Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 10 (4.2.1921)
- Date
- 1921-02-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Freitas Nr. 16 „Jüdisches Volksblatt" 4. Februar M* 3 zuch wurde der Kerftr Hajessop aufgebant. ft bettelt nicht unt Ersparnisse, sondern basiert auf der größten und ältesten Tradition, auf Massor. Ein. Zehntel gehört dem Slaat und das muß jeder Jude leisten! Der Unterschied zwischen Zionisten und Nichiz: nisten ist aogeschafst! Die großen Mächte kennen nur Juden, und ob Zionist oder Nichtzionist, er trägt dieselbe Verantwortung. Professor Weidmann: Wir müssen dm Aufbau auf drei Dinge stützen. Erst ms auf den Ackerbau. Palästina ist kein fertiges Lacks, es muß erst geschaffen werden zu einem solchen. Das Land ist verwüstet, und so w'e Frankreich se'ne verwüsteten Gebiete wi^derhersteUt, so müssen wir Palästina ausbauen. Für uns ist es aber schwieriger als wie für den Franzosen, denn dieser Ausbau geht nicht von einer Stelle aus, sondern muß vc» Amsterdam. Warschau, London. Chikago augemacht werden, und unsere Anstrengungen müssen auch von dort ausgchen. Dazu haben wir keine Ackerbauer, wir müssen diese erbrechen, denn wenn unser Ackerbauer so sein soll wie der russische Muschik, dann ist di: Lage sehr traurig. Jeder Fuß Landes muß freigemacht werden. Große, halbe oder viertel Landstreiche müssen bearbeitet werden und das in großem Maßstab. Der ganze Süd.m von Palästina ist leer. Die zweite Aufgabe ist die industrielle. Mittel, die vorhanden sind, sind bedeutend genug. Und das war der Grund, warum wir die Wasserkraft, die uns abgesprochen worden ist» verlangt haben. Der Jordan gehört uns, rrnd was dem Jordan gehört, gehört ihm. Die dritte Aufgabe ist der geistige Uufbäu und das gerade bei den Juden. Der Jude fragt nach einer Schule, gerade wie «ach einem Zelt«. Zwar gM es unter den Zionisten folckze, die anders denkcn das sind die sogenannten praktischen Zirwsten, welche einfach hier übertragen und anpaff:» wollen, was sie in anderen Schulen gelernt haben. Wir Juden können das nicht tun. Wir baue» auf einer zweitausendjährigen Tradition und setzen die alte Geschichte fort, und eben darin liegt unsere Stärke. .Sollten wir ohne Tradition zu bauen beginnen, dann würde vielleicht auch das geschehen, was geschehen solch über wir würden i n diesem Falle kein jüdisches Palästina haben. Alke Juden sollen es machen! Wir rufen alle Juden zur Arbeit und hier liegt eben die Schwierigkeit, die man überwinden muß! Wir arbesten nicht im Dunkeln, nur im Tageslicht. Ja, wir werden überwacht. Jede Tat. jedes Unterlassen wird zum Gegenstand großer Debatten gemacht. Ich habe nreines getan und kann me »e Arbeit aufweisen. Wad habt ihr gemacht? Uns hat die Balfourfche Deklaration in sine solche Lage versetzt, daß es kein Zurück gibt. Wir aber werden euch in eine solche Lage stellen, wie es während des Krieges in Belgien, Frankreich oder in England war. Wer keine Soldatenmützs aufhatte, der wurde auf offener Straße geluncht! Wer kein Maffor zahlen wird, der wird sich auf der Straße nicht zeigen könncr, denn er wird nicht nur von den Judm sondern auch Kon den Christen verachtet. Wir wollen den Arabern unsere Kultur nicht aufzwingcn wir wollen nur unsere schaffen i nd fortsetzen. Sie haben genug, wo sie sich ausdehnen' können. Wir wollen mir in Palästina bleiben Es ist ganz schrecklich, was man auf den Straßen sieht, die überfüllt sind von wandernden Juden aus dem festen, die trostlos zugrunde gehen. Und ihr habt noch den Mut und das Herz, zuzufehen und zu schweigen!? Ihr habt die heilige Pflicht, denen zu helfen, und wenn ihr das nicht tut. dann kann diese Gefahr auch euch drohen! Ich sage, die Tore von Palästina stehen offen, die Schlüffe! aber sing nicht bei uns. sondern nur in ihren Händen. Ihr könnt, tun, was ihr wollt, wir müssen im Moment, wo Tausende vor diesen Toren stehen.^ zeigen, daß wir wenigstens Zehn-, Zwanzig- oder Dreißigtausend empfangen können. Heute verlangt man nur einen Teil, Morgen wird man vielleicht schon den qattjen Körper verlangen müssen. Srsterreich. kiener. Die Sorgen der Die Sektion „Austria" des Deutschen und vesterreichischen Alpenvereines berief für den §6. Jänner 6 Uhr abends in den Vortragssaal des Elektrotechnischen Institutes ihre diesjährige Generalversammlung ein. Mit Rücksicht darauf, daß eine Gruppe einen Antrag auf Nichtaufnahme der Juden in die Sektion eingereicht hatte, war der Saal lange vor Beginn der Versammlung überfüllt, so daß Hunderte von Mitgliedern keinen Einlaß erhalten konnten. Insbesondere die Deutschnationalen unter Führung des berüchtigten Dr. Riehl «tttten eine intensive Agitation zum Besuche der Versammlung entfaltet, und hatten frühzeitig den größten Teil des Saales besetzt. Obmamistcllvertreter Dr. Baum wies in seiner Eröffnungsansprache auf den außerordentlich starken Besuch der Versammlung hin, der wohl auf den vorliegenden Antrag zurückzuführen sei. Ter Ausschuß habe beschlossen, sich in dieser Frage neutral zu verhalten (Beifall) und sich weder an der Debatte noch an der Abstimmung zu beteiligen. Auf den Vorhalt eines Versammlungsteilnehmers verlas der Vorsitzende einen Antrag mehrerer Mitglieder, der dahin ging, daß gegen die etwaigen Beschlüsse Protest eingelegt wird, da die Mitglieder nicht rechtzeitig verständigt wurden. An diesen Antrag knüpfte sich eine stürmische Geschäftsordnungsdebatte, in welcher einzelne Redner für und andere gegen die Schließung der Versammlung sich aussprachen., Die Kontraredner verlangten eine Abstimmung! darüber, ob die Versammlung trotz des vor-° liegenden Protestes abzuhalten sei. Zu letzteren zahlte auch Dr. Riehl. Der Buchdrucker Holzhausen konstatierte, daß er die Einladungen erst vor sechs Tagen absendcn konnte und daß die verspätete Zustellung der Einladungen dem Poststreik zuzuschreiben sei. (Stürmische Rufe: Wir erhielten die Einladung erst vor zwei Tagen.).! Nach einer stürmischen Debatte leitete der Vorsitzende die Abstimmung über die sofortige Abhaltung der Versammlung ein. Der Antrag wurde mit überwiegender Majorität zum Beschluß erhoben, desgleichen ein Antrag des Richard Weiß, den Arier-Antrag als ersten Punkt auf die Tagesordnung zu setzen.! Nun verlangten einzelne Teilnehmer, daß die Hunderte, welche keinen Einlaß gesunden hatten, in den Saal gelassen werden, j Vorsitzender Dr. Baum: Ich werde soeben verständigt, daß hiedurch eine Gefahr für die Versammlungsteilnehmer entstehen würde.! Aus diesem Grunde kann die heutige Versammlung nicht stattfinden und ich erkläre dieselbe für geschlossen. Die Einberufung der nächsten Versammlung wird rechtzeitig bekannt gegeben werden. (Stürmische Protestrufe: Abstimmen!) Dr. Baum beharrte bei seiner Enunziation, wx^iuf die Versammlungsteilnehmer unter großer Erregung den Saal verließen. Ungarn. Neue Pogromhetze. Aus Budapest wird berichtet: Von fr'» Verhandlungen zwischen der ungarischen Negierung und Tschitscherin, wegen eines eventuellen Austausches der verurteilten Volks-: kommissäre mit den in Rußland in Haft gesetzten ungarischen Geiseln, ist es jetzt ganz! still geworden. Hingegen arbeiten die „Erwa- ‘ chenden Ungarn" mit allen Mitteln, um die Bevölkerung von Budapest und der Provkm gegen die Befreiung der Volkskommissäre aufzuhetzen. In letzter Zeit wird in ganz Ungarn in Hunderttausenden von Exemplaren ein Flugzettel verteilt, der direkt zum Pogrom gegen die Juden auftuft, für den Fall, als die verurteilten Volkskommissäre nicht hingerichtet oder dem Zuchthause überantwortet werden. Nach den aufreizendsten Verleumdungen gegen die Juden heißt es in diesem Fluazettel schließlich: „Kannst du es geliebtes Ungarn, dulden, daß der Generalstab deiner Entehrer, die Ober- Helfer, die Volkskommissare unter dem „christlichen" Kurs mit Begünstigung der „christlichen" Regierung hohnlachend in Salonwagen sich aus dem Lande entfernen, welches sie in des Wortes wahrsten Sinne zu einem Friedhof gemacht haben? Sie sagen, es komme die Rechtsordnung, wohlan denn! So sei denn die Rechtsordnung, wenn eine Regierung nach erfolgtem Urteilsspruch des Gerichts mit den in Sicherheit brüllenden und drohenden, über das Leben der hier steckengebliebenen Mitglieder der Räuberbande einen Kuhhandel beginnt? Sie sprechen von der Rache des Tschitscherin?! Haben wir denn nicht auch Geiseln, befinden sich denn nicht noch die Angehörigen der geflüchteten jüdischen Volkskommissare unter uns? Wir lassen das Wort der Wahrheit nicht verschachern!" Unterschrieben j!st diese Schandschrift: „Das Ungartum, das Rechenschaft verlangen wird." Diese Flugzettel werden von den Behörden unbeanständet verbreitet und es ist begreiflich, daß die jüdische Bevölkerung, besonders der Provinz, durch diese Aufreizungen in ständiger Aufregung lebt. Polen. Die jüdischen Kleinhändler heim! Finanzminister. (2üd. Korr.-Bur.) Finanzmknister St-cZkowstt lud die jüdisch.>n Kleinhändler zu einer Konferenz ein. um sich über ihr« Lage zu informieren. Tie erschienenen jüdischen Vertreter erllärten, daß ihre wirtschaftliche Lage nur im engen Zusammenhang mit e »:r radikale« Löluna der Judenftaae ln L-olen oerr bessert werden kann. Die Deputation foroerte die Abänderung des Sonntagsruhegesetzss. damit die jüdisch-n Kleinhändler nicht gezwungen werden, zwei Tage in der Woche zu feiern, sowie die Zulassung von Vertretern der jüdischen Kleinhändler in sämtlichen Stenerkommijsionen. Streik der jüdischen Mittelschullehrer. (Jüd. Korr.-Bur.) Gestern Md die jüdischen Mitteischullehrer in den Streik getreten, da sie eine Besserung ihrer Lebensbedmgungen auf anderem Wege nicht durchsetzen ko: n ten. Balachowicz zur Verantwortung Ter Klub der jüdischen Abgeordneten im polnischen Sejm bereitet einen Tringlichkeitsantrag an die Regierung vor. den General Balachowicz für die Mordtaten und Räubereien, die er und seine Eenerä.'e und Truppen auf polnischem Gebiete an der jüdischen Bcvölkerung begangen haben, zur gerichtlichen Verantwortung zu ziehen. Kurse für zionistische,Instrukteure und Beamten in Polen. Das Zentralbüro der Zionistischen Organisation für Polen hat in Warschau Kurse für zionistische Instrukteure und Beamte eingerichtet. Es werden dort Vorträge gehalten über: 1. Theorie des Zionismus, Entwicklung und Richtung. 2. Jüdische Parteien. 3. Politische und soziale Strömungen bei anderen Völkern. 4. Grundlagen der zionistischen Gegenwartsarbeit. 5. Grundlagen der zionistischen Kulturarbeit. 6. Palästina im Rahmen der Weltpolitik. 7. Organisationsprinzipien der Zionistischen Organisation. 8. Die rechtliche Lage der Juden in der Diaspora. 9. Geschichte der jüdischen Kolonisation Palästinas. 10. Emigrationspolsiik und Palästinaarbeit. 11. Konstitutionelles Recht und Parlamentarismus. 12. Agitation. 13. Sammlung von statistischen Angaben. 14. Aufgaben eines zionistischen Instrukteurs. Tie Dauer der Kurse beträgt 6 Wochen. (Z. K.) Litauen. Emigrantenelend. (Jüd. Korr.-Bur.) In den letzten Tagen sammelten sich in Danzig etwa 10.000 jüdische Emigranten aus Litauen und Weißrußland, die im Besitze ordentlicher Pässe der litauischen und weißrussischen Regierung sind, und trotzdem wochenlang aus das amerikanische Visum warten müssen, weil die amerikanischen Konsulate die litauischen und weißrussischen Pässe nicht anerkennen wollten. Wegen des großen Emigrantenelends hat die Tanzinger Jointabteilung eine öffentliche Ausspeisung eingerichtet, wo täglich 509 Mittagsmahlzeiten den mittellosen Emigranten verabfolgt werden. Ukraine. Ermordung der „Jvknt"- Delegierten. Wie noch in allgemeiner Erinnerung, wurden vor einigen Monaten die Jon:- T-elegierten Dr. Kantor und Pros. Friedländer. als sie eine Automvbiffahrt durch einige jüdische Städte in Podolien unternahmen, um Hflfsgelber an dis Lokalkomitees zu verteilen in der Nähe von Jarmelinetz ermordet. Don wem der Mord verübt wurde, blieb unbekannt. Tie polnische Presse schob ihn bolschewisischen Soldaten in die Schuhe Sinn wurde, wie der „Moment" berichtet, bei der Sichtung des Automobilparks, der den über die galizische Grenze getretenen Pelljura- Banden abgenommen worden war. ein Automobil amerikanischer Herkunft gefunden. Die Nachforschungen der polnischen Milliärbebörden ergaben, daß dieses Automobil bem Jaint- Komitee in Polen gehört. Durch die »eitere Untersuchung wurde festgestelit, daß dies dns Autoinobil fei, welches Professor Friedkänder und Dr. Kantor benützten, als sie ermordet wurden. Das Auto wurde dem Jojnt zurückgestellt. Es ist nun festgestellt, daß nicht bolschewikffche Soldaten, sondern Petljura- Banden die Mörder der beiden Joint-Delsgierten waren. Werden die Räuber, welche sich wahrscheinlich unter den in Polen M'ermerten Petljura-Banden befinden, ausgeforscht und ab geurteilt werden? Israel. tamm*m* Amerika. Oberrabbiner Dr. Chajes in New Mark. (I.. C. B.) Der Wiener Oberrabbiner Tr. Chajes ist in New Pork eiugetroffeit und wurde von verschiedenen Deputationen jüdisch, amerikanischer Gesellschaften und Parteien mit großen Ovationen empfangen. PMmsches. Die Lage »n Palästina. „Palestine" veröffentlicht einen Brief ihres Jerusalemer Korrespondenten vom 25. Dez. v. I., welcher lautet: Die Entscheidung über die Grenzen hat hier sehr große Enttäuschung bervorgerufen. Wie es scheint, wurde *»*»«*- Forderung der Franzosen angenommen und wir alle fragen uns jetzt, ob es möglich sein wird, die großen hydroelektrischen Unternehmungen durchzuführen, von welchen die ganze wirtschaftliche Zukunft Palästinas abhängt. Ohne den Litani, ohne den Jarmuk, mit nur dem halben Tiberiassee ist nicht einmal eine teilweise Ausnützung der Wasserkräfte möglich, wenn die Franzosen sie nicht haben wollen. Wir hoffen, daß das Versprechen bezüglich der Ausnützung der Gewässer großzügig gehalten wird, aber das ist im günstigsten Falle nur ein halber Trost. Wir betrachten die Regelung der Grenzfrage unmöglich als dauernde Entscheidung. Wir hatten jüngst in Haifa zwei Konferenzen von großem Interesse. Die erste war die Zusammenkunft von Vertretern von vier jüdischen Arbeiterparteien. Die jüdische Arbeiterschaft hier teilt sich, obzwar sie noch sehr schwach an Zahl ist, in zahlreiche Parteien, ein Umstand, der nicht nur alle schwächt, sondern auch keineswegs zur Nüchternheit und Zweckmäßigkeit aller Maßnahmen beiträgt. Vier dieser Parteien haben jetzt eine gemeinsame Organisation gegründet und werden mit der Zeit völlig miteinander verschmelzen. Das wird ein Segen sein. Vor kurzem gab es einige Streiks jüdischer Arbeiter, insbesondere einen in den Weinkolonien von Rischon und einen in einer kleinen Fabrik in Jaffa, die zu gewissen Ruhestörungen sührten. Die Regierung, deren Haltung zu den Arbeiterstreitigkeiten etwas dunkel war, hat jetzt eine Kundmachung darüber erlassen. Sie erklärte, daß friedliche Ueberredung gesetzlich, Gewaltanwendung aber ungesetzlich sei und daß man Unternehmer und Nichtstreikende Arbeiter während des Streiks ungehindert in die Unternehmungen eintreten lassen müsse. Die zweite Konferenz war eine von ar abischenVertretern und ihre Hauptabsicht^ war, antizionistische Propaganda zu machen. Zweifellos hat die „Morning Post" viel beigetragen, diese Agitation zu beleben, und es heißt, daß diese Agitatoren Beziehungen zu Mustafa Kemal und zu Unruhestiftern in Indien unterhalten. Die Konferenz ernannte zwei Delegierte, die nach England, und je einen, die nach Aegypten und Indien gehen sollen. Sie unterbreitete dem High Commissioner eine Petition, welche feststellt, daß die verschiedenen Elemente , der arabischen Bevölkerung, die die Konferenz vertrete, von der gegenwärtigen Verfassung unbefriedigt seien und sich aus verschiedenen Gründen gegen sie wenden. (Es handelt sich hauptsächlich um die Unterstützung der zionistischen Absichten.) All das ist nicht ernst zu nehmen, weil die -Bewegung ganz künstlich ist. Sie ist hauptsächlich vom Auslande her inspiriert und viele der Führer gehen nur auf Pfründen aus. So hat sich Arif el Arif, der Haupträdelsführer der Osterunruhen in Jerusalem, der geflohen war, in contumaciam zum Tode verurteilt, bei Herbert Samuels Besuch im Oftjordangeüiet aber begnadigt worden war, zum Stellvertreter des Bezirkshauptmanns in Djenin ernannt worden und hat seinen Frieden mit der Regierung gemacht. Andere werden feinem Beispiel folgen. Die Laxze gi Transjordanien ist nicht befriedigend. Die Regierung in London hat nicht gestattet, daß Truppen über den Jordan gehen, um Ostpalästina zu besetzen. Nur wenige politische Beamte wurden entsendet und beauftragt, eine Lokalregierung einzurichten und eine Gendarmerie aufzuüauen, erhielten aber nur ungenügend Geldmittel. Die Bevölkerung von Ostpalästina braucht Frieden und eine gute Regierung. Sie würde die britische Herrschaft vor ichen. aber ehe Verwaltung, die nichts von allem sichert, ist nach niemandes Geschmack. So ist das Land für alle unruhigen Elemente offen. Einige Banden* führer aus dem Hedschas sind jetzt in Maan und Animan und wollen angeblich einen Angriff auf Franzosen machen. Anderseits behauptet man, daß einige Scheichs aus dem Salzbezirk nach Damaskus abgegangen sind und die Franzosen aufgesordert haben, die Regierung des Landes zu übernehmen. Es ist ganz sicher, daß wir in nicht allzulanger Zeit eine militärische Besetzung Ostpalüstinas werden durkyführen müssen. Das bedeutet keine Erhöhung der militärischen Lasten, da dis eigentliche militärische Grenze nicht verlor« fcatv Ländern dis W.M bildet./■' ' vl Ut iol'il ttVI