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Jüdisches Volksblatt · 1921-01-11 · 3 (11.1.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
3 (11.1.1921)
Date
1921-01-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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!■ j1-/ V; t. iimeiSBiBMet 70 h. 5 RedakUvn unf Administration: - Mävrisch-Ostrau, Lanfleaaffc S4. Mannikripie auch mit Rückportwerden nyr ohne Gewähr attftCt nommen und anfbewak.ri. Eine Vervilichlnno <nr Rücksendung wird nicht anerkannt. Sprechstunden der Redaktion tüalich von l> bis 13 Uhr r»rmittags. Etnentum des jüdischen «er. laaes^ re«. Gen m. b. H. in Mährisch-Qi,rau. HerauSaeber -nd verantwortlicher Redakteur Dr. Hugo Herrmann in Mähr.-Qftrau. Dienstag, 11. I. 1921. mm «metfoo* 3. Jahr. Mische *s'iE ■r-JPT3 t.«ünneme«t Weidmann in Amsterdam. (Xel. der „Wiener Morgenzeitung".» In Amsterdam fand ein Massenmeeting bps Keren Hajessod <PaIästina Ausoanfonds» in Gegenwart des englischen Gesandten Sir Graham statt, wo Weizmann und Jabotynsky Ansprachen hielten. Englische Blätter znm Manifeste. (I. E. B.) Die einflußreichen Prooinzblätter diskutieren lebhaft den Aufruf oes „Keren Hajesfod", zu dem sie eine äuß.rst günstige Stellung einnehmen. Sie betrachten den Keren Hajessod als den Ausdruck der großen Anstrengungen des jüdischen Volkes, um in von Besitz seiner alten He mal irirder zu gelangen. Die „Jca" nnd der Economic Council. Ter palästinensische Korrespondent oes „Raser Ha'ni" hatte kürsiih ein Gespräch mit dem Ehefadministtator der der „Jca" gelb -rrgen jüdischen Kolonien in Galiläa. Herrn Kalrcarpjsk'i, welcher soeben von seiner Eu.oxa re'fc znrückgrkekrt ist. Kalrramis i ein orga- . rasierter Zjonist, hat in den Kolonien wertvolle Arbe't geleistet. Bor allem ist seinem E'nfluß und dem Vertrauen, das er bei den Arabern genießt, zum grasten Teile die Besse rung öes Verhältnisses zwischen Juden, und Arabern in Galiläa zu verdanken. Katwaryhsi hat auch eine hebräisch-arabische Schule er- - richtet, in welcher di; FeUachenkindr unter- * r ittet werden Sn dem G.st räch ert.ür.e Kalwa.pjski, dag in der letzten Zeit die Beziehungen zwi-, scheu Baron Rothschild, d;sen KTsnirn die' „Jca" verwaltet, und der Zionistischen Orga-> nisation wie! engere geworden sind ais früher. Für die künftige Arbeit in Palästina lei dem Baron und der „Jca" eine Reihe von Piänen vorgckegt worden, welche die landwirtschaftliche Kolonisation. Industrie- und Fabrik? rojekte betreffen. Den, letztgenannten mißt der Baron große Bedeutung bei. Die landwirtschaftliche Kolonisat'on in Palästina bat ihm graste Kosten verursacht: gegenwärtig kosten die Kolonien angesichts des Standes der französischen Va uta den Daran Io Millionen Franken jährlich, Facrikbetciebe würden dagegen keine weiteren Nachschüsse von großen Summen fordern. Doch wi I der Baron die landwir'schaftli 1 e Kolonisationstätig---?eil nicht aufgeben, da er -sich dessen wohl bewußt ist, daß sie die Grundlage für die Festigung der jüdischen Position im Lande bilde und auch weiterhin die Siedlungsgrundlage lilden wird. Doch infolge der großen Smrmren, welche di; landwirtschaftliche Kolonisation erfordert, müsse jetzt die Industrie - die erste Stelle in der Palästina-Tätigkeit des Barons cinnehtnen. ' Usder die Finanzfrage äußerte sich Kaltsarnjfti dachin. daß di; por kurzem nicht lesonddrs günstigen finan istlen Aussich e-, de; , Palästina Aufbauwerkes sich jetzt stark gebe'- ( seit Habens Auch in den Kreisen, der frauv xösischen Assimilat onsjuden sei der Misst vor '' banden, viel für dir Palästina-Jntrresien zu , tun. Für die weiter; Besserung der finanziellen Lage sei viel dadurch zu erhossen. daß di: „Jca" sich bereit erklärt habe, am Oekononsischen Rat (Eronomic Council) bei der Zionistischen Organisation teilzunehmen. Ihr Vertreter, Herr Maftrschn, b.inge der Pa'ästina- Idoe großes Interesse entge-en und von s;'st:-er Mitwirkung sei viel zu erhoffen. Der Eintritt der bisher assimilatorischr hstanthropisch geleiteten „Jca". welche bekanntlich . das Erb; des Baron Hi.sch verwaltet. in den unter dem Vorsitz des engli. fchen Ministers Sir A.fred Mond stT>rnden' Economic. Ecuncil - der Zionistischen Org-misation. die finanzielle Kontroll-ehöre der S-y amten lünftigen Palästina-Aroeit. wäre jedenfalls ge. innen ein; wesentlich; Stärkung di-s Ausr.auwerle.'. h.rbrhuiüh-.eu. und ließe cu: eine ch/rrakter -r sch-e Sinresändc-ung der a Kultuswabl in Mühr.-Sstra«. Tie Kultuswahl in M.-Oftrau ist vorüber. Sie hat nicht viele Ueberraschungen gebracht. Von den Parteien, - die in den Wahlkampf eintraten, war eine kräftige Agitation eingesetzt worden, die eine ziemlich beträchtliche Wahlbeteiligung zur Folge hatte. Die Partei, die bisher in der Knltusgemeindevertrettmg die. ausschlaggebende Bedeutung hatte, die jüdisch-demokratische Partei, rechnete vielleicht mit einem besseren Erfolge, zumal ans ihrer Listeeine gewisse Anzahl von zionistischen Kandidaten, die für eine Opportunitätspolft tik eingetreten waren, figurierten. Sie konnte jedoch die Majorität der Mandate, nicht behaupten, wiewohl ihr neben dein vorzüglichen Agitationsapparat der Umstand, daß kein ^ausgesprochener Assimilator auf ihrer Liste zu finden war, dagegen viele opportunistisch denkende Zionisten mit der jüdisch-demokratischen Partei sympatisierten nnd daß auch der größere Tech der gewählten .Kandidaten ihrer Liste organisierte Zionisten sind, zweifellos zustatten kam. Tie offizielle zionistische Liste Erhielt nahezu 1000 Stimmen von etwa 3000 abgegebenen Stimmen und eroberte damit 10 von 00 Mandaten. Die zionistische Ortsgruppe Witkowitz erzielte mit etwa 300 Stimmen 6 Mandate (infolge Koppelung mit der offiziellen zionistischen Liste), sodaß den 21 Mandaten der '„jüdisch-demokratischen" Partei 25 ausdrücklich als zionistisch bezeichnete Mandate gegenübersteben. Die Wählergruppc der Arbeiter und Angestellten erzielte 7 Mandate. Wird erwogen, daß ein nicht unwesentlicher Teil der produktiven jüdischen Wählerschaft nicht für diese Liste des kla-ssenbeioußtcn jüdischen Proletariates, sondern zionistisch stimmte, so lmt dieses Resultat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, da hiedprch zum Ausdrucke gebracht wird, daß die Zahl der produktiven Arbeiter unter den Inden, welche eine sozialistische Wirtschaftsordnung wünschen, nicht unterschätzt werden darf. Die ceski zidc konnten, da sie nebst der einfachen Wahlzahl den größten Stimmenrest erzielten, zwei Mandate erringen. Die beiden Listen der Vororle Hruschan und Privoz erzielten nur je ein Mandat. Im Wesentlichen, fault die Wahl als ein uneingeschränkter Erfolg des zionistischen Gedankens in der Kultusgeineinde M.-Ostran gewürdigt werden. Tic zionistische Idee hat den Sieg über die Personensrageir davongetragen. Dies ist ein günstiges' Zeichen für die. künftige Arbeit in der Gemeinde. Das Wahkficber und seine Folgen, werden bald einer intensiven Arbeit weichen müssen und bei der gemeinsamen Arbeit für die Interessen des jüdischen Volkes werden sich hoffentlich die Besten aller Parteien finden. Wir versprechen uns viel von dieser Arbeit dieses Kultusrates, der nach dein moberufteu Wahlrecht gewählt wurde. Es dürfte übrigens die erste Kultusgemeindevertretung sein, die Frauen zu ihren Mitgliedern zählt. Die zionistische Partei entsendet Frau Mizzi Löivy, die Partei der Arbeiter nnd Angestellten Iran Ella Rosenberg in den Kultusrat.;uuna Bor der Srrichtuns des 3 Ais* Mater. Bon Tr. .Hugo Herrmann, M.-Lstrau. III. Die erste» Aufgaben. In den ersten beiden Kapiteln glaube ich gezeigt zu haben, daß das jüdische Gemeinwesen, die Heimstätte in Palästina, heute geschaffen werden Pann- und geschaffen werden muß. Ich will -jetzt versuchen zu prüfen, welche ersten Aufgaben gelöst werden müssen, um dieses 4iel zu erici l-en. Die Aufgabe ist eine doppelte und iß umschrieben in den Worten Emigration nnd Kolonisation. Es muß dafür gesorgt werden, daß die auswanderungsbcreitcn Inden in der richtigen Reihenfolge und mit möglichster Ausschaltung von Unzukömmlichkeiten nach Palästina gebracht iverde» und daß sie dort bei solchen Arbeiten .Beschäftigung finden, die für die Zukunft eine ständig wachsende und eine rasch wachsende Einwanderung ermöglichen. Ucbcr die'Regelung iker Emigration nur wenige Worte. Die jüdische Wanderung nach Palästina teilt sich -Und wird sich bei strengerer ^Absperrung der bisherigen Einwanderungsländer immer schärfer teilen in die „Zielwanderung" und in die „Notwanderung". Zielwanderung ist der Aufbruch von Menschen, die an dem Entstehen des jüdischen Gemeinwesens ein starkes nationales, sittliches Interesse haben, die an sich ebensogut oder nahezu ebensogut in den bisherigen Wohnländern verbleiben könnten, aber nicht bleiben wollen. Sie haben sich rnit dem Gedanken der Uebcrsiedlung nach Palästina längst vertraut gemacht, sich auch meist unter diesem Gesichtspunkt organisiert, haben sich zum großen Teil seit Jahren durch Berufswahl nnd Ausbildung für Palästina vorbereitet und sind sich der Schwierigkeiten des Aufbaus von Erez Israel völlig bewußt. Sie sind bereit, als Pioniere zu wirken (sic nennen sich „Chakuzim", das heißt Pioniere) und auch sehr große persönliche, Dpfer zu bringen. 1c o 1 w a n d e r u n g ist die Wanderung von Menschen, die aus sich heraus kein unmittelbares Bedürfnis fiihlen, ihre bisherigen Wohnstätten zu verlassen, aber ans verschiedenen, meist tvohl wirtschaftlichen Gründen nicht bleiben könne n. Sie treibt allein das Bedürfnis, ihre Existenz zu sichern, und sie haben keinen weicntlich dringendere:! Wunsch, gerade nach Palästina zu gelangen, als in ein anderes Land. Demgemäß ist ihnen der Pioniergedanke völlig fremd. Natürlich nberschneidcn einander die Dreise der Ztelivmlderung nnd der Notwanderung. Biele der Chaluzim nrüßten auch aus wirtschaftlichen Gründen^ zunr Wanderstäbe greifen; für den größten Teil der -Notivanderer bedeutet Palästina seelisch viel mehr als Kanada oder Brasilien. Im allgemeinen wird die Notwanderung ausschließlich aus dem europäischen Osten kommen; Zielwanderer kommen auch aus den Ländern Mittel- und Westeuropas, aus Nordamerika, ja aus den jüdischen landwirtschaftlichen Kolonien in Argentinien und Brasilien. Es ist >vohl klar, daß für den Ausbau Palästinas in der ersten Periode die Zielwandernng von unvergleichlich höherem Werte' ist als die Notwanderung. Daruin ist es die erste Aufgabe der Enngrationsregelung, dafür zu sorgen, daß unter den Einwanderern der ersten Jahre möglichst viele „Z i cl- -w an derer", Chaluzim, sind. Es müssen daher in allen Ländern Beratungsstellen für Chaluzim eingerichtet werden (meist bestehen sie schon bei den „Palästinaämtern" der Zionistischen Organisationen); ferner muß den Chaluzim Gelegenheit geboten werden, sich berufsmäßig für. Palästina auszuUldm (au-irj in dieser Beziehung bestehen erfreuliche Anfänge; die polnischen^ Chaluz-Organisn'ionen! haben eine Anzahl von Lehrgntern geschaffen,! außerdem ist^die landwirtschaftlich-' Saison-! arbeit der Chaluzim in weitem .gße in! Aufnahme gekommen). Allerdings i-t darauf i hinzuweisen, daß nicht die Landwirtschaft allciil das Betätigungsfeld der Pioniere? lein wird; jede Art gewerblicher Betätigung^ dann die Ausübung technischer Fächer und des ärztlichen Berufs ist von größter Bc-i oentnng, um'^ur einiges zu nennen. Die ausschließliche Hinwendung zur Laudwirlßbaft, die bei vielen Chaluzim, besonders in Miiteleurvpa zu beobachten ist, schädigt den Aufbau, weit sie wertvolle Fähigkeiten unterdrückt. Nächlt der Vorbereitung der Chaluzim ist eine Auswahl von entscheidender Wichligkeit. ^Schon bei der Aufnabme in die hhälnz-Organisationen nnd in dir Ausbil i dungAastsiuii men (Lchrsamen, Handwerker- \ schulen mm.) muß eine strenge Auslese in moralischer nnd in physischer Beziehung -ärztlrche Untersuchung) getroffen werden. Ein iveiteres sehr wichtiges Mittel der Ausivabl ist die Erteilung des Reisevisnms. Nach der Cinwanderungsverordnung, die Sir Herbert Samuel, High, Commissioner in Palästina, erlas,en hat, bedürfen mittellose Cunmnderer einer „Ernpfeblling" der zionistischen moiwrft. K 5-55 -'ljährl. 815f Das ^Iüüiiche Bolksblatt" tü kei« » Lokalblatt, sondern al» Versand ' zeituna dazu berusen. den nationalen. kulturellen und wirticbast- Uchen Interellen bei bemühte« Iudcnlchas« im lian,en tschechoslcwakischen Staate und tu Galicien cu dienen. — Inserate koste« t'O h für die «fach gespaltene Millimeter,eile. AntrKae kür Iniei-te tzbernehmen autzer der Administration alle qröheren Anaoncenerp-editlonen. Erschein» ieden DienStaa und Ireitag. 2. Schebet 5681. Organisation, um das Einreisevisum zu erlangen. Die Zahl der mittellosen Einwanderer ist durch ein Nebereinkommen zwischen dem High Commissioner als Chef der Regierung vsn Palästina nnd dem „Waad hazirim", der Vertretung der zioni1>,' :-n Organisation im Lande, festgesetzt und zwar für das erste Jahr 1920/21 mit 16.500. Die zionistische Organisation verteilt diese Zahl auf die einzellrerr Länder, wo die Vertrauensmänner die Auswahl unter den mittellosen dluswanderungslverbern' zu treffen haben. Natürlich werden bei, der im ersten Jahr so geringen Zahl dm- Auswanderer die „erwünschten" Elemente, physisch und moralisch aller» Anforderungen des Pioniertums entsprechende Zielwand'erer, zunächst berücksichtigt werden müssen. Bei steigender Zahl der Einwanderer wird es immer noch wichtig sein, für angemessene Verteilung der „Empfehlungen" So.rge #u tragen. Damit aber ist die Aufgabe der Emigrationsregelnng nicht erschöpft.^ Vielmehr wird es d»n hiefür eingerichteten Stellen obliegen, die Auswanderer auf ihrem ganzen Wege zn betreuen. Sie müssen bei der Beschaffung der Paßvisen unterstützt werben, unnötige Aufenthalte sind anszuschal-en, oie doch nötigen durch Schaffung von Heinten erttäglich zu lnachen; in vielen Fällen wird es wünschenswert sein, wertvollen Elementen die Kosten der Reise beizustellcn; in allen Fällen aber ist es erforderlich, die Wanderer ärztlich zu beaufsichtigen. Auch nach der Ankunft im' Lande ist der Chalnz nicht sogleich sich selbst zu überlassen; er ist für die ersten Tage unterzubringen —- dazu gehört die Errichtung von Baracken, Einwandeerhallen. Speisehäusern in den Einwandernngshäjeu Jaffa und -HaiP, sowie in den ägyptischen/Hafenstädten Aleandrien und Port Said; ein wohlorganisiö'te; Systeni des Arbeitsnachweises und der Stellenvermittlung wird dafür sorgen, die Einwanderer nlöglichst reibungslos an ihre ersten Arbeitsplätze gelangen. Alles das ist dringend notwendig, damit der Ankömmling seine Arbeit in physisch und psychisch gesundem, widerstairdsfähig^m Zustand antr^-- tcn kann. Und auch weiterhin sollen alle Jmnrigranten wenigstens durch ein Jahr linker ärztlicher Aufsicht der jüdischen Einwanderungsbehördc stehen, die ihre Anpassung an das Klima und die Arbeit erleichtern wird. Damit sind tvir zu den Fragen der Arbeit im Lande, der K o l o n i s a t i o n, ge - langt. Wir wissen, daß Palästina zirm größten Teile von arabischen Bauern bewobnt ist,- die das Land in sehr extensiver Weise de arbeiten. Weitere berrächtliche Teile des La">- des sind unbebaut. Eine Industrie in neulnntswertem Umfange gibt es nicht, schon weil Brennmaterial fehlt; Holz, K'ohle, Oel nxlß eingesiihrt iverden. Trotzdem hat das Land in den letzten vierzig Jahren eine ständig ,vachsende jüdische Einwanderung ansgenommen, die zwischen 50 nnd 10Ö.000 Seelen' beträgt. Diese Einwanderung berußte znin Teil auf privater Initiative und eigenen Anstrengungen der Einwanderer, znm Teil ain deri waierieUen Hilfe von Seiten des Baron Edm. - Roth,ck)ild und der Jca. Allerdings ist nur ein geringer Teil der Einw-andercr i>en landwirischaftiichen Berufen zugeströml, etwa 10 bis 15.000 Seelen. Würden wir die Einwanderung ivc-iler sich selbst überlassen, so könnte das Land in einer weiteren Generanvn vielleicht weitere 100 oder 200.000 Immigranten anfnehmen, von denen vielleicht wieder 29.000 vdmsogar 40.009 landwirtschaftliche Siedler icärcit. So ivürde eine jüdische Heimstätte in Palästina nicht entstehen, da die Einwanderung kaum den natürlichen Zuwachs der arabischen Bevölkerung von 5 bis 600.000 Seelen aus>viegen würde. Das anznstrebende Ziel ist offenbar, in turzcr Zeit, das heißt in zehn ober zwanzig Fahren, so v:! Faden in Palästina anzn- Nedcln, daß sie di Mehrheit im Lande bilden, also mindesten-? 50.000 im Jahresdurchschnitt: und weiter-.-, diese Ansiedler znm überwiegenden Teil als seU,jtarbeitende Land reute airzusetzen, als Kleinbauern und Genosscn landlvinschaftiicher Kooperativen, denn ra-,- '.and gehört dem, der es bebaut; nur 0: IN imstande, rhiil seinen Sleittpel auf-rnvräctz-n. ■i'i II <1

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