Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 9 (1.2.1921)
- Date
- 1921-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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6kW MM«r 1 K. Redaktion nnd «dmtntkration: MSHrisch-Ostrau. i.'an„eftaNe S«. Dionnikrixte auid mit Rüctvort'' werden nur o!»i« Gewähr angc nomuien und aukbl'wnhll Eine U'ert'f Itcöt« no zur flltidtertbunn wird nicht anerkannt Sprechstunden der Redaktion täalich von kt bi» 13 Uhr vormitiaas. Eiftentuw des ^iidtichen tZerlages' reft Gen. « b. H in Mährisch-!7sirau verauSaeber ond verontworiiicher Redakteur Dr. Hugo Herrmann in Riähr.-Oitrau. 3. Jahr. Dienstag, 1. l> 1921. "iT..—1 " j,P IJilrKJ,lTtllf1*JIJ-J -11 r »L'UH ^iaMBWLiJCgggg'gg1''***** ■*£ mxeaasr&ym. LiKSSML Abonnement «ainrkk- K 7 — /'.jährl- K 20— DaS südliche VolkSblattt» kein Lokalblatt/ sondern n!S Berlanb '„na dazu berufen, den nalto- '»urcllen nnd Wirtschaft- . -essen der bemühten And . . im ganzen tschecho» slcwakiichen Staate und in Gatt- « zier, su dienen — Ofnferote koste» no h für die Zfach gespaltene Mililmetersetle. Änträae für nn» serate übernehmen anher der Administration alle arötzercn Annonbenerpeditionen. Erscheint iedeN ^DienStag und Freitag. 23. Schebet 5681. Ter Keren Hajessod in Deutschland. Tie Leitung der Keren Hajessod A tion inTcu schland unte. eht dem Geschäftsf^hrcnden Ausschuß der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, dessen Organ die Keren Hajessod-Leitung ist. Sie besteht aus neuen Mitgliedern. Tie Keren Hasijsod-Leitüng arbeitet mit dem deutschen Sekretariat des Keren Hajessod und bildet mit ihm zusammen die Zentrale für die deutsche Arbeit. Hier werden die Angelegenheiten der Propaganda und der Verwaltung des Kosen Hajessod bearbeitet, unter letzteren insbesondere auch die Fragen, die sich auf die wirtschaftliche und rechtliche Struktur beziehen. Für die Bearbeitung der Zeichnungen und Zahlungen ist eine besondere Bu-l-haUungS' und Eiaz ehung Abteilung eingerichtet. Sie stellt die eingehenden Zeichnungen und Zahlungen fest, bestängt die Zeichnungen, sorgt für ordnungsmäßige Ein; iehung und für Bestätigung der eingehend u Zeichnungen. Sie ermittelt ferner die Sv«- sin und trifft statistische Feststellungen. Tie auf die Zeichnungen und Zahlungeu bezügliche Korrespondnrz geht im Interesse der Geheimhaltung lediglich durch die Einziehungsabtestung Sie wird unter Verschluß gehalten. Tie Zeichner haben die Möglichkeit, Zeichnungsscheine in besondere Umsch ägeu unmittelbar an den Vorsitzenden der Keren Hajesiod-Leitung zu senden. Bei der Zentrale besteht ferner das Preßbüro. das gemeinsa'.u für die Abteilung für Zentraleuropa und für Deutschland arbeitet. Als beratendes Organ ist für bi- Keren Haiefsvd Aktion von Bedeutung der vom Telegierkentag gewählte Finanzausjstms, der die wirtschaftlichen Fragen zu besprechm hat. Zur Besprechung einer Reihe weiterer E-nzelfragen ist ein Un-crausschuß für jurMsche und finanzpolitische Angelegenheit n gebildet worden. Ferner ist vor kurzem -cn besonderer Ausschuß für wirtschaftliche Fragen mit dem Sitz in Hamburg und ein Ausschuß zur Beratung speizieller Fragen des Palästina- Aufbauwerkes in Berlin gebildet worden. In den einzelnen Teil n Deutschlands wird die Arbeit von Sekretariaten geleitet, die in Nürnberg (für Dauern und Wärt emb.-rg) in München (für die Stadt München) in Berlin (für dir Stadt Berlin) in Königsberg (für Ostpreußen) in Köln (für das besetzte Gebiet) in Glöerfeld (für Ncchtsrheinland Westfalen) in Hamburg (für den nordwest deutschen Gruppenvekband) in Leipzig (für Sach'en und. Thüringen) in Hannover (für dir Stadt Hannover) bestehen. Tie Einrichtung von Sekretariaten in Frankfurt a. M. lfür den hessischen Bezirk) und in Breslau (yiir Oberschle.i nt ist vorgesehen. Für die Bezirke der Grupvenverbänoe sind znm Teil besondere Hajessod-Leitungen eingesetzt. Für die örtliche Arbeit werden in den Ortsgruppen Keren Hajesjod-iLeitungew bestellt, die zusamn:en mit den Bczirkssckretariaten und der Leitung des Gruppenverbandes arbeiten. Bi-hcr sind an 60 Orten Keren Hajeijod 'Leitungen eingerichtet. Für die Einrü.iung eine: Zentralkartothek aller Juden, die tei den einzelnen Sekretariaten gesühst wcedcn soll, sind die Vorarbeiten abge,cb!o>s.n. Sie dient zur Feststellung des zu bearbeitenden Materials und zur Ermi:Uung s-allflifacr Angaben, die später bei d.r Zcuirale zusammengefaßt werden. Als wichtigstes Hilfsnuttel für die Pstopagandaarbeit kommt die freiwillige Dienstpfstht in Frage, welche inr wesentlichen Kräfte für die Lesuchspropaganda stellen soll. Line der Grundlagen'des Kcren Hajeßyd ist die für 3ioai"lcu sestgelegtc Ntaasserver ps-hhlung. Es et scheint notwendig, sie mit voller Teutlichkcit und in vostem Umfange zur Geltung zu bringen. Sie besitzt nicht nur eine moralische Bedeutung, sondern die tishertgcn Ergebnisse berechtigen zu der An nehine, daß auJ'' vom Standpunkt der sinau- (Fortp'ipmg auf zweite 2 TschechWe Juden und SiouWeu. Jrn „Rozvoj", dem Organ des Verbandes der tschechischen Juden, veröffentlicht am 21. Jänner Tr. Eduard Lederer einen interessanten Leitartikel unter der Ueberschrift „Assimilanten und Zionisten". Der Artikel lautet: Es geschehen Zeichen und Wunder. Dre Prager tschechischen Juden und die Zionisten einigten sich auf eine gemeinsame Aktion in Angelegenheit einer demokratischen Wahlordnung für die Prager jüdische Kultusgemeinde. ‘ Die bisherigen Repräsentanten dies.r Kultusgemeinde, hervorgegangcn aus Wahlen nach der alten Ordnung, stellen sich der demokratischen Wahlordnung keineswegs entgegen und so darf man hoffen, daß die im Geiste der neuen Zeit ausgearbeitete neue Wahlordnung bald zur Tatsache wird. Kommt es, was außerordentlich erwünscht ist, auch mit den deutschen Juden zu einer Einigung, so würden sich die jüdischen Bürger von Groß-Prag ein unstreitiges Verdienst erwerben, denn sie würden durch gegenseitige Verträglichkeit zeigen, daß sie echte Demokraten sind, die für ihre Richtung Recht verlangen, es aber auch ihren Mitbürgern anderer Richtungen gönnen. Diese gemeinsame Aktion der tschechischen Juden und der Zionisten gibt iuir den Anlaß, über ihr gegenseitiges Verhältnis zu sprechen. Nichts ist bequemer als ein radikales Schlagivort hinaüszuschreien und nichts undankbarer als zur Mäßigung zu raten. Es ist noch nicht so lange her, daß wir einander unversöhnlich gegenüberstanden. Was den Standpunkt rbec tschechischen Assimilanten und der Zivilisten angeht, so bleibt er in der nationalen Frage auch weiterbin uirvercinbar, denn cs handelt sich um zwei Weltanschauungen. Anders steht es, ivenu wm die persönlichen Dispositionen betrachten, weiche diesen oder jenen Inden in das eine oder das andere Lager geführt haben. Der nationale Gedanke ist eine Gefühlssache und das Gefühl ist bestimmt durch Familientradition, persönliche Erlebnisse und durch das Milieu. In dieser Richtung haben die besonnenen Assimilanteu und Zionisten einen merklichen Fortschritt gemacht. Wir hören nicht mehr andauernd, sondern nur ausnahmsweise, die Vorwürfe wegen des Renegatentums der Assimitauten, ebenso wie man von unserer Seite aufgehört hat, den Zionisten voxzuwerfen, daß ihr nationales Bekenntnis eine Frucht der Zlviespättigkeit ist, die unter der Maske des Zionismus weiterhin das Deutschtum propagiert. Die Zionisten haben sich staatsrechtlich offen zu unserer Republik umorientiert. Wir sind nicht berechtigt sie zu beschuldigen, daß sie dies gezwungen taten. Haben sie ihre deutschen „Mitläufer", so haben auch wir ebensolche tschechische, die wir nur widerstrebend in. unsere Organisationen aufnehmen. So ist hoffentlich die. Zeit nicht Hern, wo wir alle, bei uns urrd bei den Zionisten, anfhören, Feinde zu sein, und bloß aufrichtige Gegner überall dort bleiben, wo es um grundsätzliche Differenzen geht. Diesen Differenzen wird mau gegebenenfalls nicht answcichen dürfen. Obwohl sich upserc tschechische Oeffentlichkeit häufig ans die Seite der Zionisten und gegen uns stellt, da sie über Judentum und Christentum und die nationale Frage niemals tiefer nachgedacht hat, ist doch die Stellung^ der Zionisten gegenüber den tschechoslowakischen Bürgern schwieriger als die unsere. Wir, die ivir keine christliche Instanz anerkenren, die unser Ts.uecheiilum wohlwollend bezeugen könnte, können den geraden Weg gehen. Anders die Zionisten. Bon ihrem Standpunkt, von denk aus sie nur ihre jüdische Nationalität betonen, müssen sie gegenüber der nichtjüdischen Gesellschaft zu Kompromissen neigen. Sie erstreben zum Beispiel ihre eigenen Schulen, in Prag tschechische, in Brünn 'deutsche. Damit geben sie sich der Gefahr preis, daß ihnen von tschechischer Seite Zweideutigkeit vorgehalten wird. Es ist ihre Sache, sich mit der tschechischen Ocfsentlichkeit ins Einveruehrnen zu bringen. Terrrgegenüber haben die Zionisten eine leichtere Stellung als wir innerhalb des Judentums imfercr Republik, da sich ihr Bestreben nach Propaganda des national-jstdsichen Gedankens nur an Juden wendet. Da sw vor allem Gewicht legen a.-cf die Erhaltung jeglicher jüdischer Besonderheiten, in welchen sie die jüdische nationale Eigenart sehen, bemühen sie sich Eifrig auch das religiöse Leben, um die Erhaltung des jüdischen Gottesdienstes in den hergebrachten Formen, und gewinnen damit auch jene für sich, welche an dieser Arbeit ein Interesse haben, das sind die Funktionäre der jüdischen Kultusgemeinden und die Orthodoxen. Wir Assimilanten sind dem gegenüber in Gefahr, für gleichgültig gegenüber den Schmerzen der Kiütusgemeinden und des religiösen Lebens gehalten zu werde,:, einerseits weil unser Hauptprogramm die systematische Propagierung des tschechoslowakischen Bewußtseins war, andererseits weil ziemlich viele unserer -Anhänger aus der jüdischerr Religion austraten, viele unter uns sind, die nicht religiös im kirchlichen Sinne' fühlen — zu diesen zähle auch ich mich — und endlich die meisten von icns,' die nicht nur nach der Matrik, sondern auch nach denr im kousessronellen Sinne geltend gemachten Glauben, Juden geblieben sind, sich doch um das Judentmn nur wenig kümnlern. i Geben wir zu, daß dies heute ein organisatorischer Fehler ist. Die Zionisten, das sei offen zugegeben, nötigen uns, nuMsil Zukunft auch mit speziell jüdischeir Dingen zu befassen. Ter Vorhalt liegt nahe, den die Zionisten aus diesem meinem Bekenntnis folgern könnten, daß ich ein erhöhtes Interesse fiir da? jüdische Leben unseren Anhängern bloß aus der Befürchtung' empfehle, daß uns die Zionisten unter den national unentschiedenen, aber noch jüdisch gläubigen Juden mit ihrer Propaganda überholen tönnteki. Ich siürckftc mich nicht vor einem solchen Vorhalt, denn mein Appell.- richtei sich in unseren. Lager nur an jene Anhänger, denen die jüdische Konfession noch .etwas Lebendiges, der jüdische Gottesdienst etwas innerlich Nötiges ist, die es schwer empfinden, daß die jüdische Kultusgemeinde eingeht. Was diese Kultusgemeinde anlangt, bedanre auch ich ihren Verfall und keineswegs int Sinne jenes Wortes von Voltaire: Ich selbst glaube zwar nichts, doch bin ich froh, daß mein Schneider an Gott glaubt, denn da bestiehlt er mich nicht. Ich bedaure den Verfall der jüdischen Kultusgemeiude deshalb, weil ich den religiösen Glauben für sittlicher halte als den nackten Atheismus, als beit platten Jndifferentismus, mit deut der geistlose Materialismus Hand in Hand -geht. Unsere Bewegung muß also nach der eben erwähnten Seite vervollkommnet iverden. Der negative Standpunkt unserer Bewegung bezüglich des jüdischen religiösen Lebens genügt nicht mehr. Jene von uns, die national bewußte Tschechen und dabei auch religiös gläubige Juden sind, müssen rein jüdische Dinge in ihre Hand nehmen, für den Schutz der Kultusgemeinde, für eine gerechte, sozial entsprechende Stellung ihrer Funktionäre, für die religiöse Erziehung ihrer Kinder arbeiten, tvobei unseren übrigen Anhängern, welche das innere Bedürfnis nach all dem nicht fühlen, daraus kein Vorwurf gemacht werden soll. Seien wir untereinander nicht unduldsam und wir werden leicht auch den Weg zur Verträglichkeit mit anderen finden, welche national'anders fühlen als wir, das heißt mit den Ziouisteir und nationalen Juden einerseits und mit den Deutschen, ob Juden oder Christen, andererseits. * Wir begrüßen dies in ihrer echt mensch-- lrchen Bemühung um das Verständnis auch dc'L Gegners und in ihrer unerschrockenen Selbstkritik sympathischen Aeußerungen auf das wärmste. Auch wir sind überzeugt, daß es immer wieder besser wäre, die verbindenden Momente zu betonen als die treirnenden wid daß die Einsicht in die eigenen llnvollkoriimenheiten und lkuzulänglichkeiten zur geqenseitigen Duldsamkeit sehr viel beitragen' kann. Os ist hier nicht der Ort, um breiter ausemanderzusetzen, welcher Widerspruch darin liegt, daß eine Bewegung, deren Ziel und Programm die Assimilation, das heißt die Entjudung, ist, daran zqehen soll, mehr in, ihr Tätigkeitsgebiet auMgeh- Pten als bisher. Wir sind weit entfernt davon anzunehmen, daß diese Wandlung gcwisser- 1 maßen aus der Besorgnis um die Konkurrenzfähigkeit mit der zionistischen Propaganda entspringe. Es ist viel natürlicher zu glauben, daß die programmäßige Ausschaltung jeder jüdischen Betätigung in Widerspruch zu eben doch noch vorhaitdeuen jüdischen Nciguugeu ,rnd Interessen der tschechischen Juden steht und daß sie so von innen heraus einen Weg zu jüdischer Arbeit suchen. Es wird Aufgabe aller besonnenen Zionisten sein, denen mehr auf den Vorteil des Judentunis auf ein ftagwürdiges Prestige von unentwegtem Radikal lismus ankommt, den tschechischen Juden in dieser Entwicklung entgegeirziikomnien und behilflich zu sein. * Zur Steuer der Wahrheit soll ab>w hier nicht erwähnt bleiben, daß dieselbe Otummec des „Rozvoj", die durch den besouneueu, fui* gen und ehrlichen Artikel °Dr. Lederers crugeleitet ist, gleich danach zieiu.i unbekümmert auf die Ziouisteii losschlägt, iiisvesondere in einem Bericht über die Wah >n die Kultusgemeiude Mähr.-Ostrau. De Bericht enthält ein ziemlich eingelyendes Resere über di« große -zionistische Wühlerversammlnn, am Vorabend! der Wahl, in dem cs u. «. mißt: „In der Versammlung sprach der wütende Tscbechenfresscr „Kultucpräsident" Fiuzi aus Troppau. Im Laufe seiner Hetzrede er« wähnte er auch die tschechische Kaudidatenliüc, nmrnte die Juden tschechischer Nationali:ät eine Hydra, die der Zionismus mit allen Mitteln, koste es was "es wolle, umbringen «müsse; und als er öffentlich erklärte, cs werde am besteii sein," dieser .Hydra den Kops abzuhauen oder zu zerschlagen, erhob sich der anwesende Redakteur Himmelreich aus Schlcs.-Ostrau und zwang diirch iein mannünites Auftreten den Redtlcr, sein Referat Plötzlich zu schließen. Nach ihm sprach der hiesige Oberstaatsbahitrat Herr Ing. Fried aus Privoz, der sich bestrebte, den Troppairer Kultuspräiidenterr in G em ei nhei teu nnd Angriffen zu übertresfen. Redakteur Hinimxlrcich sagte unter anderem, wenn es unter den Inden ein a n t ire p u b l i k a n i s ch e s Element gebe, so seien es dies allein die Zionisten, .d die Zeit sei nicht fern, Ivo itns die Ges- >tc einen Beweis dafür bringen werde. Wa - die Absicht anlange, der verfluchten .Htidra" den 51opf abzuschlagen, .so hätten Himmelreich und seine Leute keine Augst, der tschechische Schädel sei hart genug, um auch dem Hiebe, eines zionistischen F a n a t i l e r s. zu widerstclyeu, wie es Herr „Kulturprüsident" Fii'zi ' aus Troppau sei. Er warne ihn aber im eigenen^ Interesse, es sich nicht einfaller' zu la'sen, in blindem Fanatism us so u-es zu versuchen." * AbgesclM von der CnniV "'U dm wn klichen Vorgänge durch diesen -.nicht Herr Himmelreich, der ihn offcirba verfaßt hat, hat besondersseine eigene 3to!l. nachträglich stark aufgeputzt), möchten wir, um einer Legende eutgegenzutrcten, der klassischen Bildung des Herrn .Himmelreich nachhelfeu und ihn erinnern, daß er möglicherweise in seiner Jugend davon gehört hat, daß der griechische Held Herakles die Aufgabe hatte, ein Ungctünl, die lernäische Hydra, zu töten, die mit einer ganzen Anzahl von Köpfen ausgerüstet war, deren jeder, kamu abgeschlagen, wieder Nachwuchs. 5derr Fiuzi sprach in jeiwr Versammlung von der 5d y d r a der Assimilation, die ihren deutschen Kopf einigermaßen verloren, aber dafür einen tschechischeit getvonncn habe. Er meinte, auch dieser Kopf nrüsse abgeschlageit werden. .Herr .Himmelreich war und ist ini Jrrtrtm, wenn er meint — diese Meiitung kann in seiner Ertvidernirg in der Versammlung auch zum Ausdruck' daß die. Absicht von Herrn Fiuzi tvar, man müsse Herrn Himmelreich den Kopf cinschlagen. Dil cm „Rozvoj" rühmend hervorgehobc'ne .Tatsache, daß der tschechisch^ Schädel hart ist hindert nicht darail, die Assimilatioit mit ihrci wechselnden, teils harten, teils weichen jüdischer Köpfen unter dem Bilde der lernäischen Hydr« shülbotisieren. _ Es in wohl nur auf Hartkövfigkeit zurückzuführen, wenn das Referat im ,,Rozvoj Herrn Finzi, der von Tschechen überhaupt nicht, iotthl avec gegen die lschechi« 1511