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Jüdisches Volksblatt · 1921-01-04 · 1 (4.1.1921) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
1 (4.1.1921)
Date
1921-01-04
Page
Seite 3 (sequence 8)
Language
German
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WößüBlaft** 4. Mnner rette 3 Fisch, Dr. H. Roch, Direktor Jssrraz Ecrö. Statutenkommission: Dr. Sajo, Dr. Spierer, Dr. Sipos, Dr. Kondor, Dr. Rosenfeld, Dr. Guth. Pressekommisston: Komlost, Rabb. Dr. Fischer, Dr. Kondor, Rabü. Reich. So.siase Kommission: Quastler Mor, Becher Adolf. JEeiufetb, Tr. David Meyer. Nach erfolgter WM begrüßt int Natnen des Jüd. Rat.' Rat. Prag Herr Ungar,^ im Nanten des zionist. Zentralkomitees Emil Waldstcin, im Rainen des zionistischen Distrillstomitces für Mähren und Schienen Dr. Gustav Kohn. Telegramme sind eingelanfen t-rrt der jüdischen Delegation gezeichnet Sololow, Motzlin und vom Prager I. N. R. llitm beginnt die Tagesordnung imt dem Rechenschaftsbericht des Sekretariats Dr. Sajo. Das Sozial- und Rechtsschutzrefcrat (Weinfeld). Kassareferat (Müller). Politisches Referat' (Dr. Sipos). Referat über Bolksverband und Bereinigte Jüd. Parteien (Dr. Eisler). Schnlreferat (Reichenthal). Die gehaltenen Referate stehen alle auf einem hohen Niveau. Der zionistische Gedanke macht auch in der Slowakei immer größere Fortschritte und die Zionisierung ist nur eine Frage der Zeit. Ueber den Fortgang der Bcratnng berichten wir noch nächstens. Pole». Zionistischer Lieg bei den Kultuswnchlen in Tarnst». (Tel. der „Wr. Morgmtzeitung".) Bei den Wahlen in die hiesige Kultusgemeindc haben die Zionisten einen überwältigenden Sieg errungen. Bon 21 Mandaten, welche »u besetzen waren, fielen ihnen 20 zu. Die llssimilanten konnten nur ein Mandat ertnsland. Hinrigungsverhandlnngen zwischen Mis rachi und Agnda. Am 16. Dezentber fanden im Hause Sir Stuart Samuels Behandlungen zwischen Misrachi- und Aguda-Bertretern statt, um eine Basis zu schaffen, die das gemeinsame Arbeiten der beiden Organisationen erleichtern würde. Die Vertreter der Aguda erklärten sich nur unter der Bedingung zu einer Zusammenarbeit bereit, tvenn sich die Misrachi- Organisation von-den Zionisten trenne, womit sich die Misrachi-Bertreter nicht einverstanden erklären konnten. Der Vorschlag der Misrachi-Bertreter, der die Agudas Jisroel ''nlud, am Erziehungswerk des Misrachi in Palästina, für welches ein substantieller Ver- ' tretet im Erziehungsrat (Waad Hamfakeach) zugestanden wurde, teilzunehmen, wurde ebenfalls von den Aguda-Vertretern abgelehnt, obgleich hervvrgehvb-en wurde, daß dicher Erziehungsrat volle Autonomie für die orthodoxen Schulen in Palästina hat, was durch die auf der letzten zion. Jahreskonferenz angenommene Resolution durchgesetzt wurde. Erez Israel. Politisches. Stadt — Tel-Awtw. Das jüdische Stadtviertel Jaffas, Tel- Äwiw, hat vom Oberkommissär das Recht «halten, sich als selbständige Stadtgemeinde mit eigenem Magistrat zu konstituieren. Wirtschaftliches. Liberias erhält Wasserleitung. Tiberias, das während des Krieges elektrische Beleuchtmtg erhalten hat. wird demnächst auch eine Wasserleitung erhalten, welche die Stadt mit gesundem Wasser versorgen wird. Die Rohrleitungen sind bereits zum größtetr Teil gelegt. Tiberias war bisher auf das Wasser des Genezarethsees angewiesen, dessen Benützung aus sanitären Gründen unerwünscht ist. Kultuswadl in Mähr.-Sstraa. Der Witkowitzer Tempelverein Mt bekannt, daß die offizielle Liste für die am 9. Jänner 1921 stattstndorlden Wahlen in die KrLttlAys^ii^vertretung Mähr.-Ostrau die Nummer 5 trägt und nachstehend« Personen kandidiert: 1. Leopold Riifeisen. Privatier, Witkoivitz, 2. Latzi Singer, Privatier, WtLowitz, 3. Adolf Haberfeld, Gastwirt, Witkowitz, 4. Jakob Oppenheim, Gastwirt, Witkowitz. 5. Adolf Munk, Oberinspektor, Witkowitz. 6. Moritz Silbiger, Sodawassererznrger, Wirkowitz, 7. Emil Rosenberg, Wäscheerzeuger, Witkowitz, 8. Samuel Weber, Kaufmann, Witkowitz, 9. Heinrich Langer, Kaufmann, Witkowitz, 10. Josef Neugeboren, Privatbeamter, Witkowitz, 11. David Frankl, Kanfrmmn, Witkowitz, 12. Josef Rosenberg, Katrftmmn, Mikowitz. Zur Beachtung! Die Listen Nr. 6 und 5 sind für die Wahlen am 9. Jänner 1921 gekoppelt. * Voranzeige: Samstag, dm 8. Jänner 1921 große öffenÄ-iche W ähl erv ersammlung. Näheres Plakate. Zionistisches WMkoMitee. t Privoz. In zionistischen Krsisen nrächt sich eilte lebhafte Mißstimmung bemerkbar, daß dsr Privozer Tsmpelverein feine Kandidatenliste als Äste des Vereines bezeichnet, ohne daß eine Genaralversantmlung oder der Ausschuß des Vevsines befragt wurde. Wir werden ersucht, festzustellen, daß sich die Zionisten dagegen verwahren, daß der Namen des Tempelvereines mißbraucht wird und daß sie im Vereine selbst für diese Handlungsweise Rechenschaft verlangen werden. — Mischer Sport »MM« Konstituierung des Norduiähr.-schlcs. Gaues des I. F. V. (amtlich). Sonntag, den 26. Dezentber fand in M.- Ostrau die Konstituierung des Eaues statt. Wittmann (Makabi Ostrau) eröffnet die Sitzung zu der folgende Vereine ihre Vertreter entsendet hatten: Makabi Ostrau, 2. A. S. K. Ostrau, Hakoah Olmütz. Hakoah Troppau, Hakoah Witkowitz, .Hakoah Orlau, Makäbr Odetberg, Makabi Hruschau (neu). Als Vertreter des I. F. D. war Herr P. Thorsch anwesend, der auch das Organisationsreferat erstattete. Der Referent ging von der Gründung des 2. F. V. aus, berührt die Einigungsverhandlungen zwischen dem Ische.iftche t und deutschen Verband und berichtet über den vom Nerbandsausschuß gefaßten Beschluß, daß alle jüdischen Klubs aus ihren bisherigen Verbänden auszutreten haben. Der 2. F. V fei dadurch tatsächlich ins Leben getreten und gebe den einzelnen Vereinen die Möglichkeit ihre Angelegenheiten nach eigenem Ermes ea und im jüdischen Geiste zu behandeln. Die Anerkennung des 2. F. V. ist defatto von den andersnattonalen Verbänden be.eris erfolgt so daß auch die jüdischen Spieler in den Klub' anderer Verbände gezwungen fein werde», zur Frage des 2. F. V. des en volliommen unpolitische und parte'lose Haltung ganz Ieonte.s betont wurde, Stellung zu nehmen. Es wirb an diejenigen von den jüd. Sportsleuten, die vorgaben „gute 2uden" zu sein — wenn sK auch nicht einem jüdischen Klub' angehören weil diese im tschechischen Verbände organisiert waren, die Entscheidung hrrantreten, hie tschechisch und deutsch, hie jüdisch. — Auf diejenigen, die es über sich bringen durch ihren Ve bieib ju den tschech. oder deutschen Sportklub' ihre Zugehörigkeit zu einer dieser Nationen zu erklären, werden wir gerne verzichten, denjenigen aber, die es mit ihrem Judentum tatsächlich ernst meinen ist durch die Gründung eines selbständigen jüdischen Verbandes, der na urgemäß weder von dein tschechischen noch von dem deutschen Verband abhängig ist. Gelegen heit gegeben die Echthit khrer Gesinnung zu beweisen Der Redner sch.regt mit dem Aufruf zur Disziplin, der ersten Vstbedrnsung einer jeden Organisation. Die hierauf vorgenvnrmcnen Wahlen ergaben folgendes Rffultat; Ganobmann Walter Kulka (Ostrau) Stellvertreter Wkiky Mahner 2. A. S. K. Josef Iarolim (Olmütz). Schriftführer und Preffcreferent Mar Weber (Mähr.-Ostrau), 2gnatz Nosenbetg (W'itkowitz) Personalreferent Oskar Meßner 2. A. S. K.) Sportreferent 2ofef Iarolim, 2..gendreferent Will» Mahner, Kassier Oskar Barber (Orlau) Eaukapitän Moritz Grüner (Ostrau), K. Nepper (Olmütz). Ersah Bribram (Oderberg), Zarno (Hruschau), Revisor Bruno Melzer (Ostrau), Fritz Neik (Orlau). Die Hausordnung wird mit einigen Acnderungen angenomnre» und wird d'eselöe allen Vereinen zugeschickt werden. Antrag Wittmann, daß die Gauleitung außer Fußball auch die anderen Sportzweige vertreten soll wird angenommen und den S atuteu e'ngefrgt. Der Eautag beschließt weiters: Der Gautag erteilt den Delegierten den Auftrag die Orkginalabmeldung aus den ihnen bis zum übergeordneten Gauen an die Gauleitung ehestens einzusenden. Ms offizielles Organ wird das „Jüdische Volksblatt" in Mähr.-Ostrau und dsr „jüdische Sozialist" in Brünn bestimmt. Alle Vereine sind verpflichtet die betreffenden! Blätter zu halten, denn nur auf diesem Wege werden amtliche Mitteilungen an die Vereine ergehen. Weiters hat jeder Klub eine Konsignation seiner ausübenden Mitglieder sofort an die Gauleitung einzusenden. Die Beiträge an den Gau werden jedem Verein schriftlich bekanntgegeben werden und sind dieß Beiträge bereits für das 2ahr 1920 einzuzablen. Es wurde eine Benjammkommiffion eingesetzt, die darüber zu wachen hat, daß die Vorschriften betreffs der Benjamins strenge eingehalten werden. Die Spielberechtigung der Benjamins hängt ab vom letzten Schulausweis und einer jährlich stattzusindenden ärztlichen Untersuchung. Die Altersgrenze wurde für Benjam.ns mit vierzehn, für Zöglinge mtt siebzehn 2ahren festgesetzt. Folgende Resolutton (Weber) wurde angenommen: Der Eautag fordert den 2. F. V. auf dahin zu wirken, daß der gegen einen Verein aus sportlichen Gründen verhängte Boykott und die Disqualiffzierung einzelner Spieler auch von den anderen Verbänden (tschechisch, deutsch) mit Gegenseitigkeit eingehalten wird. Die Vereine haben Schftdsrichäerknrse übzuhalten und die Teilnehmer an demselben : müssen sich einer Prüfung vor der Gauleitung .unterziehen (Termin wird noch bekanntgegeben) dann erst erhalten dieselben eine Schiedsrichterlegitimation. Bereits geprüfte Schiedsrichter sind der Eauleftung anzumelden. Die Funktion des Strafausschuffes übernimmt die Gauleitung nach einem Straftarif, der allen Vereinen zugeschickt werden wird. Zuschriften sind zu richten an Mar Weber, Mähr.-Ostrau, Straße der tschech. Legionen Nr. 6. Geldsendungen an die „Mährisch- Ostrauer Volksbank" auf Konto des Herrn Oskar Batber, Orlau. Die formale Anerkennung der Berechtigung zionistischer Forderungen ohne innere Aeberzengung ist wertlos. Die unter zionistischem Einflüsse beschlossene Erfüllung einzelner zionistischer Forderungen verbürgt noch nicht zionistischen Geist auch für die zukünftige Arbeit der jüdischen Gemeinde. Wer will, daß die jüdische Gemeinde von lebendigem jüdischen Geiste beseelt sei, wühlt in die Kultusgemeinde zionistisch! Los zionistische Wnhlkomitee. ss Am den Gemeinden hs ML4r.-Lftra«. Bibllothekflunden in der jüdischen Zentralhibliothet finden jeden Dienstag von Vs6—y37 Uhr abds. im Beth-Hamidrafch-Zimmer der Jüdischen Volksschule statt. Das Publikum wird eingeladen, die Bibliothek eifrig am benützen. ♦ Dsr hebräische Sprachverein .Hchckah" in Mähr.-Ostrau veranstaltet am 15. Jänner 1921 in den Lokalitäten des Hotel National aine große Akademie mit anschließendem Tanze. Ein rühriges Komitee ist bereits nüt den Vorbereitungen beschafttgt und es kann heute schon gesagt werden, 'daß diese Veranstaltung für Alt und Jung, für Liebhaber ernster und heiterer Miene stimmt ist und jeder mit dem Gebotenen zufrieden sein wird. Jedem einzelnen Besucher dieser Wademie wird Jntereffantes geboten. Das nähere Programm wird noch bekannt gegeben wetden. Alle jüdischen Vereine und Korporationen warben ersucht, diesen Dag frei zu halten. * Der nächste Geschichtskurs des jüdischnrtiomrlen Frauen- und Mädchenvereines „Mirjam* findet, da Herr Prof. Brairn verreist, ist. erst am 11. Järm« 1921 statt. * Di« jüdischen Akademiker von Mähr.-Ostoru vevanstolten Mittwoch den 5. Jänner 1921 in allen Lokalitäten des Hotel National ctaten Ball. Reklamationen bezüglich Einladungen sind an Herrn Arpad Großimmn, M.-Ostrau, Ehelcickvgaffe 7, zu richten. » Kundmachung. Dt- Steuerliste für das Jahr 1921 liegt zur MSWM GnsuhtNichM |in hyx Zc-it p«n 1. M 14. Jänner 1921 in der K«nM der Kulin?- gMKirde öffentlich «rs. Rcktanutttonen g«g«t di« Höhe der B«rschreilmng sind tm Sänne >de0 % 95 des Lüttub-s innettalü" 14 Taqen nach Zustellung au den Vorstand der isvaeMschen Kk--<tt:Saem«it:do ci:tzubvingcn. Vorstand der israel. Kultusgemeinde Tropva«. Der Vorsteher: Gustav Fing. Aus der Theaterkanzlei. Dienstag, den 4. Jauner gelangt „Kabaie und Liebeft Trauerspiel in 5 Äktcn (8 Dildern) von Friedrich Schiller, in Folge 4^ braun neuern studiert zur Erstaufführung. In den Hauptrollen sind beschäftigt: die Damen Franziska Lothar, Eleonore Ntuchammer, Jenny R»inert. Mizzi Schneider, di- Heroen Egon Engelmann, Hans Mahler-Marton, Otto Mazel, Eduard Pötter, Hugo Schneider, Reinhold Weiglin. Spielleitung: Reinhold Weiglm- Mittwoch, den 5. Jänner halb 8 Uhr abends! Lehars Meisteropewtte .Die b l a u e M a z u r* in Folge 5 blau. > Donnerstag, den 6. Jänner 3 Mir nachmMag* findet nach längerer Pause die Ausfühmng der melodiösen Operette .Frühlingsluft", Musik nach Motiven von I. Strauß, statt. (Außer Dauer- und Stmnmsttz.) — Abends halb 8 Uhr „Die JüdiM. große Oper, Musik von I. Halevh. (Außer Dauerunb Stammsitz.) Freitag, den 7. Jänner .Die schone Helen a * in Folge 1 rot. Samstag, den 8. Jänner „I ' tc' : - G e sertt' in Stammsitz Ar Privoz. Me Akademie der Wischen Jugend m Pri» voz, «die «rni 21. Dezember im Caft Central statt» fand, nahm einen äußerst würdigen Deckaus und srfreute sich eines erlesenen Publikums, welcher die Darbietungen mit verständnisvollem Jnterefle entgsgennahm. Die Jugend war benvHt, dar möglichst Beste zu leisten und war auch der Hauptzweck der Veranstaltung, ernste und, cchj« Wische Kunst zum Vortrage zu bringen. Den Glanzpunkt der Darbietungen bildete die Aufführung von Bruchstücken aus dein Oratorium Elias von Mendelssohn, welche von Herrn Kopellineisttr Eugen Donath vom deutschen Theater in M.-Ostrau meisterhaft einstudiert und auf dem Klavier mit künstlerischem Verständnis begleitet!var. Herr Rubin Rothnrann vom Thcwter in M.-Ostrau brachte in diesem Rahmen die Arien des Was »Herr Gott Abrahams" und »Es ist genügt mit viel Entpfiuden, wenn auch in der Stimmgebung durch ein« Indisposition behindert, zum Vortrag und errang damit eine Bsachtmtg, dis disfem heranstrebenden Künstler gebührt. Frl. Julie Not> nrauns Arie „Höre Israel" klang wie aus Engelssphären. In Quartetten und Torzotten beteiligten sich außer den bereits erwähntet Sängcrw die—~ Damen Else Borger und Regmc Blonski, sowie die Herren Jakob Wemheber und Ing. Ernst Frischer nröt Erfolg an der Aussührmta. Me RezitMonen des kleinen Schmcrler, rvclchar Rosen» feldsche Gedichte vortrug rissen durch sein, weit über das Normale reichendes Talent das PubWwn ztl wahren Beifallsstürmen hin. Die Rezitationen des Herrn Leo Hornung sBialik-Boruchovicz), fowft die Vorlesung des Herrn Ernst Vdechnier (Werfel-Höflich) wahrten das künstlerische Niveau, der Darbietungen. Ganz besonderer ErivähMrng bedarf die Mtwirkung des BiMnvirtuose« Josef Borzimmer, der einait Mendelssohnschcn Opus mit Klavierbegleitung von Fck. Mizzi Herz und überdies ein eigen komponiertes Diolinsolo zwn Vortrag brachte. Frl. Willi Felix war so liebenswürdig, mit einigen Liedern eine Lücke zu füllen, die durch den Entfall eines hebräischen Kindergesanges (wegen Erkrankung der Trude IM) entstanden war. Den Abend beschloß der Herzlschc Einakter „Im Speisewagen", in dein Frl. Grete Kaßler ganz bedeutende Schausvielerinn^.t^ual;- täton bezeigte. Ihr Partner Herr Richard Groß und die Herren Salomonovicz und Dunski mttledigien sich ihrer Rollen zur vollsten ZuftitzdcnhÄt. Leider ließ die BühwsnauSstattung, die in- , folge einer Absage im letzten Llugonblick mit großer Aufopferung und Arbeit improvisiert rvuttde, zu wünschen übrig. Alles in Allen: ein Abend, von einem ernsten jüdischen und künstlerischem Wollen, diktiert, der :toch wesentlich :n-Rr Beachtung der jüdischen Kreise in Privoz und M.-Ostrau wert war, als er tatsächlich fand. Auspitz. Daick den Bemühut:gon der Herren Bettedikt und Mczck ist es gelungen in Auspitz eins Unterhaltung mit gutem Erfolg zuftandezubringon. Dis neue Hatikwah von Haitmann als Einle-itmrg fand lebhaften Beifall.^ Von dem MitwilkoEwn wären zu erwähnen, die ausgezeichnete Vorlesung des Herrn Hirsch (Onkel Jonas), die Prosa und Gesangsvorträge der Herren Benadikt, Kantor RovnMh und auS Kostel Herr Heßky und Rosenzwcig. Der gute Klavicrvovtraa des Herrn Wstzek fand nur zu wenig Aufmecksanckeit. Von den Mitnüikenden in den beiden Theaterstücken wären zu erwähnen: Fräulein Eisinger, Böch und Wsch- Senes im ersten (die Maus). Herr Mczek und Frl. Wachsmann im zweiten (Er muß imtfc fein). Aussig. Herr Rudolf Bäuml in Fa. Bäotml u. Ev. verlobte sich mit Frl. Mella Heller, Tochter des Herrn Koimnissionärs Hevina»m Heller. Am 2« v. M. feiert« Hnr Julius Frank. Faortkant, ferne Trauung mit Frl. Elly Preß. Tochter des Fabrikanten Mols Preß, Arrssig. Witkowitz. , Am 28. Dezember veranstältcte der Wtko-, wrtzer Tempelverein eine Feier um alsin Mitgli,- dern d«§ Temftel-ChorcH seinen Dank abzustatien.

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