Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 3 (11.1.1921)
- Date
- 1921-01-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Se*tr 2 Dienstag ..JLsijchcs Volksblatt" LI. Sänne» ®e«ie 3 Ist da? Land imstande, diese so umfang, reiche und landwirtschaftlich bestimmte Einwanderung anszunehmen- Ter Giöye feines (Gebietes nach zwcisetlos; denn wenn wir bedenken, daß Palästina nahezu so groß iß wie Belgien und daß der benachbarte Libanon, der ungefähr unter gleichen klimatischen und schwere und harte Arbeit, btc nur von physisch und moralisch hochwertigen Arbeitern bewältigt werden kann. In Palästina würde ne seit dem letzten Jahrzehnt vor dein Kriege meist von besonderen Ausschließungs-Genosscnschaften besorgt. ES sind dies Arbeitergruppen, die gegen Lohn und gewöhnlich ^geologischen Bedingungen steht, dichter bei auch gegen einen Anteil am Landbesitz die Völker! ist als Belgien, scheint uns eine Bevölkerung von zwei oder drei Millionen kaum «nen Bruchteil der palästinensischen Möglichkeiten zu erschürften. Aber der größte Teil des anbaufähigen Boden? ist von arabischen Bauern, Fellachen, in extensiver Weife bewirtschaftet und wir wollctt ivcder die Fellachen verdrängen und enteignen noch sie zur Abgabe auch nur eine? Teiles ihres Bodens Urbarmachung des für eine jüdische Siedlung erioerbencn Bodens unternehmen. Je nach dem Charakter des Bodens brauchen sie dazu zwei bis fünf Jahre. Es ist klar, daß die Arbeit dieser Jahre im kaufmännischen Zinne unrentabel ist; ihr Erfolg besteht in der Ermöglichung von Erträgen für die Zeit nach der Aufschließung. Ein großer Teil der zu erwerbenden Bözwingen, bevor sic von uns intensivere Me- > den wird aber weit mehr Vorbereitung err ho den der Landwirtschaft erlernt haben. Gründe dafür darzulegcn erübrigt sich an dieser Stelle. Ein großer Teil des Landes aber ist, wie schon erwähnt, unbearbeitet, teils weil er — als Felsen oder Wüste — überhaupt nicht anbaufähig ist, keil? weil er — durch Entsumpfung oder Bewässerung — erst anbaufähig gemacht werden muß. Unsere Kolonisation muß also folgende Stadien durchlaufen: 1. Erwerbung von de« bisherigen Besitzern freiwillig angebotenen kultivierten sowie unkultivierten. jedoch anbaufähigen Bodens; zu letzerem gehört insbesondere auch die Ucbcrnahme von Regienmgsländcrcien, die uns in großem Maßstabe auf Grund des Mandats- Vertrages und von Verhandlungen mit der Landesregieruug'zur Verfügung gestellt werden. 2. Tie Ausschließung des bisher - unkulliveerten Bodens; Entsumpfung und Bewässerung, Entsteinung, erster Anbau. 3. Tie Anpassung jüdischer Einwaikderer an pie landwirtschaftliche, bew. Vorbereitung^ arbeit (diese Anpassung erfolgt zum Teil schon durch die Vorbereitung der Chaluzim). i. Tic Organisierung des Absatzes landwirtschaftlicher Produkte, bezw. Verwertung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse in eigenen Industrien und Schaffung der entsvrcebenden Märkte. Sind diese vier Vorbedingungen erfüllt und nichts hindert anzunehmen, daß sie fordern als die bloße Jnkulturnahme. Tie Sanddüncn entlang' der Meeresküste und Ne kahlen Berghänge etwa her Karmel und mancher jüdäischen Gegenden müssen mit Säumen bepflanzt werden, eine in Palästina sehr mühselige, aber dankbare Arbeit — Zeugen davon sind die an Stelle früherer Steinwüsteneien erstandenen Wälder in der Umgebung älterer jüdischer Kolonien. Versumpfte Strecken in der Jordansenke, in der Gegend von Beisau uud an den Seen im Oberlauf des Jordan müssen trockengelegt werden. Auf diese Weise sind gewaltige Flächen fruchtbarsten Bodens' zu gewinnen. Sehr bedeutende Gebiete sind lufturfähig zu machen, indem sie künstlich bewässert werden. Dies gilt sowohl für Flächen, die heute wegen Dürre überhaupt unbebaut sind als auch für solche, die zwar bebaut werden, bei künstlicher Bewässerung aber eine weit -intensivere Bearbeitung zulassen. Und es muß unser Ziel sein, das Land möglichst intensiv zu bearbeiten und möglichst hochwertige Produkte zu erzielen. Dazu nun, zur Aufforstung, Entsumpfung und zur Schaffung großzügiger Bewässerungsanlagen sind Bemühungen Einzelner oder kleiner Gruppen nicht ausreichend, muß die Nation eingreifen und nach umfassenden, sachgemäßen Plänen (solche sind zum Teil bereits fertig ausgearbeitet) ganze Regimenter vor Arbeitern in Bewegung setzen. Natürlich wird auch hier eine Einteilung in in einer Uebergangszcit von beispielsweise zehn s kooperative Gruppen platzgreifeu; aber alle Jahren in großem Maße erfüllt sein können' Gruppen müssen einheitlich geleitet sein-- Es - . dann ist damit zu rechnen, daß sich in ~<■— r.~.. nr„ Palästina eine starke jüdische Bevölkerung von 'TssrTO'Ägenen Arbeit, ohne andere Hilfe-von außen als etwa gesunden Kredit, selbst erhalten wird. Und alle Erfahrungen, insbesondere der jüdischen Wanderungsgeschichte haben gezeigt, daß ein solches Zentrum eine außerordentliche Anziehungskraft besitzt. Tie zweite Million Einwanderer wird viel rascher und leichter ins Land 'kommen und sich die Arbeitsmöglichkeiten schaffenals die erste, und die dritte rascher uiid leichter als die zweite. Die Schwierigkeit liegt einzig und allein in der kleb er Windung des U e b e r g a n g e s, in deni weder die Dröglichfett selbständiger Existenz und Arbeit noch eine Basis gesunden' Kredites gegeben ist. Wir wollen nun des näheren betrachten, was zur Turchmefsung der oben angeführten vier Stadien erforderlich ist. / 1. Erweichung von Boden. Wir müssen, wie schon angedeutet, unterscheiden -.wischen Newerb privat augebotenen Bodens und Uebernahme von Staatsländereien. In beiden Fällen ist darauf Wert zu legen, daß nicht Bauern, die den Boden feit Generationen bearbeiten, von ihrer Scholle verdrängt werden- Daher werden auch von den Regiernngsländereien in erster Linie solche Flächen in - Betracht kommen, die zurzeit nicht bebaut lind. Sehr gute Böden, die keiner weiteren Vorbereitung bedürfen, gibt es nur an wenigen Stellen in Palästina, vor allem. in der Saron- und in der Jesreel-Ebene. Diese Flächen gehören nahezu gänzlich arabischen Großgrundbesitzern (Esfendis) und werden von arabischen Kleinpächtern, die seit Generationen da siedeln, bewirtschaftet. Hier Land zu erwerben, ist nur selten Gelegenheit; wenn jie aber kommt, sollte sie unbedingt ausgenützt wird Sache der Organisation sein, die Arbeiter für diese großen Aktionen ins Land \ zu bringen und während der drei oder fttnf'f oder vielleicht sogar zehn Jahre, die diese Arbeiten in Anspruch nehmen, zu erhalten. Manwird damit anfangen müssen, Zelte und Baracken zu errichten; die dort wohnenden Arbeiter werden dann zunächst solidere Wohnhäuser für die nachtommenden Arbeitsbataillone und Werkstätten zur Erzeugung und Reparatur, von Werkzeugen errichten. Setzt dann die Arbeit selbst ein, so müssen nicht nur die Arbeiter entlohnt und ernährt und bekleidet werden, sondern es muß auch für ärztliche Aussicht, Spitalspflege, Unterricht für die Kinder gesorgt werden. So werden ganze Arbeiterstädte mit ihrem natürlichen Trum- und -Dran von Gasthäusern, Händlern und Professionisten entstehen — alles noch ehe die Arbeit, um deretwillen all das da ist, irgendeinen Ertrag bringt. Aber sie gibt Tausenden von Einwanderern Brot für einige Jahre, und sind diese Jahre um, ist die Arbeit durchgeführt, dann sind der Nation, die das alles aus ihren, nationalen Mitteln schuf, große Strecken fruchtbaren Landes ausgeschlossen, aus denen all die berbeigernfenen Arbeiter und noch weiter-; Tausende von Immigranten von ihrer eigenen Arbeit leben können. Allerdings bedürfen sie auch dann noch der Hilfe der Nation in der Form langfristiger Bau- und Agrarkredite, für deren Beist'ellung entsprechende Bankinstilnie geschaffen werden müssen. 3. A n p a s s u n g der Arbeite r. Tie erforderliche Anpassung ist eine doppelte: körperlich und seelisch. In körperlicher Beziehung ist der Unterschied zwischen der bisherigen Tätigkeit - der Einwanderer nnd der neuen in Palästina ein außerordentlich großer. Tie meisten von ihnen kommen aus Berufen, die eine anstrengende körperliche Tätigkeit nicht erfordern, und sollen nun nicht nur gewöhnliche landwirtschaftliche Arbeit verrichten, sondern gerade die anstrengendsten, schwerste!; mit» aufreibendsten Arbeiten, insbesondere Erdarbeiteu. Als erschwerend wirkt noch, daß diese migeivohnle Anstrengung unter einem »>tlima gefordert wird, das beit Ankömmlingen werden, und es ist daher nötig, daß hiefür entsprechende Geldmittel jederzeit verfügbar sind. Andererseits ist cs erforderlich, daß wir hei der Landesregierung ständig auf die Durchführung von Maßnahmen hinarbeiten, die die Landspekulatiou und die maßlose Teuerung des Bodens verhindern. Es ist in dieser Richtung schon einiges getan worden, das Ausmaß des von Private» zu erwerbenden Bodens ist begrenzt der häufige Befftzwechscl j neu ist und eilte besondere Anpa„nng erxictbotcu eine Moiniuiijiou $ui' ■ fjcifcfjt. ’&iiHo bei* ecftt.it «Ivbeitcn ittetalter Werrzmeach.-stener (Land inernnent tar)! den in Gegenden durchgeführc werden müssen, eingesestauf diesem Wege muß sustemamchbie malariaverjcucht sind mW eben durch fortaeschr'itien werden. die Arbeit saniert iverden sollen. All das 2 'Huf f cf) lief! min d e? Bodens.! führt uns daraus, daß die uvtigeu Eunuch- Manöe zurz-fft u'ibebanien Böden erfvr -! mngen getroffen iverden müssen . abgesehen hem’ -lichtivei.er aU Eni'uumng nnd erste; von der schon früher angedemeten Vorderen -vearebiuing Zweifellos ist das eine sehr i nmg der Chalnztm in den Auswanderungs/ ländern — und in Palästina selbst die Einwanderer und nach sorgfältigster Prüfung und Sichtung den einzelnen 'Arbeitsgebieten zuzuweisen, ihre Vorbereitung eventuell noch im Lande fortzusühren, sie stufenweise von leichteren zu schwereren Arbeiten fortschreiten zu lass«« und ihre Akklimatisierung und ihren Gesundheitsstand während langer Zeit noch nach der Einwanderung sorgfältig zu beobachten. In seelischer Beziehung muß eine Anpassung erfolgen an die Arbeitsgesinnung, von der die ganz» jüdische Siedlung getragen sein soll) an das Leben in genossenschaftlichen Gruppen nnd an die Tatsache, daß das Blut, das das ganze neue Gemeinwesen durchströmt uud ihm seinen einheitlichen, spezifischen Charakter gibt, das Medium alles Verkehrs und aller geistigen Betätigung, die hebräische Sprache ist. So müssen neben den für die körperliche Anpassung sorgenden Einrichtungen, Aröcitsnachweiistellen, Lehrgütern und Lehrwerkstätten, Kliniken, Ambulatorien und bakteriologischen Instituten, .auch Institutionen entstehen, die für die seelische Anpassung sorgen und sie erleichtern, Mustergenossenschaften, Lehrknrse, ein hebräisches Schulwerk vom Kindergarten bis zur Universität, Bibliotheken, Lese- und Erholungsräüme. All das ist nicht Luxus, sondern Vorbedingung dafür, daß aus der Siedlung von Juden eine jüdische Siedlung werde; mehr noch, daß überhaupt eine Siedlung von Judni in großem Maße zustandekommc. 4. Absatzorganisation. Wir haben schon angedeutet, daß wir bei intensivster Kultur höchstwertige Produkte der Landwirtschaft erzeugen wrl en Palästina wird vernünftigerweise niemals ein starkes Broterzcugungsland sein; sein Boden ist geeignet, weit wertvollere Früchte hervorzubringen, und nur der Pflanzungsbau ermöglicht intensioste Au? nützung des Bodens uud Ansiedlung lebensfähiger kleiner Landlvirte auf' Parzellen geringster Ausdehnung. Um das Brot haben wir keine Sorge; die Ebene des H mir an kann schon heute nicht nur die vorhandene, sondern eine sechs- oder siebenfache Bevölkerung von Palästina mit Brot versorgen und der Hckuran, der Palästina nitmittelbar benachbart ist, wird, da er in die britische Einflußzone fällt, in einer engen, zumindest wirtschaftlichen Verbindung mit Palästina stehen. Andererseits aber würde uns die Erzeugung der schönsten Pflanzungsprodukte, Wein, Orangen, Feigen, Oliven, und die gleichfalls aussichtsreiche' Seidenraupenzucht nicht helfen, ivenn wir nicht imstande wären, für diese Produkte entsprechende Absatzmärkte zu finden. Weder der lokale Markt noch der benachbarte Aegypten? — ba“ mit seinem großen Frenidenverkehr ein .Hauptkunde, besonders für hochivertige Gemüse feinster Art und frühester Reife sein wird — können genügen. Ter bestehende Wein- und Orangen- Export, der größtenteils, über Liverpool geht, wird bedeutend ausgebaut werden müssen. Von großer Bedeutung aber wird es sein, daß an Ort nnd Stelle Industrien entstehen, die ai; landui tsä aftli ‘eu Rvhpro u te rerar ei« teti, vor allem Cci-, Seifen- und Parfümfabriken, chemische Industrien, schließlich Seidenspinnereien — neben ihnen werden sonstige Industrien, ivic die ait die besondere Produkte des Toten Meer-Gebietes geknüpfte chemische und Hausindustrie wie Uhren- oder Zigarettenfabrikation nur eine geringere Rolle spielen. Für alle Industrie aber gibt es eine Vorbedingung, die erfüllt sein muß: dos Vorhandensein von Kraftquellen. Ta wir vor der Tatsache stehen, daß das Land selbst weder Kohle noch Holz noch Oel besitzt, so muß, um vom Import unabhängig zu sein, eine andere Kraftquelle ins Auge gefaßt werden: die „weiße Kohle", dnr« Wasserkraft erzeugter elektrischer Strom, fiei von großen Ueberlandzentralen aus nach allen Teilen des Landes geführt wird. Das ist der Grund, aus dein die zionistische Exekutive so hartnäckig auf der Einbeziehung der Wasserlaufe der Litani, des oberen Jordan und des Jarmuk in die palästinensischen Grenzen bestand. Die vor kurzem gefallene Entscheidung stellt ein Kompromiß dar: der Litani fällt dem — syrisch-französischen — Libanongebiet zu, der Oberlauf des Jordan und der Jarmuk .aber dem jüdischen Palästina. Damit ist uns die Möglichkeit gegeben. Staudämme und Kraftwerke anzulegen, die die Schaffung einer "Industrie ermöglichen. Die in diesen Ausführungen knapp an-» gedeuteten Aufgabeir sind es, die in der Ilebergangszeit von — annähernd — fünf bis zeh» Jahren zu lösen sind, um die Grundlagen des jüdischen Gemeinwesens zu schaffen und für weitere großzügige Arbeiten das Fundament zu legen, sowohl in kolonisatorischer als auch in finanzieller Beziehung (Kreditbasis). Um eine Vorstellung davon zu gebe.n, welche Mittel ' vergleichsweise für di' einzelnen Ausgaben- . ireise erforderlich fti: ■ kann man von der! Verwendung der ersten Oiis Millionen Pfund Sterling, die zur Vcr u! mg stehen werden, folgendes a n deut u n g m ei fe (nicht offizielle) Bild geben: Pfd. St. 550.000 Langfristige Pfd St. 350.000- ' 230 0^0 Pfd- St- , , . . „ , i 200X00 Langfristige Baukredite i landwirtsdi. Kredite Kr^it f. HaiÄel u. Industrie in der Form entsprechender Bankinstitute Wasser* u. Elektrizitätswerke 4 Millionen Pfund Sterling für grundlegende Arbeiten 1 Million Pfund Sterling für Bodenkauf und Aufschließung Pfd, 500.000 Arbeiterbäuser Pfd. St 200 000 j -Z S Ar! 8-3 Auf* | y’2 forstung -§•§!^h 1125.000,100.000 i üi 100.000 o Pfd. St. 300.000 Erziehung u. Unterricht Pfd. St. Pfd. St. 300.000 j 250.000 Pfd. St. Gesundhcits- 1 Soziale Für- 280.000 pflege sorge JÖff. Ordnung Emigration ■03 Pfd. St. 2'-O.COO Forschungsinstitute Pfd. St. 40U.UO0 Aufscbließung des Bodens Pfd. St. 600.000 Boden-Ankauf >,4 1.330,000 Pfund Sterling für rentable Unternehmungen >,4=1,340.000 Pfund Sterling für nationale Institutionen 1 , 1,350.000 Pfund Sterling für Uebergangs Maßnahmen Wir haben nunmehr eine Vorstellung von den bei der Errichtung des nationalen Heims in Palästina entsprechenden wirtschaftlichen Aufgaben; jedermann erkennt, daß diese Ausgaben lösbar sind, wenn es gelingt, die bedeutenden dazu erforderlichen Geldmittel — nach Aufstellungen von Sachverständigen handelt es sich für die erste Uebergangsperiod! uni etwa 25 Millionen Pfund Sterling — herbeizuschaffen. Wir wollen im nächsten Kapitel die Frage der Herbeischaffung dieser beträchtlichen Summe einer näheren Erörtern»« unterziehen. Tas jüdische Friedensgmcht in PMftiira im Fahre 5880. Von Daniel Au st er,,Jerusalem. 'Vor dein Kriege existierte bei dem Paläslinaamt in Jaffa eine kleine Institution, die sich mit dem Beilegen von verschiedenen .Konflikten,beschäftigte. Nur wenige Personen konnten sich dieser Sache widmen. Die Die meisten Konfliite waren öffentlichen Charakters. Diese Institution wollte dem jüdischen Publikum Palästinas die Notwendigkeit ersparen, sich der türkischen Gerichte zu bedienen, die ihnen vollständig fremd waren, deren bxstech--- liche Beamteu die Gerichtsangelegenheiten ja! relang verschleppten. Anderseits ist hierin eine autonome Gründung geschaffen morde aus demselben Gedanken, der zur Gründnn von jüdischen Stadtvierteln uud jüdischen Schi leu geführt hat. Nach dem Einzug der Enr länder in Palästina erweiterte das Palästine amh auch die Tätigkeit dieses Institutes un eröffnete Friedensgerichte in, ganzen Land Am Ende des Jahres 5679 waren bereit überall in sjudäa nnd Galiläa Friedensgericht vorhanden, im rerfloffeneu Jahre find solch Friedensgerichte . auch in Jerusalem und Hebron eröffnet worden, .vierinck schließt ba,