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Jüdisches Volksblatt · 1921-01-21 · 6 (21.1.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
6 (21.1.1921)
Date
1921-01-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wt bi,i. ■öottar o, Nr. S Freitag „Jüdisches Vokksblatt* 81. VeA » "ükld- -b Ä ' g;. i - 32k!ZH «*' ‘ ^Usti- 9ec*^s iS88, °s°kk, und?>q e 't h i 'j> gaben elf; 1,1 £i W Ä"M tat;\rT f< * ,‘ Jtej » t j,,_ SÄ ‘Gcf’1 dtze , » ■ S If t 7".d.L? ^"1 nfijt Dje; t' ' Md HW h‘ 1c {*;fo J jä m* wart atslän'^r *f?nr P^ane e^c Siommi) ion 1t. diunjea^W a’Jf Cri'nd?j;tt ,iVcs SPtToB ,^e'>- ihrer Lhf.' aytft ßj Qenretnett 9*u verantn>eegsüätl.t w-x- SAmgÄM s ntöffli 'i einen n'] u Müs if tu 0U: S^f uer- ^anb ni d bas brst'mmkn, der tr-ftende Mner AMnrnüng, 9° Brl Ztz der ü roetben, unb DG'uh zu {titb Ungere^ügieib!, n seines Landes fron wird die ölfe hn'nt i> ntrn a t:i des Heu, Wenn der >5. mi 3tD?'ftb au1; di: Koines K um Trd an?' ein nur eiksüise rr -u'C' kt MN. ,, ■ M'.tö® unb' && bet >r ,5*; ' KB «B.S?, «?** 1 ) In Genf, trotzdem diese Tätigkeit ttur einen «ufang bildete, bedeutet sie doch den Beginn Kner neuen Epoche in den internationalen Beziehungen des jüd. Volkes. Die erzielten Erfolge, insbesondere bezüglich Finnlands, sind von großer prinzipieller Bedeutung für die Zukunft. Das K. d. I., D. war bestrebt in diesen Lebensfragen des jüd. Volkes wie betr. der Pogrome mit allen anderen jüd. Organisationen zusammenzugehen. Leider wcfl das Komitee gerade in der Zeit, wo es galt, die größten Schwierigkeiten zu überwinden, allein in Gens. In seinem allgemeinen Bericht über die Tätigkeit des Komitees im letzten Halbjahr betont der Vorsitzende und auch der Generalsekretär die Wichtigkeit des K. d. I. D. das die einzige interterritoriale Grundlage sein will, wo die Judenschaft der einzelnen Lander sich nicht an die ausländische Judenheit um Hilfe wendet, sondern wo sie selber als stimmberechtigte Mitglieder über die Vertretung ihrer Wünsche und.Beschwerden entscheiden. Motzkin besprach hierauf die bisherigen Aktionen des Komitees und die kommenden Pläne in Verbindung mit der 'Reorganisation des Komitees. Es gilt einen innigeren Kontakt mit den Landesr^ganisationen zu schaffen, in den Ländern, wo die Judenschaft noch nicht organisiert ist, auf eine derartige Organisierung zu dringen und die finanzielle Basis des Komitees sicherzustellen und auszubauen, denn nur durch Vorhandensein genügender Gelder kann das K. d. I. D. seine Arbeiten im notwendigen Umfange führen. Die Aktionen des Komitees vor dem Völkerbund sollen in einer Broschüre franz., engl, und deutsch erscheinen, ein Abteilungsbureau in Genf erdichtet werden; auch das geplante Schwarzbuch über die Pogrome in der Ukraine, eine ausführliche Studie über Minoritätsrechte von einer ersten Autorität des internat. Rechts und der ausführliche Bericht über die Tätigkeit des Komitees seit seiner Gründung sind bereits abgeschlossen und werden demnächst in mehreren Sprachen zugleich erscheinen. Neben den politischen Verhandlungen, über die der Vorsitzende interessante Einzelheiten mitteilte, ist es vor allem die Frage der Pogrome, die das Komitee sehr beschäftigt. Das K. d. I. D. hat sich diesbezüglich auchmit bekannten jüdisch-russischen Politikern, die kein Mandat für oas Komitee besitzen, in Verbindung gesetzt und diese Beratungen haben u. a. auch die Nmmendigkeit der Gründung einer jüdischen Verrinigung für den Völkerbund ergeben, cb das Komitee bereits auf ferner Karlsbader müsse aber sonst in allen Fragen der allgemeinen Politik nie in allen Kämmen zwischen einzelnen Völkern. Klassen, wirtschaftlichen Systemen. strengste Neutral! ät bewahren. Sir Stuart Samuel warf einen längeren Rückblick auf seine vergangene Tätigkeit und seine Reise nach Polen, wobei er erzählte, wie er führenden polnischen Politikern erklärt habe, daß er die Haltung der östl. Juden begreiflich finde. Tie englischen Juden seien treue Söhne ihres Vaterlandes. weil e; ein Land für jeden Bürger ist Die Juden werden die treuesten Söhne ihrer Länder sein, wenn diese ihre wahren Mütter sein werden. Ten zweiten Teil der Verhandlungen eröffneten die Berichte aus den einzelnen Ländern, von denen insbe'cncere die genauen Schilderungen der Pogrome des Generals Valachowicz, der die von Boris Sawmiöro organisierterussische Armee befehiigie und eitt sehr interessanter Bericht des als Galt anwesenden Herrn Jtzkowitsch. Voisitzmder des jüdischen Nationalrates in Baku, über das Schbsal der kauksi shen Juden während des Krieges hervorgehoben sei. (Z. P. Z.) Misrachistische Forderungen. In Warschauer „Hammisrachi" werden ,die Forderungen zusammengesaßt, die in Amerika, aber auch z. T. schon vor der Konferenz in Amsterdam aus an die Leitung der zionistischen Organisation gerichtet werden und bisher nur sehr mangelhast berücksichtigt worden sind. Es ist an der Zeit, diese Punkte nicht mehr den internen Verhandlungen zu überlassen, sondern sie öffentlich auszusprechen; denn sie betreffen das werdende Erez Israel und alles, was im Stande ist, diese Aufbauarbeit zu fördern, muß schnell geschehen. Dazu gehört auch Klarheit unter all denen, deren .Hand am Werk ist. Zunächst wurde verlangt, daß von den für die neir einwandernden Chaluzim zur Verfügung stehenden Beträge die entsprechenden Prozentsätze dem Misrachi für seine Chaluzim zugetcilt wird. Es wurde mehrmals darauf birtgewiesen, daß vollkontmen uuberechtigter Weise bisher lediglich die Arbeiter-Organisationen die Unterstützungen erhalten und daß die vom „Hechaluz" und vom „Hapocl Hazair" ins Land gebrachten Pioniere angemessene Beihilfen erhalten, während der Misrachi bislang nur auf eigene Faust hier für Sammlungen veranstaitet und vom Waad Hazzirim sehr stiefmütterlich Plenarsitzung beschlossen hatte. Das K mtcr behandelt wird. Die Zahl unserer Pioniere ist beschäftigt sich letzthin auch mii de: Frag:! nun in ständigem Wachstum und es ist erdes rechtlichen Schutzes der Emigration uns freulrch, daß der Mcßrachi mcht gewillt ist, den der Sicherung ihrer geograph.s.tzen Migichkeii und unterstützt die vom Ereiut v onti ce der jüdischen Wclthilsskonferenz organisiert? Reise seines Mitgliedes W. Temk'n nach Behj arabien. um den ukra'nrschen F.üch li 'gen Hilfe i zu bringen. In der Diskussion fragt Boris Goldx berg. wieso das K. d. I. D. als eine repräsentative imerterritoriale Organisation, die das Mandat von 12 Millionen Juden besitzt, 'die erste Eingabe wegen der Pogrome an den Völkerbund gemeinsam mit der JTO gezeichnet habe, da diese in Wrrflichkeit nicht mehr existiert. Sokoiow erwiderte, daß Zangsrill eigens nach Genf gekom-nen sei, um sich an den Aktionen gegen die Pogrome zu beteiligen und mgn in einer so wichtigen Frage, wie es die Pogrome sind, die P.ioatinitiatine nicht ausschalten durfte. Hindes fragt. b»'> das K. d. I. D. irgendwelche Beziehungen Zu dem bedauerlichen Br efwechsfl habe, den Lucien Wolf mit Padcrewsi'i geführt habe. Sokrlow erwiderte, dl.ser B.iefwachset habe vor Ankunft der Dclrgation des K. d. I. D. nach Genf stattaefunden. Tr. Pasmanik erilärt, er habe Nachrichten, daß di? Stimmung in Genf unter den Völkerbundsmiigliedern sehr aniisemitzsch gewe en fei. Auf die Frage, oo die gegen die Jnoen erhobene -Beschuldigung des Bolschewismus nicht der Grund dieser Haltung sei.- erwiderte Sokoiow, daß der Grund dieser Schwier g eit nicht so sehr im. Antisemitismus der Völkerbundsnritglieder liegt, als vi Imeh: in der völligen Un.nform e.lheit der misten Brjk.rkundsmitglieder über das Judenturn. von denen die meisten aus südamr.ika:.ischen oder «statischen Ländern koimnen, wo es eine Inbanfrage nicht gibt. Auch sei natürlich die «Ilgemeine reaktionäre Weile, de h ut: durch die Welt gel)e, den Forderungen der Humanität und der Gerechtigkeit für ein kleines Volk nicht günstig. Sokoiow und aub) Motzkin betonten noch, daß dir Brs-huld gurtg des Bolschewismus nicht etwa der ein.ig? Grund des Antisemitismus sech Er sei nur sein modernster Vorwand. Eine Verteidigung gegen diese Bcsß-uldignng wäre entwürdigeno und auch gämlitzzwe 'Irs. Tas K- -. % D. könne nur in Mijchen fragen e«.^Zechen. sich länger eine so ivcgiverfende Behandlung gefallen zu lassen und sein Recht verlangt, ebenso'wie die genannten Organisationen die Gelder für seine Chaluzim zu erhalten. - Die zweite Forderung geht an die Adresse des Nationalfonds. Ter Misrachi 'verlangt die ihm gebührende Vertretung im Direktorium. Die Zuziehung von Bevollmächtigten des Misrachi wird nicht t^-m Ehrenstandpunkt der Partei aus gefordert, sondern aus sachltchen Gründen. Ter Misrachi will eine Ausiedlnng für Arbeiter schaffen und hiesür unter den gleichen Bedingungen Teprain des N.-F. besiedelit wie dies von den linken Parieren bereits geschehen-ist. Es ist durchaus irrig zu glauben und glauben zu machen, daß die Arbeiter pur den sozialistischen Parteien angehören. Der Misrachi, der für alle sozialen Forderungen Verständnis beweist, hätte keinen Belveis gegen sich und seine Tätigkeit geliefert, wenn er es nicht verstanden hätte, jüdische Arbeiter in seine Organisation hineiirzubekommen, die zeigen, daß sie hiirter den Mitgliedern anoer'er Gruppen an Opfermut und Arbeitsfrcudigkeit an nationaler Hingabe nicht zurückstehen. Nur wenn wir nunmehr so weit sind, daß sie den lange gehegten Plan ins Werk Hetzen können, so wollen w^c dafür sorgen, das; nicht aus technischen Gründen störende Hemmnisse eintreten. Wir^ haben die Pflicht, 'mit allen Kräften dafür einzutreten, daß die üversiedelnden produktiven Arbeiter ein Heim vorfinden und daß es ein jüdisches Heim sei. Und damit ist eng verbunden die dritte Forderung des Misrachi. Jur Direktorium des Keren Hajessod und der anderen Instanzen des Aufbauwerkes gebührend vertreten zu sein. Wenn — und darin sind alle Zionisten einig — Israel ,bie nationale Heimstätte für das jüdische Volk werden soll, so darf es nicht ein Heim für eine Gruppe werden. die sich zu ihrem Volk stellen und ihre Pflicht beim Aufbau des Landes erfüllen, müssen die Möglichkeit haben, nach all ihren Kräften mitzuhelsen. In gleicher Weise müssen allen die aus allgemeinen Mitteln aufgebrachten Wir verlangen, daß auch uns die Möglichkeit gegeben wird, unsere Kräfte zu entfalten und werden unser Recht zu verteidtgcn wissen. __ FabEnÄY über d!e Lage des ziouismus. (Eine Unterredung.) Herr Iabottnsky. der kürzlich in Berlin weilte und in mehreren Bersamntlungsn die Bedeutung des Keren Hajflfod darlcg e, sprach sich bei diebr Kelegenh.it dem Vertreter der „Zionistischen Korrespondenz" gegenüber über eine Reihe aktueller zionistischer Fragen aus. Zur Mandatsfrage äußerte Herr Jab»- iinsky, daß das Mandat, wie es voraussichtlich veröffentlicht werden wird, unzweffflhaft viel Gutes erhalte. Die Anerkennung der jüdischen Rechte auf Paiästina bedeute ein:n ungeheuren'Fortsch.ilt und eine A. ssorderung der Völkergemeinschaft an das jüdisü-e Volk, Palästina tatsächlich wieder in Besitz zu nehmen. So werde es von der englischen Regierung wie auch von den engl scheu Volksmasscn ansgefaßt. Das jüdische Volk indes en könne mit der Fassung des Mandats nicht völlig befriedigt fern. In verschiedenen P :nkten biete baß Mandat noch nicht genügende Sicherheiten. Das Unbeftiedigcndfte fei ob Untlarl-eit in der Frage des zionistischen Einflusses auf di? Ernennung des Oberlomm s ärs in dessen Hand die a.leinige Macht in Paläsiina liege. Die Tatsache, daß Sic Herbert Samuel als guter Zionist anzusel)en sei *— zugleich ein Beweis des Geistes, in welchem England seine Verpflichtungen erfüllt —. tvnne doch über diesen prinzipiellen Mangel des Mandats nicht hinwegtäußl'en. Es müsse mit aller Kraft eine Verbesierung des Mandats ansestrebt werden, auch wenn dies in der bisher geplanten Form vrröfsenllstht werden sollte. Zur Frage der Jüdischen Legion führte Jabolinski) aus, Palästina brauche nalnrgrmäß zur Ausrechterhaltung der Ordnung cin? Armee. Zur Zeit trag: England die Armeelasten, indessen sei es nicht ratsam, England und seine überlasteten Steuerzahler dauerno diese Bürde tragen zu laßen. Paläs.ina sei heule ruhig und werde'es auch hie ben, wenn nicht etwa f.emde Agitation Unruhe ins Land von fei auch die zionistische Masse in Amerika überzeugt, und wenn es einige Führer noch picht verstanden, so würden sie es bald daraus einfehen, daß sie mit ihrem jetz'grn „K.em- Zionismus" keinen Erfolg haben werden. Dell amerikanische Beschluß, anstelle der Keren &a> jessod-Jdee, b. h. der Nationalsteuer, zwei Fonds zu setzen, einen kaufmännischen und einen Wohltätigkestsfonds. stehe dem B.schlutz der Jahreskonferenz entgegen und sei da.-er junstisch null und nichtig. Selbstverständßch wird der Keren Hajesiod auch m Amerrka seine Arbeit durchführen. Was die erforderlich gewordene Neubildung der Erckutioe anbeiangt. so sri di? bisherige Exekutive nicht adäguat gernef:n Man sei bei uns nur geneigt, nach rettenden Persönlichkeiten zu rufen. Man suche krampfhaft «ach Notabilitäten innerhalb und außerhalb des Zionismus. Solche starken Männer gebe es nicht. Man brauche ein Dutzend durchschnittlicher tüchtiger Männer, welche die Ressorts unter sich teilen. Sie müssen jedoch den Zionismus gründlich kennen, und ihr Programm müfly dem nationalxolitischen bha akter entsprechen. Bei der Exekutive in Palästina müsse es genau so sein, und dort sei außerdem das Einverständnis des Waad Leumi Voraurfttzung. Di? Neubildung der Exek.st ve sei Aufgab d r kommenden Ak irnskom teeSi u g Jh e and. r-n Aufgaben seien die Durchführung te~> Maaiser- Prinzips innerhalb der Zion Organ.sai!!?ß, die Mobil'sierung aller Z vnisten für di: K cetz Hajessod-A.berl und die Einberufung des XI?. Kongresses wahrscheinlich für den August d 's s Jahres. 8n*lmd. S. Ncich (Verba) nach Amerika. Ter orthodoxe Oberrabb. Samuel Neichj aus Verbo (Slowakei), Sohn des Budapest er Oberrabb. Koppel Reich, eine führend« Persönlichkeit der Vereinigten Jüdischen Parteien in der Slowakei, besonders bekannt onrch seine Erfolge auf organisato ischem G i f hgt sich in wichtigen jüdischen Angelegenheiten ins Ausland begeben und wird für Ende Januar in Amerika erwartet. Oesterreich. Der Jude wird verbrannt. Der Wahnsinn feiert Feste. Ein durch' hinemtrage. Encänden aber Un.uhcn, so Jet; Depravatiou, Korruption und Prostitution tfl» i5, in unfei-errt e.g?neit Jnterfl.e glicht nötig, (SJtturtbe regiertes Land, daß nicht wert daß - für die Scch?r.brt der judychrn weiter zu existieren, well ihm scheinbar alle hingen nur englipue Soldaten E-'sundhest und' Ehr' und Würde abhanden gekommen ist, sa4i bahngeoen: d.es chü.'d? unsere po.r-^j^ seiner Verzweislungsstunde den heroisch^ tflche Lage m England twfl eflch.ü.ern. Uu- ^schluß, alles daran zu setzen, um Pch abhängig von!-ghü>?r pru rp el en Cleflu! g^ retten. Die Arbeiter erklären freimütig, nayme -nutzten wt? tmt dtesen Gestchlspuncteu >sie würden zu Gunsten des Staatswohles zu rechnen. Angesichts ferner der ^.atsache daß Minimallöhnen solange arbeiten bis sich die ossentllck)e Mernung rn England standrg^ine Tendenz zur Besserung zeigte, Unternehmehr zur Verk.emerung der Mlntarausga en; UIljj ^n^x Kapitalisten wollen sich mit Dieser Ansatz sei zu vergrößern Zur Frage der zionistischen Verwaltung des jüdischen Palästina beionte Jabctinskg, daß der Jischuw Selbstverwaltung haben müsse. Wenn man Palch.ina daue.no nur durch von Europa aus ernannte Herren, oft auch durch Touristen, regiere, so werde man jeden Jnitia.rvLci^t und jeste Arbe'tsfrcud? im Lande töten und gleiüßeitig die schwersten Fehler^ machen. Palästina werde zwar mit dem Gelds des Galuth gebaut, aber mit ten Menschen, die sich in Pa.'ä .ina befinden. Die künfuge zionistische Exemiwe in Paiästina müs'e gebildet werden aus Grund ein:r Ueberemstimmung mit dem Waad Leumi. Alsdann wandte sich Jabotinsky gegen den „Kleinzionismus", d. h. ge^e.c di j:ni..en, welche den großzügigen Herzl'schen Schwung aus dem Zionismus vc.trrkaen wo'.kru und i t Ihm nur ein trockenes kaufmännis.hes Unternehmen sehen. Gerade diese Richtung werve prattisch nichts zustande bringen. Die jüdische LLelt und die Außenwelt erwarten von uns dis Schaffung des Judechtaatss. Nur durch eine weltumfassende NatilMalbewegung rmd unter Ausnützung jegflchen Idealismus könne die zionchische Bewegung der Mittel habhaft ... _ , . . .werden, derm sie benot ge. Tie Methode der Fonds zur Versagung stegen und ern bruder-; Arbeit müsse natürlich kaufmännisch bin, aber trcher Gerst muß zwipuzen allen herrschen, die nur die große politis tzr Bewegung könne diau der VollMunat bauen. '.- - ~ -• - — 1 ix ö-. e faC^‘tnCns' °^-e!*.^r ,9ri,.e or^ bis zur Selbstlosigkeit ihre Unbestechlich stc^ dt: Anncht. - wahren, Weiber wollen sich all (ihres +U ^a-'0, rl'-a! Putzes, Tandes, aller Kleinodien berauben, °^^ um sie am Altäre des Vaterlandes zu opfern. Ln Tue ü-ragr der Jud,-.Kirche und Kloster wetteifern miteina-.e? ü« U Un?:sr:m*bic vielen und kostbaren Weil-e- und Sühneged?L i schenke, die in den Kirchen aufbewahrt sind, nst'-" ' l-erzugeben, der Agrarier will solange nach bS "mir '5? ^' bet Lebensmittelkarte leben, bis man wieder unter d?m Palä i-.enser"Eclonfl Ma?g7lin! Zapfen essen darf. Das glaubte man, würde. s'st" st umtue, |ucgr man na-qi einem Blitzadlc 3^4^« und. das He<d Lter- und findet ihn natürlich in den OUndM. vder so etwas ähnliches wenigstens, die Preis abbau-Enquete in Wien zutage fördern. Stasi dessen aber verblöden christlichsoziale Presse und Politiker den ohnehin „dummen Kerl" von Wien und geben ein einfaches Rezept: Schmeißet die polnischen Iuden hinaus! Hänget jeden polnischen Schieber auf den nächsten Laternenpfahl auf. Und Wkert ist gerettet! Das uralte Mittel: Der Jude wird verbrannt! Die Lage Wiens ist troftloH. Und es wäre zynisch, wenn man darüber'Witzh reißen wollte. Aber wenn man die Debatte der Wiener Enquete verfolgt, dann greift man sich tatsächlich an den Kopf. Herr in Deinem Reiche, sind diese polnischen Inden gesährlichs Menschen, sie haben ganz allein Wien zu Grunde gerichtet. Das sind ja Tausendkünstler! Die horrende Teuerung, die Lebensmittelnot, die Wohnungsnot, den Tiefstand bet Valuta, die furchtbare Demoralisation, an all dem ist der „Jud" schuld. Wer ' deM sonst. Schmeißt's ihn naus! und das Laich ist gerettet Tas ist die Politik der herrschenden Partei, in Oesterreich, die ernst genommen sein will. Weil sie unfähig ist, initiativ untz produktiv zu schaffen, weil sie ihre Herrschaft um alles in der Welt behaupten will, weil Parteigelüste und Parteiprestige auf dem Spieh« steht und well das Volk, wenn es ernüchtert wäre, sie alle mit Hundspeitschen davonjagen müßte, sucht man na-ch, einem Dlitzableitcr

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