Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 4 (14.1.1921)
- Date
- 1921-01-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 3 ftc. * -Kreitaff „JMschies 14. ILnner des Hochverrats und anderer Delikte ■efctgUfeitä. Bekanntlich spielte in dieser Affäre yebst dem inzwischen von Wien nach Madrid verschlagenen Denunzianten Hol! osy auch der hvllän.iscke Journa in N Ypeis eins bisher noch nicht aufgetlärte Rolle. Die Einvernahme der Budapester Zeugen soll nun darüber Aufschluß geben, welche Aeußerungen Ny- Ms machte, als ihm im Parlament der Artikel gleich nach denr Erscheinen in deutscher Ueberfetzung vorgeleseu wurde. Nypels selbst befindet sich im Ausland und kann daher persönlich nicht einvernommen werdeir. Unter den einzuvernehmerrden Zeugen befindet sich der getvesene Ministerpräsident Karl Huß a r, der Abgeordnete Stepharr M i l o t ta y, Ser Chef des Preßbureaus Ministerialrat Dr. Eckhardt und andere mehr. Ministerialrat Eckhardt soll über den Inhalt eines Gespräches, welches er feincrseit bei einem gemeinsamen Mendessen mit Nypels und Hollosy im Hotel Hungaria in der Assäre Löw geführt hatte, Auskunft geben. Die Zeugeneinvernahme wurde am 8. d.' M. vom Untersuchungsrichter des Budapester Strafgerichtes Dr. Bela Pasarhelyi vorgenommen werden. <8tn Programm. In dem ungarischen Blatte „Magyarvrsag" gibt einer der Direktoren des Verbandes der „Erwachenden UngAn" einen Tätigkeitsbericht dieses zu so trauriger Berühmtheit gelangten weißterroristischen Verbandes sowie dessen Zukunftsprogramm, dem wir die folgenden Stellen entnehmen: Der Verband der ^Erwachenden Ungarn" hat sich nach den Revolutionen mit einer Mitgliederzahl von 15.000 Köpfen auf die Nation. Wiederaufbauarbeit geworfen. Heute zählt der Verband bereits eineinhalb Millionen Mitglieder, von denen ungefähr 100.000 auf die Hauptstadt entfallen. Das Ziel unseres Verbandes ist die Erwekkung ixs nationalen Selbstbewußtseins und des ernsten, kräftigen Antisemitismus. Wir erblicken unsere Aufgabe nicht «ur im Reden, wir tragen unser Programm in das praktische Leben hinein, wofür als Beweis die Tatsache gelten kann, daß wir schon viele hunderte Menschen auf verschiedene Posten und Stellungen gebracht und vielen zu Trafiken und Gewerbekonzessionen verholsen haben. Beweis dafür ist anch unser zähes Borwärtsdringcn, durch welches den „fremden" Elementen der Boden unter den Füßen ent- ■■gzogen wird. Ein schönes Beispiel hiefür hat w«f«r Debrecziner Organisation geliefert, als - sie die den jüdischen Kaufleuten abgenommenen Geschäftslokale christlichen Bewerbern gegen lachte Teilzahlungsbewilligungen überwies. Durch planmäßige systematische Propaganda «erden unsere Mitglieder dahin erzogen, aus wirtschaftlichem, literarischem, künstlerischem rmd auf dem Gebiete der Presse sich nach - christlich-nationalen Gesichtspunkten zu orientieren. Die Tätigkeit unseres Verbandes erstreckt sich auch auf die ausländische Propaganda. Wir stehen in engster Kooperation mit dem deutschen Schutz- und Trutz- Lund, und wir hatten großen Anteil an der Einleitung gesinnunasverwandter Bewegungen in Schweden und in Amerika. Bücher und 'Flugschriften werden demnächst in Druck gehen, die bedeutendsten deutschen antiftnpt. Schriften werden übersetzt. Wir schreiten zu einer gründlichen Arbeit, die es verhindern soll, daß die christliche Politik von ihrer nr» sprüngllcheu Richtung abgelenkt werde. -eutschland. Kulturträger. <W. Mztg.) In Eisenach hat ein Kongreß deutscher Burschenschaft« getagt, und durch seine Beschlüsse, die sich gegen Juden und fremde Völker wandten, das deuts che Volk otor aller Welt kompromittiert und lächerlich gemacht. Nup hat wieder irr Marourein Kongreß des V. der Organisation der akadem schen Turner Deutschlands, statt- «efunden und die Eisenacher Tagurig übertrumpft. Nachstehendes vo.it.fchrs Glaubensbekenntnis wurde emstimmg zum hindei'.d«n Beschtutz erhoben: ' »D'e Turnerschaften er V. E. Md sich bewußt, daß die erste Vorbedingung für die Genesung des deutschen Volkes die Rückkebr zu einem starken Volksbewußtsein ist. Darum kämpfen sie für den völligen Sieg des völkischen Gedankens und erziehen Sieg Mtglleder zu der Erkenntnis, daß Volkstum u Vaterland unsere höchsten und schönsten Güter sind, und lehren sie. mit ungebeugtein Stolz stets daran zu denken, Deutsche zu se*n. Da- E bekennen sie sich zu schärfgern unerhitt- Cchem Kampfe gegen alle international geachteten Strömungen und die Machi- Srluste des vollsftemden Judentums «vm'e « emem me verlöschenden Haß gegen rrnsece 4«nd«. der w'cht auf Unversöhnlichkest besondern au? dem Bewußtsein seiner gersichtlichen Notwendigkeit. Bestärkt in vre--Und so konnte es dank der^ Indolenz der fen Grundsätzen wird der B. E. immer wieder-! Diplomaten und der Selbstüberhebung her durch den unzerstörbaren Glaube«, daß trotz österreichischen HlswrUmschulc gescheh-n daß aller Bitternisse der lebten Jahre das eeu she wissenschaftliche Werke über O/steEcherschienen, ohne daß dre breite Oeffentlichkett davon Kenntnis erhielt. Denn sowohl Denis als auch Scotus Viator arbeiteten fiir eine Neugestaltung der alten Monarchie im Sinne des Selbstbestimmungsrechtes der Völker. Antisemitisches. (I. C. B.) Nach hartnäckigem Wahlkampfe zivischen . dem Kommunisten Viktor Nerric und dem berüchtigten Antisemiten Leon Riotot wurde letzterer als Vertreter des vierten Arrondissement, der hauptsächlich von Juden bewohnt ist, in den Pariser Stadtrat gewählt. Leon Riotot ist der erste, der irt Frankreich die Kampagne gegen die Ostjuden ausgenommen und nicht wenig zur Revolution des Staates gegen die „unerwünschten Fremden" beigetragen hat. Deutsch-französische Verständigung. Das Erscheinen der deutschen Kommunistin Klara Zetkin auf dem Sozialistenkongreß in Tours, der es trotz des gegen sie erlassenen Einreiseverbotes gelungen ist, bis nach Tours zu dringen und dann spurlos zu ver- : schwinden, hat die reaktionären Chauvinisten zur Raserei gebracht. Im Parlament haben sie Volk das treue,»tüchtige und eeekdrnkend« Volk geblieben ist, als das es sich im Mellkr'eg bewährt hat und das tr otz Ketten. Knechtschaft und Schmach immer noch das schöne Wort gilt: „Unser Deutfchlan'd über alles!" Nie verlöschender Haß als „geschichtliche Notwend'gke't" feierlich anerkannt! Nie verlöschender Haß als he'l'gstes Gut eines „treuen, tüchtigen und edeldenkenden Volles" gepriesen! Jeder Deutsche, der nicht schärfsten und unerbittlichen Kampf gegen alle internatio- Ueber n'cht fürchterlich für nalen Strömungen fühsien und alles Fremde unauslöschlich hassen will, zum treulosen Verräter gestempelt! Der alldeutsche antisemitische Mahnw'tz w'rd nachgerade fürchterlich, jene, die er bedroht. Das wutschnaubende Gestammel kann die Betroffenen ruh'g lassen. Aber fürchterlich für das deutsche Volk, welches durch d'e Ausschreitungen feiner verführten Jugend mit Schmach und . Feindschaft beladen und von der Kullurmemäherk' abgesckwiiten wird. Ein Geheimrat. (2. K.-B.) Nachdem bereis die DeuvckM! äus diesem'Anlaß heftige Angriffe. gegen den Burschenschaften ein Programm angenommen!Minister des Innern Steeg gerichtet. Ihr haben, in dem der Antisemitismus in krassester! Hauptsprecher, der bekannte Nationalist Dan- Form austrrlt, hat jetzt auch der „Verband det, hielt eine große Rede über ein angeblich der Turnerschast auf deutschen Hochschulen" bestehendes deutsch-bolschewistisches Komplott e'ne Entschließung gefaßt, in der er sich zum schärfsten unerbittlichen Kampf gegen alle inrernational gerichteten Strömungen und gegen die Machtgelüstr des volk-fremden Judentums bekennt. Ans Breslau wird initgeteilt, daß der Ordinarius für öffentliches Recht an der dortigen Ilmoer rtät. Gehelmrat Helftrtz. ft:n Kolleg zu deutschnationaler uno antisemit-i :r Propaganda benützt. . Assimilation der Knltnsgemeinden. iI E. B.) Der Vorstand der jüdischen Gemeinde in Breslau richteie ein Schreiben an eine Versammlung, die der Gründung einer jüdischen Schule diene sollte, in dem er erllärt, daß er gegen besondere jüdis-Hen Schulen sei und daß sie keinerlei AnterMtzun.g zu? erwarten haben. gegen Frankreich und sagte unter anderem: „Ter Fall Klara Zetkin ist ein bedeutsames Symptom. Max Nordau, der bekanntlich während des Krieges deutscher Agent in Spanien war, hat kürzlich irr Frankreich Borträge über den Zionismus gehalten. Aber hinter der zionistischen These verbirgt sich die alldeutsche Es bedeutet den Höhepunkt organisierten Fabriken und Werkstätten mit Aufträgen, wie auch mit Rohmaterialien und Zutaten zu belieferrr. Die fertigen Produkte werden dem Obersten Mirtschaftsrat abgeliefert. Die ausländische Delegation des Ort ergreift jetzt Mittel, um für ihre Arbeite, un Lehrwerkstättden in Rußland und der Ukraine die nötigen Maschinen und Handwerkzeuge zu übe^chicken. Im November sollte in Moskau eine Konferenz des Zentralkomitees des Ort mit den Vertretern der lokalen Komitees über eine Reihe von Fragen der praktischen Arbeit stattsinden, worüber die Berichte noch ausstehen. Barbasch ermordet. (Jüd. Korr.' Bur.) Durch die sitt is he s4Lef se ging vor einiger Zeit di: Nachricht. daß der hebräische Schriftsteller Etrefer Steinmann in Odessa gehöroen sei. Diese Nachsicht bewahrheitet sich ni.t, vielmehr ist S.etnmann dieser Tage in Berlin eingetrofsen, um sich nach Amerika zu begeben. Er berichtet, daß im vergangenen Sommer die Boischewi e,i i.t Odessa das Mitglied des Zionistischen M isnskrm teez Samuel Barbasch, Direktor des Jrwish Colo" nial Trust, hingerichtet haben. Barbasch hat versucht, d'e großen in Odessa iagernle r Wembestände der Gesellschaft „Karmel" zu retten wurde wegen „versuchter Spekulation" ang« llagt nnd hingerichtet. Er war 72 Jahre alt. Reise Dr. Ebers. (I.. E. B.) Es verlautet, daß Dr. Eder, ohemab'ger Leiter der Zionist. Evmmissicn in Palästina. sich nach Sowjetrußland beg bt. um vie Lage der dortigen Juden zu untersuchen und die Erlaubnis der Sowjetregierung für erne systematische Auswanderung der Juden, die Rußland verlassen wollen, nach Palästina zu erlangen. Dr. Eder w'rd sich auch bemühen, die Frage der hebräischen und jiddischen Schm len in Sowjeirußkand zu lösen. Propaganda!" ,Ws - - politischer Raserei, Max Nordau als alldeut-j üillllNL. schen Agenten und den Zionismus als ein f Skoropadskij und die Jude». Werkzeug der Deutschnationalen hinzui'tellen.. Aorr.-Bur.) Nach hier eingetroffo Uoer dw Hetzer sind überall gleich und dre ^en Aceldungen in London bestrebt sich der ge HoLavd. *to»rc»nä per hollärrvischcir Ztsuiskv« französischen kopieren nur ihre deutschen Ge sinnungsgenossen. In den Blättern der deutschen Junker und Siegfriedler werden beständig^ die Zionisten als Agenten der Entente bezeichnet und geschmäht. Flugs haben sich unsere Reaktionäre der famosen Erfindung bemächtigt! und verkünden dem entsetzten Frankreich, daß , Scher. Zionismus eine asssährliche alldeutsche oi (I. C. B.) Unter Vorsitz Pros. Ohrensteins hat in Amsterdam die Konferenz der holländischen Zionisten stattgefunden. Prof. Ohrenstein widmete in seiner Eröffnungsrede! einen warmen Nachruf.den jüdischen Pogrom-, opfern 'n der Ukraine und verlangte im weile Mache ist. So.fördert Die Geistesarmut der Kriegshetzer hüben und drüben die gleichen lächerlrcheu Giftmärchen zu Tage. wssene Hetman der Ukrw'ne, General S?or»° padskij, eine neue Regierung für die Ukraine zu bilden. Sein Vertreter, der vor kurzem in London eingetrofsen ist, hatte, um sich «r Unterstützung der jüdischen Bevölkerung zu versichern. einem bekannten jüdischen Politiker aus der Ukraine das Portefeuille für jüdffche Äch' gelegenheiten angeboten. Das w°»r^e ahgelehnt. ' Rmniimen. Orga»isier»«s bet Palästina^misrution Polen. t Schukkrisc fit Pjnsk.; <2. E. SB.) Der Generalsekretär der zionb ren Verlaufe seiner Rede den Anschluß Traun- ^disckHen VoEulen^und^^Mnderhestm^ m Bukarest am 17 Dezember aus"BulgarZen ers semerzett bererts auftrat. Hillel , Judensibasit ,«m Warkckiauer -rhint ."r2?cn. Auswanderung nach Pa topolsky, Direktor ^Z Keren Hajessod, sprach i Unterstützung zu erwirken. rm Namen dieser Jnstitutron, deren Organr-! Uane Air. Lanomann eine längere Besprechung sation und Ziele er in einer ausführlichen ' (2™ ®.ent ensl^schen Botschafter Sir Herbert «.»k. r: j; <.Äv«..v..„o m- ’ IDorIng w:e auch mit dem englischen General «tvtexune Mn ftnbtmri nnb »ckevba«; konusl L. E. Keyser. Am 22. Dezember refe- » « den Jude». ricrte Mr, Landmann vor einer großen Ver 0" n^^,dartser Korre)po;cdent der „I. P. »ammlung im Zlomstischen Heim über dizi«- buchtet: Die ausländische Delegation der nisttsche politische Situation und Mer die ae Gesellschaft zur Forderung des Handwerkes' genwärtige Lage £n Palästina und des Ackerbaues unter den Juden (Ort)' ' Rede erläuterte. Er setzte sich besonders für d'e „Maasser^'-Jdee ein. Fraulrekch. Professor: Ennest Denis gestorden. In Paris starb am 5. Jänner d. I. Ernest Denis, Professor der Sorbonne. Vor kurzer Zeit weilte er noch in Prag, von der tschechischen Gesellschaft hoch gefeiert. Denis hat sich, nach einer dreijährigen Studienzeit in Prag, wo Jaroslav Brchlicky sein Lehrer in der tschech. Sprache nnd Literatur war, der Erforschung böhm. Literatur und Geschichte zugewendet. Seine Werke auf diesem Gebiete waren epochemachende, wenn auch die zünftige österreichische Historie sie totschwieg. Nur Heinrich Friedjung zitiert ihn unseres Wissens in seinem „Kcunpf utu die Vorherrschaft." Denis behandelte im allgemeinen die Selbständigkeitsbestrebungen des tschechischen Volkes. „Huß et la guerre des HussiteL". (Huß und die Hussitenkriege). „Les origines de V Unite des Freres Bol?enres". (Ursprung der böhmischen Drüder-Unität),. „Fin de llin dependance de Boheme.) (Ende der Selbständigkeit Böhmens und sein Hauptwerk.) '„La Boheme apres la Montagne Blanche". (Böhmen nach der Schlacht am Weißen Berge.) Denis gehörte zum Freundeskreis Dr. Karl Kramars, dessen Artikel über tschechische Verhältnisse er in ftanzösischen Blättern lancierte und l)at für die Sympathien der Tschechen im Auslände sehr viel beigetragen; und sich sicherlich große Verdienste um die Selbständigkeit unserer Republik erworben, noch größere als Sir Sueton Watson (Scotus Viator) um die Südflawen, deren Verhältnisse nauientlich in Ungarn er fleißig studierte. Es war auch nur in Oesterreich möglich, daß sich ausländische Blätter mit seinen Verhältnissen beschäftigten, ohne daß auch nur einmal ein Diplomat daraus hingewiesen hätte. teilte dem Exekutivkomitee der Jüdischen Welt hilsskvnserenz einen Bericht ihres General sekretärs Zigelnicki aus Moskau mit, worin u. a. darauf hingewiesen wird, daß das Zentralkomitee jetzt das Hauptgewicht auf die Arbeit in der Ukraine legt, und daß in einer Reihe von Städten wie BerditsHew, Tscherkassy, Winniza, Kamenetz-Podolsk, Nowograd-Wolynsk, lokale Abteilungen der Gesellschaft gebildet wurden, die eine aufopferungsvolle Tätigkeit entwickeln, durch die besonders landwirtschaftliche Kooperativen und genossenschaftliche Werkstätten gegründet werden. Zugleich werden Verhandlungen geführt mit der Räteregierung, daß die professionellen Schulen, die der Jca und anderen gehört haben, der Leitung des Ort in Räterußland und der Ukarme unterstrr/hen besonders die Notweadistkeit, ^hnen Gegenstände, zu schicken, für gehörige Einrichtung der kooperativen Werkstätten und professionellen Schulen. Hindernisse für den Import all dieser Dinge nach Rußland bestünden nicht. In den Rayons von Witebsk und Hvmel sind bereits ca. 70 jüdische landwirtschaftliche Kooperativen eingerichtet, die auf 2700 Teßjätinen Boden arbeiten. Im Minsker Rayon bearbeiten diese Kooperativen 3000 Deßjatinen. Das Zentralkomitee des Ort hat mit den» russischerr Obersten Wirtschaftsrat zwecks Organisierung neuen großer Werkstätten eine Abmachung getroffen, derzufolge der Ort diese Wcrkstät Griechenland. Judeütur«. Mtt Einschluß der durch den Friedens ichluß neu erworbenen Landenterle leben in Griechenland etwa 300.003 Juden, veren große Mehrheft in den neuerawrbenen Gebie tsn wohnt. Die größte und bedeutendste Ge meinde ist divon Saloniki, welche die Füh rnna des gesamten hellenischen Judcnttrmo übernommen hat. Saloniki hat bisher stet-.- den Eharalter einer jüd'schon Stadt zu nah ren gewußt. Seit dem Kriege beginnt -r ledoch m erschreckendem Matze zu vrrschwinde-n Schuld daran ist zu einem erheblichen Teil die griechische Regierung. Zwar kann von einem systematischen Antisemitisnius in Gn'echenland nicht die Rede sein, im Gegenteil, dir Juden dort erfreuen sich aller bürgerlichen, pokili schen und religiösen Rechte. Unter dem Einflüsse emes übersteigerten stillschweigend. Sacontt. zu entjudaisieren. und die untergeord neten Beamten dienen diesen Bestrebungen i>. aller Oefsentlichkeit. * £1e ftirchtbare Fcnersbrunst vom 18. Aua. 1917, welche die ocltreichsien jüdischen Stadt teile vollkommen zerstörte, bot eine willlan: - Mine Gelegenheit, um den jüdischen Charakter der -stadt vollkommen zu vernichten. Man .verfugte die Enteignung der von d:r Feuers brvnst betroffenen Grundstücke, um aus d'efem Uiege die Neubesiedlung nach sozialistischen Grundsätzen durchführ.m zu können. Heute ten mit Maschinen und Handwörkzeug be-, zählt Saloniki unter 180 000 E'nwohuern liefert und Instruktoren delegiert, die den! 60.000 Juden Nach tri» nnr SitogVM 3« inspizieren haben. Der Oberste i Sakhyikier Juden eine ü erraaende Wirtschaftsrat hat dagegen die von dem Ort im Leoantebandel -in ""ayende ltelliN!-