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Jüdisches Volksblatt · 1921-01-21 · 6 (21.1.1921) · p. Seite 2

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
6 (21.1.1921)
Date
1921-01-21
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Frckta^ „JLvisches Volksblatt^ 21. SSwtk tk sich auf den Standpunkt stellte, unser Aufbauwerk dürfe mit Anleihen und Bankgeschäften in keiner Form verknüpft werden. Tas jüdische Volk habe mit dem Recht auch die Pflicht, den Aufbau zu verwirklichen und die kapitalskrästigen Teile des Volkes mühten ebenso wie die Armen nach äußersten Kräften dazu beiwagen, ohne eine individuelle Gcgenlegtung zu erwarten. Man dürfe das neu entstehende Gemeinwesen nicht von vornherein *!k der Bürde von Zinsen und Annuitäten belasten. Für beide Meinungen spricht so manches. Ten Ausschlag in der Diskussion, die schon Lei der Sitzung des großen Aktionskomitees in London inr Februar 1920 durch mehrere Tage geführt. und anläßlich der Jahreskonferenz im Juli desselben Jahres weitcrgesvonnen wurde, gaben schließlich die Argumente derjenigen Männer, die im geschäftlichen Leben stehen und die Bedingungen in den westlichen Staaten am gründlichsten kennen. Es ist ja klar, daß die Juden Amerikas und des englischen Reiches den größeren Teil der finanziellen Last zu tragen haben iverdcn, und daher war es von überzeugender Wirkung, als alle Vertreter dieser Juden und insbe'ondcre die Vankfachleute auseinanbersetztcn, daß möglicherweise die Parole der nationalen Anleihe die polnischen und ukrainischen Juden zur Her- ° gäbe von mehreren hundert Millionen polnischer Mark und ukrainischer Rubel veranlassen würde, die in der palästinensischen Valuta zu geringfügigen Summen zusammenschrumpfen, daß aber die weltlichen Juden und vor allem die wohlhabenden und reichen Schichten einer Anleihe durchaus ablehnend gegenüberstchen würden, über deren Verzinsung und Amortijierung etwas bestimmtes nicht gesagt werden könne. Wirklich wäre cs unnwalich, heute etwas darüber zu sagen, von welchem Zeitpunkt die Verzinsung unserer Anleihe beginne, zu welchem Zinsfuß sie erfolgen und von wann an und in welchem Tempo eine Rückzahlung möglich sein würde. Daher entschloß sich die int Juli 1920 in London tagende zionistische Weltkonferenz, einen mittleren Weg zu ivählen und die Gedanken der Anleihe, der freien Spenden und der geschäftlichen Investition miteinander zu verknüpfen. Sic schuf als das Instrument des Aufbaues den Keren H a i c s s o d, den Palästinogrüudungsfonds, der in der Höhe von 25 Millionen Pfund vom jüdischen Volke aufgebracht, und von welchem ein bestimmter Teil für im privatwirtschaftlichen Sinne rentable Arbeiten verwendet werden soll. Der sich so ergebende Ertrag wird zu einer wenn auch bescheidenen Verzinsung der Gesamtbcirrnge zum Keren Hajessod verwendet. Ter Keren Hajessod ist durch eine einmalige Aktion des gesamten jüdischen Volkes aufzubringen. Es ist klar, daß die erforderlichen Geldmittel in kürzester Zeit zur Verfügung stehen müssen, soll das Werk gelingen. Natürlich wird das jüdische- Gcmcmtvesen in Palästina auch nach der ersten Periode des Aufbaues noch sehr wesentliche finanzielle Bedürfnisse haben. Für diese Bedürfnisse wird dann durch Anleihen vorgcsorgt werden können, da als Ergebnis der ersten Aufbauvcriode eine Kreditbajis geschaffen sein wird, genau so wie schon jetzt das Mittel der Anleihe in jenem Maße zur Anwendung kommt, in dein es durch die finanzielle Leistungsfähigkeit des Landes zulässig erscheint. Tie palästinensische Regierungen deren Spitze der .High Cominissioner Sir Herbert Samuel steht, hat bereits unter Ga- Nr. 6; rantie der englischen Regierung eine Anleihe von zwei einhalb Millionen Pfund Sterling ausgenommen, für deren Verzinsung und > Amortisierung die palästinensischen Staatsemj nahmen aus Steuern, Zöllen, Eisenbahnen usw. bürgen. Auch diese Anleihe, die nicht nur den jüdischen Bewohnern des Landes, sondern der gesamten Bevölkerung zu gute kommt, hat die zionistische Organisation ver- V.rittett. Sie ist das erste Glied in eurer ganzen Kette ähnlicher und immer größer werdender Maßnahmen, die die Weiterführung des Aufbaues sichern Uierden. Für die Uebcrwindung der ersten Stufe aber ist der Keren Hajessod geschaffen. Ter Keren Hajcsivd ist als eigene Gesellschaft nach englischem Rechte und mit dem Sitze in London konstituiert. Sein Direktorium ist von der zionistischen Organisation unabhängig und durch das Statut vervflichtct darüber zu wachen, daß von den Mitteln des Keren .Hajessod keinerlei Beiträge für Zwecke der zionistischen Organisation verwendet werden. HAn der Spitze des Tirektormms steht ein Mann, der in der zionistischen Organisation keinerlei Funktion ansübt und durch seine persönliche Bedeutung für die richtige und bestimmungsgemäß: Verwendung des Keren Hajessod die sicherste Bürgschaft gibt, Sir Alfred' Mond, zurzeit Minister für öffentliche Arbeiten im britischen Kabinett. An seiner Seite steht Lord Walter Rothschild, der Chef des Londoner Hauses, Vorsitzender des Großen Aktionskomitees der zionistischen Organisation. Für die Verwendung des Keren Hajessod ist der grundlegende Beschluß der Londoner Konferenz vonr Juli 1920 maßgebend. Er bestimmt, daß von den gesamten Beträgen vroab 20 Prozent zum Ankauf und zur Ausschließung von Ländereien in Palästina der» wcndet werden, die in das Eigentum .des Jüdischen Natioualsonds übergehen. Diese Maßnahme bedeutet, daß der Boden für ewige Zeiten Eigentum des jüdischen Volkes bleibt und nicht veräußert, sondern nur in Erbvacht vergeben tverden kann. Von den verbleibenden 80 Prozent ist ein Drittel für die Ucbergangsaufgaben, hauptsächlich für die Enngralion und für das Erziehungswcsen, zu verwenden, das zweite Drittel für die Schaffung dauernder Werte, die im Eigentum der Nation bleiben,wie Arbeiterhäuser, Gebäude für Schulen, Spitäler und dergleichen, das letzte Drittel für Unternehmungen geschäftsicher Natur, wie Banken für Hypothekar-, und Agrarkredit, Kraftwerke und Schaffung von Jndnstricn. Zur Kontrolle der Geldgcbarung des Keren .Hajessod ist ein eigenes Kontrollkomitee (Board of Trustees) eingesetzt, das aus angesehenen Finanzlcnten besteht. Weit höhere Bedeutung als der Board of Trustees gewinnt.eine zweite Bcratungskörperschaft, der wirtschaftliche Beirat (Economic Council) nach dessen Direktiven die Verwendung des für geschäftliche Unternehmungen bestimmten Drittels des Keren .Hajessod erfolgt. Den Vorsitz im Economic Council führt Sir Alfred Mond und außer ihm sind die wichtigsten Mitglieder dieses .Komitees James Rothschild (der Sohn vom Baron Edniund Rothschild in Paris) und Sir Robert Valley Cohen. lim von vornherein klar zu machen, daß die hohe erforderliche Summe durch Nenne Spenden der bisher üblichen Art nicht aufgebracht werden könne, wurde für die Beirragsleistungen für Keren .Hajessod das Vorbild des asisiidischen M a a s s e r oder Zehent ausgestellt. Es soll Ehrenpflicht eines jeden Juden sein, dem Palästinagründungsfonds, dem Volisschatz des werdenden Judenstaate;, den zehnten Teil seines Vermögens und durch fünf Jahre hindurch den zehnten Teil seines Einkommens zuzuführen. Tie gezeichneten Betrage können im Laufe von fünf Jahren, aber nicht später eingezahlr werden. Ueber jede Zeichnung erhält der Zeichner eine provisorische Bestätigung von seiten der Landes-Zentrale des Keren .Hajessod, die danit nebst den Quittungen über die eingezahlten Beträge gegen ein vom Direktorium des Keren Hajessod ausgestelltes Zertifikat ausgetauscht wird, das den Inhaber zum Anteil an der Verwaltung des Keren .Hajessod und zum Mitgenuß der Erträge der mit den Mitteln des Keren Hajessod geschaffenen wirtschaftlichen Unternehmungen berechtigt. Der Aufruf zur Schaffung des Keren Hajessod sit an die Juden der ganzen Welt ergangen. Er hat überall das lebhafteste Eho gefunden und aus einer gangen Reihe von Ländern liegen bereit; M leungen über erste Zeichnungen vor, die viele Millionen betragen. Das jüdische Volk wird zu zeigen haben, ob es für die große Aufgahe, die ihm zugefallen ist, reif ist. unsere Generation wird erweisen müssen, ob sie der hohen Bedeutung des Augenblicks würdig ist. Die Zeit der Propaganda, die Zeit der großen Worte ist vorüber. Ter Zionismus sucht feine Anhänger, seit es kein Opfer sondern eine Ehre ist, Anhänger des Zionismus zu fein. Der 5iv,tk mus braucht ein Geschlecht, das ihn verw-i.kliht Für Keren Haiestod soll nicht geworben werden mit tönenden Phrasen und nicht mit hochklingendcn Versprechungen Für ihn wirbt die klare und nüchterne Sprache der Tatsache, iie durch die zähe, weher durch Spott und Holm noch durch Mißerfolge zu entmutigende Arbeit von Idealisten geschaf.en sind, und der Tatsachen, die uns die Wirk, ich lei t des jüdischen Lebens in der Diaspora und in Palästina darbirtet/Tas, jüdische Volk har die Wahl: eia Gemeinwesen aufzubauen, das durch friedliche Arbeit, soziale Gerechtigkeit und geistige Hosirleistung ein Beispiel geben soll der ganzen Menschheit — oder endgültig und für immer sich als ein Volk von Schmarotzern und Parasiten zu bekennen, ein Volk, das nur aus den Adern eines fremden Organismus seine Lebenssäfte saugen kann, aus eigener Kraft aber und für feine eigene Zukunft ein großes Werk zu schaffen unfähig ist. Wir zweifeln nicht, welchen Weg das jüdische Volk wählen wird. England «ud Palästina. <2. E. B.) Am 26. Dezember richteie im englischen Unterhaus Leut. Colonel Eroft eine Anfrage an den Premierminister, ob er versichern könnte, daß di: Errichtung cr er Jüdischen nationalen Heimstä te im Heftigen Lande keine permanenten Lasten den britischen Steuerzahlern aufbürden werde. Mr. Donar Law antwortete: Ti: Annahme de; Mandats über Pa äi im bezweckt nftht di: Aste Ier gung irgendwelcher permanenten Auxga e i jsir d'c britischen Steuerzahler. Leut. Commander Kennworthy: Ist es nicht Tatsache, daß die Juden der ganzen West ungeheure Summen für die Entwicklung P.rkä stna; auforingen, und haben wir keine Verpflichtung dem jüdischen Volks gegenüber dafür, daß es für uns kämpfte? Mr. Ormsby Gore: Kat rißt die jüdische Bevö k rung de' ganzen Weh s:i! der Bcsehung Pa ä i .as ri ic siausc d jähr sich für das Erziehungswesin und nllerband Arbeiten, wie öfsint i he Eesundh t in P alästina, verausgabt, was sonst dies: Lands zur Last gefailen wäre? Bonar Lu Ls Ät zweifellos eine Tatsache, daß sehr g; .. Lummen von den Juden der ganzen W - aufgebracht wurden Dies hat gewiß zur B.mstung dsises Landes nicht bcigesiagen. und ich denke, daß da; geehrte Mi g ieb et hat, wenn es behauptet, daß dies Aurgabcn erspart hat Leut Commander Kennworthy- Jt es nicht der Fall, daß viel: Juden an u sie ec Sei!: kämpften und getötet wurden, weil ft« dis ausdrückst he Bü gfsiaf! hasi.n, daß w r ihnen zur Wiedererlangung il-rer nosionlen Heimstädte verhelfen werden? Am 27 Dezember b sprach de: Deleg'ert: Englands beim Völkerbund, M. B lf ur frrt Unterhaus? die Mandatsfragen und erklärte, daß bezüglich disier Fr^g-n nach nicht viebeschlossen wurde. Der Völker: undrat h'be einet Plan, betreffend bi: Kontrolle und Kritik der Tä'igkeit der Mandatsstaatm. e :tw :fcn der sowohl den di: Mandat: aurübendei Mach en als auch der Bevöl wung der Maift atsländer genehm sein dürf.e. Nach diesem P ane soll die zu diesem Zwecke eing setzte Kommis ion aus neun Miigsi:dern bes ehen. die unzeachtet ihrer Staatszugehörigkeit b oß auf Grund fnet persönlichen Qualifikationen, ih es Wissens, das sie auf diesem Gebiete besitzen, ihrer Ehrlichkeit, ihres Charak.er; und ihrer al gemeinen Fähigkeit, dir ihnen auserlegkn verantwortungsvollen Pflichten zu erfüllen, gewählt werden. S'e dürfen in keiner Regierungsstelle sich befinden und müssen soweit crs mögli h einen vollständ'gen u inieressie ten und u parte is e» Stcmdpunist einnchmen. Ihnen u: Seile werden Assessoren gesteift. Jedes Land wid das Recht haben, einen Assessor zu bestimmen, der der Diskussion über das betreffende Mandatster iteoum, jedoch nicht der AMmnung. beiwohnen darf. Ter endgültige BZ stütz der Kommstjsion wird ihm zugeteftt werden, und er wird das Recht haben, den Befch/uß zu kritisieren, auf die eventuellen Ungerecht igkeitm hinzuwei'sin und die Interessen seines Landes zu verteidigen. Die Kommission wird die Vflicht haben, den für den Volke buikrat bestimmten Bericht uni asten K mneraen des betreffenden Assessors zu versehen. Wenn der Bericht veröffentlicht werden soll, was zwe'feklos der Fall fein wird, wird er auch di: Kommentare enthalten. Dort wo e; sich um Ar l-eitsftogen handeln w'rd, wisi nutz cin vom Arbeitsbüro bestimmier Arbeiisosfe so ni e zogen werden. um nt Mimen Lelegattlmen. Am 8. Jänner erüsfnete Sokolow die Plenarsitzung des K. d. I. D. in Paris. Es galt vor allem die beim Völkerbund erfolgreich begonnenen Aktionen zur Wahrung der Rechte des jüd. Volkes auszubanen und an Stelle des K. d. I. D. eine feste, mit den Landesorganisationcn in stetem nnmittelbarem Kontakt stehende Vertretung des jud. Volkes auf demokratischer Grundlage zu schaffen. Tie Sitzung, der außer dem Vorsitzenden und dem Generalsekretär Motzlin, noch Sir Sruart Saniuel (England), W. Tem-> kin, Boris Goldbcrg, H. Sliosbcrg, A. Alpvrin, Dr. T. Pasinanik, A. Goldstein, Nt. Hindes, Hans Kohn (Tschechoslowakei), Dr. Kraenrer (Bukowina) und Vertreter Polens und anderer Staaten beitvohnten, wurde ein» geleitet durch Berichte Sokolows und?No(zkins über die Tätigkeit des K. d. I. T. dcutung werden. Es möge sich dreimal besin-' ncn. ehe es sich in das Treiben seiner -Antisemiten h'merntrciben läßt. Wir haben wahrlich genug Feinde in der Welt, es fehlte gerade noch, daß wir auch jetzt noch, wo unsere panzc Wiederherstellung xon riesigen Krccr ich ab'hängt, die jüdischsi Hochfinanz der ganzen Welt gegen uns aufbringen. Ferner: Unsere weltgeschichtliche Ausgabe in den nächsten Zeiten wird die kulfttrelle und soziale Auseinandersetzung mit dem Ostjudentum werden, sisiir känneit dieses Problem in einer Weise löjen, die uns den Dank der gantzeu Welt bringen würde, wir können es aber auch in einer Weife behandeln, daß es zum Au-gangspunlt einer allgemeinen europäischen Lkraift tung wird. Innenpolitisch endli b sollten w.r bedenken, daß wir Zwietracht und Streit genug im Innern haben sollen wir uns nun noch das deutsche Jndentuni, dessen Energie Saciiknntnis wir znm Aufbau unstrer Wsi.Eck-aft unbedingt brausten, wieder gegen m^bil machen und es in die R:i'r:n n-. -.mer Gegner treiben'- Ist dies ganze Trc. nt t der reinste deutsche Sclbstnivrd? Es fei dem Verfasier gestatler, hier fol oende Schlußsätze des Kaxsiels ürwr die :f\ uy?.-r aus seiner Politische,l EGi-Z'no D-niuji'ku Pädagogil" 3um A.-deuck 3» ÜNn' oen; „Es ist etwas von der Vorsehung Bestimmtes, daß in vielen Euscheinungen de; entwurzelten Judentums uns die ganze Häßl'chkest und Gottvcrlastenheit der Selbstsucht in ihren verschiedensten E.sche'nur.gssormm au'grwach sen und abstoßend vor Augen triit. Wir können uns dagegen aber nur dadurch zur Wehr fetzen und zugleich dem hochgeborenen Volke selbst aus seiner weltgeschichstichen Not heraushrlfen. — daß wir uns gerade im Angesichte der ausgewachsenen Seibslsucht zur ausgewachsenen Liebe bekennen und d'efes Vckenntnis im Umgang mit dem Juden um zur Tat werden lassen. Ties aliein heißt an Ehrisins glauben — altes andere ist doch nur verschleierte Politik der Selbstsucht und st.rgert auch im Judentunr alle Gewalien des Bösen. Wir werden immer und überall für eigene Selbstsucht dadurch gestraft, daß wir auch in anderen die Domänen entfcsirln — wir werden für jeden For-schrisi in der Liebe dadurch belohnt, daß wir neue Kraft gewinnen, auch in den anderen das göttliche Leben zu wecken. Oi-s heißt nicht, alles dulden und sit: aller, gefallen lassen. Im Gegenteil: K'h istus erst macht uns wahrhaft lebendig im Kampf gegen das Böse. Aber er zeigt uns, wir wir kämpfen können ohne angesteckt zu meroc:,' von de ui, den wir vekänwfen. Und er lehrt juns, das, was mir in anderep hechiypfen mol-. len, zunächst in uns selber von Grund aris zu überwältigen: erst dadurch erhalten wir weltülerwindende Kräf e, erst dadurch kämpfen wir wirklich und aufrichtig ge, en das T öfe, o.l\ s andere ist nur ein Scheinkampf: man läßt die eigenen bösen Hunde los. um das fremde. Böse zu vernieten, das Ende des Ganzen aber ist nur. daß wir uns und andere noch böser gechnacht haben. Mit dem schlechten und entartetes! Judcn- ^mn werden reit' nur dann fertig werden, wenn wir uns mit dem edlen und innerlich befreiten Judentum verbinden. Damit di: edleren Juden aber gegen die Erbschaft des Ghettos auch wirklich mobil gemacht werden, müssen wir alles tun. diese edl:n Elements nicht durch verallgemeine.nden Slntisimit smus in Kameraderie mit den schlech.en Elementen hineinzutreiben. Das Germanentum ha' iu den letzten Jahrzehnten durch solchen verallgemeinernden Antisemitismus schwere Schuld auf sich geladen und die Lösung des Problems außerßordentlich erschwert. Statt solcher kurz sichtigen und unchsist ichen Stellungnahme müj -' sen alle christlichen Völker sich bewußt werden, daß sie die Sünden ihrer Vorfahren wieder gutzumachen haben. Wo immer wir abstoßende Juden antreffen. da müssen wir an alle die schweren Untaten denken, die von christlichen Bölkepn an den ^udey begangen worden sind — tuts wird uns nahsi hiz machen und uns antrer^en, jüdischen Fehicru hei aller Offenheit doch nie mit Rohei, und har tcr Mißachtung zu begegnen. Die Anwcscichrft des jüsisben Elnnefte; in unserer Mitte — und gerade of: d:s durch jahrhundertelange Aussperrung und Mißachtung entarteten Judentums, das sich nun oadurch an uns rächt, daß es all: bi: in ihm emporgezüchteten Eigenschaften zu unler-m Sck'aden betätigt — das a les ist eine got gewollte Prüfung für unf:.e ginze soxi l: Kultur und vor allem für unser I h istentum. Solange wir dieses jüdifch: Element nur vom Standpunrt kalter und gereister Abneigung und qeleh.ten oder ungel:hrtcn Rastend ü kel; behandeln, solang: wird unsere ganz: iozüsie und christliche Kultirr auf niederer Stufe ste Heu bleiben. Nur durch Eh istus und in Ehr stus wird die Judenfcage ge.äst. Weder Ausito^ung und Aussperrung, noch bloße Assim l erung. und äußerliches Taufen kann den ungeheuren in"e reu Schwierigkeiten des Problem; irg.nZni: gerecht werden. Erst wenn beire, der Jud« und der Christ, sich von ganzer Seele dem Geist: Christ „assimil'eren". ist hie wirft ch: Asiimisicruna des illibheu Volke; ^mst den arischen Rasteg möglich und febensfähia." ,/>)' vW fesif w> § S«sekfaj SJStfl tzgmüee gerch MrnE ui GeA,'! '5 die * 7 kr H-h mch 1 M tziis° »d snimbelechA Mg i!,m W; den. Wotzbn Lltionen sts Me in Aerb des Komilc». tck vii dm sen. in de» L° „iß orgnmsw „isieriing zu d fiz des Lomi ban:n. kenn w der Mer!fl feitw to no Mionen des sollen in ein deutsch ersche Gens eriichte Ä>mrzl>uch > eine auesüftli ton einer ersi und der m' Hit des Sot Kreits ÄM wchreren den rolitisch Lorsitzende i: ist es vor i die das fi [' K, d. I. l lich auch! stM PM Ksrniier ft f die>e Berat 'Weit t mg füi Konriie :rji:;un£ iftigte Äittch nicheru und m eines r um ft ich »eir wt. ««w mj

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