Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 2 (7.1.1921)
- Date
- 1921-01-07
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Sft. L Fkskkcks „NkdFHeS VüIkSMM- 7. Jänirek . Luden hauptsächlich nach Deutschland uno Oesterreich geströmt. Die anderen Länder Mir- I teleuropas schließen sich gegen die Juden mit Tot brutaler Gewalt ab. Aber auch die beiden genannten Länder vermögen eine nennenswerte füdrsche' Einwanderung nicht mehr aufzuneh- .men. Schon heute gewinnen die Parteien in i ^Deutschland und Oesterreich, die die völlige 1 Absperrung gegen jüdischen Zuzug in ihr Proli Stamm ausgenommen haben, rapid an Boden t! in der Bevölkerung, die unter den Folgen des d Krieges und des Friedens schwer zu leiden . <! hat und von ihren kärglich bemessenen Na'ionen t nichtan Fremde abgxbcn wist und wohl auch |'f nicht kann. Nicht viel anders liegen die P«r- ' i hältnisse in jenen westeuropäischen Ländern, die t «n Kr'ege gewesen stnd, wovon wohl nur I ( Frankreich und Italien m Bötracht kommen. I|{ (Belgien ist wie Holland zu klein, um eine ne»- I-s nenswerte Einwanderung aufzunehmen.) Die Kr französische Volkswirls.la't ist außerordentlich m gefährdet und duldet keine Experimente, uno i aus Italien, das ja vor dem Kriege zu den I stärksten Auswandcrungsländern gehört hat. i hat sich von neuen ein. großer Emigrantenstrom ' in Bewegung gesetzt, so bleibt eigentlich nur Ikebersee. vor allem die Vereinigten Staaten von Nordamerika, Kanada und die großen Re- ■ publiken der Ostküste Südamerikas. Nordame- Nr. 2 also klar, daß bei richtiger Erschließung des Landes und bei systematischem Vorgehen Palästina den größten, mindestens einen sehr großen Teil der jüdischen Wanderung aus dem Osten ausnehmen kann. Und ohne die Ausschließung des Landes abzuwarten und noch vor dem Einsetzen systematischer organisierter Arbeit hat der Wanderstrom begonnen sich nach Palästina zu richten. Als rm letzten Sommer der Krieg zwischen Polen und der Sowjetrepublik tobte, ergoß sM ein nach Tausenden zählender Strom jüdischer Emigranten nach dem Westen. E'n großer Teil dieser Auswanderer, meist junge Männer im militärpflichtigen Alter, die in den Nationalstaaten Mitteleuropas nicht geduldet wurden und kerne Möglichkeit hatten, nach Amerika zu gelangen, wandte sich nach Palästina Dadurch wurde di: Einwanderung, dre bis dahin sich auf hundert oder zweihundert Köpfe monatlich belaufen hatte, auf mehrere tausende im Monat gebracht und de organisierten Kräfte im Lande wurden vor eine völlig neue und unerwartete Aufgabe gestellt. Da die Ausschließung des Landes aus dem Stadium vorläufiger Beratungen noch nicht herausgekommen war, da di: Kräfte der zionistischen Organisation fast bis zu diesem Zeitpunkt durch politische Verhandlungen n!a, das durch den Krieg nicht nennenswertnahezu völlig absorbiert waren, da über die gelitten hat, ist gleichwohl in einem Zustand Aufnahme großzügiger Arbeiten und über die Beschaffung der dazu nötigen Geldmittel kaum einige vorläufige und unverbindliche Beratungen stattgefunden hatten, war das Land nicht imstande, diesen Eimvandererstrom auszunehmen. Der arabische Bauer bedarf keiner Lohnarbeiter, auch wäre er nicht in der Lage, einen Lohn zu bezahlen, von dem ein jüdischer Arbeiter leben kann: die jüdischen Kolonien nahmen Arbeiter bis zur äußersten Grenze der Aufnahmsfähigkeit auf, mußten sie aber nach Beendigung der Erntearbetten zum großen Teil wieder entlassen: die jüdischen Arbeitergenossenschaften, die da und dort auf, soweft dies irgend möglich war; große öffentliche Arbeiten waren nicht im Gange: eine Industrie in nennenswertem Umfange gibt es in Palästina heute nicht. Und so kam es. daß die Einwanderung, kaum begonnen, hochgradiger wirtschaftlicher und sozialer Gereiztheit geraten, so daß die Bestrebungen auf Drosselung der Eirrwanderung, dir schon vor dem Kriege bestanden haben, nicht nur in alter Weise wieder einsetzten, sondern sich rasch vervielfacht haben. Seit der Präsidentenwahl hört man immer wieder von Versuchen, die Einwanderung gänzlich zu sperren, und es ist zu erwarten, daß d'est Versuche wenigstens in einem gewissen Ausmasse Erfolg haben werde». Wir dürfen da nicht außer Acht lassen, daß ja schon heute die Einwanderung nach Amerika nur in sehr beschränktem Maße gestattet ist. Leute, die schon in Amerika wohnen, können rhre Verwandten nach Beachtung eines sehr umständlichen Zeremonials aus Europa Nachkommen lassen. Nur so war es möglich, daß eine größere Anzahl von Juden aus dem Osten nach Amerika kommen konnte und nur so war es auch möglich, für diese Auswanderer die Mittel zur Reise zu verschaffen. Ohne Hilfe der apierikau'schden Verwandten wäre es den Auswanderern selbst -unmöglich gewesen und keine jüdische Organisation vermöchte die Beträge aufzubringen, die zur llebrrfcchrl von Hunderttausenden mittelloser Juden nöstg wären. Ihre Uekerfiihrung »all Südamerika zum Beispiel wenn eine Ans'icht bestünde, sie dort anzusiedeln, würde G viel Geld kosten wie ihre kleb erfuhr un g nach Palästina samt der' (ikschließuns des Landes und der Anlledlung der Emigranten. Diese kurze Ueoersicht zeigt, baßenur! Ztt „KtteN HÄkM" Uvd die eine Möglichkett gibt, oes zu erwartenden^ LlM. Maudetnm'mce-Herr zuwcren.d:^ interview mit Wladimir Zaeotrnsky.) Schaffung emes eigene» AiylS, wo d e,e^uden, „ Aufnahme finden können, und zwar in mög-s Ein Vertteter des London Jewrsh >ro.reichster Nähe des osteuropäischen Judenzenspondence Bureau wandte sich, an den Xirdiot eine Anstrengung aus, die ihresgleichen nicht hat, welche von dem Moment der Verantwortung die ebenfalls ihresgleichen nicht hat, gefordert wird. Das zweite Prinzip ist, daß jeder Mann, Frau oder Kind, der für den „Keren Hajeflod" ein Pfund, oder einen Pfennig gibt, wissen muß, daß er nicht nur ein Spender, sondern auch ein Investierender ist, der sein Geld mit Profit anlegt. Ein Teil seiner Besteuerung, ie klein sie auch sein mag. wird in den großen prozentbringenden Unter nehmungen angelegt, an deren Entstehen wir. jetzt arbeiten und ein Teil der Devidende wird in geeigneter Zeit zu ihm zurückkommen. Wenn der Einzelne setzt Geld nur in ganz bestimmte Unternehmungen anlegen wil ist ihr erwünscht, aber die organisierten Anstrengungen der Nation können sich, an einen Volksteil nicht wenden, daß er seine Pfunde in profitbringende Pläne anlege und an dem anderen Teil, daß er seine Pfennige für den Bau von Schulen und Unterstützung der Ehaluzim hrrgeben soll Die Nation als Ganzes muß beide Teile des Aufbau-Budgets tragen, sowohl den profitbrmgenden als auch den pasfioen. Der ärmste der Armen soll — wenn er nur seinen „Maasser" eingezahlt hat, semen Anteil am Einkommen der Nation haben. In welchem Verhältnis werden die „Keren Hajefsod"-Eelder unter die verschiedenen Arbettszweigen . in Palästina verteilt? Es wird in kurzem ein Keren Hajesfod — Buch erscheinen, in dem sich alle genauen Daten und Ziffern finden werden. 2m Allgemeinen aber wird das Verhältnis folgendes sein: „Von jedem für den „Keren Hajessod" eingezahlten Pfund wird 20 Prozent der Nationalfonds für den Bodeneinkauf und dessen Urbarmachung erhalten. Die Emwanderer die Arbeitshäuser, die öffentliche Gesundheit, die Bildung werden je zirka 5 Prozent erfordern usw. Das Erwähnte enthältin sich sowohl die Konstruktionen als auch die laufenden Ausgaben. Das übrige wird in gewinnbringende llnterrm Lande schaffen, nahmen neue Genossen nehmungen angelegt werden. Etwa 10 Pro zent werden in Anleihen für agrikultureile Kolonisation — sowohl individuelle als auch kooperative und 10 Prozent in Kredite investiert werden. Dies alles ist natürlich nur ungefähr. Die Haupt'ache ist daß der „Keren Hajessod der mit allen Mitteln gedrosselt werden mußte, „Maasser-Fonds" des Volkes beabsichtigt, sich daß die für d.e jüdische Arbeit m Palch.iua ver-! an jedem Erdstich der Schaufel, an jedem antwortlichen Stellen einen A.armruf nach! Nicderfall des Hammers in Palästina zu bedem andern ergehen ließen, daß die Vertreter ^eiligen. Deshalb ruft er zu der großen Ander jüdischen Arbeiterpatteien zwar die zw nistische Organisation der llnfäh'gkett anklag ftrengung für den „Maasser" an. Halten sie die jetzigen Bedingungen in ten. weil sie den Befehl „stop immigration" Palästina als günstig für solche Arbeiten? gaben, auch feierlich erklärten, sie würden sich! Wenn sie damit dir britische Verwaltung an diesen Befehl nicht halten, ihrersei-' nicht imstande waren, für die Einwach _ .. ..( Obdach und Nahrung, geschweige denn Ach. eit; senken sie dabei, daß ich nicht zu den Leichtaufs neue von Kopf bis zu den Füßen mnge-« baut werden. Die jetzige Exekutive reicht für die Aufgabe nicht aus. Was die Anordnungen in Palästina betrifft, jo sind sie einfach unter jeder Kritik. Dcw a nze System muß und wird geändert werdcn; zwei Sachen muß man aber denken: er„c,, ist dir zionistische Organisation, mit allen .oren Gebrechen, doch die angesehenste und wichtigste Organisation in der Welt und wir werden nie auf ihre Hegemonie in der Führung sämtlicher Zweige der jüdischen-nationalen Tätigkeit sowohl in Palästina als auch im Galuth v-rzichten. Zweitens hat jeder Zionist das Reh! auf Kritil. Opposition und unter gewissen Umständen auch auf Resolution. Kein Zionist hat aber das Recht unter irgendwelchen Umständen und Ausreden sich von der zionistischen Steuer zu entziehen. Veoor ich die jüdische Legionbewegung trotz der Ergncrschaft der Exekutive inisterte. habe ich meinen Schekel eingezahlt und meine Jahressteuer für den Nationalfonds entrichtet. Die Organisation muß und wird umgebaut werden selbst wenn es uns eine Revolution kosten soll. Zuerst nfier zahlet den .Maasser". '' " i t-' -; ■ Mittel, mit denen Ihr die llu.i .;u oeii „Maasser" beginnen wollet? Ich :ann nur im Ramm des Propaganda- Departements sprechen - a . mit übertragen worden ist. Es werden säumige Methoden moderner Propaganda angewendet werden, Bücher, Broschüren, Flugblätter, Presseartikel, Plakate und Filme, persönliche Briefe und persönliche Besuche zu Hause. Es wird eine -Mobilisierung unserer ganzen Jugend zu diesem Zwecke angeordnet werden. Besteuerungs'.ommkssionen werden in jedem l>.nde, in jeder Stadt gegründet werden. Ten Ländern mit niedriger Valuta wird geraten werden, soviel als möglich mit Produkten und Rohmaterialien. dis für unsere palästinensische Unternehmungen notwendig sind, beizusteuern. Es werden überall öffentliche Versammlungen und Konferenzen organisiert werden. Bloß im Dezember werden zirka 25 Redner sich nach den verschiedenen Ländern einschließlich Süd- und Nordamerika. Skandinavien und Ind en begeben. Unter diesen kann ich Namen erwähnen wie Sokolow, Lewin, Rotenberg, - olonel Patterson, Tr. Ehajes, (Oberrabbincr von Wien) Erünbaum (der mutige Deputierte des polnischen Landtages) Viktor Jacobson, Alt, Goldstein ^Präsident des jüdischen Nationalrates für die Ukraine) ich selbst u. a. Im Laufe der nächsten Monate hoffe ich die Liste bis zirka 100 Namen zu vergrößern. Allerdings kann die ganze Maschinerie nicht auf einmal in Bewegung gesetzt werden. ten, ihrerseits aber! meinen, so sind die Bedingungen in Palä, i:a Ties wird aber allmählich geschehen und sie die Etnwandernden s solche, wie wir sie nur wünschen konnten. Bexstrd ihren Zweck erreichen. Ich weiß nicht zu schaffen. wie groß das Nationalvermögen des jüdischen Volkes ist. Wie g>mß es aber auch sein mag, ein Zehntel davon rst für Palästina bestimmt —■ und u ii werden es bekommen. rrüms. Als solches Asyl bietet sich Valä stina von selbst dar. Es ist ein kleines Land, rtwa in der Grüne von Belgien, hat aber nur ungefähr den zehnten Teil von dessen §inwohn?c. Ilntw gleichen Verhältnissen wie . Belgien könnte es eine gann«' Anzahl von Millionen neuer Einwohner aufnehmen, Belgien ist zry-ar' das dichtest bevölkerte Land Europas, das die höchst entwickelte Industrie besitzt, doch ist das Libanongebiet in unmittelbarer Nachbarschaft Palästinas noch dichter bevölkert als Belgien. Diese Bevölkerung beruht auf einer hochentwickelten, äußerst intensiven Landwittschast und lebt unter nahezu gleichen klimatischen und geographischen Verhältnissen wie die in Palästtna sind. Es ist des Keren Hajesjod W. Jabotinsky um sich über diesen Fonds zu informieren. „Was verstehen Eie -unter Prinzipien des „Keren Hajessod"? „Das erste Prinzip ist der „Maasser" ( (Zehntel-Steuer). Mindestens ein Zehntel dessen, was Ihr besitzt, soll für den Wiederaufbau der jüdischen Staatlichkett verwendet werden. Ties wird von jeden Juden, Zionisten oder Nichtzionisten gefordert, ohne Rücksicht auf die finanziellen Krisen, auf die schlechten Wechselkurse, aus die schweren Steuern und die schrecklichen Verwüstungen in der Ukraina. Trotz all dem gebet der Station wenigstens ein Zehntel dessen, was ihr besitzt oder verdient — das ist alles. Das „Maasser" — Prinzip drückt aagwaemiiui i— zufriedenen gehöre und daß ich unter den schärfsten Kritikern der alten Administration war. Sir Herbert Samuel und sein Zivilsekretär. Kolonel Deeds. sind ausgezeichnete und starke Männer, taktische Staatsmänner, gute . Organisatoren und haben großes Vertrauen zu fl- ScISglStlCnlßS ÖCS fSolfSÜBtMlV '50 uns. Tie arabische Obstruktion, eine künstliche tzxr FntzeN M de? 0IäJKJß!ßi KM ■' Schöpfung eines HäuslÄns von Intriganten,! ZetikMker 1826. ' ' ist gleich nach ihrem Beginn spurlos verschwur,-! ' 3 ... ,, _ den. Freilich verlangen wir Garantien, daß die-! VktzttNgZoSNcht ». , 2g. ser Zustand in der Zukunft nicht zu unserem Ter Vorsitzende Dr. '->car Jelline! Nachteil geändert werden wird. Was aber die Gegenwart betrifft, so stehen Tür und Tor offen: die Ehaluzim warten: gebet uns die Mittel die Arbeit zu organisieren und Palästina, von Tan bis Ber Seba, wird von etwas besserem als Milch und Honig ftießen ,—■ von dem Schweiße jüdischer Antlitze. Das betrifft die britische Administration. Was sagen Sie bezüglich der zionistischen Organisalion in Palästina und der ganzen Welt. Dies ist eine ganz andere Angelegenheit. Ich werde meinen Standpunkt in k.a.en Worten darlegen: Die zionistische Organisation muß öffnet die Tagung und lässt die Generatdcbarw, über die ioir ün allgemeinen berichtet haben, fortsetzcn. Die einzeln,' Redner, unter denen sich namentlich die erren Rabbiner Tr. Fischer (Trencin), Dr. Schönfeld (Danska Bystrica), Li ober mann fLevica), Eckstein (Kosice), L ö w y (Skalica), Dr. Klein (Nove Zamky), hervortaten, sprachen zu der bevorstehenden Einigung mit der Orthodoxie. Es ivurden folgende. Resolutionen für Erreichung dieses Zweck-'-.- , e aßt: „Ter-Delegiettentag, beseelt von de - -Mansche, sämtliche Juden der Slowakei zu - - - einigen, entsendet eine Umzüge, BegeisterungsauÄbriiche des Volke? fordern die Zurücknahme der D.m sion. Aoer die über die Verderbnis der Sck-ieber und Danknotenfälscher in der Bankok-Bar nach außcnhin so erhaben scheinende Tugend des Präsidenten ist innerlich hohl und verlogen, mn dem Augenblick, da Worms, ein uneigennütziger reicher Freund des Präsidenten, ihn vor ■ der enthusiasmierten Volksmenge rell.errl cht. betrügt ihn dicier mit seiner Frau Olivia. 'Die Liebe zu ihr, nicht ethische Seelengröße. ist die K: asigullle. aus der Darkas Antr'eoe zu Mn-r in: G.unde »awahren und nur gc>p eiten stttkrUebcllegenhe't stammen. Olw a. die das Lügenhafte dieser Bez'-ehungen ernennt, verläßt ihn, und nur das Er'narcsteu , ffldytt;-, der ihn längst durchschaute, rettet Arcrsta o--r Um im DerrMeiu seines vo l gen I- Kniamn: ll ■ versuchten 2e bstmrr - ' «fegt ist wo stritte interessanteste Fign" des 'Schmlspi-ll, rra-.ka antwortet rhw..am e-nen 'iffiätM . D T£l4 ttch jomua.ichsw ak.»? doch vor Nutzlysigkeit des Ganzen Schaum am Munde steht! Ist es wirklich nur die Freude am Trick? Alles verspottest du. Mer wo es Intrigen und undeutliche Wege gibt, tust du dich mit Wonne um. Wußte man nicht, daß du all das doch nur auf dich nimmst um der Befreiung willen, für deine große Idee . . Achat: „Ja, ich verschandle eine große Idee, wie jeder, der ihr nahe koinntt. Nur weiß ich. wie gemein ich bin. Du weißt noch nichts von dir." Achat bringt Barka in die Bankok- Bar. Da es mit der Tugend nichts l’ct, solle er es einmal mit dem „ehrlichen Laster" versuchen. Die folgenden beiden A.te zeigen Barka nun bei den Danknotenfälschern und Dirnen, und hier erlebt er seine seelische Verwandlung. In die tiefste menschliche Verworfcnbei! hineingestellt, entschließt sich Aarka, al' da? prun vllie und gemeine E.end oudj auf sich zu nehmen, seine Existenz als Träger eines wettbekannten Namens völlig auszulöfSen und seinen Passionrveg durch alle -'s d^'- r»*' är i M-rderbittsse und Verkommenheiten hindurchijCewStai der Kavmt? di« Arbeit n» dir j runchmn. ßt tolgt nicht LWa». mt, % spukhaft-mystischen Szene heiratet er b!c Dirne Marissa, wird dann von deren angeblichem Bruder, in WirNichkeit ihrem Geliebten und Zuhälter, dem Banknotenfälscher Albert Sck?ar- :iagl, nach dessen Rückkehr aus dem Gefängnis aus dem Hause gejagt und lebt mit den Armen und Bedrängten ihr mühseliges und notvolles Leben, verklärt und verklärend, beseelt und beseligeird durch die erhabene Güte und milde Größe seines erneuerten Herzens. Jetzt beugt sich Achat, der aus hoffnungsloser Sehnsucht Skeptische und Verzweifelnde, vor ihm. Jetzt ist wahr geworden, woran er nicht glauben wollte: „Rur ein eiirziges Mal Güte ohne Bedacht, maßlose Liebe!" Im vierten Akt erfolgt dann bei Gelegenheit der Versteigerung von Barkas Nachlaß — Achat hat Olroias sich und di: W:lt zu einem neue» Leben wieder. „Es wer ein Nichts", sagt Achat, „das er unterna.". einem cinzelnen Mensch«« helfen, abseits, ft in — aber Hilfe bis zum äußersten — r i: sprang er wie ein Schwimmer ins bitte:? iiceer, nichts von sich behielt er zurück in der Hand — Wir staunt da die alte Fälscherbande „Mensch", daß einmal etwas anderes, etwas ganz und gar anderes geschah," In emer Sekbstbiegraphie hat Brod einmal als das ihn am tiefsten bewegende Problem die Frage erwähnt, warum das Gute in der Welt nicht verwirllkcht wird. Don einem äußersten Jnd't,. - nt-sums kommend, hat Brod im - dln: jenen unabläss gen ethischen Oxtimi : - n '-den, der im uners Mütterlichen Glau:!?: ü . dns Gute es immer w:eerplosion verbreiten lassen der Revolution „die große ohne Gewalt tritt ein Barka. der^ als Dlenstmann unerkanitt beim Verkauf sein:s e'geu?n jgjiteft Mtgewjttt hat, ptfcet in den Armen tück realisieren Veränderung" bischen Glaubens muß ailib D sd'-?’stu£? Letryckittt und gewer! e i -nerde?!. Kzn. in deren Ziunds^-au.«