Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 1 (4.1.1921)
- Date
- 1921-01-04
- Page
- Seite 2 (sequence 7)
- Language
- German
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<=cTTc 3 ,? ^PKStOj! tSelbstverchänblich iivir mich bie lenk.?Eik ber mjhiAen Stmrnmmjten im nz^ r>^ve Anstich <ruf äjrc HalNmg jini jAMschLs VolkEf Z ILE mx. t t ift arfo fl er, 'daß >bic Stfiüffunq eirxä gepwc*» autonomen jüidischsozialon Organismus «ich Kr die großen jüdischen Massen Rußlands Äne wirtschaftlich- Noiwendigkcu ist. Dies b«- ftÄrseir die zchircichen Gruppen, die sich trotz der fort unüberbrückbaren Schwierigkeiten doch einen durch Kriegs fronten uni» Progrombanden Palästina zu bahnen verstehen. Dies ben»eisen in noch höheren! Maße die hundevttanscndee jüdischer Arbeiter und Hänsle Rußlands, die aus die erste Möglichkeit warten, :nn nach Palästina Werstedel». Auch der Führer der russischen kommunistischen Poalc Zion, Ehasin, mußte, trotzdem er, um mit der Oriontpolitik Sowsetrußlands »icht m Konflikt zu geraten, gegen einen aktiven PÄästmisnrus im gegenwärtigen Augenblick anstatt, einen starken Drang nach Palästina anerken- *«», der gerade jetzt 'das russische Judentum beherrscht. Auf -der letzten Poalczionistischen Konferenz in Wien sagte er: Oeffnet nur für viervmldgwanzig Stunden die Tore Rußlands und chu« halbe Million Juden wind das Land verkästen, um nach Palästina zu übersiedeln. Di« Zustände rmter den neuen Jnimigranten wuchsen sich zu einer veritablen Krise aus, die nur dadurch gemildert wurde, daß einerseits die palästinensisch« Regierung eine Reihe von Stnchenbmrten in Angriff nahm, wobei sie Hunderte jüdischer Arbeiter beschäftigte, daß andererseits infolge der ruhigeren Entwicklung ’fr't poln'sch-rufsischen Beziehungen die Springflut der Emigration ebenso plötzlich, wie sie eingesetzt hatte, Nwebbte. Aber die katastrophalen Zustände von: Herbst 1920 müssen uns eine eindringliche Lehre sin. Das, >oas wir eininal dort erlebt haben, dürfen wir nie wieder erleben. Jeden Tag kann die Flut von neuem die Dämnre zerreißen. Jeden Tag können wir von neuem in Palästina vor das Problem gestellt sei», sofort eine große Anzahl von Einwanderern auszunrhrnen. Und für diesen Airgenblick müssen wir gerüstet sein. Wir müssen unverzüglich daran gehen, di« wirtschaftlichen Bc- Vmgunaen zu schaffen, die die Einwanderung ermöglichen. die aber andererseits auch die Grundlage für den Bau des freien jüdischen Gemeinwesens darstellen sollen. Ich glaube n.it diesin Dirlc-., .i gezeigt zu haben, daß die Schaffung der j,n Heimstätte in Palästina nicht nur vom pc sihon Gcjichstspunkt aus möglich, sondern mit Rücksicht auf die Lage und die Bedürsnisi der jüdischen Massen unverzüglich nötig ist. Ich will in einein weiteren Kapitel versuchen darzustestsn, welcher Art diese wirischostlich-.n Gruirdsind, welche Arbeiten zunächst untenronnnen werden müssen und was nötig ist, um hiezu inisicmde zu sein. (Von unserem zuräurnen. Tie Judenexzesse vnd dar Bartbietend« Gelegenheit nachgewiesen, ob sie diese f- ^.*.*.0.2 ..... .tTV ftf.. i! __ m > , .. . ' ' Der „nne Warschauer Berichterstatter.) - - nb. W arscha n, im Dez. Tie polnische Regiennig hat nach fast airderthalbjährigen Warten und Zögern den Versailler Zusatzvertrag den Schutz der Minrttfeifen in Polen betreffend, im Rcichsgcsetzblatt Nr. 110 vom 6. Dezember veröffentlicht. Es ist bekannt, daß trotz der Ratifikation dieses in Paris von den polnischen Delegierten Unterzeichneten Vertrages durch den polnischen Landtag, Polen bisnun denselben nicht anerkennen wollte und durch seine Nichtveröffentlichung im Reichsgesctzblatt ihm jede Rechtskraft genommen hat. Nun hat sich bie polnische Regierung die Sache doch überm In Zusammenhang damit beginnen manche Kreise in Polen von einem „neuen Kurs" bezüglich den Juden in Polen zu sprechen und die polnische Regierung hat es wahrscheinlich nicht versäumt, das Ausland raschest von ihrem „großmütigen" Schritte zu benachrichtigen. Es ist daher notwendig, die wirklichen Beweggründe der polnischen Regierung und gleichzeitig die Tragiveite Dieser Tatsache für die Entwicklung der Judensrage in PolStt klarzulegen. Es sei im Vorhinein festgestellt, daß die rechtskräftige Anerkennung des Minderheits- Wutzvertrages im polnischen Judentum gar reine n Enthusiasmus ausgelöst hat und dies beweist die politische Reife der jüdischen Massen in Polen und deren Führer. Herr Daszynski, der gegenwärtige polnische Bizepremier und der spiritus rector des polnischen Kabinettes gilt als ein sehr schlauer, in der österreichischen Schule ausgebildeter Politiker, irrt aber gewaltig, wenn er glaubt mit der Veröffentlichung des Vertrages seine ganze Pflicht und Schuldigkeit getan zu haben. Ilnd dazu war Bizepremier Daszynski naiv genug, die wahren Beweggründe seines 'Schrittes in seinem Expose vor den Vertretern der polnischen Presse zu enthüllen. Im Zusammenhang mit der Finanzlage Polens sprach Minister Daszynski von rer Notwendigkeit und den Aussichten erner auswärtigen Anleihe für Polen, insbesondere in Amerika und erklärte ber dieser rpelcgenhcit etwa folgendes: Es sei höchste Heit. mit unserer kindischen Politik aufsch neiden muß aushören. Der zoologische Anti' semitisnms eines gewissen Teiles der polnischen Presse muß verschtvinden. Es ginge nicht an, bei den jüdischen Vanfleuten in Amerikas und Englands um eine finanzielle Anleihe für Polen zu flehen und gleichzeitig die Brüder und Glaubensgenossen dieser Fhnaiizmänner zu verfolgen. Ter amerikanischen Presse darf keine Nahrung geliefert werden und deshalb ist die polnische Negierung verpflichtet, den Juden volle Gleichberechtigung zu gewähren und deu Minderheitsschutzver trag zu veröffentlichen. Wir müssen diese Politik, die uns die ausländische Finanzkreise Mbiinien soll, selbst auf die Gefahr hin, „Judeuknechte" gescholten zu werden, betreiben Also ^sprach Herr Taszynski und am nächsten Tage erschien das Reichsgesetzblatt mit dem bereits veröffentlichten Minderheits- Vertrag. Ter Sozialistenführer Daszynski schrieb gleichsam einen Kommentar dazu und es ist wahrlich nicht nötig darüber länger nachzusinnen. Klipp und klar wurde es heran-gesagt: Wir brauchen Euch Judenleute. Ta Euere Brüder jenseits des Ozeans reiche Bankhäuser besitzen und da andererseits Polen auf deren finanzielle Unterstützung angewiesen ist, sind wir bereit darauf zu sehen, daß Ihr zn schreien und zu klagen keinen Grund inehr habet. Wir erklären es den Vertretern der polnischen öffentlichen Meinung, daß die wüste Judenhetze aufhören muß, daß nur uicht mehr Kinder sein dürfen, sondern erfahrene Handelspolitiker und bedenken, daß es für Polen von hohem Wert sei, die zoologischen Instinkte zu ersticken, die Juden in Ruhe und ihnen Gleichberechtigung angedcihen zu lassen. Dafür bekommen wir ja eine gute Belohnung, eine ausländische Anleihe und die Verbesserung der polnischen Valuta. Mo wohlgeinerkt: Judenbärte wird man uicht mehr schneiden dürfen, weil es aller Menschlichkeit Hohn spricht und Schmach und Schande bedeutet für einen Staat, in welchem im 20. Jahrhundert solche barbarische Fälle aus der Tagesordnung sind; Gleichberechtigung ruird den Juden nicht gewährt, weil ein Rechtsstaat' allen Bürgern ohne Ausnahme gleiche Rechte erteilen muß und endlich: der Minderheitsschutzvertrag soll in Rechtskraft treten, nicht, weil in Paris den Polen Unabhängigkeit garantiert wurde mit der Bedingung, daß es volle religiöse und kulturelle Entwicklung aller Minderheiten gewährleiste, nicht, weil ein Nationalitätenstaat nnc Polen, der 40 Prozent freindnationalc Elemente in sich birgt, nur bei Gewährung nationaler Autonomie sich voll entwickeln kann — von all dem keine Rede. Es ivird ganz einfach gehandelt, wie im Mittelalter, in dem die Juden ihre Freiheit und Lebensschntz teuer erkaufen mußten. Ja, und was ivürde geschehen, wenn die polnischen Juden keine „reichen", sondern'arme oder einfach vermögende „Glaubensbrüder" in Amerika hätten, oder aber,!vas doch sicher nicht ausgeschlossen ist, wenn die .Herren Bankmänncr in Amerika oder England dem polnischen Staate gar keine Anleihe geben wollten, da es ihnen ganz einfach nicht — konvenieren würde. Wer ist so naiv zu glauben, daß das internationale Kapital nationale oder Glaubensrücksichten übt.... Die Juden sollen also Gleichberechtigung bekomnien — wenn sie bezahlen. Und die Minderheitsrcchte, die treten ins Leben — im Reichsgesetzblatt. Denn wollte man diesen Vertrag verwirklichen, wäre ja nichts einfacheres als in der eben im Sejm zur Beratung stehenden Verfassung die diesbezüglichen Bestimmungen aufnehmen und auf diese, einzig wirksame Weise den Juden geben, was ihnen gebührt: faktisclw Gleichberechtigung im Wege der Anerkennung der Juden, als exterritorialen nationalen Minderheit im polnischen Staate mit allen daraus resultierenden Folgen. Aber die langen Beratungen pnd bisherigen Beschlüsse des Landtages bewiesen ja zur Genüge, wie „ernst" die polnische Regierung um die polnischen Parteien ohne Ausnahme die jüdisch-nationalen Forderungen aufnehmerr. Kein einziger Abänderungsvorschlag der jüdischen Abgeordneten ist angenommen worden. Nicht nur die jüdisch-nationalen Forderungen, sondern auch die jüdische Religion wurde öffentlich von der Sejmtribüne ans besudelt. Und die polnische Presse, au deren Adresse doch der Appell des polnischen Vizepremiers gerichtet war, schwieg total. Tic entsprechenden Stellen des Exposes wurden unterdrückt, die Veröffentlichung des Msiiderheitsschutzvertragcs totgeschwiegen, und wo es bekanntgemacht wurde, geschah es nur einem haßerfüllten Kommentar, der noch die Bedingungen des Hern, Daszynski erhärtete: „neue Politik" verdienen. Und da werden die Inden fltr den Ausgang der Bolksabstimmimg in Oberschlesien und in Wilna rerantwortsich gemacht. (Kuryer Warszansli). So sieht also der „neue Kurs" der polnisch« Judenpoiiiik anS. ES soll nicht verschwiegen werden, daß sich hie und da aufrichtigere Gefühle regen und vernünftigere Stimmen lierauswagen. Aber der polnischen Presse fehlr es an guten Willen, ihre Judenpolitik zu ändern und den ehrlichen Regierungsmäunern an Mut die fortschrittlicheren Elemente zn unterstützen und gegen den Willen der Antisemiten den neuen, vnrklich anständigen und aufrichtigen Kurs in der Judenpolitik zu inaugurieren. Ties aber wäre höchste Zeit, nicht in letzter Linie — für das Gedeihen und Entwicklung des polnischen Staates. ii. Delegirrterrtag des Bolksverbarrdes der Juden iu der Slowakei. Am 27. Dezember 1920 kam der Volksverband der Juden für die Slowakei zum zweitenmal in P i e st a n y zusammen, um über die weitere Tätigkeit der Juden im Slovensko zu beraten. Ter Tag war gut besucht, wenn man bedenkt, daß bewußt jüdische Tätigkeit in dieser Provinz unserer Republik erst seit 2 Jahren betrieben wird. Wir anderen Luden sind gewohnt, nach anderem Maßstabe zu messen und finden alle Tätigkeit in diesem an Juden so reichen Gebiet zu wen'g. Wir vergessen dabei, daß wir überall auf eine Propaganda und Ngstatisnsarbeit von 25 J'hren zurückk licken können und müssen, wenn w'r ehrlich fein wollen, daß unter diesem Gesichtswinkel gesehen, der zionistisch« Geist sck'öne Fortschritte. Der Delegiertentag war, wie sein Vorsitzender Tr. Mar Jellinek (Nitra) enunzierte, keine zionistische Generalversammlung; er konnte es sich aber doch nicht versagen, der zionistischen Bewegung gerecht zu werden. In der Slowakei liegen nun die Tinge anders, wie bei uns. Die slowafischen Juden sind zu uns gekommen, als Untertanen eines früher fremden Staates. In der alten Monarchie gehörten sie zu Ungarn und waren daher staatsrechtlich von uns geschieden, ein Umstand, der für die Psychologie dieser Juden «ou eminent wichtiger Bedeutung ist. Die slowakischen Juden fühlen sich bei uns noch nicht recht heimisch,, wenn sie sich auch bestreben, die alten politilchen Eölter zu verbrennen. Durch Jahrzehnte im magyarischen Geeiste erzogen, durchdrungen von dem Erößenwahnsinmgen Satze e.rtra hungarlam van est vita, hat die jüngere Generation so allen Kontakt mit Westeuropa verloren, daß sie sogar die deutsche Sprache, Literatur und Kunst verpönte, und einer voMändigen Assimilation an das hohle Magyarentum verfiel der auch die Orthodoxie huldigte und die so weit gmg, daß auch ein Brody Sandor deutsch ur stammeln konnte und kann. Don den magyarischen Politikern mißbraucht gesellschaftlich bevorzugt wenn ^ouch in den frühesten Zeiten magyarisch-antisemitische Ansätze vorhanden waren, wirkten sie oft als ein Machtfaktor mit dem einzelne politische magyarische Richtungen r chneten. Sie wähnten zu schieben und wurden geschob.'n. und nur noch in Polen haben Schlachzizen mit ihren Hausjuden solches Schindluder getrieben, wie die Magnaten mit ihren Juden. Und wenn wir bedenken, daß es sich, — kraß ausgcdrückt — so mancher Jude zur hohen Ehre anrechte an einen Stuhlnchter in einer Nacht be'.in Ferbeln 10.000 —- 20.000 fl. verlieren zu dürfen, so darf es uns n'cht wundern, wenn der Gedanke, diese moral'kchcn Schlacken abzustreifen, den Juden schwer w'rd. Man muß m't dieser verpesteten unmoralischen Athhmosphhärc rechnen, aus der sie stammen. Und es bedarf einer unermüdlichen und geduldigen Arbeit diese Juden zu neuen Me,sichen zu machen. Daß die tschechoslowakische Republik es nicht verstanden, sofort alle Juden von Skowensko für sich zu gewinnen ist nicht Schuld der Juden. Es hätten sich maßgebende Politiker sofort sa gen müssen, daß m't Plünderungen, Gewalt u. Jntern'erungen die Liebe nicht erworben wird, ebensowenig als die Südslawen im altösterreichischen Staate durch Curaj und consartes nicht zu gewinnen waren. Auch heute sollte es sich unsere Regierung noch angelegen sein lassen mehr Liebe und Entgegenkommen deu slowakilchen Juden entgegenzubrmgeii. als es in der Tat geschieht. Aber n'cht das sind die bewegenden Moniente. welche die Tagung interessierte. Der Gegensatz unter den Juden in der Slowake 'st nicht hie Assimilanten und hie Juden, sondern Orthodorir und Nicht Orthodor'e. Mi: uGglich sein könnte, diese Gegensätze wenigstens *m polsiilcherr Löben zu überbrücken, damit n>ar de Dcdotre des zweiten Tages ausgrfüllt. Der fp'rffns rektor der Ausgleichsänbahnung war der Oberrabbiner Reich aus Drbove, sicherlich eines der imposantesten Gestalten der Konferenz. Seine hohe Gestalt d c das Halbdunkel liebt, um desto prophetsiLcr und seher'scher zu wirken, ü "rcagt um Haupteslänge alle Teleg'erten mo er fühlt den Einfluß, der von 'Inn Mle Debatter war s'ch darüber einia es sei aber gesagt, daß die Debatte oft < öt die Höhe der Referate erreichte und a-s Generaldebatte zu asten gehörten Referaten ,-ch nicht rn den Bahnen bewegte, die notwendig gewesen wären daß man mit der Orthodoxie zu einer Einigilng kommen inüsse und es wurde auch eine zehngliederige Komnsissivn zu diesem Zwecke gewählt. Dr. - ell wa r t, Advoko: NN Ake die Juden haben bei der M in Kürze dard ese ^Gegensätze anszugleichen wchr.en, w* es Tapolcany, ist so etlvas wie ein -.nyan: tc-rrible der slowakischen Juden, csiu temperamentvoller magyarischer Redner, ehemaliger Hörer der Bndapester Universität, verfügt er leider nicht über jenen deutschen oder slowakischen Wortschatz, um in diesen Sprachen so zu wirken, wie er möchte, — und er will wirken. Er wird viel an^eseindet, nicht nur von siowakischen Juden, sondern auch von den anderen Juden der Republik, die seinen Standpunkt mißverstehen. Er ist kein Zionist, wie wohl er aber mit Emphase erklärte, jüdischnational zu sein, aber er ist ein Rufer im Streite fiir den Frieden mit den Orthodoxen, mit denen er gute Beziehungen hält. Es wäre schade um den Mann, wenn ihn sein starrsinniges Festhalten an seiner fixen Idee davon abhalten würde, sich offen und ehrlich zur zionistischen Idee — deren Gegner zn sein, er mit - Entrüstung abweist — zu bekennen, — man würde ihn dann auch viel ernster nehmen. So wurde demr in der Domäne des Oberrabb'ners Koloman Weber der Ausgleich beschlossen. Wenn dieser zustande kommt, hat die Organisierung der slotvakischen Judenheit einen großen Fortschritt nach vor- Ivärts gemacht und es!var keine vergebliche Arbeit, die da geleistet wurde. Ob man ivolfl die Stelle des Präsidenten des Volksverbandes deshalb freiließ, um sie einem orthodoxen Führer anzubieten?? Wir wünschen die Einigung der ssoivakischcn Inden und beglückwünschen die Unterhändler, wenn sie gelingt. Sitzungsbericht. Unter großer Beteiligung, ca. 150 Delegierten, wurde Montag, den 27. Dezember der 2. Delegicrtentag der slowakischen Juden eröffnet. Der Präsident Theodor Wist er iNove Mesto n. V.) eröffnet als Präsident des Volksverbandes die Tagung, begrüßt die erschienenen Delegierten und schlägt zum Vorsitzenden der Tagung H. Dr. Max Jellinek (Nytra) vor, der auch einstimmig gewählt wird. Dr. Max Jellinek dankt für die Wabl und sagt unter anderem, diese Tagung sei keine zionistische Generalversammlung, sondern ausschließlich die Vertretung des allgemeinen Judentums der Slowakei. Er meint, inan inüsse alles aufbicten, damit dieser allgemeine Wille in den Beschlüssen der Tagung zur Geltung komme. Diese seine Aeußerungen nrögen nicht als Schlachtruf gegen den Zionismus aikfgefaßt werben, heute, wo der Zionismus eine anerkannte Korporation (?) sei,, man könne sich' gegen ihn nicht mehr verschließen. Wir müßten aber für das allgemeine Judentuni auch Opfer bringen. Der Vorsitzende begrüßt nachträglich den eben erschienenen Vertreter der politischen Behörde und schreitet an die Wahl des Büros sowie der Kommissionen. ES werden nach Vorschlag Dr. S a j o s en bloc einstimmig gelvählt: zu Bizeprüsideiüen die Herren: Kuövselmacher, Dr. Spierer, I. Felsenburg, Adolf Kloster; zu Beisitzern: Josef Müller, Jakob, S. Löwy, Albert Stark, Bern, Jellinek; zu SchriftführernErnst Novak, Dr. Wellwart, Dr. Salzer, Dr. Sipos, Dr. Hoffer, Dr. Weiner, Gustav Haß, Felix Schönfeld. In die Kontmissionen: KandidatLnkommission: Richard Schlesinger, Dr. Alexander, Juda Rosenfcld, Dr. Hajdu, Dr. Sipos, Jakob Grünioald, Dr. Aellwart. Pernianenzkonlmission: Dr. Eisler, Sar». Schlesinger, Dr. Thm'sil Rosenberg, Dr. Klein, Kohn. Finanzkommission: Felix Fischer. K'nöpfclinacher, Hugo Tauber, Theodor Wister, Rich. Schlesinger, Dr. Ringwald, Dr. Rosenfcld Adolf, Dr. Sajo. Schulkomnussivn: Ad. Reichenthal, Guttmann, Adolf Grümvald, Rabb- Dr. Fischer, Rabb. Reich, Rabb. Dr. Schönfeld, Rabb. Dr. cklci'i (RitraV Rabb. Dr. Mein (Npve ZaM), Ä'M«