieiouen und Idealen, und zerfetzend ist für unser Regierungssystem. Amerianisches Bü.ger.'um und amerikanische'Demokratie werden dadurch zu einem Kan:pfe herausgefordert. Wir protestieren gegen diese organisierte Kampagne oes Vorurteils und des Has.es. nicht nur wegen ihrer offenbaren Ungerechtigkeit gegen v-.-- jenigcn, gegen die sie gerichtet ist, sondern auch, und zwar hailptsächllch deshalb, weil wir überzeugt sind, datz siefür das treue ::nd intelligente amerikanische Bürgertum gänzlich unpassend ist. Das logische Resultat eines eventl. Erfolges einer solchen Kampagne mühte unbedingt eine Spaltung unserer Bürger nach Ralfe und Religion fein und zu gute.letzt d:e Einführung religiöser Merkmale beim Festsetzen der Bürgerschaft. Treue und Patriotismus unserer Mitbürger jüdischen Glaubens gleichen Treue und Patllrtism:s irgend eines anderen Teiles unseres Volkes und bedürfen keiner Verteidigung unsererseits. Seit Begründung unserer Republik bis zum letzten Weltkriege haben Männer und Frauen jüd. Glaubens ehrenvollen Anteil am Aufbau unserer großen Nation genommen und ihr Prestige und ihre Ehre unter allen Nationen »der Welt blieb unersMttert. Es liegt also^ nicht dfe geringste Berechtigung für eine antisemitische Kampagne in Amerika vor. Antisemitismus ist fast stets verbunden mit Gesetzlosigkeit. Brutalität und Urger-ckt gleit, was wiederum eng verbunden ist mit anderen lösen Mächten, wie Korruption. Regklion und Unterdrückung. Wir glauben, datz man es nicht den Männern und Franc« jüdischen Glaubens überlassen darf, diese Plage?u bekämpfen. sondern, datz dies eine spezielle Pflicht der Bürger ist, die nach Abstammung und Glauben keine Juden sind. Wir erheben deshalb ernsten Protest gegen dchse verderbte Propaganda ^und fordern unsere Mitbürger mchtjüdischer 'Geburt und christlichen Glaubens auf, sich uns anzuschlletzen und den Antisemitismus auszurotten. Wir wenden uns hauptsächlich an diejenigen, di« die öffentliche Meinung bilden, die Geistlichen aller christlichen Kirchen, Publizisten, Lehrer. Redakteure und Staatsleute, um den Kampf aufzunehmen, gegen diese unamell-ämsche und unchristliche Agitation." Ter neugemäh te Präsident Harding. der ebenfalls um feine Unterschrift angegangen worden war, schrieb an Spargo: „Ich bin sicher, datz Sie wissen werden weshalb ich in richtet ist. Fsrke?. Polilisches. luzim reagiert und nun Antwort Amerikas. Die A b s ch i e d s b a n k e t t fti r S: r M o n ö und Tr. Weizmann. Ter jüd. Stadtrat in Jerusalem veranstaltete den in Kürze verreisenden Sir Alfred Mond und Prof. Weizmann ein großartiges Abschiedsbanket, das sich in einer Versammlung der vornehmsten jüdischen Kreise Palästinas verwandelte. Den Vorsitz führte tet Vizebürgermeister Jerusalems David Pellin, der Sir Alfred Mond ersuchte, dem Ministerpräsidenten Lloyd George den Dank der palästinensischen Judenheit auszurichten. _ Sir Alfred Mond errviderte auf die gehaltenen Abschiedssprachen mit einer großen Rede, die er in hebräischer Sprache schloß und versicherte, daß er in Palästina viele Freunde zurücklasse. Er werde den Dank an Lloyd George übermitteln, umsomehr, als chex gegenwärtige englischer Premier der größte Freund des Ziopismus ist. Keine wie immer geartete Propaganda vetmag nunmehr die ^aPur-De.larallon zu ändern. Palästina hat lauter treu ergebene Diener der zionistr-- schey Sache, die nicht entmutigt werden dürfen. Der Zionismus darf nicht die gesittige und kulturelle Seite seiner Llrbeit vernachlässigen. In dem hebräischen Teil seiner Rede erklärte Sir Mond, daß er vom Economical Council günstige Ergebnisse erwartet. Dr. Weizmann sagte, das jüdische Volk muß zu Opfern bereit sein. Sowie es im Kriege in England keinen Mann ohne Khaki- Uniform gab, so dürfe es jetzt keinen Juden geben, der sein Opfer für Palästina brächte. Das jüdische Volk wird dieses Opfer bringen. Die Judenheit Europas hat auf den Akt von San Remo mit der Abfertigung tausender Chawarten wir auf die palästinensische Regierung hat die besten Absichten. Es könnte sich jedoch eine überaus schwierige Lage ergeben, falls wir unsere Pflichten nicht erfüllen sollten. Legalisierung deS Jüdischen Nationalfonds. Der Jüdische Nationalfonds wurde von der palästinensischen Regierung als eine „gemeinnützige Institution" anerkannt und dadurch weitgehender Vergünstigungen teilhaftig in Anerkennung der Tatsache, daß er die von ihm gekauften Bodenflächen dauernd im Gesamteigentum des jüdischen Volkes erhält und ihre Weitergabe nur nach Erbpacht- oder Erbbaurecht voruimmt. (Z. K.) Grenzfrage und Wasserkräfte. Nach Mitteilungen Sokololvs, des zweiten Vorsitzenden der Zionistischen Organisation, wurde eine englisch-französische Kommission eingesetzt zwecks Regelung der Ausnutzung der Wasserkräfte in dem an Palästina' angrenzenden. ftanzösischen Einfluß unterstehenden Gebiet. <Z. ft.) Wirtschaftliches. Frauenarbeit. Tie von der Internationalen:: Zionistischen Frauenorganstation ausgearbelleten Arbvitspläne für Palästiira zcrsaflen in zwei Gruppen: 1. Pläne, die mit Immigration zuiammenhängen und sofort auszuführen sind. 2. Pläne, die erst späterhin in Angriff genommen werden sollen, nachdem die dringendsten Bedürfnisse befriedigt sind, oder wenn ein zu diesem Zweck bestimmtes Legat verw. werden kann. Die sofort auszuführenden Plä e umfassen die Errichtung von Baracken, S p penküchen und Mädchenheimen mit anschlie - tzender HaushaMngsschule und die Ent'endu.ng von wandernden Hauswirtschaf sleh ern Zu Jmmigrantengruppen. Die für später in Aussicht genommenen Pläne schließen eine korperative Hauswirtschaslsgenoßenschast. Hauswiltfchastsschuken, Landwirtschaftsschnlen und Kinderpflege ein. Fleischkonsum - Genossenschaft in Jerusalem. Die Exekutive des Ra es der Jeru'ale- Mer Juden beschlotz die Schäftung einer F.eischversorgungsgenosseuschaft. Das Kapi al soll von den Eeuossenshafismit lleden:. sowie mr öffentlich Std irzendw-Msm werden. sgs Aus den Gememöen sss Mäh r.-O ft r au. K onstituierung der K ul t usgemeinde-Repräsentanz in Mähr.- O st r a u. Bei der am Samstag, den 12. ds. um 1/46 Uhr stattgesundenen konstituierenden Sitzung der neugewählten Kultus-Repräsentanz wurden folgende Herren gewählt: Dr. Alois Hilf, Präsident, Dr. Othmar Huß, erster Vizeprasid., Dr. Max Böhm, zweiter Vizeprasid. und Dr. Max Beer, Ing. Ernst Frischer, Leopold Rufeisen, Moritz Wechsler zu weiteren Vizepräsidenten, deren genaue Einrangierung erst erfolgen wird. Einen genauen Bericht über diese Sitzung behalten wir uns noch vor. * Der jüd. Handwerkerverem für Mäbr.- Ostrau und Umgebung veranstaltet aus Anlatz des lOjähri^en Bestandes am Samllcg, den 5. Mzrz k. I. im groben Saale des -»otel National ein Tanzkränzchen. Auf »g 6 Uhr abends: Musik Tauberkapeke. Entree pro Person 10 K5 Abgabe 3 Kr. Für den Vorstand: 2. V 0 d e n st e k *. O Bibliothekstunden in der jüdischen Zentralbibliothek finden jeden Montag von halb 6 bis halb 7 Uhr abends im Beth-Hamidrasch-Zimmer der Jüdischen Volksschule statt. Das Publikum wird eingeladen, die Bibliothek eifrig zu benützen. « Die regdmätzige«Vorträge im Verein Ahavath-Thora werden wieder jeden Samstag von 3 bis 4 Uhr nachm, abgel,alten, und zwar trägt Herr Rabbiner Tr. Spira Schulchan-Aruch vor. äste willkommen. Die diesjährigen Absolventen der jüd- Fachschule in Mähr.-Ostrau, veranstalten am 23. Februar l. I. in den Räumen des Polni- : schen Hauses eine Akademie mit anschließendem! Tanz. Der Reinertrag fließt dem jüd. Fachschulverein zu, der den Zweck hat, fürmittellose, würdige Fachschü'er das Schulgeld aufzubringen. Reklamationen sind zu richten an Erich Geßler, Mähr.-Ostrau, Straße des 1. Mai. Ab Samstag den 19. ds. findet allwöchentlich Samstag, 8 Uhr abends im Klublokal des Cafee Union eine gesellige Zusammenkunft der Mitglieder des Vereines „Zion" in Mähr.-Ostrau statt. Alle Mitglieder werden ausgefordert sich an diesen Abenden zuversichtlich einzufinden. AuS der Theaterkanzleft Dienstag, dcn 15. Februar beendet Hedwig Bieibtreu ihr Gastspiel in Ibsens »Gespenster. Mittwoch, den 16. Februar gelangt in Dauer» miete 2 gelb nicht Wie irrtümlich angegeb-M »Die blaue Mazurft sondern die Operette »Der Ober-- fteiger* zur Aufführung. Donnerstag, den 17- Februar wird die Oper .Tannhäuser* von Richard Wagner, die stets vor ausverkauftew Hause aufgeführt wuddc, zur 6- Wiederholung gebracht. (Folge 3 grün.) Freitag, den 18. Februar findet die Aufführung des klastischen Lustspiells .WaS ihr wolltvon Shakespeare in Folge 4 braun statt. Als nächst« Neuheit wird der übermütige Schwank »Der müde Theodor* aus der Feder der MA bewährten Verfasser heiterer Bühnenweckc Max Real und Max Ferner SamSIag, den 19. Februar aufg°- fiihrt. »Der müde Tbeodor* zählt zu den wirksamsten und erfolgreichsten lustigen Stücken, die seit über die Szene gingen und hat an fast allen vmischsprechenden Bühnen Dank seiner überaus drast'.;Hen Situationskomik und den witzigen Diüog du>.cy',chM' gende Lachcrfolge erzielt. Sonntag, den 20. Febniar halb 3 Uhr nach» mittags »Tannhöuscr* von Richard Wagner. (Außer Dauer- und Stammsitz.; Es wird ausdrücklich mifmeckfam gemacht, daß diese Vorstellung pünktlich um halb 3 Uhr beginnt. — Abends halb 8 Ubr erste Wiederholung des übermütigen Schwankes »Der müde Theodor' von Max Real und Mar Ferner. (Außer Dauer- und Stammsitz.) Witkowrtz'. Am 9. Februar l. I. fand in Witkowitz :m Restaurant Spurny die konstituierende Versammlung der zion. Ortsgruppe statt. Die Versammlung wurde durch einen Vortrag des Gg. Dr. Gustav Kohn aus Mähr.-Ostrau eingeleitet, welcher über die Abwehr des Antisemitismus sprach und für seine betreffenden Ausführungen reichen Beifall erntete. Dre Erwägung der Volkszählung im Bor trag gab Anlaß zu einer Debatte über diese aktuelle Frage. Da alle Redner einmü'ig als einzig möglichen Standpunkt die Angabe der jüdischen Nationalität erflärten, steht zu er» warten, daß die Witkowitzer Judenschaft auch dreimal ihre Wicht voller füllen wird. Hie».

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