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Jüdisches Volksblatt · 1921-02-01 · 9 (1.2.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
9 (1.2.1921)
Date
1921-02-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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«eTt*' 2 „Jüdisches DoNsblÄt" I. Feb-stuar Nr. 3 i •) Keren Hajeffod. -Fortsetzung von Seite li. Hellen Ertragsm öglichkeiten aus es richtig erscheint, die Macstser,Forderung im vollen Mnnc zu verwirklichen. Di- Durchführung des Maaiserstöedenkens wird es erforderlich machen, für die Zeichnung.n die Möglichkeit einer Kontrolle durch nne oberste aus besonders vertrauenswürdigen Personen beste hende Instanz der dnitscizcn Zionisten geschaffen wird. Diese Instanz soll dsas Recht er halten, Einblick in die Zeichnungen zu nehmen, unangemessene Zeichnungen zurückzuweisen und Ziniostcn, die iich nicht«Wngemessen für Kercn Hajessod besteuern, zum Ausscheiden aus der Organisation aufzufordern. l sche Assimilation ebenso wie gegen die deutsche ''Assimilation sprach, kurzerhand als , Tschechenfrejser" charakterisiert. Das soll wohl, dazu beitragen, Eintracht und Harmonie mit dem tschechischen Volk herzustellcn, was Herr .Himmelreich laut dem „Rozvoj" für die Aufgabe der tschechischen Juden in der israelitischen Kültusgemeinde hält. In der Versammlung selbst hat er das allerdings nicht gesagt. Eine prinzipielle Erwägung. zur bevorstehenden Volkszählung. Volkszählungen bilden eines der wichtigsten Mittel der Gesellschaftswissenschaft. Vorgänge, die in grasten Zeiträumen allen offenbar werden, Nl'Ul «,rd- I 1 BW! rin Verein Palästina-Grundfonds Keren Hajessod E. V. gebildet, der beim Amtsgericht Eharlottenburg in das Vereinsregister eingetragen ist. Die Propaganda-Arbeit beschäftigt! sich bisher hauptsächlich mit Zionisten. Die Arbeit unter den Zionisten in Leutschl'nd wird einheitlich durchgeführt. Mit dem Misrachi ist hierüber eine Vereinbarung getroffen: - er stellt feine .Organisation in den Dienst der einheitlichen Keren Hajessod-kAktion. Auch der Hapoel Häzair hat sich für die einheitliche Aktion zur Verfügung gestellt. Hauptsächliches Mittel der Propaganda ist e-et Besuch jedereinzelnen Person, die zur Zelchrmng veranlagt werden soll. Diese Besuche werden durch geeignete Veranstaltungen (Mitglicderveriammlungen, Vorträge in kleineren geschlossenen Zirkeln) vorbereitet. Die Arbeit wurde fast überall von den Zentralen angelegt und von den örtlichen Stellen weitertzefüHrt. Von der Zentrale aus wurden besucht: Köln, Düsseldorf, Essen, Ekrerfsto, Dortnwnb, Karlsruhe, Oberfcklesien. Chcmitz. Dresden. .'Leipzig, Hannover, Hamburg, Nürn - herg. Frankfurt a. M., Wiesbaden Mann- Leim, Königsberg. Breslau. Für die nächste Zeit sind in Aussicht genommen Besuche von Stettin, Freiburg i Br.. Halberstadt. Ostpreußen, einige sächsssche Orte. Ferner sind besondere Ostjudenaktionen in Sachsen und Süddeutsch! m vorgesehen. Der Moschlust der 'Aktion unrer den Zionisten wird noch einige Zeit ans sich warten lassen. Wenn die Aktion unter dcn Zi m en durch» geführt ist, wird man zunächst an die Kreise den, hei denen, ohne daß sie der Organiangehören, ein gewisses Wohlwollen und Verständnis für das Palästinawerl erwartet werden kann. (Hierher gehören vielfach auch organisierte Personen, deren Teilnahme am zionistischen Leben nicht sehr intensiv ist). Nach Abschluß der Aktion unter die er die Ergebnisse der Volkszählung durchforscht und durch Mitteilung seiner Forfchungsresultate kann er ganze Völker, Klassen, Werufs- oder sonstige Gruppen über die in ihnen wirksamen Entimcklungstendenzen belehren. Nationale Umschichtungen, Berufsmngruppierungen, innere Wanderung vom Lande zur Stadt und umgekehrt, Wandlimgen im Aufbau der Bevölkerung nach Alter oder Geschlecht — alles spiegelt sich getreulich im Ergebnis der Zählung ab. Demgemäß gibt es für eine richtig Ärrchzeführtc Volkszählung zwei unerläßliche Voraussetzungen: eine richtig^ Aufnahme aller wesentlichen Daten imd eine sorgfältige, streng wissenschaftliche Verarbeitung des Zählungs-Rohmaterials. Die Zähümg muß voraussetzungslos, wie jede echt wissenschaftliche Arbeit, ohne vorge- ' faßte Absichten und frei von Zwecken des Alltages durchgeführt werden. Wider trägt die jetzt bevorstehende Volkszählung in unserer Republik nicht diesen Charakter wissenschaftlicher Voraussetzungslosigkeit, vielmehr läßt die Regierung und ihre Organe deutlich erkennen, daß sie eine Beeinflußung der Zählung in einer ganz bestimmten Richtung nicht ungern sehen wurden. Andererseits hat sie offen angekündigt, , daß sie aus dem Ergebnis der Volkszählung ganz bestimmte und sehr konkrete Folgerungen zu ziehen gedenkt, Folgerungen nationalpolitischer Natur. Diese Folgerungen liegen auf dem Gebiete dMWprachenrechtS, wie es durch das berüchtigte Sprachengesetz statuiert wird. Dort wird destimmt, daß Bezirke als gemischtsprachig anzusehen sind, wo mindestens zwanzig Prozent der Bevölkerung einer sprachlichen Minorität angehören. Nun zeiät sich die sonderbare Tatsache, daß bei der Volkszählung überhaupt nicht nach der Sprache, sondern bloß nach der Nationalität gefragt wird, so daß das Zahlenverhälmis der sprachlichen Gruppen gar nicht festgestellt werden kann. Denn kerneswegs fällt Nationalität immer mit Sprache zusammen. In einem Falle haben die beiden Kategorien gar nichts miteinander zu tun: im Falle der nationalen Juden. Sie sprechen teils tschechisch, teils deutsch, teils slowakisch, teils magyarisch, als Muttersprache'und aus den Volkszählungsboycn wird nicht erfichllich sein, welcher sprachlichen Gruppe sie angchören. Auf die Schädigung, die es bedeuten würde, - . .... ... , vr- . . ... wenn infolge dieser Bolkszählungsmechode dev. fer zronkstrschsreundlich gestemmten Gruppe miro, »der andere Bezirk seinen gemischtsprachigen man an die ausgesprochen nichkztvnifiisch'n Charakter verliert, wird besonders von Kreise herantreten. Tie Aktion unter oeu; Tüncher Seite in letzter Zeit oft .Mchtzronisten setzt voraus, daß über dir Strul-> hingetviosen; dal>ei wird die Schätngmio meist tür des Keren Hayefsvd jeder Zweifel ausübertrieben. Es sei darum feftgestellt, daß das geschlossen ist und die Legalisierung entweder Gesetz keine Handhabe bietet, aus dem erfolgt oder in bestimmter Zeit sicher zu er- Ergebnis der Volkszählung Folgerein erhebliches Ergebnis'»ngen für das Schulwesen zu ziehen. e,n er.,eoiraies <-rg v.ev, Schulgesetz sicht vor, daß bei einer Mindestwarten ist, daß ferne (Derben kann. Ai.ßero.m wrrb es notw.no L > Mmderhair an einem Orte eine Schule lem, die Stimmung durch eine besondere projn j>fr Drache dieser nationalen Minderi>eit oaganda entsprechend vorzuberci.cn. Für owj Staaismitteln zu errichten ist. Ob der Be- Vprbereitung der Aktion unter den Nicht-! „der Ort im Sinne des Dprachengesetzes zionisten ist eine Fühlungnahme mit dm an „gemischtsprachig" ist, das heißt, ob die Minderderen Organisationen des deutschen Juden; beit -zvanzig Prozent der Gesamtbevölkerung erst tu ms und mit einzelnen führenden Pin so neu si notwendig. Diese Arbeiten sind i:; Angriff i ( genommen. ist Die gemeinsam-' Arbeit mit Nichtzionisten!i soll ihren organisatorischen Ausdruck in der Bildung der Keren Hajcjsod Komitees finden. die für einzelne Orte und für bestimmte Jnteresjenkr.'isc eiiWirichten sind. . Es wird - Wert darauf gelegt werden, daß auch Ko-; rnitees von solchen Gruppen zusammengestelkt werden, die ine allgemeine im jüdischen Leben! anerkannte Bedeutung besitzen. fRabbiner s Komitees, Komitees von Gelehrten und Künstlern.) > Es liegen Feilccgednisse ans folgenden §4 Städten vor: v; M. Gladbach. Saarbrücken. Dillingen. j Hannover, Magdeburg. Breslau. .Köln. > Nürnberg. Ehenmitz, Köthen. Karlsruhe, | Königsberg, Berlin. Dresden. Halberstgdt 1 ScLerhmm, Mannheim. Wiesbaden, Hamborn,! Münster. Menach. Mürtzburg.München. Frank ' i furt a. M.. Bost'uin. Bonn. Elbert ' §tld Effurt. Esten. Eydtkuhnen. Bre- «en Hanchurg. Lübeck. Braunschrrelg. Freiturg. Göltingcn. Dcamdurg. Düren. Geilenkirchen, Glewitz, Gotha. Hagon. Dortmuno. Lulstiirg. Düsseldorf. Hindenburg. Höcoe, Jülich. Katkowih, Kronberg, Leipzig, Neufahrn. Opvel». Perleberg. Plauen. Rat'ibcr. , Nees, Rostock. Solingen. Stuttgart. Unnu, i Mlanna .S'Viim-, Zwickau. reiist, ist gleichgültig. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen,! daß' die Uuterrichtsvenvoltung trotz» dem und entgegen dem Gesetze Minoritätsschrrlen auf Grund des Bvlkszählungsergebnisses schließt. Gegen Gesetzwidrigkeiten sind wir augenblicklich recht machtlos: sie können mich begangen werden, wenn bei der Volkszählung die zwanzig Prozent erreichst sind. Gesetzlich dagegen würde uns ein Nachteil erwachsen auf dem Gebiete des Sprachengebrauchs bei Behörden. Die Juden, die nationaljüdisch fühlen und magyarisch- oder deustsch sprechen/haben zweifellos ein starkes Interesse daran, daß sie den Behörden magyarische oder deutsche Eingaben überreichen und ebensolche Erledigungen erhalten können. Gewiß werben die ziemlich rasch tschechisch oder slowakisch lernen: aber der Staat und daS Gesetz sind nicht da, um den Staatsbürger zur Erlernung einer Sprache zu zwingen, sondern um ihn in seiner Eigenart — soferne sie nicht gesetzwidrig ist — zu schützen. Man kann sagen, daß die Enbvicklimg der Dinge dazu führen Zvird, daß spann zu bienen. Diese Politik richtet sich m erster Linie gegen die Deutschen und Maygaren, dann aber ebenso auch gegcn uns. Wir haben wahrhaftig - den Deutschen und den Magyaren wenig Tank zu sagen und gerade wir Zionstteu haben zur Zeit, als sie die Majorität waren, als sie den Staat trugen, den schärssten Kamps gegen sie führen müssen. Das darf uns aber heute nicht bestimmen, unsere Haltung vom Wohl^salten der tschechischen Staotsnation abhängig zu machen. Die besten Elemente unter den Tschechen selbst empören sich über die unsittliche Miuoritätenpolitik der Erdrosselung, die die tschechische Nationalversammümg vor imd nach den Wahlen übt. Und dieselbe Politik wird auch den Juden gegenüber getrieben. Wenn es der Regierung paßt, anerkennt sie unsere Rationalitat — wie jetzt bei der Volkszählimg, womit sie die anderen Minderheiten zu schwächen glaubt. Wo sie aber kein Interesse daran hat oder gar Zugeständnisse mit Kostenaufwand verwirklichen soll, kennt sie uns nicht. Man hat uns als eigene Minderheit anerkannt — aber nach den Wahlen rangierten die -„Vereinigten jüdischen Parteien" in einem Großteil der tschechischen Presse unter den Deusschen. Man wünschte, daß wir den Deutschen und Magyaren Misere Stimmen entziehen: aber man oktroyierte ein so ausgetüfteltes Wahlgesetz, daß unsere 80.000 Wähler keine Vertretung bekamen. Man arrangierte eine Zählung der Kinder in allen Schuleir nach Nationalitäten, aber im offiziellen Ausweis kam die Rubrik „Jüdisch" nicht vor. Die jüdischen Kinder wurden kurzerhand anderen Nationen zugeschlagen. Stärker aber als jeder andere Bttveis ist das Verhalten der Regierung in der Frage der jüdischen Schule. Die jüdische Nationalität ist anerkannt, der Schutz aller'ethnischen Minderheiten in der Verfasstmg gewährleistet und doch hat es unendliche Mühe gekostet, die Bewilligung zu erhalten, in jüdischen Großaemeinden wie Prag und Brünn jüdische Volsschiilcn zu eröffnen. Um die Erteilung des Oeffentlichkeitsrechtes an diesen Schiilen wird noch immer gekümpst imd die Bitte, die Regierung möge diese Schlilen aus Staatsmitteln erhalten — wozu sic nach dem Gesetz über den Minoritätenschutz verpflichtet wäre — wagte man, so scheint es, bisher gar nicht vorzubringen. Wir sollen froh sein, daß man uns erlaubt, für die Erhaltung - fremder Schulen Steuern zu zahlen, daneben aber imsere eigenen durch besondere naterielle Anstrengung zu erhalten. Dos ist die Haltung dieser Regierung gegenüber den Juden als technischer Minderheit — wir hoben uns peinlicki bemüht, keine Handlung gegenüber Juden als Einzelnen, keine Duldung oder Vorschubleisrung des Antisemittsmus, keinen der Fälle himmelschreienden Unrechts gegen Inden, vor allem in der Slowakei, in diesem Zusammenhänge heranzuzichen. Das alles hätte man der Regierung sagen .müssen und muß es ihr noch heute sagen. Wir werden rttcht aufhören, für die Durchsetzung unseres vollen Rechtes als Minderheit zu kämpfen. Wir werden diese Politik nicht stillschtveigend hinnehmen. Bei der bevorstehenden Volkszählung werden wir, wie es selbstverständlich ist und unserer jahrzehntelang verfochtenen Gesinnung entspricht, die Rubrik „Nationalität" mit „Jüdisch" ansfüllen: nicht aus Entgegenkommen gegenüber der Regierung, sondern um durch das Gewicht imserer Zahl mit umso größerem Nachdruck die Mnoritätsrechlte geltend machen zu können. Darum haben wir bei den Wahlen jüdisch gewählt, darum müssen wir, wollen wir überhaupt ernst genommen werden, an dieser geradlinigen, einzig möglichen Politik sesthaltch,. Es wäre unnatürlich und ein schver gutzumachen, der Fchler, aiis Opportunitätsgründen und Furcht vor momentanen Unannehmlichkeiten, um eines scheinbaren und höchstens nur vorübergehenden Vorteiles willen durch das falsche Bekenntnis zu einer anderen als der jüdischen Nation die politische Stellung imd Geltung der Jiiden im Staate zu gefährden imd für alle Zukunft, die uns verfasstmgsrechtlich zuftehenden Minoritätsrechte zir imtergraben. Christen und Palästma. Die ..Reichspvst" meldet: Eine diploma tische Persönlichfeit, die düster -Tage aus No»? in London eingetroffen ist. äußerte sich dem! Korrespondenten des Washingtoner „Na ianal Catholic. Wolfare Eouncil" über die Lage im Heiligen Lande: 3>-r päpstst ch: Hn lerstaatssekretär Erzbischof Cereilt habe ihm, dem Diplomaten, gegenüber geäußert, er fühle sich jetzt bezüglich der Lag« in Palästina w. - sentlüh beruhigter und wenn auch nicht all-' Gefahr vorüber sek, so werdheute doch die Frage besser verstanden als vor s:chs Monaten. Die Zionisten hatten auf di-' Erklärung Balfours in Bezug auf Palästina große Hofften, daß die hervorragenden Kirchenfürsten, die Kardinäle Bourne, Dubais und Eiustini innerhalb der letzten drei Jahre t:t längeren Reisen Palästina besuchen und aus dem Stadium der tatsächlichen Verhältni,se stch iL r. zeugten, wie sehr die katholischen Jnteresen durch die zionistischen Aspirationen berührt seien. Alle d.ei Kardinäle, von versch-cdcn^n nationalen Standpunkten ausgehend, kam.« zu dem Schlüsse, daß die Pläne der poli i schen Zionisten den Keim einer Bedrohung für die Christenheit in Palästina enthalt n. Kardinal Bourne zeigte nach sein:-' R.ise vor dem Lioerpooler Katholikentag tcatiich, wie nach seinen eigenen Eindrücken . u y::> Urteilen anderer, auch britischer Ocamtcr in Palästina, daß der Zivni.mus jid; a'.i Wach ter des Heiligen Landes aufwerfeu wolle, wenn nicht als die tatsächliche Gewalt, was schließlich dieser Organisation die Kontrolle über das Land, sowohl wirtschafZitz als poli tisch, geben würde. — Dr. Nordau glaubt nun noch zwei Auskimstsmittel für den gto nrsmus zu besitzen, die Uede.s e-wnn.nung Palästinas mit jüdischen Einwanderern uuttt?« Appell an den Völkerbund. Das erste, lagt der Diplomat, widerspricht absolut d-n Der sprechen des britischen High Eomm i ioner in Palästina, nur eine solche Zuw n.erung zu zulassen,' die aufgesaugt werden könne, unv der Appell an den Völkerbund ist uns ganz willkoirnnen, da der Dölicrbund be.c'.ts ttne Tpezialkommission zur Beurteilung der rsti giösen Fragen in Palästina eingesetzt hat, von der die unveräußerlich'» Rechte der st-rist lick>en Kirchen werden feuchtst werdet missen „Die Angelcgenhe'.t'ß schließt die E.kläruug. „ist jedoch noch nicht gan; erledigt. D-e Zionisten besitzen Macht, sie haben eine Or ganssation, dir fast io stark ist wir die .diai liche Organisation Englands, und sie un -1 hinter sich die Mächte der ii.te.nationa'en sinanz." * Prof. Alois Musil, d sstu u-r-iÄIi ruugcn wir in Nr. 5 unsere? B!.,t e* v r - öffentlichen konnten Hot nun n der ,,N ichspost" Nachahmer gefunden. die! nungen gesetzt. Sie sahen darin eine Bürgn — .. ., o-oß! sthast für dir Durchsetzung ihrer politischen eine" Minderheit, bi«"etwa "kmrch^ZuzähIung der j Pläne bezüglich Palästinas. Doch es ist be> ihre Sprache sprechenden Juden die zwanzig Pro- > reite zur Kenntnis gebracht worden, daß oi' zent erreicht, sie in weiteren zehn Jahren sicher bevorstehende Interpretation, dir England an nicht mchr erreichet wird, daß also J>ie Jiwen | Stelle jener Erklärung schen weh. weit davon die der „Stäatsnation" gegenüber ein Odium mrs sich nehmen würden, um der Minderheit doch nur vorübergehend zu nützen. Das ist richtig: aber darum/ weil eine berechtigte Forderung nur vorübergehend geltend gemacht werden kann, ist sie doch in dieser Zeit nicht minder bereststigt. Viel stärker ist unser Protest dagegen, daß uns die Handltmgsweise der Regimmg zwingt, ihrer Vergewaltig nngspolitr 's ge entfernt sein soll, den Jwuksten jene polsi tische Herrschaft zuzugestehcn. aus die sie hoffen. Tatsächlich ist das europäische Judentum ü er die Entwicklung verstimmt? Dr. Ma.r Nor dau spricht diese Enttäuschung offen aus. Er und seine Gcsinnung?e.e:icse» lau.cn i ren über die Antisemien, die jro> An'-rengung machten, die Dalfoursch« Erklärung im nsr jgc'n die Minderhetten als Vor-jmebr abzudröckeln- Zw L.'eaeirüberrubal- Plenarsitzüng der jüdischen 2. und 3. Tag. Zu Beginn der zweiten Sizuug erstattete der Generalsekretär Motz rin einer! Dericht über die Tätigkeit des Kontitees im! letztem Halbjahre. Der Bericht stellt fest, vas; j im Verlaufe dieser Z,-,st eine auf 10 Länüer bezug Hab ende t siffh-dipkomarische Aktion vom j^nnitee > oinmen worden ist. Das Komitee ist ein geworden, wo alles, was die Lage der Juden in allen Wclttcsien betrifft zusammenläuft, und wohin schutzöedürstige Juden, sich wenden. Dabei vertrete das Komitee den Standpunkt, daß nur das für die jüdische Beröllerung gemacht werden darf, was sie selbst verlangt. Das Komite beschäftige sich nicht mit. Bevormundungen, sondern unterstütze deir gerechten Kampf der jüdischen Massen um ihr Recht. H. Motzliu wies auf die Notweudigkeit einer Reorganisierung des Komitees hin. Das Komitee sei aui den Prinzip der Veruindung mit der jü dischen Massen in den Ländern wo sie woh nen, ausgebaut, und diese Verbindung „Me jetzt gestärkt werden. Der Vorsitzende des Ko^ mitecs H. Nahunc Sokolow gibt eine lieberficht über die reiche politisch-divloniatfche Tätigkeit des Konritees und die Leistungen derselben. — Ebenso richtig wie die Tätigkeit des Komitees — schloß Sokolow, — ist die Idee — desselben als einer demokratisck en Repräsentanz des jüdischen Volkes. Diese Idee hatte seit dem Momente ihrer Ent>1ek,ung viele Gegner, viele hatten Angst vor ihr. Es ist aber dasselbe geschehen, was mit dem amerikanisch-jüdischen Kongreß. Auch er mußt eine starke Gegnerschaft und viele Zweifel über winden. 2Iber der Drang.der uationalon sir ganisationen zur aktiven Teilnahme »m Kampfe um di: jüdsschen Inte sssen uns das lüdijckze Recht, das Bedürfnis einer wahren, demokratischen Volksrepräsentanz haben alte Hindernisse überwunden und beide brüderlichen Organisationen, das Komitee der jüdiichn: De legatt'oncn und der amerstanisch irdische Kon greß, erisiiercn und sind tätig." — H. So kolow gab ferner eine längere Darstellung über die Lage der Juden in Nnaarn und schlug konkrete Maßnahmen st: diesc-n Zu> saminenhangc vor. Die Konferenz nahm einen genauen Be^ richt über die von Balachou i sich veranstalteten Pogrome, seine persönlichen Best'bun gen zu diesen N e gramen und di' Haltung Savinkows ihnen gegenüber ent/'gcn. H. Hin des verlangt, daß das Konttstce 'sich an den Völkerbund mit der Forderung wene>-. «Yen. Balachowiffch. als HauvtorgMa i -r d r jüngsten Pogrome in Weißrußland de» Gerichten Zit ühergeben. Ähnlich wie das Komitee /

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