Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 8 (28.1.1921)
- Date
- 1921-01-28
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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-Ä. Welkes Frrltüd »Mdlschss DsNME 28. JätMtt Nr- S se? Keren Hajeffod. (Fortsetzung von Seite 1.) tionen ein Zirkular mit der Kundmachung verschickt, daß beim Keren Hajessod ein spezieller Fonds für die hebräische Universität gesoffen worden W. Dieser Fonds wird sich aus Spenden, die speziell für „die Universität", oder für eine besondere Fakultät gezeichnet werten, zusammensetzen. Ter UniversUntsfonds toitb von derselben Körperschaft verwaltet werden, der die Verwaltung des Keren Hajessod unterliegt, da dieser Fonds tatsächlich ein Teil des Keren Hajessod bildet. Die Spender erhalten für ihre Spenden Bestätigungen vom Keren Hajessod. Zur fachmännischen Behandlung des Universitätsprojektes ist in London unter Vorsitz Lord Rothschilds ein Beratungskomitee geschaffen worden, das mit den größten jüdischen Gelehrten in Europa und Amerika im ständigen Kontakte bleibt, um deren fachmännische Kenntnisse bei der Verwirklichung des Projektes in Anwendung zu bringen. Punktation all zu stickig, und dumpfig geworden ist. muß ein kräftiges Wort und eine kräftige Tat die Reinigung herbe'führen. Wsizmann war nicht immer der Diplomat, als der er sich jetzt einige Zeit versucht hat. Wir wissen, daß er yuch kämpfen kann. Und wenn er kämpfen wird, so kann er noch mit weit mehr Sicherheit auf unsere Gefolgschaft rechnen als wenn er diplomatisch verhandcl!. VoltsMlung. Dr. Wilenski in London. - , >(A. C. B.) Dr. I. L. Wilenski, Midglied der Exekutive der zionistischen Organisation für die Ukraine und Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Charkow, ist auf Einladung des Keren Hajessod vor einigen Tagen in London eingetroffen. — Dr. Wilenski war zu Zeiten Denikins einer der Führer der jüdischen Politik in der Ukraine und Begründer des jüdisch-politischen Komitees in Rostow, das die Materialien betreffend die blutigen Judenpogrome gesammelt und in die ganze Welt verschickt hat. Nach einer Unterredung, die Dr. Wilenski mit dem englischen General Briggs in Anwesenheit eines russischen Obersten über die Pogrome hatte, wurde seine Lage in Charkow unsicher, weshalb er die Stadt verlassen mußte. Sir Alfred Mond und Dr. Weizinann in Jerusalem. (I. C. B.) Sir Alfred Mond und Doktor Wechmann sind am 14. Jänner in Jerusalem eingetroffen. Sir Alfred Mond ist im Regierungshause ab gestiegen. Dr. Weizmann erklärte einem Korrespondenten des „Haarcz", die Zionisten müssen die hebräischen Schnien in Palästina weiter unterstützen. Eine besondere Sammlung der palästinensischen Judenschaft zu Gunsten seiner Schulen würde dem „Keren Hajessod" Schaden bringen. zu dessen Vollstrecker sich Herr Simen macht alles das selbst in Scherben schlagen und dqs einzige Werk vernichte auf das wir heute schon in Palästina als auf eine vollendete Tatsache der Wiedergeburt stolz sein können? Wir werden das niemals begreifen und unsere Empörung unser« Erbitterung wird nicht geringer sein als die der palästinensischen Lch- »er und Arbeiter. Wir werden es nicht zulasten, daß das Schulwerk in Palästina den Händen der zionistischen Organisation entrcs en und irgend einem unverantwortlichen Schulvercin übergeben wird, daß unsere Äugend in die Schulen her Alliance, der Mission, in oie englische Rothschildschule Übertritt und in möglicherweise demnächst entstehende Jargonsckmlen. Es ist vielleicht ein Glück, daß diese Frag-, gerade jetzt, unmittelbar vor der Sitzung des Aktionskomitees so akut geworden ist. Wir hoffen. Wir hoffen, daß endlich einmal rein* Tisch gemacht wird, wenn die Atmosphäre der friedlichen Einigung der Konrpromisse aus Ter I. N. R. Prag schreibt: Am 16. Februar d. I. findet die Volkszählung statt. Heber die Volkszählung finden wir inz offiziellen Mvtivenbericht zur Verfassung vom 19. Februar 1920 folgenden Passus: ' „Es wurde abgesehen von der Auff.ählung der Nationalminoritäten in der Verfassnngsurkunde. Es wird nur darauf aufmerksam gemacht, daß die Juden der tschechoslowakischen Republik nicht gezwungen werden, bei der Volkszählung, bei den Wahlen und anderen politischen Amtshandlungen sowie bezüglich der im internationalen Minoii ätcnvertrage an ef hrten Ku t..rinl tu ion.n (Erziehung, religiöse Handlungen. Sozialfürsorge) sich zu einer anderen ethnischen nationalen Minderheit als der jüdischen zu bekennen, abgesehen davon, welcher Umgangssprache sie sich bedienen." Damit ist cindeutig ausgesprochen, daß das Bekenntnis eines Juden zur jüdischen Rationalität durchaus legal ist und daß ein Jude durch dieses Bekenntnis seiner staatsbürgerlichen Pflicht voll genügt, so haß ihm nicht der leiseste Vorwurf erwachsen darf. Das Verfahren bei der Volkszählung ist ebenso geheim, wie das Verfahren bei den Parlamentswahlcn: die technischen Mittel der Geheimhaltung sind natü.lich verschieden. B r der Wahl lag sie in der Einrichtung rer Stimmzettel, bei der Volkszählung ist sie dadurch garantiert, daß dir Docks;ählangskominissäre durch Amtsgeheimnis gebunden sind, niemandem über das Bekenntnis eines Einzelnen Auskunft zu geben bei Straft'bis ZU 2 Jahren Gefängnis. Die ausgefüllten Formulare gelaneen im Wege der polittfchen Behörden schließlich zum statistischen Amte, wo sie deponier: blciben und nur ziffermäßige Gesamttesültat', ni mal-, aber Bekenntnisse von Ei.elpersonen zur Veröffentlichung gelangen. Die Volkszählungsformulare enthalten außer der Rubri. „Religion" die Rubrik „Nationalität", dagegen ist die Sprache kein Gegenständ her statistischen Verfassung. Es braucht nicht darauf hingewiefrn zu werden, wie wichtig es ist, daß alle Juden von dem verfastungsgemäß ihnen gewährleisteten Rechte sich bei der Volkszählung als Juden sich zu bekennen, Gebrauch, machen. Tie ganze künftige Rechtstellung der Juden hängt von dieser statistischen Erfassung ab. Da der Nationalftät in einer besonderen Rubrik die Religion festgestellt wird, könnm unsere antisemitischen Gegner im Falle eines ungünstigen Ausfalles der Volkszählung ib e alten Vorwürfe, daß der größte Tech d>r Juden sich zu Trabanten anderer Nationalitäten erniedrigt hat, zissermäßig belegen. Wenn dagegen, wie bei den Wahlen, wo 80.000 Wählerstjnrmen jüdisch lauteten, eine imponierende Mehrheit der' Juden den einheitlichen Willen zum Judentum kundgift, so wird bei den künfttgen Gesetzen und für die künftige Verwaltungspraris an dem Willen dieser beträchtlichen Minorität sticht vorbei gegangen werden können. Hat doch schon h:ute die Abgabe von 80.000 jüdischen Stimmen bei den Wahlen günstige Folgewi.ckungen in allen jenen Fällen gezeitigt, in - denen die Negierung auf Grund der Stärleverhältnisft der bestehenden Parteien Vertreter der Be völlerung zu öffentlichen Funktionen berief (z. B. in die Verwaltungskommi'sion für Groß-Prag, slowakische Kummunen Die Forderung nach Berücksichtigung dieser 80.000 Stimmen in jeder Hinsicht. auch im Hinblick auf die parlamentarische Vertretung der Juden, wird mit umso größere'« Nachdruck erhoben werden lönnen, ft günstige: die Volks Zählung ausfällt. Wenn sich die Juden zur jüdischen Nation bekennen, so dokumentieren sie damit gleichzeitig den Nationen gegenüber ih.en ernstesten Willen zur Neutralität im Streite der Nationen. Bei den Doliszählungen in Oesterrech- Angarn gab es das Kriterium der Naftonalltät nicht, cs wurde nach der Umgangssprache, event. Muttersprache g fragt und die Folge davon war die bekannte Vftldeuttgkei. und llmvahrhaftigkeit der De iehungen unter dcn'Nattonen des cklten Oesterreich-Ungarn. Jeder wahrheitsliebende Jude und ieder Jude, der das Interesse der jüdischen Gesamtheit, wie sein eigenes tut Auge hat wrd fteudig die Gelegenheit benützen, durch richtige Ausfüllung der Rubrik „Nation" (narodnost) mit dem Worte „jüdisch" die Position des Judentums in diesem Staate auf eine gesunde Grundlage zu stellen. An ihren Kadern werdet Mr sie erkennen! Weit? Tie Tschechen? Die Deutschen? Nein, selbstverständlich die Juden. „Moravskoslezsky Dennik" unterhält unter obigem Titel seine Leser über die Juden des Ostrauer Revieres. Er beginnt mit der alten Phrase „co zid, to nemec! natürlich, denn die Juden des Ostrauer Gebietes sind doch Pioniere „des Dranges nach Osten!" sind Verfechter großdeutscher Expansionspolitik. Und nun kommt ein historischer Rückblick über die Entwicklung des Ostrauer Judentuurs. Vor 00 Jahren bewohttten das ganze Ostrauer Gebiet nur 33 Juden, aber mit diesen wäre ja noch zu leben, denn sie wären ja hiesige, heimatliche Juden, hätten sich mit der übrigen Bevölkerung vermengt, alle die Munk, Ziffer, David und Markus — was aber nach, dem Umstürze bei Gott nicht verhütete, daß auch die Ziffer, Munk e tutti quanti beraubt wurden. Der Artikelschreiber, der bekannte Herr S., meint, die Juden hätten schon immer deutsch gesprochen, aber nur untereinander, wenn die einheimische Bevölkerung es nicht hörte, sie überhoben sich nicht über ihre Umgebung; natürlich beuteten und saugten sie die Bevölkerung aus, sie unterstützten aber auch die Armen. Gott sei dank, daß der Herr S. uns Ostrauer Juden auch etwas Gutes nachsagen kann, aber er selbst scheint noch gar nicht lange die Ostrauer Verhältnisse zu kennen, denn sonst müßte er wissen, daß vor 25 Jahren die einheimische Bevölkerung gar nicht tschechisch verstand, sondern nur „po nasemu" und daß tschechischsprechende jüdische Kinder in die größte Verlegenheit kameit, als sie von der einheimischen Bevölkerung nicht verstanden wurden. Er weiß scheinbar auch nichts davon, daß der brave einheimische Ostrauer kurzerhand erklärte, zamrazdim zida wenn er kein „gebeno" bekam. Er weiß nicht, 1 daß die Ausbeutung der Bevölkerung darir» bestand, daß sie jahraus jahrein beim Juden „na gebeno" (aufs Büchel) kaufte und jedem jüdischen Kaufmann .schuldig blieb, daß sich aber dieser jüdische Ausbeuter dadurch an serner Kundschaft rächte, daß er ihr bei den großen Streikbewegungen der 90 Jahre unb noch später buchstäblich die Lebensmittel umsonst lieferte. Aber das tut nichts zur Sache, daran hat man beim Umsturz vergessen, nicht aber des polnischen Juden, die zunt bösen Geist der einheimischen Bevölkerung gemacht werden. Denn je länger die Pejes desto größer die Orthodoxie, und in diesem Tone geht es weiter, bis man endlich zu den Kindern kommt. Die polnischen Juden sind nämlich die wahren Germanisatoren des Ostrauer Gebietes. Sie sprechen einen deutsch-jüdischen Jargon und ihre Kinder bevölkern die deutschen Schulen, und da es auf eine Unwahrheit mehr oder weniger nicht ankommt, ist flugs die Statistik bei der Hand, aus der klar hervorgeht, daß alle jüdischen Kindern der deutschen Nationalität sich zu bekennen. Und nun kommt der Haupttrick: „Wenn die Juden weiterhin die deutschen Schulen auffüllen werden, und sich zum deutsch enN ationalismusbekennenwerden, werden wir verpflichtet sein, daraus wirtschaftliche Konsequenzen zu ziehen." Das riecht ja nach Aufreizung zu einem Boykott. Der Herr S. möge vorsichtig sein. Wir merken die Absicht! Tie Schulstatistik, die er bringt, ist total erlogen, denn sie gilt nicht für das Schuljahr 1920/21. Bei einer Nachfrage bei den Direktorien der hiesigen Mittelschulen, hätte Herr S. erfahren, daß sich beinahe alle jüdischen Schüler zur jüdischen Nation bekannten. Aber Herrn S. paßt die alte Statistik besser in beit Kram, er kann daraits nämlich die Konsequenzen ziehen, daß die Kinder der jüdischen Kinder deutsch seien und daß für die Juden in Ostrau jüdische Mittelschulen errichtet werden sollen. Bravo, ja dafür sind wir auch. Für die Ostrauer jüdische Jugend jüdische Schulen! Ganz richtig Herr S., aber wollen Sie dann auch dafür Sorge tragen, daß diese Schulen vom Staate erhalten werden sollen. Denn unsere Kinder nur deshalb aus den deutschen Schulen gu ziehen, damit diese Schulen cingehen mögen, das möchte dem Herrn S, und der Regierung passen, uns aber jüdische Schulen errichten und erhalten, ach, für so .dumm darf man die Herren nicht halten. Der ganze Artikel des Herrn S. ist ja nichts anderes als ein Auftakt zur Volkszählung, deshalb schmeichelt er uns mährischen Juden so sehr. Gott die einheimischen, mährischen Juden, die stehen doch an Bildung und an Kultur unserem Volke näher, als die polnischen. Wirklich sehr schön Herr S. Wir mährischen Juden sind Ihnen wirklich dafür sehr dankbar, daß sic .uns das Anerkennen, und wir fühlen uns geschmeichelt, daß sie uns zugeben, daß unsere jüdische Kultur beinahe derjenigen der Bevölkerung des Oftrauer Gebietes gleichkommt, wobei Sie natürlich meinen, daß trotzdem ihre Kultur die höhere ist. Sehr schön. Wir sind wirklich sehr dankbar, können uns aber doch nicht die Behauptung versagen, daß die Kultur des polnischen Juden mit den langen Pejes, die den Herrn. S. so sehr ärgern, turmhoch die Kultur des „Moravsko-slezsky Dennik" überragt. Und seine Schmeichelei wird die Juden im Ostrauer Kreise doch nicht davon abhalten, sich bei der Volkszählung jüdisch zu bekennen. Au de« „Wasiern vo« Babylon". Ein fast heiteres Judenbüchlein. Verlag Georg Müller, München 1920. In der Regel zwingt uns die Papierknappheit und die Rücksicht auf den beschränkten Raum, Besprechungen vo» Büchern auch dann, wenn sie von besonderem Wert sind, fap kurz zu fassen. Heute aber müssen wir von diesem nur allzu berechtigten Grundmh abweichen, jedoch nicht, weil es sich ,tm ein besonders roertoolles Buch handelt, sondern um sonders wertvolles Buch handelt, sondern um ein Werkchen, besten Weltanschauung zu bekämpfen und abßulehnen ist. Das vorlicliegende Buch ist unter den Titel: „An den Wassern von Babylon. Ein fast heiteres Ju- »enbüchlein. soeben im Verlage von Georg LüMer, München, herausgekommen. So -ehr wir es begrüßen, wenn bedeutendere nicht jü- Hische Verlage jüdischen Stoffen ihre Aufmerksamkeit zuwendcn, so sehr bedauernwir, daß der Verlag von Georg Müller dic-fts Luch,das einLerkli'd! esJu. c.ftumsdar ellt gedruckt hat. Das Vieegestirn Hermann Einsheimer, Lion Feuchtwanger. Fritz dassfter und Paul Schlesinger haben sich zu gem'mlchaftt.cher 'lfteft .-.usammengefnn-en »uv sie ver- )nutzen« das Problem des p-udentums mit ein paar oberflächlichen Worten zu lösen. Es sind nicht gerade problematische Naturen, die uns in den Verfassern entgegentreten und wir möchten sie fast beneiden, wie sich ihnen dis Dinge entwirren, um deren Lösung andere sich ein Leben lang bemühen. Es ist charakteristisch, wenn Sinsheimer schreibt: „Ich weih, was pfälzisch und deutsch sein und jüdisch sein heißt. Ich bin es und also fühle und weiß ich es ... . Und damit basta! Wenn nur irgend einerein Deutfchling oder ein Jüdling — etwas davon bestreitet, fo kann er mir auch das Licht meiner Augen, und den Kreislauf meines Blutes bestreiten"! Noch geschmackvoller sind Lion Feuchtwangers Gespräche mit dem ewigen Juoen. Hier werden wieder die alten Redensarten ausgetischt, die so überheblich klingen und doch immer wieder den Lesern oorgesetzt werden daß es Aufgabe der Juden sei, der Kitt der Welt zu sein und mit ihrem Blute die Well zu düngen Daß dies der Untergang des Judentums bedeutet, wäre dem Berfas,er wohl auch gleich Tie witzig sein sollende Untersuchung hinterläßt nur eine bräunende Scham über den Verfasser, der sie geschrieben hat. Was uns Fritz Castirer als Vreoiarrum Judaicum auftijcht und dem Rabbi Mojes Süßmilch als Fastenpredigt in den Mund legt, find dieselben Gedanken in anderer Aufmachung. Ich möchte dem Verfaster, der sich fortwährend aus Hermann Cohen bezieht, raten. die Biographie Klatzkins über dielen zu lesen, aber ich fürchte, daß er auch dann n'cht das Verfehlte seines Standpunktes einsehen wird. Dieses Werben um das Deutschtum, wie es Hermann Cohen versucht und wie es Cafsirer in dieser Fastenpredrgt wieder anfleben läßt, es ist in dieser Form nur eine dauernde Selbsterniedrigung des Judentums, die noch übler von denen aufgefaßt werden muß, an die sie gerichtet ist. Sehen denn diese Männer nicht ein, daß das deutsche Volk garnccht daran denkt, sjch von den Juden über ihr eigenes Wesen belehren zu lasten? Gewiß, ,cs gäbe eine Verständigung, aber die Struktur der gegenwärtig in der Bildungs schuht ausschlaggebenden Männer läßt sie nun einmal nicht zu. Schließlich gibt es auch Grenzen der Selbstentmannung Noch kücher möchte ich mich über die Anekdoten fassen, die Paul Schlesinger am Schluß beisteuert. Ich weiß nicht, ob das. was er unter dem Namen: „Die Feinde" erzählt, aut eigenem Erlebnis beruht, aber vielleicht läßt er sich da sagen, daß Andere da ganz anders empftnden, Md glücklicher Meise aii)i es auch Rabbiner, dis auf dir Frage: „Ilnb wie wird es nun werden, wenn die Juden zurückgehen nach Zion?" etwas anderes zu antworten wissen, als das höchst geschmackvolle Wörtleln: Langweilig!- Wir haben uns schon lang: genug mit diesem Büchlein aufgehalten. Wir bedauern, daß es erschienen ist. Ein wirklich jüdisch empfindender Jude wird über dies „Fast heitere Judenbüchlein" nicht lachen können, der Andersgläubige aber, der aus ihm sich Belehrung über das Weftn des Judentums holet» wird nur ein Zerrbild finden. Breslau. Dr. Willn Cohn. Neue Mfche ZMmrgen. Die zionistische Partei in Wl'na hat oie Herausgabe einer eigenen jiddisch« 'Tageszeitung unter dem Namen „Unser Fraind* beschlossen: Die erste Nummer ist ani 15. bä» erschienen. Auf Initiative der misrachistischen Jugendorganijation hat die Londoner Misr«- chizentrale begann n eine neue Manatsshrst „Jrwish Vouih" (oft jüdisch: Zugend) herat!»- zugebea. -nDal-fttn"' £:r ö Bit wolle« -Ms.itt M'3??* 5£;& SsÄ “ »ii li?bn m Mutei s« K m der ich'! iMiktWü te« Sie £:«tc; •uj elßcne Ec« immer ft«,A' msoinehr jrst- StmaiWf* int Jtlit ÄM f: nicht td Lm nur vom ®w »0 soll man ti (fit diese ftm Men sind?! - ©lüffidje Sfafta fts b Organisation, macht, und si Delta terjen ein Ausbau! hclscn. Ticsr müssen wit T« echt ÜS: Dieser Vch Durch I kmas und Nazarcch, tn novnncu Hab gwssuet mcr! nisaioiische! fcal ttfieml Arbeit, die beMizt, Miacht wi kr großen, teä. Unit ti der schirimg durch Zuft inunn dies« Wohl 1 Aber trenn Augenscheir Arbeit uv dieikr n:ur Nicht IWt! ■ wenig A, Leben me schmeiteti li«3en, t: toenknin, vollenden, Selter >r, nenstsiö Ausbau n Seiten. Afen, A ter. 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